Thursday, 27 February 2014

Servus, and see you later!

Wider Erwarten haben wir einen Pflegedienst gefunden, der das Mütterlein jeden Morgen kickstartet, wenn sie wieder zu Hause ist. Welch eine Erleichterung! Profis ans Werk! Momentan ist sie noch im Krankenhaus,und scheint uns beiden ziemlich geschwächt - aber sie gibt ja schon wieder Anweisungen.
Es ist gerade alles ganz schön hektisch, aber trotz allem fliege ich jetzt eiskalt nach London. Endlich! Seit einem Jahr habe ich meine Freunde und Freundinnen dort nicht mehr gesehen, es wird Zeit.
Es gibt hier natürlich auch sehr liebe Leute! So durften wir gestern abend im Kreise der gesamten Patchworkfamilie, inklusive Lieblingsnichte, mal wieder zusammen Spaghetti essen, viel zu viel Wein trinken und kreischen vor Lachen. Wir erfuhren, dass Bob Dylan demnächst in Dublin spielt, sahen Fotos aus dem Archiv und fielen um Mitternacht vollgefressen und erschöpft vor Lachen ins Bett. Natürlich schlecht geschlafen nach dem vielen Essen, aber mei...
Die Spaghetti Carbonara von A. waren perfekt all'Italiana, nämlich ohne Sahne. Einfach die heißen Nudeln in die Schüssel mit den geklepperten Eiern, gewürfelter Pancetta oder Speck, geriebenem Parmesan, Pfeffer und Olivenöl kippen, (Mengen nach dem Prinzip q.b., also so viel wie nötig), alles gut vermischen, sofort essen.
  Als Vorspeise gab es Crostini mit Leberwurst und Oliventapenade, sowie Spinatkuchen mit Wildlachs (Geheimrezept von S.). Zu trinken gab es unter anderem einen Weißwein aus Hochheim am Rhein, den die Engländer als "Hock" zum deutschen Weißwein schlechthin erkoren.
For starters we got some crostini with liver paté and olive tapenade, also a spinach and salmon tart.
Wine was "Hock" (we were assured that it was "the real thing"  from Hochheim - does anyoe still drink Hock outside the books of the Mitford Sisters?)
Rapunzelspaghetti
This has been a busy week, trying to sort out home care for our Mum who is suddenly quite weak and pathetic after her fall. We seem to have found someone to come and get her up and started every morning. Mornings for me are a nightmare - I am such a night person and having to jump out of bed and driving over to Mum's, usually without my ritual breakfast, is not a good way to start a day.
Now the morning visits are taken over by an added carer, this will make looking after her easier and enjoyable.
Last night we had a wonderfully fun dinner with the extended family, due to a surprise appearance from One and Only Niece. Lots of laughter and good solid Italian food, in the form of a huge bowl of authentic Spaghetti alla Carbonara.
Der linke Teller war meiner*** the one on the left is mine!
Just boil the pasta, meanwhile cube the pancetta, crack the eggs and mix the lot with plenty of grated parmesan, olive oil and pepper - no cream! Tip the pasta in the mixture, mix with two forks and serve straight away.
I am off on holiday now, for a couple of weeks. See you later!

Luisa am und im Steinsee, 26.2.014

Monday, 24 February 2014

Blue Sunday

 Gerade wenn man denkt, alles läuft doch eigentlich sehr gut, kommt wieder ein Hammer daher. Mütterlein ist hingefallen und hat sich die Schulter verletzt, meine Schwester bringt sie gerade ins Krankenhaus...und ich habe am Wochenende Urlaubspläne...
Wenn man sehr alte Eltern pflegt, muss man sich eigentlich ständig auf Unerwartetes und auf Durcheinander im eigenen Leben einstellen.
Dabei war gestern so ein traumhafter Sonntag.
Just as you think everything is going pretty smoothly, some unexpected blow comes along. My Mum fell down and injured her shoulder - my sister is just taking her to hospital...and I have a flight booked for the weekend...
Looking after very old parents, you have to be constantly prepared for the unexpected, and for disruption of your own life.
And yesterday was such a perfect Sunday, too!
Unser Sonntagsessen war einfach aber fein: Ich kochte meine derzeitigen Favoriten, Kartoffelkuchen, mit Romanesco-Kohl und Lachsforelle mit Meerrettich-Creme-fraiche für uns alle, und anschließend machten wir einen wunderschönen Spaziergang, unter dem blauesten Himmel, den man sich vorstellen kann.  
Our Sunday lunch was simple but classy: I made my current favourites, potato cakes, with romanesco cabbage,smoked salmon trout and creme fraiche with horseradish for us all, and afterwards we went for the most beautiful cross-country walk under the most porcelain-blue sky imaginable.
 Leider kann auch das feinste Essen und das liebevollste Päppeln bei unserer immer hinfälliger werdenden Mama Unfälle nicht verhindern.
 Sadly, not even the best food in the world can guarantee our aged and weakened Mum's well-being. And the also not-so-young-any-more daughters' peace of mind...

Saturday, 22 February 2014

Freude!

Es gibt auch Tage, an denen man sich über die Nachrichten freuen kann - unglaubliche Bilder aus der Ukraine, ein Parlament, das aufsteht und sagt "Es reicht!" Abgeordnete, die vor Freude in die Luft springen.
Es gibt auch viele gute Nachrichten, die man nicht oder nur zufällig erfährt. 2005 ließ  Olafur Eliasson drei Tonnen weiße Legosteine auf einen Platz in Tirana, Albanien kippen um die Leute anzuregen, ihre Hauptstadt neu zu designen. Was für ein wunderbar spielerisches Kunstprojekt.
Ein guter Tag. Und ein wunderschöner Abend.
There are days when the media actually bring good news. Amazing turn of events in Ukraine, a Parliament that punches the air and says "ENOUGH!"
And then there are good news you never get to hear because only disaster makes the news.
In 2005 Olafur Eliasson had three tons of white Lego dumped in a main square of Tirana Albania, the idea being to encourage people to redesing their capital. What a marvellous and playful art project.
A good day. And a beautiful evening outside-

Thursday, 20 February 2014

Gel(i)ebte Kaffeekultur

Diese Woche boten sich mir mehrere Gelegenheiten, das Münchner Kaffeehausangebot zu studieren. Ich sage "studieren", weil dies das einzige Wort ist, welches die Kuchenmengen rechtfertigt die dises Woche den Bach runtergingen.
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Dear English-language readers: this post is mainly for Munich café lovers, so just enjoy the pictures and come to Munich soon!
Pflichtbewusst den Leserinnentipps nachgehend, besuchten mein ständiger Begleiter und ich zuerst das Cafè Piemonte, im Zentrum Münchens, eher unauffällig hinter dem Alten Peter versteckt. Dieses Café ist Italien pur, mit der langen Bar und den Kristalllüstern, vom Kaffeegeschirr her allerdings eher American Italian. Der Cappuccino ist gut, aber hier ist es mir zum ersten Mal passiert, dass sich schon beim Anblick der riesigen Kuchenstücke die Arterien zusammenzogen. Dazu sind die Torten auch noch pappsüß, und das sage ich als jemand, die keine Angst vor Zucker hat. Ich gehe sicher gerne mal wieder hin - aber Vorsicht beim Bestellen, am besten ein Stück teilen.
Mit einer befreundeten Bloggerin besuchte ich dann gestern das nagelneue Cafè Kolonial. Ja, das Bloggerleben bietet eben wunderbare Gelegenheiten, das Leben zu genießen! Und dieses Café, die große Schwester des Barista (welches ja früher mein Café an der Ecke war)  ist einfach umwerfend schön. Ein großer, perfekt geformter Raum voller schöner Dinge, die irgendwie mit Kaffee zu tun haben - Kaffeedosen, Bilder, marokkanische Lampen, eine Aladdinshöhle voller Schätze. Eben wie eine organisch gewachsene Version des Barista, als wäre dieses Café schon immer hier in Neuhausen gestanden. Wegen der Kuchen würde ich die Stadt nicht durchqueren, aber der Kaffee ist immer "state of the art" - jetzt gibt es auch den inzwischen rehabilitierten "Brühkaffee", und dazu Toast und Sandwiches  - alles fein. Ein Traum von einem Café.
 
 
 
  Aber letzten Endes ist ja doch das Ruffini Münchens einzig wahres Wiener Kaffeehaus: die Möbel, die Lampen, die Zeitungen, das zuweilen grantige Personal und die fabelhaften Kuchen. Essen kann man dort auch recht gut, aber das Beste am Ruffini (außer natürlich der Terrasse im Sommer) ist der Wein, alles gute Flaschen aus Italien, importiert vom Garibaldi. 
http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.956252.1355863063!/httpImage/image.jpg_gen/derivatives/900x600/image.jpg

Monday, 17 February 2014

Abendbrot

Heute war mein kreativer Sandwichtag. Mittags machte ich mir einen dreistöckigen Weißbrotklassiker aus gutem Bäckerbrot, ohne Rinde. Abends kam mir die Eingebung, mir im Waffeleisen ein geröstetes Schinken-Käsebrot zu machen - Sandwichtoaster ist einer der wenigen Staubfänger die ich noch nicht besitze. Es funktioniert wunderbar. Einfach die Rinde vom Weißbrot abschneiden, mit Senf bestreichen, eine Scheibe Käse und eine Scheibe Schinken drauflegen, zuklappen, und im gut geölten Waffeleisen braun backen. Geht's noch einfacher? 
Ich liebe mein Waffeleisen.
Today was my creative sandwich day. For lunch, I built a triple-decker with white bread (no Mother's Pride please!) For my evening meal I felt suddenly inspired to make a toasted ham and cheese sandwich - in the waffle iron. 
A sandwich maker is among the few unnecessary gadgets I haven't acquired yet.
It works like a dream. I cut the crust off the bread, flatten it with a rolling pin and spread it with Dijon mustard. Cheese and ham between the two slices and off into the well-oiled waffle iron. 
Couldn't be easier. I love my waffle iron. 

Saturday, 15 February 2014

Pastete oder Pie, Auflauf oder Kuchen?

Derzeit finde ich es viel zu anstrengend, jeden Tag die Zeitung zu lesen - was geht mich das eigentlich alles an? Renzi-Coup in Italien, Parteienschlachtfest wegen parlamentarischer Kinderverderber (Verschwörung? Unschuldsvermutung?). Land unter in England, Schneechaos in USA, Feuerstürme in Australien, Energiewende ja, nein oder vielleicht, Schweiz macht die Schotten dicht, Monsanto durch die Hintertüre, sprich Handelsabkommen, nach Europa...Da hilft nur eins: Kopf fest in den Sand, und ab in die Küche!
Denn im Magazin der Süddeutschen finde ich immer wieder manch feines und doch machbares Rezept, zum Beispiel diesen Brokkolikuchen - auf italienisch, der Muttersprache der Köchin Maria Luisa Scolastra, klingt "Sformata di broccoli" wesentlich interessanter! Anstatt des Teigs im Rezept habe ich allerdings meinen eigenen Mürbteig genommen, den ich natürlich eingefroren vorrätig habe:

Aus 250g Mehl, einem Ei, 100g Butter einen Teig kneten. Um ihn elastischer zu machen, die Hände mit eiskaltem Wasser befeuchten und es reinkneten. Teig im Kühlschrank rasten lassen. Zwei Drittel des Teigs ausrollen und damit eine Form auskleiden, indem man die Teigplatte so groß ausrollt, dass sie über den Rand hängt und rundum abschneiden - ich habe da so einen  feschen Teigrödler, den mir Luisa mal von irgendeinem Flohmarkt mitgebracht hat.  Mit einer Gabel Löcher in den Boden stechen und 15 Minuten blind backen.
 Die Füllung kann man natürlich selber gestalten aus Gemüse, Käse, Sahne, fertig. Wer will, auch ein Ei mit der Sahne mischen.
In diesem Rezept geht es so: 
Einen Kopf Brokkoli in Wasser blanchieren, abtropfen. Eine Kartoffel kochen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Etwas Olivenöl, eine kleingehackte Knoblauchzehe, eine Tasse geriebenen Parmesan, ein paar EL Sahne sowie die zerdrückte Kartoffel in einer Pfanne erhitzen, zum Schluss die Brokkoli-Röschen dazugeben. 
Die Füllung in die ausgelegte  Form geben, dann mit dem restlichen Teig einen Deckel ausrollen und die Ränder je nach Fingerfertigkeit verkneten, verkrendeln, zusammendrücken - whatever. Ich habe das Kunstwerk bei 160° (Umluft) etwa 30 Minuten gebacken. 
Im Rezept steht 18 Minuten, da war der Teig bei mir noch roh.
A pie is a damn fine thing. I am spending as much time as possible in the kitchen at the moment, hiding from the barrage of bad news tumbling out of newspapers, TV, internet. Bad weather, bad sports, bad politics, bad people...I just don't want to know any more. Yes, I am choosing to become stoopid in my old age. Head in the sand, off to the kitchen. So I made a pie.
I had, of course, some pastry in the freezer that I had prepared earlier!
For your short crust pastry, knead 250g plain flour with 100g diced unsalted cold butter, an egg, a pinch of salt and some cold water, until you have a nice supple dough. Put it in the fridge to chill for half an hour. 
The formula for the filling is: any vegetables you like, cheese, cream, maybe an egg..
This filling was made with a head of broccoli, blanched. Warm the broccoli spears with a finely chopped clove of garlic, a boiled and mashed potato, a cupful of grated parmesan and a couple of spoonfuls of cream in a pan with a generous squirt of olive oil. 
Preheat the oven to 160C° fan assisted or 180°
Roll two thirds of the dough out and line a loose-bottomed cake tin. Push the pastry down into the tin and leave any overhanging excess pastry to help avoid shrinkage. Prick the base in a few places with a fork then transfer to the oven for about 15 minutes, or until the base is dry - not coloured. 
Spoon the filling into the pastry shell, roll the remaining dough into a disc to cover the pie and close the two dough layers.
  Bake your work of art for about half an hour or more, until the pastry looks cooked. Cover with baking paper if it's browning too quickly.  
 
Nach dem Mittagessen ist es Zeit für einen gemütlichen Spaziergang. Am Abend gibt es den übrigen Sformato vor dem Fernseher, zur zweiten Staffel von "Treme", danke, Cesca!
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Now, go for a nice walk around your neighbourhood. And in the evening, enjoy the leftover pie with your favourite TV film. Here, we are back on "Treme" again, second series, thank you Cesca!


Thursday, 13 February 2014

My funny Valentine


Und jetzt das letzte Bild in der Kartoffeltrilogie mit herzlichem Spiegelei, thematisch begleitet von Ella Fitzgerald.
Here's my final picture in the potato trilogy -sunny side up - accompanied by Ella Fitzgerald.

Wednesday, 12 February 2014

Kartoffeltage

Wie schon gesagt, habe ich das Vorbereiten von größeren Mengen Teig entdeckt und habe deshalb stets alle Arten von Grundteig gekühlt auf Abruf. Leider führt das dazu, dass ich ich viel zu viel esse und schön langsam aufpassen muss.
Aber ich kann arbeiten und trotzdem hervorragend gut essen.
Zur Zeit liebe ich die Kartoffel. Ich kaufe die 7,5kg Familienpackung beim Biobauern in Egglburg, bin aber keine Familie.
Ach, man kann so vieles mit der Kartoffel machen, sogar Nudeln (mehr dazu später).
Kartoffel ist definitiv das Lebensmittel, das ich auf die einsame Insel mitnehmen würde.
Mein derzeitiges Grundrezept für alles geht so:
  • einen Topf Kartoffeln (ca. 500g)  kochen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken (oder sonstwie zu Brei machen)
  • 50 g Butter reinkneten, 125 g Mehl dazu mischen. 
  • Eine tennisballgroße Kugel (ca. ein Drittel des Teigs) flachrollen, rund schneiden und mit einer Gabel mehrmals einstechen,
  • In etwas Butter braten, ungefähr 4 Minuten von jeder Seite.
Schmeckt sehr gut mit Räucherfisch und grünem Gemüse wie Spinat oder Broccoli. Oder gebratenem Speck und Spiegelei. Oder...
Der Rest des Teigs kommt gut zugedeckt in den Kühlschrank und kann noch ein paar Tage lang weiterverwendet werden.

Ever since I discovered that you can make any dough in bulk and freeze or chill it, I haven't stop eating. I have made instant pies and cakes, and now I have discovered the potato dough (later I will post my potato pasta, seen and copied from here.
I buy them in large family-size bags, although I am not a family, because you can make so many things with them. Potatoes are definitely the foodstuff I would take with me to the desert island.
My current favourite is the tattie scone mix:
  • Boil 500g floury potatoes, drain well and leave for a minute to dry off. 
  • Peel off the skins as soon as you can handle them.
  • Add 50g butter and mash (I put them through a potato press), then stir in 125g plain flour and salt.  
  • Roll out a third of the dough on a lightly floured surface to about 5mm thick, then cut around a side plate to shape. Dust lightly with flour and prick all over with a fork.
  • Heat the remaining butter in a griddle or large heavy based frying pan over a medium-high heat and then fry until golden on both sides (about 3-5 minutes). 
  • Cut into triangles and serve immediately, with smoked salmon or trout with broccoli or spinach.
  • Cover and refrigerate the remaining dough, it keeps for a few days.
 Erster Versuch zu schottischen "tattie scones", die übrigens in britischen Gastropubs gerade die angesagte Beilage sind. Zurück zu Omas Küche ist anscheinend ein universeller Trend. Die Kartoffelmischung wird rund ausgerollt und mit wenig Butter in einer Eisenpfanne gebacken.
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My first attempt at tattie scones was a hit. Apparently a dish that is wowing the gastro pubs now, I hear. Back to Grandmother's kitchen, same as here in Bavaria. My trusty potato mix is rolled out into a large round and cooked in an iron skillet with a little butter.
Und das gab's bei meiner Oma: die obige Kartoffelmischung plus ein Ei und etwas Majoran werden schöne Fingernudeln. Allerdings gab es bei ihr kein getrocknetes Straußenfleisch dazu. Bei mir auch nie mehr (danke Anna, hab's probiert, ist nix für mich, nicht mutig genug).
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Here's what my Bavarian Granny served us: the same basic potato mixture, with an egg and some marjoram added, makes a crispy potato finger. We didn't use to eat ostrich jerky with it - nor will I, ever again. 
Many thanks to my friend who brought it back from South Africa, it was worth a try.
Und wenn die Zeit dann ganz knapp ist, gibt es das ultimativel Rumfort-Resterlverwertungsfest:
die Unterlage ist ein Kartoffelpfannkuchen (diesmal mit einem Ei, das in den Teig gemischt wird), dazu fein geschnittener Schweinebraten vom Wirt am Sonntag (kann irgendjemand im Ernst eine ganze Portion bayrischen Schweinebraten aufessen?), ein paar Artischockenherzen aus der Tiefe des Kühlschranks, das Ganze gewürzt mit Salz, Piment d'Espelette und Baharat, kurz angebraten und garniert mit Essiggurken und einem Rest Avocado. An Guadn!
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When there is little time and I suddenly remember how hungry I am, that's the time for the leftover feast. Served on a bed of potato pancake (this time the potato dough is enriched with an added egg), I fried some leftover roast pork from Sunday lunch at the pub (no-one can eat a full portion of pork roast in a Bavarian country pub) with some artichoke hearts from an opened jar in the fridge, seasoned with salt, piment d'espelette and baharat, and served with little gherkins and half an avocado. Bon appétit.

Monday, 10 February 2014

Gestern abend...

 gab es erst mal einen plötzlich Schneesturm, der aber ohne Folgen blieb
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Last night, first there was a half-baked snowstorm
Er wurde von einem der schönsten Sonnenuntergänge gefolgt, die wir hier je gesehen haben - das will hier draußen was heißen
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It was followed by an extra-spectacular sunset, and spectacular ones we have many
 
 Sogar die Schafe schauten sich das Farbenspektakel an
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Even the sheep were watching the colourful spectacle
Meine Schwester und ich waren beide dem Licht gefolgt und trafen uns zufällig auf dem Berg oben, Kamera im Anschlag
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My sister and I had both rushed out independently from each other and met on the hill, cameras drawn
 Der Himmel war so blau wie die Wolken rosa waren
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The sky was so blue and the clouds so pink
Und die Berge warendank Föhn zum Greifen nahe
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and the mountains seemed close enough to touch
Ach...und zu essen gab es Kartoffelpfannkuchen mit Räucherforelle und Broccoli 
Rezept folgt demnächst
 Oh - and dinner was a simple tattie scones with smoked trout and broccoli
Recipe to be posted soon

Sunday, 9 February 2014

Schoko-Mousse+Plätzerl=Minitörtchen

 Ich träume seit Wochen davon, die Trüffeltorte von Rosa Schnuppensuppe nachzubauen, aber dazu fehlt mir gerade die richtige Yin-Yang-Balance. Nicht einmal zu diesem feinen Kuchen reicht es gerade.
Mir fallen jedoch schnell Kompromisslösungen ein. In meinem Gefrierfach wartet derzeit immer ein fertiger Plätzerlteig auf seinen Einsatz. Ich mache jetzt nämlich nur noch Riesenportionen Teig, ob Plätzchen- oder Blätterteig, oder Quicheboden - und friere ihn klümpchenweise ein.
Das ist unbeschreiblich arbeitssparend - vor allem, seit meine Mutter nach meinen Vanillehörnchen süchtig ist.
Letzte Woche habe ich eine schnelle und reichliche Menge Mousse au Chocolat gemacht, die ich dann portionsweise, gut mit Folie bedeckt, im Kühlschrank bunkerte, und die drei Menschen (äh, hauptsächlich eigentlich mich) eine Woche lang mit Schokoprodukten versorgte.
Es ist ein wunderbar beruhigendes Gefühl, wenn an Nebeltagen der Kühlschrank vollgepackt mit essfertiger, hausgemachter Qualitätsschokomousse ist.
Und aus diesen beiden beiden Elementen - Plätzchen und Mousse au Choc - kann man mit etwas Flair in Sekundenschnelle kleine Törtchen bauen.
***
The idea for a chocolate truffle cake has been germinating in my brain for a while, but the time and the karma is not quite right yet. I find it impossible to even copy my own chocolate cake. Being a great improviser, though, I invented these instant chocolate gateaux, made with chocolate biscuits and chocolate mousse piled on top of each other.
Try it! They are so instantly gratifying and will impress any casual visitor.
I have recently gotten into the habit of preparing industrial quantitie of all kinds of dough, and storing them in small units in the freezer. So, I had this chocolate cookie dough ready and waiting.
Wir backen zuerst mal die Plätzchen:
280 g Butter mit 200g braunem Zucker, Vanilleessenz/pulver/zucker und einer Prise Salz in einer Schüssel schaumig rühren. 1 Ei darunter mischen. Dann je 200g grob gehackte Walnüsse (oder Mandeln) und Bitterschokolade unterheben.
350 g Mehl mit 1 TL Backpulver mischen und unter den Teig heben. 
Kurz im Kühlschrank fest werden lassen, die Hälfte einfrieren, aus der anderen Hälfte eine ca.3cm  dicke Wurst rollen, Scheiben abschneiden und mit dem Daumen eindrücken,
Die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca.15 Minuten bei 160° backen.
***
First, the chocolate biscuits:
 You mix 280 g butter with 200g brown sugar in a bowl, add vanilla essence or scrape the inside of a vanilla pod. Add a pinch of salt,  fold in a beaten egg. Add 200g chopped walnuts (or ground almonds, whatever you prefer) and 200g grated dark chocolate. Now fold in 300 g self-raising flour and 50g good cocoa.
Chill the dough in the fridge until it's firm enough to roll it into a sausage, about 3cm thick.
Freeze half the dough. The other half, cut discs off the sausage, press your thumb in them and put them on a baking-paper lined baking tin. Bake at 160°C for about 15 minutes. Watch! They will burn!

Dann die Mousse au Choc - sie  ist supereinfach zu machen.
160 g dunkle Schokolade (72%) im Wasserbad schmelzen.Wenn die Schokolade geschmolzen ist,100ml Sahne erhitzen und mit dem Schneebese unter die Schokolade schlagen, bis alles schön glatt ist
200ml (einen Becher) Schlagrahm steif schlagen, dann kühl stellen. Wenn die Schokoladenmischung abgekühlt ist, den steifen Schlagrahm vorsichtig drunterziehen und gut mischen. Die Mousse in den gewünschten Gefässen kühlen, bis sie essfertig ist.
Ich habe außerdem noch ein Stück weiße Kuvertüre mit Schlagrahm gemischt, weil ich die Mousse in Schichten auflegen wollte, aber dazu fehlte mir das nötige Geschick (und die Geduld). Ein andermal vielleicht.
 ***
Then you make the chocolate mousse, super simple
Melt 160g dark chocolate in a bowl over simmering water, meanwhile heat 100 ml single or double cream in a saucepan and stir it into the melted chocolate. Whip 200ml whipping or double cream and fold it into the cooled down chocolate mix.
Fill the mousse into several smaller containers and cover with foil, it keeps for a week in the fridge.
I actually melted some white chocolate and mixed it with whipped cream, the plan was to do the mousse in layers. Didn't work, though - too impatient. So I just used it for a bit of deco.

MOUSSE AU CHOCOLAT: A brief photo session
Design A: im einfachen Glasbecher von A***, darin auch gut einige Tage im Kühlschrank aufzubewahren

Design A: simple glass jar from large discounter chain, perfect for storing in the fridge for a few days
Design B: schon etwas fotogener, aufgetusst mit Pistazien und eingefrorenen Granatapfelkernen
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Design B: somewhat more effort went into this slightly tarted up model with pistacchio and pomegranate bits
Design C: in feinstem Champagnerglas hingebaatzt und mit Kunstlicht fotografiert (meine Baustellenlampe vom Obi, 10 euro)
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Design C: arrangement in fine old glass, daylight enhanced with photo light (i.e.cheap builder's light from local DIY store
 Das Finale: Durchgestyltes Schokomousseplätzchengateau
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The Grand Finale: styled up choc mousse cookie gateau