Wednesday, 29 July 2015

Birthday honours


Gestern war Geburtstags-Gartenparty bei unserer Lieblingswirtin, mit unglaublich köstlicher Büffetauswahl: u.a. Dinkelpizzas, gegrilltem Thai-Wolfsbarsch (mit scharfer Sauce!) und einem Glasnudelsalat zum Niederknien; das Rezept werde ich demnächst aus der Köchin Pon herauslocken.
 
Ich hatte mich als Kuchenlieferantin angeboten, und brachte neben meinen bewährten, narrensicheren Windbeuteln diese Millefeuilles mit Mangocreme mit.
Den selbstgemachten Blätterteig aus je 250g Butter, Quark und Mehl gut kühlen, dann ca. 1cm dick ausrollen, in etwa 6cm breite Streifen schneiden und auf Backpapier auf dem Blech auslegen.

Darüber ein weiteres Backpapier legen und mit einem nicht zu schweren Backblech beschweren, damit die Streifen nicht aufgehen, sondern flach bleiben.

Die langen Streifen zu Quadraten schneiden, mit Creme in drei Schichten dick bestreichen und puderzuckern.
Die Creme habe ich aus geschlagener Sahne, griechischem Joghurt und Mangofruchtfleisch (das ich im Sieb abtropfen ließ) gerührt. Die abgetropfte Flüssigkeit habe ich kurz mit Agar-Agar aufgekocht, und die Creme in die Gelierflüssigkeit gerührt. Ich habe wohl zu viel Geliermittel benutzt, denn die Creme wurde zu einer Art Mango-Leberkäse, den ich in Scheiben zwischen die Blätter legte. Hat aber niemand gestört, denn sie schmeckte trotzdem! 
Mit Gelatine & Co. stehe ich von jeher auf Kriegsfuß: falls jemand eine Alternative dazu kennt, bitte melden!
I was invited to a lovely garden party yesterday, and the food was to die for, especially the grilled fish and a Thai glass noodle salad which I am determined to explore further.
As I had offered to do dessert, I made my tried and tested choux pastry windbags, filled with a delicious filling of Nutella and whipped cream, and a batch of millefeuilles with a mango filling. 
I used my standard puff pastry made with 250g each of butter, flour and quark (or ricotta). 
The well chilled dough ist rolled out to about 1cm thickness and cut into stripes about 2-3 inches wide. 
Put the stripes on a tray lined with baking paper, place another sheet of baking paper on top and weigh the dough down with another baking tray, so that it doesn't rise to much.
When it's done, cut it into squares and put three on top of each other, with the cream filling in between.
My plan was to make a mango cream with Greek yoghurt, the flesh of a ripe mango (drained in a sieve) and whipped cream. The drained juice I boiled up briefly with agar-agar  and stirred the cream mix into it. I must have used too much gelatine,  because I ended up with a kind of mango cheese which I sliced and put between the pastry sheets. It tasted fine, and no-one complained.
I have a 'strained' relationship with gelatine, so if anyone can give me useful tips on how to stiffen cream etc - please!! 
Der Tag endete genaue wie fast jeder Tag diesen wunderbaren Sommer: im Steinsee
 ***
                   The day ended like every day this blessed summer - with a swim!

Monday, 27 July 2015

Schöner jodeln!


Falls es jemanden interessiert, am nächsten Sonntag findet, wie jedes Jahr, das Almsingen am Moserboden (Samerberg, unter der Hochries) statt, ein traditionells und sehr authentisches Musikfestival der bayrischen Musik, nix mit Florian Silbereisen hier...

Gestern gab's wieder die alljährliche Jodelwanderung mit Erich Sepp am Samerberg, was ja eine meiner liebsten Berge-light-Wandergegend ist. Schön geschwitzt, gesungen mit allen zusammen und in anarchischen Kleingruppen, auf der etwas überfüllten Dandlbergalm Kaiserschmarrn gegessen, und zum Schluss der Sprung ins Naturbad bei Törwang - juhu!
Yesterday, in perfect mountain hiking weather, I went on one of the hikes-with-yodelling that I enjoy so much, a day of walking, singing, sweating and laughing, with a lunch at one of the many mountain pubs scattered around the Samerberg area. We finished the day with a refreshing swim in one of the best natural swimming pools I know.


 Und hier gibt's den Kaiserschmarrn zum Selbermachen!
Vielleicht auf Suse hören und die Eier trennen, das steif geschlagene Eiweiß ganz zum Schluss unter den Teig ziehen; so wird der Schmarrn noch fluffiger




Here you can find out how to make the traditional Kaiserschmarrn at home!
I would add that you could separate the eggs and add the beaten egg whites to the batter at the very end, to make the "schmarrn" fluffier.

Friday, 24 July 2015

Gewitterwolken und grüne Plätzchen

 Die Idee, mit Matcha (Grünteepulver) etwas Grünes zu zaubern, schwebt mir schon lange vor.  Ich habe zum Beispiel schon mit grüner Matcha-Creme experimentiert, aber das sieht echt nicht gut aus. 
Also grüne Plätzchen. Das bewährte Mürbteigrezept geht so:
300g Mehl mit 2 TL Matcha (auch mehr, wenn du ein intensiveres Grün möchtest) und einer Prise Meersalz mischen
Mit 180g weicher Butter und 80g Puderzucker zu einem Teig verkneten 
Man kann ein Eigelb dazugeben (habe ich hier nicht gemacht, weil ich die Plätzchen staubtrocken wollte)
Den Teig zu einer Rolle formen, kühlen
In manchen Rezepten wird die Teigrolle in grobem Zucker gewälzt: sieht auch schön aus, habe ich aber hier vergessen. Von der Rolle ca. 5mm dicke Scheiben abschneiden und mit dem Daumen reindrücken.
Auf ein Backpapier belegtes Blech legen und im auf 160°C vorgeheizten Ofen ca. 12 Minuten backen - Aufpassen!
Wenn sie abgekühlt sind, könnte man sie mit einem Guss aus Puderzucker, Zitronenabrieb, Zitronensaft und einer Messerspitze Matcha weiter begrünen (rechts untern).
Weil's so gut war, habe ich das Rezept nochmal ohne Matcha gemacht, den Teig ausgewalkt und hübsch ausgestochen (links unten). 
Die Plätzchen schmecken fantastisch, aber den Grüntee schmecke ich ehrlich gesagt nicht raus. Weil die Farbe so ein bisschen nach Schulklo aussieht, bleibe ich doch bei weiß und trinke den Grüntee dazu!
The idea of baking something coloured with Matcha (green tea) powder has been at the back of my mind for a while. I did once make a piped cream filling dyed with Matcha but it really did not look appetising.
So I decided on green biscuits. 
Here's my tried and tested shortbread recipe:
Mix 300g flour with 2 tsp Matcha (or more if you want to go for a deeper green) and a pinch of Maldon-type salt
Knead it into a firm dough with 180g softened butter and 80g icing sugar
You can add an egg yolk - I didn't because I wanted my pastry extra short
Roll the dough into a sausage and chill for 15 minutes
Pre-heat the oven to 160°C
 Now, you can roll the sausage in demerara sugar, makes a nice edge - I forgot to do it
Cut about 5mm thick slices of the sausage, put your thumb print on the slices, put them on a try lined with baking paper and bake for about 12 minutes - keep watching!
 When they have cooled down, you could ice them with a paste made of lemon juice, lemon zest, icing sugar and a hint of Matcha.
They are quite delicious, but I could quite honestly not discern the taste of matcha, and the colour is a bit depressingly institutional.
So, I made the same dough again, this time in white, rolled it out and cut it into nice shapes. 
Enjoy with a nice cup of Matcha tea!

Tuesday, 21 July 2015

München, sonnig und bunt

Gestern trieb mal wieder  Pegida ihr Unwesen in München. Leider wird sie derzeit von der bayrischen Regierung schon fast übertroffen in ihrer missverständlichen "Strategie" gegen Asylsuchende, und mein Liebling, Herr Söder, beschwört gar eine "Katastrophensituation" herauf. Die einzige Katastrophe ist, wie unfähig unserer Gewählten mit einer Lage umgehen, die vorhersehbar und nicht umkehrbar ist (Kolonialismus? Ausbeutung von Afrika? Waffenexporte in Krisengebiete? die Argumente liegen auf der Straße).

Die grauen 150 Pegida-Anhänger konnten einem fast Leid tun, angesichts der 1000+ spektakelmachenden Bunten. Eine praktische Lösung haben wir natürlich auch nicht. Aber der Wille zum Helfen ist da, und wir wehren uns gegen die Anfänge.
 "Munich is colourful" was the motto of a demonstration yesterday in the main square, Marienplatz. There are people who feel insecure about the numbers of asylum seekers descending on their Bavarian villages, but organisations such as "Pegida" exploit that fear shamelessly and use it to create a xenophobic climate. Our Bavarian government is not far behind in fuelling those fears. The colourful crowd drowned out the speeches this time. We have to be watchful.
 Und was gab es dann zu essen? ***And what's for dinner?
 Eine halbe Aubergine und zwei Tomaten, mit Olivenöl in der Pfanne geschmort, ein Stück Ziegenrolle zwischen zwei Auberginescheiben und zum Schluss ein Ei in die Pfanne. Ein Stück Brot, um das Öl auszutunken, und ein grüner Salat. Einfach guad!
Half an aubergine, sliced, fried in olive oil with a couple of tomatoes and an egg. Served with two discs of melted goat cheese, a piece of bread to mop up the juices and a green salad. Yum!

Monday, 20 July 2015

Landleben mit Cocktails

Ich gestehe, dass ich selbst bei 37°C auf der Terrasse kein Verlangen nach kalten Suppen habe. Dafür bin ich aber einem Getränk durchaus nicht abgeneigt, gern auch alkoholisch.
Gin&Tonic ist der Favorit des Hauses 356, aber ich habe meistens auch einen Cremant oder Cava im Kühlschrank, für einen Hugo mit selbstgemachtem Hollersirup. Bis ich von einer Pop-up-Cocktailbar in London hörte - ach ja, schön wär's - die unter anderem einen hausgemachten Sirup aus Mädesüß verwendet. Da dachte ich - holla, das kann ich auch hier machen! Stehen doch die Wiesen dieses Jahr voll von cremig-weißem, schaumigem Mädesüß, der im übrigen auch noch gesund ist - soll als Tee gut gegen Kopfweh sein. Meine kräuterkundige Schwester hat sogar ein Buch nach der Wiesenkönigin benannt.
Bei der Sirupherstellung hielt ich mich an das Rezept der Cocktailexpertin Lottie Muir, die alle Zutaten für ihre 'Wild Cocktails' selber in der Londoner Wildnis sucht. "Foraging" ist ja das A&O der trendy cuisine Englands - je tiefer aus dem Wald etwas kommt, desto besser. Toprestaurants haben ihre eigenen "foragers", die ihnen Kräutlein, Beeren, Blüten und Pilze bringen. Bei uns hieß das früher Schwammerlsuchen und außer Petersilie gab's einfach kein Kräutleinzeug.
Also, ich ging ins Moos hinunter, zum foragen, und brachte meine 15 Blütendolden mit heim.
Die wurden erst mal gut ausgeschüttelt, wie halt beim Holler auch, um darin wohnhafte Insekten zu verabschieden.
Aus 1l Wasser und 1kg Zucker wird ein Sirup gekocht. Wenn der Zucker ganz aufgelöst ist, die Dolden und den Abrieb einer Biozitrone ins Wasser geben und über Nacht ziehen lassen.
Am nächsten Tag nochmal kurz aufkochen, dann hab ich es so gemacht: die Flüssigkeit aus dem Topf in einen Krug mit Schnabel seihen, dann vorsichtig in zwei mit heißem Wasser gut ausgewaschene Gefäße gießen. 
Lotties Cocktail habe ich so adaptiert:
Einen Schuß abgekühlten Mädesüßsirup in ein Gläschen Sekt geben, und einen winzigen Schuss Kognac dazu. Aber nur abends, wenn es kühler ist. Der haut rein.
Oder einfach Sirup mit Mineralwasser mischen, erfrischt auch!

Und das Fazit nach der Versuchsreihe?
Mädesüßsirup ist vor allem - süß. Hat nicht das köstliche Aroma von Holunder, aber dafür hilft es vielleicht, das Kopfweh zu verhindern, das man nach Genuss von Cocktails unweigerlich kriegt!
Over my lifetime, I have found that cold soups of the gazpacho variety do nothing for me, even during the hottest days, 
with 37°C on my terrace. On the other hand, i am not averse to a nice chilled drink, with or without alcohol. Gin&tonic is the family favourite around here. I also tend to have a bottle of bubbly in the fridge for a quick Elderflower spritz that is now called Hugo, with my home-made elderflower syrup. 
In the Independent on Sunday I read about a Pop-up-Cocktailbar in London - yeah, would be nice - where Lottie Muir makes her wild cocktails, this one based on her home-made meadowsweet syrup which she forages in the wilds of Walthamstow - foraging being the new rock'n'roll, of course.
Now, meadowsweet is something we have plenty of around here, the fields and streams are lined with the fluffy cream-coloured stuff, which incidentally is said to cure headaches when made into a tea.
I went out and got 15 nice fully-blooming heads of the stuff.
The syrup is made along the lines of elderflower cordial:

Shake the heads of fully opened meadowsweet blossom to allow insects time to leave. Strip them from the stems and stalks.
Make a simple syrup by dissolving 1kg sugar in 1l of water in a pan over a low heat, stirring occasionally.
Remove the syrup from the heat when it starts boiling. Add the zest of an organic lemon and the flowers. Leave to infuse over night.
Next day, add the lemon juice, stir, then strain the syrup to remove the flowers and zest. Reheat the syrup gently in a pan. Wash a couple of bottles with very hot water and funnel it  into them while still piping hot. 
I adapted Lottie's cocktail by putting a shot of the cooled syrup into a glass of bubbly and adding a small shot of brandy - sort of a healthy champagne cocktail. 
Of course you can just flavour a glass of sparkling mineral water with the syrup - very refreshing!

At the end of my trials, I find that meadowsweet syrup ist above all: sweet. 
I prefer elderflower cordial, it has more fragrance, but if it's true that meadowsweet it a remedy against headache, it could be a perfect component for cocktails...


Thursday, 16 July 2015

Natur, Garten und Erdbeereis

 
Nach erfrischenden, fröhlichen und aktiven Tagen in Südtirol jetzt wieder daheim auf meiner Terrasse. Nach drei wasserlosen Tagen sahen meine Pflanzen und Kräuter aus als wäre nix mehr zu retten, aber eine Intensiv-Gießaktion rettete sie: sie erhoben ihre Köpfchen und lebten weiter.
Die Temperaturen sind für intensivere Kochere immer noch nicht förderlich, deshalb holte ich die Eismaschine aus dem Keller und fertigte dieses überaus kühlende pinke Wunder an. 
Mit der Eismaschine ist das natürlich keine Kunst: 500g Erdbeeren mit ca. 100g Puderzucker (oder mehr, oder gar keinen - q.b.) grob pürieren, so dass noch Stückchen drin bleiben
Mit 300 ml Schlagrahm in der Maschine mindestens 20 Minuten drehen lassen.
Gleich essen oder einfrieren (aber beim nächsten Verzehr mindestens eine halbe Stunde früher aus dem Eisfach nehmen und ggf. nochmal verschlagen
Für Leute ohne Eismaschine las ich einen Tip: das Eis in einem Eiswürfelbehälter einfrieren, dann das gefrorene Eis in der Küchenmaschine blitzen und wieder einfrieren; dadurch sollen die Eiskristalle zerschlagen werden. Selber habe ich's aber noch nicht probiert (Rückmeldung?)
 After some extremely active, jolly and refreshing days in Alto Adige I am back in my lovely garden. My plants and herbs somehow survived not being watered for three scorching days: after an emergency watering bonanza they picked up their little heads and lived.
Temperatures are still in the 30°s and cooking is not a seductive option. I made some strawberry ice cream instead, which is really dead easy if you have an ice cream maker:
Roughly puree 500g strawberries with about 100g icing sugar (more, or less, sugar if you prefer) 
Put it into your ice-cream maker with 300 ml double cream, for 20 minutes or more.
If you freeze it, take it out at least half an hour before you want to eat it. 
 I read somewhere that if you don't have an ice cream maker, you freeze small portions in an ice cube tray; when its frozen, you blitz it in a food processor, to break the ice crystals, before refreezing it.
Mein Gärtlein hat heuer einen Hauch Südtirol-Zauber: vor zwei Jahren nahm ich ein paar Samenschoten von einer besonders schönen, dunklen, fast schwarzen Stockrose mit und pflanzte sie im Frühjahr in einen Topf. Im Sommer kamen Blätter, aber keine Blüten, ich hatte die Pflanze fast aufgegeben und ließ sie den ganzen Winter brutal draußen stehen. Im Mai fing sie an, Knospen zu entwickeln, und jetzt steht sie in voller Südtiroler Blütenpracht auf der Terrasse! 
Jeden Morgen schau ich jetzt raus zu den neuen Blütenwundern, und ich verwöhne sie auch ein bisserl. Als es neulich stürmte, wagte ich mich hinaus und schob sie unter den Balkon.

This summer, my garden has some added Italian magic. Two years ago, I nicked some seed pods from a beautiful dark red hollyhock and put it in soil in the spring. During the summer, leaves formed, but no buds. I kind of got fed up with it and left it out during the winter, snow, ice, frost.
In May, to my amazement, the plant started sprouting buds. By early July, these gorgeous blooms developed. Every morning I look out, incredulous - how did this miraculous thing happen? I do mollycoddle them! During a storm, I went outside and dragged them under the shelter of the balcony.

Monday, 13 July 2015

Post aus den Bergen

Wir sind wieder da! Südtirol, Yoga, Jodeln, Sonne, Freude! Dieses Mal entdeckten wir einen so schönen neuen Platz, dass wir ihn leider für uns behalten müssen!
*** 
Back from another year's worth of yoga, yodelling, sun and bliss in Alto Adige. This time, we found a new place to stay that is so wonderful that we are not sharing it with anyone!

Tuesday, 7 July 2015

Abschied vom Mütterlein


Gestern feierten wir unter Kastanien, in unserem Lieblingsbiergarten beim Café Bauer, wo wir seit unserer Kindheit oft mit ihr gewesen sind, den Abschied von meiner Mutter. Mit ihren FreundInnen und Verwandten, mit Kaffee, Kuchen, Singen und Erinnern. Nach einem morgendlichen Gewitter war rechtzeitig die Sonne wieder herausgekommen. Es war wunderschön; es hätte ihr sehr Spaß gemacht. 
Yesterday, as the sun had returned after a heavy thunderstorm in the morning, we celebrated my Mum's life with her friends and relatives, with coffee and humungous cakes and a lot of singing. She would have loved it; from early childhood we had so often been there with her.

Sunday, 5 July 2015

Sommer

Griechenland hat seine Regierung wiedergewählt. So viel demokratische Energie ist nur zu bewundern. Jetzt haben sie vielleicht endlich mal Zeit, das Land zu regieren.
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Greece has re-elected its government. This demonstration of democratic energy is admirable. Maybe the creditors will now leave them some space to actually do some governing.
 So schaut er aus, der Sommer hier auf dem Land *** This is what summer looks like here in the countryside
Kochen ist bei 35°C keine Option - Schwimmen, Biergarten und ein bisschen Kuchen geht auch immer
Cooking is out with 35°C. We eat in beer gardens, go swimming, and there is always room for a piece of cake
Und da sind sie, die bayrischen Strände (oben Wiesmühle, grandios mit Biergarten. Wir waren oft dort mit unserer Mutter, sie sah ihren "Kindern" gern beim Planschen zu)
***
And this is what the Bavarian beaches look like. The above one has a beer garden attached to it! We often went there with Mum, she loved watching her "children" splash about.

Thursday, 2 July 2015

Rettet die Griechen!

Unten habe ich noch einen Artikel von der Bloomberg-Website zitiert, wer englisch lesen kann. 
Der politische Philosoph Edmund Burke sagte einmal: Ich kenne keine Methode, nach der man eine ganze Nation unter Anklage stellen kann.

Ich finde, wir zeigen jetzt den Politikern, vor allem der "schwäbischen Hausfrau" Schäuble (eigentlich eine Beleidigung aller schwäbischen Hausfrauen), wie man ein leidendes Land unterstützt. Ihr habt doch sicher alle schon mal in Griechenland einen wunderbaren Urlaub verbracht? Unterstützt diese fantastisch kreative Initiative! Wenn's nicht klappt, kriegt ihr euer Geld zurück. Haha.

***
The political philosopher, Edmund Burke, said: I do not know the method of drawing up an indictment against a whole people.

Here's a way to show your political will, cutting out the middlemen. Think of your last Greek holiday and support Greece with this fabulously creative initiative that uses the power of the internet for a good thing. Save Greece or your money back!
Here is a quote from the Bloomberg site (hardly known for extreme leftwing opinions):

Europe Wants to Punish Greece With Exit

In my more than 30 years writing about politics and economics, I have never before witnessed such an episode of sustained, self-righteous, ruinous and dissembling incompetence -- and I'm not talking about Alexis Tsipras and Syriza. As the damage mounts, the effort to rewrite the history of the European Union's abject failure over Greece is already underway. Pending a fuller postmortem, a little clarity on the immediate issues is in order.
On Monday, European Commission President Jean-Claude Juncker said at a news conference that he'd been betrayed by the Greek government.
The creditor institutions, he said, had shown flexibility and sought compromise. Their most recent offer involved no wage cuts, he emphasized, and no pension cuts; it was a package that created "more social fairness." Tsipras had misled Greeks about what the creditors were asking. The talks were getting somewhere. Agreement on this package could have been reached "easily" if Tsipras hadn't collapsed the process early Saturday by calling a referendum.
Related: Greece Default Watch
What an outrageous passel of distortion. Since these talks began five months ago, both sides have budged, but Tsipras has given vastly more ground than the creditors. In particular, he was ready to accede to more fiscal austerity -- a huge climbdown on his part. True, the last offer requires a slightly milder profile of primary budget surpluses than the creditors initially demanded; nonetheless, it still calls for severely (and irrationally) tight fiscal policy.
And this is what the Guardian says

Tuesday, 30 June 2015

Hallo Welt! hello World!

Eine Ode an meine Bloggemeinde (nein das klingt blöd, wie Kirche. Community? noch blöder. LeserInnen? was solls - an euch alle, die mir die Freude machen, meine Bloggeschichten zu lesen.
Eine poetische Auswahl!
Mit Blumen, und solchen die es vielleicht mal werden, aus meinem Terrassengärtlein.
Danke!
***
An ode to all my readers, every day, and apparently, all over the world! This is just a choice of a few...
And some flowers and promising buds for you - from my terrace garden.
Aus Portugal und United Kingdom, aus Mountainview, California
Neuerdings auch aus Athen (war es vielleicht Varoufakis?)
Kaunas, Litauen und Postbauer, Heng
Geipolsheim und Paulinenaue
Hintertux und Pfunds, Tirol
Löbau und Apolda, Arad in Rumänien
Noreaz, Champagne und Dorubim
Pressbaum, Böhl-Iggelheim, Halle, Dresden
Erlangen und Concarneau (das gibt's wirklich?)
Wien, Bologna,  und Naperville, Illinois
Zürich, Winterthur, St. Gallen. Flörsheim, Höhenkirchen, Genf
Perth, Perugia, Pfaffenhofen, und immer wieder München 
und...danke für das Rosensalz aus Wien!

Saturday, 27 June 2015

Eine sehr süddeutsche Pasta

Eigentlich wollte ich Nudeln machen, genauer gesagt Trofie (ein anderes Mal...)
Da ich kein Hartweizenmehl hatte, hab ich eine Kaffeemühle voll Hartweizengrieß fein gemahlen und mischte ihn in einer Schüssel mit ungefähr genausoviel Weizendunst (Wiener Grießlermehl).
*Ich kaufe übrigens mein gesamtes Mehl jetzt beim Bäcker Daumoser in Grafing, bio und frisch von der Draxmühle in Rechtmehring. Sogar beim Herrmannsdorfer gibt es ganz günstiges Biomehl!*
Das Mehl vermischte ich mit eine einer Prise Salz und einer lässig geschätzten Menge warmem Wasser.
Der Teig war dünnflüssig.
Also gab ich noch eine Ladung Roggenmehl dazu. Und ein Ei, weil ich an diesem Punkt die Vorstellung von Trofie schon aufgegeben hatte.
Und siehe da, es wurde ein Spätzleteig!
Und was für einer!
Durch das Roggenmehl wurden die Spätzle ein bisschen fester, richtig wie kleine Nodini. Also doch noch Pasta.
Mit meinem Spätzlehobel hobelte ich den Teig ins kochende Wasser, und in Minutenschnelle schwammen bildschöne Teigknöpfchen an die Oberfläche. 
Während die Spätzle abkühlten, machte ich in meinem Minimixer ein schnelles Pesto aus viel Basilikum, grobem Meersalz, Pinienkernen und Olivenöl (ohne Parmesan, der kommt nacher drauf. So bleibt das Pesto länger frisch).

Die Spätzle werden kurz in Butterschmalz oder Olivenöl gebraten, dann mit Pesto und Parmigiano angerichtet.

Am nächsten Tag hab ich die restlichen Spätzle in einer Pfanne mit einer geraspelten gelben Zucchini und etwas Chili gebraten, zusammen mit dem Pesto ist es ein umami-Erlebnis der anderen Art!!

***

The second lot of spätzle I fried with a grated yellow courgette - heaven!






 ***
I started off this lunch by trying to make pasta, more precisely, trofie. They will have to wait.
By the time I had mixed the flour with the salt and the lukewarm water, the mixture was to runny to form anything solid, so I added an egg and some more rye flour and decided to make spätzle. They are something like a Southern German pasta, where the thick batter is worked through a kind of strainer with big holes an dropped into boiling water.
They rise when they are done, after a few minutes.
When I tried to make these in England, I found that plain flour is no good for making spätzle. If you want to try it, use stronger bread flour.
Similar to making fresh pasta, you use about one egg to 100g flour, but you add water to get a runny batter. Good luck!
I served them with a home-made pesto - oregano leaves, pine nuts, olive oil, my Portuguese flor de sal. No cheese, this way it keeps better. Just grate the cheese over the dish at the table.
Die Nachspeise gab's im Garten meiner Freundin B., einen köstliche Engadiner Walnusskuchen.
***
I got my dessert in my friend B.'s garden - a delicious Swiss honey and walnut tarte.

Wednesday, 24 June 2015

Hefeteig, idiotensicher


Das kühle "Sommer"wetter veranlasst mich, weiterhin möglichst in der Nähe des Backofens zu bleiben.  Seit jeher habe ich eine Angstliebe zum Hefeteig; schon meine Mutter fürchtete seine Launen ("vor dem hob i Respekt!") und hielt sich eher an ihren zunehmend berüchtigten Apfelkuchen. Ich habe mich immer wieder am 'Hefadoag' versucht, vom Pizzateig, der ja meiner Freundin B. so trügerisch leicht von der Hand ging, bis zum Zopf,  dann mal Blinis, die gehen immer, und meine Nuss-Schnecken (ich finde es fast körperlich unmöglich, Worte mit drei s zu schreiben), die waren auch nicht ganz daneben.
Gestern abend überkam mich die Brioche. Schlau gemacht habe ich mich bei französischen Blogs wie dem von Micha, bei Bernard, und bei Aurélie.
Für sie alle schien  das Brioche backen etwas zu sein, was sie locker aus dem Ärmel schütteln.
Und wie sich herausstellte, kann ich das auch!
Ich hielt mich ganz brav an die Anweisungen, und siehe, mein Brioche ist wunderbar leicht und luftig geworden, absolut unwiderstehlich. Beim Frühstück musste ich mich geradezu beherrschen...und machte anschließend einen sonnig-grünen Spaziergang.

Hier noch ein Bild zum Thema: Die weibliche Form meiner Brioches*** The brioche brassiere
So geht's:
250 g Mehl (am besten Typ 550) mit 20 g Zucker und einer kräftigen Prise Salz in einer großen Schüssel mischen
20 g frische Hefe in 40 ml lauwarmer Milch auflösen, zum Mehl geben
3 Eier nach und nach in den Teig rühren, dann langsam 125 g weiche Butter dazuschlagen

Ich fing mit einem hölzernen Kochlöffel an, dann knetete ich weiter. 
Zuerst war der Teig ein einziger Batz, aber nach längerem Kneten löste er sich langsam von meinen Händen.
Zugedeckt an einem warmen Plätzchen eine Stunde gehen lassen.
Die Förmchen mit Butter und Mehl vorbereiten.
Ich habe zwei mittelgroße Kuchenformen genommen, aber man könnte kleine Bällchen in der Muffinform backen wie Kamafoodra.
Den Teig nochmal richtig verschlagen und durchkneten und wieder aufgehen lassen, diesmal sollte er sich verdoppeln. 
Ofen auf 180°C vorheizen
Je nach Größe zwischen 8 und 15 Minuten goldbraun backen - dabei bleiben und aufpassen!
The rather cool summer weather so far has inspired me to stay close to my oven. Yesterday I decided to tackle the yeasty dough variety again, to make a brioche. Working with yeast can be a temperamental affair, sometimes the dough rises, other times it behaves perfectly. 
This brioche was a model of a brioche, it out-brioched itself. So flakey, so fluffy, so fine...
If you are using dried yeast and really want to push the boat out, use this recipe from Dan Lepard. 

If you are working with fresh yeast, this is how it goes:

In a large bowl, mix 250g plain flour with 20g sugar and a good pinch of salt
Dissolve 20g fresh yeast in 40 ml lukewarm milk, then stir it into the flour mix
Slowly add 3 eggs (room temperature) and then stir in 125g softened unsalted butter. I use a large wooden spoon for this.
Knead the dough until it becomes supple and leaves the sides of the bowl (I started with an unholy sticky mess which eventually gave in and became dough-like)
Cover the dough and leave to prove for about an hour in a nice warm spot.
Butter and flour your tins. Knead and beat the dough again and leave it to rise until it's doubled its size. Preheat oven to 180°C
I made two large brioches, but you could now easily divide the dough into balls and bake them in a muffin tin.
Depending on the size of your brioches, bake for 8 to 15 minutes until they turn a golden brown.
Stay and watch!
 
Auf geht's zum cream tea, am nächsten Tag kann man dann Arme Ritter damit machen
 *** 
Cream Tea for all! And tomorrow, they make a grand French toast!