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Showing posts from March, 2026

Sprachen sprechen

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  Deutsch war meine erste Fremdsprache  - daheim sprachen wir meine Muttersprache, bayrisch. Das wollte uns die Schule austreiben, hochdeutsch war Amtssprache. Dann kam endlich englisch, das wurde meine zweite Muttersprache. Ich kam heim mit dem Wort Yellow. "yellow", sagte meine kleine Schwester andächtig. Von da an ging's voran, innerhalb weniger Jahre sprachen wir miteinander englisch - vor allem nachdem wir „The catcher in the Rye“ gelesen hatten. Wir hörten AFN, den Radiosender für GIs, und hatten eine Menge BrieffreundInnen in aller Welt. Noch heute weiß ich ihre Namen: Leonie aus York, Deepak Dhariwal aus Indien, Jean Anunda aus Mauritius, Nobuyoshi Iwase aus Japan. So aufregend, wenn die dünnen blauen Luftpostbriefe ankamen!  Kaum war die Kindheit vorbei, fing mein italienisches Abenteuer an. Ich war 20 und steckte mitten im Abitur, nebenbei war ich Platzanweiserin im Luitpoldkino (das gibt’s nicht mehr, aber das Café Luitpold gibt’s noch in München). Eines A...

Intermezzo: Gruß aus der Küche

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Heute mal keine Schwänke aus meinem Leben, sondern ein paar hervorragende Kochideen.      Letzten Samstag hatte niemand einenn Wochenendeinkauf gemacht. In England kein Problem, weil die Supermärkte jeden Tag geöffnet sind - in Portugal übrigens auch! Was auch heißt, dass in London jeden Tag Verkehrsstau und nie wirklich Ruhe ist. Für mich ist das einer der Vorteile des Lebens in Bayern, denn da hört man am Sonntag tatsächlich nur die Kirchenglocken.  Also, nix eingekauft. Ich machte trotzdem ein köstliches Sonntagsessen aus zwei Pastaresten, einem halben Fetakäse und einem Rest Zitronenpesto vom R*we - das ist so gut, ich könnte es selber nicht besser. Kurz im Ofen überbacken. Geadelt wurde das Notfallessen durch die blauen Teller von VilleroyBoch, die ich gestern von Freunden geschenkt bekommen habe. Die Zwei sind genau solche liebevollen Porzellansammler wie ich. Sie erzählten mir, dass der Name "Zwiebelmuster" auf einem Irrtum beruht - das Muster stammt aus China...

Resisters - only Rock'n'roll

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Ein weiteres Kapitel in meiner Autobiographie! *** Another auto-biographical chapter 1976 zog ich nach London. Schnell fand ich eine Wohngemeinschaft.  Ein Jahr darauf spielte ich Bass in einer Band. So einfach war das: Freunde wussten, dass ich Gitarre spielen konnte, und fragten ob ich mir vorstellen könnte, in einer gerade sich formenden Band Bass zu spielen. Vorstellen kann man sich alles! Und so wurden wir The Resisters :     I moved to London in 1976. By 1977, I had become a bass player in a band. My new found friends had noticed that I had arrived toting a guitar, and decided playing bass would be a doddle for me. After all, it was the punk era, anyone who could play three chords... So, I went to Denmark street, spent £200 on a Fender bass guitar and we became The Resisters.     Pete, Geoff, Ilse, Suzy, Dave - und Kim, der das Foto macht. Das Vehikel dahinter war unsere umfunktionierte Ambulanz, mit der wir in den nächsten Jahren auf Tournee gingen....