Friday, 31 December 2010

it's the last day of 2010..

Ich wünsche euch allen da draußen in München, in Wien, im Waldviertel, in Bremen, in California, in London, in der Schweiz, in Frankreich, in Italien, und überhaupt überall in der ganzen Blogwelt

EIN WUNDERSCHÖNES NEUES JAHR "=!!
nein Schmarrn, 2011!

I wish all you out there in London, Australia, New Zealand, Canada, The Rockies, Alaska, America and the rest of the english speaking blog world
ALL THE BEST FOR THE New Year 2011!


Thursday, 30 December 2010

Kultur und Nudelsuppe

Ich hatte das Bedürfnis nach einem warmen Nudelsupperl heute, nach dem vielen Süßkram, und da ging ich zu unserer local Asia-Snackbar in der Nymphenburger Straße, gleich beim Rotkreuzplatz. Leider muss ich sagen, ich war nicht begeistert: diese Udon-Nudeln sind so greislich lätschert, und das Kimchi das die Suppe belebte, war so leblos, dass ich mich nach einer guten alten Minestrone sehnte. Dabei gab's in London bei Wagamama sooo allerleckerste Nudelsuppen, zum Reinlegen, und auch zum Essen. München ist da vielleicht ein bisschen unterbelichtet. Oder kennt jemand wirklich leckere Nudelbars hier?
Übrigens war ich heute auch im Stadtmuseum, in der Fotoretrospektive von Herlinde Kölbl und war schwer beeindruckt von vielem. Am Allermeisten von dem Raum mit jüdischen Porträts, den ich allen empfehle, die hin und wieder a) vor sich hingrummeln dass "irgendwann Schluss sein muss mit der Betroffenheit", und b) Israels Wehrpolitik mit den Nazis vergleichen. Ich verstehe natürlich die historische Situation der Palästinenser, bin ja nicht blöd. Aber. Ein Volk, das überall Freiwild ist, von dem unter Hitler 1.2 Millionen Kinder (!!!) brutal ermordet worden sind, braucht einen Platz wo es sich sicher fühlt.
After all the sweet stuff of the last few days, I had a real yen for a spicy noodle soup and went to my local Asian snack bar. Sadly - a far cry from lovely yummy Wagamama: soggy long Udon noodles, unloved insipid Kimchi thrown in, the whole thing a travesty. Munich sadly lacks in neighbourhood ethnic food paradises... 
Later I went to see a show by German photographer Herlinde Kölbl, who is finally getting the attention she deserves. I really enjoyed the exhibition, and I was deeply affected by a series called "Jewish Portraits" with comments from the people she photographed. Anyone who compares the way Israel defends itself to Nazi methods should be reminded - without forgetting the historic situation of the Palestinian people - why this defence is so necessary. We  simply can never forget that the Nazis systematically killed 1.2 million Jewish children in the concentration camps, it can't be shrugged off, or put in relation to anything else.

Wednesday, 29 December 2010

Zwei Abflüge und ein Umzug

Morgen machen sich zwei meiner Freunde monatelang nach Indien davon, während ein paar andere liebe Menschen gerade aus London wieder nach München zurück gezogen sind und weitere liebe Menschen einfach hier bleiben. Zu diesen und anderen Theme gab es heute eine kleine Spätnachmittagseinladung bei mir, wo ich mal wieder meine geballte Backkunst ausleben konnte. Den Sticky-toffee-pudding-Kuchen kennen wir ja schon von hier, und er gelang beim zweiten Mal sogar noch besser. Da Freundin C., die sonst zuverlässig immer die Tarte Tatin mitbringt, kurzfristig wegen Grippe ausfiel, backte ich in der Früh noch schnell 18 Schokomuffins, oder sind das jetzt cupcakes? Dazu gab's die funghi trifolati und Ziegenkäsebruschette von Luisa, und eine vorgekochte Dhalsuppe. Und zum "Tee" gehört natürlich auch der Sekt: ein Crémant de Loire, ja, vom Aldi. Meine Geheimwaffe. 5,99. Brut. Lecker.
140 g Zartbitterschokolade (was für ein schönes Wort!) im Wasserbad schmelzen, 
100 g Rohrohrzucker und 1 Päckchen besten Vanillezucker mit zwei  Eiern schaumig schlägern. 
die flüssige Schokolade und 190 g weiche Butter abwechselnd einrühren. 260 g Mehl, 1 TL Backpulver und 150g gemahlene Haselnüsse (zerstoßene Walnüsse gehen auch, hatte aber zu wenig Zeit) in die Mischung rühren. In Papierförmchen löffeln, bei 175° etwa 30 Minuten backen, mit Zahnstocher oder Messer testen.
Einige Küchlein tränkte ich mit Grand Marnier und bedeckte sie mit Schokoguss (40g Schokolade schmelzen und mit 2 Löffeln Sahne verrühren), die anderen blieben jugendfrei.
Und dann - auffi auf die Etagère!! 
I threw a little afternoon tea party thing today, must do it more often to stay in practice! Some friends are travelling to India for a long while, and some others just came back after 12 years in London, with a cute small daughter who says bilingual things like "I can selber!" My reliable friend C. who always brings her Tarte Tatin had to stay in bed with 'flu, so I ended up baking a quick tray of chocolate cupcakes to add to the trusty sticky toffee pudding, - something I prepared earlier and gets easier every time. I had also made a large pot of Dhal, for later, and Luisa helped with goat cheese and tomato bruschette and delicious funghi trifolati. Tea, of course, included a few bottles of nice French crémant de Loire bubbly. About time, too.
This is how easy the cupcakes are:
Beat 200g brown sugar and three eggs until fluffy (that is the word Delia uses!)
Add 190g softened unsalted butter (in Germany, it is usually unsalted) and 140g melted dark chocolate.
Stir in 150g plain flour with a teaspoon of baking powder, and 150g ground hazelnuts. Normally I like to use crushed walnuts, didn't have time for crushing today. Bake in paper muffin thingies until done, about 30 minutes at 175°.
Chocolate frosting is soo easy: melt 50g chocolate and stir in two tablespoons of cream. Frost away!

Monday, 27 December 2010

Resterlverwertung

Alle Fotos können durch klicken vergrößert werden!
Am ersten Feiertag hatte ich die glänzende Idee, das übrig gebliebene Lammhaxerl mit einer Zwiebel durch den von ganz oben auf dem Küchenschrank runter gewuchteten Fleischwolf zu drehen (auch ich kann grausam sein, wenn auch nicht so grausam wie die verkommenen Finanzhaie im Tatort gestern abend ) und mit der verbliebenen Sauce aufzukochen. Der Fleischwolf ist eine Wunderwerk der Technik, dazu funktioniert er ganz ohne Strom, nur mit beträchtlicher Muskelkraft! ein Erbstück von meiner Tante Fränzi, der einzigen wirklich passionierte Köchin in meiner Familie (das heißt nicht, dass meine Oma nicht super kochte, aber eben nicht aus Passion, sondern um uns am Leben zu erhalten. Tante Fränzi hatte keine Kinder, nur ihren Mann, den Gustl, und den Dackel, Dixi).  Haschee ist ein Lieblingsgericht aus meiner Kindheit, die einzige Form, in der mir Fleisch schmeckte. Dazu gab's die bekannten Hasselbacks, als Grün etwas Feldsalat. Da langte sogar die hoakle Mutter zu!

On the second day of Christmas my true love gave to me...lamb hash. A leg of lamb is a bit much for two, even hearty, eaters. So, on day two I remembered the meat mincer I inherited from my aunt Fränzi, possibly the only consummate cook in my family. I got it down from the top of the kitchen cupboard and put it together - a fine piece of craftsmanship. With a large onion, I put all the leftover meat (try not to think of it as lamb - bah..bahh...) through and cooked it with the remaining gravy. It was lovingly accompanied by the tried and tested hasselback potatoes, and lamb's lettuce for company.

Saturday, 25 December 2010

Thank you and - good night

Schöne Bescherung, gestern! Eigentlich wollten wir uns ja nichts schenken, und dann übertraf die Familie sich im Rahmen des "nur was Kleines" mit reizenden, liebevoll ausgesuchten, großzügigen Geschenken: Lippenstifte, Bücher, Guglhupfförmchen... Zum Essen hatten wir uns auf Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat geeinigt, gefolgt vom traditionellen Standkonzert auf dem Marktplatz, wo Grafing zwei Strophen von "Stille Nacht" mitsingen darf bevor es heim zur Bescherung geht. Dass im letzten Moment noch Schnee fiel, war ein besonderer Gag. Die Nachbarn kamen, wie immer, mit einem Teller Plätzchen (stöhn!) undefinierbaren Canapés und bezaubernden Weihnachtsgrüßen. Wir sangen auf Wunsch der Lieblingsnichte Weihnachtslieder in drei Sprachen (deutsch, bayrisch und englisch) und tranken den leckeren Sekt aus Monsaraz, für den Luisa eine Ausnahme von ihrer "NUR Handgepäck"-Regel gemacht hatte. Bevor Mutti mit temperamentvollen Gesten auch noch ein drittes Glas umnietete, trank ich alles aus, und dank packten wir unsere Plätzchen ein und fuhren heim.
 
Heute waren wir zu zweit allein, und nach einem langen Spaziergang durch den weihnachtsstillen Nymphenburger Park kochte ich ein richtiges Weihnachtsessen: Lamm, Rosenkohl, Kartoffelbrei und Ofenwurzelgemüse. Das Lamm - auf einem Bett von Zwiebeln, geschmückt mit Rosmarin vom eisigen Balkon und viel Knoblauch - kam wie immer im Römertopf in den ganz hoch angeheizten Ofen, etwas gutes Öl drüber, um dann drei bis vier Stunden bei 150° sein Ding zu machen.  Ungefähr 11/2 Stunden vor dem Essen das Gemüse in den Ofen, damit es ganz durchgebraten wird. Nebenbei schaute ich "Heidi" an, was mich zu Tränen rührte, weil wir als Kinder das Buch hatten mit fotos aus genau diesem alten Schwarzweißfilm. Übrigens gab ich die Idee, als Nachspeise Mousse au choc zu machen, angesichts der Plätzerlberge gern auf.

After a lovely and surprisingly present-laden family Christmas eve at Mum's, with delicious bubbly brought back all the way from Monsaraz, today there were only two of us for a luscious Christmas dinner.  The traditional leg of lamb was slow-cooked in the clay pot, surrounded by garlic, a sliced onion, rosemary and a drizzle of oil. I put it in the very hot oven, then turned it down to 150° and left it for about 3 or 4 hours, while we worked up an appetite in the snowy, silent local park. Mashed potatoes, sprouts and oven root vegetables completed the knock-out treat, but I gave up on the idea of choc mousse in the face of the cookie mountain that has accumulated - my own, Mum's fans and neighbours...love and peace was had by all. And a partridge in a pear tree.

Thursday, 23 December 2010

Zefix, der Heiligabend naht!

Noch nie habe ich so wenig Weihnachtsgefühle gehabt wie dieses Jahr, wo es so viele andere Dinge gibt die meine Aufmerksamkeit beanspruchen. Jetzt ist auch noch die Kulisse, der Schnee, weg und damit auch die letzte Chance, sich einfach sentimental reinfallen zu lassen. Und dann fällt es auch noch auf ein Wochenende! Dieses Jahr ist das erste, seit ich wieder in Deutschland bin, wo wir nicht mal einen Baum haben. Mein Christbaumspitz ist bei meiner Mutter, wo die Familie sich am Heiligabend versammeln wird. Ich erinnere mich an meine Oma, fassungslos war ich weil es ihr "wurscht" war, was sie zu Weihnachten bekommt - es war eh immer 4711...Jetzt reden wir auch jedes Jahr davon, uns nichts mehr zu schenken, knicken aber zum Glück im letzten Moment immer ein. Wenn man nicht an diese Ochs-und-Esel-Geschichte glaubt, keine riesigen Fressgelage macht, keine Geschenke austauscht, sich als Familie sowieso oft und gerne sieht, kommt schon mal die Frage auf: Wozu Weihnachten? Als Kind haben mir die Lokführer und Krankenschwestern, die am Hl Abend arbeiten mussten, soo Leid getan. Jetzt könnte ich mir problemlos vorstellen, morgen eine Lok zu führen oder Bettpfannen auszuleeren. Am schönsten ist Weihnachten in London, wo alle sich bedingungslos dem Rausch hingeben, wie die Geisteskranken einkaufen, riesige Essen kochen und hemmungslos Schaumweine konsumieren, wo aus jedem Erkerfenster ein Weihnachtsbaum mit Lichterketten rausglitzert, egal wie viel Energie da verpufft. Ich jedenfalls freue mich auf den Frühling, auf dem Lande.
Ich wünsche euch allen schönes....ähh...Wochenende!!

This year I am finding it hard to whip up any Christmas spirit, my first year in Germany that I didn't bother getting a tree at home. My decorations are at Mum's where we will congregate. My mind is occupied with the big changes ahead of me, and I feel a bit like - oh just get it over with! Now even the snow has gone, so there is no backdrop for sweet sentimentality. And, as a mockery for the working population, it falls on a weekend! I remember, as a child, how strange I found my Granny's detachment at Christmas, but when I think how we "surprised" her with the same old scent year after year, it's no wonder. Now I feel some empathy with her: I don't believe in Father Christmas any more, we agreed not to go overboard with presents, we often come together as a family anyway, so where's the Christmas magic, now that even the snow has gone? I like our London Christmases, with their elaborate dinners, streams of bubbly, heaps of presents, games of charades on boxing day, Christmas trees blinking out of every bay window. In Germany, Christmas is too holy, not enough of a party. Spring will be grand, in the country.

Tuesday, 21 December 2010

Frisöre und Cafés

Heute ergriff ich die letzte Chance, den Trauerrand aus meinen Haaren entfernen zu lassen, wie immer im Salon Klartext, für nur zehn Euro. Jetzt könnte ich mich wieder ohne Mütze blicken lassen, wenn es weiter so crazy warm bleibt! Danach lockte mich B. in das neue Café im Vorderhaus (Augustenstr.77), wo wir uns ein köstliches kleines Mittagessen genehmigten. Ein fescher Wirt aus Südtirol, der Piadine, Tramezzini und Vinschgauer in den Toaster schiebt wie man sie sonst erst südlich des Brenners im Autogrill an der Autostrada del Sole kriegt. Frische Säfte, gute Suppen (Erbsensuppe von frischen Erbsen €2,90), und dazu Meinl-Kaffee. Der gar nicht schlecht ist, obwohl er hier natürlich nicht den Kultstatus von Hausbrandt oder Illy genießt. Auf den Schaukelsitzen muss man den Kaffee allerdings gut festhalten...Heimzu mit dem Rad, ganz ohne Rutschen. Klar, Weihnachten kommt, Schnee weg.
  "Mia san koane Gäste, mia san Handwerker" - Grüße nach Wasserburg!
Today I grabbed the opportunity to get my white stripe coloured, cheaply, in the salon school of my friend B. who proceeded to take me out for lunch in the new little shopfront café. It is run by an Italian from Alto Adige, with delicious Italian-style toasted sandwiches which you usually find in the legendary Italian motorway cafés. We had a fresh pea soup (€2,90) and a mixed veg soup, both nice, and freshly squeezed juices, followed by Austrian Meinl brand coffee which I am sure is picking up cool points in Munich as we are speaking. I cycled home without any sliding - of course, it's Christmas soon, all the snow is gone. Some of the seats are swinging on chains, which is quite possibly not the best way to drink coffee!

Sunday, 19 December 2010

Und am sechsten Tag war Ruhe!

Sonntag. Unser Besuch am Flughafen und hofft, heute noch nach Stansted zu kommen. Mutter zufrieden daheim inmitten der sie umschwebenden Geburtstagswünsche. Rest der Familie lehnt sich zurück - und siehe, es war gut. Gestern zeigten wir Debbie die neue Heimat, und ich zahlte die Ablösung für die neue Küche: die Sache nimmt Form an. Wir gingen im Schnee spazieren, besuchten etliche Glühweinmärkte und vor allem ratschten wir und backten Butterplätzchen, die wir kreativ bearbeiteten. Kochen rückte eher in den Hintergrund, mal ein Fenchelrisotto, Micks gesunde Suppe, Bruschette und dazu ein Fläschchen bester Prosecco. Und jetzt nix wie raus in den blauen Himmel.
Sunday. Debbie waiting in Munich airport, hoping to be let in to Stansted. Mother happy in the afterglow of her birthday celebrations. The rest of the family recovering, relaxing, reading. Yesterday we showed Debbie the new country abode, and I handed over the down payment for the new kitchen: the plot is thickening.
Over the past days, we visited various Christmas markets, did a bit of present shopping and enjoyed the snow. Whilst nattering, as we do, we also baked a load of christmas butter cookies and had our creative way with them. We also managed to eat quite a few already, while our cooking efforts remained modest - a fennel risotto, Mick's vegetable soup, bruschette, a bottle of very nice Prosecco. And now, let's get out there in the sunny snow.

Tuesday, 14 December 2010

Koid is'!

Eingehüllt in dicke graue Wollstrumpfhosen, meine Haare schon mit ziemlich breitem weißen Todesstreifen, dicke Tasse Milchkaffee an meiner Seite, sehe ich aus wie die Illustration des charmanten Chansons, das ein hässlicher kleiner französischer Zwerg mal seiner Geliebten widmete "du lässt disch gehn, du lässt disch gehn".  Stimmt. Ich habe andere Sorgen. Muss mal wieder einen Artikel zusammenkleistern, diesmal über "the new conservatism", und dann meinen gräßlichen Schweizer Tourismusmarkt korrigieren. Bitte erinnert mich daran: NIE wieder ich einen großen Job annehmen, nur noch kurze schnelle Artikelchen.  Morgen is a Ruah, da kommt meine Freundin aus London, und am Samstag feiert das Mütterlein ihren 88.Geburtstag mit dem üblichen Open House. 88 darf man auch wirklich feiern, und wir "Kinder" eilen dann zwischen Küche und Wohnzimmer hin und her, servieren Weißwürste, Weißbier, Kaffee und Kuchen, gefolgt von Einlagen ihrer reizenden Singgruppe. Und nächste Woche verwandle ich mich dann, frisch gefärbt und ausgeschlafen, in eine entspannte Vorweihnachtselfe. Zu essen gab's gestern leckere Tagliatelle mit einem Gemüsesugo: Frühlingszwiebeln, Knoblauch, eine große geraspelte Zucchini und eine Handvoll champignons dünsten, mit Pfeffer und Creme fraiche verfeinern, dazu Ofentomaten in Olivenöl und Oregano. 
Wrapped in my warmest and ugliest grey woollen tights, with my hair in dire need of fresh colour, a cup of milky coffee by my side, I am labouring over my latest article on The New Conservatism. Think David Cameron being considered a sex symbol. This will be followed by corrections to my most loathsome work project this year, so no time for beauty treatments just yet. Tomorrow dear Debbie is coming for a very quick visit, and on Saturday it's Mum's 88th birthday bonanza, an occasion worth making an effort for. We three "children" will be serving the all day white sausage brunch, accompanied by live singing from Mum's old girl group. Sweetness! Next week there will be time for beautyfication and uninterrupted sleep. Meanwhile, we had tagliatelle with a vegetable sauce made of chopped spring onions, mushrooms, garlic and a large grated courgette, finished off with pepper and creme fraiche and served with oven tomatoes, drizzled with olive oil.

Saturday, 11 December 2010

Twitterkipferl

Dem Schneesturm trotzten wir gestern ohne größere Verwehungen, aber man sieht sich schon das weite weißgraue Land an! So ist das dann hier! Aber, naja, es ist ja nicht das Waldviertel! Heute dann Feuchtkälte, Kopfweh und ein missglückter Ausflug in die Stadt, in der U-Bahn von Bayernfans fast erdrückt, in den Straßen ein Slalom durch die wild konsumierenden Pelzmützenträger, und nichts wie heim aufs Sofa. A Ruah is. Die Lieblingsnichte war kurz reingeweht und verbreitete Sonnenschein. Meine Schwester ist trotz Wetter pünktlich abgeflogen, der Sonne entgegen. Mütterlein kocht sich daheim a Henahaxn. Engländer hört nebenan Musik Die Welt ist in Ordnung, nichts wird von mir verlangt. Da back ich doch mal schnell die Twitterkipferl!
Twitter-Original, Quelle: SZ Magazin vom 3.12, (also nicht das von der Kaltmamsell genial zerlegte Magazin von diesem Samstag).
mix300g flr/125g sug/ 1pkg vanilsug/3yolks; +250g soft buttr/125g grnd almond; rest ~h; form kipferl; ~15m@170°C; immed strw w vanilsug.
Entschlüsselt:
Einen Teig herstellen aus 300 Gramm Mehl, 125 Gramm Zucker, 1 Packung Vanillezucker, 250 Gramm weicher Butter und 125 Gramm gemahlenen Mandeln.Den Teig etwa 1 Stunde ruhen lassen (ggf. kühl stellen). Teig wälzen und zu Kipferl formen.
Bei 170° C auf Backpapier ca. 15 Minuten backen, bis die Kipferl goldgelb sind. Sofort in Vanillezucker wälzen bzw. mit Vanillezucker bestreuen.
After our - perfectly safe - sortie to snowy countryside yesterday, today was a day of icy rain. During a misguided trip into town we nearly got crushed by local football fans on the underground, and trampled by an avalanche of shoppers. Even the idea of going to see a film seemed too much. Home, home... The one and only niece blew in like a welcome ray of sunshine, my sister has managed to get to her place in the sun. Mum is cooking herself a chicken leg, Mick listening to arcane African remix next door. All is well with the world, nothing is required from me. I have time to experiment with pre-Christmas bakery. This twitter recipe was discovered by German SZ Magazin on Dec. 3rd: It made a lovely batch of vanilla crescents for me! good luck.

mix300g flr/125g sug/ 1pkg vanilsug/3yolks; +250g soft buttr/125g grnd almond; rest ~h; form kipferl; ~15m@170°C; immed strw w vanilsug.

Friday, 10 December 2010

Linsen im Schneesturm

Ausgerechnet heute, wo wir uns die Wohnung ansehen wollen, kommt der Engländer morgens mit schreckgeweiteten Augen an:"Schau mal aus dem Fenster!" Schneesturm! Mhm. Und wir raus in die weiße Wildnis. Aber dann sieht man wenigstens die neue Heimat gleich in extremer Überlebensform. Unbedingt ein Teelicht mitnehmen, angeblich erfriert man im Auto nicht wenn man ein Teelicht anzündet. Und dann denke ich plötzlich - hallo, wir fahren nach GRAFING!! Dort draußen habe ich zwanzig zarte Kinderwinter ohne Frostbeulen überlebt, auch mit mehr Schnee als heute. Aber man wird halt nicht sorgloser im Alter, so viel ist klar. Als Überlebensgrundlage gibt's heute mittag noch eine Dhal-Suppe (wer keine Curryzutaten im Hause hat, macht eben rote Linsensuppe - die übrigens beim Kochen gelb wird).
Eine Zwiebel und zwei Frühlingszwiebeln klein schneiden und in Rapsöl oder Sonnenblumenöl anschwitzen. Ein daumennagelgroßes Stück Ingwer und zwei (oder natürlich mehr, wer will) Knoblauchzehen klein würfeln, dazugeben. Eine Prise ganze Kreuzkümmel mit anbraten und etwas Kurkuma und evtl. Currypulver unterrühren, salzen.
Dann einen Becher rote Linsen dazugeben, leicht anbraten und mit einem Becher Wasser ablöschen.
Gewürfelte große Karotte dazugeben.
Je nachdem wie dick ihr die Suppe wollt, allmählich noch zwei, drei Becher Wasser dazugeben.
Nicht-Vegans können die Suppe mit einem Klacks Yoghurt essen. Es geht ganz schnell, in ca. 20 Minuten sind die Linsen weich, es schmeckt aber aufgewärmt noch besser.

Today, of all days, the day he is finally going to come out to see the flat, my resident Englishman wakes me up with horror-stricken eyes: "Look outside"!!. Snow! or rather, snowstorm, and we are off into the white wilderness. Perfect - at least we can experience the place in survival mode. Must take a tea light so we don't freeze in the car. Suddenly I remember, hello, we are going to GRAFING, the place where I survived 20 tender childish winters without any chilblains. Old age doesn't make us more carefree, that much is certain. As a snowstorm antidote, I make a quick Dhal soup before we set off, intrepidly. If you leave out the curry ingredients because your village shop doesn't have them, you make red lentil soup. It incidentally turns yellow when the lentils are cooked.

Sweat a chopped onion and a couple of spring onions in some vegetable oil.  Chop as much ginger and garlic as you like, add to the saucepan. Also add some cumin, turmeric and curry powder - altogether one teaspoon, and salt. When it is all browned, add the red lentils, about two cups full, stir in the fry and pour two cups of water over it. Now add a large diced carrot. Add more water, carefully, you can always thin the soup down later. Non-vegans can add a dollop of yoghurt. This soup is made quickly, in about 25 minutes, but tastes great warmed up for a late supper. 

Wednesday, 8 December 2010

Puddingwelten

Ich fand es lustig dass die Süddeutsche in ihrer letzten "Freitagsküche" ein Special über englische Puddings brachte. Nur vor wenigen Wochen beschrieb ich hier meinen Sticky Toffee Pudding, und jetzt wurde er sogar in der SZ gepriesen. Es stimmt, dass englische Puddings einen altmodisch-umständlichen Zauber haben, etwas von Upper Class, man sieht förmlich die mehlbestäubte Köchin, die ihn mit Schnur umwickelt ins Wasserbad packt. Es gibt auch einen Yorkshire pudding, aber das ist eine andere Geschichte.  Die Idee, das ganze Nachspeisen-Genre als "pudding" zu bezeichnen, kommt nicht umsonst aus der Sprache der englischen Oberschicht, die das Wort "dessert" als non-U, also Unterschichtssprache, abtut. Was wir deutschen Kinder als Pudding kennenlernten, heißt dort "blancmange", und hat bei weitem nicht den Stellenwert von Dr.Oetkers Feinstem. Übrigens, Dr.Oetkers Beitrag zur deutschen Sprache hat mich seit der Kindheit nicht mehr losgelassen: "In die kochende, von der Kochstelle genommene Milch das angerührte Puddingpulver rühren und aufkochen lassen..." dieser perfekte Partizipialnebensatz! Heute besteht die Kochanweisung aus ein paar kurzen Befehlen: Übrige Milch erhitzen! von der Kochstelle nehmen! einrühren!
German anglophiles are fascinated by the concept of English puddings, and Munich Süddeutsche newspaper ran a feature about them last weekend. There is a certain upper class mystique about them, they are quite labour intensive and you can't really see a Northern miner's wife having time to make a Spotted Dick. For us Germans, pudding is one thing only: the blancmange that you make from a packet of Dr.Oetker mix and pour into a shape (in fact, am I remembering this correctly that some people just call it ""shape"?).

 Übrigens, der einfachste "pudding" ist bread and butter pudding, so ähnlich wie Arme Ritter oder French Toast, also Weißbrot, das in einer Eier-Milchmischung gewendet und gebraten wird - nur wird beim  b&b pudding die Eier-Milch-Vanillesauce über das Weißbrot gegossen und das Ganze im Ofen gebacken..

***
A classic: bread and butter pudding is really easy to make and surprisingly delicious. And there is, of course, Yorkshire pudding, but that's a different story.

Monday, 6 December 2010

Küchen und so

Offensichtlich habe ich mit einem Bild beim letzten Eintrag falsche Assoziationen erweckt: das war NICHT die neue Küche. Die ist zwar schön, aber keine Gaststube mit Kachelofen. Das Foto stammt aus meiner zukünftigen Stamm-kneipe, der Wirtschaft in Taglaching. Die ist so schön, dass ich sie eigentlich geheim halten möchte, aber dann will ich auch wieder, dass möglichst viele Leute rausfahren um ihr Bestehen zu sichern.  (Diese Nachspeise aus Schwedenmilch gibt's dort, zum Beispiel.)
Ebenfalls in der Nähe ist Herrmannsdorf, die Heimat der glücklichsten Schweine Deutschlands, wo wir gestern mit unserer kauflustigen aber kritischen Mutter den Weihnachtsmarkt besuchten ("Die Mütze steht Ihnen aber gut!""Naa, de gfoit ma garned"). Sie kaufte also nichts, während ich einen Verkaufsstand mit wunderschönem alten französischen Geschirr fand, das genau in die riesige Bauernküche meiner Träume passt, in der ich wie Sarah Wiener in Gummistiefeln rumrenne, in einem gepunkteten Kopftuch, viel "oui" und " olala" schreie und wo sich alles von selber eintritt.
Tiefgekühlte Bioschweine
Nein, meine zukünftige Küche ist einfach eine große Küche in der alle drin ist was man so braucht, die Küche die Ihr schon alle habt. Ich habe bisher immer mit Küchen gelebt - auch schönen! - die irgendwann mal von irgendjemandem eingerichtet worden waren und die ich liebevoll bekochte und putzte. "Neue Küche" kaufen sich nur Spießer, die zu viel Geld haben, war meine Philosophie. Bis ich anfing, einen gewissen Küchenneid zu entwickeln, auch mal auf Keramikfeldern kochen wollte, und ein Gefrierteil haben, in das mehr reinpasst als eine Packung Erbsen und eine Flasche zum schnell runterkühlen.  Die Küche ist eher Segmüller als Poggenpohl,  aber wer will hier so kleinlich sein! 
The picture in my last post everyone seemed to think was my new kitchen is in fact the dining room in my future local, a beautiful old country pub about a 5 minute bike ride away from my chosen abode. It is the home of the area's ponytail freak, the local Greens and the arty population, and it serves beautiful down-home food, a lot of it meat-free, cakes, puddings, cappuccinos, just what you need away from the city. Nearby is Bavaria's home of happy pigs, an organic farm called Herrmannsdorf that also does Easter and Christmas fairs. We visited with our shopaholic Mum, but she didn't think the woolly hats were chic enough and came away without buying anything. I found a stall that sells gorgeous old French crockery - and really I want the kind of kitchen that goes with it, big, huge old wooden table, I wear wellies and everything just gets swept out the door. No, no, my new kitchen is not the Rayburn variety, but the most modern, well-appointed kitchen I have ever cooked in, more IKEA than Heal's, more Delia than Two Fat Ladies. It is big, has a freezer, a dish washer (not that I ever missed having one), a pretty new cooker with a ceramic hob and a grill, and will cure me of my growing kitchen envy. I am embarrassed because everybody else now scratches their heads and thinks "so, it's just a kitchen, is it?"  I am finally joining the adult world.

Saturday, 4 December 2010

Würfel gefallen, Umzug naht.

Alle haben gewonnen: offensichtlich kennen meine LeserInnen mich besser als ich selbst. Die einzige, die überrascht und aufgeregt ist über die bevorstehende Veränderung bin nämlich ich! Denn es stimmt - ich ziehe hinaus aus der Stadt, in den wilden Osten. Im Haus wo meine Schwester wohnt, wurde überraschend die Nachbarwohnung frei und ich musste mich ganz schnell entscheiden. Warum das alles? weil schon lange klar war, dass die Wohnung in München irgenwann unbezahlbar wird: schon eine Mieterhöhung wäre bedrückend geworden. Ich will der drohenden und von überall heraufbeschworenen Altersarmut vorbeugen, indem ich meine Lebenshaltungskosten früh reduziere und so auch noch reisen, kochen, neue Kameras, und jetzt vielleicht auch ein fahrbares Auto kaufen kann... 
Ausschlaggebend war der Gewinn an Lebensqualität: die Küche (dazu noch viel, viel mehr, später)! die Terrasse! der Garten! die Landschaft! Der Steinsee...der Egglburger See...Irgendwie auch das liebe Grafing, wo ich aufgewachsen, mit 20 sehr weit davon weggezogen und jetzt irgendwie wieder zurückgeschwebt bin.
München, meine Stammkneipe, meine Freundinnen sind eine S-Bahnfahrt entfernt, nämlich genau die S-Bahnstrecke, die ich bisher jede Woche mehrmals zu meiner Mutter rausgefahren bin. Und so sehr ich den Nymphenburger Kanal liebe, auf die Dauer ist auch diese Spaziergang ausgelatscht. Also - juhe, auf geht's in die bayrische Luxuswildnis!

I must be really quite predictable, since everybody pretty much guessed what I was going to announce- I am moving out to the village and into the house where my sister already lives. To say it will be a lifestyle change is an understatement. But the move is both necessary and beautiful. I will live with a garden, a terrace, a super pukka kitchen of which I will shortly speak in greater detail. I will be surrounded by beautiful nature, plenty of water to swim in, while my pub of choice and my friends remain only a train ride away. In fact, that same train ride I have been doing in reverse to see my Mum. The plan to leave the lovely Munich flat has been brewing for a while, I have spent - incredibly - nearly ten years in it. With old age poverty looming and leering, I had to think how to cut expenses in style. This was always going to be the long term solution. It's just that the long term happened very quickly, and that's fine. I am looking forward to being snowed in out there, in the Bavarian wilderness.

Thursday, 2 December 2010

Denkpause, oder Lunch Break

 Kann mir übrigens jemand erklären, wie das Übergrillen einer Creme Brulée mit diesem Flammenwerfer geht? Ich habe mir mal so eine Lötlampe als Foodie-Accessoire gekauft, mit der man angeblich der Creme und anderem den letzten verbrannten Schliff geben kann. Aber das Ding macht mir Angst - habe ich hier was falsches gekauft? Zum Grillen von Paprikas habe ich im Übrigen schon einfachere Methoden gekannt - zum Beispiel im Backofen erhitzen und dann in einen Plastikbeutel stecken, dann geht die Haut sehr leicht ab.
Can anyone explain to me how these little flame throwers work? they are f`**laming scary. I got this blow torch some time ago because it seemed to be an absolute must-have for people who wanted to be taken seriously as foodies. But I have used easier methods to skin peppers, for example: sticking them in the oven and then in a plastic bag until the skin peels off easily. How do you brown a creme brulée without singeing your hair?

Wednesday, 1 December 2010

Tief eingeschneite Katz, will nicht so recht aus dem Sack.

Hier ist schon mal ein Tipp wo es hingehen wird...Ich freu mich total drauf, aber vor allem jetzt bei sibirischem Schnee habe ich Momente, wo mir nur ein Wort einfällt: "KREISCH"!!!! Dann denke ich an Brischitt und freu mich wieder. Und schau mal, wem ich in einem deutschen Drogeriemarkt begegnet bin!
Thanks to Isabel, here is a hint at where I'll be going...I am very excited but in these days of snow drifts all I can think is - YIKES!!!
The above picture is a little salute to French-Swiss farming blogger - or is it blogging farmer - Brigitte aka Smilla.