Thursday, 30 June 2011

Terrassen-Essen

 Als Studentin im Wohnheim am Biederstein hatte ich "French doors" in den Garten, in London hatten wir ein handtuchschmales Gärtchen hinter dem Haus, und in München einen klapprigen Balkon. Aber nie zuvor hatte ich eine private Terrasse, es ist praktisch der letzte Schritt in den Picknickhimmel. Wenn mal die Sonne scheint. Aber wenn sie scheint, und der Steinboden ganz warm unter den nackten Sohlen ist, dann fühle ich mich wie in Venice Beach. Und seit ich entdeckt habe, dass die Tagine praktisch ein Eintopf ist, experimentiere ich derzeit viel mit diesem schönen Gefäß. Gestern - vor dem letzten Großen Regen - machte ich Couscous mit Gemüse. Einen Becher Couscous in die geölte Keramikbasis, die zweifache Menge Gemüsebrühe drauf (ich nahm die Alnatura), und das geschnipselte Gemüse. Ich hatte 3 Karotten, 1 Paprika, eine rote Zwiebel, Knoblauch, eine Stange Lauch und vier große Champignons.  Fehler eins - die Pilze, schmeckte nicht wirklich besonders. Nächstes Mal nehme ich stattdessen wieder die herrlichen Aprikosen. Fehler 2: den Halloumi mit in die Tagine zu tun - er pappte steinhart wie Kaugummi am Rande. Fehler drei: die Karotten müssen in Scheiben geschnitten werden. Aber es ist kinderleicht und trotz allem köstlich. Zwischendurch noch einmal Brühe dazugeben, damit das Couscous unten nicht anbrennt. Ich ließ es zwei Stunden bei 150° im Ofen. Dazu einen frischen Pfefferminztea, oder einen gut gekühlten Bianco Sicilia (bio auch noch)aus  den Weinkellern der Firma Aldi.
  
In my de-luxe students' residence I had my first French doors to a communal garden. In London, the four of us had a tiny but well-used back garden. In Munich, I had a rickety balcony I hardly dared sit on. But now - now I have reached al-fresco eating heaven, deckchair nirvana. When the sun shines, of course. Which it did until yesterday, and what with the warm marble under my feet, the lavender smelling gorgeous, and the tomatoes ripening I feel like I am on a permanent holiday (today: holiday over, it's raining cats,dogs and any number of pets). Still, yesterday I experimented with the Tagine again, it's LOVE! I oiled it, put a large mug of couscous in the bottom, covered it with bouillon (? broth? when is a broth a stock and when is it a bouillion?). On top, a number of chopped vegetables like carrots, red peppers, garlic, a leek, and a few mushrooms, plus herbs, and spices like paprika and harissa. I made three mistakes: one, mushrooms don't taste particularly nice cooked like that. Two, I didn't add enough stock and the couscous stuck to the sides. Three, I put some chopped halloumi in which just burnt to the sides and was impossible to get off afterwards - think chewing gum. And the carrots were too big, a bit al dente. Stick it in the oven, low temperature, a few hours, whatever. Add a nice bottle of chilled white wine (in a glass). Or mint tea, for authenticity.

Monday, 27 June 2011

Eine Geschichte von zwei Nachspeisen

Eine Geschichte von zwei Nachspeisen, zwei besonders ungewöhnlich guten und auch noch spektakulären Nachspeisen. Zuerst mal backte ich letzte Woche, angeregt von einer Fülle geblogter Erdbeertörtchen, ein paar Mürbteigböden in meinen kleinen Förmchen (sowie eine größere Tarte, als Nachspeise zur Tagine). Blöderweise habe ich in England nur je zwei gekauft, und hier habe ich so kleine noch nirgends gesehen.
Den Teig für die Törtchen mache ich aus 100g kalter Butter, 150g Mehl, einem Esslöffel crème fraiche oder saurer Sahne, und Zucker nach Laune - z.B. 3 Esslöffel. 
Vor dem Ausrollen mindestens 10 Minuten kühlen.
 Backen, abkühlen lassen und mit einer Mischung aus Quark, gezuckertem Schlagrahm, Zitronensaft und -zesten bedecken. Darauf dann Beeren kunstvoll arrangieren. Ich habe mit dem Melonenbällchenmacher eine Aprikose zu Aprikosenbällchen geformt - endlich eine Gelegenheit, ihn zu benutzen! Dazu schien durch den Küchenvorhang ein dermaßen bezauberndes Licht, dass ich gleich ein paar Kamerakunstwerke schuf.
A tale of two extra special puddings: the first one was a tartlet, inspired by umpteen blogs and the tons of berries available at the moment. For the base, I made my usual shortcrust pastry:
Knead together 100g cold butter, 150g flour, a spoonful of sour cream or crème fraiche, and something like 3 large table spoons sugar. 
Leave the pastry to cool in the fridge for at least ten minutes before rolling it out

After baking, let the tart bases cool completely, then spread with a mix of quark (or ricotta), lemon juice and zest, double cream and a bit of sugar. Arrange berries in the most tasteful possible way - I added some Apricots balled with a melon baller (how often do I get to use a melon baller?). The light from the kitchen window was magic.
Pudding Zwei gab es nach dem gestern beschriebenen Abendessen, Foster-Bananen, gefunden und gekocht von der nicht ganz unbekannten Rosa.  Ich kann dazu nur sagen, dass sie dank des zum Flambieren benötigten Rumanteils sehr fröhlich macht und durch den Kontrast mit dem selbst gemachten Vanilleeis ein Gefühl großen Wohlbehagens erzeugt. Ja, wir waren beeindrunckt.
 
The dinner on Friday at my old flat was crowned by this classic and yet adventurous pudding: Foster Bananas. The bananas are halved lengthways and cooked in a caramel sauce: melt sugar in a frying pan and add butter. It needs a lot of watching, because the sugar burns while you turn around to pick up your glass. Flambé at table!

They were served with a home-made vanilla ice-cream, and this daring enterprise completely sums up the creative approach of my hostess. Instead of boringly buying an ice-cream maker, she made the ice-cream in the freezer compartment. She mixed 
 2 small vanilla pods
50 ml milk
600 ml whipping cream
3 egg yolks
120 g fine sugar or powdered sugar
pinch of salt

boil the milk up with the scraped vanilla seeds and the pods
beat the cream, add yolks and sugar, then stir in the heated vanilla milk (sans pods).
All you have to do is take it out and stir it occasionally to break up the ice crystals, and it doesn't need a costly implement.
I recommend you try this at home! The amount of rum you need to flambée the dish at the table makes for some hilarity.

Sunday, 26 June 2011

Willkommen zuhause!

Am Freitag waren M. und ich zu einem ganz besonderen Abendessen eingeladen - nämlich in unserer früheren Wohnung. Wir "gaben" sie weiter an zwei besonders nette Menschen, die dazu noch ausgezeichnete Köche sind...besser wird's nicht. Bei der Wohnungsbeschau kennt man natürlich jede Ecke, jeden Ausblick, aber die Wehmut blieb aus. Es ist eben jetzt nicht mehr unsere Wohnung. Ein Heim ist dort, wo man morgens aufwacht, wo die eigenen Bilder hängen, wo man seine Nudeln kocht. Eine Wohnung ist erstaunlich flexibel und passt sich schnell an. Das Essen war großartig, sogar mit Klavierbegleitung, und es gab einiges zu lachen. Ich freue mich dass die wilde Kochkunst hier weiter blüht! Und die Nachspeise, das ist wie immer eine andere Geschichte...
 Viele Sonnenuntergangsfotos hab ich hier gemacht - many a sunset was photographed here
 
 
Hähnchenfilet mit Thymian und Rosmarin, mit Parmesan gefüllt und Parmaschinken ummäntelt,
Herb chicken breast in Parma ham, stuffed with parmigiano, with creamed polenta
 
KEIN Rosé, sondern ein Rotling aus Baden

Friday night I had dinner at home, to be precise, in my former home. It so happened that some very nice people were looking when we moved out and we handed our flat over to them (sob!). It couldn't have gone to more deserving folk: they happen to be the most amazingly good cooks, and they cooked a pretty amazing dinner for us. As I wandered through the rooms, I realized with a sense of relief that this most certainly was not our flat any more. I enjoyed the familiar views from the windows, but the rooms themselves had become just rooms, to be filled with whatever life people bring with them. Home is simply where you cook your pasta and brush your teeth, where you hang your pictures and get up in the mornings. Home is where your heart is, and your butt. Thanks to R. and O. for a beautiful dinner, and for continuing the tradition of adventurous cooking!

Friday, 24 June 2011

Tajine de luxe


Ein weiterer Tag grüner Dschungel mit Schnürlregen. Zum Glück hatte ich heute drei Projekte, die sich hervorragend für solche Tage eignen - erstens, meine erste Tagine zu kochen, zweitens mit Evi und Luisa unser Jodeltrio zu perfektionieren, drittens zusammen zu essen. Eine Freundin, die jeden Winter durch Marokko gondelt, hat mir eine echte, zwei Tonnen schwere Tagine mitgebracht, und in Bollis Kitchen fand ich ein Rezept, wie ich es liebe: kein Drumherum, Zutaten, Methode, Schluss. Und Leute, es funktioniert und schmeckt einfach großartig. Ich hatte beim Grafinger Metzger Heimann (the best! die kennen jedes Tier so ungefähr beim Namen) vier Henahaxn (aka Hühnerschenkel) gekauft, die ich in der angegebenen Marinade einlegte. Confierte Zitronen hatte ich natürlich nicht da, dafür habe ich eine kleine Biozitronen in Scheiben mit mariniert - auch gut. Safran? gibt es nicht in Grafing, hab ein bisschen Kurkuma zwengs Farbe genommen. Espelette? Guter Biopaprika tut's auch. Und so weiter, adaptieren, improvisieren...Das einzig authentisch marokkanische Gewürz, das ich im Haus habe, ist Harissa, und das vergaß ich reinzutun. Dafür einen Schuss Zimt. Und niemals die Aprikosen weglassen. Als Beilage machte ich den Energiespar-Reis, wie immer im Bett.
Nach drei Stunden im Ofen (ohne Umluft) bei 160° - Hollaradirü! Ich koche Fleisch ab jetzt nur noch in der Tagine (gleichzeitiges Muskeltraining). Jodeln wie immer eine Freude, Essen ein Fest. Nachspeise gab's auch, davon mehr morgen.
Another day in the green jungle with rain, rain, rain. Luckily, I had three projects on that are ideal for a rainy day. Cooking my first tajine, perfecting our yodelling trio, and then: test the tajine.
In the French/German blog Bollis Kitchen I found the kind of recipe that I like - straight to the point, no frills. I didn't have lemon confit, you have to actually make it two weeks in advance, I used a thinly sliced organic lemon. Neither did I have saffron, so I cheated and put turmeric in for colour. I also added some peeled chopped tomatoes. Basically you can do what you like as long as you marinate the meat in olive oil seasoned with garlic, ginger, lemon and saffron, if you have it. Good pimenton or paprika will do instead of fashionable Espelette. Adapt, improvise, make do, etc. The only authentic Moroccan spice, harissa, I actually have I forgot to put in. Instead I added a dash of cinnamon - brilliant. And never leave out the apricots, they add the magic flavour. After some 3 hours in the oven at 160° it tasted divine, served with energy saving rice. From now on weight-lifting tajines will be my favourite way of cooking meat. There was also pudding, more about that another time.

Wednesday, 22 June 2011

Eine feuchte, blühende, stürmende, himmlische grüne Hölle



This is what country life looks like. Flowers budding like crazy - my mollycoddled city balcony plants are enjoying their holiday in the country. Green stuff everywhere, birds tweeting strange tunes (ringtones? maybe they are actually twittering?) Tractors, horses, clip-clop, clip-clop. One minute the sun shines, two seconds later a threatening black wall of clouds discharges another ton of rain and flings the terrrace furniture about (like, just now!). Pass the Pimms!
Ja so schaut's aus auf dem Land. Blumen überall, grün wohin das Auge schaut. Meine städtischen Balkonpflänzchen haben die Wellnesskur überstanden und toben sich hier so richtig aus. Vögel singen abenteuerliche Tonfolgen, Schnecken fressen sich an meinem Basilikum voll.Der Verkehr, das sind Traktoren und Radler, und immer wieder Reiter. Wir leben nämlich hier auf einer Achse von Gnadenhöfen und Reitställen. Jetzt ist es Abend, und zwischen zwei Gewittern gibt es einen Pimms auf der Terrasse.

Tuesday, 21 June 2011

Dieses Wochenende gab es...

Landregen wird sichtbar durch zweimaliges Klicken auf das Bild!
Three things of note happened this weekend.
The weather was atrocious. One gets very close to the weather in the country, and it's easy to take heavy rain quite personal after a while. But on Sunday, the favourite niece came for a family visit. So I baked a chocolate and pear cake. Until we moved I had been able to buy it from my lovely deli just down the road. Now, down the road is a farm where we get milk directly from the cow, nothing else.
I concocte this recipe from various sources: beat 4 eggs with 125g sugar. Add 150g soft butter, beat some more. Grate 50 g or so chocolate into the mix, then 2 large spoonfuls of good cocoa mixed with 300g flour and half a packet of baking powder. Drape the peeled pears over the dough and bake for about 30 minutes at 180°.
And finally, today we were now connected digital satellite TV. I am sure you all have 150 channels at home, and convinced we will get as blasé as you with channel hopping at some point. But that point might not arrive until next spring.
I am now able to watch Later with Jools, the umpteenth repeat of Inspector Linley, the L-word (Jennifer Beals, Pam Grier and Cybil Sheperd playing Lesbians - does telly get any more exciting?), news on Al-Jazeera and, if things get really desperate, there's a dozen home shopping channels.
Oh - today is the beginning of summer, by the way.
Drei Ereignisse hellten dieses feucht-düstere und doch so grüne Wochenende auf. Da war erst mal der Blitzbesuch der Lieblingsnichte. Dazu gab es einen Schoko-Birnenkuchen, den ich in München immer zwei Häuser weiter bei der Käsemaus kaufte (seufz), aber hier sind wir auf dem Land, und die nächste Kuchenquelle ist eine Autofahrt oder eine kräftige Steigung mit dem Rad entfernt.
Motivation ist alles, also gelang mir der Kuchen, indem ich aus verschiedenen Rezepten zu dieser Lösung kam:
 4 Eier aufschlagen, mit 125g Zucker und 150g weicher Butter die zu einer feinen Creme geschlagen sind, vermischen.  So 50 g Schokolade dazu reiben, dann 2 große Löffel guten Kakao mit 300g Mehl und einem halben Päckchen Backpulver mischen und darunterheben.  Die geschälten Birnen so schön wie möglich auf den Teig legen und dann ca. 30 minutes bei 180° mit Umluft backen. Und nachschauen!
Ausserdem kam heute der Fernsehspezialist und brachte uns die neue Digitalsatellitenbox. Ja, ich weiß, außer uns hat schon alle Welt 150 Kanäle, aber bei mir ist jetzt die nächsten Monate erst mal Sofa und Fernbedienung angesagt. Ich hoffe es regnet weiter, und die Wiederholungen der alten ranzligen englischen Krimis laufen und laufen....
Heute ist übrigens Sommeranfang.
Ein sonniges Omelette mit, äh, Eiern, Frühlingszwiebeln, Schinken, Zucchini und Petersilie.
Ich habe es mit einem Teller über der Pfanne umgedreht. Oft gelingt es, manchmal nicht.
--------Frittata with spring onions, zucchini, ham and parsley. And eggs, ha ha
I flipped it from the pan onto a plate to turn it round. Sometimes this works.--------

Friday, 17 June 2011

Freie Tage

Im Steinsee bin ich jeden Tag geschwommen, abends mit den Freundinnen im Garten gegessen und gesessen, von Rosen umrankt. Nach dem Einkaufen, vor Panik  gegen das Gewitter anschreiend, heimgeradelt, nachts blitzt und regnet es. Kein roter Mond zu sehen, aber es gibt oft Erdbeeren. Donnertage. Ich blättere in Kochrezepten - Tagines, Quesadillas, Torten, gefüllte Eier, Baisers.. Aber die Arbeit lauert schon hinter der nächsten Ecke, die freien Tage sind bald vorbei.
I have been swimming in my local woodland lake every day, sitting in a friend's garden after dinner, among the climbing roses. Quickly riding my bike away from a thunderstorm after shopping, screaming in panic. At night flashes of lightning, heavy rain. I did not see the red moon, but there are plenty of strawberries around.  I dream of making tagines, gateaux, devilled eggs, quesadillas, choux pastry....Days of thunder, work is already lurking around the next corner, the end of these free days.

Wednesday, 15 June 2011

Intuitiver Hefeteig

Der Hefeteig! Jetzt habe ich selber erlebt, er ist unverwüstlich. Nachdem ich ein Leben lang "Angst" vor Hefeteig habe, ist mir jetzt jegliche Berührungsscheu vergangen. In einer Woche hab ich schon zwei Pizzas gemacht, und mein nächstes Projekt ist dieser Kranz, gesehen bei der Kaltmamsell. Gestern machte ich wieder einen Hefeteig. Ich mach den jetzt bewusst so gschlampert wie möglich, um den Dreh zu kriegen "trial and error", sozusagen.
Gestern, ca.15h: Ich nehme (ungefähr) einen halben Würfel Hefe, lege sie in ein Häufchen Mehr und rühre sie zu einem Vorteig an. Mit einem Geschirrtuch zudecken und vergessen.
Zwei Stunden später: Ach, ich habe ja diesen Hefeteig angesetzt! Teig ist ein bisschen aufgegangen. Schütte noch ein paar Schäufelchen Mehl in die Schüssel, einen Schuss guten Olivenöls, und verknete alles, bis es sich wie ein Teig anfühlt (noch etwas Mehl, noch etwas kneten, usw).
19.30h: zu spät! Jetzt müssen wir eben Pasta kochen. Pizza ist dann morgen. Der Teig ist super aufgegangen, ich knete ihn nochmal durch und lege ihn im Küchentuch in den Kühlschrank.
Heute morgen: Teig kommt offenbar beleidigt aus dem Kühlschrank, etwas krustig. Ich knete und knete und lasse ihn nochmal ruhen. Er geht noch ein wenig auf.
Mittags: ich ziehe und rolle ihn aus, bestreich ihn mit Olivenöl und belege ihn mit allem, was der Kühlschrank und der Garten hergibt (schon wieder Salbei!). 25 Minuten später: eine wunderbar wolkige Pizza/Schiacciata/Hefebrotkreation. Die getrockneten Tomaten sind leider verkohlt, also lege ich frisch gebackene Ofentomaten drauf.

Most of my adult life I have been afraid to attempt yeasty doughs. How easy it is to make, after all, once you just try it out. After a series of pizzas made by trial and error, I feel quite confident to just mix a dough together, and yesterday I saw how indestructible it is. I started making it for dinner, by crumbling half a square of fresh yeast (use a packet if you can't get fresh) in some flour and pour warm water over it to make a little muddy dough. Then I left it. By the time I remembered it, it had risen quite respectably - there is something so...organic about it. I kneaded in some more flour and olive oil, until it felt smooth and dough-like. Then, I forgot it for another couple of hours, by that time it looked about 8 months pregnant but it was too late for dinner. So I kneaded it down, stuck it in the fridge, wrapped in a tea towel, and made pasta for the returning hero. This morning, I remembered: pizza!
 Der Olivenentkerner in Aktion - olive pitter in action
PIZZA TV
The dough was cold and sulked a bit, but after some slapping around it relaxed and rose again. Then I pulled and rolled it out, since I can't do the thin, thrown-in-the-air variety  just yet. Put various good things on it, such as olive oil, sage and rosemary from the garden, goat cheese, pitted olives and sundried tomatoes. After some 25 minutes, sundried tomatoes have turned to coaltar, so I stuck some oven-roasted fresh tomatoes on. The pizza is beautifully done, quite thick, more like Turkish bread, and delicious.

Tuesday, 14 June 2011

Gurkentage

Eines unserer Sonntagsvergnügen mit meiner Mutter ist es, neue Gasthäuser zu entdecken. Am sonnigen Pfingstsonntag gurkten wir mal wieder durch das bayerische Oberland. Auf dem Heimweg von Harthausen, wo eine Freundin meiner Mutter in der Reha ist (ein schrecklicher Ort, der alle möglichen Zivilisationssünden auskuriert, ich bete dass ich da nie hin muss), kamen wir zu einem Dorf mit dem schönen Namen Jarezöd, von dem meine Mutter wusste dass man ihn "Dred" ausspricht. Und so fanden wir auch bald eine Wirtschaft, die sich "Wirt von Dred" nennt.  Ein zauberhafter Biergarten mit Blick auf den Geigelstein und den Wendelstein, auf die unsere Mutter uns schon im zartesten Kindesalter hinaufgelockt hatte. Bedienungen im Dirndl, die aber auch bayrisch konnten. Das Publikum eine Mischung von Lederhosen, kleinen Mädchen mit sauberen Zopffrisuren, coole Pärchen aus der Stadt und übergewichtiger Landjugend, die ihren Kindern Berge von Pommes und frittierte Würstl bestellten "damits aa so gwampert wern wia sie", wie Mütterlein fachgerecht kommentierte. Wir teilten uns einen Teller Kässpatzen - ich habe festgestellt, wenn wir uns was teilen, dann setzt der Futterneid ein und Mum isst mehr als wenn sie allein im Teller rumstochert. Und außerdem ist das Klo beim Ausgang, was für alte Menschen ungeheuer wichtig ist, denn in vielen Wirtschaften ist Klo gleich Wanderung in den Keller und daher unerreichbar. Den Wirt von Dred kann ich für Ausflüge mit gebrechlichen Menschen sehr empfehlen.


One of our best Sunday entertainments with Mum is finding new country pubs to have lunch in (or out, weather permitting). This past Whit Sunday, following a visit to a friend of Mum's who is recovering from a hip operation (oh Lordy, protect us from rehabilitation clinics) we drove through a beautifully sunny Alpine landscape and happened upon a little village with a gorgeous inn and beer garden. The view: mountains and chestnut trees, the menu: Bavarian with added salad. The waitresses wore dirndl, in a traditional way. The clientele was a mixture of locals, a couple of Big City bohemians, lederhosen and overweight youth with lively children who were fed that children staple, fried sausage and chips "so they can get as corpulent as the parents", as my mum remarked, drily. We shared a local pasta dish with cheese and a salad. I have noticed that Mum eats more greedily when we share, instead of picking off a plate that she invariably complains is "far too much".  The "Dred" Inn in Jarezöd, as it's called, was a real find. And the toilets were not in the cellar, a well-known horror scenario for the old and infirm.

Monday, 13 June 2011

Something for a rainy Sunday

Regenbogenkuchen waren mir als Kategorie bisher nicht bekannt, bis ich diesen Post bei Ms Marmitelover sah. Ich beabsichtige nicht, mich daran zu versuchen aber - ihr BäckerInnen unter euch - schaut euch das im Titel eingelinkte Kuchenvideo an.
I didn't know that rainbow cake was a baking category until I found this (above picture) courtesy of Ms Marmitelover . I just had to share it - watch the video embedded in the title.

Sunday, 12 June 2011

Geht doch!

Gestern habe ich wieder mal Mayonnaise gemacht, und es hat endlich funktioniert. Es ist tatsächlich einfach, wenn man es einmal hingekriegt hat - bisher ist mir die Mayo ja nie gelungen, es wurde immer ein unansehlicher Baatz.
Schritt1: das Ei oder die Eier mit Salz richtig lang aufschlagen (hab ich mit elektrischem Handrührer gemacht). Eier müssen zimmerwarm sein!
Schritt2: das Öl (Einfaches Speiseöl - kein Olivenöl, das wird bitter. ) langsam reinträufeln, aber es macht scheinbar nichts, wenn mal ein größerer Schuss daherkommt.
Schlagen, schlagen, schlagen. Ich habe zwischendurch mit einem Teelöffel die Konsistenz probiert, bis die Mayo nicht mehr flüssig war.
Meine Freundin Constanze hat recht: man glaubt nicht, wieviel Öl ein Ei aufnimmt.
Schritt3: Zitronensaft reinmischen, ich habe auch etwas Senfpulver mitgemischt, Senf geht wohl auch. Noch mal durchmixen. Fertig.
Meine Freundin Lola sagt dazu noch, man solle das Rührgefäss nicht bewegen.
Yesterday I managed for the first time to make mayonaise, and once you have understood how easy it is to make it, you can whip it up in your sleep.
this is what you do:Beat the egg(s) and some salt with an electric whisk for a good while until it becomes foamy. Use egg(s) at room temperature.
Then dribble in your oil very slowly, all the while whisking away. It doesn't matter if you pour rather than dribble the oil towards the end. Use good vegetable oil, I don't like to use olive oil as I find it makes the mayo taste bitter
At the end, dribble some lemon juice in. I also added a teaspoonful of mustard powder.
Don't be surprised at the large quantity of oil an egg can absorb!
And try not to move the container in which you mix the stuff.
I found it as easy as A-B-C, after producing runny, inedible gunge for years.

Friday, 10 June 2011

No comment

Ich habe in den letzten Tagen bemerkt, dass ich bei manchen Blogs keine Kommentare hinterlassen kann - nicht mal anonym. Ich möchte besonders Arthurs Tochter und dem Team von 180° sagen - ich war da und bin sehr begeistert, besonders von AT's Rezeptsammlung!
Diese beiden Fotos meiner beiden Blues Brothers John und Tony haben mich heute an diesem düsteren Regentag sehr erheitert. Frage nicht.


These holiday snaps from Scotland from my two old and very cool friends John and Tony might amuse you. They may also offend - don't complain to me.

Thursday, 9 June 2011

Das Gute aus dem Garten

Auf Anregung von Conny habe ich Salbei recherchiert - ich will schließlich nicht Schuld sein wenn sich jemand kulinarisch vergiftet! Also, so sieht es aus:
Achtung! Giftige Heilpflanze
Die Liste könnte fast beliebig fortgesetzt werden. Nur sollte eines bei allen Anwendungen bedacht werden. Salbei gehört nämlich zu den Pflanzen, die nicht über längere Zeit in hoher Dosis eingenommen werden sollte. Das enthaltene Thujon ist bei einer Überdosierung (mehr als 15 g Salbeiblätter pro Tag) giftig.

Daher sollte Salbeitee oder Zubereitungen aus Salbei nicht nicht auf Dauer angewendet werden. Beschwerden äussern sich in beschleunigtem Herzschlag, Hitzegefühl, Krämpfen und Schwindelgefühl. Auch und gerade während einer Schwangerschaft sollte auf Salbeizubereitungen komplett verzichtet werden.
Die richtige Dosierung
Eben aus oben genanntem Grund sollte die Tagesdosis von ca. 4 bis 6 g Salbeiblätter nicht überschritten werden
.
 Wer hätte das gedacht! Mir hat Salbei bisher noch nicht geschadet, er wächst so schön auf der Terrasse und frittiert in Butter oder Olivenöl veredelt er jede Pasta. 
One reader of my blog pointed out that sage, when eaten (or drunk as a herb infusion) in large quantities can be poisonous. Being a responsible blogger, I checked it out, and in many German language sites there is a wealth of warnings, while the English language ones seem to focus more on questions like "do sage leaves make you high?" Looks like many herbs are toxic when eaten in very large quantities, so, to be on the safe side stick to not eating more than 4-6 leaves a day. I ate about ten yesterday on my buckwheat noodles and I am still around.....aaaarghhh...not feeling too good...

Tuesday, 7 June 2011

Kitchen talk - Küchenlatein

Ich bin mit meiner neuen Küche sehr zufrieden - viel mehr Arbeitsflächen, so viel Licht! ein neuer Herd! Umluft! ein Riesenkühlschrank!
ABER: was ich wahnsinnig gern hätte ist eine Spüle so groß wie ein Schweinetrog, wo ich Geschirr reinstellen kann und daneben Siebe abtropfen, Salat waschen, kalten Kaffee reingießen...und so weiter
Die Geschirrspülmaschine hilft mir dabei überhaupt nicht, weil ich bestimmte Sachen ja ständig brauche: die Haken vom Teigrührgerät, die Parmesanreibe, meine schönsten Schüsserl...ich kann doch das Zeug nicht tagelang in der Geschirrspüle liegen lassen, bis es sich endlich lohnt, sie anzuwerfen. Ich denke, langfristig kommt das doofe Ding raus und wird ein Schweinetrog eingebaut. Nach einem weiteren Tag des Herumexperimentierens kam mir in den Sinn, warum Frauen eher selten zu Gourmetköchinnen aufsteigen. Man ahnt schon beim Kochen, dass man all die kreativen Teller, Töpfe, Schaumkellen, Schaumschläger, Schüsseln, Seiher, Olivenentkerner, Gemüsereiben und Bratreinen selbst abspülen muss, anschließend abwischen, saubermachen, aufräumen. Irgendwie steht das Praktische der Kreativität im Weg. Schön wäre es, den netten Skateboarder - Küchenhilfe in unserem damaligen Londoner Café - in meiner Küche zu haben...

Heute gab es: Buchweizennudeln mit in Olivenöl leicht gebratenem Salbei, Oliven, Knoblauch und Radicchio. Das Meringue-Rezept aus dem Süddeutschemagazin ist mir nicht gelungen (irgendwelche 200% sicheren Rezepte?), also nur Erdbeeren mit Schlagsahne - zu dumm.
Today's dinner: Buckwheat noodles with sage from the garden, radicchio, black olives and garlic, fried in Olive oil. The meringue didn't work - anyone got a fool-proof recipe? So it was just strawberries and whipped cream, Tough shit.

I really love my new kitchen, so much more work surfaces, so much light! a new cooker! circulating air! a huge refrigerator! BUT: what I would really really like is a sink as big as a pig trough, big enough to put all the washing up in, with space to knock a sieve dry, to wash lettuce, to dump my cold coffee...The dishwasher is no help at all, because I can't wait four days to have my best cheese grater cleaned. I think I will have to get rid of it at some point and have an industrial size sink put in. After another day of experimenting - more or less successfully -  I have an idea why women rarely rise to the dizzying heights of so-called gourmet cooking. It's because we know while we cook that all those colanders, knives, graters, plates, bowls, olive pitters, melon ballers and lemon zesters, the Le Creuset and the wok are all going to have to be washed afterwards. The mundane gets in the way of creativity every time. There is no wife/ kitchen porter to clean up our mess. I wish I had James here to help, that nice young skateboarder who cleaned up the kitchen in our London café.