Monday, 2 January 2012

Mein perfekter Alltag...

...sieht jetzt in der Wintersaison oft so aus:
  • Frühstücken mit dem Begleiter meiner Wahl.
  • Zwei Stunden herumsandeln, in der Wohnung und im Internet. Kommentare lesen, Blogs besuchen, bloggen falls es was zu sagen gibt.
  • Badewanne putzen (meine Hausbesitzerin ist zu meinem Putz-Über-Ich geworden...sie ist so schrecklich gründlich....mehr zum Thema Putzen ein anderes Mal...)
  • Eine Stunde unschlüssig am Computer sitzen und an meiner derzeitigen Arbeit herumschrauben.
  • Endlich Mittagessen, oft alleine. An motivierten Tagen koche ich mir was ganz tolles, an den wenigen anderen fahre ich nach Grafing und hole mir eine Leberkässemmel, was knackig-frisches vom Asia-Imbiss oder ein Fertigessen beim Metzger, das oft nicht ganz so gut ist wie es in der Vitrine aussah.
  • An guten Tagen radle ich; an faulen Tagen (in der Überzahl) fahre ich mit dem Auto.
  • Manchmal teile ich mir zwei oder drei Weißwürste mit meiner Schwester.
  • Nach dem Essen gehe ich barfuss in den Goretex-Stiefeln eine Runde ums Dorf, oder wenn's ganz zauberhaft ist und ich unbedingt fotografieren muss, hinunter ins Moos. Ohne Rücksicht auf Batz.
  • Dann wird an der Arbeit weitergeschraubt. Manchmal muss ich noch Fotos bearbeiten. Und zwischendurch mal schnell ins Internet. Und schon ist die Arbeit wieder ganz weit weg.
  • Irgendwann im Lauf des Tages ein Besuch bei meiner Mutter. Manchmal müssen Aufträge ausgeführt werden, die Zähneknirschen verursachen, z.B. Batterien fürs Hörgerät besorgen in einem Laden mit exzentrischen Öffnungszeiten.
  • Abends koche ich nochmal. Die Bandbreite reicht von Fischstäbchen bis Jakobsmuschel, Suppe mit Würstchen, Couscous, Risotto, Polenta und Spaghetti Aglio Olio. Je nachdem, Ihr kennt ja meine Menüs.
  • Fleisch gibt's an hohen Feiertagen oder im Restaurant - die können das besser. 
  • Die schönsten Gerichte gelingen mir oft, wenn das Licht zu schlecht ist zum Fotografieren. Echt!
  • Manchmal bin ich abends in der Stadt, dann komme ich spät heim und fahre durch Nebelschwaden und über Glatteis.
  • Wenn ich abends zuhause bin, liebe ich Sofa und TV: Later with Jools, Tatort, österreichische Spielfilme, oder irgendeinen Schmarrn den ich hier nie diskutieren würde.Und esse Schokolade - bekennende Schokoholikerin, und nicht wirklich nur die mit 80% Kakaoanteil.
  • Oder ich mache etwas Inspiriertes am Computer. Oft backe ich auch was.
  • Im Bett wird gelesen, vom SZ Magazin bis zum Observer Food Monthly, Alice Munro, Ian Rankin, Lori Moore, Uwe Timms, Jennifer Egan, und auch mal Jane Austen oder Charlie Dickens. Ich mag vieles: über Bridget Jones hab ich gekichert, Nachtzug nach Lissabon gefiel mir (aber nicht Der Schatten des Windes), atemlos bei Annie Proulx, und stirnrunzelnd mit The Corrections.
  • In guten Nächten schlafe ich wie ein Murmeltier.
  • Schlechte Nächte zeichnen sich dadurch aus, dass ich um vier aufwache, wach liege und bange auf die 120 Glockenschläge warte, mit der uns die Kirche gnadenlos jeden Morgen um fünf Uhr früh beglückt.
  • Oder vielleicht ist ja alles auch vollkommen anders.
Salat aus Chinakohl, Pistazien und Granatapfelkernen, angemacht mit  Zitrone und Olivenöl
A salad of chinese leaves, pistachios and pomegranate seeds dressed with lemon juice and olive oil
traurige Pferde - sad ponies
Rührei, oder Huevos revueltos /ein spanisches Wort, das ich liebe
on buttered toast/ein englisches Lieblingswort
 During the winter season, my everyday life now often looks like this:
  • Breakfast with the one I love and the one I'm with
  • Two hours of dawdling around the home and in the www. Read comments on my blog, visit other blogs and sites, upload a post or a foto if there is something to blog about
  • Scrub the bathtub (my landlady has given me a cleaning neurosis, she does watch over me a bit, in the nicest possible way...)
  • Sit at the computer for an hour or so, trying to focus on my project of the moment
  • At last, it's lunchtime. On good days, I will cook something delicious just for myself, and take a picture, of course. All other days, I might cycle or drive to the nearby town to get something from the butchers/deli, often not quite as good as it looks
  • Sometimes my sister and I share something, sausages, or leftovers, and have urgent chats
  • After lunch, I might slip barefooted into my goretex waterproof boots and take a walk around the village, say hello to the horses, take pictures of the clouds
  • At some point during the day, a visit to Mum is required, to play cards, make a soup or help out with little diabolical things like buying batteries for the hearing aid in a shop with excentric opening times
  • At night I cook a loving dinner ranging from soup with Wieners to pan-fried scallops, potato gratin and fish fingers to couscous or risotto. Hardly ever meat, which I prefer to eat in restaurants who know how to cook it
  • Some of my best dishes are eaten when there is not enough light to take a picture. True fact.
  • When I come back from bein in town, I drive home through banks of fog or dance on black ice.
  • I am a real chocaholic, and not necessarily for the slimming 80% cocoa solids. At home at night, watching TV is often a choc event. What I like to watch: Later with Jools, German thrillers, some unexpectedly brillian Austrian film, or rubbish that I don't want to discuss here.
  • I may feel inspired and write something on my laptop. Or bake a tart.
  • In bed I read, anything from Observer Food Monthly to women's mags, Alice Munro, Ian Rankin, Rick Moody, Uwe Timms, Jennifer Egan, and yes, Jane Austen. I like so many books: I giggled about Bridget Jones, loved the Night Train to Lisbon (but hate the Shadow of the Wind), got sucked in by Annie Proulx, and suffered with The Corrections. 
  • On good nights, I sleep like a log.
  • Bad nights end at 4 a.m. and with me lying awake, waiting for the 120 dongs from the church bells at 5a.m., merciless  and without fail.
  • Or - who knows - maybe it's all completely different!

22 comments:

  1. Was für stimmungsvolle Fotos der Umgebung, da könnt ich ja gleich meine Aquarellfarben anwerfen! Ich wünsche ein gutes und nicht zu sandel-freies Jahr! Auch für die Mamá!

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  2. Schön, dein Alltag hört sich sehr variantenreich, anregend, bayerisch an. Die Strecke nach Grafing würde ich auch nur an sehr motivierten Tagen fahren, wegen der Steigung bei dir vor der Haustür...
    Ich kann dich übrigens leider nicht besuchen, denn ich fliege diesmal nach Berlin, wenn ich nach Deutschland komme. Sonst wäre ich sehr! gerne bei dir vorbei gekommen und hätte meinem Fahrradpferd ein wenig Auslauf gegönnt und vielleicht lecker Kuchen gegessen oder so. Beim nächsten Mal, das Jahr hat ja 12 Monate. :-)

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  3. das klingt doch gut.
    so genussstrukturiert!
    lg ins bayrische
    ingrid

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  4. das liest sich schön - und das sind die wirklich interessanten sachen/nachrichten.
    bücher: jane austen - ich lese abends vor dem einschlafen gerade "stolz und vorurteil" - leider nicht im orginal...
    bridget jones - köstlich. ganz anders und viel besser als die filme.

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  5. Ich noch mal. Das Bild mit dem Sofa, Fensterbank und der schnuckeligen Deko gefällt mir total gut.

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  6. Na, der ist ja so was von perfekt... dein Alltag :O)
    Lustiger Post!

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  7. Lovely to read about your daily routine...lots of things there that sound right up my Strasse!! Happy new year to you both xxx (PS See flickr for my Ilse copy!... I did credit you, though!)

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  8. Schoen beschrieben. Annie Proulx mag ich auch sehr. Schatten des Windes gefiel mir auch nicht, ich glaub ich las es nie zu Ende.
    Kochen hab ich fast aufgegeben, das macht er, und zwar sehr gut und gerne. Und ich geniesse es. Ich backe.
    Liebe Gruesse!

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  9. Ich wünsche Dir alles Gute für's Neue Jahr, liebe Ilse!
    .....und poste weiterhin so schöne Sachen....(....dass Einer das Wasser im Munde zusammen läuft).
    Liebe Grüße
    Rosi

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  10. Eben! Vielleicht ist ja alles auch ganz anders!

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  11. Eben! Vielleicht ist ja alles auch ganz anders!

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  12. Vielen Dank für (m)ein Morgenschmunzeln!
    Und ein gelingendes Jahr Zwanzschzwölf wünsch ich!

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  13. Das liest sich herrlich gut und frisch!
    Komm weiter so "perfekt" durch das Jahr, Ilse! Das letzte Bild ist wunderschön und könnte ein Symbol sein für das Kommende, Schöne!
    Liebe Grüsse ins junge Jahr,
    Brigitte

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  14. Hey - heut' ist doch Dein Geburtstag, oder!? HAPPY BIRTHDAY, liebe Ilse!!! Alles Gute für Dich! Und mir wünsche ich weiterhin so viele schöne Einträge, die mir oft so gute Laune bringen. So wie der heute wieder.... :) Danke für Deinen Alltags-Einblick!

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  15. Das hört sich ja weitgehend großartig an (außer dem Badwannenputzen..:) )
    Lass es Dir weiterhin gut im neuen Jahr gehen!
    HG
    Birgit, die es geniesst Deinen Blog zu lesen

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  16. Mein elektronischer Erinnerer weist mich darauf hin, dass heute eine der coolsten Bloggerinnen südlich der Themse Geburtstag hat: Herzlichen Glückwunsch!

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  17. Das klingt wirklich perfekt. Na ja, bis auf den Part mit der Arbeit. Aber nix sollte zu perfekt sein.
    Dein Alltag gefällt mir. :-) Meiner mir aber auch. Alles Liebe Karin

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  18. das ist ein ganz entzueckender kleiner post, so schoen kann alltag sein! (mein perfekter alltag ist ganz aehnlich, nur liege ich in der badwanne anstatt sie zu putzen)

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  19. Falls ich das in letzter Zeit nicht erwähnt habe: ich freue mich riesig über eure Wünsche, eure Geschichten, eure Kommentare, eure Witze - über diesen ganzen riesigen internationalen Freundeskreis hier in "Blogistan" DANKE!!!

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  20. so ein schöner Tagesablauf - daran werd ich oft denken müssen, wenn ich um halb sieben Früh im Auto sitze und in die Stadt zum Arbeiten fahre ...

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  21. dein titelbild heute wunderbar.grandios.
    deine aktivitäts bzw,faulliste auch ganz wunderbar.viel spass

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  22. Das Klingt doch nach nem total schönen Alltag in der Wintersaison.
    Ich wünsche dir noch ganz viele schöne Tage in dieser Art mit dem Blick aufs Wesentliche :)
    Liebe Grüße Thal

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