Wednesday, 30 May 2012

My Own Private Fast Food

So. jetzt ist es so weit. Nachdem ich Pfingsten eine seitliche Aufnahme von mir gesehen habe, entschloss ich mich schlagartig (oder 2 Tage später) mit dem Kuchenbacken und -essen eine kleine Pause zu machen. So geht's nicht weiter. Wenn mich also jetzt die Finger jucken und  einen dicken Hefeteig walken wollen, trinke ich ganz langsam ein Glas Wasser. Oder ich mache mir schnell eine kleine Brotzeit. Zum Beispiel so was: eine kleine Zucchini raspeln, mit einer in Scheiben geschnittenen Frühlingszwiebel in ganz wenig Walnussöl rösten. Ein paar Cocktailtomaten vierteln und dazugeben, und dann den restlichen Couscous von gestern Abend drauf, mischen, braten, rühren, fertig. Als "Salat" ein paar Erbsensprossen, ein Tröpfchen Balsamico und eins vom Olivenöl. Sehr fein, aber ein Kuchen ist es halt nicht.
 I had a bad shock the other day when I saw myself in a foto, sideways. Let's say it didn't look slim. One forgets that food leaves its traces. So I made a decision to avoid baking and eating cakes for a while. And when the craving overcomes me, when my fingers itch to work a nice big yeasty dough, I drink a big glass of water. Or I make myself a worthy little snack, like this one: slice a spring onion and grate a courgette, fry slowly in a bit of walnut oil. Quarter three tiny tomatoes and add, stir, fry, then throw in last night's leftover couscous which contains traces of diced carrot and sweetcorn. Stir, fry, and eat with few pea shoots and drops of balsamic vinegar and olive oil.
So good. But cake it is not...
Als Nachspeise gibt es die ersten beiden Erdbeeren vom Garten
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For afters, the first two strawberries from our garden


Tuesday, 29 May 2012

Polka Dot Life

Die Terrasse erstrahlt wieder in Pünktchen, die Sonne schien das ganze Wochenende und meine gesamte - sehr überschaubare - Familie kam zum Essen. Wir machten in Gemeinschaftsarbeit ein feines Hähnchencurry mit einem Auberginen-Zucchinigemüse als Beilage. Fein, aber muss nicht fotografiert werden.
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Our polka-dotted family fitted comfortably on my terrace for the Whitsun lunch on Sunday. We made a joint effort chicken curry, delicious but not that fotogenic. As a side dish, aubergines and courgettes  sauted in olive oil
Als Nachspeise machte ich Erdbeertörtchen: auf einem wunderbaren Mürbteig, gebacken in der Muffinform, kommt geschmolzene Schokolade und in Schoko getauchte Erdbeeren.
Den Mürbteig knetete ich diesmal aus 150g Dinkelmehl, 50g Puderzucker, 100g weicher Butter, einer Prise Salz und einem Eigelb. Köstlich! zergeht auf der Zunge!
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For pudding, I made strawberry tarts of shortcrust pastry bake in a muffin tin, with melted chocolate and a chocolate-dipped strawberry. This time I made the pastry with 150g spelt flour, 50g icing sugar, 100g softened butter and an egg yolk. It melts in the mouth, really!
 Dieser Teller mit petits fours geht nach France zu Smilla! avec un grand baiser!
 Dazu gibt's gepunkteten Eiskaffee *** even the iced coffee is polka-dotted
und so gepunktet waren wir schon als Kinder...Mädchen in Uniform!
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Maidens in uniform: polka dotted even in childhood with my sister

Sunday, 27 May 2012

Bin jetzt Profi!

Mit den Worten: "back du doch das für mich!" gab mir Maria von der Wirtschaft in Taglaching ein Rezeptbuch von Lea Linster, einen fertigen Mürbteig und eine Kiste mit Zutaten, alles bio, gell. 
So streng habe ich mich wohl noch nie ans Rezept  gehalten, und die "Marlenchen" gelangen auch hervorragend. Mich erinnern sie geschmacklich an die Ischler Krapfen, die es in London im Café Mozart gab (RiP!). Ich werde sie wieder backen, aber dann schlage ich das Eiweiß steif und nehme mehr Maronenpüree und weniger Mandeln - mal sehen was rauskommt.
Ich höre, die Dinger gingen weg wie warme Semmeln!
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Hier sind die malfatti, die bei uns zuhause blieben
***these are the odd ones I kept back for us
Man mache einen Mürbteig, das Rezept gibt  250g Mehl und 125 Butter vor, man könnte aber noch 100g Puderzucker dazugeben. Den Teig auf bemehltem Brett ausrollen. Ich habe entdeckt dass das wunderbar geht wenn man zwischen Teig und Roller ein Stück Klarsichtfolie legt. Dann den Teig rund ausstechen und in eine Muffinform platzieren, je einen Löffel Füllung reingeben und 30 Minuten bei 160° mit Umluft backen.
Für die Füllung 2 Eier mit 130 g Rohrohrzucker und einer ausgekratzten Vanilleschote (ich nahm 1/2TL Vanillepulver) zu einer cremigen Masse schlagen. 150g Mandeln und 50 g Haselnüsse, beide fein gemahlen, 6 EL Kastanienpüree, gesüßt, darunterheben. Zum Schluss eine gute Messerspitze Backpulver reinrühren.
"Couldn't you bake this for me?" my friend Maria, who runs a nice little country restaurant down the road, asked me and put a recipe book and a box of ingredients in my arms. Of course I love a baking challenge, so I worked as carefully as I could, following the recipe to the letter - almost. And the little devils came out looking good and tasting better. She served them with espresso, and apparently they went like...hot cakes.
It's easy. Make a shortcrust pastry with 250g flour and 125g butter, if you like it sweeter use 200g flour and 100g icing sugar instead. Roll it out on a floured surface and use a large glass to cut rounds. Put those in a muffin tray and spoon a bit of filling on each. Bake for 30 minutes at 160° in a fan-assisted oven (gas mark 2).
For the filling beat 2 eggs with 130g fine cane sugar and the content of one vanilla pod (or half a tsp of vanilla essence or vanilla powder) until it's creamy. Then fold 150 ground almonds and 50g ground hazelnuts plus 6 tblsp sweetened chestnut puree. Finally, add a pinch of baking powder.

Friday, 25 May 2012

A day in the life

Nach einer Shopping-Ochsentour in der überfüllten Innenstadt genoss ich gestern ein Abendessen im Löwengarten unter Kastanien, mit mehreren Hugos (das sind die Getränke), Freund/innen, und gebratenem Spargel auf Salat mmmhm...
Morgens ist es dann wieder schön, auf dem Land aufzuwachen, zum Gesang der Rasenmäher. Ich wandle in meinem Garten und schau nach, was die Schnecken übriggelassen haben: so weit alles. Bisher trägt mein Garten (oder "Garten") folgende Früchte: fünf Erbsen, drei Liliput-Zucchini, Thymianblüten, Sport, Spiel und Spannung. Endloses, zen-gleiches Vergnügen. In meiner amateurhaften Unerfahrung habe ich alles wild durcheinander gepflanzt und bin jetzt gespannt, was da raus kommt. Wo sind die Tomaten? Wo die Chilis? die Bohnen? Einzig die Erbsen, die kenne ich schon. Weiß jemand was, hier?
Einer meiner gestern getätigten Einkäufe war eine Spätzlepresse, eine Empfehlung der freien Blogmitarbeiterin Seute Deern. Und siehe da - sie ist die Antwort auf die Frage: braucht man für zwei Personen den ganzen Aufwand mit Hobel, zwei Schüsseln usw usw., und die Lösung des Problems, dass mir bei der teigigen Sauerei die Lust am Spätzlemachen vergeht.
Es ist wirklich so einfach wie es auf der Packung steht und im Nu abgewaschen! Und das für knapp €15! 
 Zu den Spätzle 2 abgefieselten Henahaxen (vom Knochen gelöste Hähnchenschenkel), in Zwiebeln, Speckwürfeln und Chilis angebraten, dann in dem durchgesiebten Bratenfond, mit einer Bechamel in eine leichte Sahnesoße verwandelt, angerichtet. Dazu Gurkensalat und Rumfort-Spitzkohl. Ein Premium-Essen für drei, alles zusammen kostet es ca. 6 Euro!
Die süßen kleinen Zucchini! bin gespannt ob die die Schnecken überleben.
I hope that my courgette embryos survive the snail attacks
Our woolly neighbours are back, grazing on the flowery meadow.
Unsere wolligen Nachbarn sind wieder da, auf der Blumenwiese
 Die Geißel der Freizeit: Sudoku - the scourge of chilling time: Sudoku 
Und zum Schluss: Mein neuerlicher Versuch, Merenken zu backen ist mir heute wieder einmal grandios misslungen. Vielleicht sollte ich anfangen, sie respektvoll "Baiser" zu nennen, vielleicht klappt's dann. Kann mir irgendjemand sagen, wie es geht? Am besten vorbeikommen und meine Hand halten.
AND: dear English readers, my computer is having a migraine again, life's too short to wait until it gives in and lets me write more than two words a minute.

Monday, 21 May 2012

Lila Süßkram und eine Schokotarte fürs Giftschrankerl

Die rot-weißen Fingernägel sind jetzt inzwischen wahrscheinlich abgekaut!
These red-and-white fingernails must be bitten to the quick by now!
Zum Glück ist mir Fußball letzten Endes wurscht, wer ko, der macht eben die Anderen K.O.
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Saturday was a disaster for Munich football fans...which leaves me out, luckily
Viel wichtiger ist die Nachspeise. Hier mache ich ein Blaubeerparfait, inspiriert und adaptiert von der genialen photisserie, zusammengerührt im Nu aus 300g pürierten Blaubeeren aus der Tiefkühle, 100g saure Sahne und abgeriebener Zitronen- oder Limettenschale. 150g Zucker mit 3 Eigelb über einem köchelnden Wasserbad dick und schaumig schlagen.
dann die Blaubeermasse sowie einen halben Becher geschlagenen Schlagrahm unterziehen. Etliche Stunden einfrieren, bei Bedarf aufschneiden und essen.
This lovely parfait is so easy to make. Mix 300g frozen and defrosted blueberries with 100g of creme fraiche and lime zests. Then whisk 3 egg yolks with 80g sugar in a bowl over simmering water until it thickens and doubles in volume. Whip some 100ml of whipping cream - I daresay double cream would work, too. Stir the blueberries and the whipped cream into the beaten egg. Freeze for at least a couple of hours before eating.
Ein Traum in fliederfarben...Und schmeckt so gut zur Schokotarte 
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A dream in lilac, and it complements (or maybe compliments) the chocolate cake perfectly
 Hanne hatte recht. Ich habe diese Schokoladentorte nach ihrem Rezept gebacken, und sie ist eine Granate. Sie macht süchtig und muss unbedingt sofort mit vielen Freunden gegessen oder weggesperrt werden. So lange ich den Schlüssel zum Giftschrank kontrolliere. Statt Zimt habe ich übrigens meine Tonkabohnen eingesetzt, eine halbe Bohne in den Teig gerieben - wie eine süße Muskatnuss - schmeckt wunderbar.
I tested a new recipe for chocolate cake this week: it is so delicious and addictive, that it needs to be eaten very quickly with friends - preferably with a slice of fruity parfait and cream - or else locked away somewhere safe.
 For the cake  :
250g butter, 250g sugar, half a grated tonka bean (I go them for Christmas, above, they are lovely) , 4 eggs, 100g dark chocolate, 250g ground almonds, 2 teaspoons baking powder.
Preheat your oven 180°C. Grease a 23cm cake tin, and dust with flour.  
Melt the chocolate and butter in a pan over another (slightly larger) pan of water.
Whisk the egg whites in a clean mixer bowl until stiff and fluffy,
Beat sugar and egg yolks until pale and creamy
Mix in the ground almonds, the melted chocolate and butter, then fold in the whisked egg whites, taking care not to knock out the air.
Pour into your cake tin and bake for 30 – 45 minutes. Test it by sticking a skewer or knife through it:when it comes out dry, it’s done. I found mine was perfect and still a bit  sticky at 40 minutes.

FROSTING: Melt 100g dark chocolate with 50g butter, then blend in 1 tablespoon of good sunflower or walnut  oil, 50 ml of strong coffee or espresso and a dash of brandy or Cointreau. Finally, stir in 150g powdered sugar.
Zum Schluss möchte ich dem unbekannten Meister danken, der für den Hofflohmarkt in Neuhausen diese absolut göttlichen kleinen Spargelküchlein gemacht hat, . Wer braucht da noch Fussballpokale...ich muss unbedingt versuchen, die nachzubacken...
Finally, I would like to applaud the person who made these utterly delicious little asparagus-custard tarts for the fleamarket in my old neighbourhood in Munich yesterday. Who needs football...I will try and recreate them.

Thursday, 17 May 2012

Pizza mit Blümchen

 
Die Wiesen hier sind jetzt so saftig und bunt, man möchte sich hineinlegen und beneidet die Pferde, die sowas Schönes zu essen kriegen.
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Our meadows are so lush now, I just want to lie in them and eat them. I envy those horses, finally they are getting something decent to eat.
 
Wilder Salbei ist das, glaube ich - I think this is called wild sage
In den letzen Tagen habe ich überall nur Pizza gesehen, in den Blogs, und zum Schluss auch in der "Essen und Trinken". Ich hielt mich auch ganz genau an das Rezept, nur konnte ich nicht glauben dass 5g Hefe genug sind für 500g Mehl, also nahm ich den ganzen Würfel (ich dachte, er meinte Trockenhefe...aber dann habe ich bei der Küchenschabe gesehen, dass sie auch 4 g frischen "Germ" auf 400g Mehl nimmt.
Schaut euch bloss diesen Teig an - ich glaube er lebt.
Aber die Pizza war trotzdem sehr essbar! Beide habe ich mit Olivenöl und Tomatenmark bestrichen, dann die eine mit Sardinen belegt und bunten Tomaten geschmückt. Oben drauf die zerrissenen Mozarellastücke. Ca.15 Minuten im 250° vorgeheizten Ofen backen.
  Auch scheint mir Pizza nicht die Herausforderung zu sein, für die ich sie immer hielt. Irgendwie schmeckt sie immer. Allerdings, die runde Form die dem Süditaliener so leicht von der Hand geht, gelingt mir noch nicht.
 Pizza zwei wurde mit Speckwürfelchen und Zwiebeln, die ich vorher lang in der Pfanne leicht gebraten hatte, belegt und mit roten Tomaten und Mozarella fertigbelegt.
Zwei Drittel des Teigs habe ich eingefroren, freu mich schon auf die nächsten Pizzen.
Ja, und die Nachspeise werde ich demnächst vorführen.
Lovely tomatoes and a number of pizza recipes I came across made up my mind yesterday: Pizza Day! I based the dough on two recipes, both of which said to use 1g live yeast for 100g flour, which I couldn't believe. So I used the whole packet of 42g with 500g finest 00 type Italian flour. It worked just the same - but look at that aggressive dough (further up)! I crumbled the yeast into some 300ml warm water, stirred in a little flour and then added the remaining flour. Keep kneading until the dough is supple, then let it rest in a warm place until its grown about twice its size, knead again, rest again...then I made three balls out of it. Two I put straight in the freezer for later. One I made into two flat rounds or almost rounds. I don't know how the Italian pizza gods do it, I certainly can't.
Both pizza bases were brushed with olive oil and tomato paste. Pizza one got a tin of sardines and a ring of yellow tomatoes, topped with torn mozarella. On pizza two I spread cubed bacon which I had fried with a diced onion, also topped it with mozarella. Bake in a very hot oven for about 15 minutes, or until it is just not quite burnt.
What we had for pudding is another story...watch this space.

Wednesday, 16 May 2012

Computer says no

 Zwar habe ich gerade eigentlich zu wenig Zeit, mich mit meinem Computer rumzustreiten. Blogeinträge zu schreiben ist grauenhaft, ständig bockt er und behauptet „ein Skript mit langer Laufzeit verhindert, dass Blogger reagiert“. Was? Ich will schreiben, aber er bleibt einfach stehen.  Um diese paar Zeilen zu schreiben, brauchte ich zehn Anläufe. Diese Geduld bringe ich nicht auf. Kennt ihr das auch "blogger reagiert nicht"?

Später: aber ich habe ein schlechtes Gewissen, Belgien so im Regen stehn zu lassen. Es gab ja ein paar richtig schöne Radeln-zwischen-Blumenwiesen-Tage, und dann ist es hier sehr SEHR idyllisch und ich muss dauernd fotografieren. Dann sitzt man im Taglachinger Biergarten, weil Mütterlein ihren Erdbeerkuchen braucht und sich ein bisschen ziert, wenn der Wirt sie zur Begrüßung küsst („de Busslerei mog i ned“), aber dann gnädig und erwartungsvoll nachgibt. Die beiden kennen sich sehr gut.
Aber heute gehts schon wieder gach auf die Kalte Sophie* zu...
*nach der Kalten Sophie, sagt die Folklore, gibt es im Frühling keinen Frost mehr. Haha. In Sarajewo schneits, hat mir jemand geschrieben.

I don't have a lot of leisure time for blogging, and my computer is playing up, lets me beg to write my post in the blogger post box. I feel like saying yes, fuck you too, but there is a limit to how long I want you to look at Belgium in the rain. These last few sunny days have been too idyllic, I cycle past flowery meadows and just HAVE to take the fiftieth foto of the horses among the buttercups… We took Mum to the beergarden of our local, she loves the strawberry cake there. She tolerates the landlord – who is a friend – pecking her cheeks (“I can’t stand all that kissy-kissy” she grumbles, and then graciously offers her cheek
Let's count our blessings – it’s the last frosty day tomorrow, or so our folk saints say: St. Sophia heralds the final end of winter. Haha. It’s snowing in Sarajewo, I was told.

Saturday, 12 May 2012

Belgien im Regen

Dieses Wochenende steht für mich im Zeichen von Belgien - meine Arbeit verlangt dass ich vorhersage, was belgische Konsumenten im Jahr 2020 machen werden - Anregungen und Ideen willkommen!  Dazu regnet es - also ein perfektes Stimmungsbild. Wieviel lieber wäre ich mit der Vorspeisenplattlerin in Venedig oder mit meiner Schwester im Alentejo. Stattdessen multi-taske ich mit Belgien, Blog und Küche...
Allerdings ist es hier nach einer zweitägigen Hitzewelle - mit Biergarten und genüsslichem Schwimmen im Steinsee -  besonders schön, feucht und maigrün, die Quittenbäume, die Margariten und der Flieder blühen und meine ersten Tomatensprossen spitzen durch die Erde. Der Regen hat auch das tägliche Traktorrennen auf unserer kleinen Straße beendet; das erste Heu ist eingefahren und die Gülle versickert schön langsam in der Erde.
Alles duftet wieder.
Auch in der Küche: zum Kaffee gibt es heute eine Clafoutis mit Ananas. Wenn man eine ganze Ananas kauft, bleibt nach der ersten Begeisterung oft eine Hälfte beharrlich übrig, und die ist jetzt hier drinnen.In den meisten französischen Rezepte findet man Clafoutis mit Sauerkirschen, die ich hier eben mit Ananasstückchen ersetze - man kann auch Äpfel, Rhabarber etc. nehmen. Hier habe ich mich, wie so oft, an meine Inspirationsquelle für alles Französische, Bolli'skitchen, gehalten:
Den Teig aus 400ml Vollmilch , 140g Mehl ( oder halb halb Mandelpulver), 1 Messerspitze Backpulver, 4 Eiern, ca. 80g Zucker, 50g weicher Butter, Zimt und wahlweise Vanilleessenz gut verrühren. Dann die Ananasstücke dazugeben und in eine gebutter Tarteform (24cm) oder eine Springform geben.Bei 180° gut 45 Minuten backen.
Übrigens einer der schnellsten Kuchen, die man machen kann!
In most French recipes I found clafoutis made with cherries, in this one, adapted from German-French site Bolliskitchen, I used pineapple pieces left over from a whole pineapple that I bought and we never quite managed to eat up.
Make a batter with 400ml full fat milk, 140g self-raising flour ( you can also use half ground almonds), 4 eggs, about 80g sugar, 50g  softened unsalted butter, cinnamon and/or vanilla essence. Throw in the pieces of pineapple - or apple, rhubarb or cherries.
Bake in a greased cake tin or some such thing at 180° C for 45 minutes until golden.
This is also one of the quickest cakes to make!
Our little road has become the usual springtime racing track for tractors, delivering manure to the fields and coming back with trailers full of freshly mown grass. After a two day mini-heatwave which saw me happily swimming in our local lake Steinsee and dining in a beer garden, today is wet and May-green, calmer and cooler, a perfect day for thinking about Belgium (any ideas welcome). For this is what my work demands today, to predict what Belgian consumers will do in 2020. Thanks to the Internet, I won't be travelling there.It would be nice to be in Portugal where  my sister is doing her own research. Instead, I am multi-tasking with Belgium, blogging and baking.
Also, I look out on my wet garden which is gorgeous with the first flowers exploding and myriads of seedlings peeping out through the earth.

Wednesday, 9 May 2012

The devil is in the eggs

Derzeit ist meine Spielwiese wieder mal begrenzt; aber wann immer ich Zeit habe, spiele ich in meiner Küche und mache hübsche kleine Speisen. Gestern, zum Beispiel, spielte ich mit gekochten Eiern zum Thema Gelb.
 Ich mischte die Dotter mit Creme Fraiche und einem winzigen Stück Chili und dekorierte das Ganze mit Forellenkaviar. Ja, auch sowas gibt's bei uns auf dem Lande. Dazu rührte ich schnell einen Bliniteig. Man muss ein Stückchen Hefe erst in lauwarmer Milch auflösen, fest rühren, dann Mehl, ein Ei und noch mehr Milch dazu bis es ein dicklicher Teig ist. Etwas stehen lassen und dann kleine Küchlein in Öl oder Butterschmalz rausbacken.

Aber nicht immer habe ich Zeit und Lust, das Essen so elegant zu stylen! Öfter als man es in einem Foodblog sehen möchte, ist das Essen eine schnell improvisierte Angelegenheit nach dem Rumfortprinzip. Und nicht selten wird es vor der Glotze eingenommen, "Later with Jools" täglich auf ZDF Kultur, eine fabelhafte Musiksendung, in der so ungefähr alles vorkommt was man je hören möchte. Bei schönem Wetter essen wir dann auch mal auf der Terrasse, wenn ich es endlich schaffe zu I*EA zu fahren und einen neuen Schirm zu kaufen. Meinen alten hat Mütterlein mitgenommen mit den Worten: "der passt gut auf meinen Balkon".
Also, dieses Reisgericht ist aus folgenden Zutaten zustandegekommen: Basmatireis, mit TK-Erbsen, wie immer in Zeitung gewickelt im Bett gedämpft. In der Zwischenzeit eine grob und unfotogen zerstückelte Zucchini mit etwas Olivenöl gebraten, und in einem Rest feinster Spargelsuppe aufgeschnittene Wienerwürstl gewärmt. Dazu (nicht im Bild) ein grüner Salat mit Radieserl angemacht. Und dann - der Clou - wird der Reis mit Suppe, Zucchini, Wiener und Schnittlauch gemischt. Den Salat gibts separat. Schmeckt hervorragend, ich werd's beim "Feinschmecker" einreichen.
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Anschließend ein Abendspaziergang in unserem alpinen Vorgarten.
As you know, I love playing with food whenever I have time, and I like food best when it is easy to make, tastes nice and looks good. Just like these devilled eggs and blinis I made yesterday, all in yellow and orange. The yolks I mixed with some creme fraiche and a bit of chili, the topping is fabulously orangey trout caviar. I used to think making blinis is hard - but like all peasant foods, it really is far from being rocket science. I had live yeast - use dried if you don't - which I stirred into a bit of warm milk. Then you add flour, a bit more milk and an egg and mix it all until you get a thick but still liquid batter.Leave for some 10-15 minutes, then bake little spoonfuls of it with oil or clarified butter.

However, life is often hectic and the food I prepare is not quite worth blogging, more like an improvised source of fast and greedy eating. Here is tonight's sample: a wild and delicious mixture of rice and frozen peas, cooked sustainably by letting it come to the boil and cook it in the bed, snugly wrapped in newspaper. I added the rice to a bit of leftover asparagus soup, three chopped frankfurters and a fried courgette. A leaf salad was the only thing that was not thrown into the mix but served separately. All this we eat watching "Later with Jools", a programme that is our nostalgice link to a former life in which music was the second most important thing.
Now, we have our own alpine front garden for the after-dinner walk.