Friday, 27 November 2015

Soul food und dicke Lippe


Mittags lockert sich der Nebel, es bleibt der Raureif. Ich mache mir ein Lieblings-Winteressen: Polenta.
Ein Teil Polenta (für zwei Portionen: 125g Polenta in 1/2 Liter Wasser) wird in vier Teile kochendes, gesalzenes Wasser langsam eingerührt, bis sie eindickt. Mit Muskatnuss oder Baharat würzen.
 Dann Herdplatte ausschalten und quellen lassen. 

Fenchel weichkochen
Polenta in eine ofenfeste Form streichen, mit Olivenöl beträufeln, Ziegenrolle in Scheiben darauf legen und unter dem Grill (oder im Backofen) schmelzen lassen. Fertig. 
   
By lunchtime, the fog has lifted, leaving a frozen view
 I prepare one of my favourite winter dishes: Polenta.
One part polenta to four parts water, (for two helpings: 125g Polenta in 1/2 Liter Wasser)   
Boil and salt the water and stir in the polenta, keep stirring until it is thick, season with nutmeg or bahara
Switch off your hob and leave to swell
Boil your fennel until soft
Spread the polenta into an ovenproof dish and drizzle with olive oil
put the goat's cheese on top and melt it under the grill. Job done!
  
Nachmittags, auf dem Weg nach München, um vier Uhr ist es schon zappenduster.
In München kam es erst garnicht zu Weihnachtseinkäufen, weil ich vor lauter Ratschen in eine Schaufensterscheibe krachte. Nase blutet, dicke Lippe, geschwollene Boxernase, Schock: zum Glück Freundinnen da, die mit Arnika und Eiswürfeln erste Hilfe leisten. Dann kam die Kavallerie - der Engländer eskortierte mich heim, murmelte "einer deiner Unfälle...". Langzeitleserinnen meines Blogs wissen, dass ich gern mal eine Treppe runterfalle, oder beim Run auf den Zug einen Finger breche, oder vor lauter Kunstgenuss gegen Wände knalle...
Jedenfalls ist nichts Bleibendes passiert. 
Natürliches Botox: manche Frauen zahlen einen Haufen Geld, um so dicke Lippen zu kriegen.
***
Late afternoon, on my way to the station: dusk falls  
In Munich, I never got round to do the planned Christmas shopping, because I crashed into a shop window, chatting to a friend. Blood everywhere - cut lip - swollen boxer nose, shock, luckily friends at hand for first aid with rescue remedy, arnica, ice cubes in the café. Then the cavalry: My English gentleman escorted me home, murmuring "one of your accidents"...Readers of this blog remember how I fell down the stairs in a station, how I broke my finger running for the train, bang my head in the pursuit of art...
Nothing too bad happened
And, hell, some women pay a lot of money for swollen lips. 
 

Tuesday, 24 November 2015

Sonntagsessen

 Es fing ganz harmlos an...ein bisschen Regen am Freitag abend *** It all started with a few drops of rain on Friday night

 Am Sonntag früh war klar: Die Badetage sind vorbei
***
By Sunday morning it was obvious: my swimming days are over for this year
Solche Wochenenden braucht es, damit mal wieder richtig gekocht wird. Hier haben wir meine Version eines "Schnellen Tellers" aus der letzten Effilee.
Unter der Kruste aus Semmelbröseln, Thymianblättchen Butter und einer Knoblauchzehe versteckt sich ein Lachsfilet, im Ofen gebacken.
Das Rezept gab als Backzeit 8 Minuten an, aber ich vergaß, es rechtzeitg rauszunehmen, und nach ca. 15 Minuten war es perfekt, die Kruste genau richtig rösch.
Der Spinat ist aus der Tiefkühle, sanft aufgetaut und mit etwas Salz, Ras-el-hanout und Rahm verschönert.
Die Lachsfilets gut mit Zitronensaft bespritzen und einziehen lassen 
Der Kürbis wird in Schiffchen geschnitzt und zusammen mit den vorgekochten Kartoffeln im Ofen gebacken.
Gewürze: auf die Kartoffeln etwas Fenchelsamen
Auf den Kürbis: Piment d'Espelette und flor de sal
Aber bedient euch wild und gewagt im Gewürzregal - es geht auch mit Paprika, oder Five-Spice, oder frischen Kräutern...Curry...Muskatnuss....
Alles zusammen ein absolutes mmmmhm-Erlebnis.
 It's weekends like these that bring out the Sunday dinner gene. For this one, I followed a recipe:
Blanch your fresh baby spinach, season with salt, pepper, nutmeg or ras-el-hanout, add a dash of single cream
Cut a pumpkin into wedges and bake it in the oven, together with some parboiled potatoes
Season with the best of your spice cupboard: fleur de sel, curry powder or harissa flakes, or five-spice, fresh herbs - whatever you like best
Sprinkle your salmon fillets with lemon juice and leave to infuse
Mix two handfuls of breadcrumbs with a clove of garlic, some chopped thyme leaves and two tbsp butter, spread on the salmon fillets and bake for - I would say - about 15 minutes.
A real umami experience!
 

Friday, 20 November 2015

Föhnwellen

Das war gestern: Föhnstürme, die die Berge näherbringen und Temperaturstürze ankündigen - nach einem letzten Wellenschlagen im Steinsee am Dienstag! Heute ist der wahre November eingekehrt. Sofort Lichterkette rausgekramt, Heizung an, und Hörnchen gebacken. Jetzt kommt die Zeit des Lesens und des ungezügelten Kochens. Frohlocket!
This sky yesterday was the announcement of a weather change. These alpine storms are always a portent of weather change, and they brought the Real November, after a last swim only two days ago! I quickly dug out the fairy lights, switched the heating on and started baking rugelach.
The season of lounging on the sofa and reading, of unrestrained cooking and baking has come. Rejoice!
 
 Hier ist übrigens noch eine andere Machart - vielleicht einfacher als meine.
***
I found a different way of cutting the rugelach, might be easier than mine.

Thursday, 19 November 2015

Comfort Food - Tröstliches Essen

Als meine Schwester und ich klein waren, machte unsere Mutter manchmal ein Lieblingsgericht für uns: Würstel versteckt im Kartoffelbrei. "juhu, gefunden!" Naja, war auch nicht schwer.
Für englische Kinder - und auch Erwachsene, glaubt bloß nicht! - werden die Würstchen unter Pfannkuchenteig versteckt, im Ofen gebackn, und das Ganze heißt dann "Toad in the hole" (Kröte im Loch). Neulich hatte ich plötzlich unerklärlicherweise Lust auf so ein kindisches Essen, und so machte ich für mich und den kindischen Engländer eine Kröte. Meine Bratwürste wollten sich partout nicht verstecken; vielleicht hatte ich eine zu flache Backform gewählt.
Nächstes Mal probiere ich etwas Höheres.
Es war jedenfalls ein rauschender Erfolg, dekoriert mit ein paar Brokkoli als Alibi-Grünzeug.
Und so geht es: (Für 2 Personen oder vier Kinder)
Aus 2 Eiern, ca. 1/4l Milch, einem Schuss Wasser und genug Mehl einen dickflüssigen Pfannkuchenteig machen, mit Muskatnuss, Baharat oder Ras-el-hanout (ich) würzen, salzen und etwas stehen lassen.
Oder euren eigenen Pfannkuchenteig ansetzen: die Rezepte im Internet geben z.T. 8 Eier an...
Pro Person 1-2 Bratwürste (oder Merguez oder Salsicce, wie es gefällt) in der Pfanne kurz anbraten, zwengs der Röstaromen.
Backofen auf 200°C vorheizen
Teig in eine gut geölte Backform gießen, die Würste oben drauf drapieren,
Die Hitze auf 180° runterschalten, backen bis der Teig soufflemäßig aufgegangen ist und eine braune Kruste entstanden ist.
When my sister and I were little, our Mum used to delight us with a dish of sausages hidden under mashed potatoes. Little did we know that English children - and grown-ups, too - have a similar dish, made with pancake batter, called toad in the hole.
There are legions of recipes from BBC, Guardian, Jamie or Delia Smith.
My feel-good toad is simple:
Make a pancake batter with two eggs, about 300ml milk, pinch of salt and enough self-raising flour to make a thick, but still pourable batter. Season with nutmeg, baharat or ras-el-hanout, if you like.
Leave to thicken about 15 minutes.
Pre-heat your oven to 200°
Meanwhile, fry your sausages - about two small ones or one big one per person
Pour the batter in a well-oiled baking dish and place the sausages in it, with a sprig of rosemary or lemon thyme
Reduce heat to 180°C
Bake until the dough rises souffle-like and has a nice brown crust.
If you want to make an onion gravy with it, go to Delia.

Monday, 16 November 2015

Würziges für Küchenjunkies

Die Einschläge kommen näher. Ankara, Ägypten, Kenia, Nigeria. Beirut, Ramallah - wir werden überschwemmt mit Bildern des Horrors, man lässt es nicht wirklich an sich ran.
Aber in Paris: da hätten wir dabei sein können, da horchen wir auf.
Das Wichtigste ist jetzt, dass wir auf ähäm...Julia Klöckner unsere Verteidigungsministerin hören (ja, genau. Gerade in der Tagesschau gehört!):
"Die Menschen, die zu uns fliehen, sind genau vor diesen Mördern geflohen".
Denn "Die Stunde der Scharfmacher könnte bevorstehen", sagt die Welt am Sonntag. Aufpassen.

Und jetzt zurück in die Küche. Da stehen meine Scharfmacher, bei denen fühle ich mich sicher.
Vor einiger Zeit las ich im Observer einen sehr lustigen Artikel vom Ober-Foodie Jay Rayner, in dem er über die Untiefen seines Vorratsschranks sinnierte. Begeisterten KöchInnen kennen sie, diese Gläschen, Döschen und Tütchen mit exotischen Würzmitteln, die man für ein bestimmtes Gericht gekauft hat und die dann über Jahre hinweg vergessen im Küchenschrank dahinvegetieren.
Bei mir gehören Ras-el-Hanout, Tonkabohnen und Baharat inzwischen zur Grundausstattung so wie früher Oregano, Lorbeerblätter, Zimt und Muskatnuss. Mindestens drei Chilisorten, von Piment d'Espelette über Pul Biber bis zu namenlosen Chiliflocken, dazu Pimentón de la Vera im hübschen Blechdöschen aus Spanien, und Pfefferkörner aus Szechuan (gesehen in einer Kochsendung mit Sarah Wiener). 
All das gibt es frisch in meinem Lieblings-Gewürzladen am Münchner Ostbahnhof: Koriander. Fenchelsamen. Schwarzkümmel. Garam Masala. Kurkuma. Und falls das nicht reicht, raubt mir ein Besuch im Asialaden den Verstand und ich komme heim mit Chinese Five-Spice, Senfsaat, Curryblättern, Misopaste, Zimtrinde..
Ingwer und Knoblauch kommen natürlich nur frisch auf den Tisch!
Kaum habe ich Bockshornkle, Sumach und Za'atar verstanden, kommt auf den Kochblogs Sriracha daher, eine scharfe Chilisauce aus Thailand. Mein Schrank ist voll mit kostbarem Flor de Sel aus Portugal, aber jetzt geht plötzlich ohne koscheres Salz überhaupt nichts mehr.
Ich werde alles eifrig suchen, mit Begeisterung ein-, zweimal damit etwas kochen, und die beiden Neuen dann auf dem Regal neben den anderen Exoten ihrem Schicksal überlassen.
Ich liebe meine Gewürze, ich liebe die Namen, die Farben, die Gerüche, die Vorstellung all der duftenden Gerichte, die ich mit ihnen zubereiten werde. Aber im wirklichen Leben komme ich meistens mit Salz, Pfeffer, frischen Kräutern und ein bisschen Chili aus. 
Die Vorstellung, mir mein eigenes Currygewürz zu mischen, so wie in dem unten verlinkten Video, ist eher utopisch. Da greife ich lieber zu den fertiggemischten Päckchen aus indischen Supermärkten, auf denen lakonisch "curry powder" oder "curry moulu" steht.

Nicht vergessen: den Granatapfelsirup, das Markenzeichen in Ottolenghi-infizierten Londoner Foodieküchen. Es gibt ihn auch hier, in türkischen Supermärkten, süß und klebrig. Ich gebe einen Schuss davon in Salatsaucen, das ersetzt die Prise Zucker, die meine Mum immer auf jeden Salat schüttete.
 
 Granatapfelsirup..Chiliflocken, Himbeeressig, Kräutersalz 
 *** 
Pomegranate molasses..chili flakes..raspberry vinegar...herb salt
Kein Kümmel, sondern Wacholderbeeren (braucht jedes Sauerkraut), und Estragon aus Eigenanbau (braucht man für Sauce Béarnaise)
*** 
Juniper berries (essential for sauerkraut) and tarragon from the garden (main known use is for sauce Béarnaise)
 Garam Masala und irgendwas duftendes, hab's vergessen
 *** 
Garam masala and something fragrant I forget I had
 Za'atar, Fenchelsamen/fennel seeds, Scharzkümmel/nigella seeds, Sesamsamen/sesame seeds
 wunderbares Rosensalz - ein Geschenk *** splendid rose salt, a gift
 Estragon (gut für Hähnchengerichte und Sauce Béarnaise
*** 
tarragon (good in chicken dishes and sauce Béarnaise
Piment d'espelette,  Ras-el-hanout, Kurkuma/turmeric,chili flakes, baharat, smoked paprika
 Sternanis/star anise, chilis, farbige Pfefferkörner/mixed peppercorns, rosa Pfefferkörner (nehme ich eigentlich nur als Deko/pink peppercorns (I use them mainly for effecxt)
 Tonkabohnen/tonka beans, Zimtstangen/cinnamon
Five-spice (for Asian dishes) and Sumach (türkisches säuerliches Gewürz vom Essigbaum)
  Cardamom, Kreuzkümmel/cumin, Kümmel/caraway, Nelken/cloves,

...und was sonst noch in der Schublade lauert  *** and some other stuff lurking in the drawers 
Über die Chilisauce der Stunde, Sriracha, bin ich ganz zufällig bei Norma in Grafing gestolpert
***
I found the sriracha sauce in a German discounter
After reading a very funny article in the Guardian by über-foodie Jay Rayner, in which he muses about the scary depths of his spice cupboard. Happy cooks know all about those little jars, tins and bags full of exotic seasonings and condiments, bought for one particular recipe and destined for immediate obsolescence at the back of the kitchen cupboard.

My spice shelf now boasts ras-el-hanout, tonka beans, piment d'espelette and baharat, alongside such banal oldies as oregano, bay leaves, cinnamon and nutmeg. I keep at least three kinds of chili including the suddenly must-have pul biber from the Turkish shop, as well as Pimentón de la Vera in its pretty Spanish tin and szechuan  pepper. Ginger? garlic? only fresh!
 
For years now, those nigella, coriander and fennel seeds, cardamom and garam masala have been collecting in my kitchen...And every visit to the Asian supermarket can cause temporary insanity and I find myself with star anise, Chinese five-spice, mustard seeds, curry leaves and mace...

Just as I understand the point of fenugreek, za'atar, sumach or pomegranate molasses, there is some another must-have on the horizon. At the moment, kosher salt seems to have ousted my beloved flor de sal with trendy foodies, and sriracha is the chili flavour of the month. I look out for them, use them once or twice and then add them to the obsolescent shelf.
I love my condiments, their names, colours, smell.. all those fragrant dishes I will use them in. But in my day-to-day cooking, it's usually salt, pepper, fresh herbs and a bit of chili that I use most. The idea of mixing my own curry spices - as the video below shows - remains vague. Usually a package laconically named "curry powder" is good enough for me.

Lasset euch inspirieren.....*** Allow yourselves to be inspired....

Wednesday, 11 November 2015

Gruß aus der Küche


Ist denn das noch ein Foodblog, oder arbeite ich schon fürs Bayrische Fremdenverkehrsamt? Diese Frage stelle ich mir langsam, denn in letzter Zeit fehlte mir der nötige kreative Küchenimpuls, den es braucht, um ein ein bisserl G'schiss ums Essen zu machen.
Wenn ich in der Blogwelt surfe oder hier zurückblättere, sehe ich wunderbar gestylte Gerichte, von Aloo Gobi bis Zwiebelsuppe, mit viel Mühe und Erfindungsgeist hergestellt und mit Liebe fotografiert.
Viele Gerichte mit den drei alltäglichen Grundpfeilern Pasta, Risotto und Kartoffeln schüttle ich inzwischen aus dem Ärmel, alltagstauglich, immer köstlich, und manchmal mehr, manchmal weniger fotogen.
 Mein Fenster am Morgen. Meine Küche, gemalt von Carin E.Stoller
I often wonder these days, whether my blog can still be classified as a food blog, so lazy have I been with putting proper recipes on it. I just don't have the creative spark in the kitchen at the moment. And whenever I can, I seem to abuse these pages as a marketing tool for the Bavarian tourist office...
But looking back on my delightful blog, the ooh la la factor was never missing, from my  orecchiette alla Norma to onion soup, and now I have reached a point where I often cook quite nice meals without thinking them worth blogging about.
Meine Küche, gemalt von Carin E.Stoller
Ein Risotto - das können wir inzwischen wirklich alle. Nichts ist einfacher und macht mehr her.
Für die Hallowe'en-artige Farbe hier  ist eine rote Bete verantwortlich.
Für vier Portionen eine Zwiebel klein hacken, in reichlich Olivenöl schwitzen lassen, ca. 200g guten Reis (z.B.Arborio) mit den Zwiebeln glasig werden lassen, dann mit einem kräftigen Schuss Wein ablöschen. Ich nahm, passend zum Hallowe'enthema Rotwein.
Dann nach und nach Brühe einrühren, ich hatte meine gute Hühnersuppe, aber jede Gemüsebrühe aus Gemüseresterln geht auch gut. Der Reis muss langsam quellen.
Die rote Rübe habe ich geschält, in Scheiben geschnitten und in wenig Wasser bissfest gekocht, dann gewürfelt und unter den Reis gemischt. Mit dem Rübenkochwasser dem Risotto den letzten roten Farbtupfer geben.
Der Risotto muss gut feucht sein und ganz sicher nicht al dente. Geduld!
Zum Schluss einen guten Esslöffel Butter und Parmesan, Burrata oder Ziegenkäse drunterziehen. Salz, Pfeffer, Schnittlauch. Fertig.
We all know now how to make risotto, nothing could be easier and more impressive.
The Hallowe'en styling here is due to a beetroot, peeled, boiled until soft and diced.
For four people, dice an onion and sweat it in plenty of olive oil. Add about 200g arborio rice and leave to go transparent along with the onions.
For deglazing, I used a good dash of red wine instead of the classic white, to stay with the blood-red theme.
Then add gradually your stock - I used chicken, vegetable stock is good. I also stirred in the cooking water from the beet, for added colour intensity.
Risotto needs to be nicely moist, almost sloppy. It takes patience and a bit of stirring. You can't rush a risotto, for your don't want it al dente!
Before serving, fold in a generous Tbsp of butter, some parmesan, burrata or goat cheese. Season with salt, pepper and some chives. Go!


Der Klassiker: Schwammerl mit Knödel, die Steinpilze sind vom Viktualienmarkt, die Knödel aus den geschickten Händen meiner Schwester.
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Don't try this Bavarian classic at home, come and eat it in Bavaria.

Hier gibt es Spaghetti mit Lauch, in Scheiben geschitten und mit Speckwürfeln gebraten. Unter die Spaghetti habe ich gewürfelten Fontina gezogen und mit etwas heißem Pastakochwasser verrührt..
Here we have spaghetti, leeks fried with cubed bacon and melted fontina cheese, which I mixed under the spaghetti with some of their cooking water.
Kartoffelplätzchen aus übriggebliebenem Kartoffelbrei, vermischt mit Ei und Mehl, in reichlich Öl gebraten. Dazu: Zucchini, Paprika und Merguezbällchen, mit Sriracha, der ultrascharfen Chilisauce.
Potato cakes made with leftover mash, an egg and flour. Season with baharat or nutmeg, fry in plenty of good oil. Served with courgette, red pepper and a merguez sausage made into little balls. And Sriracha.
Zur Belohnung , wenn ich einen Kuchen aus Quarkblätterteig gemacht habe, zaubere ich aus den Teigresterln ein paar Hörnchen. Ich fülle sie mit Orangenmarmelade oder einem Löffel Nutella mit zerquetschten Walnüssen.
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For instant gratification when I bake a cake with my famour quark puff pastry, I use the offcuts to make a few little rugelach which I fill with marmalade or a spoonful of nutelly with crushed walnuts.

Tuesday, 10 November 2015

Kochen entfällt mal wieder

Eigentlich wollte ich endlich mal wieder was ganz Tolles kochen.
Aber dann kam doch was dazwischen.
Steinsee! Die Sonne lacht, 20°.
Luisa und ich teilten uns ein Viertel Ente bei der Resi in Wildenholzen.
Um 17h retteten wir mal wieder die Welt, am Odeonsplatz. 3,000 bunte Münchner - alte und junge - gegen eine Hundertschaft verwirrter Pegidesen. In München läuft das eben nicht - wir können nämlich rechnen, wir lassen uns von den Bildern der "Flüchtingsmassen" nicht ins Bockshorn jagen, und wir haben eine kluge und besonnene Stadtverwaltung.
Selbst eine Million Geflüchteter wäre eine verschwindend kleine Zahl in einem Land von 80 Millionen.
Jordanien hat eineinhalb Million aufgenommen, bei einer Bevölkerung von nicht mal 7 Millionen.
Ich weiß, dass das alles nicht einfach ist. Aber es ist machbar, wie wir nach dem 2.Weltkrieg und nach dem Mauerfall gesehen haben, und auch jetzt immer wieder sehen.
Mir stinkt einfach diese Hetze, die Angstmacherei, die Demagogie. 
Aber es hat Spaß gemacht, mal wieder richtig rumzuschreien und "niemand hat euch lieb" zu singen.
 
 Glaubt nicht die Lügengeschichten, die in den sozialen Netzwerken kursieren. Redet miteinander.

Thursday, 5 November 2015

Das Glück in den Bergen

 Dieser Herbst! Das pure Glück, und ich habe auch keine Gelegenheit ausgelassen, ihn zu genießen. Am Dienstag sind Luisa und ich spontan ins Auto gestiegen und die zwei Stunden in die Eng gefahren, um die Berge zu sehen. Erst mal über die Brücke am Sylvensteinspeicher, immer grandios. Und dieses Mal waren die Pfeiler ganz sensationell mit Graffitikunst bedeckt. Die Installation von Sascha Jahn, "Die Jägerin von Fall", bezieht sich ironisch auf den Heimatroman von Ludwig Ganghofer und das Dorf, das dem Staudamm geopfert worden war. Lustiger Effekt, der der Natur keinen Abbruch tut.
  This autumn has been pure bliss, and I haven't missed an opportunity to enjoy it. On Tuesday, my sister and I got in the car and drove two hours to the Austrian border to see and feel the mountains. First point of arrival was the bridge over the Sylvenstein reservoir, always an amazing scene. This time, the bridge had been turned into a graffiti installation by an artist called Sascha Jahn alluding ironically to a popular vernacular novel, the "Jägerin von Fall".
Stunning effect, and no harm done to nature.
Der Weg vom Sylvenstein geht hinauf in die Vorderriß, an der jungen wilden Isar entlang - die dieses Jahr sehr wenig Wasser zu führen scheint. Leider hatte der Gasthof zur Post in Vorderriß mit der wunderschönen Sonnenterrasse Ruhetag.
The way into the mountains is along the young river Isar that continues into Munich. 
 Weiter nach Hinterriß, schon in Österreich, da gibt es auch eine "Post". Die Kasnudeln waren ziemlich gut und mega heftig - ich hab vier davon mit heimgenommen und am nächsten Tag mit dem Engländer auf Tomatensoße verspeist. Meine hausgemachten Kasnudeln waren schon ein bisschen leichter.
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Over the border in Austria we found a pub that served the original Austrian kind of ravioli, Kasnudeln. Pretty heavy stuff, I took most of them home in a doggy bag. 
Check here how to make these delicious orbs, mine were a bit lighter.
 Luisa im Glück *** My sister, happy with her feet in the icy water