Tuesday, 29 April 2014

Spezialität des Hauses: Mütterleintaugliche Resterlküche

LeserInnen dieses Blogs sind mit den Essensphobien meiner Mutter vertraut, Stichwort "mog i ned". Ich habe mich jetzt - wo Essen auf Rädern für die Töchter langsam Programm wird - daran gewöhnt, meist Suppen und sonstige eher flüssige Nahrung für sie zu bereiten. Das kommt meiner natürlichen Experimentierfreudigkeit in die Quere, daher fehlt mir auch in letzter Zeit ein bisschen die Inspiration in der Küche. 
Bilder von Suppen sind ungefähr so aufregend wie Ferien in Albanien (aber wer weiß, wie toll es da eigentlich ist??). Und Bilder von braunen Champignonsuppen, aufgenommen an einem düsteren Tag - das ist die unterste Food-Photography-Schiene, aber ich versuche es trotzdem. Der Serviettenknödel reißt's raus.
 
 Ich zerstückelte 6 riesige braune Champignons und kochte sie in ca.1 ltr Gemüsebrühe aus Spargel- und anderen Gemüsestückchen, die ich immer im Kühlschrank vorrätig habe. Kein Salz, sondern ein bisschen Bio-Brühwürfel dazu, für den Glutamat-Hit (Vorsicht: Ironie), sowie Majoran und Thymian. Etwa 20 Minuten köcheln lassen, dann mit dem Zauberstab pürieren, Schlagrahm (oder vegane Hafersahne) darunterziehen.
Serviettenknödel sind eine der wunderbarsten Erfindungen der an wunderbaren Erfindungen nicht armen österreichischen Küche. Mit ihrer Hilfe können wir noch jedes alte Weißbrot und jede ungeliebte Semmel in ein köstliches Soufflé verzaubern . 
Diesmal schnitt ich  2 alte Semmeln klein und weichte sie in etwas Milch und mit einem Ei ein. 
Muskatnuss dazu, eine Prise Salz und Petersilie (hab ich vergessen, gehört aber rein).
 
 Falls zu flüssig, mit selbergemörserten Semmelnbröseln anreichern, vielleicht auch geriebenen Käse dazugeben. In einer mit Butter oder Öl bepinselten Alufolie verknoten (es geht natürlich auch in einer Leinenserviette, wie es sich gehört) und in einenTopf mit siedendem Wasser legen. Mein kleiner Knödel war in 15-20 Minuten perfekt.
  Ein weiterer Fotohit in beige ist der überbackene Blumenkohl, den das heikle Mütterlein ebenfalls isst, bestreut mit in Butter leicht angekokelten Semmelbröseln. In die Béchamelsauce schmuggelte ich neben Salz auch eine Prise Baharat - sie hat's nicht gemerkt, oder vielleicht hat's ihr deshalb besonders gut geschmeckt.
  • Blumenkohl kochen, bissfest.
    • Für die Bechamelsauce 25g Butter erhitzen, 25g Mehl dazugeben und langsam mit 350 ml Milch ablöschen, mit Salz, weißem Pfeffer und geriebener Muskatnuss (oder mit Baharat, oder sogar Ras-el-Hanout!) würzen. 
  • Eine Handvoll geriebenen Bergkäse daruntermischen, Sauce über den Blumenkohl gießen und im Ofen überbacken.
 Readers of my blog are familiar with my Mother's eating caprices. Nowadays, she eats more or less only variations of soup and bread - try being inventive, photogenic and delicious with that. My sister and I have turned into a meals-on-wheels operation (because naturally she wouldn't touch hospital food or the real wheels stuff with a bargepole). So my inspiration in the kitchen is slightly off the boil for the time being.
Although this mushroom soup was fragrant and delicious, the camera doesn't really love soups, especially brown soups. 
For this mushroom soup, I chopped 6 giant brown field mushrooms and boiled them in about one litre of veg stock. I make it from with cut-offs like asparagus or broccoli and always keep a jar of it in the fridge. 
Instead of salt, I use a veg stock cube for that hint of glutamate, I also added marjoram and thyme. 
Simmer for some 20 minutes and then puree it with the hand blender. Add cream, or oat cream for a vegan option.
 "Serviette" dumplings - are one of the greatest inventions of the Bavarian (or maybe Austrian?) cuisine. Use any leftover white bread, cut or slice it into very small pieces, soak with one egg per every two rolls (the more eggs, the fluffier) and enough milk to cover. If the mix is too soggy, add breadcrumbs - but carefully, you don't want cannon balls.  
Mix grated cheese in, if you like.
Spoon the well-soaked mix onto greased tin foil and seal it tightly. Place in simmering water and leave for 20 minutes, more if it's a big piece. It comes out as a sort of delicious soufflee, and is usually eaten with roast meat and gravy. Here, I had it with the soup.
 
  Another great beige dish the camera just loves (I am being ironic here) is cauliflower cheese. Mum will eat it, if I sprinkle breadcrumbs toasted in butter over it. I also added some baharat to the béchamel sauce, she either didn't notice or maybe she loved it?
  • Boil the cauliflower until just tender
  • Make a béchamel with 25g butter, 25g plain flour and about 350ml milk, add some nutmeg, baharat or ras-el-hanout if you have it. Stir until it's nice and thick, add a handful of grated cheese of your choice. Pour over the cauli and bake until it's nice and brown.

Sunday, 27 April 2014

Party time!

Wieder ein kleiner Urlaub vom Leben: Es hat mal wieder total Spaß gemacht - so oft gehen wir ja nicht mehr in Konzerte, meistens gewinnt das Sofa. Aber gestern feierte der BR sowie (gefühlt) halb München den 40.Geburtstag des Zündfunk. Die beste Musik, themenmäßig immer den drögen Nachrichten voraus, einfach das beste Radioprogramm im Münchner Raum. Der Engländer und ich waren vor allem gekommen, um die "neue" Neneh Cherry zu hören, die wir aus den 80er-Jahren in London kannten, als wir alle jung waren. 
Sie trat in einer orangefarbigen Kombination auf, die irgendwie Gefängniskluft und Guantanamo heraufbeschwor, sicher nicht zufällig. Anfangs ein bisschen nervös, aber angefeuert von einem schier berauschten Publikum steigerte sie sich von Song zu Song, und wir tanzten und schwitzten, wie es sich gehört. Ein rundum schönes Fest, mit Biergarten im Innenhof und zwei Bühnen wo noch mehrere interessante Bands auftraten. Aber leider nicht für uns - wir mussten mit dem "Lumpensammler" heimfahren (oh Gott - am Abend nach einem Bayern-Match und dem Frühlingsfest...), denn heute durfte/musste ich das Mütterlein heimholen. Es scheint ihr recht gut zu gehen, schauma mal wie es weitergeht. Ich bin jedenfalls jetzt restlos fertig.
Die schöne Neneh, die schon mit 16 in der Punkband "Rip, Rig and Panic" war, einen Solohit hatte mit "Buffalo Girls" und mit Youssou d'Dour "Seven Seconds" aufnahm
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Gorgeous Neneh, who, age 16, was in punk band "Rip, Rig and Panic" , had a major solo hit with "Buffalo Girls" and recorded "Seven Seconds" with Youssou d'Dour
 Another brief holiday from life last night: Munich's favourite radio station celebrated 40 years of broadcasting a youth programme which has grown up alongside its listeners. Apparently all of Munich came to this amazing party in the building of the BR radio station last night. There were other bands, but M. and I came specifically to see and hear the wild and lovely Neneh Cherry, who has found a completely new sound, electronic, very powerful, very dancey - and some interesting and demanding lyrics, too. She started off a bit nervous, it seemed, but found and built up her groove somewhere between funk, soul and dubstep - we thought she was quite punky, too. Brilliant.  We had to leave at midnight to catch the last train, horrendously full of drunken and puking Bavarian youth. There was a reason why staying home on the sofa had become a tempting alternative...
Anyway - I had to get home to get Mum home from hospital today. She insists that she is quite fine - we will see. Myself, I am completely whacked and off to bed at 10p.m.

Friday, 25 April 2014

Der schnelle Weg zum Glück *** Shortcut to happiness

Manchmal braucht man Urlaub vom Leben***Sometimes we need a holiday from life
  Es regnet, zugleich scheint die Sonne *** The sun shines while it rains
24 Stunden in der Stadt. Besuch im Schrebergarten meiner Freundin Jutta 
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24 hours in town, here I am visiting my friend Jutta's allotment
 Mittagessen im Garten bei Bine - sie hat neuartige Hybrid-Bärlauchgnocchi erfunden
So geht's: 160g Quark mit 1 Ei und 1 Eigelb, 40g geriebenen Parmesan, 2 EL Mehl und 3 EL Grieß mischen.
Kein Grieß im Haus? Kein Problem für eine wendige Köchin. Sie nimmt stattdessen 3EL Kartoffelbreipulver (das man übrigens für alle möglichen Zwecke empfehlen kann).
In die Mischung kam bei ihr noch ein paar Teelöffel Bärlauchpesto - kann auch Bärlauch, Brennesseln oder Petersilie sein -  und ein paar zerstoßene Walnüsse.
Wunderbar flockig-lockere Gnocchi! Mit in Öl gebratenem Bärlauch (oder Salbei) und Parmigiano essen.
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Lunch in B.'s garden, with her sensational ad-hoc invention of hybrid gnocchi 
Mix 160g quark or ricotta with an egg and an egg yolk, 40g grated parmesan, 2 tbsp plain flour and a3 tbsp semolina.
No semolina? or even ready-to-cook polenta? No problem for a flexible cook.
She used 3 tbsp instant mashed potato powder - a handy thing to have around the kitchen, anyhow.
Add a couple tsp of your best green pesto - wild garlic here - and a few mashed walnuts, form them with two spoons and drop them in boiling salted water.
Wonderfully fluffy little wonders. Served with wild garlic leaves fried in oil, or sage fried in oil.
Auf meiner Terrasse gibt's French Toast aus übriggebliebenem Osterzopf
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On my on terrace I enjoy French toast made from stale Easter brioche
  Das restliche Milch-Ei-Gemisch vom French Toast reicherte ich mit Mehl an und backte kleine Pfannküchlein in der Blinipfanne, gesüßt mit der Orangenmarmelade die mir zu Sirup wurde
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I added a bit of flour to the leaftover egg-milk mix from the French Toast and made little pancakes in my blini pan, sweetened with my failed marmalade which makes a wonderful orangey syrup
 Überall scheint die Sonne, als könnte nichts Schlimmes passieren - Mütterlein erholt sich ja anscheinend wieder!
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The sun is shining everywhere, as if nothing bad could happen - and apparently, our Mum is recovering

Sunday, 20 April 2014

A bissl was geht immer...

Weil sie beim Osterfrühstück nicht dabei sein konnte, brachten wir der kranken Mutter ihr Ostern ins Krankenhaus, und siehe da, sie freute sich und bewunderte meine Eierkunstwerke. Das Picknick am Krankenbett fand sie gemütlich und verputzte ein ganzes Osterei - nachdem sie gestern nur ein paar Schluck Suppe geschafft hatte. Ich schlug vor, wir könnten ihr ein paar Eier im Zimmer verstecken: "Da kumm i dann nimmer auf", meinte sie trocken. Es geht also schon wieder. Ihren Schokohasen bekam dann klammheimlich die Krankenschwester.
Because she couldn't be there for the Easter breakfast, we brought Easter to the hospital for Mum. She was really pleased, loved my egg-painting efforts. We had a bedside picnic and she ate a whole boiled egg - yesterday she barely drank a mouthful of soup. I suggested hiding some eggs for her in the room, "I'll never get up again if I look under the bed" she commented. Things are looking up, she's making jokes again. And she slipped the nurse her chocolate bunny.
 Eigentlich hatten wir vor, anschließend essen zu gehen, aber stattdessen improvisierten wir eine feine Spaghettata. Luisa machte Spinat und Tomatensoße, ich die Nudeln und Spargel mit Räucherlachs. Dazu gab es einen wunderbar belebenden Kichern-erzeugenden Crémant d'Alsace und als Nachspeise einen Bread&Butter Pudding aus dem Osterzopf, der so schnell weg war dass ich das Fotografieren vergaß.
Der Engländer spülte ab.
 We had planned to go out for our lunch, but in the end felt like eating at home. We improvised a huge spaghetti feast with tomato sauce and fresh spinach from Luisa and green asparagus with smoked salmon from me. It was washed down with a wonderfully enlivening Crémant d'Alsace that made us giggle a bit, followed by a super delicious bread and butter pudding that went down so well I forgot to take pictures. Our man about the house did the washing-up.
 Wir hatten also doch noch ein wunderbares Ostern***We had a lovely Easter, after all.

Friday, 18 April 2014

Küchenschlachten und kein Ostern in Sicht

Meine Frohe Ostern-Pläne von wegen Ostereier färben mit Mütterlein, eine feine Löwenzahn-Lasagne mit Burrata fürs Osteressen kochen, einen Osterzopf backen ... alles über den Haufen geworfen...denn sie ist leider schon wieder im Krankenhaus. Jedes Mal denken wir, jetzt packt sie es nicht mehr, und dann geht's irgendwie doch wieder. Es ist so zermürbend, für uns alle.
Alles in allem fehlt mir gerade das Maß an Ruhe und Gleichförmigkeit, und die nötige Lange-Weile, die kostbare Monotonie, die ich brauche damit mir das Kochen einigermaßen gelingt und auch Spaß macht. Von Arbeiten ganz zu schweigen.
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My happy Easter plans have all gone belly-up. No painting easter eggs with Mum, and no making my planned Lasagne with dandelion and burrata...she is back in hospital, and each time we don't know whether it's serious this time or she'll bounce back again. It is incredibly wearing - for all of us.
As far as creative cooking goes, there just isn't enough of that meditative space and of the calm monotony that I crave and need in order to make something beautiful (let alone do work).
Ein "einfaches" Brot ist mir neulich grandios schwammig misslungen, der Spargel wird weich wie nasse Schnürl, und die Zitronentarte sieht eher aus wie ein Kürbiskuchen. Alles also irgendwie voll daneben.
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My "straightforward" recipe for bread came out like a bath sponge. My asparagus went all limp, and the lemon tart looks like a pumpkin pie. Everything is just slightly not quite right.
Obwohl sie überhaupt nicht wie in den Rezeptbüchern aussah - geschmeckt hat die Zitronentarte dann doch ganz gut. Den Boden habe ich aus dem Vanillekipferlteig (den ich aus 300g Mehl, 125g Zucker, 250g Butter und 125g Mandeln immer vorrätig habe) in ca. 12-15 Minuten vorgebacken.
  Die Zitronencreme wird zusammengerührt wie Pudding: Für die kleine Tarte den Saft und Zeste von zwei Zitronen mit 40g Zucker (ich nahm den feuchten Muscovadozucker, daher die dunkle Farbe) und einem Löffel Maizena verrühren. Mit 45g Butter auf kleiner Flamme erhitzen und unter ständigem Rühren eine Art Pudding kochen. Der wird auf den gebackenen Boden gespachtelt und nochmal etwa 20 Minuten gebacken.
But although it wasn't a supermodel, the tart was really quite tasty.
 For the base, I used some leftover dough from my almond biscuits, which I make in bulk with 300g flour, 125g sugar, 250g butter and 125g ground almonds. Fork-prick the base and bake it for 12-25 minutes. 
Meanwhile, for a small cake tine, heat the juice and zest of 2 organic lemons with 40g sugar (I used muscovado, that's why the filling came out so dark) and stir in a scant tablespoon of cornflour. Add 45g unsalted butter and keep stirring over low heat until it thickens in a custardy way. Spoon the custard on top of the base and bake for another 20 minutes or so.
Und morgen kommt ja die Sonne wieder! ***They say that tomorrow the sun will be back.

Tuesday, 15 April 2014

Banksy goes GCHQ







There is yet to be any official confirmation that Banksy is responsible for the work, but it has all the hallmarks of the famously secretive street artist.
Das musste einfach weitergegeben werden!
I just had to share this - thanks, Tony!

Sunday, 13 April 2014

Krätzede, gibt's das wirklich?

   
Mein Lieblingspferdchen auf unserer Weide, das mit dem schwarzen Irokesen
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My favourite horse on the paddock up the hill - the one with the Mohican.
 Kochen geht wieder! Ich fing an mit Spargelpfannkuchen, die meine badische Freundin S. als "Krätzede" bezeichnet - habe ich noch nie gehört.
Bei Pfannkuchen fange ich mit dem Ei an - eins für zwei Stück. Dazu viele gehackte Kräuter und Milch, damit es schön flüssig wird. Dann löffelweise das Mehl dazurühren, bis der Teig zähflüssig ist. Meiner war ein bisschen zu zähflüssig, deshalb die Pfannkuchen nicht elastisch genug für den "wrap" - also wurden sie mit Küchengarn zusammengebunden.
Gefüllt habe ich die Pfannkuchen mit dem al dente gekochten Spargel, diesmal weiß, und einer Käsecreme aus Ziegenfrischkäse und einem Rest Gorgonzola, mit viel Pfeffer.
Dazu passt hervorragend die Radieserlvinaigrette, gesehen bei Gottfried von 180° - super Idee.
 Kein Frühling ohne das Apfelblütenfoto***No spring without the apple blossom picture
 Neither is spring possible without asparagus, green or, here in Germany, the indigenous, ubiquitous, fat white ones. I cooked them al dente, keeping them warm in the saucepan. The pancakes are made with various herbs. I always start with an egg (for two pancakes), some milk, chopped herbs, pinch of salt, then I fold in spoonfuls of flour until I have a runny batter. My batter was a bit thick, so I had to bind the pancakes into submission with the kitchen string. I stuffed them with asparagus and a mix of soft goat cheese and gorgozola blue cheese, with lots of pepper. This goes very nicely with a tangy radish vinaigrette, just good olive oil and white wine vinegar. And lots of herbs.
Zum Thema Schnurrbart gibt es auch diese Karte, die mir meine Schwester mal aus Paris geschrieben hat und die zu den Dingen gehört, die ich bei einem Brand als erstes retten würde.
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Another thought on the topic of moustaches: a card my sister sent me long ago from Paris, which is one of the first items I would save if my house were on fire.

Friday, 11 April 2014

Passt scho'!

"Du wirst bald wieder sehen können wie ein jungs Dirndl, " hat die liebe Margarete alias Graugans kommentiert (die uns übrigens alle einlädt, am Dienstag den Vollmond anzujodeln. Um 20h, dazu muss ich mich dann allerdings aus dem Löwengarten schleichen).
Ja sakra, das stimmt! Aber leider sehe ich jetzt zu viel, u.a. dass ich nicht mehr ausschau wie ein junges Dirndl. Vorher habe ich einfach die Brille abgesetzt wenn ich nicht zu genau hinschauen wollte. Jetzt ist der ungemütlich volle Durchblick auf alles nicht mehr zu vermeiden - z.B. auch den bisher ignorierten Staub auf dem Nachtkastl, Fingerabdrücke aus verschiedenen Kochmaterialien....
Und deswegen habe ich mich  jetzt, zur vorgeschriebenen Sonnenbrille, mit dem Notfallschnurrbart getarnt. Besser grau (passend zur Handtasche)? oder schwarz (passend zu Grundeinstellung Bohème)?
One very sweet commenter said "Soon you'll be able to see like a young lass". Yeah, right. I can see too much, now that I can't take my glasses off any more to blur the outlines. In fact I can see that I am not a young lass any more at all. Every inch of skin (as well as the dust on the TV screen, the fingerprints on the cupboards...) in sharp, unforgiving focus
So I simply had to resort to the emergency moustache, as well as the prescribed sunglasses.
Better grey (to match the handbag)? or black (to match my default Bohème setting)?

Monday, 7 April 2014

Einen Augen-Blick Pause!

Die nächste(n) Woche(n) werden hier etwas mager ausfallen - ich habe den Bärlauch zwar gut überlebt, werde aber dieser Tage am rechten Auge operiert (das linke ist ja 2011 schon erfolgreich neu eingestellt worden),  ich werde also zwar nicht essensmäßig, aber visuell etwas eingeschränkt sein. Keine Sorge also, und genießt euren Urlaub von 356! In Biergärten unter Blüten! 
Zum Überbrücken gibt es heute noch ein Graupenrisotto - Orzotto für euch Italophile.
Ich hab's mit Hühnerbrühe gemacht, der Besuch ist Chicken-Vegetarian, also kein Fleisch außer Federvieh. Selbstverständlich ein Hähnchen. das nach erfülltem Leben mit Freuden in den Kochtopf gesprungen ist!
 Kleingehackte Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, für zwei Personen einen Kaffeebecher voll Graupen dazu, ebenfalls im Olivenöl mit schwitzen lassen.
Mit Weißwein oder Noilly Prat* ablöschen, mit Hühnerbrühe (oder dem Kochwasser der Wirsingbeilage) immer wieder nachfüllen, dass das Risotto schön schlonzig bleibt.
 Viel Zitronenzeste reinreiben, gern auch etwas Saft.
Wenn die Körner weich genug - mit Biss - sind, ein Stück Butter, frisch gemahlenen Pfeffer, Kräutlein nach Wahl und Parmesan reinmischen und wer's mag, ein paar Stückchen vom gekochten Hendl.
Dazu gibt's den gedämpften Wirsing.

*(ja ich habe mir probeweise eine Flasche des klassischen Kochsherrys zugelegt und das meiste inzwischen selber getrunken - lecker mit Sekt, Holundersirup, Minze, ein schönes Zitronenzestlein,  und aufgegossen mit Mineralwasser)
Over the coming week or so I will be somewhat blog-disabled, having my right eye operated on and so to speak firing only on one cylinder - bad for visual activities. My left eye was done in 2011, and it was fine. So, Iam quite optimistic, but I might be a while. Enjoy your time off!
To tide you over, here is a "barleyotto" - a risotto made with barley instead of rice for my guest who eats only white meat from happy chickens. Very healthy and satisfying.
Sauté a chopped onion in olive oil until it's yellow - not burnt.
Add a mugful of pearl barley (for two people), stir it in the oil until glistening.
Deglaze with a shot of white wine or, if you have, Noilly Prat.* 
Gradually add chicken stock (or vegestable stock =cooking water) and lots of lemon zest, coriander or parsley and simmer for about 45 minutes, until the barley is tender but still firm to the bite. 
Stir it from time to time, adding water or stock occasionally,so there is enough liquid left in the pot to cook the barley. 
When it's done the barleyotto should be runny. Now stir in a knob of butter, freshly ground black pepper and grated parmesan. 
If you like, fold in pieces of cooked chicken, serve with chopped steamed savoy cabbage.
 
* I finally bought myself a bottle of the classy cooking sherry, which I proceeded to drink, mostly, in a home-made cocktail with bubbly, mint, elderflower syrup and mint. Delicious!)

Saturday, 5 April 2014

Frühling, Besuch und Schokokuchen

Diese Woche ist ein endloser Wirbel von Besuch, aus England, Italien, sowie dem wöchentlichen Essengehen mit Freundinnen. Zuerst kam die Lieblingsnichte aus dem hippen Osten, und da konnte ich mich endlich wieder beim Kuchenbacken austoben. Natürlich bei Schokokuchen. 
Weil sie trotz Ü-30-Status für mich doch immer "das Kind" ist. 
Genauso wie halt meine Mutter (91) unverdrossen weiter ihre Töchter (64 und 66) "Muckele" nennt.
This week is a whirl of visitors, from Italy, England and the one and only niece from the Bohemian East of Germany. She was first, providing me with a perfect excuse for baking a cake. A chocolate cake, to be precise. Because a child is a child is a child, even when they have passed the  thirty-year-mark.  But then, my Mum still calls us 60plus daughters by her old pet names.
Praktischerweise hatte ich mir aus London zwei Kuchenformen mitgebracht.
***
Very handily, I finally got my sandwich cake tins for layer cakes in London.
Das Rezept ist wie immer ganz einfach, das Ergebnis ein Schokotraum.
 50g Kakao mit heißem Wasser und etwas vom Zucker in einer Rührschüssel zu einer Paste verrühren. Dann die restlichen Zutaten - 3 gute Eier,  einen Schuss Milch, 175gMehl,  2 Tl Backpulver, 100g weiche Butter und 300g Zucker dazugeben. Wer das mit der Küchenmaschine macht, nicht zu stark verrühren!
     Den Ofen auf 180°C vorheizen, die beiden 20cm Kuchenformen mit Butter und Mehl auskleiden (wenn die Formen größer sind, wird der Kuchen halt flacher).
  Den Teig auf die beiden Formen verteilen und ca. 25-30 Minuten backen (Holzstöckchentest)
Kuchen rausnehmen und abkühlen lassen, dann mit Aprikosen/Marillenmarmelade bestreichen. (Ich persönlich nehme dafür meine verunglückte, flüssig gebliebene Orangenmarmelade - köstlich). 
  Dann die eine Hälfte mit der Schokoganache bestreichen, die beiden Hälften zusammensetzen. Dann die restliche Ganache über den ganzen Kuchen streichen. Ich hatte noch weiße Schokolade übrig und habe mich damit und den Walnüssen noch künstlerisch betätigt.
Ach ja - die Ganache: Schmelze 200g Schokolade über einem Wasserbad, wenn sie abgekühlt aber noch weich ist , 200g Schlagsahne darunterrühren und warten, bis die Konsistenz wie feste Butter ist.
 
The recipe is easy to make and complete chocolate heaven.
50g/2oz cocoa powder, some boiling water, 3 free-range eggs, 4 tbsp milk,175g/6oz flour, 2 rounded tsp baking powder, 100g/4oz soft butter,  300g/10oz natural caster sugar
    Preheat the oven to 180C/Gas 4 and grease and flour two 20cm/8in sandwich tins  

    Mix the cocoa powder with the boiling water in a large bowl to make a paste. Add the remaining ingredients and beat again until combined. Take care not to over whisk. 
Divide the cake mixture between the prepared tins and bake for about 25-30 minutes, or until well risen and shrinking away from the sides of the tin (or do the wooden skewer test). 
Then take the cake out of the oven and allow to cool completely. Spread the tops of each cake with apricot jam (I used my delicious but runny marmalade from last winter). 
Spread half of the icing over bothe the cakes, and cover the assembled cake with the remainder.
I had some leftover white chocolate which I artistically sprinkled over the top, adding the halved walnuts.
For the chocolate icing melt 200g good chocolate in a bowl over simmering water, when it's cooled but still runny mix in 200ml double cream. Spread it on the cake when the consistency is like butter. Simple but effective!
 Ich glaube, es hat ihr geschmeckt....I think she enjoyed it
Die ersten Löwenzahnblüten haben sich über Nacht auf allen Wiesen ausgebreitet
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The first dandelions shot out over night