Friday, 30 April 2010

Freitag ist Reisetag


Nach einem zweistündigen Skype-Gespräch mit meiner ganz reizenden Arbeitgeberin über die Probleme bei der Erstellung von charts (die meistgehasste Komponente meiner freiberuflichen Tätigkeit) fühle ich mich bereit zum Abheben. Melde mich Mitte Mai wieder zurück.



After a two-hour skype call with my very sweet project manager about how to make charts properly, I feel truly ready for my holiday. Will report back in mid-May.

Thursday, 29 April 2010

Donnerstag ist Fencheltag

Ein so göttlicher Tag musste wieder auf dem Rad verbracht werden, und angeregt durch die rege cohu, radelte ich zum Tierpark und suchte die Baby-Brut. Ein reizender Mann ("do kennas fotografiern, schauns!") kam auf mich zu und zeigte mir wo die einzelnen Viecher sind, sonst hätte ich wohl gar nichts gefunden. Das Gorillababy sah ich, aber alle anderen machten wohl gerade den Mittagsschlaf. Heute abend gibts zweng Hitzewelle leichte Kost, ich beschloss den in der Blogwelt derzeit Wellen schlagenden Fenchelsalat (klick auf Titel) mit Orange und Oliventapenade zu machen - sehr fein. A heavenly day like today called for a lengthy bike ride, and what could be lengthier than a ride to Hellabrunn, about as far away as I could wish to go in Munich. I felt inspired by one of my fave bloggers cohu and wanted to see all these baby animals. Sadly they all seemed to be taking a nap, and I only saw the gorillas (scarily human, one even picked his nose) and goslings. Dinner tonight consists of a light pasta and a fennel and orange salad with tapenade (click on title to see source). Fine summer fare.


Wednesday, 28 April 2010

Am Mittwoch ging das Licht an

Heute genoss ich einfach schamlos das Grüne und Blaue und lichte Frühlingsgelb. Ein gesundes Mittagessen auf der Ebersberger Alm mit meiner Mutter und Luisa, einen Spaziergang zum Steinsee (ja, wir sprangen rein) und abends eine Pizza im Gast mit dem armen, ganzen-Tag-im-Büro-gewesenen Mick. Heimwärts an der geradezu erleuchteten Isar entlang. traumhaftes Licht an der Isar
meine alte Schule - I hearted it, too
im Gast
look - a flying saucer!

Das Moosacher Tal und Luisa vor Pullenhofen
Today I enjoyed the green and blue and light-flooded sunny yellow of this spring day. Lunch with Mum and Luisa overlooking the valley of Ebersberg, a walk to our lake and yes, we had a very quick swim. In the evening Mick was let out of the office and we had a mega pizza in the evening sun and a walk along the river.

Tuesday, 27 April 2010

Dienstag Strudeltag

Heute hatte ich wieder was zu arbeiten, einen Artikel darüber wie die europäischen Verbraucher mit der Rezession umgehen. Also wie? Augen zu und shoppen, natürlich. Mittags wurde ich von Margret zum Strudel-Aufessen eingeladen (zum Anschauen auf die Überschrift klicken). Deshalb musste ich abends schnell noch was Vernünftiges zu mir nehmen, nämlich die Überbleibsel des gestrigen Mousse au chocolat (Schoko über Wasserbad schmelzen, in geschlagene Sahne einrühren, fest werden lassen, essen). Dazu rührte ich aus Resten von Quark, Joghurt und Mascarpone sowie geriebnem Apfel einen Apfelschnee, als schneeweiße Ergänzung. Ihr wundert euch - war da was mit Abnehmen? Mehr darüber morgen... Today there was work to be done, one of those in-depth researches into consumer behaviour in the recession. How do they cope? they go out and shop, or they go online and shop. Of course. Lunchtime I was invited round to a friend's house to eat up leftover apple strudel (click on the title to see). So, tonight I had to eat something sensible, which turned out to be leftover chocolate mousse (v. easy: melt chocolate in a bowl over boiling water, mix with whipped cream, leave to chill and set, eat). I made it more sensible with a mix of quark, mascarpone, yogurt and grated apple, for colour contrast. You want to ask me about no carbs until midnight etc? more about THAT tomorrow...

Monday, 26 April 2010

Leg-up Monday - Montag lege ich mein Bein hoch

Bei einem meiner Abenteuer im Unterholz letzte Woche habe ich mir etwas geholt was ein Zeckenbiss sein könnte. Ärzte kratzen sich am Kopf - zu früh, aber doch, Bein hochlegen, Donnerstag Borreliosetest, dazu Frisörtermin, wow, hektische Woche! Und fad, denn am Freitag geht mein Easyjet nach London. Und dazwischen muss ich regelmäßig Bein mit Betaisadona beträufeln und abwarten. Tee trinken. Und tapfer Waffeln backen, serviert auf meinen neuen Tellern von der Dult. One of my adventures in outdoor motion seems to have resulted in a wound that could be a tick bite...borreliosis threatens...doctors scratching their heads because too early for ticks...but who knows. Very boring as I am flying to London on Friday, and nothing will stop me. I think my Dr. Wardle in Crouch End knows as much about borreliosis as anyone. In the meantime leg up, disinfect frequently, and (never say die) bake waffles, served on my new plates bought yesterday. Hier ist das REZEPT: Ich habe nur drei Eier genommen, und das Waffeleisen nicht eingefettet. This is the recipe. DUH! you probably don't have a waffle iron anyway, and if you do let me know.

Sunday, 25 April 2010

Ein Sonntag zum Flanieren - A perfect Sunday for a stroll


Wie Kollegin Kaltmamsell schon berichtete, so war auch ich heute auf der Auer Dult, deren Charme ich auch erst vor kurzem entdeckt habe. Und warum? Weil ich erst spät meine Berufung als Hausfrau und Köchin gefunden habe. Hier gibt es nämlich alles für die Hausfrau, und Bürsten an langen spiraligen Metallstäben, die den Hausmann an meiner Seite faszinierten. Wer hätte gedacht, wie viele Menschen man mit Gemüseschnipselkünsten in seinen Bann bringen kann? Und wie viele Male man einen König-Ludwig-Trinkbecher recyclen kann? Ich könnte schwören, einige der Antiquitäten habe ich schon 1976 auf Flohmärkten gesehen, bevor ich mich auf die Insel absetzte. Und einige waren wahrscheinlich früher bei uns auf dem Speicher, bevor meine Mutter sie mit den dürren Worten „des oide Glump“ beim Umzug 1972 wegwarf. Sie kosten jetzt von 25 und 50 Euro bis zu astronomisch (Email-Küchenherd). Man findet so einiges, was man eher nie kauft, aber ich fand auch ein paar Objekte, die ich in den nächsten Tagen in meine Kochpräsentation hier einbinden werde. Und man lässt sich dann zu einem Currywurst-Mittagessen hinreißen, das einen doch mit der Frage zurücklässt, warum so viele Menschen unbedingt als ihr Erfinder in die Geschichte eingehen wollen.
Today I went to Munich's tri-ennial market, Auer Dult, where they sell all sorts of Ridley Road Market type gear, plus some antiques that look like stuff that my Mum threw away years ago as „that old rubbish“ (to be replaced with tupperware). It now commands prices that make me wish I had kept some of it. Foodies find lovely stuff here - some of it will appear in my blog over the next few days as a backdrop to more food. Here's what we had to eat for lunch: It's re-united Germany's national dish - the Currywurst. A legend. Books have been written about it, debates rage who invented it. This one tasted rather uninteresting, making me wonder what the fuss is all about. Mick stuck to the tried and tested Bratwurst variety, with chips and ketchup, the works.

Friday, 23 April 2010

Rhabarber Rhabarber

Gestern auf dem Rotkreuzplatz-Wochenmarkt den ersten Rhabarber entdeckt. Frühling ist einfach das Tollste, plötzlich gibt es diese knackigen schöne Gemüse (oder ist R. doch ein Obst?). Bin dann in den Botanischen Garten geradelt um ihn mir auf freier Wildbahn anzuschauen. Habe ich schon erwähnt dass der botanische Garten ein Bad für die Seele ist? Vor dem Eingang wächst noch Bärlauch, den ich gleich zu Pesto verarbeitete. Dazu gab es dann Rhabarberkompott.

Yesterday I spotted this year's first rhubarb in my local farmer's market. Spring is just so wonderful with all that new green stuff. Later I cycled to the Botanical Gardens to look at rhubarb more closely. Did I mention what a blissful place it is? I picked some wild garlic outside the entrance to the BG which I turned into pesto at home, followed by rhubarb compote.

Thursday, 22 April 2010

Brennesselexperimente

Meine Mutter ist im Alter ziemlich "hoakel" geworden (ja, wie sagt man das auf Deutsch? sie isst halt nicht alles) und meine Kochkünste prallen so ziemlich an ihr ab. Zum Glück kocht sie sich noch selber ihre Süppchen, und wenn ich ihr etwas koche, muss ich mir schon was einfallen lassen. Neulich, im Rausch meiner Kräuterentdeckungen, machte ich ihr Brennesselpfannkuchen. Ich kaschierte sie allerdings als Spinat, und hab's ihr erst nachher gesagt - wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn es hat sie sehr interessiert. Sie fand ihn gar nicht schlecht. Aber am liebsten geht sie doch essen. My Mum has become a mega fussy eater in her old age, and my cooking efforts usually leave her rather cold. She prefers to make herself a soup in one of her tiny doll's saucepans, but going out to eat is what she really loves most. Last week, at the height of my herb scavenging, I made her nettle pancakes. Mind you, I disgused them as spinach. They were delicious, and she ate a whole one, and she took the nettle revelation on the chin. She is quite happy to try anything.

Wednesday, 21 April 2010

Eine kleine food critique

Ein Mittagessen in Schloss Blutenburg ist ein hervorragender Grund, sich aufs Radl zu schwingen und eine halbe Stunde zu strampeln, und das hauptsächlich im Grünen, an der Nymphenburger Schlossmauer und kleinen Kanälen entlang. Vor ein paar Jahren habe ich hier mal eine Fischsuppe gegessen, die war sooo gut dass ich das unbedingt wiederholen wollte. Leider war das Essen diesmal enttäuschend, die Suppe zu salzig und fantasielos mit Zucchiniklumpen dekoriert. Die Gnocchi meines Begleiters waren noch schlimmer: zäh und schwammen in einer "Trüffel"pampe, auf der sich schon eine Haut gebildet hatte, weil es eine Weile dauerte bis das Essen auf den Tisch kam. Maßlose Verwendung von Rosmarin- und Thymianzweiglein hat's auch nicht gebracht. Zu teuer ist es auch noch für die paar Fischstückerl und Kartoffelnudeln, die denen meiner Oma nicht das Wasser reichen können. Schade, der Platz ist göttlich schön, die Bedienung nett, und der Riesling war auch gut. Und eine Radltour ist immer was schönes, vor allem mitten in der Woche.
Yesterday I returned to Blutenburg Castle for lunch, a place that I remembered for its delicious fish soup. It is a great outing because you earn your lunch by cycling about half an hour - through nice affluent spring-green outer-Munich areas, along canals and old villas. The lunch experience was sadly disappointing this time. The soup too salty with unattractive lumps of courgette, gloopy sauce, over-fried gnocchi that didn't deserve the name and altogether too expensive. Nice service, though, and the wine was good. And it was all worth it just for the heavenly bike ride.

Tuesday, 20 April 2010

The stuff of life

Eine Ecke in meinem Wohnzimmer-Billy:Bücher, von denen ich mich nicht trennen kann. Ein Kaffeegeschirr, das meine Schwester aus der Wohnung unseres verblichenen und leider garnicht geliebten Vaters gerettet hat. Jetzt versuche ich, wenigstens sein Geschirr zu lieben. Die Zuckerdose eine Trophäe vom jüngsten Flohmarkt. Die Geburtstagskarten schickt mir jedes Jahr meine sehr geliebte Freundin aus London - eine unverschämter als die andere. Eine japanische Gußeisenteekanne, eine der ersten Anschaffungen unseres gemeinsamen Haushalts. Meine Mutter schläft auf einem Foto im Schneesturm. Die Streichholzschachteln fing ich irgendwann an zu sammeln, vielleicht lasse ich sie mal alle an der Isar in Flammen aufgehen. click twice for detail
A corner in my living room Billy shelf: books I will never be able to get rid of - all the dear Viragos. A coffee set my sister salvaged from my late and sadly unlamented father's flat, which I try to love instead. The sugar bowl is a trophy from Sunday's flea market. The birthday cards from Geraldine getting cheekier every year (I lost the one with the birthday cake tossed to a hippo). A japanese cast iron teapot, one of the first things Mick and I acquired here in Munich. Mum, asleep in a snowstorm. At some point I started collecting matchboxes, so pretty, they came with me all the way from England. One of these days, I will have to make a bonfire with them.

Monday, 19 April 2010

Brennesselsupperl

Klingt verführerisch? eher nicht. Schmeckt aber so holzgesund dass man sie einfach lieben muss. Und das Zeug wächst überall, obwohl ich es lieber aus den Wäldern meiner EBE-Heimat mitnehme als aus dem Englischen Garten.Heute mittag verwöhnte ich mich also, nach dem Motto "poverty dinner for one" (ihr wisst ja, ich übe für die Rente) mit einer Suppe aus
4 rohen und einer schon gekochten Kartoffel (Prinzip Rumfort), einer Karotte, einer Handvoll Brennesseln und Kresse, und einem Löffel Alnatura Gemüsebrühe. Mit dem Rührstab zerkleinern, ohne Babynahrung draus zu machen.
Verfeinert habe ich sie mit einer Tasse 1,5%iger Milch, statt der doofen dickmachenden Sahne.
Schmeckt gut, sämig, sättigend.
Den Rest gibt's zum Abendessen - for two.
Today I made myself nettle, cress and potato soup for my little lone poverty lunch (as you know I am practising for my impoverished but genteel old age). Sounds tempting? No? Tastes quite excellent, however, and is unbelievably good for you. Or so they say. The stuff grows everywhere, I like to pick it from areas with no dogs.
The soup is made with
4 raw potatoes and one boiled potato, because it happened to be there.
1 or 2 carrots, a handful of the herbs and some veg stock. When it's ready, give it a blast with the hand mixer but stop before it turns into baby food. I added a dash of milk to refine the soup, instead of cream. In German restaurants, you are hard pressed to find a soup that is not made with cream. I don't like that at all.
The rest of the soup will do for our dinner for two.

Sunday, 18 April 2010

München am Samstag, Teil 2

Beim Heimradeln durch die Stadt fiel mir auf, dass etwa 98% der Bevölkerung auf der Straße, an der Isar, am Odeonsplatz im Englischen Garten und auch sonst auf der Straße waren, in einem kurzen Sonnenrausch - plus die Leute, die anstatt am Flughafen zu warten, in die Stadt gefahren waren. Ein kurzer Rausch, heute war es schon wieder vorbei. Und die Ruhe am Himmel dauert an. Ich verzichte gern auf meinen Easyjetflug nach London, falls da übernächste Woche immer noch Staubwolken in der Stratosphäre rumhängen. Bin schon lange nicht mehr mit der lieben Fähre gefahren... Das Tambosi im Hofgarten
Stripes, stripes, stripes and ...stripes
Hofgarten in the sun
happy families
When I cycled home on Saturday, I noticed that about 98% of the local population - plus those who had made their way into town from the inactive airport - were out in the streets and cafés and squares and parks. There was a sort of intoxication in the air which sadly did not last until today, despite the still quiet skies. I am quite happy to travel to London by ferry, like in the old days, if planes are still grounded by the end of next week.
and: I never knew that there was a memorial for Michael Jackson here, opposite Bayerischer Hof Hotel!

Samstag in München, Teil Eins

Samstag war ein perfekter, sonniger Tag - wie es aussieht, bleibt er der einzige diese Woche - und wurde fast ganz im Freien und auf dem Radl verbracht. Zuerst schlenderte ich mit Mick und Freundinnen über den Flohmarkt auf der Theresienwiese, wo ich meine Küche um zwei Stücke bereicherte (Fotos folgen, natürlich), aber nach zwei Stunden reichte es uns allen und wir radelten, vom Gewusel erschöpft, wieder heimwärts. Nachmittags trafen wir, eine Gruppe flickr-Fotografen die im Laufe der letzten Jahre zu Freunden geworden ist, uns aus Anlass eines Besuchs aus Leipzig. Unser ursprünglicher Treff, das Alpenvereinsmuseumscafé auf der Praterinsel, war natürlich geschlossen, aber wir wichen ins Forumscafé im Deutschen Museum aus, scheinbar ein Geheimtip und völlig leer, direkt zwischen Schiffsschraube und Isar. Das Treffen war rundum eine Gaudi und kann voll hier nachvollzogen werden.


Saturday was what turned out to be the only brilliantly sunny day this week, and I spent it pretty much outdoors, on my bike. In the morning, I took a stroll across Munich's huge annual flea market on the site of the Oktoberfest, which is always interesting and eventually exhausting. For the afternoon we had arranged a flickr meet in honour of a Leipzig visitor, and we discovered the tiny beer garden by the Deutsches Museum, overlooking the river and some beautiful willow trees. We had a great time resulting in hundreds of pictures and lots of giggles.

Friday, 16 April 2010

Rumfort Cuisine


Regelmäßige Leser meines blogs wissen, Rumfort steht für: alles was rumliegt und fortmuss. Aus einem Teigresterl von der Mutter-Quiche machte ich gestern zwei kleine Quiches, belegte sie mit Zucchinistreifen, etwas Feta und dem Rest vom Pesto, das nach dem Backen wie Semmelbrösel aussah. Ich bin jetzt völlig berauscht von der Einfachheit des Quiche-Machens - alles geht. Dazu gab's einen hübschen Blütentee vom Wochenmarkt.
I made another bottom-of-the-fridge pie yesterday, with some leftover pastry from the other day's Big Quiche, with strips of courgette, feta and the leftover pesto, which after baking came up looking like bread crumbs. I am completely intoxicated by the simplicity of making quiches - anything goes! The quiche was aesthetically completed with a flowery tea from my local farmer's market.