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Showing posts from July, 2013

Fünf Geschmacksrichtungen

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Wonach schmeckte das letzte Wochenende? Diese Frage stellt Nata in ihrem Blog, nun schon zum zweiten Mal.
Dieses Mal möchte auch ich gerne meinen Senf dazugeben. 1. Es schmeckte erst mal: Nach Italien: kaum daheim, gab es Spaghetti cacio e pepe (zweiter Versuch), in der neuen Italien-Klassik Pastaschüssel, die ein bisschen aussieht als sei sie aus dem gleichen Porzellan gefertigt wie Bidets (haha). Es schmeckte nach Familie (eigene): die Lieblingsnichte schwebte für ein kurzes Wochenende durchs Haus; das Mütterlein musste getröstet werden weil jemand gemein zu ihr war. ...und nach Familie (Wahlverwandtschaften):  wir trafen uns mit einer alten Freundin meiner Mutter und vier ihrer fünf wunderbaren Töchter in einem lauschigen, luftigen Biergarten unter Kastanienbäumen zu einem mediterran anmutenden Mittagessen. 2.Heiß? Ab in den See, dann Taglachinger Schnee gegessen. Mein alter Dampf-Fernseher laut stinkend durchgebrannt. Endlich darf ich Flachbild kaufen!
3   Eiskalt? Wie gesagt, mei…

Sommer, überall

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Es muss mal gesagt werden, dass dieser Sommer ein richtiger Sommer ist. Nach dem miesen Juni, ein perfekter Juli, und das in ganz Europa - 42°C im Schatten in Lissabon, 39°C in Milano, und 38° auf meiner Terrasse, jetzt. Eine gute Gelegenheit für eine Kuchen- und Backpause; dafür habe ich in Italien die besten Melonen, die saftigsten Pfirsiche und pfundweise die dicksten roten Kirschen gegessen.  Und jetzt bin ich wieder da: neue Festplatte, neues Fotoleben. Ich zitiere den Kommentar von Constanze: "Manchmal mistet das Leben für dich aus, egal ob du willst oder nicht". Und bedanke mich für die vielen, hilfreichen Streicheleinheiten nach dem Absturz! Scheint ja öfter zu passieren... I would like to note here once and for all that this summer is a dream of a summer. I rarely get to wear my best hot-weather gear so extensively as this year - no shoes, loose shirts, hair pinned up against the sweat...nights under a sheet, no bedding...tropical feeling..Temperatures back home were …

Irrungen, Wirrungen, palpitations and a crash

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Was waren das für Tage!  Nächtelang lag ich herzklopfend wach im Bett, mein Blutdruck in ungeahnten Höhen - warum?? Ich dachte natürlich, ich sterbe. Und dann habe ich die Arbeit eines ganzen Tages,  fieseligste Recherche, verloren, als mein Computer abstürzte. Und er ist nicht zu retten. Alles weg, 5 Jahre Rechnungen, Steuer, mein Fotoarchiv, meine gesammelten Schreibversuche. Auf dem USB-Stick hatte ich nur meine Rezepte... Gottseidank hat die "cloud" meinen Blog gerettet, viele Fotos kamen auf Picasa durch, und auf Yahoo einige meiner mail-Adressen. Die Moral von der Geschichte? Als ob ich das nicht vorher gewusst hätte: alles doppelt und dreifach abspeichern. Verdammt.  Gekocht wurde in dieser Woche nur das Nötigste, gebacken schon garnicht. Es gibt also nichts zu zeigen. Außer: das Leben an sich geht ja weiter, und der Sommer ist groß!  Jetzt fahre ich erst mal vier Tage nach Milano, dann schauma mal weiter.  What a week I have had. Lying awake a night I don't know…

Kleine Pause

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Hallo Welt! Ich habe mal wieder Priorität Arbeit, Kochen auf Sparflamme gesetzt, zwischendurch Schwimmen. Wir essen dann demnächst wieder.

Ganz sizilianisch heute

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Sommer - Sonne - baden gehen - lesen  Schnell Spaghetti kochen , und als Nachspeise eine blitzschnelle Erdbeertarte Pasta alla Norma kommt aus Sizilien, ist also bewährte Heißwetterkost. Ich machte es mit Spaghetti, meine liebste Pastaschutta!  250g für drei Portionen  - das reicht für zwei gesunder Esser und eine heimkehrende, ausgehungerte Schwester, glaubt mir.  Eine große Aubergine würfeln, gern auch zwei (qb!). Im Originalrezept wurde sie gesalzen und zieht eine halbe Stunde Wasser. Den Schritt übersprang ich, und habe sie gleich in einer guten Menge Olivenöl angebraten, mit einer Prise getrocknetem Oregano, einer halben getrocknete roten Chilischote reingebröselt, 4 geschälten und zerdrückten Knoblauchzehen. Eine kleine Dose gehackter Tomaten dazugeben, pfeffern. Wenn die Spaghetti fertig sind, 150 Pecorino reiben und drunterziehen, (die Sizilianerin würde "ricotta salata" nehmen, die haben wir hier aber nicht) mit etwas Spaghettikochwasser verrühren. Zum Schluss eine …

Bulgur und kein Ende

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Nach meinem Eintrag von gestern hatte ich sofort Lust, wieder Bulgur zu kochen. Dieses Mal hatte ich aber statt dem Schnell-Koch-Bulgur das Originalkorn gekauft, also musste ich es aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen, bevor es weich genug war. Man muss eben auf die Packung schauen, die man natürlich schon weggeschmissen hatte...
Eigentlich hätte ich gerne Merguezwürste dazu gemacht, die hatte ich aber nicht und wollte nicht extra mit dem Auto zum Metzger fahren. Als Ersatz fiel mir ein, dass ich Halloumi im Kühlschrank habe, also schnipselte ich eine halbe Packung von dem salzigen Käsewunder in die Tomaten-Paprikamischung und ließ alles ein bisschen dahinschmurgeln.
Als meine Augen auf die fast leere Packung Macadamianüsse fielen, hatte ich einen weiteren Geistesblitz: ich pflückte eine Handvoll Minze im Garten und mörserte die beiden Zutaten mit Arganöl zu einem Pesto. Bestes Multikultiessen.
My post yesterday left me with a wild desire to cook bulghur again. This time, instead …

Bunt, geblümt, gesund mit Bulgur

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Ich habe von einigen Leserinnen gehört, dass mein Blog beim Öffnen rumzickt. Falls das bei vielen der Fall ist, ziehe ich vielleicht doch noch um in mein Bloghaus, das schon bezugsfertig bei Wordpress steht. Bitte gebt mir Bescheid, ob das sehr viel vorkommt!  Inzwischen ist ja richtig Sommer, so mit Terrasse und Schwimmen, und im Sommer gibt es bei mir oft dieses couscous-ähnliche "Bulgurotto". Ich übergieße eine Tasse Bulgur mit zwei Tassen kochendem Wasser und lasse es quellen. Inzwischen schäle ich ich eine rote Paprika mit dem Kartoffelschäler und schneide sie in Streifen, (immer rot, die gelben und grünen empfinde ich als unreif) und brate sie mit einer kleinen, kleingehackten Zwiebel in Olivenöl an. Gewürzt wird das Gemüse mit Ras-el-hanout, das gibt es inzwischen in vielen Supermärkten. Dieses epices hier hat mir meine Marokkoreisende Maria mitgebracht, und die Harissa habe ich letztes Mal in London gefunden. Ich liebe solche bunten Dosen, mit sowas fülle ich mein G…