Friday, 30 March 2012

Berlin#2

Bevor Berlin völlig in die Geschichte eingeht, hier noch eine schnelle Bild*reportage:
*Bilder werden nach und nach geliefert, dieses neue Bloggerinterface mag gerade nicht
· Durch das Land der Frühaufsteher (Sachsen-Anhalt) nach Berlin, da war dann gleich der Wannsee. Es stellt sich raus, dass das wunderschöne Schwanenwerder eine ehemalige Nazikolonie ist. Klasse.
· Tag Eins: Tourismus pur, 100er Bus, Currywurst.
· Tag Zwei: entspannen. Prenzlberg mit der Exil-Londonerin. Blauer Tee und Kaffee bei Anna Blume. Abends "zuhause" gekocht. Ich lerne neues Rezept: Brühekartoffeln (vierteln, mit Brühe übergießen, mit Rosmarin und Salz im Ofen langsam garen. Mhhmmm),
· Tag Drei: Kunst, Kultur und Kaufen. Abends fein gespeist im Restaurant der Ex-Ambacher.
· Tag Vier: mehr Geschlender. Viel Essen: Sarah W im Hamburger Bahnhof, abends Pizza in Kreuzberger Anarcho-Pizzeria Aroma mit passenden Freunden.
· Berlin ist eine einzige Baustelle.
· Die BVG ist fantastisch, jeden Tag fuhr ich für €6.30 kreuz und quer durch die Stadt, und musste praktisch nie warten.
· Alle schimpfen über die Amerikaner, die die billigen Wohnungen im Osten als Ateliers mieten und nie da sind
· Es stimmt, dass auf den Gehsteigen am Prenzlauer Berg Kinderwagenstau ist. Meine Freundin C., die dort wohnt, sagt es sei genau wie in Crouch End, wo sie vorher gewohnt hat.
· Mein Auto stand eine Woche im Parkverbot - viel Staub, keine Knöllchen. In München hätte es mindestens einen Strafzettel gegeben; in London: abgeschleppt.
· "Es gibt so viele interessante Männer hier" (O-ton Freundin B.)
· In den Gerhard Richter Ausstellungen (Neue Nationalgalerie und ME Collectors Room - wunderbares Café) durfte man fotografieren.
· Das schönste Essen bekam ich im "Sian", ein vietnamesisches Café in der Rykestrasse am Prenzlauer Berg.
· So viele interessante Geschäfte, aber doch einfach auch...überflüssig. Zum Beispiel 14oz, eingerichtet im prächtigsten englischen Kolonialstil, wo sich dekadent gebärdende junge Burschen herumlungern und eine Bluse €198 kostet.
· Dafür gibts ein paar Häuser weiter in der Neuen Schönhauser Straße den O.K.Versand, wo man wirklich überflüssige Dinge findet, die man aber schon immer gesucht hat, z.B. die Plastikeierbecher aus DDR-Zeiten in zarten Pastellfarben, oder bemalte chinesische Blechteller.
· Wir wohnten bei Freunden die ein äußerst erfolgreiches Restaurant in Charlottenburg führen, dessen Erfolg unerwartet war und ihnen jetzt wie eine Art Luxusmühlstein um den Hals hängt.
· Ich brachte mich mit einer Nachspeisenkreation in die Annalen dieses Restaurants ein, für die ich als Basis statt sabbriger Löffelbisquits Cantuccini, die italienischen Mandelkracher, benutzte.
· Als B. und ich die 100er Bustour machten, konnten wir Joachim Gauck beim Einzug ins Schloss Bellevue zusehen.
· Ich könnte mir vorstellen, in Berlin gelebt zu haben. Jetzt ist mir das sog. Millionendorf Großstadt genug.
· Tag fünf: Abreise um 7h. Auto fährt bis 140 kmh. Ankunft: 13.30, krank.
Der Eierbecherklassiker aus der DDR
Kulturbrauerei. So was verstehe ich.
 hallo Anna Blume!
 Volkspark Friedrichshain, im Hintergrund Mütteryoga
 yummy...gähn...Mummies, ich weiß, Klischee, aber so ist es einfach
Tagesgericht: Brühekartoffeln 
Before my Berlin adventure becomes history, here's a quick report for those who really want to know:
·    Driving to Berlin you pass through the country of the early risers: Sachsen Anhalt.
·    First thing we came upon was the lovely island of Schwanenwerder in the lake Wannsee – turns out it was a Nazi colony.
·    Day one: shameless tourism on the 100 bus, currywurst for lunch (a Berline special, don’t ask)
·    Day two: Relax. Trendy Prenzlauerberg with my exiled London friend who says it’s just like Crouch End. Blue tea and good coffee, wacky shops.
·    Day three: art, culture, shopping package. Dinner in exceedingly fine restaurant belonging to our hosts.
·    Day Four: more roaming about. More food. Evening meal in anarchist Italian café with matching friends
·    Berlin is a great big building site.
·    The local transport network is a treat, for a mere €6.30 a day I travelled everywhere without unnecessary waiting around.
·    Everybody is dissing the rich Americans who rent all the cheap flats for studios and are never there. No fear of revolutions, though.
·    It is completely true that Prenzlauer Berg is child city full of yummy prams. Just like Crouch End.
·    My car was parked in a no parking zone for a week. I found it dusty but without a ticket. In London it would have been towed after 20 minutes.
·    "there are so many interesting men here" (quote, my friend B.)
·    In the Gerhard Richter exhibitions (Neue Nationalgalerie und ME Collectors Room) we were allowed to take pictures.
·    My bestlooking food award goes to "Sian", a Vietnamese café in Rykestrasse in Prenzlauer Berg. The blue tea one.
·    So many interesting shops selling completely unnecessary stuff. The biscuit war taken by “14oz“, splendid colonial style interiors and decadently pretty sales boys, where a shirt cost €198 (“let’s just get out of here!”).
·    On the other hand, quite nearby in Neue Schönhauser Straße we found O.K.Versand, where you can find really useless things you always wanted, such as painted chinese metal plates, religious kitsch from Mexiko and school posters from India.
·    We were staying with friends from Munich who opened a restaurant that unexpectedly became extremely successful and which has become something of an albatros around their necks.
·    I made myself immortal in this restaurant by M. using my idea for a sort of cranachan dessert using cantuccini instead of sponge biscuits.
·    When B. and I took our 100 bus tour we were able to watch the new German president move into his new residence, Schloss Bellevue.
·    I could imagine having lived in Berlin. These days, the big lazy village of munich is city enough for me.

· Day five: departure at 7a.m. Car makes up to 140 kph. Arrive home 1.30p.m.,sick as a dog.

 check top left corner (?)
the cluster lamp in the window has my name on it
wunderbare Wontonsuppe und blauer Tee im Sian
this one is for OOOOna
schon wieder eine Sauerei!
 
 
Korridor im Hamburger Bahnhof 

Tuesday, 27 March 2012

Frühlingsspaziergang

Heute in Glonn mit Blümchen, kleinem Eisenmännchen und Vogelwohnanlage
Today, in and around the woods with blue flowers, bird highrises and a little iron man.
Ach - übrigens, das kleine blaue Auto fuhr wie eine Eins!
By the way, my little F*** Fiesta went like the clappers, all the way to Berlin and back.

Monday, 26 March 2012

Blütentee und totale Sauerei*, part one

Ja, ich bin wieder aus Berlin zurück, körperlich lädiert, emotional überfordert und geistig im Ruhezustand-Modus. Dabei noch schlaflos und hyperaktiv: im Halbschlafe habe ich heute früh schon einen göttlichen Brioche/Buchtel/Zopf gebacken, dann die Sommerbetten aus dem Keller geholt, 7 von 10 Fenstern geputzt, die Winterbetten in der Sonne gelüftet, Spaghetti all'amatriciana gekocht...und nachmittags radelten Luisa und ich die kranke Mutter besuchen. Als ich erkältet aus Berlin zurückkam, wurde sie auch sofort krank, nach dem Motto: was du kannst, kann ich besser. Gemein? Pflegt ihr eine kapriziöse aber liebenswerte alte Mutter und fühlt euch gerade selber ein bisschen klapprig? Na also!
Irgendwann komme ich sicher dazu, ein paar Berliner Bilder zu zeigen. Inzwischen sei gesagt, dass ich in der knappen Woche mehr Kultur-, Shopping-, Freundetreff- und Essengehprogramm erlebt habe als keine Ahnung...ziemlich lange. Oder war ich irgendwann einfach jünger?
Hier ist jedenfalls erst mal die im Titel enthaltene Sauerei, verspeist bei Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof:

Der Blütentee ist dort zu besichtigen.
Jetzt aber gibt es zur Belohnung für geduldiges Warten den 7-Uhr-morgens-Briochezopf, der einfacher nicht gehen könnte:
Man häufe einen 500g-Berg Mehl auf, in die Mitte eine Mulde in welche man einen Würfel Hefe bröckelt. Zwei EL Zucker, Prise Salz und warme Milch drauf, mit Mehl verrühren und gehen lassen.
Fenster putzen.
Dann zwei Eier verrühren, die Schale einer Biozitrone reinreiben, zusammen mit 60g weicher Butter in den gegangenen Vorteig rühren. Alles verkneten, bis der Teig elastisch wird, wenn nötig etwas lauwarme Milch reinmischen. Ich habe den Teig in zwei Hälften geteilt, ein bisschen verknotet und das Gebilde in einer Bratreine mit Butter übergossen und im vorgewärmten Backofen aufgehen lassen. Wenn die gewünschte Größe erreicht ist, auf 200° (ohne Umluft) erhitzen und backen bis er fertig ist (Holzstäbchen rein zum Testen etc.)
In dicke Scheiben schneiden und auf der sonnigen Terrasse wie den geliebten südenglischen "cream tea" anrichten: statt "clotted cream" dick Schlagrahm, und statt der traditionellen Erdbeermarmelade meine selbstgemachte Zwetschgenmarmelade drauf, dazu schwarzen Tee mit viel Milch. Himmlisch.
I came back from Berlin a mental, physical and emotional wreck after meeting more people, eating more meals out, browsing through more shops and doing more culture than since...I don't know when. Now I have gone into overdrive at home. Sneezing, coughing, baking brioche, cleaning half a dozen windows, cooking spaghetti all'amatriciana, shaking out winter duvets, putting out the deck chairs. Somebody stop me, please!
On top of it, my Mum got sick I as soon as I told her I was sick. In fact, sicker. You think I am being beastly? Are you looking after a capricious but charming parent while feeling under the weather? You see! Of course my sister and I did go on a bike excursion to visit Mum, anyway.
There will be quiet moments when I sort through my Berlin pics and post some. For now, let this blue drink be an inspiration, and check out the three piggy sausages, nicely arranged with pea shoots, I enjoyed in a Museum café.
For now, I would like to give you this recipe for a super easy brioche loaf that I made, half asleep, at 7a.m. this morning: Put 500g plain flour in a large bowl, make a hollow in the middle. In this you put 25g fresh yeast or the equivalent (a packet of dry yeast?), a couple of spoonfuls sugar, a pinch of salt and enough warm milk to make a little dough with a fork. This you leave to rise while you clean your windows, for example. Proceed to mix in two eggs (beaten with the zest of an organic lemon), and 60g soft butter, salted or unsalted, doesn't matter. Now you start to mix in the flour and make a serious dough with your posh Kitchenaid - I did it with my hands, kneading, mixing in warm milk until you get a supple ball. Now you can do what you like with it - make individual brioches in a muffin tin, or a bread loaf. I made a two-piece plait, covered it with liquid butter and put it in a warm oven so it could get cosy and rise properly. When it looks right, heat the oven to 200°C and bake the brioche - you will see when it's ready.
This is my Bavarian cream tea, with whipped cream and my home-made damson jam, on our sunny terrace. Country bliss.

Friday, 16 March 2012

Yoga, Blutwurst und Schneeglöckchen: Ein Leben in Bayern

Neben einem berauschenden Frühlingseinbruch, mit ersterm Mittagessen auf der Terrasse, war diese Woche auch sonst einiges geboten. Mit der Yogagruppe fanden wir eine neue Wirtschaft, die wirklich authentisch bayrisch ist: afrikanische Bedienung im Dirndl, auf der einen Seite Studenten (Spaghetti Bolognäse, so stand's in der Karte), da ein Tisch voller finsterer Gesellen (vier mal Steak, blutig). Der Würstlteller für 5,90 hätte eine 8-köpfige Familie satt gemacht, der Kartoffelbrei war aus Kartoffeln und das Bier vom Maisacherbräu. Ich aß Blut- und Leberwurst mit allem und kann sagen, dass sich an unserem Tisch eine unkontrollierbare Lachhysterie wie ein Waldbrand ausbreitete.
Gestern hatten wir dann in der Galerie Besuch aus Franken. Gemäß ihrem Motto "Was nicht schön ist, wird schön gemacht" brachte Hanne uns einen Schönheitsdrink aus verschiedenen Superfruits mit (Sanostol oder Rotbäckchen, waren wir uns einig). Auch hier haben wir viel gelacht. Und gejodelt. Und Kuchen gegessen von ...ihr wisst ja Bescheid.
Und jetzt, es ist tatsächlich wahr: mein bleierner Hintern bewegt sich am Wochenende aus Bayern weg. Ich verreise. Wenn das kleine blaue Auto mitmacht, bin ich nächste Woche mit Freundin B. in Berlin. Vorher ist noch einiges zu tun, von Muttertransport- und Unterhaltung bis Galerieabschlussfete morgen, aber dann bin ich erst mal weg. Und hoffe dass der Frühling uns nicht unterwegs ausschmiert: Schon einmal vor ..zig Jahren fuhr ich mit B. nach Berlin, Scheibenwischer kaputt, wir banden Schnüre dran und zogen stundenlang die Wischer. Solche Autos hatten wir damals doch alle. Daumen drücken!
This has been a week of giggling during the day and struggling to sleep at night, including a visit to a Bavarian pub like out of a 70s comedy series, complete with four villains eating bloody steaks at the table next to us and the yoga group on a pork binge.  
Now, there are only a few more things between me and my first trip outside Bavaria in about six months! Today, a family outing with my Mother is planned to our re-opened local pub, after a hospital visit to Mum's old friend -  possibly the most unfortunate woman I know, falling out of her wheelchair and breaking her arm...
Tomorrow we will be finishing a friend's exhibition with a party in the gallery, and on Sunday, B. and I are off to Berlin. In my car, which I pray is going to make it there and back. A life of driving  dodgy cars has left me with little confidence in efficient trips, especially since B. and I are doing a rerun of a 1975 drive to Berlin which ended with us having to hand-wipe the windscreen for hours with two strings attached to the wipers. Who hasn't some anecdote about old bangers playing up mid-journey?
Wish us luck!
Oh, and it is spring, lunches on the terrace and my first sunburn.

Tuesday, 13 March 2012

Gesundes mit Mayo

Seit zwei Tagen war ich nicht mehr in Grafing einkaufen. Ich erwähnte vielleicht schon, dass ich manchmal auf Vorrat einkaufe, so als erwartetete ich, durch irgendeine ungeahnte Katastrophe von der Umwelt abgeschnitten zu werden. Ich hatte also einiges im Haus,  unter anderem ein Suppengrün von A**i. Ich kaufe es bewusst dort, weil es immer zwei gelbe und zwei orangene Karotten enthält. Aus diesen Karotten und einem halben Kohlrabi machte ich heute ein schnelles Coleslaw. Mit selbst gemachter Mayo. Die schüttle ich nämlich jetzt sowas von aus dem Ärmel, und das kann wirklich jede/r: in einen hohen Behälter ein Ei aufschlagen, einen Teelöffel scharfen Senf, etwas Salz, einen Löffel Essig (keinen Balsamico!) oder Zitronensaft und 250 ml Sonnenblumenöl dazu geben und dann Augen zu und Rührstab rein, bis es wie Mayo aussieht. Die Freude! Ich kann mir echt nicht mehr vorstellen, Mayo zu kaufen.
Dazu gab es Flußkrebse (aus dem Vorrat; Sardinen würden auch passen) und einen Brezenzopf (frisch vom Bäckerbua oben am Berg, was gleichzeitig mein tägliches Tribut an die Fitness ist).
For a few days now I haven't needed to go shopping in town. I may have mentioned that I sometimes shop&hoard insanely, as if I were expecting the sky to fall in quite soon. As a consequence, there is stuff in the fridge, the larder (which is a big but unused freezer) and the cellar. Today I used a couple of nicely coloured carrots - yellow and orange - and a kohlrabi for a home-made coleslaw. AND I made the mayo, which I now find ludicrously easy. Takes two minutes: throw one egg in a tall container, add a spoonful of Colman's mustard (I had powder), a tbsp of clear vinegar or lemon jjuice (no lemons, run out), some salt, pepper and 250ml of sunflower oil. Then just stick in the hand mixer and you can watch it turn into mayo in front of your astonished eyes. Yes, I too used to think mayo was hard to make! Now I really can't imagine buying it any more, not even Hellman's.
The coleslaw was eaten with (hoarded;sardines would go well, too) crayfish and a pretzel roll (freshly bought from the baker up the hill, my daily nod towards fitness).

Sunday, 11 March 2012

Geknödelt ist!

Samstag war Wandertag, einmal um den Egglburger See in Baatz und blassgoldenem Sonnenschein. Nachher, zur Belohnung, verarbeitete ich endlich die Semmelüberbleibsel meiner Mutter von dieser Woche zu köstlichen Kaspressknödeln. Wie einfach, und wie überaus befriedigend sowohl der Geschmack als auch der ökologische Aspekt: nichts wird weggeschmissen. Ich habe in letzter Zeit endlos viele neue Arten gelernt, altes Brot aufzubereiten!
Man nehme also ca. 250g altes Weißbrot und schneide es klein. Darüber gießt man 150ml warme Milch und manscht zwei Eier rein, Salz, etwas Majoran, Muskatnuss abreiben (oder Piment d'Espelette, falls zur Hand. Ich verkniff ihn mir, dass es fürs Mütterlein nicht zu scharf wird). In etwas Öl eine halbe kleingehackte Zwiebel glasig braten und in den Teig mischen. Dann ca. 150-180g Bergkäse reinreiben und noch eine Handvoll gehackter Petersilie rein.
In manchen Rezepten steht Graukäse, aber keine Ahnung wo man den kriegt - bei uns jedenfalls nicht. 
 Mit feuchten Händen kleine Knödel aus der Masse formen und flachdrücken, dann die Flachknödel bei mittlerer Hitze braten, dann auf Küchenpapier legen (ergibt ca. 12 Stück). Wir haben Endiviensalat dazu gegessen. Ach ja, und meine Mutter wollte dann lieber eine Brotsuppe.
Kein Problem, altes Schwarzbrot haben wir zur Genüge...aber das ist eine andere Geschichte.
Sunny Saturday, good for the first real long walk this spring. Didn't last, of course. Come Sunday, spring seemed out of reach away again. On the menu after our walk: nice stodgy cheesy dumplings made with my Mum's leftover white bread - a bagful every week. I have found so many different ways of making dumplings! These ones are an Austrian recipe with cheese.
For about 12 patties, soak 250g diced white bread in 150ml warm milk. Add 2 eggs and salt, pepper, nutmeg, chopped leaf parsley - actually any spices you like! Lightly fry half a chopped onion and mix it in, then grate 150-180g cheddar or gruyere into the mix.
Wet your hands and roll small balls which you pat down and fry in oil. Dry them on kitchen paper and serve with a green salad, or a tomato salsa, a pumpkin relish, or sauerkraut, or....all of these.

Saturday, 10 March 2012

A tale of two walnut cakes

Ich hatte mich so gefreut auf meinen Kaffee-Walnusskuchen.  Aber: man braucht zwei kleine runde Springformen á 20cm, die nicht habe. Und ich machte den Fehler den Kuchen in der Guglhupfform zu backen - entsetzliche Zerstörung beim Rausnehmen war die Folge. Ich flickte ihn
notdürftig mit Guß zusammen, er sieht aber leider dem englischen Modell auf der BBC Webseite überhaupt nicht ähnlich.
Das Rezept könnte einfacher nicht sein:
Man rühre 225g weiche Butter mit 225 g Zucker schaumig, schlage nach und nach vier Eier (die Worte "frisch" oder "bio" spare ich mir, das setze ich inzwischen voraus) rein, gefolgt von 75g grob gemörserten Walnüssen, 50ml abgekühltem Espresso und 225 Mehl, vermischt mit 2tl Backpulver.
Bei 160° Umluft oder 180° backen bis das berühmte Test-Holzstäbchen teigfrei rauskommt.
***
Jetzt werden also erst mal zwei Kuchenformen gekauft.  Aber das Fehlerpotential war noch nicht ausgeschöpft: Anstatt mich  beim Guss an die Vorgabe zu halten - 125g Butter und 200g Puderzucker mit 50ml Espresso zu verrühren - ersetzte ich die Hälfte der Butter mit Frischkäse, wodurch der Guss dann irgendwie zu flüssig wurde und das Endergebnis eher unelegant, trotz Walnussdekoration.  Geschmacklich war die Kuchenruine hervorragend, er schmeckte eben fein nach Walnuss und nach Kaffee. Nächstes Mal wird er perfekt - passt nur auf.
Coffee and walnut cake: for me this is the absolute tearoom classic - sweet, rich, and utterly English.
I had two problems with it (only the two?):
I don't have those 8inch cake tins, so I couldn't make two cakes. I used my Guglhupf - bad idea. Cake fell apart when I took it out, grandiose mess which I stuck together with the icing.
Icing was problem number two: in my feeble attempt to make it less rich, I used half cream cheese and half butter, and somehow it ended up runny. Next time I will stick to the recipe which I found on the BBC website - you can see the cake as it should have looked.
***
Mix 225g/8oz unsalted butter with 225g/8oz caster sugar until fluffy, add 4 free-range eggs, one at a time, then add 50ml/1¾fl oz espresso or strong coffee.
Now fold in 225g/8oz self-raising flour and 75g/2½oz walnuts, pounded roughly with pestle and mortar.
For the butter cream topping, , beat 125g/4½oz unsalted butter and 200g/7oz icing sugar together in a bowl until pale and light. Add  another 50ml of espresso and mix it in well.
If you have managed to bake two separate small cakes, spread the butter cream over the top of each cake, then place one cake on top of the other. Decorate with walnut halves.
Put half the cake mix in a tin each and bake 25-30 minutes, or until a skewer inserted into the centre of the cake comes out clean and the cake is golden-brown.
Next time the cake will be perfect - watch this space.

Thursday, 8 March 2012

Ein Seidenreiher kommt selten alleine

Ein bisschen blässlich ist er noch, der Frühling. Aber nicht mehr aufzuhalten. Kreatives Kochen liegt auf Eis, während ich hier gesundes aber wenig fotogenes Essen für den englischen Patienten produziere.
Übrigens sitzen auch bei uns Kraniche in der Wiese. Jetzt weiß ich auch endlich, wer diese Wiesenbrüter sind, derentwegen man hier draußen oft nicht vom Wege abweichen darf.
Ich darf jedoch auf einen Termin aufmerksam mache, der vielen Spaß machen wird; alle die mögen sind eingeladen:
Am 17. März, Samstagnachmittag, gibt es ab 15h eine Finissage in der Galerie Lothringerstraße 7 (Rgb), mit einem letzten Blick auf die Bilder, einer Lesung von Luisa und einigen Fläschchen Cava Rosé von Segura Viudas. Dazu Eßbares von Kucki und....Jodlerwarnung! 
Spring is still a bit tentative around here but is becoming pretty much inevitable.
Creative cooking for fun has fallen by the wayside a bit, too much STUFF going on. My culinary energy stretches just about to cooking healthy live-giving but unphotogenic things for the English patient, often followed by a wander past flooded meadows and flopping in front of the TV. I do have plans, though,

So stelle ich mir meine Enkel vor (klick auf den Titel)

the grandchildren I never had...
And here's Gorillaz: Damon Albarn - auch gut, aber zu viel melancholisches Genicke
http://www.youtube.com/watch?v=7CrahuW5fsc
to much nodding, Damon!

Monday, 5 March 2012

Pastete im Himmel

Das Wochenendwetter war so überhaupt nicht verlockend für Außenaktivitäten, da blieb mir viel Zeit zum Kochen. Meine Mutter hatte Gulasch bestellt, ich machte sogar Semmelknödel dazu und sie aß kritiklos alles auf.  Auch der englische Patient aß mit, trotz dicker Zahnabszessbacke, also rundum Freude. Zur Unterhaltung für dieses Regenwochenende hatten wir die gesamte Staffel 2 von "Spooks".
Am Sonntag wagte ich mich dann wieder an die Schinken-Käsepastete von Suse. Ich hatte sie schon einmal ausprobiert und hatte beim Download versehentlich nur das halbe Rezept erwischt und mich gewundert, warum der Teig so trocken war. Diesmal machte ich alles richtig und die Pastete war eine Pracht. Sogar das Schweinefett hatte ich bei unserem Metzger vorbestellt. Das gibt's nämlich nicht immer!
Ich zitiere also:
Für den Pastetenteig:
250 g Weizenmehl, eine Prise Salz, 50 g weiche Butter und 50 g weiches Schweineschmalz mit 3 Eigelb und kaltem Wasser zu einem Teig verkneten.
Aus 25g Butter, 25g Mehl und 350 ml Milch eine Bechamelsauce machen und mit Salz, weißem Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen.  Ca. 30g geriebenen Bergkäse daruntermischen.
Eine Runde Teig in die Form legen, auch die Seiten belegen.
Auf den Teigbodens einen EL Soße verteilen, darüber etwas geriebenen Käse verteilen und mit Schinken abdecken. Erneut Béchamel, Käse, Schinken usw. verteilen bis die Zutaten aufgebraucht sind. Den Teigrand mit Ei bestreichen, die Pastete mit dem zweiten Teigkreis bedecken und die Ränder gut andrücken und mit Plätzchenausstecher verzieren. In der Mitte ein Loch schneiden (habe ich vergessen, war trotzdem essbar) und den Deckel mit verquirltem Eigelb bestreichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200°C 30 Minuten , danach bei 180°C weitere 15 bis 30 Minuten backen. Vorm Anschneiden ca. 30 min abkühlen lassen, sonst läuft die Füllung raus.
Last weekend the spring weather reverted to fog, rain and cold, so there was no prancing around in the valley. Instead I filled the weekend with cooking experiments. First of all - my Mum had ordered goulash with dumplings. Easy, and she ate it with great appetite. My English patient also tucked in, despite a huge swelling on his tooth. Everybody was happy. For rainy Sunday entertainment, we munched our way through series two of "Spooks".
Later on Sunday I had another go at a ham and cheese pie I had found on a blog. I had tried it before, but somehow only downloaded half the recipe and it came out strangely dry. This time I got it right, I even got some lard from the butchers'.
Here's the recipe
For the pastry:
Work 250 g plain flour, a pinch of salt, 50 g softened butter and 50 g lard into a dough with 3 egg yolks and cold water. Make a bechamel with 25g butter, 25g flour and 350 ml milk, flvour it with salt, white pepper and ground nutmeg, and mix in 30g grated mature cheddar.
Roll out the pastry and make two rounds. Put the first on in the dish, covering the sides.
Then spoon in some bechamel, some cheese and cover with ham. Make another two layers like that and cover the pie with the second pastry round, pressing down the edges. Then decorate it it - use pastry cutters - and brush with an egg yolk. I forgot to make a hole in the middle, you are supposed to. (to let off steam?)
Bake for 30 minutes at 200°C, then another 15 or 20 minutes at 180°C. Let it cool about 30 min before cutting it or the filling will run out!
Blick aus dem Wohnzimmer: die Nachbarin beim Plausch mit einer Freundin auf dem Traktor 
Looking out the living room window: our neighbour chatting to tractor-driving woman friend

Sunday, 4 March 2012

Streifige Lösung/Stripey solution

Für alle, die von sehr dunkel (nach Jahren des Haarefärbens) zu grau übergehen möchten, ist dies eine gute Lösung - Streifen, Streifen, Streifen. Machen auch noch schlank. Plötzlich ist da kein nachwachsender weißer Balken, der aussieht als hätte man alle Hoffnung auf ein schönes Leben aufgegeben. Sogar meine Mum, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt, ist begeistert: endlich sehe ich so aus, wie sie es von ihren "Mädeln" kennt anstatt wie eine verbleichende Grufti.
For all of you who haven't thought of the blonde way to grey already, I can heartily recommend my stripey solution. The way from very dark hair - a result of years of piling dye upon dye - to grey can go via a very depressing growing white line. This way, the white gradually blends in. Yes, I have become a white hair missionary, finally gone off the goth look. Even my very critical Mother approves. Result!