Saturday, 31 July 2010

Grafing-Alxing-Taglaching

Nach einem mit Mühe und Not arbeitsamen Freitagmorgen darf ich endlich bei strömendem Regen nach Grafing fahren. Mutter will Zwetschenkuchen backen für ihre Kartlerrunde und braucht Zwetschgen, sowie mich. Nicht wegen meiner Kochkunst, sondern weil ich diejenige in der Familie bin, die am leichtesten ohne Leiter das Zubehör erreichen kann. Der Kuchen wird perfekt, mein Beitrag bleibt das Entkernen der Zwetschgen. Mutters Rezept ist einfach: 120g Butter, 120g Zucker, 1Vanillezucker, 2 Eier, 150g Mehl, ein Teelöffel Backpulver (sie hat Backin mit Safran - ooh la la). Zwetschgen drauf, bei 180° backen bis er braun und saftig ist. Um sechs treffe ich mich mit A. in Taglaching, eine wunderbare Wirtschaft für alle irgendwie alternativen Elemente im Landkreis. Leider zu feucht um draußen unter Bäumen zu sitzen. A.geht im Herbst nach London - in mein altes Wohnviertel - und wir machen ein Brainstorming. Dabei werde ich ganz nostalgisch und bombardiere sie mit Vorschlägen, am liebsten würde ich gleich mitfahren. Dabei essen wir eine der Taglachinger Leibspeisen, Fenchel überbacken mit Schafskäse, begleitet von einem feinen Trentiner Teroldego und schauen Maria, der Wirtin, beim Schälen der Bratkartoffeln zu. After a Friday morning when I was barely able to motivate myself to work, I am off to rainy Grafing to help my Mum make a plum cake for her card round. Help consists in fetching and coring the plums, and in being tall enough to reach the top of the kitchen cupboard. Cake comes out perfectly, and we are happy. The recipe is simplicity itself: 2 eggs, 120g sugar, 120g butter, vanilla sugar, 150g flour, teaspoon of baking powder. Put the plums on top and bake til brown and juicy.
At six I am meeting A. in the local bohemian watering hole, in the middle of farming countryside just outside Grafing. Lovely place, but too wet to sit under the trees. A. is moving to London, to my old neighbourhood, and I bombard her with things she must do. Then we move on to eating delicious fennel with sheep cheese and drink Teroldego, a lovely wine from Northern Italy and watch Maria, the owner and chef, peel potatoes for the fries.

Thursday, 29 July 2010

Jogurt: ein Witz für verregnete food blogger

Heute als Bonus einen der Lieblingswitze meiner Mutter: Der Papst stirbt und kommt natürlich in den Himmel. Und jeden Abend gibt es Jogurt. Eines Abends wird es ihm zu bunt und er sagt zu Gott:" Wie kann das sein, da unten in der Hölle schwelgen sie jeden Abend im besten Gourmetessen, und wir hier im Himmel essen jeden Tag Jogurt?" Darauf sagt Gott: "Ja, moanst denn du, dass i für uns zwoa extra koch?"
(womit auch der Stellenwert von Jogurt für den bayrischen Gaumen geklärt ist.)
Here is a bonus for you food bloggers, a joke from my Mum's treasure trove. The Pope dies and goes to heaven. Every night, he gets yoghurt for his dinner. One evening, the Pope has had enough and says: "Dear God, every time I look down to hell, I see them feasting on the finest foods imageinable, and we, in heaven, eat yoghurt?" God shakes his head and says "do you think I am going to cook, just for the two of us?"

Wednesday, 28 July 2010

Bayrische Ramen

Da ich diese Tage besonders bayrisch geerdet bin, habe ich mir heute eine bayrische Version der japanischen Ramen gemacht, mit Ramen-artigen Zutaten wie Miso, dünn geschnittenen Schweinebraten und Lauchzwiebeln, eine in dünne Scheiben geschnittene Kartoffel und natürlich Nudeln.
Inspiriert wurde ich von diesem sehr interessanten Buch, das mir eine Freundin aus New York geschickt hat. Da ticken die kulinarischen Uhren anders als in Minga. Ein koreanischer Amerikaner, der besessen von Ramen (japanischen Nudeln) sich in Japan zum Chef ausbilden lässt, in NYC die Noodle Bar aufmacht und mit der Zeit 2 Michelinsterne einheimst. Sein Konzept: feines Essen ohne gestärkte Servietten und illegale Küchenkräfte, foie gras ohne Entenfolter. Nachkochen werde ich eher weniger, aber ein sehr tolles Buch. Die Bacon-Schokolade (im Bild)werde ich auch weiterschenken... I am going through an intensely Bavarian phase at the moment, what with all that yodelling, so I thought I'd make myself a Bavarian ramen soup for lunch. What makes it ramen-like is a miso broth, 2 spring onions, a piece of thinly sliced left-over roast pork, a thinly sliced potato and, of course, noodles.
I was inspired by a book that my friend and former WKD chef Nicky sent me (THANK YOU!), about a Corean American guy who got obsessed with ramen, learnt to be a chef (the hard way) and created the Momofuku Noodle Bar in NYC which led to him being awarded two Michelin stars for his next venture, Momofuku Ssaäm Bar. His concept is: fine dining without starched napkins and illegal busboys, and foie gras with torture. Lovely book, although I doubt I will cook much from it. Oh - and I had to give the bacon chocolate a miss, too.

Tuesday, 27 July 2010

Juli - der neue November?

Irgendwie schlägt mir doch die plötzliche Kühle aufs Gemüt..die Temperatur in der Wohnung ist plötzlich nur noch 21°C nachdem ich ein bisschen über die 29° gemeckert habe - tut mir ja Leid! Gestern abend am Starnberger See: Schwimmen kam nicht in Frage, aber Fischmeisters Sommerfest war doch eine Gaudi. Wir jodelten, und zu essen gab's auch was Feines: der Manuel Reheis vom Bröding kochte (mit glamourous assistant) Fregola, eine sardische Pastaspezialität, mit Kaninchenragout und Pesto. Einige der lieben Fischmeister-"Alten" waren da, aber auch viele "Neue" - es wuselte von Kindern. Zur Tanzveranstaltung, powered by Hias, konnten wir nicht bleiben, aber sangen auf dem Steg noch mit einem Grüppchen von Jodelfans bei Vollmond und glitzerndem See weiter. Das war schön. Für mich war Ambach früher einfach ein Platz zum Erholen wenn ich aus London kam um meine Familie zu besuchen. Mit den Fischmeistern trinken bis in die Nacht, schwimmen, ein Garten ohne Ende. Aber es endete dann doch. I think it is the sudden rainy cool that is getting me down. Now, I feel sheepish having moaned about the heat...flat temperature down from 29 to 21...Still, weather isn't everything. Although swimming was clearly out of the question, the summer party at the Fischmeister inn in Ambach last night was fun. Luisa, Evi and I sang a few of our Bavarian songs, continuing in the light of the full moon on the steamer jetty with a band of hardcore yodel fans. Food was delicious, a Sardinian pasta called fregola with a rabbit ragout, cooked by a chef from our Munich neighbours, Broeding restaurant, whose partner learned his trade in Ambach.
Ambach is a long story: My sister and niece lived there for many years, and it was a kind of home from home when I visited from London. For me it was just a wonderful place - swimming, a garden that never ends, many long drinking nights, lovely friends. Like all fairy tales, it had to end.
PROST!

Monday, 26 July 2010

Escape

Das Leben ist nicht ohne Traurigkeit.
Wir leben ständig mit den schrecklichsten Widersprüchen. Während ich meine Spaghetti koche, verhungern in der Welt Millionen. Und während ich fröhlich im Wasser plantsche, ist in der Isar jemand ertrunken. Ratlos, ich kann niemand retten.
Mir hilft die Flucht. Und dabei nehme ich so viele mit, wie ich nur kann. Life is so full of sadness. While I play with my food, thousands starve. I am having a splash in my river, someone somewhere is drowning. I really feel at a loss, can't save everyone. I find myself escaping, but I will take as many as I can along with me.

Sunday, 25 July 2010

Pasta Disasta

Angespornt von Jutta Lorbeerkrone, Meisterin der italienischen Küche, und von Toni ("das kannst du"!), versuchte ich mich an selbstgemachten Tortelloni. Ich schicke voraus - sie waren essbar, und mein tapferer Mitesser beklagte sich nicht ("Ich habe jahrelang von Pasta und Pesto gelebt, für mich ist alles eine Verbesserung") aber sie waren einfach - suboptimal. Ganz abgesehen davon, dass es Stunden dauert, diesen Teig dünnzurollen. Hut ab vor jeder italienischen Hausfrau, die sowas drauf hat. Den Teig machte ich mit drei Eiern und 300g Mehl, stundenlang kneten, falten, kneten, ausrollen, falten, kneten, ausrollen... Soviel Zen ist bei mir einfach nicht drin.
Ich machte zwei verschiedene Füllungen: die erste Ladung mit frischem Spinat (blanchiert, ausgedrückt, kleingehackt), Muskatnuss und Ricotta. Die zweite Ladung mit getrockneten Tomaten und Feta, beides lecker. Ließ sie stundenlang trocknen, aber beim Kochen fielen einige trotz Zusammendrücken mit Gabel auseinander. Aber ich werde es natürlich wieder versuchen. Inspired by two blogs I admire very much, I attempted making pasta - tortelloni, to be exact. They were utterly edible, but I have to say that they turned out a bit subprime. My brave eating companion never complains ("I lived on pasta and pesto for years - anything is an improvement").
I used 3 eggs and 300g flour for the dough, and I kneaded, folded, kneaded, folded, rolled out, folded, kneaded, rolled it, not sure if I ever got it thin enough. For the first filling I used chopped fresh spinach, blanched and drained, with ricotta and nutmeg, and the second I made with chopped sundried tomatoes and feta. My compliments to the Italian housewives who do this as a matter of course! It is a labour of love. Although I patted the dough rounds around the filling with a fork, some of them came apart when I cooked them. Still, I will try and try again.

Saturday, 24 July 2010

Regentag, Freudentag


Ja, es regnet wieder. Und das ist nicht unangenehm, außer dass es in der Küche reinschwallt und wir mit Putzlumpen auswringen leben. Aber das sind Probleme auf der Ebene von "verdammt, das Eichhörnchen hat mein Nutellaglas geklaut". Meine Schwester kam aus Lissabon zurück, und nach dem von der Lieblingsnichte gebrauten Tee und den Fotos gingen wir um die Ecke essen, bei Gianluca. Er führt neben dem Ferdl mit seinem Mediamagneten Nomiya noch ein Schattendasein, das wird sich aber ändern. Er fragt nämlich, was man essen möchte. Wir wollten "eine Auswahl von Pasta und Gnocchi" und das stellte er so schnell hin wie eine Mutter ihre hungrigen Kinder versorgt. Regen in Haidhausen, Regen in Neuhausen, Zeit zum Kochen. Als nächstes gibt es selbstgemachte Tortelloni. Rain everywhere except at the Womad Festival I was glad to see. Luisa came back from Portugal, and after looking at the fotos and drinking tea brewed by the favourite niece (strictly PG Tips) we went to eat around the corner. A tiny place run by Gianluca who asks what you want to eat and brings it in a jiffy, which is what you want when you go out hungry. Rainy weather is a time for going out to eat or even cooking again. Next I will attempt pasta made at home - watch this space...

Thursday, 22 July 2010

Salzfest

Französische Woche im Hause 356 - heute mit Super-Bowle abgeguckt von bolliskitchen , und einer Pissaladiere (keine blöden Witze bitte, es handelt sich um eine französische Abart von Pizza), gesehen bei Jerad (“One hungry chef”)- eine Amerikaner der in Sydney Französisches kocht. Einer meiner Lieblingsfoodblogs.
Man nehme:
2 große Zwiebeln, in einer Pfanne mit Olivenöl karmelisieren
Eine Scheibe Blätterteig rund ausschneiden und ein Rändchen machen
12 (ich hatte nur 6) Anchovies sternförmig anordnen
schwarze Oliven reindrapieren, etwas Öl drübertröpfeln, 15-20 Minuten bei 200°C in den Ofen, bis der Teig gebacken aussieht.
Ich habe zwei Tomaten in Scheiben geschnitten und daruntergelegt - im Original nicht vorgesehen. Das war vielleicht der Grund, dass der Boden ein bisschen feucht blieb. Geschmeckt hat es trotzdem, und den Salzhaushalt wieder auf Regel gesetzt. French weeks in my home, with a peach and white wine spritzer as seen in bolliskitchen - a wonderful French-German food blog. To eat with this is followed a recipe for pissaladiere (no jokes please, it's a French pizza variation)by Jerad, an American chef who cooks fine French dishes in Sydney. One of my favourite food blogs - he is so thorough, and entertaining, too.
2 caramelized onions
12 anchovies (I only used 6, which I found where enough, salt wise,
a dozen or more small nicoise olives, pitted or whole
puff pastry
The base for pissaladiere is traditionally either yeasted dough, like Italian pizza, or a savory short crust. Alternatively, you can, as Jerad does and I did, use puff pastry.
Preheat oven to 200ºC. Cut a disk of puff pastry about 15-20 cm in diameter. Spread a thin layer of caramelized onion over the top, leaving a ½ cm border. Lay a lattice of anchovies over the tart. Then sprinkle the olives and drizzle a little olive oil over the top.
I added some sliced tomatoes to the base, and baked it in a quiche dish until the edges were puffed, about 15-20 minutes. Maybe it was the tomatoes, but the base came out less than baked, a bit soggy. Still, it tasted good and regulated our salt levels after all that sweating.

Tuesday, 20 July 2010

Clafoutis, no amoi!

Ich hab's versucht mit der Clafoutis, aber da die Rebellin in mir sich nie an ein Rezept halten kann, wurde sie statt flaumig eher ein bisserl gummiartig. Man kann sie mit Kirschen, Johannisbeeren, Aprikosen oder Stachelbeeren machen. Meine Gummiclafoutis war dank der Stachelbeeren trotzdem sehr essbar. Hier bei Barbaras Spielwiese ist das gute Rezept - ich habe nur Buttermilch verwendet, weil ich besonders gesund sein wollte - das war ein Fehler. I made a clafoutis - which is really dead easy, like a sweet toad-in-the-hole. Butter the pie dish (my lovely pale blue one from England), put the fruit of your choice in (I used gooseberries) and pour a pancake mix of 3 eggs, 250 ml milk mixed with buttermilk, 4-6 spoonfuls flour, 3 spoonfuls sugar and vanilla sugar, all whisked together, over the fruit. Then bake at 160°C for about 40-45 minutes until browned. I tried to be clever and used only buttermilk. Don't. It makes the pastry rubbery instead of fluffy.

Monday, 19 July 2010

Klassischer Sonntag

Am Sonntag dominiert meistens die Suche nach dem perfekten Mittagessen, natürlich möglichst mit Aussicht. Dieses Mal hatte der Huber in Oberndorf bei Ebersberg die Ehre. Dort sind die Portionen so riesig, dass man schon vom Hinsehen satt ist. Leider habe ich vor Schreck meine "kleine" Portion Pfifferlinge mit Semmelnknödeln nicht fotografiert, aber ihr könnt's euch per Ableitung vorstellen.
Sundays are often the day for "la recherche du perfect lunch", if possible with a view. This time, the view was forgotten over the admiration of the vast platters that arrived at our table. I forgot to take a picture of my "small portion" of dumpling with mushroom sauce, a seasonal local favourite. You may fill in for yourself, when you see the other plates. Der mediterrane Fischteller, den sich die Lieblingsnichte aussuchte, sah auf den ersten Blick toll aus, es stellte sich jedoch heraus, dass er ein Ölleck hatte.
The mediterranean fish platter that the favourite niece chose looked harmless and mediterranean at first sight, until it turned out that there was a severe oil spill.
Ich sag's gleich voraus, auf die Nachspeisenspezialität des Hauses - den Cholesterin-Schwan - haben wir diesmal verzichtet.
I would like to emphasise that we turned down the special offer of the house for pudding, the profiterole-whipped cream-icecream-and-cherries cholesterol swanBeim Scherzen mit der Lieblingsenkelin wird die Oma gleich zwanzig Jahre jünger.
When bantering with the favourite granddaughter Granny sheds several decades.
Meine Mutter, die früher so ungefähr meinen Appetit hatte und sich im Alter eine Art Eßstörung angewöhnt hat, stieß Schreckensschreie aus, als sie ihre "drei Reiberdatschi mit Räucherlachs" sah, die zu einem tischfüllenden Fantasy-Kunstwerk geraten waren.
My Mum who used to have approximately my kind of appetite, and is affecting a bit of an anorexia in her old age, screamed with terror when she saw the size of her "three latkes with smoked salmon", draped with excessive decorative effort on a plate the size of the Isle of Wight.

Der Tag war bedeckt, eine Pause von der Hitze, und so half zum Schluss ein Spaziergang über die Schrecken des Essens hinweg...
The day was cloudy, a reprieve from the heat wave, and a little walk helped us get over the meal...

Saturday, 17 July 2010

Stadt und Land



Heute war Agatharied, kleiner Berganstieg kurz vor dem großen Regen und sechs Stunden Jodeln - praktisch ein Arbeitstag - mit 50 hochmusikalischen Menschen, die sofort in ihre zweiten und dritten Stimmen finden. Wer's mag, mögt ihr sagen. Ich mag's, dieses Jahr zum vierten Mal. Für eine Hörprobe auf den Post-Titel klicken! Als Kontrastprogramm gab es gestern abend ein zweijährlich stattfindendes Fest in der Sprachenschule Klartext mit Modeschau, Tanzen und viel Gekicher.

Today I walked up a wee mountain to enjoy my fourth annual yodelling and singing event. Six hours of singing Bavarian songs with dozens of very musical people who can find a harmony in a haystack. If you like that sort of thing, you may say. I do. If you want to look and hear, click on the title.
For a complete contrast - last night my friend Bine's language school Klartext celebrated its multi-national biennale with their fun-loving and interesting students, with fashion shows, dance and a lot of laughs.

Thursday, 15 July 2010

Heiß gekocht und kühl gegessen

Da der Mensch auch im schönsten Sommer nicht vom Eis allein lebt, halte ich mich momentan an schnelle Gerichte mit hohem Gemüseanteil. Bei meiner Londoner Freundin Debbie habe ich gelernt, dass Couscous kein kompliziertes Ethno-Feinschmeckerding ist, sondern fast food. Sie kommt um 9 von der Arbeit heim, gießt heißes Wasser über eine Tasse Couscous mit frischen Spinatblättern drauf, mischt Feta und geröstete Pinienkerne rein, fertig. Und da meine Mutter - mit der unbewussten Grausamkeit, derer selbst die liebsten Mütter fähig sind - mir mal im Hinblick auf Debbies schlanke Figur zuflüsterte "wenn du abnehmen willst, iss was Debbie isst!", habe ich gestern doch alles richtig gemacht. Fast- ich habe nämlich das Couscous wie Risotto zubereitet (und wie Eis serviert):
eine Handvoll geräderte Frühlingszwiebeln mit geviertelten Champignons und zwei getrockneten, zerriebenen Chilischötchen in etwas Olivenöl leicht angeschwitzt. Dann zwei Tässchen Couscous drauf, mit Wasser aufgießen bis alles aufgesaugt und die Körner fast weich sind. Dazu gibt es in Zitronensaft und Olivenöl marinierte, in der Marinade gebratene Hähnchenbrustscheiben. Zu allem passt ein Gurkensalat mit Yoghurt-Zitronendressing, verfeinert mit zwei zerquetschten Knoblauchzehen. Sehr sommerlich, sehr erfrischend, und soo leicht!
Despite the great heat, no-one can live off ice-cream alone. So I thought of a light dinner last night, remembering how my London friend, Debbie, always cooks couscous like a fast food with a high vegetable content. For a delicious late after-work supper, she just pours boiling water over the grains and a pile of spinach leaves and adds feta and roasted pine nuts. Remembering also my Mum's advice who, with the unthinking cruelty even the best mothers are capable of, once whispered to me "if you want to lose weight, eat what Debbie eats". So, I did everything right and made couscous. Almost everything, because I made the couscous like risotto (and served it with an ice-cream scoop):
Lightly sauté chopped 5 spring onions and a handful of quartered mushrooms with a sprinkle of dried chilis. Add two cupfuls of couscous and water until the grains are plump and softened. Then mix in feta cheese, as much as you like. Eat with chicken breasts sliced and marinated in lemon juice and olive oil, cooked in the marinade. I often make a cucumber raita to go with everything: sliced or grated cucumber, 2 or 3 crushed garlic cloves, lemon juice, chives and yoghurt. Summery - refreshing - and sooo slimming.

Wednesday, 14 July 2010

Rolling, rolling, rolling...

Auto versorgt (wieder mal festgestellt, dass ich den ADAC heiraten möchte), Mutter besucht, neues Jobprojekt vorsichtig angepackt, schnelle Cranberry-Butterplätzchen gebacken (zum Eis braucht man einfach was herzhaftes), gefühlte 5 liter Wasser getrunken, abends mit den Freundinnen unter Bäumen gespeist mit einem Gläschen Gemischtem Satz dazu. Am Kanal entlang geradelt, als die Hitze nur noch eine schattige Erinnerung ist. Nachts nicht geschwitzt - schon akklimatisiert? Car sorted and newly in love with the ADAC (German AA equivalent), quick visit to Mum, approached my new work project, baked some easy cranberry shortbread to go with current main diet, ice cream. Drank what seems like a gallon of water, light supper under trees with the girls, with a glass of light Viennese wine. Cycled along the Canal in the sweet night air. Didn't sweat last night - must be getting used to the tropical life.

Monday, 12 July 2010

Auf der Suche nach der verlorenen Frische

War es nicht erst vor wenigen Wochen, als die gesamte Republik über den nicht eintreffen wollenden Sommer schimpfte? Und jetzt - reiben wir uns die (schwitzenden) Augen bei 38° im Schatten. In meiner Wohnung, die ich wegen ihrer rundum sonnenbeschienenen Helligkeit - äh - liebe, steht der Thermostat auf erfrischenden 28,5°C. Nachts liege ich auf dem Bett und träume zum Abkühlen von schottischen Lochs. Tags stehen mir die Haare schwitzend zu Berge - erinnert sich jemand an den Film Eraserhead? Aber das tolle ist - meine beruflichen Telefongespräche kann ich im Sarong führen. Und zu essen gibt es nur Salat, Eis, Obst...Kochen war mal, und wegen der Gicht trete ich jetzt erst mal leise mit Alkohol. Adieu Pimms, hallo Rhabarberschorle. War das gerade Donner? Salat aus Tomaten, Avocado, Mozarella, Basilikum, Zitronensaft und feinem Olivenöl.
Salad of tomatoes, avocado, mozarelle, basil, lemon juice and fine olive oil.
Vanilleeis mit Erdbeer-Sahne-Quarkpüree und ein paar Walderdbeeren aus dem Nymphenburger Park.
Vanilla ice-cream with a strawberry fool and some wild strawbs from my local park.
On my opening home page I have the weather forecast for Munich and London, to see what my friends are up to. Some of them may be quite envious of our temperatures of 30+°C day and night. I just wanted the perma-rain to stop and start wearing sandals, but what we have now is brutal. Our thermostat has settled at a refreshing 28,5° (that is indoors) and my hair is standing on end Eraserhead style. At night, I dream of Scottish lochs to cool myself down. During the day I make my business phone calls in a sarong - the beauty of working at home. Food is: salads, ice cream, strawberries. Cooking is soo last spring, and alcohol is on hold while there is a gout alert. Good bye Pimms, hello rhubarb spritz.
is that distant thunder I hear?

Sunday, 11 July 2010

Eine kleine Ironie

Wie amüsant durchtrieben und, ja, hinterfotzig, das Leben manchmal sein kann. Heute war der Tag, der Tag an dem der Engländer endlich seinen Widerstand gegen Schwimmbäder aufgab, ich die Familienkutsche (frisch geTÜVt auch noch) aus Grafing mitgebracht hatte und wir gegen 16h MEZ mit Schwimmausrüstung aufbrachen, um zum Buchsee und anschließend in die beste Pizzeria der Welt in Münsing zu fahren. FreundInnen, wir kamen bis zum Romanplatz, als ein grauenhaftes Scheppern, das fast jeder kennt der einmal ein Vehikel mit Auspuff gefahren hat, mich zum sofortigen Stopp zwang. Bei 38°C lagen wir unter viel f*#!**ing und bl*'&§*ing auf dem schmelzenden Asphalt, um das Ding wenigstens parkbar zu machen...Geparkt, geflucht, mit der glühenden Trambahn heim, ich ins Dantebad zum Abkühlen, und dann in aller Ruhe zur nächsten Trattoria zum Abendessen. Wir hatten nicht mit dem überall neu aufgeflackerte Fußballfieber gerechnet, unser Essen wurde von Günther Netzer und der urugayischen Nationaloperette begleitet. Anschließend mit dem Rad eine Runde aufs Tollwood, wo ein Massen-Viewing stattfand und die PetShop Boys uns ein bisschen nostalgisch werden ließen. War doch noch ein Ferientag draus geworden. Und "unsere Jungs", auch wieder happy, nach den vielen Tränen - genau wie ich.


How crafty and mischievous fate can be! Today was going to be the first day Mick was prepared to put on swimming trunks. I had the family limousine ready, and we set off late sweltering afternoon for some fun pond-swimming and pizza-eating. About 800 yards from home the tell-tale clunk clunk clunk sound that accompanies a loosening exhaust stopped us in our tracks. I just about managed to steer the f*#!**ing hateful, recently MOTed little banger into a parking slot. I was bursting with heat and hate, but cooled off in the local pool and was then ready for a pizza, you guessed it - locally. Nice big TVs out everywhere for the final triumph of "our boys", we enjoyed the national anthems (the one from Uruguay "something from Gilbert&Sullivan") and footie comments with our supper. We topped it with a visit to our, yes, local pop festival Tollwood where thousands were watching the match and the PetShop Boys played to what seemed more thousands. Loved it and finished the maledetto day happy..