Thursday, 26 May 2011

Waffelstillstand

Kennt ihr den Ausdruck "stinkig"? Kennt ihr das Gefühl? OK, ich bin zwar wieder im Netz und kann nur hoffen dass der nette Mann von der Telekom jetzt das Chaos von 1&1 geordnet hat. Aber ich bin trotzdem stinkig. Und draußen stinkt's auch, weil die Bauern noch schnell eine Million Tonnen Gülle verteilen, bevor das Gewitter endlich kommt. Mir stinkt er, und zwar gewaltig. Es gibt so Tage. Schon in der Früh steige ich mit beiden Füßen ins gleiche Hosenbein.  Später wird das neu gekaufte Autoschnäppchen angemeldet: Versicherungsnummer liegt daheim auf, neben oder hinter dem Tisch. Kamera fällt auf den Küchenboden. Ich mache nachmittags zur Feier des  wieder gefundenen Netzes und des angemeldeten Autos Waffeln. Aber meine Kamera gab kein einziges von den wunderschönen Fotos her. Streikte komplett. Auf der Terrasse, wo wir die Waffeln essen, die überraschend hervorragend schmecken, fällt der Sonnenschirm um. Es gewittert, aber kein Regen, und so weiter. Und so oft ich mir auch vorsage: HungersnotKernreaktorschmelzeErdbebenVulkanausbruch!
Du hast es doch soooooo gut! Ich bin stinkig.

So ähnlich, nur viel schöner, waren meine Waffeln heute. Mit Blaubeeren, und Schlagrahm.
Und so hab ich's dieses Mal gemacht - ich hoffe ihr habt alle ein Waffeleisen:
Vier Eier trennen, das Eigelb mit einem halben Becher saurer Sahne und einem großen Schuss Schlagsahne, zwei Löffeln Zucker (nach Wunsch auch Vanillezucker, und/oder auch Biozitronenzeste) verquirlen. Etwa 100g weiche Butter schaumig schlagen, dann abwechselnd Mehl und die Eiermischung mit dem Schneebesen unterrühren. Vom Mehl einfach so viel dazu geben bis die Mischung eine feste aber noch bewegliche Konsistenz hat. Zum Schluss den geschlagenen Eischnee drunterheben. Im vorgewärmten Waffeleisen ohne Fett  (Teig ist ja butterig) schnell backen, und mit Marmelade, Früchten, Schlagsahne, Nutella – whatever – essen.
Ich mache jetzt erst mal ein paar Tage Urlaub. Bis dann dann.

aus meinem Garten.
Bad hair day doesn't describe how I feel about today. Everything stinks, including my mood. A day that starts by putting both feet in the same hole in my knickers, proceeds with forgetting an important document for registering our new old banger, dropping my new camera which then refuses to reproduce a dozen beautiful pictures of my waffles with blueberries and cream. Then all the farmers in the neighbourhood conspire to dump their slurry around our house, a thunderstorm comes and goes without a drop of rain, and Google gives me a new design for my start page that has lost all my favourites.
Thanks a lot.
Thinking about all those who are worse off than me doesn't help. I need a holiday.
Anyone interested in today's recipe - it's the best ever.
Separate four eggs. Beat the whites and whisk the yolks with two tablespoons of sugar (vanilla if you like), organic lemon zest and a cup ful of sour cream or creme fraiche, plus a generous pouring of single cream for the liquid factor. Melt and beat 100g unsalted butter, stir in the egg mix and a couple of ladleful of flour, until the batter is firm but pourable. Last, fold in the egg whites. I just hope you have a waffle iron.
and finally - my poppy epiphany (poppyphany?) on the way home.

Monday, 23 May 2011

The Analogue Days















Das Internet hat mich mal wieder schnöde verlassen - kaum zu fassen im High-Tech-Land Bayern, wo doch die Smartphones in jeder Lederhosn stecken, und Inder, Marokkaner oder Portugiesen in ihren Dörfern Tag und Nacht im Netz hängen. 
Abgeschnitten von der virtuellen Welt, blieb mir nichts anderes übrig als ganz normal weiter zu leben, ihr erinnert euch sicher, wie das geht: in blühenden Bergwiesen spazierengehen, Kreuzworträtsel lösen, alte Zeitschriften lesen die seit Wochen unbeachtet  herum liegen, mit Mütterlein Palatschinken essen gehen, mit Profiteroles Schokoflecken auf das Sofa  machen und Tatort glotzen. 
Bei einem Einkaufstrip in München kaufte ich in einem Emporium mit dem wunderbaren Namen  "Bottles und Glashaus (Gläser und mehr...)" in der Josephspitalstraße - nahe Sendlinger Torplatz - mal wieder die Regale leer, in der Absicht, später Erdbeermarmelade zu kochen von den ersten Früchtchen, die jetzt überall an den Straßenrändern in diesen seltsam erdbeermäßig geformten Verkaufsbuden verkaufte werden.  
Fast schäme ich mich, zu erzählen wie Erdbeermarmelade geht, aber auch ich hab früher gedacht das kann ich nicht. Ich wasche die Beeren, schneide sie klein und koche sie in einem spritzvermeidenden hohen Edelstahltopf (Kupfer habe ich natürlich nicht) mit Gelierzucker (Menge steht drauf, ich nahm 2:1) und dem Saft einer Zitronen pro Kilo, sprudelnd etwa 5 Minuten. Ich liebe den reinen Fruchtgeschmack, keinen Schnickschnack wie Alkohol, Zimt, Vanille oder Muskatnuss - aber das ist Geschmackssache.
I have been deserted by the internet again over the past few days. Hard to believe, at only 30km from a thriving city, when villages from Portugal to Gujurat, from Morocco to Nepal, are comfortably connected to the www. Thus, I was left to live the analogue life  with crossword puzzles and walks through spring meadows, shopping trips to town and jam-making, lunch outings with my Mother and the usual dose of crap TV. And it wasn't at all bad.



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hier rechts, das ist übrigens das schönste Freibad das ich je gesehen habe - es liegt am Samerberg, irgendwo zwischen Grainbach und, ja, Schweinsteig.
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Making strawberry jam was ludicrously easy - just weigh the cleaned berries and use the appropriate amount of preserving sugar  (it tells you on the packet) and the juice of a lemon for a kilo of strawsberries: really nothing else, no funny spices like vanilla, cinnamon or, god forbid,  alcohol. Use a tall saucepan, let it boil vigorously for five minutes or so and fill into clean jars which I wash out with boiling water. Stand the jars on their heads for 15 minutes and then store. Or eat.

Thursday, 19 May 2011

Großstadt und grüne Hänge











Gestern Großstadt, heute grüner sonnenbeschienener Hang..Einer meiner Lieblingsorte in der großen Stadt ist das Cafíko, eine von diesen durch und durch individuell gestylten gemütlichen Höhlen, inspiriert vom Kaffeehaus, und meilenweit entfernt von der künstlichen Konvivialität der coolen Caféketten. Ausserdem gibt es hier neben meinem früheren Stammcafé, Barista, den allerbesten Espresso den ich in München je getrunken habe. Und feine kleine Gerichte macht er auch, sowie einen guten Schokokuchen. Nach dem Yoga, das wir in Haidhausen einmal die Woche mit einer Gruppe Freundinnen machen, gehen wir oft da hin, vor allem wenn man draußen sitzen und das vorbeibrausende Haidhausen genießen kann. Im Winter suchen wir dann eher den Cigno vorne am Bordeauxplatz heim, aber das ist eine andere Geschichte (..der BESTE altmodische Italiener den es in München noch gibt, ein echtes Nachbarschaftsrestaurant). Und heute sonnenbeschienen auf dem Land, reihenweise Besuch, kochen und jodeln: wir beschallten den Kirchhang, sprangen in den Steinsee, Abendessen auf der Terrasse mit den ersten Erdbeeren und einer wieder mal missglückten Mayonaise. Das Leben ist schön, und das Internet geht auch grad mal wieder.
Yesterday: post-yoga visit to a cute little local coffee bar which makes a really excellent espresso (I feel like Agent Cooper saying this). Few cafés know how to make an excellent espresso - really good coffee, a really clean coffee machine, a highly motivated landlord: that's Cafiko, should you ever come to Munich. They do tasty little snacks, as well. This is our post-yoga in the summer, in winter we go inside, to an really excellent Italian. Excellent not in the sense they do lobster and yards of loup de mer, but excellently neighbourhoody, with footballers, grannies, couples and large groups of rowdy post-yoga women. Good honest Italian food, all the usual pizza, pasta, minestrone and the occasional lobster or loup de mer.
And today an all-singing, all-yodelling and swimming day in the summery countryside. We acquired a fan, swam in the lake, cooked a delicious dinner, ate on the terrace and I enjoyed my first strawberries. Oh, and the internet is working today.

Tuesday, 17 May 2011

Carbonara....

Carbonara...Da fällt mir immer das Lied von Spliff ein, Horrortrip back to the Eighties. Ich habe meine ohne Coca Cola genossen, und statt Spaghetti habe ich Pappardelle genommen. Weil es so gut schmeckt, haben wir es gleich zweimal gegessen, gestern abend und heute mittag nochmal. Und ich könnte es heute abend wieder essen, bloss gehe ich  ja heute abend in der Stadt in die Stammkneipe, mit den "Mädels".
Es ist ja auch so einfach zu machen: zwei Frühlingszwiebeln, eine Knoblauchzehe und genügend Speck (ich hatte nur Schinken) leicht anbraten, wegstellen. Jetzt Pasta aufsetzen und zwei Eier mit Pfeffer, großzügig Parmesan und etwas Sahne verquirlen. Wenn Pasta fertig, in die Pfanne damit und die Eiermischung drübergießen. Stocken lassen, inzwischen Salat machen. Eigentlich sind es Schinkennudeln, aber Pap-par-del-le Car-bo-na-ra, das klingt ja so viel besser.
I am having my carbonara phase at the moment: so good I made it twice, last night for dinner and then sneakily for me all alone, at lunchtime. Instead of the classic spaghetti I used pappardelle, and as I am saying the words "pappardelle alla carbonara" I can see John Cleese cavorting in his underpants in "A fish called Wanda". Very funny film.  And a very easy dish to make: fry two spring onions, a clove of garlic and some bacon or ham. Put the pan aside while boiling your pasta. Beat two eggs with pepper, parmigiano and a bit of single cream. The pasta goes in the pan and the eggy stuff on top. Let it set with the lid on while preparing the salad. Enjoy with more parmesan.
Before I am off "into town" for a drink with the girls, here is a sample of my writing tools, inspired by a blogmate. Which I hardly ever use any more - Blogging killed the diary... But if I do write, the fine point Stabilos are my favourites, the Pelikan pen is pure nostalgia.
Übrigens brachte mich die Kaltmamsell auf die Idee, auch meine Schreibgeräte zu zeigen. Auch ich besitze noch den Pelikanfüller, aber schreiben tu ich - wenn nicht sowieso mit der Tastatur - fast nur mit den Stabilo Point 88 (fine 0,4) Stiften. Ich liebe sie in allen Farben.

Monday, 16 May 2011

Something fishy

Während dieser letzten, internetmäßig eher unruhigen, Tage hatte ich Besuch aus München und machte ein Reisgericht, das mich aus meiner englischen Zeit begleitet. Angeblich soll es die Upper Class schon zum Frühstück zu sich nehmen, ich habe es jedenfalls eher aus WG-Zeiten als köstliches und massentaugliches Abendessen in Erinnerung. In England wird das Kedgeree mit smoked haddock (geräuchertem Schellfisch) hergestellt, ich habe geräucherte Forelle aus einem großen Supermarkt genommen.
Ich mache zuerst einen großen Topf Basmatireis (den besten gibts in asiatischen Läden) wie üblich im Bett: einen großen Becher Reis mit der doppelten Menge Wasser einmal aufkochen lassen. Dann mit Zeitungspapier gut isoliert im nächsten Bett stellen, gut zudecken und vergessen bis er gebraucht wird. So wird er perfekt.
Je nach Essern 2 bis 4 Eier hart kochen und kleinhacken. Petersilie schneiden, Fisch in Stücke zupfen.
Dann brate ich in der größten Pfanne (oder Wok) die Gewürze an: Senfsamen, Cumin, Zwiebeln, Knoblauch, etwas kleingeschnittenen Ingwer. Ich habe zwei Zucchini gewürfelt, das gehört nicht ins Originalrezept, passt aber gut. Dazu ein Glas Kichererbsen und etwas Kurkuma, Garam Masala und scharfen Paprika oder Harissa reinrühren (da kann man nach Geschmack improvisieren, gutes Currypulver tut's auch anstatt allem anderen).  Zum Schluss das gewürzte Gemüse mit dem Reis und dem Fisch vermischen, auf dem Teller anrichten und mit den Eiern und Petersilie dekorieren.
Ganz zum Schluss gabs herrlichen grünen Regen!
click on pictures to see all - klicken und genauer sehen
 All dies gehört in ein gutes Kedgeree - all these ingredients make a good kedgeree
 und so sieht es aus wenn es fertig ist - this is what it looked like when served
Als Nachspeise gab es ein Supermarktvanilleeis mit Heidelbeeren. So billig, so schnell, und doch so gut.
Pudding was a last-minute supermarket icecream with blueberries - so fast, so cheap, and yet so good.
During one of those internetless days recently I made a very fine kedgeree for a visitor from Munich, which was followed by a rather ordinary ice-cream, refined by blueberries, for pudding. Kedgeree is not an unknown for English people, rumour has it some of them even eat it for breakfast. Bad habit left over from colonial times, perhaps? So you probably know how to make it or follow the infallible Delia. The main difference is how I cook the rice. I use a big mug of finest basmati, add two mugs of water and boil it up just once. Then I place it in the nearest bed, wrapped in newspaper and covered with a duvet. You can leave it there for hours, it keeps warm and fluffy. It takes all the strain out of cooking rice and is far more ecological than the ubiquitous rice cooker.
After lunch, we had lovely refreshing generous spring rain.

Friday, 13 May 2011

Sommerrausch, gesund

Was bleibt mir anderes übrig, als dem Alkohol zu verfallen? Internetverbindung kommt und geht wie sie will, kann nicht arbeiten, kann auch nicht kochen, weil ich mich ärgern muss. Aber ich habe es endlich geschafft, den kleinen Rhabarbersirup aus Bolliskitchen anzusetzen und habe damit einen köstlichen Sommercocktail erfunden. Inspiriert vom Südtiroler "Hugo", wird es eine Art Kir Rabarbera, und schmeckt so erfrischend!
Man fülle ein Weinglas halb mit Aldis zweitbestem Prosecco. Glaubt mir, er ist nicht schlecht für unter 5euro. Einen kräftigen Schuss Rhabarbersirup, mit Mineralwasser auffüllen und ein Minzblättchen rein. Besser als Almdudler!
Since my internet connection is still up and down like a yo-yo, I lack the necessary peace of mind for cooking. So I had to resort to alcohol for inspiration, and it came! Thanks to a wonderful rhubarb syrup I made according to a recipe from France, I invented a light summer cocktail that goes like SO:
First make the syrup by chopping up a bunch of rhubarb - no need to peel etc, marinate over night in lemon and orange juice so it is covered. When you are ready, cook it for about 10 minutes with some added water, then strain it through a sieve. This juice is mixed with sugar (about 500g sugar for 1,5 litres), then it has to boil for about five minutes. Fill it into a bottle sterilised with boiling water if you want to keep it, otherwise jam jars will do.
AND THEN: half fill a big glass with your bubbly of choice, add a shot of the syrup and top up with sparkling water. A mint leaf is essential deco. Sooo nice! I would say it beats Pimms into a cocked hat.
All it needs now is a name.

Tuesday, 10 May 2011

P wie fast perfekt

Nach zwei Tagen Netz-Crash und unzähligen Telefonaten mit 1&1 bin ich wieder da. Schlimm, wenn in der Einöde der Weg nach draussen versperrt ist. Dafür sind wir dann nachmittags alle ins Henna-Café  (das ist Henna wie Heeenna, nicht wie der rote Matsch, den wir uns seinerzeit ins Haar schmierten) gepilgert und nachher in den Steinsee gesprungen.
Ja, und der Kuchen, meine nicht wirklich geglückte Sachertorte, die war trotz allem....nein, nicht lecker, sondern ein Genuss! Köstlich. Schokoladig. Intensiv. Und ein idealer Partner für die Schlagsahne.
Ich war einem Rezept von "Meine Familie und Ich" gefolgt, aber irgendwas habe ich wohl falsch gemacht, weil der Kuchen einfach nicht hoch genug aufging, um ihn "waagerecht zu halbieren". Also hatte ich dann eine einstöckige Sachertorte, mit Aprikosenmarmelade bestrichen und dem Schokoguss begossen. Ich habe nie erlebt, dass Schokoguss eine solche Sauerei macht. Und wir sind einfach nicht genug Leute hier, um alles abzulecken. Zum Schluss habe ich gute Schokolade aufgewischt und abgespült. (ein bisschen wie Spätzle machen, wo man nachher stundenlang den Mehlpapp abwaschen muss.)
Die Freundinnen auf der Terrasse hatten gegen den Kuchen nichts einzuwenden. Eine sagte sogar, er sähe aus "wie Sachertorte"! Hurra!


 After two days of living in an internet and phone desert I am back online. Strange to be completely cut off, frustrating especially since my mobile ran out of money as well. Instead, we had a house outing to our local agricultural cafe which boasts €6 lunches and €1.60 cakes as high as houses, stuffed with cream and fruit. Followed by a virtuous swim in the local lake, which is getting less breath-taking each day.
Solche Kuchen gibt's im Hennacafé - warum eigentlich noch selber backen? 
This is the kind of cake they make - I don't know why I bother! 
And my attepmt at making Sachertorte last weekend turned out to be quite edible after all. The friends who I made it for found it: Delicious, chocolatey and dense, a great companion for whipped cream. And one of them even exclaimed "this cake is a bit like Sachertorte!" But I never knew what a mess chocolate icing can make! the kitchen table a sea of sticky chocolate, with not enough people around to help lick it all up.
I recommend following Delia's recipe, she never does anything wrong! I think you can safely leave the glycerine out...but hey, not everyone cuts corners like I do.
My cake did not rise high enough for the required "cut horizontally to make two layers" of the German recipe. So, I made a one-layer sticky chocolate cake in the end.

Saturday, 7 May 2011

T wie Tarte

Das viele Spazierengehen und Blumentopfgarteln macht Hunger, und was könnte passender, köstlicher und einfacher zu machen sein als eine Tarte mit Frühlingsgrünzeug? Meinen Allzwecktarteboden hatte ich noch im Gefrierfach, also auftauen, ausrollen und eine Handvoll Erbsen (auch aufgetaut) drübergestreut. Dann kurz blanchierte grüne Spargelstangen kunstvoll arrangieren und das Ganze mit einer Mischung aus 4 Eiern, einem Becher Schlagrahm und geriebenem Parmesan bedecken, darauf noch ein paar Radl Ziegenkäse der tatlos herumlag. Der Boden war mir etwas dick geraten, ich finde Teig ausrollen nämlich eine Geduldsarbeit die mir selten gelingt. Ich hätte ihn vorher 10 Minuten "blind" backen sollen. Hat aber auch baatzig geschmeckt.
Während ich diesen Eintrag schreibe, an einem sonnigen Samstagmorgen, ungestört, weil der Rest der Mitbewohner in Haidhausen die Hofflohmärkte durchkämmt, versuche ich mich an meiner ersten Sachertorte. Ich sehen jetzt schon, dass das wieder mal eine Adaption wird...mehr später.
All this spring and jumping about in the dandelion gives you a terrifying appetite. And inspires you to cook springlike green-tinted food. As I now always keep a piece of my mock puff pastry in the freezer, making pies is...a piece of cake. A walk in the park. Roll it out thinly if you can, if not blind-bake it first for ten minutes or so. I didn't, and the pastry base came out a bit sticky. Edible, though. I put a handful of frozen thawed green peas in first and made a nice pattern with blanched green asparagus. Then cover it with a mixture of four beaten eggs, a tub of single cream, a handful of grated parmesan and a bit of nutmeg. I put goat cheese rounds on top for effect, because I had it in the fridge. Bake until the mixture is firm.
I am writing this while waiting for my chocolate cake to cool down so I can ice it. It's a beautiful sunny Saturday morning, I am all alone as my cohabitants are scouring flea-markets in Munich. In my next post, I will describe the flawed making of my first Sachertorte - or should it be the making of my first, flawed, Sachertorte?

Thursday, 5 May 2011

Q wie quer durch den Kräutergarten

Schon verblühen die letzten Löwenzähne, man kommt mit dem Pusteblumenpusten gar nicht mehr nach. Die Wiesen sind rot vor Sauerampfer, da musste ich gestern wieder die köstliche Sauerampfersuppe machen. Und zum ersten Mal wachsen auf meiner Terrasse alle möglichen Kräuter: der blühende Rosmarin, der den Umzug aus der Stadt mit Bravour bestanden hat. Der Salbei, der ausschlägt wie wild, das violette Thai-Basilikum und der Lavendel vom Weibermarkt haben die beiden Frostnächte auch gut überlebt. Im Schatten eines Rosenbusches habe ich sogar Minze gefunden, jetzt kann die Cocktailsaison losgehen. Heute kam ich infolge eines Besuchs bei Kochtopf, der Numero Uno unter den deutschsprachigen Foodblogs, auf die Idee, Pesto zu machen. Klaute schnell bei meiner Schwester ein Tässchen von ihrem besten portugiesischen Olivenöl und zermalmte eine Tasse Pistazienkerne die schon ewig rumstehen, eine Handvoll der schönen Basilikumblätter, ein paar Knoblauchzehen und ein Stück geriebenen Parmesankäse zu einem wunderbar grünlichen Pesto. Ich gebe hier keine Mengenangaben, weil ich alles nach Geschmack ausprobiere - das ist doch der halbe Kochspaß. Dazu Spaghetti und nochmal Käse - ein rundum nachhaltiges Mittagessen.  
Dandelions are going grey all over and turning into clocks, and everywhere sorrel is colouring the meadows red - I made another sorrel soup yesterday, it is so easy and so good. Today, inspired by a Swiss blog, I got into making pesto with some pistachios that have been around a while. My terrace and the garden are a complete treasure trove of herbs now - purple basil, chives, flowering rosemary, and I even found some mint under the rose bushes. After a winter on the sub-zero city balcony, the sage is shooting like crazy, and parsley has made friends with lavender and thyme which  it's sharing a pot with. For the pesto, I  pulped a cup of pistachios with a generous flow of best portuguese olive oil nicked from my sister, three cloves of garlic, a handful of basil leaves and another handful of grated parmigiano, turning it into a lovely spring green paste. Which was eaten in the sun, on the terrace. This is the life!

Tuesday, 3 May 2011

R wie Regentag

es regnet. Ich freu mich mit der armen ausgedörrten Natur. Und mache es mir daheim gemütlich. Den ganzen Tag. Keine dringende Arbeit, Artikel für April abgeliefert, gestern fürs Mütterlein eingekauft, es steht nichts an. Vielleicht endlich mal einen Schokokuchen backen, Pastateig machen....Das war jedenfalls der Plan. Aber dann rief um halb acht Uhr früh der Elektriker an. Er hätte jetzt die Kette, um die Lampe in Mutters Wohnzimmer zu verlängern. Super! Ohne Frühstück ins Auto, Elektriker empfangen. Wenigstens nahm er dankend eine Tasse Kaffee an - auch Elektriker sind um acht Uhr morgens Menschen. 

Aber heute abend - da wird's richtig gemütlich. Ich hab nämlich endlich entdeckt, wozu dieser englische Flohmarktlöffel gut ist: Mandeln zum Häuten aus dem heißen Wasser fischen. Anschließend die Mandeln in bestem fleur de sel wälzen und zu einem leckeren Schweizer Weißwein vor der Glotze verzehren. Unseren täglichen Tatort gib uns...
I had a dream: stay at home, enjoy the rain outside and do nothing, or failing that, as little as possible. Done Mum's shopping yesterday. My work for April is deliverd, May hasn't quite started yet since yesterday was a bank holiday in the UK.
It was not to be. At 7.30 a.m. the phone rang: the electrician is ready to put the chain on Mum's lamp. She is of course still in bed, as any normal human being would be, so I drove over in the lovely rain.  But tonight - I will really relax, with a nice chilled white wine - Swiss, believe it or not -  and salted almonds. Something I prepared and peeled earlier in hot water (so that's what the little slotted spoon from the car boot sale was for!) and coated in my finest fleur de sel. In front of the TV. With the rain pounding the windows.

Sunday, 1 May 2011

S wie Sonntagsausflug

Schön ist es, wenn der Regen an die Autofenster prasselt, der Himmel ganz dunkel ist und es daheim zum Kaffee die mitgebrachten Schmalzkiachl gibt. Ein Bilderbuchwochenende: Sonne, wenn man über den Flohmarkt auf der Theresienwiese wandert und nachher mit Freundinnen und Lieblingsnichten vor Cafés rumlungert und Sprizz trinkt (ja ich weiß - soooo out!). Regen sobald man im Auto sitzt, der Stadt gerne den Rücken kehrt und wieder auf den Landsitz heimfährt. Sonne beim Sonntagmittagessenssausflug, diesmal in Maxlrain kurz vor Aibling, wo ich mit meiner Mutter recht fein gegessen habe. Sonne auch anschließend auf dem Weibamarkt beim wunderbaren Pfeiffenthaler in Bad Feilnbach - ein festes Datum im Familienkalender, zweimal im Jahr. Ein Regenguss auf der Heimfahrt über Bad Aibling, links vorbei an Ostermünchen und Tuntenhausen, der das Auto wäscht und dann auf der Terrasse gleich meine neu erworbenen Pflänzchen wässert.  
 Mittagessen in Maxlrain - a quite nice lunch
 Bavarian still life - bayerisches Stilleben
 Kalbsleber mit welkem Wiesengrün und Griesschnitten -
calf's liver with fried semolina (like Polenta) under a slightly tired meadow
 Mutter kauft einen Ring - Mum buys a ring. Go, Mum, go!
 The making of a very Bavarian cake - Auszog'ne im Ayurvedabad

 Kiachl gibt's auch mit Kraut - also available with Sauerkraut. Hm.
 Lavendel, Tomate, Salbeiblüte, Basilikum - mein Kräutergarten kriegt Zuwachs
lavender, tomato, sage flower, basil...the beginning of a beautiful garden
What a pleasure when the rain is drumming against car windows, the sky dark blue, Sunday afternoon coffee and cakes waiting at home. A dream of a weekend: sunshine for the gigantic annual flea market in Munich, and for the pavement lunch outside the favourite café. Rain for the drive home to our country residence, glad to leave the big bad city. Sunshine for the Sunday lunchtime drive with Mum and the spring fair in a lovely country pub near the mountains. Rain battering - and washing - the car on the way home with our booty from the fair, The plants get a good watering back on the terrace, the car gets a badly needed wash and we get to eat our cake made by Mountain fairies.