Friday, 29 November 2013

Jingling bells and chocolate cake

Es ist so vorweihnachtlich, dass ich mich zurückhalten muss, um nicht "Es werd scho glei dumpa" zu schmettern und viel zu früh die Adventkerzen anzuzünden. Letztes Jahr ist die ganze Advents- und  Vorweihnachtszeit spurlos an mir vorübergegangen, vielleicht auch, weil wir Weihnachten in London verbrachten. Dieses Jahr, mit dem frühen Schnee, kann ich's kaum erwarten, dass ich endlich loslegen darf. Die Lichterkette fand ich bei DaWanda; den Adventskranz erwarb ich - alles fertig dekoriert und angepriesen von 5-jährigen Verkaufskanonen - in unserem Kindergartenbazar. Bei Beck habe ich ein völlig überteuertes Vogerl für den Adventkranz und auf dem Christkindlmarkt ein paar Strohsterne gekauft. Bis auf den Glühwein also schon das volle Programm durchgezogen.
Am Sonntag darf dann endlich ein Lichtlein brennen.
  Dafür gibt es schon heute die allerbesten und superschnellen Schokobrownies:
3 Eier mit 80g Rohrohrzucker (oder eben normalem Zucker) schaumig schlagen.
125 g Schokolade (70% Kakaoanteil) mit 80g Butter über siedendem Wasser mit Zimt (ich: geriebener halber Tonkabohne) in einer Schüssel schmelzen lassen.
180g geriebene Mandeln und Haselnüsse, gemischt, in die Eiermischung rühren. Die Schoko-Butterschmelze hineinrühren. 
In einer normal großen Form, gebuttert und gemehlt, oder auf einem Backblech, mit Backpapier ausgelegt, ca. 30 Minuten backen. Wenn man diese Menge in einer kleineren Kuchenform bäckt, wird es ein richtiger Kuchen, der innen noch baatzig/gatschig (feucht?) ist.  
This time last year, I couldn't get into the whole Advent, candles, smell-of-baking pre-Christmas thing at all. Perhaps that was because we went to London for our Christmas. Quite different this year: maybe it's the early snow, but I can hardly wait to light the candles and sing carols. I bought these sweet little fairylights online, bought the advent wreath from our local nursery bazaar from the very persuasive five-year-old super sales personnel, and got some pretty, totally over-priced deco things in Munich's Christmas market. I did manage to resist the horrid mulled wine, though..
 However, there is no deadline for chocolate brownies, and so I rustled up these super-easy and quick chocolate wonders yesterday afternoon:
Beat 3 eggs with 80g brown sugar and a pinch of cinnamon until frothy
Melt 125g dark chocolate (70% cocoa solids) with 80g butter in a bowl over simmering water
Fold 160g mixed ground hazelnuts and almonds into the egg mix
Then add the liquid butter-chocolate mix, pour into a dish (if you used a smaller dish, you get a cake. that is quite moist inside. If you pour it in a larger dish, you get flatter brownies.
Bake for about 30 minutes.

Tuesday, 26 November 2013

Essen und lesen/Food and reading

Gschneibt hat's! *****We got snow!
 Gerade zu dieser Jahreszeit, wo einen wenig hinauslockt, liebe ich es, über Essen und Kochen zu lesen, abend im Bett, oder gemütlich auf dem Sofa. Deshalb habe ich auch die Effiliee abonniert, obwohl man eigentlich großzügigerweise alles in der Onlineausgabe zu sehen kriegt. Bei Effilie liebe ich alles, die Bilder, die Interviews, die "Gib mir Fünf"-Ideen, und die Schnellen Teller, die es auch als Video gibt. Ihr Schöpfer ist Stevan Paul, der total sympathische Autor von "Deutschland vegetarisch" und der Blogger hinter nutriculinary.com (es lesen hier ja nicht nur die hardcore Foodblogger).
Das Observer Food Monthly Magazin hingegen gibt es leider in Deutschland nicht. Ich lese online, was zu lesen ist, es ist voll schöner, vernünftiger, manchmal auch extravaganter Ideen, von Nigel Slater, dem Hauskoch von Guardian/Observer und Gastköchen wie Yotam Ottolenghi, im Weihnachtsheft sogar ein ganz normaler Gänsebraten von René Redzepi, dem Mann, der uns zeigte, wie man mit Moos und Birkenrinde kocht.
 *****
This is the season for curling up on the sofa with a good read. Like most food lovers, I love to read about food, and most of all I love magazines about food. In Germany, there is a very fine food mag called Effilie, which I subscribe to. My regular English food read used to be the much-awaited monthly Observer Food supplement. As it's not available here (you get the Observer, minus supplement) I check it out online, to keep in touch with all those creative types, from Nigel Slater to Ottolenghi. In the Christmas issue the man who put tree bark on our plates,  René Redzepi of Danish super-restaurant Noma, offers a seemingly quite traditonal roast goose.
  Rezepte sind für mich in erster Linie Inspiration, aber manchmal überkommt mich die verrückte idee, etwas genau nachkochen zu wollen (klappt fast nie).  Dieses Rezept hatte es mir zum Beispiel angetan. Capelletti, Jakobsmuscheln, Safran, was kann da schiefgehen?  Einiges, wie sich herausstellte. Erstens wollten sich die Nudeln nicht zu ordentlichen Nestern fügen. Zweitens stellte ich fest, dass mir diese Jakobsmuscheln aus der Fischabteilung des Supermarkts nicht schmeckten. Wir haben sie natürlich gegessen, wo doch vier Stück zehn Euro kosten und Eiweiß ja gesund ist. In Andalusien hat mir das ganze Meeresgetier gut geschmeckt, aber vielleicht passt es einfach nicht ins winterliche Bayern.
 Am Sonntagabend schaute ich das Kochprogramm mit dem vegetarischen Sternekoch Michael Hoffmann auf Arte an, in dem der stärkste Mann Deutschlands vegane Kochratschläge kriegt. Das brachte mich auf die Idee, das Rezept vegetarisch zu verwandeln. Ich dämpfte etwas Blumenkohl (der Rest wird zu Suppe), drapierte ihn statt Muscheln auf die Nudeln, die sich beim zweiten Versuch etwas ordentlicher zu Nestern gruppierten. Zuerst nahm ich als Deko geraspelten Kürbis und Karotte (unten), aber schöner war der zweite Versuch, mit gebratenem Halloumi und Kürbis, beides gewürfelt (weiter unten). Darüber nochmal die Safran-Sahne-Sauce, wieder vergeblich schaumig geschlagen. Aber es schmeckt hervorragend. Der Halloumi gibt dem Ganzen ein bisschen Biss und salzigen Geschmack, der Kürbis die Süße, der Blumenkohl die Schönheit.
 Spätes Abendessen mit feinstem Rieslingsekt, getrunken aus dem Sektkelch von der Post-Anni, ein Erbstück von Luisa
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My vegeltarian (almost) midnight feast with a nice cup of bubbly in the posh goblet my sister inherited from an excentric old lady
For me, recipes usually serve as an inspiration, not as a blueprint. But for once I wanted to follow a recipe for capelletti (very thin spaghetti) with fried scallops, fileted oranges and a saffron cream spume. What could go wrong? A lot, of course. The noodles wouldn't curl into pretty nests, the spume looked like mayonaise in the picture and, worst of all, I discovered these supermarket scallops, unlike those I had eaten in Spain and in Italy, weren't tasty and rather spongy. We gamely ate the lot, since the four scallops cost more than two schnitzels.  I think I will stick to seafood when I am by the sea.
 Later that evening, I watched a very nice food progamme by German Michelin-starred vegetarian chef Michael Hoffmann;  he was feeding "Germany's strongest man", who happens to be vegan. It gave me the idea to try and adapt the recipe in a vegetarian style. So I steamed some cauliflower and pumpkin, fried a piece of halloumi, diced it all in a foodie style and draped it around the pasta, which almost formed a perfect nest. I topped it with the cream, orange and saffron foamed sauce. And that was really delicious!

Monday, 25 November 2013

Kindermoden




Nochmal zum Thema Dirndl: als Kinder und junge Mädel trugen wir unsere Dirndl nicht ungern, aber mit dem gleichen Fatalismus, mit dem wir auch im Winter handgestrickte Wollstrumpfhosen und die karierten Kleider mit Samtkrägelchen trugen. Begeistert waren wir über unsere „Parallelos“ (siehe unteres Bild), die Strickjacken mit Reißverschluss, die unsere Mutter uns strickte, und über unsere ersten „Röhrlhosen“. Und als wir selber entscheiden durften, was wir anziehen wollten, war der Ofen für Dirndl und Lodenmäntel einfach aus.
Und diese zwei süßen Schleiferlbilder wollte ich auch noch herzeigen: einmal die beste Freundin in trotzig-stolzer Haltung am Marktplatz vor dem tollen Auto ihres Papas (in dem meine Schwester und ich ihm mal in den Nacken kotzten, zum Schrecken unserer Mutter: der Herr Apotheker!!), das andere aufgenommen bei einer unserer vielen Bergtouren, mit zwei der vielen Kinder, mit denen unsere Kleinfamilie immer wieder angereichert wurde (ich bin wie immer "die Große", das Schwesterlein "die Kloa").

Dazu fällt mir noch ein: in Grafing traf ich neulich eine Bekannte meiner Mutter, und als sie mich erkannte, fragte sie: "San Sie jetzt de Grosse oder de Kloa?" 

Saturday, 23 November 2013

Volksmusik trifft Volxmusik


Gestern Abend war ich zu einer Veranstaltung des Kulturreferats eingeladen, bei der Gruppen von der Bürgermeisterin Christine Strobl geehrt wurden, die seit mehr als zehn Jahren bayrische Kultur am Leben halten und neu belebt haben. Zuerst war ich skeptisch, zwengs Dirndl-und Trachteninfarkt, Bayerntümelei usw. Der Grund, warum ich meine Jodelgruppe (die auch unter den Ehrwürdigen war) verlassen habe, war zum Teil auch dieses ewige Dirndanziehenmüssen und eine Vorstellung von Tradition, die einfach nicht meine ist. Aber ich verdanke der Gruppe meine "Jodelausbildung" (ja, auch ohne Diplom...), und das Singen mit ihr hat mir immer Spaß gemacht!
Also habe ich mir meine Trachtenphobie einfach weggesteckt und hatte viel Spaß. Vor allem die Gruppe, die den Abend musikalisch begleitet hat, ist wirklich toll, unterstützt vom Jüngsten der Familie (9) an der Baritontuba, einem "großen" Tubaspieler, ausgeliehen von der Ösi-Kultband HMBC sowie einem türkischen Oud-Spieler. Diese Unterbiberger Hofmusik dürfte die einzige bayrische Musikgruppe sein, die Stern und Halbmond in ihrem Logo hat!
Das Buffet war natürlich auch bayrisch-Crossover: Forellenmousse aus dem Isartal und den Tafelspitz gab's gewürfelt, mit dem Löffel zu essen...in dem Fall ist mir die traditionelle Version lieber!

Und übrigens - vergesst alles, was ihr je über das Hofbräuhaus gehört habt. Es ist nicht mehr die weltberühmte Touristenfalle mit gräßich volkstümelnder Musik, sondern hat sich in den letzten zehn Jahren zum echter Hort traditioneller Blasmusik und einer neuen "Volxmusik"-szene entwickelt. Es fing an mit dem Niederbayrischen Musikantenstammtisch, jetzt nimmt der Kathreinstanz schon fast solche Ausmaße an wie der  Kocherlball, der von Katharina Mayer eine Verjüngungskur bekommen hat. Dafür bekam sie auch die Hauptehrung des Abends. Und es gibt die "Heimat Musi" Sessions, die die junge Katharina Eimer mit Unterstützung des sympathischen Wirts, Herrn Sperger, ins Leben gerufen hat: jeden ersten Montag im Monat.
Moderatin des Abends war die wunderbare Queen of Volxmusic, Eva Becher. Es war eine Freude.

This is a post about an event I went to in Munich, that highlighted local musicians and singing groups that keep up and innovate Bavarian folk music. It's more of local interest so the only information I can leave you with is - if you visit Munich, go to the Hofbräuhaus. I know you will anyway - but go upstairs there on the first Monday of the month and listen to the finest music sessions you are likely to come across in Munich.

Friday, 22 November 2013

Suppe, erster Streich

 Bei der Wilden Henne sehe ich eine tolle Suppenmahlzeit nach der anderen und fühle mich irgendwie inspiriert, aber während draußen der graue November still vor sich hinschmollt, will drinnen die wahre Kochmuße (oder Muse) einfach nicht aufkommen. Deshalb beschränke ich mich heute auf eine Grießnockerlsuppe.
Was ich nebenbei und ständig aus dem Ärmel schüttle, sind Apfelkuchen. Gestern Apfelkuchen Rustique, heute Apfelquarkkuchen, morgen - wer weiß, Apfelkiachal?
Dieser war besonders einfach, weil ich jetzt ständig eine Kugel Mürbteig auf Vorrat eingefroren habe, der Keller voller Äpfel ist und meine Schwester mir vor der Reise noch einen 250-g-Becher Bio-Quark hinterlassen hat. Also - Quark mit einem Resterl Yogurt und einem halben Becher Frischkäse, Zitronenabrieb und Tonkabohne (oder Zimt), zwei Eigelb, sechs Esslöffel Zucker und sechs Löffel Stärkemehl verrühren. Eiweiß steif schlagen, drunterziehen. Mit den in kleine Scheiben geschnittenen Äpfeln vorsichtig mischen.
Boden auf dem Backpapier und unter Klarsichtfolie auswalken, Masse drauf streichen, im vorgeheizten Ofen bei 180 O/U backen bis ein Messer sauber rauskommt. Wenn er zu braun zu werden droht, Backpapier drüberlegen. Schmeckt göttlich, vor allem einen Tag später - wenn er sich so lange hält.
While the November gloom is quietly raging outside, I am still waiting for the cooking muses to kiss me. Cakes are easy, I seem to turn out cakes at the rate of one a day - there are so many apples to get rid of, and since I have started making industrial quantities of dough and freezing them, it has become laughably easy. You have seen my past efforts: this time, I made an apple cheesecake which, incidentally, tastes even better the next day. If it survives that long.
My sister had parked a 250-g tub of fine quark in my fridge, and I had a bit of yogurt and some cream cheese to get shot of. I mix all this with two egg yolks, six tblsp of sugar, six of cornstarch, some grated lemon peel, grated tonka bean (or cinnamon) and fold in the beaten egg whites. Carefully mix this mass with three or four apples, cut into slices.
Roll out the dough (I used the shortcrust dough I made here) lying on a baking sheet and covered with clingfilm - makes the transfer ...a piece of cake...
Spread the mass of the base, and bake in the oven preheated to 180°C for about 30 minutes, until a knife comes out clean.
  If it threatens to burn, cover it with a baking sheet.
 Übrigens weiß ich jetzt endlich, wozu dieses Löffelchen gut ist: Wenn beim Eiertrennen etwas Eigelb ins Eiweiß geflutscht ist, kann man es damit rausfischen!
 At last I know what my little spoon is useful for: when you separate eggs and a bit of yolk slips into the eggwhite, you can use it to fish it out.
 Und die Suppe? Ich sammle immer das Kochwasser von Gemüsen die ich koche und hebe es auf. Leicht gesalzen und mit etwas Bio-Gemüsewürfel gewürzt, ergibt das die perfekte Rumfortsuppe.
Die Grießnockerl habe ich nach Gefühl gebastelt, das Ausprobieren macht wirklich mehr Spaß als die aus dem Packerl!
Ca. 20g weiche Butter mit einem Ei verkleppern, Muskatnuss reinreiben, Pfeffer. So viel Weichweizengrieß reinrieseln lassen, dass es fest, aber noch rührbar wird. Zum Schluss Parmesan oder Pecorino dazu reiben. 10 Minuten quellen lassen, dann mit einem Löffel Nockerl formen und in die siedende - nicht kochende - Suppe geben und so 15 Minuten ziehen lassen.
 This is one of my favourite soul-food soups. I collect the vegetable stock when I boil or steam veg and make it into a soup, adding a bit of organic stock powder. This time I made little dumplings with semolina. You can also use polenta. I beat an egg with some very soft butter, about 20g, add grated nutmeg and pepper and enough polenta/semolina to make it firm but not too hard! At the end you grate parmesan into the batter, leave to swell for a few minutes and then, with a spoon, form little gnocchi shapes and simmer them in the broth for 15 minutes.
 Gestärkt ging ich anschließend ins Brucker Moos und schaufelte ein paar Maulwurfshügel in eine Plastiktüte, für meine Winteranpflanzung...hoffentlich habe ich nicht versehentlich einen Maulwurf erwischt!
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All souped up, I took a walk down the valley and gathered up a couple of mole hills in a plastic bag for my winter planting. Hope I didn't accidentally bag a mole, too.

Thursday, 21 November 2013

Nochmal Kunst!

 Meine begabte Freundin G. hat von meinem Tutzinger Kirchenfoto einen Holzschnitt gemacht. Ich bin geplättet! Ich mag Holzschnitte sehr, wie ich auch in diesem Post schon mal erwähnte. Der Künstler Clifford Harper illustriert im Guardian jeden Tag die kleine aber zauberhafte Rubrik "A country diary", und die Bilder freuen mich jedes mal.
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My friend G. has made a woodcut from my photo of the little chapel I posted recently, gorgeous! I am very fond of woodcuts, as I mentioned in this post. The artist Clifford Harper illustrates a very small but exquisite column in the Guardian, called A country diary, and I always love his little woodcuts.

Wednesday, 20 November 2013

Tuesday, 19 November 2013

Neues aus der (nur scheintoten) Küche


Ich bin gerade recht oft in der Stadt, gehe spazieren im kargen Sonnenschein, oder bin sonstwie auswärts beim Essen. Ich habe wenig Zeit und kaum Lust, häuslich tätig zu sein. Daher gibt's auch nicht viel Interessantes aus der Küche. Aber das soll sich ändern! 
Hier nochmal die Summe meiner (Miss)erfolge der letzten Tage:
Quittengelee:Ilse= 2:0
Hab's nochmal probiert auf Grund der scheinbar unfehlbaren Rezepte, Gelee blieb flüssig.
Aber ich habe zurückgeschlagen, ich kochte das flüssigen Gelee (zu süß)  mit einem Glas Marmelade aus Kornelkirschen (nicht süß genug) auf, ein Geschenk einer Bekannten an meine Mutter, das sie sofort mit den Worten "Da, nimm du des" an mich weitergab. Zusammen ergaben die beiden eine angenehm mittelsüße Konfitüre. Ich nenne sie "Frankenjam", angeregt von einer Bloggerin die Fastfoodburgers als "Frankenmeat" bezeichnet.
Recently, I have been keeping out of the kitchen more than in, spending time eating out and being generally sociable.
My reluctance to produce edibles could well be to do with my last discouraging efforts to make quince jelly.
The struggle with the quince has now entered round two: the jelly I made today, following one of the "fool-proof" recipes, remained liquid. So I struck back by boiling the liquid up again, together with a jar of not-quite-sweet-enough wild cherry jam (a gift for my Mum which she passed on to me without comment).
The result is a nice, firm, not-too-sweet jam; I call it "Frankenjam".
 Nächtliche Szene am Stehcafé*****Late night shot outside a café
 Oben, das Café Reichshof in der Wörthstrasse, das ehemalige Wohnzimmer meiner Schwester; jetzt geführt vom Lieblingsbäcker Neulinger aus Neuhausen. 
Unten, der wunderbare Italiener, "Il Cigno", ebenfalls in der Wörthstrasse, wo wir nach dem Yoga Riesenportionen Spaghetti aglio, olio e peperoncini essen.
Und wer wissen will, was ich gestern abend im Kloster gemacht habe, kann oben rechts auf den Link zu flickr klicken. Es war eine Gaudi: ein Zusammenkommen von 12 Kameras, die pausenlos aufeinander gehalten wurden. Gegessen wurde auch.

 If you want to know what I did last night, click on the link to flickr, above right.
A meeting of 12 cameras and totally loony photographers. Great fun.
We also ate very well.

Saturday, 16 November 2013

Kultur und Karotten

Gestern abend im Haus der Kunst - unfassbar. Der Engländer und ich gingen nichts ahnend, ganz ungezwungen hin, um eine unserer Lieblingsmusikgruppen zu hören. Aber die Menschenmassen, die sich durch das nicht kleine Museum wälzten, waren so groß, dass wir es nicht mal in die Nähe der Bühne schafften. Dafür trafen wir unzählige nette Menschen, die man jahrelang nicht gesehen hatte, und es machte einfach Spaß dort zu sein und alles anzusehen. Am 28. November gibt's nochmal ein Musikevent für uns Oldies, da probieren wir es noch einmal.
Bis zum 1. Dezember gibt es noch ganz viele Events, unter anderem ein allabendliches kontinuierliches Screening der zweiten Serie von "Heimat".
Übrigens trug ich gestern zum 1. Mal die Wollmütze aus Berlin. Es war kalt.
 

Heute war es so scheußlich, dass daheimbleiben wirklich die einzige Option war. Nicht mal unser Mütterlein hat Lust auf das allwöchentliche Fischessen in Taglaching. Also, was kochen wir?
Ich hatte noch jede Menge Mürbteig - ohne Zucker! - vom letzten Plätzchenbacken
Das Einzige, was man an einem solch grauen Tag essen mag, ist was Buntes, eine Tarte die ich so ähnlich schon vor zwei Jahren mal gepostet habe (ich nehme die Fotos von damals, weil heute echt kein Fotowetter ist).
Ich schwitze geschnittene Karotten und Stangensellerie mit einem Thymianzweiglein in Butter an und legte sie in eine Form, die mit Butter ausgestrichen und mit meinem tollen portugiesischen Seesalz bestreut wird. Darüber breite ich meinen ausgerollten Mürbteig und backe die Tarte ca. 30 Minuten bei 180°. Wenn sie zu braun wird, ein Backpapier drauf legen.
Als Nachspeise - Überraschung! Frische Plätzchen, diesmal mit einem Glas ausgestochen und mit Obst belegt. Der Rest ist Sofa und DVDs....
My best mate and I went to an art event in Munich last night that was truly fun. But there were so many interesting, diverse people - we agreed it was like being at a London event say, at the South Bank - that we never got to see the band we came for. But we bumped into some lovely people we hadn't seen for years. 
Today, the weather is horridly Novemberish, making staying in the only viable option. And very colourful food a must. I used the leftover pastry from my biscuit baking the other day, to make a savoury tarte tatin I posted here before (and I'm using the old pictures because there is no daylight today). 
I chopped three carrots and two celery sticks, sautéed them lightly in butter with some fresh thyme, then laid them out in a baking dish which I had buttered with some flaky salt. On top comes the rolled out pastry. Bake for about 30 minutes, if it starts going too brown, cover with baking paper. For afters I made some more biscuits, topped with blueberries.
The afternoon is for chilling with my new DVDs.

Thursday, 14 November 2013

Cold Comfort, oder Plätzerltanz

Dieser greisliche November! So grau, der Sommer so definitiv vorbei und noch keine Weihnachts-und-Schnee-Belohnungen zu haben...Ein Stimmungskiller ersten Ranges für mich, ich liebe einfach die Sonne. Und was ist die Lösung, wenn die Laune am Boden ist? Natürlich in die Stadt fahren, feine Käse einkaufen, im Löwengarten und im Stadtcafé FreundInnen treffen, daheim DVDs anschauen (ich danke Grain de Sel für den Tipp mit dem Film "Overboard"!), einen neuen Pullover kaufen, und feine Sachen essen. Irgendwie habe ich aber gerade keine Lust zu kochen, und habe mir als vorweihnachtliche Belohnung nur eine Runde Plätzchen gebacken. Sie sind sowohl wunderschön als auch total gut für die Figur. Sie sind nämlich zuckerfrei. Naja, bis auf den dicken Zitronen-Zuckerguss.
So einfach geht's, genau wie der "rustique" Apfelkuchenboden:Aus 280 g Mehl und 200 g eiskalter Butter (in kleine Stücke geschnitten) mit 1 gestrichenen TL Salz schnell einen bröseligen Teig mischen > nicht kneten<
Zum Schluss mit 4 EL eiskaltem Wasser (hatte ich kurz ins Gefrierfach gestellt) den Teig kurz durcharbeiten - darf bröselig und uneben bleiben. 
Teig zu einer Kugel formen, in Cellophan wickeln und zu einer Scheibe flachdrücken. 
Ca. eine Stunde kühlen.  Dann schnell ausrollen, im Cellophan, ausstechen, backen - dauert nur 12-15 Minuten. Wenn's pressiert, darf die Kühlphase meinetwegen auch ausfallen - aber kalt werden die Plätzerl unglaublich buttrig und zart. 
Wenn sie kalt sind, mit Puderzucker und Zitronensaft den Guss machen und dick auftragen!
 Der Tag ist gerettet.
 Grim, misty, grey November days, gradually getting to me...I don't even feel like cooking. Flight is the answer: to the big city, cafés, meetings with friends, a mild shopping frenzy with cheese and jumpers..At home I watch DVDs ordered online. I went for real comfort viewing with Goldie Hawn in "Overboard" and, to match the weather, the complete series of "Love in a cold Climate", starring a young Judi Dench. 
Finally, I bake some biscuits, a first inkling of baking weeks to come. These ones are quick and instantly edible - no sugar, except in the lemon icing. They are quick and easy to make:
The pastry is made quickly with very cold ingredients, just press them together, don't knead.
280g plain flour
200g cold butter
large pinch of salt
 at the end, squeeze four Tbsp ice cold water into the rough dough. Chill for about an hour - it makes them extra short and buttery. 
But hey, if you are desperate, skip the cooling phase. Roll out the dough between two layers of clingfilm, cut the cookies and bake for about 12-15 minutes.
When they have cooled sufficiently, mix icing sugar and lemon juice and spoon the mix thickly on the biccies.
The day is saved!
 

Sunday, 10 November 2013

Die Entdeckung der Rübe

Viktualienmarkt, Stand 7 Abteilung 1 bei Markus Weyel - gegenüber vom Kustermann - niemand hat mehr und schönere Rüben!
Rote Bete, Navetten, gelbe Karotten, weiße Karotten, Pastinaken, Steckrüben, Kohlrüben...In England sind vor allem Steckrüben (als Püree mit Kartoffeln..mmhm..) und Pastinaken (im Ofen gebacken, leicht karamelisiert) gang und gäbe. Hier sind sie, wie mir scheint, erst in den letzten Jahren, durch die vegetarische Bewegung, zu einem kulinarischen Faktor geworden.
Last week, I discovered a stall in the Munich Viktualienmarkt that specialises in all kinds of turnips, beets, swedes, parsnips, carrots in all colours...living in England, I was quite used to eating them, but here it seems to me they have only just been discovered, thanks to increased vegetarian activity in Germany's kitchens, and elevated from pig food to cuisine.
Wie schön die sind! *** look at these beauties!
 
 Gestern gab es dann ein - der Jahreszeit angemessenes, sättigendes - Wurzelgemüsegericht zu Mittag.
Zum Kartoffelbrei schnitt ich die gekochten Navetten auf, gelbe und rote Karotten schnipselte ich in den Feldsalat. Statt Fleischbeilage verarbeitete ich zwei geräucherte Makrelenfilets zu einer Mousse:
Makrelen häuten, mit dem Saft einer Zitrone, zwei reichlichen EL Crème fraiche, 100g Frischkäse, weißem Pfeffer, zwei Knoblauchzehen und geriebenem Meerrettich im Mixer oder mit Zauberstab pürieren. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank kühlen, dann Nocken auf den Teller geben und mit Piment d'Espelette dekorieren. Oben drauf noch frischen geriebenen Meerrettich und ein pochiertes Ei.
Sehr sättigend. Spaziergang, ein Schluck Grappa, und abends brauchten wir nur noch ein Stück Toast.
So, yesterday I created a late lunch with these seasonal root vegetables. I boiled and sliced the navettes, made a nice mashed potato, sliced yellow and red carrots into the lambs lettuce and topped the mash with a poached egg and freshly grated horseradish.

Instead of meat, I made a mackerel mousse to go with all those roots.
I blended two pieces of smoked mackerel with the juice of a lemon, two cloves of garlic, some grated horseradish, 100g cream cheese and two tbsp crème fraiche. No salt, the fish is salty enough.
On the plate, I powdered it with piment d'espelette.
We didn't feel like we'd need to eat ever again, after this. Dinner was a slice of buttered toast and a slug of grappa.

Mein neuestes Kochbuch, und daneben hatte ich mir eine Art Lasagne aus verschiedenen Rüben gemacht, mit rosa Béchamelsauce, die ich mit dem roten Kochwasser der Bete angerührt habe.
***
My latest cookbook, next to it my beetroot and turnip "lasagne", with a pink béchamel sauce: I used the red cooking liquid from the beets to stir into the butter-flour mix

Saturday, 9 November 2013

Durchgefallen

Ich hasse Quitten. Aussen hui, innen pfui. Alle braun innen. Und mein "Quittengelee" wurde eine braune hässliche Masse. Was ich sagen möchte ist, dass mein erster Versuch mit Quitten absolut und unwiderrruflich in die Hosen gegangen ist. Was bleibt, sind ein paar hübsche Quittenfotos und ein halbes Glas ungenießbaren braunen Sirups!
***
This is the sum total of my first effort at making quince jelly. An unmitigated disaster. Brown slightly carbonised yuk. At least I got some nice pictures of the fresh fruit. I will be happy to scrounge some quince jelly off a more successful friend.


Friday, 8 November 2013

Am Starnberger See

 

 
 
Ein göttlicher Herbsttag gestern, den Luisa und ich nutzten, endlich mal wieder an den Starnberger See zu fahren. Es war einfach zu schön alles: das Licht, die Wolken, die Wellen, die Bäume.
Zum Schluss besuchten wir noch zwei Freundinnen die uns durch ihre neu eingerichtete Wohnung führten, eine Art Kunstpalast mit Blick über die Alpen und einer perfekt eingerichteten Küche in der niemand kocht. Anschließend wurden wir in Possenhofen zum Essen eingeladen, mit Champagner, Wein von Alois Lageder, und überraschend, einem superfeinem Essen.
An Reichtum könnte ich mich gewöhnen.
Hier bei Luisa gibts auch noch ein paar Fotos.
 Diese Lampe hätte ich gern eingepackt und mitgenommen
***
I would have been quite happy to take this lamp home with me!
 
  Krebsfleisch auf Weizenpastakügelchen mit Kürbis  - traumhaft
***
Crab meat on little pasta balls and pumpkin - heaven
Hechtklößchen in Hummersauce, mmhm
 ***
Pike cakes in a lobster sauce 
Yesterday was the most divine autumn day which my sister and I used for a longed for outing to the lake where she used to live. A perfectly sunny day, the sky translucent, the water lashed by the wind, the leaves illuminated by the sun - we went mad with our cameras. Later we visited a couple of friends who have just finished decorating their luxury flat which overlooks the lake and the Alps and is filled with art works by women, with a state of the art kitchen that will never get dirty. Gob-smacking. In the end they took us out to dinner, a really wonderful meal - I had pike fishcakes, crab in lobster sauce and champagne. Yippee!
Some mor pictures here.