Monday, 31 December 2012

Tales from the City

In Abwandlung einer Zeile von Martina Schwarzmann moechte ich hier sagen "Es muas a amoi wos in d`Hosn geh deafa" (Uebersetzung: "Es muss auch mal was komplett schief laufen duerfen"). Mein Silvester auf der Isle of Wight ist also in d`Hosn gegangen...ich bin wieder mal krank, kehrte fiebrig und hustend in die Hauptstadt zurueck wo ich eine Wohnung fuer mich allein habe wo ich rumliegen und mir Leid tun kann. Den Englaender habe ich unter Androhung schwerster Konventionalstrafen angehalten, allein zu seinen Freunden zu fahren und eine von B.`s Gourmetmahlzeiten zu geniessen. Dies wird mein erstes Neujahr ohn perlende Schaumweine...wer weiss, wozu es gut ist. Jedenfalls bin ich dank Zeitungen und TV wieder voll im britischen Geschehen drin. Downton Abbey Weihnachtsspecial war ein viel belachter Flop, ein Radfahrer ist von der Kwien, wie sie auf deutsch ja heisst, geadelt worden, eine Million Briten hatten ueber die Feiertage den Norovirus und alle reden ueber das Wetter. 
Zwischendurch gab es aber nettes Essen mit Freunden, einen Spaziergang durch Havant in Hampshire und einen Blick von der Fussgaengerbruecke am Embankment auf die naechtlich praechtige South Bank. Ganz umsonst war es dann wohl doch nicht.
 Dinner bei Danny (not Jamie O.)
 Boxing day dinner - Christmas at Ashley
 Flying visit to Hampshire
 Blick von der Fußgängerbrücker auf die South Bank
 Neujahrsmorgen  - New Year's Day at Kenwood
 Birthday girls
 More birthday girls
 that's mine, that is - Thank You Tammy!
Gel in the sun - on the only sunny day there was
 Danny and Nkechi struggling with technology
 This year is about to end, with me on the sofa with a blanket and panadols. Good riddance, I say.Yes, readers, I got ill again, along with about one million Brits who were consorting with a variety of viruses. I am too weak to protest: at least I made it back from Havant to "my own" little flat in London, dreaming of B.`s New Year`s gourmet dinner I am missing on the Isle of Wight. No bubbly for me then, but I will make up for it in 2013. At least I am having plenty of time to catch up with UK TV - mostly crap but I am not proud  - and the papers. The weather is a hot topic but: mustn`t grumble. I did manage to enjoy a few lovely dinners with friends who really aren`t grumbling, they are all off to Morocco and Zanzibar and Barbados, and that`s just the less affluent ones, bless them. I did manage a visit to the newly opened William Morris Museum, a quick dash down to Crouch End, a wander over the Embankment footbridge, and a bracing walk in Havant, Hants. on the only day when it stopped raining. So hey, I tell myself, its not all gloom and doom. Hey.

Tuesday, 25 December 2012

Dingdong merrily on high...

...its raining cats and dogs...or is that gods?
"To call it grey would be making it sound too jolly" were the words with which my companion described this Christmas morning. Flood warnings, the storm disrupting our English TV experience. Quite possibly we will not be able to travel to the Isle of Wight unless we swim there...it`s not right. It`s not Christmas.
Also erst mal in den Pub, wo Freunde von M. Sonntag nachmittags spielen.
 So, first of all off to the pub where M.`s friends play of a Sunday afternoon.
Oliven im Vorgarten - happy Olive tree in E17
Weihnachtsstimmung in Walthamstow Market - Christmas Cheer
D.reading about evolution, E. baking cupcakes with Daddy (as learnt in the Prue Leith Cookery School)
Die Kloa baeckt Kuchen mit dem Papa, der Bruder liest Darwin

Mein Englaender und ich hatten uns fest vorgenommen, unser intimes Weihnachtsessen* mit Fertiggerichten zu bestreiten. Hier sind sie, die Lachskroketten aus dem Supermarkt. Lecker. Mit gekochten Kartoffeln, im Ofen fertiggeroestet.
Als Nachspeise Schokokuechlein aus der Mikrowelle. Ein Gedicht.
Morgen gibts dann Truthahn, Sekt und brenenden Plumpudding bei den Freunden.
*(intim wurde das Essen vor allem dadurch, dass am Weihnachtstag kein einziges oeffentliches Verkehrsmittel faehrt und wir freiwillig in E17 festsassen)
After a fun dinner on the 23rd, our hosts departed up north for Christmas and left us in charge of the house. Today, after a dutiful walk around Walthamstow, we had our longed-for TV dinner consisting of M&S fishcakes and (home-made) roasted potatoes, followed by Sainsbury`s chocolate surprise. Now I am ready for Downton Abbey Christmas Special and, tomorrow, for our "real" Christmas dinner at Ashley Road and the beginning of the meeting-the-friends marathon.

Wednesday, 19 December 2012

90

Sie hat's geschafft: Mütterlein ist 90!
Hurra!
Wir sind geschafft!
(Kuchen vom Konditor Kreitmayer, persönlich)
She made it! Mum is 90!
Yay!
Luisa and I are ready for a holiday.
(Cake not my creation!)

Monday, 17 December 2012

Montag Kartoffeltag

Gerade hat es an der Tür geläutet, es war der "Kartoffelmann". Ich wusste nicht dass wir einen Kartoffelmann haben, und war deshalb nicht darauf eingestellt, spontan 25kg Kartoffeln zu kaufen, noch dazu wo ich die nächsten zwei Wochen von Fertiggerichten englischer Supermärkte leben möchte. Habe aber noch Kartoffeln im Haus, die ich ganz spontan zu Puffern verarbeitete, dazu Wirsing, der vom gestrigen Sonntagsessen übrig ist. Jawohl, Sonntagsessen: ich habe Schweinebraten gemacht, und er ist gut gelungen, bei 140°C über 3 Stunden. Das Mütterlein hat sich beschwert darüber, dass da "gar koa Fett dro is". Aber Soße, Wirsching und Kartoffelknödel haben gemundet. Halleluja.
Den Wirsing habe ich jetzt in Form von "bubble&squeak" zubereitet, also gemischt mit einem Rest Kartoffelbrei. Um mich auf England einzustimmen. Den übrigen gekochten Wirsing (ein Kopf Wirsing reicht anscheinend für eine zehnköpfige Familie) habe ich eingefroren, für spätere Nostalgiemahlzeiten.
 The potato man didn't ring twice. I didn't know we had one, he sprung 25kg of potatoes on me, it seemed too much even for Luisa and me together, so we sent him away. But since I had potatoes in the house, I felt inspired to make some nice little potato cakes, and ate them with a bit of bubble and squeak from Sunday lunch. Yes, I made a slow-cooked pork roast yesterday, it turned out great but not quite fatty enough for my Mum's war-time palate. She loved the potato dumplings and the cabbage, though. 
My lunch of potato cakes just now was accompanied by bubble and squeak, by way of getting into the England mood. And there was still enough savoy cabbage to put in the freezer for when I get back from England, longing for bubble & squeak.
 Kartoffelküchlein: 3 gekochte Kartoffeln reiben oder durch die Presse pressen, zwei Eier dazumischen, 80g Mehl, Salz, Majoran. Zu Küchlein formen und in Butterschmalz backen.
My potato cakes are made with boiled potatoes, squeezed through the press or grated, 2 eggs, 80g plain flour, marjoram and salt. Make little patties and fry in you best oil.
Übrigens: gestern Nacht konnte ich nicht einschlafen, da bin ich um Mitternacht nochmal in die Küche gegangen und habe die Schokostangerl von der Küchenschabe gebacken - ein Genuss. Unterm Backen schaute ich in der Arte Mediathek die letzte Folge von "Gefährliche Seilschaften" an. Um 2 Uhr war ich dann müde genug zum Schlafen.

I couldn't get to sleep last night - too buzzy - so I got up at midnight and started baking these satisfyingly easy chocolate logs:
Make a dough with 200g good plain flour, 100g sugar (I used muscovado), 100g butter, one egg and 80g grated dark chocolate. I didn't have any orange to zest, so I added - you guessed it - some grated tonka bean. Yum.
While I was baking I watched the last episode of "Borgen", a very entertaining Danish series about how difficult it is to be a woman Prime Minister.

Saturday, 15 December 2012

Stadt, Land, Mousse

Zwei perfekte, absolut wunderschöne, klirrend kalte Postkartenwintertage. 
Und jetzt läuft der Countdown für den 90.Geburtstag des Mütterleins; wir beiden "Kinder" machen fieberhaft Listen, bestellen Weißwürste, designen Schnittchen, und meine Schwester musste sogar auf Anweisung der Matriarchin dem Bürgermeister seine Drehbuchanweisungen für den Glückwunschbesuch geben. Also, man ist beschäftigt.
Trotzdem war ich am Donnerstag nochmal den ganzen Tag aufs Unterhaltsamste in München.
 Erst Haare schneiden lassen, dann besuchte ich endlich das Café auf dem Dach der TU, wo man einen fabelhaften Blick über die Stadt hat. Anschließend die Wohnung von J. am Isartor gebührend bewundern (nicht schwierig, sie hat einen roten Bosch-Kühlschrank und Blick auf die letzten Hinterhöfe in Stadtmitte!), und abends die Krönung, unser Yogagruppe-überhaupts-kein-Weihnachtsessen. Gelacht, getrunken, gegessen und sogar ein paar Jodler wurden in die Haidhauser Gentrifikation hinausgeschmettert.
Alle brachten köstliches Essen mit. Ich persönlich habe die Nachspeise gemacht, eine Buttermilchmousse, und sie ist so gut gelungen dass ich sie hier weitergeben werde:
4 Blatt Gelatine in Zitronensaft einweichen, dann mit etwas Buttermilch (von 500ml) erwärmen.
Die restliche Buttermilch mit 150g Zucker und etwas Vanille oder Tonkabohne mischen. Die aufgelöste Gelatine daruntermischen, alles verrühren. Zwei Becher Schlagrahm steif schlagen und drunterziehen. Über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Zum Servieren habe ich ein paar Amaretti zerkrümelt und die Mousse in Nocken darauf platziert - das muss aber nicht sein. Mit etwas zerstoßenem Mohn bedecken und eine Himbeersoße (sorry: Coulis, TK-Himbeeren durch ein Sieb streichen) dekorativ drauftröpfeln.
Der Apéritif war Prosecco mit "Inge", eine köstliche Ingwerlimonade die bisher nur exklusiv über gute Beziehungen zu haben ist...
Feldsalat mit "devils on horseback" im Hintergrund, mit Humus und Bärlauchcreme

Köstliche Kürbissuppe mit butterigen Croutons
Eine Spinattorte
gefolgt von Käse mit Pfefferonibirnen, nach dem Rezept unseres Pensionswirts in Südtirol
After two freezing cold, blue-and-white perfect winter days, I had a wonderful day in town on Thursday. First a haircut, which as ususal looked great until I slept on it. Then I treated myself to lunch up on the 5th floor of the University, in the roof garden café I had heard so much about, with an amazing view of Munich. Teatime was at a friend's to admire her gorgeous centre-of-town flat. And in the evening we, the nine friends who do yoga together every week, had dinner at the flat of one of the women. It was one of those occasions where you feel light-headed with laughter, and you don't really know why you are laughing so much. We had all made and brought food, completely delicious, with an apéritif of bubbly and a ginger lemonade that is so exclusive it's not even in the shops yet.
The pudding I made for the dinner, a buttermilk mousse, went down so well I want to share it with you here:
Soak 4 leaves of gelatine in some lemon juice.
Take a few spoonfuls from a carton (500ml) of buttermilk and warm the dissolved gelatine in it. Then mix it in with the rest of the buttermilk, add some vanilla (scratched from a pod, or vanilla essence, or vanilla powder). I actually used half a tonka bean. Whip two cartons of whipping cream and fold them into the buttermilk mix, and chill it over night. To serve, crumble some amaretti or ginger biscuits in the bowl and scoop the mousse on top. Finish the deco with raspberry coulis (I used frozen which I squeezed through a fine sieve). Works every time.

This weekend I am enjoying my last quiet sofa session until next year. Next week, my Mum's 90th birthday with parades of visitors who have to be fed sausages, pretzels and sandwiches and urged to have a drink. Then, two days later, off to London to catch up with all the friends and family and drink tons of Cava!
 

Wednesday, 12 December 2012

Fünf vor Zwölf

Am 12.12.12. muss ich einfach einen Eintrag machen obwohl ich eigentlich schon viel zu müde bin. Aber heute war ein wunderbarer Wintertag - das reicht für dieses Jahr. Und ich habe Vanillekipferl gebacken, es ist wirklich kindisch einfach, aber die Kipferlwuzlerei wird nach den ersten 20 ganz schön ermüdend.
Einen Teig herstellen aus 300 Gramm Mehl, 125 Gramm Zucker, Vanilleessenz oder Vanillepuder oder Vanillezucker, 250 Gramm weicher Butter und 180 Gramm gemahlenen Mandeln.Den Teig kühl stellen,  und zu Kipferl wuzeln. 
Bei 170° C auf Backpapier ca. 15 Minuten backen, bis die Kipferl goldgelb sind. Wenn sie kalt sind, in Vanillezucker wälzen oder bestreuen.  
Und nicht alle sofort essen.
Morgen dann mehr!
 I just have to write a post because today's date is just too tempting.  We had the most gorgeous winter day today, sun, blue sky, cubic meters of snow, but still - quite enough now, thanks. I managed to bake some vanilla crescent biscuits, easy to make but damn boring to make the shape when you do nearly a hundred. 
Make a dough with 300g plain flour, 125g sugar, some vanilla essence or sugar, 180g ground almonds, 250 soft butter. Leave to rest in a cool place, then form scores of croissant-shaped biscuits. Bake at 170° on a baking sheet, but stay close - they burn before you can say "I'm just going outside for a fag". 
More tomorrow, when it's 13-12-12.

Monday, 10 December 2012

Es weihnachtet, unerwartet

Der Schnee hat mich im Griff, wir sind auf dem besten Weg, eingeschneit zu werden. Ich habe eine neue Sportart: Schneeräumen. Vor dem Haus geht's gach bergauf, und man hört, wie sich die Autos ohne Winterreifen den Berg rauf kämpfen. Auf den Autobahnen kippen Laster mit Weihnachtspäckchen um!
Trotz all dem schaffte es der Postbote, mir ein Päckchen heil zu überbringen, diesmal aus Frankreich, auf dem Umweg über die Schweiz. Meine Weihnachtsfee Smilla, deren Blog ich immer ansteuere, wenn ich etwas lustiges oder herzerwärmendes anschauen möchte, hat diese schönen Teller für mich gefunden.
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Despite snowstorms that make cars crawl up the hill outside my house and caused a lorry filled with Christmas parcels to topple over and spill its load somewhere on the Autobahn, a parcel arrived here from Switzerland. One of my favourite blogger friends, resident in France, sent me these classy French plates in the post, and they arrived unbroken 
Am Wochenende kam dann das Schwesterlein beladen mit Geschenken aus Lissabon zurück. Das macht sie immer so, soll ich mich beklagen? Sie brachte mir ein herrliches Olivenöl, eine Chorizo und eine portugiesische Tomatenmarmelade (Engländer: "Schmeckt nach Tomaten. Und nach Marmelade"). So viel Farbe und Freude war in meiner Küche schon lang nicht mehr. 
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At the weekend, my sister came back from Lisbon loaded down with gifts. She always does that, but she says she doesn't like getting presents. Nice deal for her loved ones. She brought a wonderfully stylish tin of olive oil, a whole chorizo and a tomato jam. Yes, jam, made from tomatoes. Sweet. An acquired taste, but not difficult to acquire. A colourful feast for my kitchen!
Sofort musste ich einen farblich passenden Kartoffelsalat machen
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Colour-coded potato salad was made for the new plates.
Passend zu den französischen Tellern brachte Luisa mir auch dieses vornehme Silberbesteck vom Flohmarkt in Lissabon - made in Sheffield. Ich mag diese edlen beinernen Messer so sehr.
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To match my French plates, my sister brought me this most elegant cutlery set from the flea market in Lisbon - made in Sheffield. The best; I love bone handle cutlery, and she knows it.
Heute hatte ich eine Inspiration für ein Nudelgericht aus Maccheroni. Dazu habe ich die portugiesische Chorizo (Chouriço, auf portugiesisch)  in Scheiben in der Pfanne mit etwas Piment d'Espelette mit eingelegten roten Paprikastreifen und Tomaten gebraten. Zum Schluss kommt Ziegenfrischkäse und ein Löffelchen Pesto drauf. Die Paprikas gab es mal im Angebot, ich habe sie im Ofen geröstet, aufgeschnitten und dann in Olivenöl mit Kräutern eingelegt. Schmeckt köstlich und hält im Kühlschrank tagelang.
Today I felt inspired to make this pasta dish with maccheroni. I fried some chorizo with tomatoes and peppers that I had roasted in the oven and marinated for days in olive oil and herbs. I topped the dish with goat cheese and a dollop of pesto. Nice and warming on a cold, cold day.