Saturday, 29 June 2013

Der Steinsee, so weit...

Eine kühle, grüne, feuchte Woche geht zu Ende, mit gerade genug Sonnenschein, um Massenselbstmord zu verhindern. Aber wer will schon bei 35°C in Portugal schwitzen und in der Sonne am Wasser sitzen?
Der Wald oben, auf dem Weg zum gelb-blauen Möbelkaufhaus, ist mit meinem neuen Smartphone (nicht das iPhone, sondern die Volksausgabe davon) aufgenommen, der unten mit meiner "richtigen" Kamera. Schon ein Unterschied!
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Another wet, cool week is nearing its end, a week with just enough sunshine to prevent a mass outbreak of  suicides. On the other hand - who wants to be sweating in sweltering 35°C in Portugal? Blinded by sunshine?
The picture above of  a lovely green wood was taken on my way to some therapeutic shopping with my new smartphone (not the iPhone, the other one). The picture below I took with my utterly brilliant real camera 
Diese Woche war also weder die unterhaltsamste noch die aufregendste meines Lebens. Arbeiten, übers Wetter fluchen, bisschen was kochen, Krankenhaus, übers Wetter fluchen, fernsehen, schlecht schlafen.
Endlich, am Donnerstag fiel mir ein, was man auch bei schlechtem Wetter machen kann, wenn alle Freundinnen irgendwie weg sind: EINKAUFEN! Also rein ins Auto, auf zum blau-gelben Schweden! Natürlich brauche ich nichts, wollte ja nur mal schauen. Aber ich fand genug Spielzeug, um den Ausflug als Erfolg betrachten zu können.
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This week is unlikely to go down as the most amusing or exciting week in my life. I did my work, cursed the weather, cooked a little, went to the hospital, dissed the weather some more, watched TV, slept badly. Finally on Thursday I remembered retail therapy and drove down the road to my nearest Swedish furniture shop. Needless to say, there is nothing I need, but I found some fun stuff anyway.

Jeden Tag versicherte ich mich, dass es dem Mütterlein im Krankenhaus gut geht und sie sich nicht langweilt. Sie braucht eigentlich nur willige Gesellschaft und hat inzwischen schon ein Rummikub-Turnier organisiert.
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Every day this week I went to check that Mum is suitably amused in hospital. She is happiest when she is among people and has already organised a Rummikub tournament.
Ein Wiesensträußchen, gepflückt auf der Heimfahrt, auf der neuen Tischdecke
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A summery posy from a meadow I drove past on the way home.
 Nein, ich habe im schwedischen Möbelhaus keine (Pferde)Köttbüllar gegessen, sondern mir Knäckebrot, hauptsächlich wegen der hübschen Form, und Krabbenpaste für ein schwedisches Abendbrot mitgenommen (naja..). Dazu Avocadobällchen und Orangen-Fenchelsalat. Ich esse wirklich oft so eine Mischung aus Feinschmackes und abenteuerlichem Fast Food.
Zum ersten Mal fiel mir auch auf, dass die fast geschmackfreie Avocado und die eingelegte, salzige Olive füreinander geschaffen sind.
I resisted the horse meatballs in the Swedish furniture shop, but I brought home some stylishly shaped ryvita and a tube of crab paste, to which I added avocado balls and a fennel salad with sliced oranges. Actually I often eat like that, some mixture of elegant and crap food, when no-one is looking. 
For the first time it struck me that the largely flavour-free avocado and the salty, briney olive are a match made in heaven.
Muscadet reminds me of Debbie.
 Auf der Spüle ein Teil meiner IKEA-Ausbeute. Ich liebe diese Kletten-Spülbürsten (au weia!)
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Part of my booty from IKEA on the draining board. I love the sucker washing-up brushes (how sad is that?)
Das neu gekaufte Lieblingsstück, eine gläserne Tortenplatte mit Glashaube, was für ein Fund für nur 17 Euro. 
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My pièce de resistance: A glass cake platter with a glass dome for only 15quid. Loooove it. 
So sah der Himmel gestern Abend aus. Endlich mal kein Regen, und so schwang ich mich schnell aufs Rad und fuhr eine halbe Stunde ums Dorf
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This was the sky last night, at last no rain. I quickly got on my bike and did a half-hour Tour de Village
Zu essen gab es dann gestern abend nur Käsetoast mit Schinken, mit einem Ei das ich im (TK) Spinat pochierte.
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Our jolly dinner last night was a toasted ham and cheese sandwich with an egg poached in some heated frozen spinach.

Tuesday, 25 June 2013

Kochbücher, oder wie man einen greislichen* Sommeranfang übersteht (*greislich is bayrisch für schiach)

Vielleicht streike ich heute einfach. Selbst die stärkste, entschlossenste Optimistin muss einmal das Besteck hinlegen. Vielleicht mache ich heute einfach wieder die Heizung an, lege mich aufs Sofa und lese in meinen Kochbüchern. Warnung: dieser Eintrag ist lang, und vielleicht langweilig für alle, die sich nicht für die jämmerliche Gemütslage einer beleidigten Tochter interessieren. Diese sollten nach dem Betrachten der Kochbücher einfach aussteigen. 
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There are two parts to this endless post: first an overview over my current preferred reading on all matters food, cooking and taking pictures thereof. Followed by a moan about the weather and my life as the eternal daughter of an ancient mother. But you can skip that since I left it in German.
Hier ist eine Auswahl meiner derzeitigen Lieblingsküchenschmöker: 
Plate to Pixel ist eine super gute Einführung in die Foodfotografie, die Technik, das Styling, wie man mit Licht umgeht usw. Ich muss allerdings sagen, dass mir die auf alt getrimmten "shabby chic" Tische und die Mullbinden als Unterlage für Gerichte langsam auf den Wecker gehen. 
Blood, Bones and Butter ist trotz des furchtbaren Titels eine wahnsinnig fesselnde Autobiographie, geschrieben von der Frau die das Restaurant Prune in New York führt - und nebenbei eine desaströse Jugend, eine schwierige Ehe und zwei kleine Kinder an der Backe hat. Ein Buch, das nicht nur Kochbesessene interessieren wird.
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The first two books are essentials: Hélène Dujardin's Plate to Pixel is the best introduction to food styling and photography I have come across, it's clear, easy to understand and has lots of example pictures. You don't have to follow all the styling tips, I find that distressed wood and gauze as props have been overdone and should be made illegal now.
Gabrielle Hamilton's scorching autobiography I found hard to put down, so honestly and sometimes scathingly she describes her living through a disastrously unprotected yet funny youth, the emerging foodie scene, her marriage and, first and foremost, creating a celebrated New York restaurant that seems to be quite down to earth (one of the items on her menu is the "Youth Hostel Breakfast").
Das Kochbuch von La Tartine Gourmande (viele werden ihren Blog kennen) ist eine Augenweide, wenn es mich auch hin und wieder mit seiner Perfektion und Süßlichkeit etwas nervt. 
"The Table Comes First" ist meine Essensbibel - da steht alles drin was man über den Akt des Essens und die Kunst des Kochens wissen möchten sollte.
Delicious Days kennen wohl auch die meisten Foodblogger, das Buch ist.eine bezaubernd-biographische Kochgeschichte voller schöner Ideen.
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Most foodies probably know La Tartine Gourmande. The book is delightful to look at, all the recipes are gluten-free, by the way, but can be substituted with wheat flour. She is a bit la-di-da for my taste, but still fun.
Adam Gopnik's "The table..." is one of my staple reads. All that can be said about eating and cooking  food is in there, intelligently, wittily and informatively.
Delicious Days is a German food blogger who blogs in English, but this book is in German and all the better for it, as it contains childhood stories and some of the famous GrandMa's local recipes we all cherish so.
Oben links ist diese unglaublich ausführliche, schön gestaltete Enzyklopädie der Wildpflanzen, ein überraschendes Geschenk von meiner Schwester. Das Kochbuch vom Schuhbeck Fonsi, den ich zwar nicht besonders mag, der aber  doch oft inspirierende Rezeptideen bringt, hat sie mir von einer ihrer Flohmarktsafaris mitgebracht.. 
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Two German books: on the left an exhaustive Enzyclopedia of edible wild plants and herbs, amazing how many are indeed edible! On the right, Bavaria's gift to gourmet cooking, Alfons Schuhbeck, with some basic nice recipes - both gifts from my generous flea-market hunting sister.
In zwei weiteren Kochbüchern, die mir geschenkt wurden, blättere ich auch sehr gerne, nämlich dem Slow Cooking und dem Gartenkochbuch. Dabei ist der Garten dieses Jahr eher ein Desaster, zu mehr als Schnittlauch wird's heuer nicht reichen. 
Das italienische Kochbuch der Hazan Family ist leider sehr enttäuschend, keine neuen, überraschenden Einblicke in die italienische Küche, nur ein paar Hinweise auf die üblichen Großmütter, die noch alles konnten. Was die Kochbuchautorin Marcella Hazan (Mutter des Autoren) interessant machte, war ihre einmalige Fusion von italienisch-jüdisch-amerikanischer Küche, die sich aber hier nicht ausdrückt.
Und zum Schluss eins meiner absoluten Lieblingskochbücher: Südtirol! Da ist alles drin was köstlich ist.
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Two more books in German, the self-explanatory Slow Cooking, and a book on cooking what's in the garden (which in my case, after repeated slug attacks, will be limited to lashings of chives).
Both are beautifully illustrated food porn, though.
Südtirol is a book about the cuisine of the alpine Alto Adige region - full of wonderfully delicious recipes, one of my favourite comfort readings.
The Hazan Family Cookbood is rather disappointing, with pretty banal, re-hashed recipes, building on the innovative yet simple American-Italian-Jewish cooking history of mother Marcella Hazan. I might re-sell it.
Jetzt kommt Teil II: Ich fühle mich nämlich ganz schön ausgelaugt von den letzten Tagen mit meiner Mutter, diesem kleinen eigenwilligen Powerpaket. Seit einigen Tagen kann sie sich in ihrer Wohnung nicht aufhalten, weil die Balkone des ganzen Wohnhauses abgerissen werden und das einfach unerträglich laut ist (keine Ahnung wie der Bauarbeiter das aushält, Tag für Tag).
Ich habe also mit allen Mitteln versucht,es ihr bei mir gemütlich zu machen, aber: das Klo ist zu niedrig, das Sofa viel zu weich, meine wirklich super leckere Spargelsuppe hat sie gestern zwar gegessen, danach stand sie auf und wollte ihre Jacke von der Garderobe holen ("mit dene Knöpf kumm i ned zrecht")  - wie eine Gefangene, die ausbrechen will. Aber leider kann sie sich erst ab vier Uhr wieder in ihre Wohnung wagen. Dazu kriegt sie ohne Sauerstoff auch noch Atemnot, also beschloss sie gestern, ins Krankenhaus zu gehen. Eine schwer atmende Neunzigjährige wird sofort aufgenommen, zum Glück. Sofort heißt in diesem Fall, nach ca. vier Stunden rumsitzen und hin-und her fahren, um das Nötigste für den Krankenhausaufenthalt zu organisieren. Heute werde ich mich also erst mal erholen. Ich bin übrigens auch nicht mehr die Jüngste! 
Aber später radle ich vielleicht nach Ebersberg und schau beim Mütterlein nach dem Rechten...
Ach, es schüttet mal wieder. Lass ma's vielleicht doch sein.
Um einen eh schon melancholischen Tag perfekt zu machen, schickte mir Roberto aus Rom dieses Foto. Links bin ich mit klassischem 80er Jahre-Haarschnitt, rechts unsere vor kurzem verstorbene Freundin Gabriella Tavernese, die später lange Jahre als Radio- und Fernsehjournalistin in Indien lebte. Natürlich mit ihrer favorisierten Zigarette - Celtique, stärker geht's nicht - in der Hand.
To make an already melancholy day perfect, here's a picture that Roberto sent me, of me and our friend Gabriella Tavernese, who died earlier this year of a brain tumor. She lived in India for decades, making films and radio features about the country for RAI. She is smoking her favourite fag here, Celtique, which make Gauloises seem like chocolate cigarettes.

Sunday, 23 June 2013

Im siebten Nockerlhimmel

Ein Sonntag, der nicht viel hermacht: grauer Himmel, tote Nacktschnecken im Biersee, die drei überlebenden Käferbohnenpflanzen auf den Terrassentisch gerettet. Die Steuererklärung wartet, als Mahnung an meinen Bildschirm gepinnt. Ein Artikel über Ukraine ist zu schreiben - null Ahnung, null Motivation. Für home workers gibt's eben keinen Sonntag.
Und dann, der Hunger. Nix schnell Essbares im Haus außer Spargelbrühe, Eier...Eigentlich gab es nämlich einen Plan, an diesem vogelfreien Sonntag (Mütterlein: "heit brauch i di ned!") irgendwo zum Essen zu fahren, Richtung Berge. Aber bei dem Wetter?
Eine Idee blitzt auf - wo ist das Rezept von den Küchenschabe-Brandteignockerln?
Gesucht, gemacht, und als Einlage in meiner aufgebrezelten Spargelsuppe gegessen. 
Der Tag ist gerettet, die Küche gemütlich, die Arbeit auf Montag geschoben.
Mit dem übrigen Brandteig machte ich kleine Käsemuffins, in meinem Backblech mit den Mulde. 
Ganz besonders köstlich sind sie, wenn sie noch warm sind.
Wer braucht da noch Kochbücher, wenn es so viele hilfreiche Blogs gibt: so humorvoll, voller kreativer Kochideen, schöner Bilder und gar nicht zum Fürchten gourmetmäßig. Trotzdem verfalle ich immer wieder der Versuchung, mir aufregende und schöne Bücher übers Essen zu bestellen. Ich bin ein Kochbuchshopaholic. Mehr darüber demnächst.
 
What a Sunday today, anything but promising. Grey. Mum doesn't require my services today,but nasty tasks like my tax return are lurking on the computer screen. A beer lake outside full of dead slugs, and still only three of my exotic Austrian bean plants survive on the terrace table. An article to be written about Ukraine of all places, when the only thing I know about it is that two activist friends returned from the Kiev Pride alive (there is no Sunday for people who work from home).
Suddenly hungry, I realise we haven't really done any shopping. The plan was to have an outing to a beergarden somewhere near the Alps when Mum announced she didn't need me today. Not in this weather, though, so I rifle through the fridge, remembering a recipe I saw in one of my inspiring Austrian blogs.
I make a soup with some asparagus stock I saved in the fridge and a choux pastry which is amazingly easy:
Bring 250 ml water to a boil with 125 g butter, one pinch of salt an one pinch of sugar. Stir in 125 g plain flour and keep stirring until it forms a lump that separates from the sides of the saucepan. Beat 4 eggs and add them to the pastry, then chop a handful of basil or flat leaf parsley into it, finally add 125 g freshly grated parmesan. Then form little gnocchi using two soup spoons (try it out, it's fun) and let them rest a little in the broth before eating the soup.

I spooned the remaining choux pastry into my special baking tin with the little cavity (I think I decided it's for rum babas or something like that) to make little cheese puffs. They are so delicious, especially eaten warm. Once again, I was so grateful for the food blog world - who needs cookbooks? Well, I do. I can't resist them, the internet makes them so easy to acquire, Recently I have bought some lovely ones which I will show you very soon.

Friday, 21 June 2013

Torta della Nonna

Dieser elegante, süße Kuchen ist eine Entdeckung, die ich auf dem italienischen Blog von Annaré machte. Nichts für Diätfans - versteht sich.
Wer italienisch versteht, kann sich das Originalrezept gleich dort anschauen. 
Die italienische Angabe "qb" finde ich übrigens toll: quanto basta, sowie viel nötig - Für die selbständige Köchin!
Für alle anderen schreibe ich es hier nochmal auf deutsch auf
Für den Mürbteig
400 g Mehl
200 g Butter
1 Prise Salz
2 Eier
150 g Zucker
verkneten und kalt stellen.

Für die Vanillecreme
50 g Kartoffelstärke oder Maisstärke
500g Vollmilch (in manchen Rezeptgen wird halbe/halbe Schlagrahm und Vollmilch genommen)
Das Mark von 1 Vanilleschote (oder Vanillezucker, Vanillepulver, Vanilleessenz)
Abrieb einer Bio-Zitrone 
4 Eigelb
150 g Zucker oder Puderzucker
 Die Milch in einem Topf mit Vanille (u. evtl. der ausgekratzten Vanilleschote), der Hälfte des Zuckers und der Zitronenzeste einmal aufkochen lassen und dann mit Deckel ohne Hitze ziehen lassen.
Währenddessen die 4 Eigelb mit der zweiten Hälfte des Zuckers und dem Mehl cremig schlagen. 
Wenn das Sahne-Milchgemisch lauwarm ist, langsam mit einem Schneebesen unter das Ei-Zucker-Mehl-Gemisch rühren. 
Die gesamte Mischung unter ständigem Rühren nochmals leicht erhitzen (nicht kochen!) und unter ständigem Rühren eindicken.
Creme abkühlen lassen.
Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Tarte-/Springform einfetten und mit Mehl bestäuben.
 2/3 des Mürbteig dünn ausrollen zu einem Kreis, sodass damit auch der Rand der Tarte-/Springform mit ausgekleidet werden kann. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
Auf den Boden die mittlerweile etwas abgekühlte Creme verteilen.(Annaré bäckt alles separat - ich finde, es ist zu viel Aufwand).
Das verbliebene Drittel des Mürbteigs zu einem weiteren dünnen Kreis ausrollen und ebenfalls mehrfach mit einer Gabel einstechen. Als Deckel auf die Creme legen und den Rand verschließen.
Nun die Torte mit Eigelb bestreichen, Pinienkerne darauf verteilen und auf der unteren Schiene für 45-50 Minuten backen (Ich habe übrigens das Eigelb erst nach dem  Backen verstrichen - aber meine Eier sind so frisch, dass sie praktisch noch dampfen).
Auskühlen lassen und zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.
I discovered this deliciously decadent tarte in an Italian blog. If you read Italian, you can see the original recipe here
For the shortcrust pastry, knead
400 g flour
200 g butter
1 pinch of salt
2 whole eggs
150 g sugar
into a firm dough and leave to cool.

Meanwhile, make a custard from
50 g maizemeal or potato starch
500g full fat milk or 50/50 milk and single cream
the insides of a vanilla pod (or vanilla sugar/powder/essence)
zest of an organic lemon 
4 egg yolks
150 g caster sugar
Heat the milk in a saucepan with the vanilla and half the sugar, let it come to the boil and then leave to infuse with a lid on.
Beat the four yolks with the rest of the sugar and the flour until creamy. 
Once the milk mixture has cooled, whisk it into the egg and sugar mix 
Heat the whole mixture again (don't let it boil!) and leave to thicken. 
 Leave to cool
Preheat oven to 180°C  (No fan)

Now prepare the cake or flan tin with butter and breadcrumbs
Roll out 2/3 or the pastry to cover the bottom and sides of the tin, pierce with a fork.
Then spread the custard on the base and cover it with a lid from the remaining dough.
 You can paint the top of the tart with egg yolk, spread pine nuts over it, and bake for about 45-50 minutes. Once it's cooled, serve powdered with icing sugar.

Thursday, 20 June 2013

Frisch, kühl, rot, grün...

Ich hab die Torta della Nonna nicht vergessen - aber es ist einfach zu heiß für die im Moment 
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I haven't forgotten about posting the torta della nonna - it's just too hot for it right now
Dafür gibt's  jetzt Erdbeeren aus dem Garten...und vom Pflückfeld
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Strawberries now from my garden...and from the pick-your-own field
Und alle Jahre wieder gibt's Hollersirup
Sammle circa 20 große Hollerblütendolden, möglichst nicht vom Straßenrand, schüttle sie ein bisserl, damit die Viecher rausgehen. Die Stiele so weit wie möglich abschneiden und die Blüten in eine große Glasschüssel legen. 
In einem Topf 2 l Wasser mit 30 g Zitronensäure (gibt’s günstig im Drogeriemarkt) und 1 kg Zucker mischen und unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Ich hatte keine Zitronensäure, habe sie durch einen Schuss Essig ersetzt.

Wenn der Zuckersirup ganz abgekühlt ist, über die Blüten und zwei in Scheiben geschnittene Biozitronen gießen. Umrühren, zudecken und kühl stellen (man kann zwischendurch auch  mal umrühren).
Nach etwa 5 Tagen den Sirup durch ein Haarsieb oder ein Mulltuch in (bei 100°C für 30 Minuten im Backofen sterilisierte) Flaschen abfüllen.
 It's that time of the year again - Elderflower cordial
Homemade elderflower cordial is so much better than anything you can buy. Serve with sparkling water for a refreshing drink or sparkling wine for a delicious cocktail.

You need some 20 elderflower heads without the stems, preferably not from a main road!
2litres boiling water, 1kg caster sugar, 50g/2oz citric acid (available from chemists)
3 unwaxed lemons, sliced

Gently shake the elderflowers to remove any dirt or little creatures.
Heat the water with the sugar until it is completely dissolved. Add the citric acid, stir well and leave to cool. Place the lemon slices and the flowers in a bowl and pour the cooled sugar water over them. Leave on your windowsill for up to five days, stirring occasionally. Strain through muslin and transfer into clean sterilised bottles (apparently you sterilise them by leaving them in an oven at 100°C for half an hour).  

Tuesday, 18 June 2013

Dahoam im Sommer

Heute keine Semmeln bei unserem Bäcker 
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Our local baker opens three days a week - so his 5-year-old informs us
Jeder Tag beginnt am Steinsee, zu dem wir über eine Wiese mit duftendem Heu gehen, begleitet von im Paarungstaumel laut quakenden Fröschen 
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Every day starts with a swim in our lake, which involves a long walk over freshly-mown meadows, to a soundtrack of frogs in a hormone frenzy
Diesen Sommér gibt's endlich mal richtiges Getreide anstatt kilometerweit nur Mais

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This summer there are lots of fields with grain, for a change, instead of the boring old maize
Unser Sonntagsspaziergang fiel ziemlich kurz aus, es war einfach zu heiß.
Our Sunday walk turned out rather brief - it was simply too blazing hot
Am Sonntag Abend gab es ein Konzert im Meta-Theater in Moosach. Ich gestehe, ich hatte nicht erwartet, dass es so großartig sein würde. Fast hätten wir uns im letzten Moment an den Steinsee verdrückt. Aber wir sahen das Trio Gilbert Yammine aus dem Libanon am Kanun, eine Art orientalische - in diesem Fall türkische -  Zither, die noch Vierteltöne spielt, Hadi Alizadeh mit drei Trommeln (Tonbak und Daf), die nach nicht viel aussahen und die er zum Tanzen brachte, und Rainer Glas am jazzigen Bass.
 Sunday night there was a concert in a small but excellent theatre in the next village, which is a sort of cultural hub for our area. I admit I was reluctant to go, as it was a beautiful warm evening,  beckoning me to the lake rather than an indoor concert. But I was blown away by the skill and passion of the three musicians, a master of the qanun, an absolute magician on drums and a laid-back, jazzy bass player - it was sublime.
Und gestern kam Besuch von den flickr-Freundinnen Maria und Susanne. Ich hatte eine Torta della Nonna gemacht, aber die glutenfreie Susanne, was ich vorher nicht wusste, fand sich gern mit einem Obstsalat ab - immerhin mit meiner allerersten 
Walderdbeere aus dem Garten!

Das Rezept für die Torta gibt's morgen. 
 Yesterday we had a little tea party on the terrace - a bunch of foto-mad women taking pictures of my torta della nonna (I will post the recipe tomorrow), and the somewhat less exciting gluten-free alternative for Susanne which, was, however, topped with my very first wild strawberry from the garden!
Luisa betrachtet Marias wunderschönes Fotobuch über ihren Winter in Marokko,  es machte mir Lust auf ein Überwintern dort. 
  Luisa and I enjoying Maria's fabulous foto book about Morocco 

Saturday, 15 June 2013

Schickes Abendessen

Gestern sah ich bei Nata dieses Gericht - oder so ähnlich - und wusste, es ist Zeit, endlich mal Spargel in der Pfanne zu braten. In feinem Olivenöl. Vielleicht hab ich die geschälten, in Hälften geschnittenen weißen Spargelstangen ein bisschen zu stark gebraten, aber es schmeckte trotzdem superfein. Dazu die gekochten und dann im Olivenöl  des Spargels geschwenkten neuen Kartoffeln, Prosciutto, Büffelmozzarella mit ein paar Tropfen Olivenöl und Zitronensaft und frittierte Salbeiblätter. Ein bisschen üben muss ich das mit dem Spargel braten aber noch, glaub ich, bevor es salonfähig ist.
Yesterday, on Nata's blog I saw this dish, or something quite similar, and knew I had to make it for dinner. I have never fried white asparagus before, and mine came out a bit too brown and flaccid. The taste was ace, though, the spears peeled, halved and fried in good olive oil. They were accompanied by prosciutto, buffalo mozzarella (torn and sprinkled with pepper, olive oil and lemon juice) and fried sage leaves.  I also boiled some new potatoes and tossed them in the asparagus frying oil.
However, I think I need to get some more practice with this frying thing.
 Und hier ein Stilleben aus dem Garten, was die Schnecken noch übrig gelassen haben...
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What the slugs left alone in my garden. A still life.
Als Nachspeise gab es Rhabarberkompott   ***   for pudding, I made a rhubarb compote

Wednesday, 12 June 2013

Erdbeertorte, oder: When is Mrs. E. going to put her foot down?

Also, die kleinen Diktatoren vom Typ: "So lange du deine Füße noch unter meinen Tisch stellst..." kennen wir alle. Aber der Herr E. übertreibt es jetzt. Ich habe einem Traum: eines Morgens sitzt Frau E. am Frühstückstisch und sagt zu ihrem Mann: "Also, tatlım (das heißt auf Türkisch: Mein Hase), ich finde es reicht jetzt. Wenn das mit dem Tränengas und den Wasserwerfern nicht aufhört, ziehe ich aus. Ich gebe dir drei Tage." 
Träumen darf man ja...
Und wenn er damit sofort aufhört, kriegt er von mir auch eine Belohnung. Ein Stück Erdbeer-Mascarponetorte mit Pistazien. (Pistazie - fıstık - ist übrigens im Türkischen auch ein Kosewort, habe ich mir sagen lassen).  

We all know our little dictators, as in "As long as you put your feet under my table...". I think Mr. Erdogan has gone too far. I have a dream: one morning, Mrs. E. sits down at the breakfast table and says "I think you should stop this nonsense now, tatlım (Turkish for "sweetie"). If you carry on with this teargas and water cannon business, I am off. I give you three days."
We may dream...
If he gives in, I have a little treat for him, too, a piece of my strawberry mascarpone tart with pistachios ("Pistachio", fıstık, I was told is also an endearment in Turkish).
Die Erdbeeren werden auch hier langsam essbar. Der Mürbteigboden wird bei mir immer in Riesenmengen - nach der Formel 2 Teile Mehl, 1 Teil kalte Butter, ein halbes Teil Zucker, ein Eigelb, und kaltes Wasser, in das man die Hände taucht wenn der Teig zu hart ist - vorbereitet und, nach dem Motto "Allzeit bereit", eingefroren. 
Den Boden blind backen: ein rundes Stück Backpapier ausschneiden, auf den Teig legen und trockene Erbsen oder Bohnen drauf legen. Mit Ober-und Unterhitze backen bis er golden ist.
(Beim ersten Mal blind backen wusste ich nichts vom Papier und hatte dann eine Trockenerbsentarte).
Die Füllung ist super einfach, mit dem Schneebesen Mascarpone mit Honig oder Golden Syrup, Zitronensaft und Zeste vermischen. Dann Schlagrahm (flüssig oder geschlagen, egal) drunterziehen.
Mit oder ohne Puderzucker servieren.
Die übrige Mascarponecreme schmeckt auch ohne Boden. 
Strawberries are beginning to taste like strawberries here. The shortcrust base - which I prepare in industrial quantities according to the formula two parts flour, one part cold butter, half a part sugar, an egg yolk and enough cold water to dip your hands in to make the dough pliable - was waiting in the freezer.
Bake the pastry case blind, by putting a round disc of baking parchment on top weighted with dried peas or beans. (The first time I did this blind baking, I didn't know about the paper and ended up with dried bean pie).
The filling is a mixture of mascarpone whisked with double cream, honey or golden syrup, lemon juice and zest. Nothing fancy, and not rocket science, either. 
The remaining mascarpone cream is delicious just topped with a strawberry.