Friday, 29 June 2012

Ciao ciao bambini...

Das war eine Nacht - mitansehen zu müssen, wie unsere lieben Buben von den gnadenlosen Azzurri niedergemäht werden...Und dem Irokesen war die gelbe Karte wurscht, die er für seinen triumphalen Striptease bekam - er war es sich wert. Seine beiden Tore waren auch ziemlich lässig. Jetzt reicht's aber mal wieder für ein paar Jahre mit dem Fußball.  Ein geradezu biblischer Sturm weckte mich um 7.30 auf und ich war überzeugt, der Flohmarkt heute abend würde ins *haha* Wasser fallen. Aber um 10.49 scheint schon wieder die Junisonne und ich kann hoffen, dass ich den Keller heute abend um ein paar Sachen erleichtere.
18h, Schulhof Alxing. Ein Katzensprung von München!
An diesem schwülen Donnerstag gestern hatte ich (natürlich nach dem Morgenschwimmen im Steinsee) nichts besseres zu tun als diverse Baumärkte im Landkreis abzuklappern, weil Frau Mütterlein eine Plastikmatte für den Balkon braucht. Und zur Polizei in EBE zu gehen, weil jemand versehentlich (bei einer Münztanke) auf meine EC-Karte getankt hat. Diese Polizist ist jetzt mein bester Freund und Helfer, weil er mit Autonummer tatsächlich die Person gefunden hat, welche mir bestürzt sofort das Geld - immerhin 77 euro - überweisen wird. Nie wieder münztanken! lieber zufuß gehen.
Aber am Nachmittag fand ich dennoch Zeit für einen Versuch mit der neuen (Flohmarkt!) Eismaschine. Und juhu! es funktioniert wunderbar.
Ich folgte einem Rezept in der beliebten "Schrot und Korn", traue mir aber jetzt die volle Improvisation zu - man kann praktisch alles zusammenrühren, was man gerne eiskalt genießen will.
Hier also eineinhalb Becher Schlagrahm schlagen, drei knackfrische Bioeier mit 100g Puderzucker und der gewünschten Vanilleversion verrühren (ich nahm Vanillepulver). Schlagrahm und Eiermasse zusammenrühren und in den im Tiefkühlfach vorgekühlten Eisbehälter gießen. Dann die Maschine eine halbe Stunde dahinrühren lassen, und das Eis in einem geeigneten Plastibehälter ins Gefrierfach stellen - oder einfach gleich essen.
Bei uns gab es mittags Erdbeerpfannkuchen, und später noch Kaiserschmarrn, mit Vanilleeis und dazu dem genialen Ingwereis vom Bioladen (das wird dann mein nächstes Projekt).
 
  Another horror football night last night, watching our German boy group being trashed by the Awesome Azzurri. With unblinking zombieness the guy with the mohican took on board a yellow card for a triumphant striptease after his second impressive goal. Scary - a bit like that film with Mel Gibson where the Scots rebels paint their faces blue.
But now I have had enough of football for a while and return to the kitchen.
After a sultry day yesterday, a swim and some annoying official tasks, this morningI woke up to a biblical storm. But by 11a.m. the sun is back, the beanstalks standing up straight again, and I can tell you all about my first successful adventure in ice-cream making.
I got this ice-maker machine in a jumble sale and it took me a while to work out that you keep the container alwaysin the freezer. I also understand now that you can make ice-cream with whatever you feel like: cream, double or single, milk, yoghurt...fruit...eggs...berries...spices or herbs like ginger, rosemary, lavender...it's something I will experiment with.
Yesterday I used a basic recipe where I whip 300ml whipping cream, beat 3 fresh organic eggs with 100g icing sugar and a spoonful of vanilla powder (powder gives you the nice black vanilla flecks).
Fold it all together and pour it into the cold container, then churn the mass for 30 minutes, or more if you want it more solid. Then freeze it in a plastic container, or eat it!
 In my case, I made a pancake-strawberry-icecream surprise for the summery terrace.

Wednesday, 27 June 2012

Flohmarkt, Fußball und Tortillas

Heißer Tipp für alle Leserinnen die sich östlich von München rumtreiben: Am Freitag den 29.6., also sehr bald, gibt es im Schulhof von Alxing einen abendlichen Flohmarkt, von 18-22 Uhr. (Bin etwas abgelenkt weil ich mit dem linken Auge Ronaldos bisher vergebliche Runs auf das spanische Tor beobachte). Luisa und ich haben auch einen Stand, und es gibt auch ein Kuchenbüffet. Die Kuchen sind von hochbegabten Landfrauen und deshalb sehr zu empfehlen. (Oh Gott, was für ein Gehacke dieses Spiel ist. Ist der Riese Alves der Gott des Gemetzels?).

Zufällig und ganz ohne Zusammenhang zu Fußball habe ich heute Mittag eine spanisch angehauchte Kreation zum Mittagessen gebastelt - eine tortilla de patatas. Angeregt dazu wurde ich auch ein bisschen von der Kaltmamsell, deren Rezept eine Debatte auslöste über gewürfelte oder in Scheiben geschnittene Kartoffeln. Ich würde mal raten dass des einen Oma sie würfelt und der anderen Mama - wie auch meine Freundin Lola -  sie scheibelt. (Ach je, jetzt auch noch die Verlängerung).
Ich hab gewürfelt, alles auf dem Bild zu sehen: zwei Kartoffeln für zwei Esser, eine Zucchini, auch gewürfelt, mit kleingewürfeltem Rosmarin in genug Öl anbraten. Drei Eier mit Kräutern aus dem Garten (!) und etwas Mineralwasser verkleppern. Ein Stück Käse reinreiben (bitte keine Debatte, auch wenn's die Abuelita anders gemacht hat) und die Masse über die fast weichgebratenen Kartoffeln gießen. Auf kleiner Flamme stocken lassen.
Kurz vor dem Anbrennen alles ausschalten, die Pfanne vom Herd nehmen und - jetzt kommts! die Tortilla auf einen großen Teller gleiten lassen. Dann die Pfanne über die Tortilla stülpen und das Ganze umdrehen. Das macht wesentlich weniger Sauerei, als wenn man, wie allgemein angenommen, die Tortilla in der Pfanne mit Teller oben drauf umdreht. Auf der ausgeschalteten Platte die Unterseite der Tortilla noch fertig stocken lassen.
Gegessen haben wir das Prachstück mit einem warmen Tomatensalat , kleingehackte Tomaten, in etwas Olivenöl gewärmt, mit Balsamicoessig und frischem Basilikum. In der Sonne. Auf der Terrasse. (Ich sehe schon, das läuft auf ein Elfmeterschießen hinaus. Wie ein Horrorfilm.)
Also, Freitag am Flohmarkt.
I am writing these lines whilst watching the Spain-Portugal match out of the corner of my left eye. It is a massacre with not obvious charms, and now it's moving into penalties. Portugal has reached a sort of part-of-the-family status around here, and I can't say that watching the Spanish team play has changed my mind. Now they are starting penalties, the Spanish goalie Casillas looks fit to pass out and I feel like I am having to watch a horror movie. This can only end badly for half of these Gods of Carnage.
Completely off the topic of football, I made a little tortilla this lunchtime. Disregarding the example of my dear friend Lola, I cubed the potatoes instead of slicing them, added a cubed courgette and sautéd the lot, gently, in quite a bit of oil (not olive this time, I used rapeseed as it is local to where I live. Gold star.) and some chopped rosemary.
Beat 3 eggs with a shot of sparkling mineral water and some chives, parsley from the garden and pour over the softened potatoes. Cook gently until the egg has set, then let the tortilla glide onto a large plate and put the empty pan on top to flip the tortilla. This is much less messy this way than the usual "flip the pan" trick.
I made some warm chopped tomato salad to go with the tortilla, lightly fried in olive oil and drizzled with balsamic vinegar.
OH MY GOD Portugal is OUT. Alves the giant  hit the post. Luisa will be in deep "saudade"...
But how deeply adorable, the Spanish players bringing all their babies on the field...
Anyway, I have had enough...off to bed.

Monday, 25 June 2012

Gärtnerblues

Es stimmt schon, dass ich es schön habe. Aber manchmal werde ich saugrantig und zweifle am Sinn des Landlebens. Z.B. wenn ich morgens aufstehe und an den silbrigen Spuren erkenne, dass die Schnecken über Nacht aus meiner neuen Fingerhutblume Kleinholz gemacht haben, unbekannte Täter von meinen Bohnenstangen die Blüten, meine Hoffnungsträger für zukünftige Bohnen, abgefressen haben und sogar die Zucchini kränkeln. Ich bin kein Kämpfertyp. Es braucht nicht viel, mich mürbe zu machen. Ich werfe die Flinte ins Korn. Dann eben nur noch Geranien. Bitte!
Nach diesem frustrierenden Morgen besuchten Luisa und ich ein paar befreundete Gärten am Starnberger See. Eigentlich sollte es eine Essenseinladung werden, die ging aber total in die Hosen - die Gastgeberinnen warteten in München, wir warteten in ihrem Garten in Tutzing...
Als "Belohnung" für die fruchtlose Reise wollten wir in Ambach beim Fischmeister essen. Ich war schon länger nicht mehr dort gewesen, aber möchte über das Essen den Schleier des Vergessens breiten...was für eine Enttäuschung! Jede Bauernwirtschaft macht's besser. Konrad, der letzte Koch der Originalcrew, kocht jetzt im Franz Marc-Museum, und das schmeckt man. Aber C.s Garten hinter dem Haus ist eine Pracht. Sie meint, er sei einfach zu groß für feindliche Übernahmen durch Schnecken.
On the whole, I am pretty content with my life. Except early these last mornings, when I walk out on my terrace to view the damage done to my plants over night. Snail trails all over my foxglove, courgettes looking damaged, ants (or someone) have chomped the flowers off my beanstalks, my only hope for a beanfeast disappeared overnight.
I am annoyed and getting very close to just giving up the fight. I mean really, fighting with slugs? Pitting my intellect against ants? I may just settle for my lovely lavender and my trusty herbs and hope for some tomatoes.
Later that sad day, my sister and I drove halfway across the county to have dinner at some friends'. The garden was splendid but the house was strangely empty. A few phonecalls later it turns out they were expecting us in town, Too late to join them and deprived of dinner we decided to eat at a once favourite and reliably good country inn. What a disappointment - all the good chefs have gone and the new guys can't cook. A kingdom for a McD...
The gardens have improved vastly, though. And not a snail to be seen.
Am Ende dieses seltsam verdrehten Tages reichte es noch für ein erfrischendes Bad im frühabendlichen Starnberger See.
This bewildering day trip around Lake Starnbergersee ended happily with a beautiful swim in the evening sun-kissed ripples.
Und daheim gab's dann noch was Essbares - at home, at last I found something edible.

Friday, 22 June 2012

Ein Tag allein zuhause

 Frühmorgens mit Frühaufsteherin Luisa zum Steinsee, alles ist noch regenwaldmäßig dampfig vom nächtlichen Regen. Erfrischend, aber ich merke doch, dass meine optimale Schwimmzeit eher der späte Nachmittag ist. Werde nie einen Wurm fangen.
In the morning, a quick dash to the lake with my early bird sister, while the mists from last night's torrential rains are still hanging low. A refreshing experience, although my prime time is the late afternoon...will never catch that worm.
***
Mittags mache ich mir nachhaltigerweise aus meinem alten Weißbrot ein Mittagessen mit French Toast und selbstgerührter Erdbeermarmelade: Weißbrot in Ei und Milch getunkt und in Butter gebraten. Oder heißt das Arme Ritter?
For lunch I very virtuously use up all the stale white bread, making French toast. You know how: soak the bread slices in an egg whisked with enough milk and a bit of grated tonka bean or some vanilla essence, and fry in butter
Nachmittags als Gegengift zur Arbeit am Computer aus restlichem Mürbteig Plätzchen gebacken
Around mid-afternoon, work gets boring and calls for an antidote: baking quick shortbread biscuits.
***
Abends versinke ich in britischer Nostalgie mit Sarah Wiener, die mit Gewehr auf den Yorkshire Moors rumkaspert, und mit Mr. Darcy. Ich hatte die Szene mit dem nassen Hemd irgendwie aufregender in Erinnerung...bin wohl inzwischen abgeklärter.
My evening is spent wallowing in English nostalgia with a cooking programme featuring my favourite German woman TVchef, Gary Rhodes and some grouse. Followed by Mr. Darcy and the white shirt scene which I remember being much hotter in the nineties...
old age ?

Wednesday, 20 June 2012

Die Freuden des kurzen Sommers

Nie hätte ich gedacht dass ich mal eine Terrasse haben würde,  die mich so  ins Garteln reinzieht. Meine Fingernägel tragen Trauerränder, der Garten trägt Blüten. Gestern habe ich vor Begeisterung über die vielen neuen Blumentöpfe (danke, liebe Susa!!) dazu hinreißen lassen, die Tomatenpflanzen in der Mittagshitze umzutopfen. Es gibt noch viel zu lernen. Ich hoffe, sie überleben das, und die Schnecken. Ich muss gestehen, die Pflanze die am robustesten eine Blüte nach der anderen produziert - mitsamt sprießenden Mini-Zucchini - habe ich im Baumarkt gekauft. Von meinen selbstgesäten sind die Bohnen langsam erkennbar an den kleinen Blüten. Das Grünzeug, von dem ich vermute dass es Chilis sind, macht noch keine gültige Aussage: ich erwarte gespannt, was ich da ernten werde. Und schon ist es so weit: ich gehe jetzt ins kühle Wohnzimmer, draußen ist es mir zu heiß.
 Who would have thought that I'd end up a busy little gardener with proper black fingernails? My own terrace covered in pots with tomato plants, courgettes, herbs, and something green that I seem to remember will be chilis...I made the mistake of repotting my tomatoes in the midday heat and they looked a bit knackered for a day, but they have recovered. My most eager and productive plants are the courgettes from the garden centre, they are delivering flowers on a daily base plus the first two mini courgettes. The beans are beginning to show off little flowers, ready to become beans. And now  I am going indoors, it's too hot outside.
 Luisa kam gestern mit einer Handvoll wilder Kirschen daher, die bei mir sofort das Wort "Clafoutis" auslösten. Es waren nicht genug, also öfnnete ich noch ein Glas Sauerkirschen aus meinem Vorratskeller (seit ich 2km vom nächsten Lebensmittelgeschäft entfernt wohne, kaufe ich Vorräte, die uns durch mindestens zwei Hungersnöte retten würden). Die Kirschen lege ich in eine gebutterte Quicheform, darüber gieße ich den Teig aus vier Eiern, etwas abgeriebener Zitronenschale, einem Becher Milch und soviel Mehl dass es einen festen Rühteig ergibt (mehr Milch und Mehl zugeben wenn der Teig zu wenig ist). Das Ganze backen bis es fest ist, ca. 20 Minuten, oder bis jemand schreit "da brennt was an".
Mit der Kirschenflüssigkeit aus dem Glas machte ich eine Art Grütze/Soße, die sich am nächsten Tag in einen köstlichen Kirschpudding verwandelte. Die Methode ist pure Dr. Oetker-Prosa: ich rührte zwei EL Maisstärkemehl mit 2EL Zucker und etwas Kirschsaft an. Den Rest kochte ich auf und rührte "in die kochende, von der Kochstelle genommene Flüssigkeit" die angerührte Mehlpampe ein. Fertig ist die Kirschsoße, über die warme Clafoutis gießen. Die übrigens auch Kirschmichel genannt wird, oder sogar Kirschplotzen, sagt meine schwäbische Freundin J.
My sister arrived home from her bike-ride with a handful of wild cherries which activated the clafoutis button in my brain. There were not quite enough of them, so I added a jar of cherries from my growing storage supplies in the cellar. Ever since I found myself living two miles away from the nearest shops I have become a major hoarder: I could feed the whole village in case of an emergency..
Back to the pie: all the cherries go in a buttered quiche dish, and they are covered with a pancake batter made with 4 eggs, a large cup of milk and enough flour to make a thick batter. Add more milk and flour if it's not enough. Then bake at 200° for about 20 minutes, or until someone shouts "something's burning".
With the cherry liquid I made a sort of sauce or liquid blancmange, delicious. Just mix 2tbsp sugar with 2tbsp cornflour, stir in some of the liquid. Heat up the remaining liquid and pour over the cornflour mix. Stir well, and pour over the warm clafoutis like a pink custard. D-lishous.

Sunday, 17 June 2012

Erdbeertage, Badetage

An diesem Wochenende waren etliche Stadtbesuche angesagt, es gibt ja viel zu tun gerade. Ein Ausflug zu Ikea war auch dabei, da gerade Umzüge angesagt sind in der Familie. Zu Ikea muss ich sagen, dass nicht alles Junk food auch gleich Junk ist. Dieses Mittagessen war fein, und wir hatten es uns verdient: Lachs, Karottengemüse und Kartoffelplätzchen waren frisch, gut und günstig. Die Kottbüllar kennt ja wohl jeder, der nicht über privates Vermögen verfügt. Die Waffel mit Grütze und Vanillesosse war auch nicht übel.
Am Sonntag besuchten wir die Münchner Surfwelle am Eisbach: eine Touristenattraktion der Sonderklasse, eine endlose Parade von unbeirrbaren Wellenreitern. Anschließend erholten wir uns bei Grüntee und Cappuccino in der Goldenen Bar, einem eher unspektakulären Café auf der Schattenseite vom Haus der Kunst.

 Dafür war es daheim in der grün-goldenen Wildnis umso sonniger. Terrasse, Bohnenstangen, Zucchini, Sonnenschirm, und ein feiner Erdbeerkuchen. So einfach - der Boden aus einem Dritttelstück des tiefgekühlten Blätterteigs (250g Quark, 250g Butter, 250g Mehl) blind gebacken. Erkalten lassen, dann mit einem Schuss Schlagrahm geschmolzener Bitterschokolade bestreichen und mit halbierten Erdbeeren belegen. Schnell, gesund, saisonal, macht glücklich.
 There's been a lot to do recently, some of which involves going into town. Due to a move in the family, Saturday saw us dining in Ikea, which was more of a treat than expected. You know the food, unless you have a private income and buy your furniture in Heal's.
A lovely day today, so we wandered afterwards to the famous surfer wave by the English Garden with its endless stream of hopefuls. Then we had our afternoon tea in the Golden Bar café of the Haus der Kunst which is quite unlike its name - nothing special, a balcony without sunshine.
 
There was plenty of sunshine back in the prairie on our lovely terrace, all golden-green countryside. I had made a delicious strawberry cake on a base of my favourite puff pastry (equal parts quark, plain flour and unsalted butter) which I blind-baked and let cool. Then I used a palette knife to spread a mixture of dark chocolate melted with a dash of single cream on the base and covered it with halved strawberries. How do I love them, let me count the ways... Just one of the countless ways to enjoy the fruit of the season.

Friday, 15 June 2012

Holiday!

Weil heute ein superschöner warmer supersonniger Körper-zur-Bewegung-anregender ferienmäßiger Sommertag war, blieb die Küche natürlich kalt und ich ging mit der aus Portugal zurückgekehrten Schwester samt EngländerInnen, Mutter und Freundin in den Biergarten. Nach Taglaching. Zum großartig einfachen und doch so raffiniert köstlichen Essen: und ois Bio, sogar die Landschaft!
 Because today was a super warm, sunny and gorgeous outdoor kind of day, we didn't bother cooking and instead went to the local beergarden, where myself, the English visitor, the sister returned from Portugal, another English person, Mum and her friend enjoyed some of their wonderful food. Everything is so organic around here, the poppies, the mountains, the wild strawberries, and all the food..



 Und zwischen Frühstück und Mittagessen auf der Terrasse waren wir drei starken Frauen auch noch im Steinsee, wo irgendwelche wunderbaren Menschen den vom Winde verwehten Holzsteg wieder neu hingebaut haben.
Some time between breakfast and lunch on the sunny terrace, we three strong and brave women went for a swim in Steinsee, where someone has kindly replaced the storm-tossed wooden jetty.

Tuesday, 12 June 2012

Peace and quiet - and some sunshine, please

Na, geht doch. Salamandra ist wieder da, mein Auto ist wieder da und die andere lahmende Ente wird jetzt repariert. Hatschen kann ich wieder, die Freundin ist da (was automatisch Kuchen heißt), und meine Mutter hatte jede Menge Besuch heute. Jetzt ist erst mal ein bisschen Ruhe.
Things are now going back to normal. My car was ready at 9.30 this morning (Luisa!) and the other banger is in the repair shop. I walk again, my London friend has arrived (which signifies all barriers removed on cake consumption) and my Mum had oodles of visitors today. Now I want to relax a while.

Monday, 11 June 2012

Neues aus der Krisenzone

Beide Autos sind jetzt  in der Autoklinik. Das Regenwetter macht  Radeln schwierig bis unmöglich und auch die Fusswunde ist immer noch mobilitätseinschränkend. Morgen kommt meine Freundin D. aus London in unsere chaotische Landidylle.
Aber mei, D. kennt mich und meine Schwachstellen ("not your foot  again!"). Und die engelsgleiche Pflegehilfe meiner Mutter ist aus dem Urlaub zurück.
La vita é bella!
 ***
Here's the update: both cars now in car hospital and weather too wet to cycle. My foot still keeping me at home. Tomorrow my friend D. from London is arriving into this home of chaos and despondency, but she is used to me being chaotic and despondent and required no long explanations: "Not your foot again!" Cooking at the weekend was tentative but tasty and looks lovely. And my Mum's charming home help is back from holiday. Life is beautiful.

Bleibt nur die Küche. Trotz allem sind uns am Wochenende ein paar einfache, aber hübsche Gerichte gelungen zum Beispiel dieses Mittagessen: Spargelomelette mit Salzkartoffeln und typisch englischen Erbsen vom Engländer, rote Beete püriert mit Creme Fraiche von mir.
There is always the kitchen! In the midst of adversity, we managed to produce some pretty edible dishes: Classic English frozen peas, boiled potatoes and asparagus omelette courtesy of the man, pureed beetroot with creme fraiche by me!
Eine sehr gesunde, ja heilende Süßspeise ist dieses Erdbeerragout mit selbstgerührtem Rhabarbereis. Erdbeerragout ist ein elegantes Foodie-Wort für gezuckerte, geschnittene Erdbeeren, die man mit mit Limettensaft und einem Schuss Orangenlikör noch stärker ragoutisieren kann. Das Rhabarbereis entstand aus Rhabarberkompott mit ungeschlagener Schlagsahne (fühlte mich zu schwach zum Schlagen) und einem Löffel Jogurt. Es wurde im Gefrierfach gefroren und hin und wieder umgerührt, um die Kristallbildung aufzuheben.
Dazu gibt es Topfenknödel: man beachte im Omarezept den Hinweis auf die teure Zeit!
Mehlspeisen wie Topfenknödel werden hier in Süddeutschland übrigens gern als Hauptspeise gegessen.
Ich habe eine einfache Version gemacht, 250g Quark und 2 Eier verkleppert, dann 3 EL Grieß und 3 EL feines Weizenmehl druntergerührt,  30 Minuten quellen lassen. Mit zwei Esslöffeln Nocken stechen,  im siedenden Wasser garen bis sie nach oben schwimmen.
Rausfischen, abtropfen lassen, dann in Mohn und Zucker wuzeln.
This dessert sweetened the weekend: strawberry ragout, which is a strange foodie word for chopped strawsberries with sugar, lime juice and optional dash of Cointreau, left to marinate a bit. I also made rhubarb icecream in the freezer by stewing a bit stick of rhubarb and mixing it with a tub of whipping cream - I felt too weak to whip at the time. Works a treat if you stir it occasionally while its freezing, to minimise crystal formation.
We ate all this with quark gnocchi, which in my part of the world constitutes a perfectly respectable meal for the Catholic meatless Friday. Mix 250g quark or ricotta with 2 beaten eggs, 3 tbsp sugar, 3 tbsp plain flour and 3 tbsp semolina. Leave to set a while then form gnocchi with two spoons and drop them in simmering water, leave until they rise to the top. Take them out with a slotted spoon, when the water has dripped off, roll them in a mixture of poppyseeds and sugar.
Wie man sieht, sie gehen aber auch als Nachspeise! Vielleicht sogar mit Schlagrahm.
***
As you can see, they also make for a nice pudding! you may add whipped cream.

Friday, 8 June 2012

Songs from the ground floor

Mütterlein wieder daheim, geschwächt und ein bisschen armselig. Ich auf Glasscherbe getreten, natürlich am Feiertag. Krankenhaus, rausgeschnitten gekriegt. Dann Auto am Arsch, im Regen nur mit Handbremse abgeschleppt. Werkstatt wegen langem Wochenende geschlossen. Luisas Auto irgendwie seltsam, Hinterrad eiert und fällt vielleicht ab.  Zu nass zum radeln. Sitze fest.
Kuchenpause wegen ungewöhnlicher Belastung aufgegeben. Harte Zeiten. Heute Waffeln gebacken.
Nur Fotoshop geht noch.
Mum is back from hospital, weak and a bit pathetic. Yesterday I trod on a piece of glass, it was a  bank holiday. Hospital, local anaesthetic, bandage. Car broke down. Got towed in the pouring rain, only handbrake works. Garage closed because of holiday weekend. Now using Luisa's car which has a dodgy back wheel. Might fall off any moment. weather too crap to cycle. Am marooned.
Cake break cancelled due to unusual pressure. Made waffles today. Hard times.
At least my photoshop is working.

Wednesday, 6 June 2012

Krankenkost?

Bevor ich überhaupt hier anfange, muss ich eine  Literaturkritik der Sonderklasse empfehlen. Die Frau ist so saukomisch. Für alle die mehr über den unerklärlichen Bestseller "50 Shades of Grey" wissen wollen.
Before I go any further, I would like to recommend this hilarious piece of literary critiscism to all of you who don't quite get why"50 Shades of Grey" is topping the best-seller lists.
Ein Gruß aus dem Garten - an "amuse yeux" from the garden
***
Die letzte Woche war meine Mutter wieder mal im Krankenhaus. Meine Schwester und ich nehmen das relativ ruhig, so nach dem Motto "sie braucht mal wieder einen Kuraufenthalt". Sie kriegt halt schlecht Luft und da kann man schon in Panik geraten. Und im Krankenhaus ist sie sofort wieder in Bestform, sobald sie am Tropf und am Sauerstoff hängt: sie steckt den Putzfrauen 2Euro zu und schimpft über "die alte Frau" (Bettnachbarin, 92) die nachts "dauernd umanandaschleicht, da hab i mi gforchtn". Sie besteht auf ein Telefon, hört aber nichts und ich muss daheim so laut schreien, dass sie mich eigentlich auch ohne Telefon bis nach EBE hören müsste.
Zur Feier der Heimkehr machte ich Schwammerl und Knödl ("mog i jetzt ned"). Ich hätte es wissen müssen, dass Pfannkuchensuppe jetzt die einzige, weil zutiefst heilkräftige, Option ist.
Also gab's bei uns halt zweimal Schwammerl: einmal mit frischen Knödeln und einmal mit Serviettenknödel.
Wie Semmelknödel gehen, weiß ja wohl zwischen Main und Donaumündung ins Schwarze Meer jede Hausfrau: altes Weißbrot, zerkleinert mit warmer Milch einweichen. Ein bis zwei Eier, je nach Menge, eine Handvoll gehackter Petersilie, Muskatnuss, Salz. Wenn der Teig zu weich ist, lieber noch eine Semmel rein - Semmelnbröseln machen ihn dann zu hart.
Quellen lassen, knödeln, siedend kochen bis bissfest. Ich habe diesmal in die Knödlmitte noch mit Zwiebeln gebratene Speckstückchen reingearbeitet. Aus dem Rest des vielen, vielen Knödlteigs machte ich wie immer eine lange Wurst, rollte sie in Klarsichtfolie und fror sie ein. Man kann sie dann jederzeit in Scheiben schneiden und in der Pfanne braten - fast food!
 Die Soße besteht aus frischen Champignons, eingeweichten getrockneten Steinpilzen und TK-Schwammerlmischung aus Pfifferlingen und Steinpilzen, angebraten mit Zwiebeln, mit Mehl bestäubt und mit dem Pilzwasser und Sahne abgelöscht. Mit gemörserten Pfefferkörnern und Petersilie würzen.
This last week, my Mum ended up in hospital again. She does that periodically when she feels a bit insecure – my sister and have become quite philosophical about it – it’s like, “she needs her spa holiday”. She recovers immediately and becomes quite jolly, handing out tips to the cleaners, moaning about “the old woman” (two years older than she, but what a difference) in the bed next to her who keeps her awake at night (“she scares me”) and makes me shout at her down her hospital phone because she can’t hear.

Now, she is home again, and I made us a meal of dumplings and mushroom sauce. No, thanks, don’t like it. I should have know that  what she needed was the magical get-well-soup, nice broth with strips of pancake.
So we ended up having dumplings twice. Most housewives and pub landlords between Frankfurt and the Black Sea know how to make them. The "dough" is made from a bowl of stale white bread torn or cut into bits (in Germany you can even buy white rolls ready cut into  dumpling bread, "Knödlbrot") soaked in warm milk, mixed with two eggs, chopped parsley, and as a slightly sophisticated twist. Nutmeg. If the dough is too soft, mix some more bread bits in.

Leave to swell a while, then form dumplings in your hands and put them in simmering water for 20 minutes or so.
I fried some bacon with onions and put them in the middle of each dumpling.
With the rest of the dough I made a long sausage, rolled it in cling-film first then in alu foil and steamed it in a saucepan of simmering water for about 25 minutes. Then you can either eat it as it is or freeze it for a nice, instant fry-up.

For the sauce, I fry onions, powder them with flour and deglaze them with the liquid of the soaked dried cepes or porcini. I added some mixed frozen mushrooms and the soaked cepes, crushed black peppercorns and more parsley. At the end, add cream to get a rich sauce – not a soup!
Zum Schluss, eine kleine Nachspeise aus Quark, Jogurt, Zucker und Zitrone.
A modest pudding to finish off - quark, yoghurt, lemon, sugar, lemon zest.

Monday, 4 June 2012

Blüten, Schnecken, Rumfort

Samstag im Botanischen Garten, mit den flickr-Kolleginnen, alles Fotoholics wie ich. Fast ein bisschen wehmütige Erinnerung an die letzten zehn Jahre, als der Botanische mein Vorgarten war, leicht erreicht mit dem Fahrrad am Nymphenburger Kanal entlang.
Eintauchen in das Grün des Arboretum, der knallrote und blaue Mohn, der idyllische See.
Der berühmt-berüchtigten Dampfnudel im Café konnte ich leicht widerstehen.
 Saturday I was “in town” in the Botanical Gardens to meet up with my fellow photo-nuts from flickr. I loved these gardens when I was living virtually next door to it, cycling along the canal to visit it in every season, enjoying it in the exuberance of spring as much as in the severity of winter, when you might have the whole garden almost to yourself.
I didn’t go for the infamous steamed pudding this time…
Das Kochthema des Wochenendes war die Verarbeitung übriggebliebener Teigreste. Nach dem Motto "langes Fädchen, faules Mädchen" mache ich immer große Mengen Teig und friere ihn ein.
Für diesen pizza-artigen Kuchen nahm ich den restlichen zuckerfreien Mürbteig, immer noch zu mürbe aber sehr essbar, und belegte ihn mit Tomatenscheiben, Mozarella und Chorizo. Dabei stellte ich fest, dass ich Chorizo nicht mehr mag, zu fetttriefend. Ich glaube, bei mir geht's im Sauseschritt Richtung fleischlos...Dafür schmeckte das Gemüse aus Mairübchen und Gelberüben besonders fein mit einem Löffel Butter und Kräutern aus dem Garten!!
The weekend cooking theme was using up prepared and frozen dough. Whenever I make pastry and dough I make loads and freeze it, having found out the empirical way that every dough can be frozen, pasta dough, cake dough, even ones made with yeast. So I spread the remains of the shortcrust pastry in a cake tin and laid slice tomatoes, mozzarella, red peppers and chorizo on top. It tastes very good but is too crumbly to pick up…a mess. Also I decided chorizo is not for me any more, way too greasy. I get a sneaky feeling meat will feature less and less on my menus as time goes on. I enjoyed my little side dish of steamed turnips and carrots, though, with a dollop of butter and herbs from the garden.
With the remains of my yeast-rich dough from last week, I made my first cinnamon rolls. This is a wonderful discovery as they are easy and quick to make. Once the frozen dough had thawed, I kneaded it vigourously and let it rise for a few hours. Then kneaded it again, didived it in six sections (for my muffin tin with six holes) and rolled each one into a long strip. On this strip I  spread the filling – in my case a mix of soft butter, cinnamon, sugar and ground hazelnuts. But obviously you can use whatever you like, for example lemon and poppyseeds with crème fraiche, or make a savoury fillig with goat cheese and sundried tomatoes…Then roll up the strips and put them in the tin – I cut them in twos as they were long and thin.
And reader, I admit I ate two of them, breaking the no-cake rule on day six already. I don't have much hope for a slender silhouette.
Mit einem Rest Hefeteig aus dem Gefrierfach machte ich heute noch schnell und völlig uneigennützig diese Zimt-Haselnussschnecken. Ich bin angenehm überrascht, wie gut man Hefeteig einfrieren und wiederbeleben kann. Auftauen, kneten. nochmal länger gehen lassen. Es war der Teig mit der Überdosis Germ drin, vielleicht hat er deshalb so eine Lebenskraft. Der Rest ist einfach: weiche Butter mit Haselnüssen und Zucker mischen, auf die lang ausgerollten Hefeteigplatten streichen, zusammenrollen, in passende Stücke schneiden und senkrecht in die Form stellen (ich habe eine 6er Muffinform benutzt). Mit Butter bestreichen, backen bis fertig.
Man kann natürlich auch andere Füllungen machen, mir fällt da zum Beispiel Mohn, Zitrone und Creme fraiche ein, oder auch getrocknete Tomaten mit Ziegenfrischkäse.
Ich gestehe, dass ich schon am 6. Tag meines Kuchenentzugs schwach wurde und zwei von den köstlichen Dingern verputzte. So wird das nie was.
Eine wunderbare Installation im Botanischen Garten. Ich freue mich schon drauf, sie im Winter zu besuchen, wenn kein Mensch da ist.
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With a little help from my flickr friends, I discovered at last this lovely installation. Looking forward to visiting it in winter time, when it's all lonesome.
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