Saturday, 26 November 2016

Samstag Backtag

Draußen ist es grau. Drinnen ist es warm und gemütlich. Und ich backe natürlich
Heute mache ich eine Crostata, das ist meines Erachtens der Linzertorte zum Verwechseln ähnlich.
Der Teig besteht hier aus:


150 Gramm Butter, 1 Ei, 100 Gramm geriebene und leicht geröstete Haselnüsse
250 Gramm Mehl (ich nahm halb 405, halb Dinkel 1050), Prise Backpulver,
150 Gramm Puderzucker
1 Prise 5-Spice (oder Zimt und Nelkenpulver), ein paar Tropfen Vanilleextrakt, Zitronenabrieb,

Butter und Zucker verkneten. Das gesiebteMehl, Backpulver, Nüsse, das Ei und Gewürze dazukneten.
Teig kalt stellen. 
Dreiviertel des Teiges auf ca. 1,5 cm ausrollen, mit Marmelade (ich Kirsch) bestreichen.
Den restlichen Teig zu Rollen formen und als Gitter und Rand auf die Marmelade auflegen.
Ca. 30.40 Minuten bei 180 Grad backen.
Dazu gibt es noch ein paar Rugelach, die auf wundersame Weise irgendwie schon da waren. Tea Party!


Und - eine gute Reise in den Kommunistenhimmel wünsche ich El Comandante; dort gibt es hoffentlich nicht nur Joghurt!
Einer der's mit Amerika aufnimmt, kann nicht ganz schlecht gewesen sein.
And - have a good trip to communist heaven, Fidel Castro! 
Someone who challenged the mighty USA can't have been all bad.

A very gray day. My kitchen is cosy (or should I say "hyggelig"?), it's a day made for baking.
Today, I want to make a crostata, which in Austria is known as Linzertorte.

The dough is made of:

150g butter, 1egg, 100g ground hazelnuts, lightly toasted in a fat-free pan
250g plain flour (I used half spelt flour), a pinch of baking powder
150g confectioners' sugar
1 pinch of 5-spice (or ground cinnamon and clove), a few drops of vanilla extract, lemon zest

Knead the butter and  sugar. Add the other ingredients 
Chill the dough for about 30 minutes
Roll out 3/4s of the dough to fit your tin. Spread with a red jam (i used cherry)
Make a long roll of the remaining dough, roll it out flat and cut strips for the grid on top of the jam
Bake at  180°C for about 30-40 minutes 

Miraculously, there were a few rogalach to complete the tea party.
Have a hygge weekend.

Wednesday, 23 November 2016

I love Olive - einfache Freuden


Zur Zeit ist der Himmel hier bedeckt mit solchen Föhnbomben. Und die Berge - so nah...
Gerade habe ich entdeckt, dass "I love" ein Anagram von "olive" ist.
Anagramme kann ich jetzt, nachdem der Engländer und ich so fanatisch die Guardian quick crosswords lösen.
Vor lauter Angst, dass er ohne meine Unterstützung den Bach runtergeht, weil der gesamten Inhalt kostenlos online zur Verfügung steht, habe ich jetzt meine 49 Pfund als "Guardian supporter" bezahlt.

Jeden Herbst bringt meine Freundin B. mir handverlesenes und frisch gepresstes Olivenöl aus der Toskana - ein Luxus.
Getoastetes Weißbrot damit begießen, Salz drauf, und fertig ist die Bruschetta. Dazu in Granatapfelsirup* gebratene Tomaten und einen Salat aus geraspelter Karotte und Avocado, angemacht nur mit Zitrone, Salz und .... erraten, Olivenöl.
*gibt's in türkischen Geschäften


No political or food rant today. Just noticed that "I love" is an anagram of "olive".  I know this because one of the simple pleasures of my life is doing the Guardian quick crossword with my favourite Englishman.
I started feeling so guilty about printing out all these free crosswords that I have now paid up and become a Guardian supporter.  A snip at 49 pounds.
And it's true - I love olive.
Autumn brings a gift of freshly pressed Tuscan olive oil from my friend B., a real luxury. A piece of toast sprinkled with the stuff, some tomatoes fried with a dash of pomegranate molasses, and a salad of grated carrots and avocado dressed with ...you guessed it, olive oil, salt and lemon.
Simple pleasures.
Auffi und obi (Egglburger Kircherl)    *** up and down again

Sunday, 20 November 2016

Es geht wieder mal um die (richtige) Wurst

Das Thema Essen ist ja sozusagen in aller Munde. Haha. Und sogar die Säulen des Besser-Essens merken inzwischen, dass sich auch hier die berühmte Schere auftut zwischen "uns" (sage ich jetzt mal) und den Leuten, die andere Sorgen haben als die Herkunft ihrer Hühnereier. Das sind wohl die berüchtigten Populistenwähler, die jetzt den Intellektuellen und achtsamen Essern aller Länder so viel Bauchweh machen, nach dem Motto "ach, das haben wir nicht gewusst, dass es so vielen Leuten schlecht geht".

In dem untenstehenden Artikel wird St.(John)Fergus Henderson, der Vater des bewussten, "head to tail" Fleischkonsums zitiert, der eindringlich vor der Gefahr einer "Zwei-Stufen-Ernährungssituation" warnt, einer Trennung zwischen der Welt des "guten Fleisches von artgerecht behandelten Tieren" und Supermärkten, die "anonymes, plastikverpacktes rosa Fleisch" verkauften.Und Martin Parr illustriert, wie Essen ausserhalb der foodblogs aussieht.
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Twenty years ago Parr’s British Food series highlighted the difference between glossy, aspirational food porn and what was on most people’s plates. That meant harshly lit photographs of sliced white bread, salads of lettuce, cucumber and tomatoes, with a dollop of Branston pickle on the side, as well as tough-looking cakes from an era long before Bake Off.

We are all food lovers now, of course, years of bestselling cookbooks, celebrity chefs and affordable foreign travel mean we’re clued up about sourdough, know the difference between za’atar and ras el hanout, and can rustle up a show-stopping bake or two. At least that’s what we tell the world on our Instagram feeds.
A perfect time, then for Phaidon to publish an anthology of Parr’s food images, drawn from his archive. (The pigeon eyeing up a dinner of discarded fried chicken is a particular favourite.) There’s also a terrific introduction from St John’s Fergus Henderson, who warns of the dangers of a “two-tier food situation”, of a split between the world of “good meat from animals treated well when alive” and supermarkets selling “anonymous pink meat in plastic”.  (Aus dem Guardian)
Hier gibt es das Buch: Martin Parr’s Real Food

Und um gleich einen riesigen Bogen um das Thema Fleisch zu machen, gibt's halt bei mir öfter mal keines. 
Zum Beispiel war ich neulich  in München im Eataly, dort finde ich feines italienisches Gemüse, in diesem Fall Cime di Rapa, ein brokkoliartiges Wintergemüse. Mit 84cent hatte ich genug für eine reichliche Begleitung für mein Gemüseomelette (das heißt im Klartext: man kann im Eataly auch günstig einkaufen, wenn man weiß was man sucht. Und es gibt sogar Bottarga - darüber ein anderes mal).
Unter das Omelette hatte ich - nach Art von Tarte Tatin - Stücke von Lachsforelle drapiert.
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Wie man ein Omelette macht, fand ich - zum Schreien komisch - bei der berühmten Köchin Julia Child, einer frühen Meisterin der französischen Küche. 
In order to avoid meat dilemmas, I often cook without it. When I am in Munich, I often check out the Eataly market, where I get interesting Italian vegetables. This cime di rapa is a bit like purple sprouting broccoli, which I think you get in English supermarkets. I served them with an omelette which I adorned, tarte tatin style, with smoked trout. Learn how to make an omelette from hiliarious master chef Julia Child, one of the early doyennes of French cooking.

Wednesday, 16 November 2016

Der Mond, die rote Rübe, und ein Trip nach Leipzig

 Das war er, der Riesenmond. Meine Kamera mag keine Mondfotos, oder bin ich zu blöd?
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So much for the giant moon. Either it's my cameras or I am incapable.
Dafür kann ich hervorragende Suppen! Das Süppchen hat es ja vor ein paar Jahren schon mal gegeben; hier ist es nochmal weil es soo gut ist, und so nachhaltig mit Brot umgeht!
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I may not be a gifted moon photographer, but I make a fabulous soup. This beetroot soup with bread gnocchi was first made a couple of years ago: here it is again and wins a prize for sustainable use of bread!
 Für die Meerrettichnockerl
130 g Milch mit 40 g Butter,  Salz, geriebener Muskatnuss aufkochen.
80 g Hartweizengrieß einrieseln lassen, 60 g Meerrettich aus dem Glas und Schnittlauchröllchen daruntermischen. Zum Schluss ein gekleppertes Ei drunterziehen, vom Herd weg und ziehen lassen.
Für die Suppe 
eine große rote Bete und eine Kartoffel, geschält, in Stücke schneiden und erst mal mit 1/2 l Gemüsebrühe (selbst gemacht oder mit Gemüsebrühwürfel) köcheln bis sie weich ist. Mit Majoran, Thymian, Muskatnuss und Salz abschmecken. (Ich lege immer je einen Zweig der Kräuter rein und fische sie vor dem Pürieren raus).
Pürieren, bei Bedarf mehr Brühe zugießen. Mit einem halben Becher Sahne, Pfeffer und Zitronensaft würzen. 
Aus dem Nockerlteig mit zwei Teelöffeln Nocken ausstechen und in der leise köchelnden Suppe ca. 15 Minuten garen - da werden sie schön rosa.
Mit dem Rest der Suppe machte ich dieses Bete-Risotto. Statt klarer Brühe nahm ich die Suppe zum Aufgießen des angeschwitzten Arborioreis, ansonsten alles wie gehabt beim Risotto.
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I used the leftover beetroot soup to make this risotto, instead of moistening the arborio with clear broth, I let the rice go red. Apart from that, it's just a normal risotto.



Und zwischendurch sind wir plötzlich im coolsten Leipzig, auf Besuch bei der Lieblingsnichte.
Wir durften sogar mit in die Disco, wo wir zur großen Begeisterung des DJs (OK, er ist ein Freund der Familie) ein paar Stunden tanzten.

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Suddenly, here we are in Leipzig, Germany's coolest city, on a visit to the favourite niece. It's been a while, since I have danced in a grungy disco, and it was fab. We delighted the DJ (OK, he is a family friend) by shaking our booties for a couple of hours.
Die ganz eigen-artig schönen Bilder von Malte Masemann, auch er ein Freund der Familie, sahen wir uns in der Galerie Tobias Nähring an.

Thursday, 10 November 2016

Das Heimische am Essen




"Lokalhelden", so betitelte die SZ im Oktober einen Artikel von Tobias Moorstedt, der auf kritische Distanz ging zum wachsenden Verbraucherwunsch, "regional" zu essen. Zitat: "Aus der Region": Der Kauf lokaler Produkte und Dienstleistungen ist zum Hipsterbekenntnis geworden. Doch der neue Provinzialismus macht die Welt nicht besser, sondern engstirniger".

Amüsant abgewatscht wird der Autor von Kathrin Gerloff auf ihrem Oxiblog.

Dass eine neue, provinzielle Ideologie am Entstehen ist, die einhergeht mit erfundenen "Traditionen" (mir vergeht sofort die Lust am Jodeln, wenn ich auch nur noch ein Dirndl und eine Lederhose sehe) und einer engen "mia san mia" Tendenz zum Mauern bauen, bestreite ich nicht. Aber darum geht es hier nicht.

Als Food-Bewegung  existiert dieser Provinzialismus wohl nur in der Theorie, sowie in den ideologisch gefärbten Marketingbehauptungen bestimmter Restaurants. Denn nur lokal zu kaufen ist praktisch unmöglich. Da ist der Spaß am Kürbis und den einheimischen Kartoffeln schnell vorbei. Kein Curry mehr, kein Meersalz, kein Pfeffer, kein Ras-el-hanout, äußerst selten nur noch Tomaten, Pfirsiche, Trauben.



Oliven wachsen nicht in Bayern, und wer auf Bananen steht, muss halt den ökologischen Fußabdruck verkraften. Ich persönlich kann gut auf Bananen verzichten und esse lieber die Äpfel vom Baum in meinem Dorf. Aber ich möchte auch meinen Comté, den Skrei aus dem Nordmeer, oder mein Piment d'Espelette; die Flasche Wein darf ruhig aus Sizilien, der Sekt aus Franciacorta oder Monsaraz, und der Senf aus Dijon kommen. Die werden ja schließlich dort auch lokal hergestellt.




Das Privileg, seinen Schweinsbraten vorher beim Namen gekannt zu haben und den Fisch direkt aus den Händen des Fischers zu empfangen, haben nur die wenigsten. Aber es ist besser, die Lebensmittel bei einem Händler zu kaufen, der lokale Hersteller unterstützt, als irgendwelche fragwürdigen "Bio"produkte aus weiter Ferne zu konsumieren.

Vernünftig ist, möglichst viel vor Ort zu kaufen, um lange Transportwege zu vermeiden. Dadurch sind die Lebensmittel frischer und man weiß, wo sie herkommen. Die örtliche Landwirtschaft wird gestärkt und vielleicht sogar motiviert, statt Biogas-Mais wieder mehr essbare Feldfrüchte anzubauen.

Ich habe jedenfalls bemerkt, dass die Nachfrage nach glücklichen Hühnereiern zu inzwischen vier Freilauf-Eierstationen in meiner Region geführt hat. Mehrere Hofläden verkaufen lokale Bioprodukte. Es gibt drei Milchautomaten von benachbarten Bauernhöfen, zwei Naturmühlen, die örtliche Geschäfte mit Biomehl versorgen, zwei Handwerksbäckereien in Radfahrweite, und zwei regionale Kaffeeröster (wobei die Kaffeebohnen, äh, auch nicht im Landkreis Ebersberg wachsen).
Verbraucher haben mehr Macht, als sie ahnen. Aber Ideologien braucht niemand.
  eine anmerkung noch von Ingrid Jahn: es geht auch um natur produkte, im gegensatz zu industriell hergestelltem. zwischending sind kleine manufakturen die lebensmittel in hohem qualitätstandart herstellen. auch schön... gut 90% von dem Zeug dass (die Supermärkte) verkaufen, ist einfach nicht essbar, da "frisch" aus dem Chemiebaukasten....




Hier gibt's die Eier von den glücklich scharrenden Hennen


This is where I buy my happy eggs...












 
Bäcker Daumoser in Grafing verkauft das Mehl von der Bio-Draxmühle
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... and my local bakery sources their flours from a local mill
Locally sourced food is very much in fashion at the moment. But it remains  a fantasy unless you live in the country near farms that produce more than just corn for use as bio gas.
And all those hipster restaurants in London: isn't your choice of local food rather limited by geography?

It seems to me that locally sourced food is mainly a fad for privileged people who - at a price -  eat in restaurants  with a huge, well-kept market garden attached to them, where the forager brings a basket of ceps and some freshly gathered samphire every day. Most of us make compromises, we buy as local as we can and go global when we need to. Where would our food culture be without curry, Greek feta cheese, French mustard, Italian wine, Belgian chocolate, Colombian coffee.... not to mention those popular luxury staples, the truffle?
 It's good to be aware, to buy fresh food that didn't travel insane distances and to shop for local meat rather than travel-tortured animals. But then again - who hasn't eaten New Zealand lambs and "Danish" bacon?

On the upside, more and more farmers' markets make local direct supply possible for city dwellers. If you live in the country, like lucky old me, chances are you have a farm that sells fresh eggs and milk, and keep cattle whose meat you can buy in your local butchers.


Wednesday, 9 November 2016

Was kommt als Nächstes?

 

 Gott vergebe America!

God forgive America!






 ...und ich musste leider trotz allem lachen, als ich den ultra-ultrakonservativen englischen Daily Telegraph sah.W.T.F. , das weiß jeder, heißt nämlich "What THe Fuck?"
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 I had to laught: The ultra conservative Telegraph was so shocked it forgot its manners.

Saturday, 5 November 2016

Nachglühen und Vorbeugen


 Noch ein wenig Leuchten da draußen, aber ich die Kerzen stehen schon bereit für nächste Woche, da sind nämlich die ersten Schneeflocken angesagt. Jetzt wird's Zeit für die Winterreifen.
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Another golden morning before the great snowy onslaught predicted for next week. All my candles are in place.
Oh, and I have to sort out my winter tyres..
 Um die körperliche Widerstandskraft anzukurbeln, kommen jetzt Zwiebeln auf den Tisch. Ich habe ein kindliches Vertrauen in ihre Schutzkraft, denn wie ich sicher schon erzählt habe, erklärte unsere Mutter uns in frühester Kindheit, die Zwiebel sei der Polizist im Körper. Seitdem sehe ich Zwiebeln auf kleinen Motorrädern mit Blaulicht durch die Blutbahnen fahren und alles wegräumen, was da schädlich ist.
Und dazu passen die neuerdings rehabilitierten Eier - das Cholesterinmärchen ist endgültig enttarnt und man darf laut Guardian jetzt so viele Eier essen, wie man will. Das kommt mir sehr gelegen, weil ich Eier liebe, und noch dazu gibt es sie ringsum, und zwar von lauter glücklich frei herumlaufenden Hühnern.
 Und so geht er, der sehr feine Zwiebelkuchen:
Man nehme drei große Zwiebeln und 2 Knoblauchzehen, schneide sie in dünne Scheiben und schmelze sie in reichlich Öl oder Butter, bis sie ganz durchsichtig sind. Um sie leicht zu karamelisieren, kann man einen Löffel braunen Zucker drüberstreuen, oder wie ich einen Schuss Granatapfelsirup dazugeben. 
Ein paar klein geschnittene Salbeiblätter und eine gute Prise Salz dazu- ich nehme mein tolles portugiesisches flor de sel. Wer mag, Chiliflocken drüber schneien lassen.
Der Teig: 125g Quark, 5EL Rapsöl, 1 tl Salz und ein Ei verrühren
225g Mehl und einen Tl Backpulver teils unterrühren, dann kneten.
Ausrollen und so über eine (gebutterte usw.) Springform breiten, dass der Teig bis zum oberen Rand geht.
Mit einer Gabel leicht löchern.
Zwiebeln drauf ausbreiten.
 Ich habe jetzt noch ganz dünn gehobelten Schinkenspeck draufgelegt, kann man aber gern weglassen.
300g saure Sahne, 3 Eier und 150 geriebenen Bergkäse verkleppern und über die Zwiebeln gießen.
Im auf 180° vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten backen - wenn die Tarte zu braun wird, Backpapier drüber legen.
Etwas abkühlen lassen und lauwarm essen.
Schmeckt übrigens auch noch kalt, am nächsten Tag.
 
 Onions are the police of the body, my Mum used to tell us when we were little, and not too keen on the tear-jerking vegetables. Now I see them cruising through my body with their little police helmets, tidying up anything that's bad for me. In combination with the recently rehabilitated eggs I made a very tasty onion cake.
I always knew that eggs were good, especially since I can buy my eggs from a choice of happy chicken farms near me.
So, I made this onion tart:
For the base I made an oil-quark pastry: Mix 125g quark with 1tsp salt, 5tbsp good vegetable oil and one egg.
                      Fold in 225g plain flour and 1tsp baking powder, knead to make a smooth dough
                     If you have no quark, you can use this recipe.
For the filling, I added a shot of pomegranate molasses to the onions to caramelize them.
Season with chili flakes if you like.
It tastes really nice even the next day, eaten cold.

Wednesday, 2 November 2016

Alles leuchtet(e, gestern)

 Es soll ja bald vorbei sein mit dem goldenen Herbst, also nochmal schnell ins Voralpenland und die unglaublichen Licht-und Schattenspiele genießen. Man kann den Herbst eigentlich kaum fotografisch wiedergeben, es sieht ja gleich so übertrieben aus. Aber ihr kennt das ja alle, das Licht, wie es sich hinter einem einzelnen Blatt aufbaut, und wie alles leuchtet. Leider eben nicht mehr lange.
Dafür gabt es anschließend mal wieder das altbayrische Schnitzel beim Pfeifenthaler, vielleicht zum letzten Mal auf der Terrasse.
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The weather people are warning us daily that this golden phase of the autumn is about to end. So it's off towards the mountains again to wallow in the peaking goldenness of it all, to take pictures of improbably sun-kissed leaves and follow this with our favourite lunch in our favourite country pub: Schnitzel coated in mustard and horseradish, on a bed of delicious sautéd potatoes. Outside, on the terrace - perhaps for the last time this year?
 Die Sensation der letzten Woche war mein neues Waffeleisen. Ich habe die Herzwaffeln schon immer gern gemacht, aber jetzt habe ich auch das Gerät für belgische Waffeln. Völlig unnötig, wird im Keller verstauben, zweimal im Jahr rausgeholt werden... Ja - genau! und diese zwei Mal, das ist ein Fest.
Ich habe mit fluffigen Hefewaffeln angefangen. Hefeteig ist jetz für mich ein Genuss, weil ich gemerkt habe, wie einfach der zu machen ist.
Natürlich gibt es ein Rezept dafür. Aber besser ist es, mutig zu sein und einfach zusammenrühren:
Für vier dicke Waffeln zwei Eier mit einem Becher Milch verkleppern, ein paar Löffel Zucker und ca.5g frische Hefe unterrühren. Jetzt so viel Mehl dazu geben, dass es ein dickflüssiger Teig wird. Eine Weile stehen & gehen lassen. Ich ließ die Hälfte des Teiges über Nacht im Kühlschrank und er GING WEITER AUF! Es war wie das Märchen vom süßen Brei.
Beim Backen das Waffeleisen bloß nicht zu voll machen, sonst gibt's eine Riesensauerei. Das Backen dauert wesentlich länger als mit dem runden Waffeleisen, ca. 10 bis 15 Minuten.
Und dann gibt es Waffeln
- mit Nutella,
- oder mit  Roter Grütze (Kirschen aus dem Glas mit etwas vom Saft selbstangerührtem Stärkemehl aufkochen)
- und/oder mit Schlagrahm
- oder gleich ein bisschen Bergkäse in den Teig reiben.
  
Last week's sensation was my new waffle iron. I have, of course, the heart waffle iron, but this is the fashionable Belgian waffle job. Naturally, it will spend most of its life in the cellar, along with the clay pot, the steaming pot, the ice cream maker and various cake tins. But every time it comes out, it's party time!
 I started off with fluffy yeast waffles. I love making yeasty doughs now, because it's easy.
There are recipes, but I prefer to experiment.
For four fat waffles I beat two eggs with a mugful of milk, added a big tablespoon of sugar and crumbled about 5g fresh yeast in. Stir in enough plain flour to make a thick batter.
Leave to prove for ten minutes or so. I actually left half of the batter in the fridge over night, it rose! scary!
When you bake them, don't overfill the waffle iron, or you will end up with an awful mess.
Baking takes much longer than with the heart shaped waffles, up to 15 minutes.
I served them with nutella,  with a cherry jelly (cherries from a jar cooked with 1tbsp cornflour mixed with some of the cherry liquid). Plus cream.
Alternatively you can make them savoury by grating some cheddar into the batter.

Sunday, 30 October 2016

Herbstblätter- und Blätterteigrauschen

 Ich bin so begeistert. Und mir ist ein bisschen schlecht. Ich konnte mich einfach nicht beherrschen und aß nach dem legitimierenden Sonntagsspaziergang drei Stück von diesen absolut superfantastisch köstlichen Küchlein. Das Rezept gibt es, wie so oft, hier bei Micha.
Gesehen und nachgebacken. Vor allem schon der Name: Kouign Amann, bretonische Blätterteigküchlen, die im Muffinblech gebacken werden. Mit einer guten Dosis Fleur de Sel. Das klingt nach Meeresrauschen am äußersten Ende von Frankreich, nach seltsamen Namen, kurz: nach Commissaire Dupin. Ich bin süchtig nach diesen Krimis von Jean-Luc Bannalec (er schreibt mir leider nicht schnell genug).
Die Kouign waren wirklich sehr einfach zu basteln, wenn man den Falt-Anweisungen von Micha folgt.
Und eben, wie gesagt, sensationall gut.
Eine etwas kompliziertere Blätterteigversion fand ich übrigens hier, unter dem Namen Brioches Feuilletés. Die probiere ich demnächst, an einem der kommenden langen, dunklen Wintersonntage.
I just found yet another highly addictive cake that I immediately reproduced.  I recommend it only in combination with a long walk, and don't eat more than two. I had three, just couldn't keep my hands off them, and now I feel quite ... full. 
The cakes are very buttery, but not that sweet - they are made with a dose of flaky sea salt. The taste is almost like deep-fried, but they are baked, very elegantly, in the oven.
The puff pastry is amazingly easy to make if you follow the recipe, just give yourself and the dough a little chilling time in between turns.
For an amusing English language recipe check here.


Thursday, 27 October 2016

Berg-Heilung und purpurne Spaghetti

Man könnte sagen, dass meine Schwester und ich im Schoß des Alpenvereins aufgewachsen sind. Unsere Mutter war ein begeisterter "Bergfex" und Skifahrerin, wobei das Siegen nie ihr Ziel war: auch als Dritte von drei Teilnehmerinnen war sie zufrieden. Bei uns daheim war sie sowas wie die Vertreterin des Alpenvereins; wir verbrachten die Ferien unserer Kindheit fast nur im Schilager und auf Berghütten, verwöhnt von den "Mädeln" ihrer Mädelgruppe. Der Gruß "Berg Heil" kam uns ganz normal vor, genauso wie die Lieder, die so in Hütten gesungen wurden ("und mei Schwiegamuada des Schindaluada, hollari...!).
Nach einer 25-jährigen Pause, in der ich in England die Großstadt und das Meer lieben lernte, lebe ich jetzt mit Genuss wieder in Sichtweite der Berge. Aus mir ist nie eine Bergsteigerin und Skifahrerin geworden, aber wie gerne treibe ich mich in den niederen, gemütlichen Regionen herum - von Samerberg bis Südtirol fühle ich mich sofort wohl, wenn ich Berge sehe. Ein Wochenendausflug auf einen Berg - vor allem mit einer deftigen Brotzeit - und das innere Gleichgewicht ist wieder hergestellt.
***
My sister and I grew up in the lap of the "Alpenverein", the Alpine Association. Our Mum, a passionate mountaineer and skier, and founder of the local young women's group, brought the Alps into our home. We spent virtually all our holidays in ski camps and on mountain walks, staying in refuges, singing all the songs, mostly loving it. 
After a 25-year break in England that taught me to love the big city and the sea, I am now back among the mountains. And although I will never make a skier or a climber, nothing makes my heart sing like the view of the mountains, a gentle walk in the foothills - ideally followed by a hearty lunch with a view.

Und das eine knappe Stunde vor meiner Haustür *** All this is barely an hour's drive from my home
Ein Tisch mit wunderschöner Aussicht *** A table with a grand view


Daheim gilt die alte Bauernregel:
Ist das Wetter trübe,
Koch dir Rote Rübe!
Geht schnell und macht nach der gerade überstandenen Erkältung wieder rote Backen.
Das Rezept für dieses juwelengleiche Rote-Betepesto fand ich vor einiger Zeit hier:


-    1 Tasse Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten. Abkühlen lassen und grob hacken.


-    1 mittelgroße Rote Rübe waschen, schälen und fein reiben. 
-    3 Zehen Knoblauch schälen und grob hacken.
-    Cashewkerne, Abrieb von 1 Biozitrone, rote Bete und Knoblauch im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren. Ca. 40 ml Olivenöl dazugeben und alles mit Pfeffer aus der Mühle, Flor de Sel und Zitronenzesten abschmecken.



After a week indoors, a walk in the mountains is a real tonic. Back home, a dose of beetroot helps to restore the colour to our cheeks after the annoyingly inevitable first seasonal cold.
This beetroot pesto is beautiful, delicious and restorative:
- Roast a cupful of cashews in a fat-free frying pan, chop them roughly
- Wash, peel and grate a medium-size beetroot
- peel and chop three cloves of garlic
- now blitz the cashews, beet, garlic and zest of an organic lemon.
- work in some 40ml olive oil, and season your pesto with flor de sel, lemon zest and freshly ground pepper







 Auf dem Heimweg grüßen nochmal die vom Föhn fein gezeichneten Berge
***
On the drive home, the mountains remain clear in the "Föhn", a special wind from beyond the Alps.