Sunday, 30 October 2016

Herbstblätter- und Blätterteigrauschen

 Ich bin so begeistert. Und mir ist ein bisschen schlecht. Ich konnte mich einfach nicht beherrschen und aß nach dem legitimierenden Sonntagsspaziergang drei Stück von diesen absolut superfantastisch köstlichen Küchlein. Das Rezept gibt es, wie so oft, hier bei Micha.
Gesehen und nachgebacken. Vor allem schon der Name: Kouign Amann, bretonische Blätterteigküchlen, die im Muffinblech gebacken werden. Mit einer guten Dosis Fleur de Sel. Das klingt nach Meeresrauschen am äußersten Ende von Frankreich, nach seltsamen Namen, kurz: nach Commissaire Dupin. Ich bin süchtig nach diesen Krimis von Jean-Luc Bannalec (er schreibt mir leider nicht schnell genug).
Die Kouign waren wirklich sehr einfach zu basteln, wenn man den Falt-Anweisungen von Micha folgt.
Und eben, wie gesagt, sensationall gut.
Eine etwas kompliziertere Blätterteigversion fand ich übrigens hier, unter dem Namen Brioches Feuilletés. Die probiere ich demnächst, an einem der kommenden langen, dunklen Wintersonntage.
I just found yet another highly addictive cake that I immediately reproduced.  I recommend it only in combination with a long walk, and don't eat more than two. I had three, just couldn't keep my hands off them, and now I feel quite ... full. 
The cakes are very buttery, but not that sweet - they are made with a dose of flaky sea salt. The taste is almost like deep-fried, but they are baked, very elegantly, in the oven.
The puff pastry is amazingly easy to make if you follow the recipe, just give yourself and the dough a little chilling time in between turns.
For an amusing English language recipe check here.


Thursday, 27 October 2016

Berg-Heilung und purpurne Spaghetti

Man könnte sagen, dass meine Schwester und ich im Schoß des Alpenvereins aufgewachsen sind. Unsere Mutter war ein begeisterter "Bergfex" und Skifahrerin, wobei das Siegen nie ihr Ziel war: auch als Dritte von drei Teilnehmerinnen war sie zufrieden. Bei uns daheim war sie sowas wie die Vertreterin des Alpenvereins; wir verbrachten die Ferien unserer Kindheit fast nur im Schilager und auf Berghütten, verwöhnt von den "Mädeln" ihrer Mädelgruppe. Der Gruß "Berg Heil" kam uns ganz normal vor, genauso wie die Lieder, die so in Hütten gesungen wurden ("und mei Schwiegamuada des Schindaluada, hollari...!).
Nach einer 25-jährigen Pause, in der ich in England die Großstadt und das Meer lieben lernte, lebe ich jetzt mit Genuss wieder in Sichtweite der Berge. Aus mir ist nie eine Bergsteigerin und Skifahrerin geworden, aber wie gerne treibe ich mich in den niederen, gemütlichen Regionen herum - von Samerberg bis Südtirol fühle ich mich sofort wohl, wenn ich Berge sehe. Ein Wochenendausflug auf einen Berg - vor allem mit einer deftigen Brotzeit - und das innere Gleichgewicht ist wieder hergestellt.
***
My sister and I grew up in the lap of the "Alpenverein", the Alpine Association. Our Mum, a passionate mountaineer and skier, and founder of the local young women's group, brought the Alps into our home. We spent virtually all our holidays in ski camps and on mountain walks, staying in refuges, singing all the songs, mostly loving it. 
After a 25-year break in England that taught me to love the big city and the sea, I am now back among the mountains. And although I will never make a skier or a climber, nothing makes my heart sing like the view of the mountains, a gentle walk in the foothills - ideally followed by a hearty lunch with a view.

Und das eine knappe Stunde vor meiner Haustür *** All this is barely an hour's drive from my home
Ein Tisch mit wunderschöner Aussicht *** A table with a grand view


Daheim gilt die alte Bauernregel:
Ist das Wetter trübe,
Koch dir Rote Rübe!
Geht schnell und macht nach der gerade überstandenen Erkältung wieder rote Backen.
Das Rezept für dieses juwelengleiche Rote-Betepesto fand ich vor einiger Zeit hier:


-    1 Tasse Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten. Abkühlen lassen und grob hacken.


-    1 mittelgroße Rote Rübe waschen, schälen und fein reiben. 
-    3 Zehen Knoblauch schälen und grob hacken.
-    Cashewkerne, Abrieb von 1 Biozitrone, rote Bete und Knoblauch im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren. Ca. 40 ml Olivenöl dazugeben und alles mit Pfeffer aus der Mühle, Flor de Sel und Zitronenzesten abschmecken.



After a week indoors, a walk in the mountains is a real tonic. Back home, a dose of beetroot helps to restore the colour to our cheeks after the annoyingly inevitable first seasonal cold.
This beetroot pesto is beautiful, delicious and restorative:
- Roast a cupful of cashews in a fat-free frying pan, chop them roughly
- Wash, peel and grate a medium-size beetroot
- peel and chop three cloves of garlic
- now blitz the cashews, beet, garlic and zest of an organic lemon.
- work in some 40ml olive oil, and season your pesto with flor de sel, lemon zest and freshly ground pepper







 Auf dem Heimweg grüßen nochmal die vom Föhn fein gezeichneten Berge
***
On the drive home, the mountains remain clear in the "Föhn", a special wind from beyond the Alps.

Saturday, 22 October 2016

Goldene Kürbis-Tarte Tatin

 STOP PRESS: bei A**I Süd gibt es gerade wieder haufenweise Berberitzen.... 
Nicht dass es dann wieder heißt, ich hätte es niemandem erzählt!
Dieser schwarze Oktober! Ist er vielleicht endlich vorbei? 
Ab und zu zeigt sich jetzt die Sonne vor der Krankenstation, und man hofft inbrünstig auf einen goldenen November.
 Ich bin inzwischen wieder so weit gesund, dass ich mich ankleide und in der Küche etwas kreativer werde. So wagte ich mich also an dieses Rezept vom Oberguru Ottolenghi, das sich als überraschend einfach entpuppte.
***
The worst of the Black October seems to be over, the sun is showing outside our "influenza ward" and there is always the hope of a Golden November. I am well enough to feel creative stirrings in the kitchen, and tried my hand at this Ottolenghi recipe, which turned out surprisingly easy.

Tarte Tatin mit Butternutkürbis:

1 kleinen Butternutkürbis schälen (habe ich vergessen, wir schälten ihn auf dem Teller)
In runde Halmonde schneiden, Kerne entfernen
In eine Schüssel gebe. Olivenöl, etwas geschnittenen rosmarin, 2 zerdrückte Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer darüber streuen.
 45g Zucker ca. 4-5 Minuten in einer ofenfesten Pfanne karamellisieren lassen
Die Pfanne vom Herd nehmen, einen ganzen Rosmarinzweig in die Mitte legen (habe ich erst nach dem Backen dran gedacht).

150g  Ziegenrolle darunter und drüber krümeln.
Ziegenfrischkäse geht auch
Zum Schluss eine Platte Blätterteig* rund zuschneiden, etwas größer als die Form, darüber breiten und an den Seiten festdrücken. Mit einer Gabel überall einstechen.  

*ich nahm meinen selbstgemachten
Je nach Ofen bis zu 50 Minuten bei 180° goldbraun backen
Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und mit Hilfe eines großen Tellers stürzen. 
Hier kann man die Technik sehen (3. Minute)


Butternut Tarte Tatin, adapted from Ottolenghi
1 small butternut squash, peeled (I forgot to peel, had to peel it on the plate..) 
olive oil
some finely chopped rosemary leaves, plus a whole sprig
2 garlic cloves, peeled and crushed
45g caster sugar
150g goat’s cheese log (with rind), cut into 1cm-thick discs
350g ready-rolled* all-butter puff pastry
    *home-made, in my case
Salt and freshly ground black pepper
Heat the oven to 180C/350F/gas mark 4. 
Cut the squash in half lengthways, scrape out the seeds and cut half-moons, put these in bowl; toss with the oil, chopped rosemary, garlic, half a teaspoon of salt and plenty of pepper

Heat a 24cm nonstick, oven-proof frying pan on a medium-high flame. 
 Cook the sugar for four to five minutes, until it melts and becomes a semi-dark caramel, then take off the heat (it will keep cooking, so don’t leave it too long). 
Leave the caramel to cool a little then lay the sprig of rosemary in its centre. 
Arrange the squash slices around the rosemary in a circular pattern, working from the outside in and overlapping as much as possible. 
Dot cheese here and there (you want some underneath the squash, some in between and some on top), and spoon over any rosemary and garlic left in the bowl. 
Now cut the pastry into a round slightly larger than the pan, tucking it in at the sides. Prick with a fork all over.
Bake for up to 50 minutes, until the squash is soft and the pastry nicely browned.
Turn it over by placing a large plate on top of the pan and invert like this (3rd minute)- I would wait with that until the pan - and the caramel - has cooled a little.
 Als Nachspeise schüttelte ich eine Pflaumencreme aus dem Ärmel: Kompott machen mit Quark und Schlagsahne mischen, fertig. 
Es gibt heuer anscheinend keine Zwetschgen - oder habe ich die verschlafen, genau wie die Hollerbeeren? Also musste ich schmählich im Supermarkt Pflaumen kaufen (ein Wort, das ich kaum aussprechen kann, dagegen: Zwetschgen!)
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For afters, I whipped up a quick damson fool: first, I made a compote with the damsons, when it had cooled down, I folded it into whipped cream mixed with a few spoonfuls of quark (you can use cream cheese or ricotta).

Tuesday, 18 October 2016

Zefix!




Ich reihe mich in die Zahl der Bloggerinnen ein, bei denen das Leben gerade mal etwas unrund läuft.  Irgendwie ist alles gleichzeitig zu viel und doch auch zu wenig.

Aber, klar, das wird schon wieder.
In nur sechs Monaten wird's wieder sonnig.





Trotzdem gibt es noch schnell was Feines zu essen, nämlich Pfannkuchenröllchen gefüllt mit Ziegenfrischkäse, Räucherlachs und Zucchinistreifen, mit dem Sparschäler geschnitten und ganz leicht sautiert damit man sie besser rollen kann.










Life is not the usual bowl of cherries at the moment - but ...

I'll be back!

(in England, they made me say it because I sounded like Arnie, with my Bavarian accent).

And despite the blues, a woman's got to eat. In this case, pancake rolls, filled with goat cheese, smoked salmon and  courgette strips, lightly sauteed to make them more bendy.

Friday, 14 October 2016

Süß, und voller Vitamine

 Unglaublicherweise hat mich schon jetzt die erste Erkältung dieses Herbstes niedergestreckt. Ich fürchte, das Landleben hat mich verweichlicht: ein einziger Kontakt mit einer Menschenmasse (am Sonntag, Koflgschroa in der Alten Kongresshalle) und ich werde zum Bazillenmagneten. Ein Abend Spaß, und drei Tage später das volle Programm, vom Kratzen im Hals zum fiebrigen Schnupfen..hunderte Papiertaschentücher... zwanzigmal Niesen pro Stunde... Meine arme Schwester brachte mir trotz ausgerenkter Schulter eine Zeitung, damit ich mich nicht langweile. So ist sie halt (ich sagte "zäh wie ein Suppenhuhn", worauf wir hemmungslos lachen mussten).



Zum Gück hatte ich mir nämlich eine Hühnersuppe gekocht aus dem alljährlichen Suppenhuhn vom benachbarten Bauernhof - und jetzt erwarte ich die heilende Wirkung. Dazu ein Tag "Extreme couching" (Wortschöpfung einer Bloggenossin), an dem ich von 17h bis 9h des folgenden Tages schlief.
Und weil der Mensch nicht von der Hühnersuppe allein lebt, konnte ich mich noch mit den restlichen Shortbreads verwöhnen, dazu ein vitaminspendendes Lemon Curd. Ich habe nämlich letzte Woche das ultimative Rezept für ein Glas des Zauberstoffs gefunden - es geht schnell und gelingt.

Mehr sollte man eh nicht machen, weil es sonst ein zusätzliches Gesundheitsrisiko darstellt - es ist fast unmöglich, nicht alles auf ein Mal auszulöffeln.
Und jetzt Glotze an. Nachmittagsfernsehen, die Freuden des Krankseins.

***



My first cold this year.. I think living in the country has turned me into a germ magnet. One evening in a large crowd - a concert in Munich - and I pick up any stray bugs. Now I am sneezing so loud that the neighbours look out of their window, I slept 16 hours last night, I go through boxes of tissues .... the usual. Luckily I had a chicken soup because our neighbouring egg farmer had their annual chicken sale last week. That should do the trick. Despite a dislocated shoulder and some super heavy dental treatment, my sister brings me the paper to read!

We don't live on chicken soup alone, so I ate my shortbread with some healthy, live-giving lemon curd.
I found the ultimate recipe for the stuff´, it always works. And it makes just one jar. I can't have more than one jar in the house, anyway. Too dangerous.
This is how you make it:

Melt 25g butter in a metal bowl over simmering water
Mix the zest and juice of an organic lemon with 110g sugar and a beaten egg, add to the butter
Now stir the mixture over the simmering water until it thickens. Most recipes say to use a wooden spoon here, I used a metal whisk, which was fine.
When the curd sticks to a spoon, it's done. When it cools, it will set and solidify.
Meanwhile, watch daytime TV, one of the luxuries of being sick.
And sunny days will be here again.

Monday, 10 October 2016

Kochen gelernt: ein Rückblick

Zurück in die Küche! Der Herbst kommt, und mit ihm das gemütliche Drinnen. 
 Vor vielen Jahren, als Kochen für mich noch kein großes Thema war, machte ich eine Quiche Lorraine.
Das Rezept sagte: "Machen Sie einen Mürbteig", für den Boden. Ich machte gewissenhaft einen Mürbteig, wie er im Rezept steht. Mit Zucker. Für eine Quiche mit Speck und Käse. Die Gäste zuckten mit keiner Wimper. Vielleicht haben sie es garnicht bemerkt; in unseren Wohngemeinschaften, wo die Kühlschränke oft nur Margarine enthielten und Kaffee aus braunem Schlammpulver bestand, wurde gegessen was auf den Tisch kam
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One of the nicer things autumn brings is the cosy indoorsyness. I am cooking again.
Many years ago, before I became interested in cooking, I made a quiche Lorraine. The recipe asked for a shortcrust pastry base. The only shortcrust I was familiar with was that for a fruit cake. So I ended up making a cheese and bacon quiche with a sweet base. But in those days, when communal fridges contained only a tub of margerine and we thought instant coffee was ... coffee, noone complained, as long as it was edible.
Inzwischen macht mir kaum etwas so viel Spaß wie in der Küche kreativ rumzuwursteln.
Im Lauf der letzten zehn Jahre habe ich so viel über das Kochen und Backen gelernt: Ich habe Ängste überwunden, gemerkt dass Kochen keine Zauberei ist, und ich traue mir jetzt vieles zu, woran ich vorher nicht mal gedacht habe. Ich schüttle Hefeteig, Madeleines, Osso buco, Millefeuilles, Quiches, Eggs Benedict und selbstgemachten Nudelteig aus dem Ärmel. Mir gelingen Risotto, Vanilleeis und Fish cakes. Ich rühre ganz nebenbei eine Mayonaise an und pochiere Eier. Ich liebe Eier.

Ich bin wahrlich keine elegante Köchin und auch noch keine Kochpoetin, ich bin nicht unter genialen Hausfrauen aufgewachsen wie Frau Zii, und koche nicht mein eigenes liebevoll angebautes Gemüse wie Mrs. Flax; aber ich habe gelernt, mich an alles ranzutrauen und Desaster diskret zu entsorgen.
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Now I discovered cooking and the incredibly creative environment of food blogs, I love it. I have learnt so much over the past years - often by trial and error. I discovered that cooking isn't rocket science and I confidently make yeasty doughs, ice cream, eggs benedict or millefeuilles.
 I make my own pasta and mayo, I  make perfect risotto and poach eggs. I love eggs.
I am neither a domestic goddess  no kitchen lioness or a classy family cook, I don't know people who own vineyards and my pictures aren't that elegant.
But I have lost all fear of trying out new dishes. I have learnt to dispose of failures discreetly.
OK - mit Fleisch stehe ich immer noch auf Kriegsfuß. Ich kann Schnitzel, Fleischpflanzerl und Lammbraten, aber bei mir wird noch das teuerste Steak zur Schuhsohle. Da bei uns aber eh kaum Fleisch gegessen wird, ist das kein Drama.  Fleischliche Genüsse gönnen wir uns in einer Wirtschaft, die das gut kann, und das ist nicht selten im 2km entfernten Taglaching, sozusagen unser Esszimmer mit Biergarten, wo alles bio und frisch ist und dazu noch erschwinglich.
Aber ich arbeite an einem Steakprojekt...
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I still can't fry meat. Even the best steak turns  shoe sole when I cook it. But we don't eat much meat here, when we do, we prefer to go to a restaurant that knows how to cook meat. Mostly our local organic pub, which we are lucky to have in hiking distance and within our budget.
But I am working on the meat. I have a steak project on the back burner..
An einem normalen Wochentag, wie gestern, mache ich zum Beispiel Blitz-Küchlein: kleine Plättchen aus (natürlich meinem selbst gemachten) Blätterteig, die ich mit Erdbeermarmelade und Mascarpone bestreiche und mit frischen Erdbeeren belege. Ganz nebenbei koche ich aus den weniger schönen Erdbeeren, Feigen und ein paar Pfirsichen zwei Gläser Marmelade. Bald kommen Orangen.

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On a normal spring day, if I have time, I might rustle up little strawberry cakes with layers of my tried and tested home-made puff pastry, spread them with strawberry jam, mascarpone and fresh strawberries. The jam is made quickly with the leftover strawberries, figs and a peach or two. Soon it's marmalade time.




Mittags mache ich mir Fingernudeln mit Salat, abends gibt es aus demselben Kartoffelteig Gnocchi, dazu ein Pesto (gestern war es - oh Schreck! - das gekaufte von Saclá, auch nicht schlecht).
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For lunch, I may make potato cakes and a salad just for myself, later I use the same potato mix to make gnocchi with a pesto - last night I used a bought one from Saclá - not bad at all.



 




Meine Gnocchi lösen sich inzwischen nicht mehr im Kochwasser auf
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My gnocchi no longer disappear in the cooking water










Im Ofen gebackene rote Paprikas lassen sich anschließend leicht häuten, wenn man kann sie noch zehn Minuten in eine Plastiktüte steckt. Mit Olivenöl und Zitrone marinieren.

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Stick red peppers in the oven until they blacken, then put them briefly into a plastic bag and the skin comes off easily. Marinate in olive oil and lemon juice.







Beim Backen halte ich mich jetzt gewissenhaft an Rezepte, anstatt wie früher zu improvisieren und hallo! es funktioniert. Aber beim Kochen gibt es bei mir kaum Grammangaben - ausprobieren ist alles. Ich habe gelernt, bei anderen zuzuschauen, mich inspirieren und erstaunen zu lassen und dann kreativ zu werden. Und es macht so viel Spaß, wenn es gelingt!
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When I bake, I stick to recipes, instead of improvising like I used to. And it really works. When I cook, though, I don't deal in half grammes and millilitres. What I have learnt is to let myself be inspired and then get creative. It's so much fun when it turns out well.

Summa summarum: wenn ich das kann, können das alle, die das Essen lieben.
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And here's my ddvice to my readers: If I can do all this, you can - just be daring!

Saturday, 8 October 2016

Freitagstexter: Die Preisverleihung


Hiermit geht es zur Preisverleihung für den besten Freitagstexter
Ich bin ein bisschen harmoniesüchtig und will von allen geliebt werden. Deshalb kriegt hier jede/r irgendeinen Preis, oder zumindest eine Lobende Erwähnung:
Am meisten gelacht habe ich über Salamanda Paganda, die sich auf Major Tom einen Reim gemacht hat. Aber da war halt kein Blog zu finden, auf dem der Pokal geparkt werden könnte..
Der mysteriöse hubbie hat ebenfalls sehr witzig den sowjetischen Unterton widergegeben, hat aber leider auch keinen Blog vorzuweisen
Ebenso die blogfreie Myri, mit Himmel und Erde ganz knapp dabei.
Lobend erwähnen möchte ich auch: 

Antje – in ihrem Großraumbüro lässt es sich gut aushalten

Und, last not least Robert, der neben seinen genialen Kochkünsten sich auch um die praktischen Dingen kümmert

Ja, und Ingrid wollte sowieso nicht gewinnen.
 
And the winners are:

Oona hat sich mit ihrem zeitgenössisch relevanten Kommentar Bronze verdient 

pepeB, die Frau, der wir den täglichen Freudenschauer verdanken, bekommt Silber: kurz, bündig, auf den punkt und den sowietischen Bezug klar erkannt

Gold kriegt Bee für die knappe, twitter-fähige Analyse des kulturellen Sowiet-Untergrunds. 
(Ein Blog speziell für Leseratten – hui, da gibt’s was zu lesen)

Mit folgendem Kommentar hat Bee unerschrocken den Pokal abgeleht:

"Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: ich ziehe meinen Beitrag zurück, denn bis zum Ablauf kommen möglicherweise noch Bildunterschriften von Teilnehmern, die diese Runde bereits abgehakt hatten." 

(Ich war der Meinung, dass der FREITAGSpokal am FREITAG übergeben würde...)
Na gut.

Und damit gebe ich den Pokal in die Hände von ELISABETH,

 
die uns hoffentlich die Kleine Freude macht, ihn anzunehmen und weiterzugeben!

Thursday, 6 October 2016

Begabte Wortschmiede gesucht: Freitagstexter


Jessas! Da habe ich mir was eingebrockt mit meinem vorlauten Kommentar bei Micha. Jetzt bin ich schon einen Tag im Verzug mit dem Aufruf zur Weitergabe dieses Freitagspokals - ich bitte um Nachsicht!
Also, auf geht's.
Lasst euch zu diesem Bild was einfallen und reiht euch ein in die illustre Gruppe der Freitagstexter!


Wednesday, 5 October 2016

Short and sweet: Das Shortbread-Projekt

Im Juni fing ich an mit der Suche nach dem perfekten Shortbreadrezept
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I started my search for the perfect shortbread recipe in June 


Die Anleitung für den ersten meiner Flops kam aus dem Internet, Stichwort Shortcakes: wie man sieht, eine Katastrophe. 
Der Teig zerlief beim Backen in alle Richtungen. 

  ***
This mess here was caused by a random recipe from the internet
 



Flop Nr.2 entstand nach einem Rezept der eigentlich bewunderten Delia Smith: (Delias Rezept hatte z.B. kein Salz dabei - das muss aber unbedingt rein). 
 
***
The second runny desaster stemmed from the much admired Delia Smith. Surely shome mishtake? (she has no salt in the recipe - quintessential!)
 




Mit einem Rezept von der Kochpoetin.hatte ich meinen ersten Erfolg - das sieht gut aus!


85 g Puderzucker
85 g feiner Zucker
280 g weiche Butter
450 g Weizenmehl 405er
4 g Salz

This was the first recipe that promised success:
85 g icing sugar
85 g caster sugar
280 g soft butter
450 g plain flour
4 g salt



Dieses Rezept von Mrs. Flax verhalf mir zu meinem ersten "echten" Erfolgserlebnis. Es war so schön, dass es sich sogar als Geschenk eignete. 
125 g Butter auf Zimmertemperatur
55 g Zucker
180 g Mehl
1 Prise Salz

***
125g butter at room temperature
55 g sugar
180g flour
pinch of salt
This was the first recipe that  turned out so perfect that the shortbread made a nice birthday present


Kurz unterbrochen vom Urlaub in England ging die Recherche im September der Vollendung entgegen
Zwischendurch nutzte ich die zauberhafte Herbstsonne immer wieder für eine Runde Schwimmen im Steinsee (hier mit der legendären Mutter und Tochter mit Kaffeekanne auf dem Paddelboot)

***
After a brief break in England I continued my research into shortcake perfection.  
In between the rounds of baking, I used the wonderful autumn sun for a swim in my lovely lake, along with fellow eccentrics


Das letzte Rezept das ich erfolgreich ausprobierte ist von Dan Lepard aus dem Buch "Short and Sweet", ich fand es hier :

250g Mehl (405)
75g Vollkornmehl
1 EL Griessmehl (Pastamehl)

100g feiner Zucker
1/2 TL Meersalz
225g ungesalzene Butter


***

Finally, I found an easy recipe here. It comes from Dan Lepard's baking book, "Short and Sweet":

250g all purpose flour
75g whole wheat pastry flour
1 T ground semolina flour
100g caster sugar
1/2 t salt
225g unsalted butter



Die Verarbeitung ist immer die gleiche: 
Mehl, (manchmal gemischt mit Hartweizengrießmehl), Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die zimmerwarme Butter stückweise zu den trockenen Zutaten geben, nicht kneten sondern krümeln. Dann schnell verkneten, in Folie wickeln und so lang wie möglich im Kühlschrank fest werden lassen - auch über Nacht. 
In längliche, ca. 1cm hohe Stücke schneiden, mit einer Gabel Löcher reinstechen. 
Auf Backpapier bei 160°C ca.20 Minuten backen - aufpassen! Rausnehmen, wenn die Ränder anfangen braun zu werden, und das Backpapier gleich vom Blech ziehen.

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The method is always the same: 
 Mix flours, semolina, sugar and salt into a mixing bowl. Cut the butter (all recipes indicate room temperature) into the dry mixture until it looks crumbly. 
Then use your hands to quickly bring the dough together. 
Cover the dough with plastic and refrigerate, ideally overnight. 
Roll the dough about 1cm thick, cut into shortcake shapes and prick with a fork.
Place them on baking paper and bake at 160ºC for about 20 minutes or until the edges start to brown a bit. Keep watching! When you take them out, pull the baking paper off the tray or they will carry on cooking.
And the winner is.... Alle drei Rezepte sind sehr einfach, und sie unterscheiden sich geringfügig.  Die Grundzutaten sind immer Mehl - am besten gemischt mit Grieß - ich benutze immer halb 405-er Mehl und halb Pastamehl (semola di grana dura). Butter. Und nicht vergessen: einen halben Teelöffel Salz, der gibt den charakteristischen Geschmack.
Das Experiment geht übrigens weiter - Ich habe noch einige Rezepte, die ich ausprobieren will...
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And the winner is... all three of them. Very easy recipes, hardly any difference.
The ingredients are largely the same: flour, butter, sugar (sometimes the flour is mixed with durum wheat flour commonly used for pasta), and don't forget a generous pinch of salt, for the characteristic bite.
Oh, and this is not the end yet. There are quite a few more recipes I want to test...