Wednesday, 31 August 2011

Glüh weiter, Birnchen!

Ich muss jetzt auch was zu Glühbirnen sagen, weil ich grad mit Luisa eine Lagebesprechung hatte. Wir haben nämlich auch welche gebunkert, aber eher unabsichtlich. Die sind nämlich fast nicht kaputtzukriegen! Im Schlafzimmer hängt noch eine Birnenlampe, und diese 150-Watt-Birne hat schon mein Schlafzimmer in London und das Bad in München beleuchtet - gute 15 Jahre lang! Zwei Umzüge, und leuchtet und leuchtet. Ganz stromsparend verbraucht sie auch weniger Strom als die drei Computer des Hauses...ganz zu schweigen von Plasmafernsehern, die ja völlig legal sind obwohl einer davon ein ganzes Kraftwerk beansprucht. Und das deutsche Volk, das vieles ermattet hinnimmt, rebelliert wie ein Mann gegen die giftigen Stromsparer und hamstert 100-Watt-Birnen.
On the topic of lightbulbs: Germany is hoarding 100-watt bulbs, united in a silent, completely uncoordinated protest. The bulbous item is about to be outlawed as too energy-consuming! Never mind the computers every household is encouraged to stack up, the gigantic plasma TV sets one of which needs a whole power station to keep it going. The innocent, beautifully named lightbulb (glow-pear in German, a language that is never less than literal) has to bite the dust. And yet, they last forever: the 150 watt bulb in this snail-shaped lampshade has accompanied me for 15 years, from London to Munich and out to the country, where it is mildly illuminating the bedroom.

Monday, 29 August 2011

Abenteuer in der Kulinarik

Gestern bezwangen wir ihn , den gefährlichsten Achttausender auf der Speisekarte beim Huber in Oberndorf. Die Portionen sind dort ja sowieso zugeschnitten auf große ländliche Sitzhöcker und voluminöse Dirndl. Aber der Schwan, dieser Windbeutel, der ist besonders gefährlich mit seinen mindestens 8,000 Kalorien. Und gestern machten wir eine Tour, ganz ohne Seil, en famille. Und so schafften wir es endlich hinauf in den Kuchenhimmel.
Yesterday, Sunday in the country. What do you do? you eat. On Sundays, we usually eat with Mother, and yesterday somehow we found the inner strength to scale that north face of the dessert experience, The Swan. Over the past years, we often admired people who ordered AND ate the monstrosity. This time, we were ready for that macho among cream puffs, filled with ice cream. We ate as a family. Reader, it was good.

Saturday, 27 August 2011

Ende der Apfeltrilogie


Kann man das Thema Äpfel besser abschließen als mit einem Apfelkuchen?
Mit einem Boden aus 500g Mehl
250 g Butter
einem Ei und einer Schaufel voll Zucker (ich schätze es waren 120 g?),
belegt mit diesen wunderbaren Äpfel und ein paar gekauften Brombeeren.
Dann bestrichen mit meiner Aprikosenmarmelade Marke Eigenbau, in etwas Wasser angerührt.
Ich fühle mich jetzt praktisch wie eine richtige Hausfrau.
Zur Rückkehr des Winters heute passte das heute ganz gut, vor allem mit viel Schlagrahm. Wir hatten Besuch von meiner Freundin C. mit Familie, die uns halfen, den Kuchen zu essen. Der 6-jährige fragte ganz enttäuscht: "Habt ihr keine Sprühsahne?" Nein, wir sprühen sie nicht - wir sind ganz brutal und schlagen sie!














   


Wir nennen das "Apfelbutzen" - wie heißt das anderswo?
Are there 101 names for apple cores in English?
Is there a better way to finish off the subject of apples than with an apple tart?
I made it this morning, with a base made of 500g flour, 250 g butter, a ladleful of sugar (I guess about 120g) and an egg. The lovely apples were cored and halved, I added a few blackberries (bought; I haven't had a chance to find real ones yet) and glazed the cake with home!!made apricot jam.
Yes, I am a proper little old housewife now.
The cake coincided with the end of our mini heat wave, and we had help eating it from C. and her family. The 6-year old asked "didn't we have any spray-on cream", to which I could only say sadly that we are a very brutal household and we whip our cream. 

Thursday, 25 August 2011

Es geht auch getrocknet

 So essbar sehen die aus - this is how edible they look
und so kann man sie auch eine Zeitlang aufheben-this way, they keep a while

Nachdem ich irgendwo gesehen habe, dass man Äpfel ohne weiteres trocknen kann - wie auch Tomaten - wird dies mein nächstes Experiment. Einen Kernhausausstecher habe ich. Angeblich geht es in einem in der Sonne geparkten Auto am schnellsten! Da die Hitze laut Voraussage bald vorbei ist, werde ich im Backofen bei 80° weiter trocknen
I saw somewhere that you can home-dry your apple rings. Took the core out with a - you guessed it! corer, cut them into thin slices and put them out in the sun. Apparently placing them in a closed car, parked in the sun, is the most effective drying method. Since the sun is predicted to be on the way out, I might continue in an oven at 80°.

Wednesday, 24 August 2011

Was tun mit den vielen Äpfeln?


Eine Frage, die ich mir zum ersten Mal in meinem Leben stelle. Was für ein Luxus!
Jeden Morgen gehe ich in den Garten um aufzusammeln, was der Apfelbaum über Nacht abgelegt hat.
Essen ist eine Alternative. Und letzte Woche machte ich zum Beispiel Apfelmus, indem ich die Äpfel mit Stumpf und Stiel zusammenschnitt, kurz mit etwas Zucker kochte und dann das Ganze durch einen Drahtseiher trieb. Ich fülle es in Weckgläser und bewahre sie im Kühlschrank auf. Ein paar Wochen bleiben sie frisch.
Dazu kann man zum Beispiel Kaiserschmarrn essen.
Für zwei Vielfraße oder vier Nachspeisen vier Eier trennen. Eiweiß zu Schnee schlagen. Eigelb mit Mehl und Milch mit Schneebesen zu einem gerade noch flüssigen Teig verrühren.Etwas ruhen lassen, dann Eiweiß drunterheben, in Butterschmalz ausbraten. Ich habs hier mit Öl gemacht und das sieht nicht so schön aus und schmeckt auch nicht ganz so gut. Wenn der Pfannkuchen fest wird, mit zwei Pfannenwendern (heißen die so?) zerreissen und fertigbräunen. Zimt und Puderzucker drüber, essen. An Guadn.
What to do with all those apples? A delicious problem that is raised for the first time in my life, when I walk through the garden in the morning and pick up the lovely juicy apples our tree has dropped during the night. Eat them, of course. I also make apple sauce by cutting the whole apples into bits and cook them with some sugar until they are soft. Then push them through a mesh sieve.
Now eat your apple sauce with that Alpine classic, Kaiserschmarrn.
For two greedy pigs, use four eggs, separate them, beat the egg whites into peaks.
Mix the yolks with enough milk and plain flour to make a dough that is just pourable.
Leave to rest a while, then fold in the peaks and bake. What you have is a very fat pancake which you rip to pieces with the help of two fish slices. Sprinkle with cinnamon and powdered sugar. Share and enjoy.

Monday, 22 August 2011

Heimatfilm

Im Frühtau zu Berge war es nicht gerade, fallera:
es war schon 10 als man beim Dorfwirt in Törwang vor den ersten Weißwürsten saß.





Wieder einmal hatte der geniale Erich Sepp  zu einer Jodelwanderung eingeladen. Schöner geht's nicht: ein Grund in die Berge zu fahren, singen, schwitzen, einkehren...
An outing with an informal singing group offered a reason to spend a glorious summer day in the mountains, walking sweating singing eating...what could be better?
Jodeln beim Aufwärtssteigen - das macht fit. UndWirtshäuser gibt es auch genug hier - dazu mehr an anderer Stelle...
there is no shortage of wonderful country pubs and mountain alms around here...food report at a later point
Früh übt sich wer ein Dirndl werden will - get them young into the dirndl habit
Blick über den Samerberg. Diese Gegend ist soo schön, so leicht zu erreichen und machbar auch für gehfaule Menschen.
View over the Samerberg area, which is quite near where I live and so lovely to walk through.
Geht's noch?
A bisserl knickert ist das Bayrische Fernsehen schon: die Kameraleute teilen sich einen Wurstsalat..
Two camera crew for the local TV station, having to share a humble meal...
Hier interviewt die Tochter der bayrischen Volksmusiklegende Wastl Fanderl, Regina Fanderl, die Teilnehmer für den BR
The daughter of Bavarian folk music legend Wastl Fanderl (the Bavarian Woodie Guthrie) interviewing participants for a programme on local TV which has discovered the lure of popular folk songs in a big way
Musiker vom Samerberg - im Hintergrund lauert der BR
Local brass players, TV camera lurking in the background
Am Ende des Wanderns, Schwitzens und Singens fuhren A. und ich noch Richtung Riedering zum Tinninger See. Old school Badevergnügen: Kinder plumpsen vom Sprungbrett in den See, Mütter im Bikini, Steckerleis und kichernde Teenies. Oh heile Welt, wie ich sie früher verachtete und wie ich sie jetzt überall zu schätzen weiß.
At the end of this wonderfully hot and sweaty day A. and I found a woodland lake to dive into and cool down, an idyllic family place that reminded me of my own childhood bathing outings.

Friday, 19 August 2011

The Datschi Diaries


Eigentlich schreibe ich diesen Post hauptsächlich weil mir dieser Titel eingefallen ist.
Nach dem genialen Klassiker-Datschi von gestern habe ich eine Art Zwetschgenpizza gemacht, mit meinem bewährten dünnem Quarkblätterteig. Auch gut, vor allem mit Schlagrahm.
Ansonsten: Der warme Südwind bläst durch den Bambus auf der Terrasse. Die Sonne lacht auf auf meine trocknende Wäsche. Der Nachbar mäht wieder den Rasen. Meine Tomaten haben nach all dem Regen ihren Geist aufgegeben.
Und ich und die gesundende Schwester besuchten unsere Mutter und machten Fotos, um ihr zu beweisen wie cool sie aussieht: "Ah geh...I bin doch so greislich.." Das lassen wir natürlich nicht so stehen.
Really, this post was only written because I had to market my hilarious headline. You may have gleaned by now that Datschi is the Bavarian plum cake (what do you call it?). To follow up yesterday's majestic classic Datschi, I made a kind of plum pizza with my favourite puff pastry. Very nice, especially with whipped cream.
There is a warm, southerly wind playing in the trees and the bamboo hedge. The sun is kissing my laundry dry. The neighbour is mowing his lawn, again. My tomatoes have finally given up and kicked the bucket.
Also, my sister (getting much better) and I dropped by Mum and took several pictures to prove wrong her recurring moan of  "I am sooo ugly!" She is but one representative of coolest 90-year-old generation ever.

Thursday, 18 August 2011

Zwetschgendatschi - the real thing

Nachdem ich gestern Marmelade gemacht hatte, kam heute die Nachbarin und brachte mir zum Dank den Zwetschgendatschi, den sie gemacht hatte. Ich muss alle meine Vorurteile gegen Hefeteig (langweilig, hart, geschmacklost, nicht fett genug usw.) revidieren. Dieser Datschi ist ein Traum an Leichtigkeit und Geschmack. Werde das Rezept erfragen und ausprobieren
After busying myself with jam making yesterday, I was rewarded by a plum cake our upstairs neighbour made to thank us for the bucket of plums. I had to get over all my prejudice against plumcake on yeast pastry (dull, heavy, not fatty enough etc.). This cake is a dream of fluffyness and flavour. Must get recipe and experiment.
 Despite holidays, sunny weather, plum invasion and general summery slackness, my work seems to have picked up pace. My sick sister helped by volunteering to do some of the most tedious research while she couldn't speak. Today, she was well enough to have a little walk and we went down to our idyllic local stream. Here I am having a "swim" in the icy cold water - she was only allowed to dip her legs in.
Trotz Südtirol, Sonnenschein, Zwetschgenattacke und allgemeiner sommerbedingter Arbeitsblocks scheint mein Projekt fortzuschreiten, bei gleichzeitig zunehmender Wurschtigkeit. Luisa half mir mit den langweiligsten Recherchen während sie nicht sprechen konnte. Heute sind wir schon zur Moosach runtergegangen und ich habe im eiskalten Wasser gebadet!

Wednesday, 17 August 2011

Immer noch Sommer, diesmal mit Marmelade

Gestern fuhr ich übers Land zu Luisas Leib-Automechaniker und kam mit zwei Eimern bester Zwetschgen wieder zurück.  "San Sie Leitertauglich?"fragte er mich am Telefon. Da ich nicht sofort begeistert JUHU schrie, hatte er sie gleich selber runtergeholt, und so standen zwei Plastikeimer voll Obst zwischen den Reservereifen und alten Peugeots in seiner Werkstatt. "I hob ma scho an Datschi gmacht", sagte er, errötend. Wie süß ist der! Ich machte mich sofort daran, sie zu entkernen, gab aber nach einem Eimer auf - den zweiten kocht jetzt die Nachbarin ein.  
Die Marmelade machte ich diesmal mit normalem Zucker und Zitronensaft, Gelierzucker  2:1 hatte ich nur noch 100g. Kochen, in saubere Gläser füllen, Kopfstand. Es klappte trotzdem, etwa 8 Gläser feinster Marmelade wurden erzeugt und es bleibt genug für einen Datschi, demnächst, versteht sich. Erst mal frühstücken.

My sister has a garage whose owner is more like a benign uncle than the cowboy rip-off artist one has become used to. In his courtyard - we are talking about deep country here - is an old plum-tree, which she admired. So, the other day he phoned to say "plums are ready, and - can you climb ladders?" My brief hesitation seems to have told him what he needed to know. So when I drove there yesterday, plums were already neatly packed in buckets. Two of them, between the old Peugeots and spare tyres. Slight panic stations, I am not in mass catering. Our upstairs neighbour very kindly offered to take care of one bucket, so I stoned and cut up the rest of them and made jam.
Method: Simply add one part granulated or caster sugar and the juice of a lemon to two parts fruit, boil it a while and fill in clean jars, which I stand on their heads after filling, because that's what the books say. Proceed to eat for breakfast. I made about 8 jars with 3kg fruit.

Monday, 15 August 2011

Endlich Sommer!

Alle Jahre wieder fahre ich mit meiner Schwester Luisa und unseren wilden Yogafrauen nach Südtirol, immer um den Ferragosto, oder Maria Himmelfahrt, herum, also Mitte August. Wir haben am Rittstein, einige Meter über dem zauberhaften Hotel Stroblhof, einen Pensionswirt gefunden, der uns inzwischen fast zehn Jahre in allen möglichen Formationen kennt und der keine Angst vor größeren Frauenansammlungen hat. Sein Garten ist legendär, seine Spaghetti all aglio, olio e peperoncini sind die besten überhaupt. Für etwa 40 euros gibts Bett, Frühstück und Abendessen. Leider verlor Luisa ihre Stimme an einen bösen Virus und musste allein am zweiten Tag nach Hause fahren. Es geht ihr inzwischen besser, aber sie flüstert nur. Nur wer sie kennt, weiß wie beunruhigend das ist. Wir mussten ganz ohne Leitgoaß jodeln, und es ging gut, aber wir schockierten ein paar italienische Touristen die friedlich an unserem Swimming Pool lagen und ihr "Oggi" lasen. Dafür wurden wir oben bei der Gleifkapelle hoch über Eppan für unseren "Oipara" sogar beklatscht. Und im Gegensatz zum letzten Sommer hat es kein einziges Mal geregnet.
ITALIEN PUR IM STROBLHOF
 
 

Chili farming- die Peperoncinifabrik am Rittstein
 
It has become something of a tradition for me and my sister to visit a modest little B&B in the South Tyrol, close to Bolzano, called Rittstein. We have been there with friends, en famille, and increasingly with our yoga group. It is perched high on top of a hill, surrounded by apple plantations, vinyards castles and the high mountains of the Dolomites.Reader, you are close to heaven there.The landlord, I feel, has become quite fond of his bunch of wild women and he makes us sooo comfortable, spoiling us with home-made preserves for breakfast, spaghetti with home-grown chillis and foraged mushrooms for dinner. Did I say he charges only about 40 euros per night for half board? Don't rush there all at once...And this year we had sunshine for three full days - so we were able to have our yoga sessions outside on the terrace decking instead of the cubbyhole behind the dining room.  We used the swimming pool, walked, sang, ate vast "spaghettate" and - it was grand.
Frau Holle in Schloss Englars