Saturday, 30 October 2010

Befindlichkeitsthermometermessung

Angeregt von der nichts beschönigenden und nur wenig unter den Teppich kehrenden Kaltmamsell konnte ich doch nicht widerstehen.... Vielleicht kann ich die Anregung ja weitergeben?

Ich lese … mit Ach und Krach mal die Süddeutsche, gleichzeitig (qualvolles Buch) „The Outcast“ von Sadie Jones, hin und wieder meinen Dickens, „David Copperfield“ und einen etwas langweiligen Krimi von Liza Marklund, „Prime Time“.

Ich trage … Wenn ich zu Hause arbeite, einen riesigen warmen handgestrickten türkisen Pullover mit einigen Mottenlöchern, den die Mutter des Engländers vpr vielen, vielen Jahren gestrickt hat. Absolut nicht cool, sondern energiesparend warm.

Ich habe … ständig Hunger.

Ich höre … das leise Summen meines Laptops, mittags die Meinung der bayerischen Bevölkerung zu aktuellen Themen.

Ich trinke … naturtrüben Apfelsaft von Norma, überraschend lecker, 50/50 gemischt mit Perger Hollersaft und Leitungswasser.

Ich esse …alles was ich finde. Unter anderem Bagel von der Käsemaus mit Radieschenfrischkäse, poached eggs, meinen Vorrat an billig erstandenen Lindt Herzerldosen, oder ein schnelles Dhalsüppchen.

Ich stehe … jetzt dann gleich auf und radle einmal um den Nymphenburger Kanal.
Ich gehe … im November ins Alte Rathaus zum jodeln

Ich lache … immer noch jedes Mal, wenn ich an meine Mutter denke, wie sie im Flieger einen Blick auf das Mittagessen warf und sagte „des weigt mi jetzt gar ned oo“.

Ich sehe … den Staub auf meinem Bildschirm wenn die Sonne reinscheint. Und schwarz, ob ich diesen Job jemals fertig kriege – er ist wie auf einen Kaugummi treten

Ich mag … diese nebligen Morgen zur Zeit, die dann herbstbunte Sonnentage werden.

Ich schreibe … endlose sinnlose Zahlenreihen. Und verstohlen immer mal eine e-mail, oder einen schnellen Kommentar in einem Lieblingsblog oder bei flickr.

Ich möchte … bald mal wieder Zeit haben, abenteuerliche Kuchen zu backen und Spätzle zu machen.

Ich weiß …, dass auch dieser Kelch an mir vorübergehen wird.

Wednesday, 27 October 2010

Kunstpause

Ich muss leider mal wieder dringend Geschäftliches erledigen. Kunst und Kommunikation werden ein Weilchen brach liegen, und ich werde nägelkauend vor meinem Computer sitzen und hin und wieder sehnsüchtig aus dem Fenster schauen. Mir ist klar, dass Arbeiten für den Rest der Menschheit etwas ganz Normales ist, notwendig, sogar wünschenswert. Für mich ist es der Supergau, wenn ein Auftrag kommt - all systems shut down. Spaziergang ja - darüber schreiben führt zu weit. Kochen nur noch in Notfällen. Servus nachad, bis demnächst.

I have urgent business to attend to which calls for a short break and will prevent me from sharing anecdotes from my daily life. I apologize and hope life will remain worth living for you without my blog. Yes, I am embarrassed making such a fuss about having to work, but it does get in the way of real life, causes a cooking block and makes me very boring indeed.
Later, folks.

Monday, 25 October 2010

Samstag Kunsttag

Es gibt gute Nachrichten, kaum zu glauben. Kunst den ganzen Tag. Erst im neu eröffneten Türkentor, zwischen der auch gar nicht so alten Pinakothek der Moderne und dem schönen, fast noch brandneuen Brandhorstmuseum, gab eine Kugel zu sehen, die zu nichts Nutz ist als dass man sie anschaut. 
Ruhig liegt sie da, perfekt und rund, bewohnt das Tor das früher zu einer Kaserne gehörte, die deshalb Türkenkaserne hieß weil sie an der Türkenstraße stand, also voll integriert. Das Wetter war fies, Besucherzahlen hielten sich trotz freiem Eintritts zu den Museen in Grenzen und ich ergriff die Gelegenheit, mal wieder in die PdM hineinzuschauen. Besonders schön waren die fünf Videos der Reihe "uncertain eye" von David Claerbout, auf denen wenig bis nichts passiert. Durch die Kopfhörer rauscht Wasser, da kehrt Ruhe ein.  Unten Mick und Carin, in aller Ruhe.
Nachmittags gab es "Kultüren" in Neuhausen, also offene Ateliers in meinem Viertel. Machte sehr Spaß, vor allem die kleine feine und lustige Ausstellung vonEva Koberstein
Außerdem hatte ich eine amüsante Modebegegnung.  In meinem Glockenrock mit hellblauen Streifen den ich in Portugal gekauft hatte, dazu farblich abgestimmt den hellblauen Schal, fühlte ich mich gut und relativ originell angezogen. Was sehe ich neben mir? Eine Frau  im Wallerock mit hellblauen Streifen und einem passenden hellblauen Schal. Wie oft sieht man bitte Frauen mit solchen Röcken und dazu farblich passenden Schals?
Last Saturday offered lots of free art opportunities such as viewing a new tiny Gallery with a permanent exhibition of the Sphere by Lightning Field man Walter de Maria, combined with free access to all nearby museums. I watched the lovely and puzzling videos by David Claerbout and looked at some paintings by Peter Doig and Neo Rauch I don't have much to say about. In the afternoon, there was an open studios event in my neighbourhood, with some very amusing art by a Munich illustrator, Eva Koberstein, as well as some more amateurish efforts. Outside the Museum, I had a funny fashion doppelganger experience:  this woman had had the same idea as I, to put on a flared skirt with blue stripes and a matching blue scarf. What are the chances of that happening?

Friday, 22 October 2010

Chocolate gateau "Kiev" for two

Auch dieses leckere Rezept fand ich in der Welt der Foodblogs - bloß wo? bitte melde dich wenn es deins war - ich habe noch Fragen! Es ist einfach zu machen und geht ganz schnell. Allerdings würde ich es nicht Kuchen nennen, eher ein Pudding nach englischer Art.
Zwei ofenfeste Förmchen einfetten und mehlen.
50g dunkle Schokolade, 50g Butter im Wasserbad flüssig werden lassen, mit dem Schneebesen hin und wieder rühren.
20g Zucker (etwa ein Eßlöffel), 1 Ei und 1 Eidotter mit dem Schneebesen dickflüssig schlagen,
Die geschmolzene Schokoladen-Butter-Masse langsam in die Eiermasse gießen,  gründlich mit dem Schneebesen einrühren.
3g Mehl (etwa 1 Teel.)durch ein Sieb hinzugeben und darunterheben.
Die Masse in die zwei kleine oder ein größeres Förmchen gießen
Im Kühlschrank aufbewahren bis kurz vor dem Backen
Ofen auf 200 -230 Grad vorheizen.
Schlagsahne schon mal schlagen
Die Förmchen etwa 6 bis 8 Minuten backen
Nach dem Herausnehmen ein paar Minuten ruhen lassen
Vorsichtig aus dem Förmchen kippen und servieren
Schnell fotografieren
Teilen und essen.
Göttlich.
This is the chocolate equivalent of chicken Kiev, a favourite in Italian restaurants in 1970s London, known also as chicken surprise. The surprise was that when you cut the chicken, the garlic sauce squirts out in your face.
Start by getting the baking dish ready buttered and floured.
Melt 50g butter and 50g darkest chocolate in a bowl over simmering water
Beat an egg and an egg yolk with 20g sugar into white fluffiness
Pour the egg mixture into the melted chocolate mixture and beat together with a whisk, sieving a large teaspoon of flour in.
Pour the mixture in the dish and put in the fridge
Beat the cream - if you are in England I recommend simply double cream...or crème fraiche?
When you are ready to serve it, heat the oven to 220°C, put the dish in and bake for 6-8 minutes.
Take it out and allow it to set for a couple of minutes, then turn over on a plate
Cut; watch the chocolate ooze out.
Take a photo
Don't pray. Eat. Love it.

An alle Musikherunterlader

falls Ihr diese Nachricht bekommt - lasst euch nicht ins Bockshorn jagen:
Luisa hörte dass ein betrüger hunderte von mails an internet nutzer schreibt und behauptet, sie haben illegal musik/videos runtergeladen. Er droht ihnen mit hohen strafen, wenn nicht 100 euro bezahlt werden, und gibt er den real existierenden namen eines anwalts an. kam gestern im österreichischen fernsehen.

Thursday, 21 October 2010

Blumenkohlgeröll

Im Kühlschrank: ein halber Blumenkohl, taufrisch weil seit drei Tagen in eine feuchte Leinenserviette eingewickelt. Eine halbe Ziegenrolle, eine paar Tomaten, sowie das Übliche - Pfeffer und Salz, Eier und Schmalz (in dem Fall Rapsöl, ein guter deutscher Olivenölersatz), Milch und Mehl. Keine Geduld für Pasta, also Pfannkuchen-Canneloni, gefüllt mit...siehe oben.
In the fridge: half a cauliflower (perfectly fresh after a few days spent in the fridge, wrapped in a moistened linen napkin). Half a goat cheese roll, tomatoes, and the usual staples: eggs, flour, milk, rapeseed oil - an excellent German substitute for bad olive oil. Not enough time and patience for making pasta. So it's pancake canneloni stuffed with - you guessed it.

Tuesday, 19 October 2010

Hasselback - die Kartoffel aus dem Internet

Gestern gab es mal wieder was Gekochtes, und zwar "Hasselback potatoes", ein Rezept das mir irgendwo im Internet untergekommen war.
 Die Kartoffeln werden erst 15 Minuten saubergekocht, ausser sie sind ganz neu und bio. Dann unten ein bisschen flach schneiden, damit sie stehen bleibt. Schmal und nicht ganz bis runter einschneiden. Zwischen die Scheiben kann man Knoblauchscheibchen und Rosmarin stecken, Olivenöl drüber sprenkeln. Dann backte ich sie (in meinem alten Elektroofen) ca. 40-60 Minuten bei 200°C. Falls sie aussen zu braun sind und noch nicht durch, Alufolie drüber.
Dazu gab es grüne Bohnen und funghi trifolati - in Scheiben geschnittene Pilze in Butter und Knoblauch gebraten, zum Schluss Petersilie drauf. Für den Nichtvegetarier machte ich ein paar Fleischpflanzerl.
Ein Gedicht für Kartoffelliebhaber!
Yesterday we had a home-cooked meal again: hasselback potatoes, something I found in the blogworld.
Scrub the potatoes clean and unless they are tender and new, boil in salted water for 10-15 minutes to make sure they are clean, it also reduces their time in the oven.  Slice a thin layer off the base of the potato so that it won’t roll while you are slicing through.  Slice the potatoes in rounds and don’t cut all the way through. Then stick garlic and rosemary between the slices, sprinkle some decorative coarse salt and drizzle olive oil over them. Lay on a baking sheet and bake until brown and done, about 40-60 minutes.
Occasionally baste the top of the potatoes with the olive oil from the pan to make the outside extra crispy, and cover with alu foil if the outside browns too quickly.
For my meat-eating companion, I made a couple of quick meat patties, plus green beans and garlic mushrooms cooked in parsley butter. A treat for us potato heads!

Sunday, 17 October 2010

Kirchweihsonntag II

 War ja dann doch alles da: die Kinder hatten keine Walnüsse mehr da ("nächsts Jahr kimmst um hoibe zehne"), aber sie boten geschäftstüchtig an, uns von der Wiese noch welche zu holen (€4 das Kilo, €3 wenn sie noch nass waren)
 Die Kirtanudeln! Heute war nicht mein bester Diättag, vorher waren wir nämlich noch beim Essen, davon ein anderes Mal. Ich sage nur: Pfaffing. Auch in Pfaffing hantiert man schon mit Worten wie Kürbisschaum.
 Die Kälbchen! Dieses Foto widme ich Smilla, vielleicht mag sie es ihren französischen Kälbchen zeigen: schaut, eure Kollegen in Bayern!
 Die Blasmusik! Kräftige Männer in Lederhosen, und tüchtige Frauen im Dirndl.
 Exklusiv für Constanze: die Kirtahutschn. Jedes Jahr. Immer voller hutschender Kinder. Meine Mutter meinte, wenn sie da jetzt draufgeht "do konn i glei speibn". Das stand dann also eher nicht zur Diskussion.
Zum Schluss, dieses Bild ist für die Kaltmamsell, da ich jetzt weiß welchen Effekt süße Kinder auf sie haben: du hast wirklich was verpasst!

Kirchweihsonntag

So ein greislicher Sonntag! Normalerweise freue ich mich auf die Kirchweih in Obereichhofen, man sitzt in der Sonne, schaut den Trachtlern zu, isst Knödel und Auszog'ne, ich kaufe meinen Jahresvorrat an Walnüssen... Ich fürchte, dass es heute bei den Walnüssen bleiben wird. Gekocht wird im Hause 356 zur Zeit nicht viel, weil uns allen zur Zeit einfach zu viele unerwartete, anstrengende und zum Teil tragische Dinge um die Ohren fliegen. Dafür saß ich dann gestern 6 Stunden im Kaffeehaus, zuerst mit der reizenden Kaltmamsell über leckerem Bergtee. Als sie nach 3einhalb Stunden non-stop-Ratschen (vermutlich erschöpft) nach Hause ging, kamen Bine und die zwei Engländer und wir aßen zu Abend. Und schau an - das Ruffini hat gelernt, menschenwürdige Pastaportionen zu servieren, statt den üblichen Magentratzerln. Ich versuche derzeit, mich auf vegetarisch umzupolen, wegen der Gicht. Der überbackene Chicoree war nicht schlecht, der gemischte Salat sehr lecker, aber der Schweinebraten (im Ruffini heißt der natürlich "Arista"!) sah schon verlockender aus. Der Vermentino kam auch sehr gut. Irgendwie muss man sich diesen trüben Mitt-Oktober einfach schön reden/essen/trinken/lachen, und das gelang uns gestern gut. 
This is the most dismal Thanksgiving Weekend I remember since moving back to Bavaria! Usually we take our Mum to this farm near Grafing where there is a mass dumpling-and-roast-duck event with outdoor dancing etc. and I buy my year's supply of walnuts, but today it looks like there's nothing going on but the walnuts. Yesterday I made the most of yes, another dismal day, by spending pretty much all of it in my local coffee house. First I met up with a fellow Munich blogger. We had both been looking forward to our meeting and found quite a lot to talk and laugh about. As a result, I was still there when Bine and the two Englishmen came for our dinner date. Café Ruffini is popular for its good wine and notorious for its ridiculous food portions, but last night the pasta was actually human-size. I am a trial vegetarian currently and my baked chicory was v. nice but not a patch on the others' roast pork Italian style. In any case we managed to get over this rather sad week and had a jolly evening.
Und als Kontrastprogramm: so war es 2008!

Friday, 15 October 2010

Der Fiesling

Zum Thema Lieblingsbücher: immer wenn ich irgendwas zum Kichern brauche, greife ich zu einem Comic meines Jugendfreundes Gerhard Seyfried. Wer zu Zeiten der Münchner Stadtzeitung "Blatt" hier gelebt und gelesen hat, kennt ihn eh schon.
"Kraft Durch Freunde", by Seyfried & Ziska, Berlin 2010.

Thursday, 14 October 2010

Suppenkasperl

Meine Schwester meint, ich bin krank geworden weil ich das Arbeiten einfach nicht mehr aushalte. Für den Engländer ist es klar: die Krankheit überfiel mich genau in der Nacht, nachdem wir die letzte Folge von The Wire angeschaut hatten. Ich glaube, ich habe einen von diesen Viren erwischt, die einem helfen dabei, mal einen Tag wirklich keine Nahrung zu sich zu nehmen (und zu behalten). Ich habe jedenfalls fast 24 Stunden geschlafen und heute geht schon wieder ein Süppchen aus Kürbis, Kartoffeln und Zucchini, aufgemotzt mit einem Schuss Motoröl. Ich meine natürlich steirisches Kernöl.
Und das war die letzte Mahlzeit bevor ich krank wurde; bitte zieht daraus keine voreiligen Schlüsse. Der Quinoabrei mit Vanille-Schafsyoghurt und Preiselbeeren schmeckte wirklich ganz lecker, wie Reisbrei. Ich werde ihn bloß so schnell nicht mehr machen. (An alle, die in Neuhausen wohnen: Kennt ihr den Typen aus dem Bayrischen Wald, der mit einer Einkaufstasche rumgeht und willkürlich Leute anmacht "mechst Preiselbeer? D'Muada hods gmacht". Sind echt gut!)
My sister thinks I am sick because I am sick and tired of my current work. M. thinks, the illness coincides strangely with our last episode of The Wire. I think I caught one of those slimming viruses, nothing to do with anything. After sleeping 24hours, I feel alive again and hungry. Made and ate a lovely soup made of chunks of butternut squash, courgettes, garlic and potatoes, flavoured with pumpkin seed oil. Yes, I am eating again. Didn't take long.
And in case you were wondering - the above dish was the last thing I ate before falling ill. I wouldn't jump to conclusions about quinoa pudding, it tasted fine with a vanilla-flavoured Greek yoghurt and some lingonberry preserve. But I doubt I will ever fancy it again.

Tuesday, 12 October 2010

Auch nicht schlecht - Herbst

Angeregt von meiner Blog-Freundin Smilla, möchte ich hier auch meinen Herbstsenf dazu geben. Er ist zwar kein Sommer, man muss wieder Socken tragen, Strumpfhosen, Schals. Und es ist ungemütlich, abends vor Kneipen zu sitzen...Aber das Licht macht schon was her...
Inspired by my Swiss blogger friend, Smilla, I would like to add my feelings about autumn here. OK, it is getting difficult to sit outside the local of an evening, socks and tights are coming back out of the back of the drawers, but the autumn light and the colours make up for some of the loss of summer.

Monday, 11 October 2010

Amazing Steinzeit

Das ist der Titel einer Fotoausstellung von Inea Gukema-Augstein, die gestern in ihrem Atelier in der Lothringerstr.7 (Hinterhof) eröffnet wurde, mit fabelhaften Bildern von Steinen und Höhlen aus Frankreich, England und Malta. Einige von ihnen sind übrigens auch in meinem Buch (darf ich auch mal für mich selbst Reklame machen?), das ich 1987 herausgegeben habe. Einige Mitglieder des Verlages Frauenoffensive waren hier versammelt. Es hat sehr Spaß gemacht, Limpe Fuchs spielte passend zum Thema auf einer Marimba aus Schiefersteinen. Mich interessierten natürlich auch die schönen Canapés von Cookie ganz besonders.  

The canapés weren't at all bad, either.
"Amazing Stone Age" is the title of an exhibition by a friend, Inea Guckema-Augstein,who has been taking wonderful pictures of stones and caves in France, England and Malta since the 70s. Some of them are published in my 1987 anthology of UK travel stories by women (banging my own drum just this once), and some of you actually wrote them...Several members of my then publishers, Frauenoffensive, were spotted having fun there. German experimental musician Limpe Fuchs produced stunning sounds on a slate stone xylophone.

Saturday, 9 October 2010

Münchens schönstes Straßenfest

Obwohl ich eigentlich in meinem Leben auf so vielen Demonstrationen mitgegangen bin, die doch so wenig veränderten, fand ich mich heute unversehens wieder am Königsplatz, inmitten einer höchst motivierten Menge von Menschen aller Art, die ihr Unbehagen darüber ausdrücken wollten, weiterhin mit radioaktiven Zeitbomben zu leben. Zwar redete niemand über den eigentlichen Knackpunkt - eigenen Verbrauch runterfahren - aber es war trotzdem mitreißend und hinreißend. Wir fanden unsere Jodelgruppe vor der Staatskanzlei, funktionierten den "Alpara" um zum "Abschalt-Jodler" und im Nu fanden sich um die 20 Leute die begeistert mitjodelten - gut auch noch. Der Anblick der gesperrten Prinzregentenstraße mit Menschenketten links und rechts war bewegend. Da war doch was....
Click on pics for detail
 
 
 
 
 
 
 
 
In my life I have been to  a lot of demonstrations, many of them in retrospect a political disappointment. But today, the sun shining, I couldn't resist going on Munich's anti-nuclear demo which turned out bigger than anyone expected in their wildest dreams. People came from as far as Austria, everyone with the old "nuclear power no thanks" badges, flages, children, balloons - one big life-affirming street party. Some of the main streets were blocked for the chain of people that stretched throughout the city centre. What a party! Beats the Oktoberfest, in my humble opinion.

Friday, 8 October 2010

Peasant Soup from the Alentejo

Auf Wunsch von Ms Schnickschnackschnuck habe ich hier das Rezept für diese leckere Arme-Leute-Suppe recherchiert:
Sopa alentejana (Brot-Knoblauchsuppe aus dem Alentejo)

Zutaten für 4 Personen: 1 Esslöffel Essig, 4 Eier, 2 Knoblauchzehen, 1 Bund Petersilie (besser ist frischer Koriander), 8 Esslöffel gutes Olivenöl (fand ich persönlich fast zu viel - ausprobieren), grobes Meersalz, 1/2 - 3/4 l kochendes Wasser, 4 Scheiben Weißbrot oder Baguette.
Das Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, Essig dazu. Die Eier in einen großen Löffel schlagen und vorsichtig in das kochende Wasser gleiten lassen. Die pochierten Eier kommen oben auf die Suppe.
Knoblauch, Salz und Petersilie mit etwas von dem Öl im Mörser zerdrücken und die Paste mit dem restlichen Öl in vier Schalen verteilen. Dann mit kochendem Wasser auffüllen. Das Brot toasten, in Scheiben schneiden und dazugeben. Das pochierte Ei in die Tasse legen. Es gibt auch eine Variante mit gekochten Kartoffeln, um sie nahrhafter zu machen.
Here is a recipe for the Alentejo soup - a poor person's dish if ever there was one.
Poach four eggs, reserve the water.
Crush a handful of coriander or leaf parsley with two (or more, to taste) cloves of garlic and a pinch of coarse sea salt in a mortar with some olive oil. Spread the paste over four bowls, fill with the hot water and more oil, put a slice of toasted white bread in and top with the poached egg. If you like wet bread (and I know someone who doesn't - you can substitute boiled potatoes) this is delicious.

Thursday, 7 October 2010

Quer durch Portugal in 5 Tagen

Blick auf Lissabon bei der Landung - die Vasco da Gama-Brücke ist atemberaubend
this is Lisbon just before landing - wonderful Vasco da Gama bridge 
Geschafft! Unglaublicherweise ging alles gut, Mutter wohlbehalten auf ihren "Diwan" zurückgekehrt, weite Strecken zurückgelegt, Alentejosuppe gegessen und Alentejo-Wein getrunken sowie skandlös viele von diesen pasteis de nata... Wir sahen Olivenhaine und Meeresbuchten, Steine und Häuserschluchten. In Lissabon - bei den 100-jährigen Jubiläumsfeiern der Republik - hörten wir ein zauberhaftes Akkordeonorchester.
Hier sind Fotos von den ersten beiden Tagen: die Reise ins Alentejo, eine hügelige Landschaft in der Mitte Portugals.
 
 
 Der Alqueva-See
our first lunch in the little house
 
Ich liebe diesen Ausblick auf "Wüste" mit Olivenbäumen
How beautiful are these desert-like landscapes with olive trees
  Der beste Nicht-Champagnersekt aus unserer Stadt, Monsaraz *** the best bubbly from our little town, Monsaraz
 Überall sitzen die Hunde, vor den Häusern und mitten in der Straße
Dogs everywhere, basking in the sun
Die wunderbaren Korkeichen
 Der Steinkreis bei Evora
 Abend am Alqueva-See -  sunset over lake Alqueva
 
 
 
 Geregnet hat es auch schon mal - it did rain a little, too 
 old granaries - alte Getreidespeicher
 Mum liebte den Steinkreis. Wahrscheinlich die einzige 88-jährige mit Gehhilfe die diese Steine erlebt haben. 
She loved the stone circle. Possibly the only 88-year-old with a walking aid these stones have seen
 We made it there, we made it back, we loved every minute of it. In five days we saw an amazing lot of Portugal, from Lisbon to the hills of Alentejo near the Spanish border (we even went to Extremadura in Spain to buy petrol about a third cheaper than in Portugal). We drank prize bubbly from Monsaraz and ate the local bread soup Sopa Alentejana. We ate untold numbers of the pasteis de nata and drank galao, the milky coffee. Here are some pictures of our first two days, by the time we got to the sea my camera had run out of juice, I have to wait for Luisa to come back for the pics of the wonderful coast down to Lisbon.
Blick auf Monsaraz - View up to Monsaraz