Monday, 30 November 2009

The Empire of Common Sense

Jetzt muss ich schon wieder mal Schleichwerbung machen, und zwar für den dm-Drogeriemarkt. Da renne ich sicher bei den meisten LeserInnen offenen Türen ein, erstens: weil der seine Arbeitenden nicht so ausbeutet wie der mit dem hässlichen blauen Schriftzug.Zweitens: weil die Einkaufswägen im dm Lupen haben, damit auch ältere Menschen die Preise lesen können, und drittens: weil der Gründer, Götz Werner, ein Verfechter des Grundeinkommens ist. Und als 68erin bin ich selbstverständlich dafür. Ohne Sozialhilfeempfänger, die in Bands spielen, Kunst produzieren und sonstige brotlose aber wichtige Dinge erledigen, wäre dieses Land in den letzten 50 Jahren wesentlich langweiliger und braver gewesen. Voraussetzung für ein Bürgergehalt ist allerdings auch eine Bürger-Grundausbildung, es soll schon jedeR zumindest der Heimatsprache, auch schriftlich, mächtig sein und wissen wie man mit Messer und Gabel isst. Den Rest lernt man dann bei Jauch.

Friday, 27 November 2009

Mama making Börek

Das Angebot an schnellem Essen in Deutschland ist dank der Generationen von Arbeitsimmigranten unglaublich viel besser und leckerer geworden. Selbst in Grafing, meiner Heimatstadt, wo ich ja dank Mütterlein wieder viel Zeit verbringe, gibt es inzwischen eine gute Bandbreite interessanter Alternativen zu Schwein und Knödel. Wir haben ein Thai-Tagescafe, eine Gelateria die den einzigen diskutablen Espresso macht, und seit kurzem gibt es einen türkischen Feinkostladen. Er ist direkt neben einem sehr guten Metzger wo ich bisher oft mittags meine gewohnteLeberkässemmel holte. Nicht mehr! Jetzt geh ich nebenan zur "Feinkostecke" und esse ein garantiert un-gammeliges Döner, oder wenn ich Glück habe ist Mama da und macht Börek.
Klicken/click for full food porn experience!




Fast-food in Germany has been improved no end by generations of immigrants. In my little old home town, there is now quite a nice range of edible treats that don't contain pork or dumpling. There is a nice little Thai lunchtime take-away, there is an Italian gelateria that makes the only drinkable espresso in town, and most recently, there is a Turkish deli. It is right next to a traditional and very good butcher, where I often used to score my porky Leberkässemmel. Now I find myself more and more often deviating to the right, in favour of the colourful pizzas and the dürüm doners and the owner's Mum's special filled böreks. See for yourself!

Wednesday, 25 November 2009

Feeling blueberry

Da ich nicht übermäßig mobil bin (wegen Blumenkohlknie), war heute ein guter Tag zum Backen von Blaubeermuffins für einen Teebesuch meiner Lieblingsnichte. Ich benutzte ein Rezept aus dem dicken Gelben Kochbuch, das ich schätze. Aber entweder ist die saure Sahne zu viel, oder ich hätte doch noch schnell gehen und Backpulver kaufen sollen (können vor lachen). Jedenfalls gingen sie nicht recht auf und waren etwas matschig. Aber sie schmeckten. Wie auch nicht - mit Zutaten wie (Vanille)Zucker, Butter, Eier,saure Sahne etc. Ein bisschen fühle ich mich wie Clemens Wilmenrod (grade den Film gesehen mit großartigem Liefers/Loos double act) - sieht alles besser aus als es tatsächlich ist. Vor allem mit dem Guss aus Puderzucker und dem Blaubeersaft aus dem Glas.













Since I am still recovering from crashing on my left knee, I embellished my day at home by making pink retro blueberry muffins, in anticipation of a visit from my favourite niece. I didn't have baking powder and, naturally, didn't feel like going down three floors to get some. The fotos are an example of food styling, they look better than they turned out.But they tasted good - what's not to enjoy in a concoction made out of butter, sugar, blueberries, two eggs, a tub of soured cream etc.etc. I made the icing with the blueberry liquid from the jar and, ehem, icing sugar.

Tuesday, 24 November 2009

The week so far

Ich kann zur Zeit nicht behaupten, dass ich zu wenig aus München rauskomme. Seit Samstag war ich in Ambach (endlich mal wieder), ein Ort wo ich familienmäßig mal viel Zeit verbrachte und mit Freuden sah, dass alles in Ordnung ist und die Kinder heranwachsen zu unrasierten jungen Wirten. Das Essen war auch fein.
Ich war auch zweimal in Grafing beim Mütterlein, mit Gelegenheiten zu kleinen Ausflügen (ok heute wegen Sauwetter nur zu Rossmann und Hörgeräte Seifert). Aber am Sonntag machte ich den Schlenker nach Maria Altenburg bei Moosach, ein hübsches Kirchlein auf dem Berg, das im Sommer auch einen winzigen Bierausschank hat. Um München herum gibt es in einem 40-km-Radius so viele reizende Orte, dass ich mich eigentlich garnicht über Italienmangel beklagen muss.
Auf dem Weg heim in der S-Bahn zündelten eine Gruppe gelangweilter Teenies so lange rum bis ich meine Althippie-Lehrerstimmer ausfuhr und sagte "Noch ein Mal und ich rufe die Bullen an". Ich war echt stinksauer - keine Manieren mehr, diese Jugendlichen. Es wirkte jedenfalls, bis auf motziges Gemurmel war Ruhe.

In the last four days I managed to get out of Munich three times, twice by car and once on the train. Saturday, an outing to Ambach, where I used to spend plenty of time until a few years ago. It was nice to see one of the "children" looking like a bona fide trendy pub landlord, and lovely to walk along the lake. And to eat there, of course. The last couple of days I spent with Mum in Grafing. Did a little detour to Altenburg with its church perched on top of a hill. Today the weather was a bit more November-ish, so just did some drugmart research. Had an incident in the train home with some bored teenagers setting fire to the leaflets they put in the trains. I got so pissed off, I shouted at them "one more time and I call the cops". That shut them up. But they weren't knife carriers, just badly brought up.

"Born to be Wirt"!

Sunday, 22 November 2009

Blast from the past


I scanned lots of pictures this weekend (in fact until my scanner blew up) for a birthday book present. Some of them were actually quite good, taken with my old Pentax on film. This one is for Chris - hello out there! Terry and Chris, third (?) Womad festival, Clevedon near Bristol, in 1986

Friday, 20 November 2009

Mittagessen, gerettet

Heute hatte ich einen unfreiwilligen Spartag - für mein Mittagessen fand ich im Kühlschrank ein etwa sechs Tage altes Päckchen mit geschnittenen Pfannkuchen sowie ein Glas Kochflüssigkeit vom Spitzkohl (remember??)- alles noch frisch und pfenningguad. Daraus machte ich mir mit Hilfe eines Gemüsebrühwürfels ein Süppchen und aß ein Stück Quiche vom Neulinger dazu. Was ich interessant finde ist, dass selbstgemachtes Essen aus guten Zutaten lange nicht so schnell verschimmelt wie Fertigzeugs. Auch gutes Brot hält lange, während verpacktes Brot nach wenigen Tagen schon grünlich wird.Had a foraged lunch today: I foraged in the fridge and found a five-day-old bag of cut pancakes and a jar of cabbage cooking liquid, to which I added a veg stock cube and made that Bavarian staple, the pancake soup. Plus I bought a piece of quiche from my favourite local bakery. Just goes to show that good home-made food doesn't go off like shop-bought stuff. I was pleased with my thrift.

Wednesday, 18 November 2009

Föhn

Zur Zeit bin ich öfter als sonst bei meiner Mutter, und wunderbarerweise ist so schönes Wetter, dass es einfach Spass macht, auf dem Land zu sein. Während sie sich im Café mit ihrem Stammtisch trifft oder beim Zahnarzt wartet, fahre ich raus Richtung Bad Aibling, wo man die Berge schön sieht. Gestern war ein unglaublicher Föhn bei Frühlingstemperaturen, und die Welt war gut gelaunt. Ich unterhielt mich mit der Bäuerin, der all diese Tiere gehören, und sie erzählte mir, dass sie sehr isoliert sind da oben auf dem Berg. "Aber seit's des Navi gibt, verfahren sich regelmäßig Leute zu uns rauf, die meinen da geht's nach Assling". Einmal mussten sie "den UPS mit dem Bulldog (Traktor, für Nichtbayern) aus'm Holz (Wald) rausholen". Was meine Meinung über völlig unnötige Produkte bestätigt!




I spend more time at my Mother's at the moment which happens to be lovely with the weather being springlike and the Alps moving closer, all thanks to "Föhn", a particular climatic condition we are blessed with around the Alps (it does give some people a headache and serves as an excuse for murder). I had a chat with the woman who lives on the farm on top with the wonderful view, and when I gushed about the loveliness she said "We are quite isolated up here. But since they introduced the SatNav, we get lots of cars that are lost up here. Once we had to haul the UPS van out of the wood with a tractor". Talk about marketing things nobody needs.

Monday, 16 November 2009

Soup for the planet

Montag war bei mir Suppentag, meist eine einfache Gemüsesuppe, von der ich mich und den Meinen tagelang ernähre (wir sind nur zwei). Und so schnippelte ich heute alles Gemüse was so rumlag in den Suppentopf - Spitzkohlreste von den Krautwickeln die ich gestern bei meiner Mutter machte, Karotten, eine Stange Lauch, ein Stück Sellerie. Aber keine Kartoffeln im Haus! es regnete, einfach keine Lust rauszugehen. Also fielen mir die Pfanni-Kartoffelflocken ein, die ich mir auf einen Hinweis meiner pragmatischen und von Foodie-Exzessen eher befremdeten Freundin S. ("schmeckt genauso gut wie echter") und ich rührte einen Beutel von denen in die Suppe. Es funktionierte. Fast wie echte Kartoffeln.
Monday is soup day around here, nice, unpretentious, good-for-you soup. So I cut up all the vegetables I found in the fridge and put them in the stock pot. This time there was leftover cabbage from making stuffed cabbage with my Mum yesterday, some carrots, a piece of celeriac and a stick of leek. No potatoes! And it's raining. So I resorted to a bag of Smash I had bought a while ago as a standby. The idea came from my completely un-foodie friend S., who surprised me with Smash as a companion to a roast, and, surprise surprise, it tasted ok. Well, I stirred it in the soup and it did add that potato-ey starchiness.

Welternährungsgipfel

In Rom treffen sich heute "mehr als 60 Staats- und Regierungschefs, um dort über die Folgen der Finanz-, Wirtschafts- und Nahrungskrise für die Welthungerhilfe zu beraten". Jetzt mal ganz ohne Moralisieren: Mich würde interessieren, ob die dann zu Mittag ein Schälchen Reis kriegen, damit sie verstehen, was sie da eigentlich besprechen.Without wanting to be moralistic - I would be quite curious to see what the "more than 60 heads of state" gathering in Rome today to discuss world hunger will be eating for their dinner - a little spoonful of rice maybe, for a visceral experience of what they are discussing?
This is what I got when I put "world+hunger+rome" in the Guardian search engine. Ha Ha.

Sunday, 15 November 2009

Der süße Brei

Plötzlich verspüre ich Lust auf Grießpudding, im Sommer käme ich gar nicht auf die Idee. Oder vielmehr auf Grießflammeri, mit Eiern und geschlagenem Eiweiß: 75g Grieß in 1/2l köchelnde Milch (in die ich eine Vanilleschote reingekratzt habe - danke, Ingrid!) mit Schneebesen einrühren, zwei Esslöffel Zucker dazutun, zwei Eigelb mit abgeriebener Zitronenschale verschlagen und kurz hineinrühren, dann weg von der Kochplatte. Wenn der Grieß gequollen ist, die geschlagenen Eiweiß drunterziehen (bei rohem Eiweiß nur ganz frische gute Eier nehmen). Dazu machte ich Birnenkompott, zur Deko Granatapfelkerne. Meine Freundin B. hatte die gute Idee, die Vanilleschote nach dem Auskratzen in ein Glas Zucker zu legen, dann brauchen wir Dr. Oetker nicht! For most of my English friends, the word semolina provokes nothing but shudders. But my semolina pudding is not the slimey mess you had in school. Scrape a vanilla pod into 1/2l of milk , add a little sugar and gently whisk 75g of semolina in. Whisk two egg yolks with some lemon zest and stir it in. Then leave to finish it off near but not on the hob, it just needs to sit and swell. At the end, fold in the beaten egg whites and leave to cool. I served it with stewed pears. You can make your own vanilla sugar by sticking a scraped pod in a jar of caster sugar. I know you knew this, I thought I would mention it, anyway!
Ich sah eben bei meinen alten Fotos, dass ich im Sommer auch schon mal Flammeri gemacht habe:Looking at my old food pics I found one I made last summer, with strawberries.

Saturday, 14 November 2009

Blog Panic

Es war schlicht eine nicht-ganz-aber-fast-Supergau-Woche. Plötzlich fremdelte mein Bloggerzugang und wollte mich ein paar Tage lang nicht mehr reinlassen, obwohl ich ihn mit allen möglichen Passwörtern reizte. Schließlich ging ich zurück zu Adam und Eva, und per Google Mail kam ich wieder rein. Mein Leben ist ein einziges Labyrinth von Passwörtern und PINs geworden, von Easyjet zu blogspot, von meiner Münchner Bank zu meiner alten NatWest, von flickr zu Paypal zu WLAN zu T-Mobile . . . .. AAARRRGHGGHH. Dazu habe ich diese Woche auch noch meine Steuer gemacht, ein Vergnügen, das ich lang vor mir hergeschoben habe. Ich fuhr mit dem Rad in das Kundencenter in der Deroystrasse, im strömenden Regen, fluchend, tropfend, um alles auf den letzten Drücker abzugeben. Ich fühlte ich mich wie eine dieser verrückten Alten, die mit sich selbst schimpfen. Und schau an, die Steuererklärung ist nicht etwa einfacher geworden, sondern ich musste ein neues Formblat EU ausfüllen, mit Daten die ich bisher "formlos" einreichen durfte. Also, vom Bierdeckel sind wir noch meilenweit entfernt. Das Kundencenter muss ich loben, die helfen wirklich. Es ist jedoch besser, die Steuer im Frühsommer zu machen, da ist die Laune rundum besser.Suddenly my blog host refused access this week, and I had to feed it dozens of combinations to let me back in. My life is riddled with passwords and PINs anyway, for banks and credit cards and flight bookings and mobile phone accounts and flickr and...well, blogger.com. Why don't they just implant us with an electronic password for everything? Plus, I had to hand in my tax form which for a chaotic mind is the worst possible task, and when I biked it to the (luckily nearby) tax office it poured down in a sort of last straw-ish way...it's all over and done now, and today I can relax, write in my blog and there is even a bit of sunshine.

Wednesday, 11 November 2009

Home sweet apricot tart

Für mich und den heimkehrenden Jäger und Sammler machte ich eine Aprikosentarte mit "gefälschter" Frangipane-Füllung – das heißt, ich mixe gemörserte, vorher leicht in der fettlosen Pfanne geröstete Walnüsse mit einem Ei, Zucker, Butter anstatt klassisch Mandeln. (Übrigens, nicht zu verwechseln mit Frangipani: wie ich beim googeln feststellte, ist das eine Blume).Der Boden ist mein bewährter Krümelteig aus 200g Butter, 100g Zucker, 300g Mehl und ein bisschen kaltem Wasser, darauf lege ich eingeweichte Trockenaprikosen und bedecke das Ganze mit besagtem Frangipane. Ich glaube, Backprofis machen es umgekehrt – erst der Baatz, dann die Früchte. Sieht besser aus, aber es schmeckte auch so gut. Die ungeschwefelten Aprikosen machen sie so dunkel. Und sehr,sehr süß. Mmmhm, treacle tart! war die Reaktion.
For me and the returning hunter and gatherer, I made an apricot tart with frangipane (not to be confused with frangipani, which I found is a flower)… I used dried unsulphured apricots (they are quite dark)for fruit, on a shortcrust base. I faked the frangipane with slightly toasted walnuts instead of almonds, whizzed together with sugar, butter and an egg. On second thoughts, it probably would have looked better if I had put the filling on the pastry, underneath the fruit. You need to have a very sweet tooth for this tart. But my resident Englishman was ecstatic: "mmhm tastes like treacle tart!"

Abwehrzauber

Wenn das Geld knapp wird, keine Aufträge hergehen und die Existenzängste buhu machen dann muss man noch einen drauf machen. Abwehrzauber nennt meine kluge Schwester das, und die hat einfach immer recht. Hier sind die Abwehrzauber, die ich mir für die derzeitige Krise besorgt habe:
Ein sündteurer Lippenstift, der als Konjunkturspritze gewertet werden kann.Gesunde Teegetränke mit Ingwer, Honig und Zitrone (und der Gratis-Teebeutel aus der Plätzchen-Brigitte, die ich auf vielseitige blog-Empfehlung gekauft habe)Eine völlig bescheuerte aber lustige Strumpfhose vom Karstadt (früher Hertie), denn beim stinkfeinen Oberpollinger (früher Oberpollinger, dann Karstadt) gab es natürlich „nichts in Ihrer Größe“.
When money is tight,
there is no work in sight,
and you wake up sweating
at four in the morning,
before daylight
(hey, it’s a rap!)
that’s when you have to REALLY treat yourself and use some protective magic. My clever sister recommends it, and she just knows.
Here is the magic I am using at present:
A criminally expensive lipstick that would boost the GDP of a small island nation
Healthy drinks with ginger, honey and lemon
Tights that warm my legs and make them chuckle (after a few “sorry, not in your size” comments I finally found this pair).

Tuesday, 10 November 2009

Dead end job

Heute hat mich die mentale Schweinegrippe erwischt. Um 8.30 mache ich mein Laptop an - bin ja wie gesagt selbständig arbeitend und damit hoch motiviert ha ha - nur um eine email zu bekommen, dass ein Exposé von mir voll am Thema vorbei war. Wenigstens ist die Frau, für die ich arbeiten sollte, total reizend. Die email beginnt mit den Worten "Oy Gewalt" (sie lebt in Israel), aber endet mit den Worten .."not what we wanted". Aber nichtsdestoweniger sind einige Tage Schweiß, begeisterter Einsatz und Vorfreude voll daneben gegangen. Dazu die anderen Zutaten - November, dunkel, feucht, ich fühle mich uralt, meine Füße tun auf mysteriöse Art weh, ich war seit Jahren nicht mehr in Italien, die Zukunft ist Armut, das Kochen langweilt mich, Plätzchen backen auch. Ich glaube man nennt es Depression. Oder einfach schlechte Laune. Auf jeden Fall muss ich jetzt dieses Ding neu schreiben und fühle mich ungefähr so inspiriert wie der Ochse vom Joch. Visionen von Deutschland im Jahr 2020, irgendjemand? Today I woke up to an attack of psychological swine flu. I received a rejection slip from one of my hopeful employment sources - in the most charming way possible. She is in Israel, and started the mail with the sympathetic words "Oy Gewalt" - to which all I can say is "oy vey". My piece I wrote for her was not what she had had in mind, and days of chewing pencils,research and producing charts were wasted on nothing. Add to this the familiar ingredients November, soggy weather, dark, cold, uncertain future, aching limbs, feeling ancient and unattractive - and you have a cocktail that makes for depression, or at least a rotten mood that even cooking delicious food can't penetrate. Well, let's get cracking and produce something they won't be able to say no to. Visions of Germany in 2020, anyone?

Monday, 9 November 2009

Family Birthday

Nicht dass ich einen Grund brauche, Kuchen zu backen, aber es gab einen besonders reizenden Grund, den Geburtstag meiner einzigen und besten Nichte. Es gab die bewährte Tarte Tatin, einfach, gesund und gerade kuchenartig genug (vor allem mit Schlagsahne), und ein paar Crostini - Nussbrot vom Neulinger mit Olivenöl, ein bisschen Serranoschinken und Ziegenrolle, kurz im Ofen gewärmt. Dazu Tee (der immer aus England in Form von PG Tips oder ähnlich mitgebracht wird) und einen guten Cremant D'Alsace.
Not that I need an excuse to bake cakes, but there happened to be one in the shape of my one and only niece's birthday on Saturday, and I made Tarte Tatin, my favourite one - easy, healthy, and just fattening enough. Plus some crostini - or canapés, as they used to be called in the uncool old days, with Serrano ham,goat cheese (that old staple) and some olive oil drizzled over it (this is of course pure Jamie Oliver - he drizzles olive oil over just about everything).

Und so mache ich die Tarte: (und jetzt bitte keine Kommentare wie: WAS? das soll TT sein?)

Ich schmiere dick Butter in die Porzellan-Quicheform
Ich streue dick Puderzucker drauf
Dann lege ich die Apfelscheiben drauf, und ein paar zerkrümelte Walnüsse, Zimt nach Wahl.
Darüber lege ich die Teigdecke. Rein in den Ofen, bei ca.220 Grad, bis der Saft spritzt und der Deckel bräunlich wird.
Zum Schluss kippe ich das Ganze um - und das funktioniert eben nur bei viel Butter - siehe Anfang.
An Guadn.

Friday, 6 November 2009

Botanisch



Heute - wer weiß, letzter schöner Herbsttag? - die Blätter hats schon ziemlich weggeblasen - schnell mit dem Rad in den Botanischen Garten, einer meiner Spaziergärten hier in der Nähe. Auch im Herbst liebe ich ihn, in seiner zerbrechlichen späten Schönheit, unglaublich dass man einfach hineingehen darf und die Blätter- und Wasserschönheit genießen. Ein hübsches Café hat er auch, berühmt für seine Dampfnudel.




Today I thought it might be the last of the sunny golden autumn days, got on my bike to go to my favourite happy-making place, the Botanical Garden which is just around the corner from where I live. I adore it in all seasons, but in autumn it is empty and has this heartbreaking decayed feeling about it. And a very good café, too!

Thursday, 5 November 2009

why I am bloggin

I ain't lookin' to compete with you,
Beat or cheat or mistreat you,
Simplify you, classify you,
Deny, defy or crucify you.
All I really want to do
Is, baby, be friends with you.

We did not know the meaning of cool in 1977, in 105 Cornwallis Road, N19.

Wednesday, 4 November 2009

Angeregt von einem Beitrag von Wienermädl & Co, hatte ich heute Lust, Reiberdatschi zu machen (ihr nennt sie anders, ich weiß aber nicht wie). Als Kinder kriegten wir die mit Sauerkraut, dazu hatte ich aber keine Zeit, weil ich hungrig war. Ich mischte vier geraspelte Kartoffeln mit einem Ei, einer halben kleingeschnittenen Zwiebel, Majoran, etwas Mehl zum Binden, Salz und Pfeffer und briet (brut?) sie jeweils löffelweise in Sonnenblumenöl. Drei hab ich gegessen, wegen der Diät. Den Rest gibts morgen mittag. For my lunch today, I made some quick latkes: four grated potatoes with half an onion, one egg, some flour to bind the liquid, marjoram (you can substitute that with oregano, same family)salt and pepper. Mix and drop large spoonfuls in hot oil (sunflower in my case). Eat immediately, like fast food. You can refry leftovers later, of course.

Tuesday, 3 November 2009

Das trübe Wetter wegbacken


Warum bis Weihnachten warten, wenn man diese Plätzchen in etwa 20 Minuten backen kann, und dann muss man keine Sahnetorten essen, sondern kann hin und wieder mal einen Stern oder ein Herz einschieben? Und ich habe gelernt, dass es für guten Butterteig kein Rezept gibt, da hilft nur ausprobieren. Ich fange meistens mit etwa 125g Butter an, schütte ein bisschen Zucker dazu - nach Geschmack, aber mir reichen so drei Esslöffel. Und dann Mehl reinkneten bis der Teig nicht mehr klebt, mit etwas kaltem Wasser (2 EL) kneten. Ich reibe noch Zitronenschale rein, oder habe auch kleingehackten Rosmarin probiert. Das tollste ist der Zuckerguss - ich mische Puderzucker mit Zitrone, oder mit Granatapfelsaft, Blutorange, oder mit Ahornsirup, für verschiedene Farben. Ich kann schon keine Industriekekse mehr ertragen.Why wait until Christmas when you can bake stars in twenty minutes? And they are so slimming, because much smaller than a piece of cake. I have made up my own short pastry mix by experimenting with butter, a bit of sugar, adding flour until the consistency starts getting crumbly, with a bit of cold water. You can add lemon zest to the pastry, or finely chopped rosemary. And for the icing I use all sorts of liquids with the icing sugar, like lemon juice, pomegranate or blood orange, elderflower syrup, maple syrup...Once you start baking your own biscuits you never buy industrial stuff again. Die sind mit Rosmarin -- these are the ones with rosemary