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Warum Italien?

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Italien, einfach weil es wieder offen ist, weil es noch da ist. Weil's leuchtet,  weil das Essen so gut ist wie sonst nirgends, außer Indien vielleicht. Weil die Leute italienisch sprechen, mit dem ganzen Körper. Weil man nicht ins Flugzeug steigen muss, um dorthin zu kommen.  Weil alle trotz Mundschutz ständig reden. Weil trotz allem eine Freude da ist.  Why Italy? Because it's still there, old women and men beaming with joy at being able to chat in the street again. The joy of being able to sit in Cafés again and eat the best food in the world ( except possibly Indian) while watching the world go by. The sunshine on the hills, the old walls. I can't even express how I love it, and how grateful to be back.

Un ballo di maschera, oder die neue Freude am Leben

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Zum ersten Mal seit dem Corona-Grauen bin ich wieder in Italien, bei Freunden in den grünen Hügeln über Cortona. Am Abend gehen wir essen auf der Piazza Signorelli, nicht sicher was uns erwartet. Und was uns erwartet ist die pure Lebensfreude. Obwohl einige Bars und Cafés mit der Öffnung noch zöger und einige für immer geschlossen sind, haben sich Restaurants über die ganze Piazza ausgebreitet, überall sitzen fröhlich plaudernde Menschen - und alle sprechen italienisch. Außer uns. Es sind keine Touristen zu sehen, Italien freut sich über sich und das "nuovo normale".
Alle flanieren über die Piazza, aufgebrezelt und einfach so - so italienisch. Wo sonst spazieren zwei Jungs in blütenweißen t-shirts und Turnschuhen immer wieder vorbei, beide beschäftigt mit ihren Handys? unsere theorie war, dass sie miteinander telefonieren. Oder diese Familie (leider habe ich mich nicht getraut, alle zu fotografieren, geht garnicht): das Söhnchen im Maßanzug, so im Stil von Manny aus Modern …

Kochfreuden

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"Mit 32 fing ich an zu kochen. Davor habe ich nur gegessen", soll die amerikanische Kochlegende Julia Child (bekannt als Meryl Streep im Film "Julie und Julia") gesagt haben. Wann habe ich angefangen, mich so intensiv für Kochen und Essen zu interessieren? Wesentlich später, aber ich bin ja auch keine Fernsehköchin. In meiner Kindheit kochte die Oma, Mutti war arbeiten. Oma machte hervorragenden Apfelstrudel, Kaiserschmarrn, Reiberdatschi und Fingernudeln, aber hin und wieder eine Milzsuppe: vor diesem Essen fürchtete ich mich schon morgens in der Schule. Ich habe keine Erinnerung daran, wovon meine Mutter und ich lebten als Luisa in England ihre Au-pair-Zeit absaß und Oma einen Sommer lang in der Türkei bei einer Freundin verbrachte, die ein Kind bekommen hatte. Wahrscheinlich Käsebrote - ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, für sie gekocht zu haben, und ihr Interesse am Kochen ging gegen Null. Wie im Leben, bin ich auch in der Küche nicht ehrgeizig. Ich h…

Biographisches mit Brotbacken

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Irgendwas stimmt gerade nicht mit dem Layout auf Blogger. Habt ihr auch Probleme? In England lernte ich viel über meinen Charakter. Meine FreundInnen waren sehr scharfsichtig, sehr politisch, und manchmal auch ein bisschen brutal. In meiner ersten Frauengruppe sollten wir uns gegenseitig mit einem Adjektiv beschreiben. Catherine nannte mich "dismissive" - ich wusste garnicht was das heißt. Ich fand dann heraus, es hieß "ablehnend" oder wegwerfend, geringschätzig. Not very nice. Aber sie war auch die Person, die jammerte, sie hätte keine Freunde - umgeben von sechs Frauen, die sie mit ihrem Baby unterstützten und sich geduldig ihre endlosen Probleme anhörten. Da kann man schon ein bisserl wegwerfend werden... Wir hatten in meinem Freundeskreis ein Gesellschaftsspiel, mit dem wir uns oft amüsierten.  "Was für eine Blume bin ich?  Was für ein Tier? Was für eine Ambition?" usw.  Beim Thema Ambitionen beschrieb mich meine Freundin Eva "You just want a nice…

Die Welt öffnet sich wieder

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Es ist sehr schön bei uns auf dem Land, die drei Monate des strengen Abstandhaltens waren für uns einfacher als für Stadtbewohner. Wir konnten uns von Anfang an in der Natur aufhalten, und was für eine Natur war das in diesem Frühling! Noch nie waren Wälder und Wiesen so voll von Schneeglöckchen und Schlüsselblumen, Leberblümchen, Hemmadstanzal (Buschwindröschen), dann die Akeleien, die überall in allen farben an den Waldrändern herausschossen, und jetzt so viele Korn- und Mohnblumen, wie ich sie seit meiner Kindheit nicht mehr gesehen habe. *** The period of social isolation has been kinder to us country dwellers than to people living in big cities. From the beginning, we were able to get out into nature, with the woods full of spring flowers, from snowdrops to multi-coloured wild aquilegia on the edge of woods. And now we have whole summery fields full of cornflowers and poppies, I haven't seen that many since my childhood!  Aber, nach einer ganz kurzen Mittagspizza bei unsere…

Auf die Schnelle

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Leider hatte ich diese wunderbaren Bilder noch nicht zum Muttertag bereit.     ********      Unfortunately I found these pictures too late for Mothering Sunday










Was schön war: mein erstes Bad im Steinsee. Ich ging bei Sonnenuntergang in den See, auf dem Steg und am Ufer saßen Grüppchen von jungen Menschen auf Decken, mit Weingläsern und Bierflaschen, auf dem See saß auf einem Paddelbord ein Junge und spielte Gitarre. Und ich bin endlich geschwommen.
Die ganze Woche wollte ich eigentlich nach München fahren, aber ich bin schon so Lockdown geschädigt, so gewohnt an diesen ruhigen Rhythmus in meiner ereignislosen Kleinstadt (und das meine ich positiv - in der Welt ereignet sich so viel unangenehmer Scheiß) , dass ich fast Angst habe vor dem Wiedereinstieg in die normale Welt. Und zwar nicht wegen Ansteckung - die grauslichen Masken sind ja doch eine Art Schutz vor den schlimmsten  Anhustern - sondern einfach der Masse Menschen.
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This week's best thing was: I finally had my first s…