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Showing posts from March, 2014

Waldspaziergang mit Bärlauch - oder waren das etwa Maiglöckchen?

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Sonntag.Fabelhaftes Wetter. Ausflug nach Andechs, durch den Wald von Herrsching auffi, was könnte schöner sein.  Auf die Idee waren zwar mehrere Tausend weitere Biergartenfans gekommen. Wir bekamen trotzdem zügig unseren Leberkäs, Radi, Brezen und Obatzt'n sowie zwei Russ'n und ein Radler. Selten war Massenverpflegung so gemütlich. *** Sunday. Fabulous weather. An outing to arguably Bavaria's most famous Brewery-attached-to-a-monastery (or vice versa), what could be more perfect, we thought, along with several thousand other beer and hiking fans. But these people know what's what, and so we were sitting down with our beer garden fare on the table before we could say "where's the queue". Der Weg durch den Wald, den wir gewählt hatten, war idyllisch und oft waren wir fast allein. Einer der Gründe war, dass wir uns ein bisschen verlaufen hatten. Na und schon. Leberblümchen und Anemonen (die bei uns Hemadstanzal heißen) überall, und am Heiligen Berg wucherte…

Run, Sandwich, run

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Bei der unvergleichlichen Hamburger Kochchaotin Schnickschnackschnuck fand ich die Einladung, doch mal ein Sandwich zu bauen. Das passt nun zufällig genau in mein Konzept. Seit meiner Erfindung des Waffeleisensandwichs habe ich nämlich das Sandwich immer wieder im Visier, und habe mir neulich einen Doppeldecker gebaut aus dem herrlichen Toastbrot, das ich mir jeden Samstag bei unserem Dorfbäcker hole. Zuerst wird mal rundum die Kruste abgeschnitten - soviel Luxus muss sein.  A blog event is doing the rounds of German food blogs which I am finding irresistable. I love sandwiches and after single-handedly inventing the waffle sandwich, I was keen to extend my creative urges to the triple sandwich pile - and there is still a lot of potential to be exploited here . I start by cutting the crust off the nice white bread I get from my village baker's. Knoblauch schneiden für die Guacamole  *** Chop some garlic for the guacamole  Avocado zerquetsche ich mit der Gabel, Zitronensaft, dan…

Marktlücke

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In jeder Woman steckt eine potentielle Oma!
UND - ja es ist ein Witz.
Ich habe die Brigitte Woman photogeshoppt. Die Brigitte, die mich mein Leben lang begleitet oder vielmehr belästigt hat, mit ihren tollen Vor- und Ratschlägen und ihren obergescheiten, alleswissenden Geschichten. Wie eine nervtötende große Schwester war sie immer schon da, wo du hinwillst, und sieht immer besser aus als du. Sie füllt alle Lücken von Little Miss bis Woman,  behauptet scheinheilig, dass dein Körper OK ist, schlägt aber ständig Diäten vor. Sie hängt sich an jeden Trend und tut so als hätte sie ihn erfunden, sie hat still, heimlich und leise das Konzept, keine professionellen Models zu benutzen, wieder hingeschmissen - wir sind halt doch nicht schön genug.
Ihr habt es erraten - ich mag sie nicht besonders, die Brigitte.
Ich fand die Idee lustig, aber der Witz kommt wohl nicht rüber.....wahrscheinlich stehe ich mit meinem Brigitte-Bashing wie so oft alleine da.

Alltagstauglich/Everyday food

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Ich habe in meinen Bloggerjahren viel gelernt, ausprobiert, gekocht, verbrannt, vermurkst, auch kleine Triumphe gefeiert (ich kann jetzt Pasta!). Und je mehr ich mich mit Essen beschäftige, desto mehr interessiert mich das alltagstaugliche Kochen. Der Glamour der tollen Kompositionen, des "Foodporn",  die Spinnereien der Sterneküche betören mich nicht (als Foodjournalistin von 2001 bis 2005 habe ich so manche bizarren Ideen erlebt). Das Beste lag immer im Einfachen: gute Zutaten, kein Schnickschnack. Selber kochen, sich an Omas Rezepte erinnern, aber auch Neues aus der globalen Küche ausprobieren - dazu bietet das Universum Foodblog endlose Anregung. Ich bestaune schon gerne mal waghalsige Kunstwerke, aber am meisten bewundere ich KöchInnen, die ausprobieren, das Einfache zelebrieren, die simple Gerichte schön servieren, ohne in Dekokitsch zu verfallen (die berüchtigten Schäumchen und Türmchen und Spritzerchen) und die nicht in irgendeinen Fundamentalismus verfallen.
Slow …

Frühling, feucht-fröhlich verfressen

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Heute morgen versuchte es schüchtern zu schneien, war aber doch nix. Den Regen hat's gebraucht, wo in Bayern im März schon Waldbrandgefahr signalisiert war. Schön ist es, so grau und feucht. Die Blumen lieben es natürlich. When I woke up this morning, I observed feeble attempts at snowing outside. It turned into welcome rain, welcome given that there had already been a forest fire alert out - in Bavaria, in March. There was no snow this winter, hence no melt. Now my plants are drinking up the blessed rain.   Langsam hat sich mein Leben wieder beruhigt und ich verspüre die Lust zu backen...Nächste Woche habe ich willkommenen Leerlauf und Zeit für Küche und Kaffeehaus. Das Angebot auf meiner Nachbackliste ist ja zum Schwindligwerden, und dieses Mal wurde es dann dieser schnelle, schlichte und oh so köstlich Mandelzitronen (oder Zitronen-Mandel?)kuchen. Das Rezept stammt von diesem Blog und ist ein Klassiker.  My life is getting back on track again, lots of work done and welcome …

Frühlingsanfang!

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Gestern gab es das erste Mittagessen auf der Terrasse *** I had my first alfresco lunch yeterday
 Die Sonne verlangt farbenfrohes Essen! Deshalb habe ich mir einen lustigen Coleslaw gemacht aus geschreddertem Blaukraut, Karotten, Zitronenabrieb und Kräutlein - aus dem Garten. Dazu gibt's Yoghurt-Zitronendressing, auch mit Kräutlein. Alles mit Kräutlein heute.  In response to the amazing sunshine, I made some very colourful food today. The funky coleslaw is made with red cabbage, carrot, lemon scratchings and herbs. More herbs in the yoghurt and lemon dressing. *** The yellow things on the plate are patties dyed yellow with turmeric. I made them with leftover broccoli and potato, mashed, with an egg and a some flour. Drop large spoonfuls in hot oil and fry them for five minutes on each side. Oh, and sprinkle them with some fresh herbs.  Das Gelbe auf dem Teller sind Kartoffel-Brokkoliküchlein, gefärbt mit gesundem Kurkuma. Ich machte sie aus übriggebliebenem Kartoffelbrei mit gest…

Nachlese

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Ja - wir sind wieder gesund. Zur Abwechslung darf sich meine Schwester jetzt in Portugal erholen und ich bin fürs Mütterlein alleinverantwortlich - mit Unterstützung des wunderbaren Pflegedienstes, der mir die gefürchtete Morgenschicht abnimmt (ich bin so was von kein Morgenmensch).
Kein Wunder, dass Luisa zusammengebrochen ist: in der Zeit, als ich in London war, hat sie die mütterliche Wohnung praktisch neu eingerichtet und das Zimmer, das bisher Bügelzimmer und Rumpelkammer war, für Übernachtungen bewohnbar gemacht.
Außerdem hat sie einen Internetanschluss legen lassen, damit wir dort auch "spielen" können, und die 91-jährige Mama sagt stolz zu allen Besuchern "Mia ham jetzt Internet".
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Everybody's recovered now, and my sister is enjoying her well-deserved rest in Portugal. I am "doing" Mum, and this time around it is much easier, because I don't have to jump out of bed and drive over to make her breakfast - a carer does that now.
I am no…

Halleluja, es hat geschmeckt!

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Zehn Tage in England: zur Ankunft schüttete es, dann hatten wir zehn Tage Sonnenschein und Blütenpracht, und tolles, abwechslungsreiches Essen - wie so oft mit Schwerpunkt fish and chips. Kriegt man in Bayern in der Form ja eher weniger.
London Bridge Station: the Shard. Von hier geht's zum offiziellen Foodie-Mekka Borough Market. Hier macht London den  schlechten Ruf, der "englischem Essen" anhaftet, einfach lächerlich, indem es jede Menge knackige Essensideen präsentiert, sowohl traditionell englische neu interpretiert (die englischen Käse! die witzigen Pieminster Pies! Lemon curd tarts!)  als auch massenhaft importierte (in England gibt es von Humus bis Hummerbrötchen so ziemlich alles). Auf dem Markt habe ich zum Beispiel zum ersten Mal die köstlichen französischen "Financier-Küchlein" gekostet.

I arrived in a downpour and went on to enjoy ten days of sunshine, fun, fab food and fish and chips. Quite a change from last year, when I looked out of my window…