Friday, 18 April 2014

Küchenschlachten und kein Ostern in Sicht

Meine Frohe Ostern-Pläne von wegen Ostereier färben mit Mütterlein, eine feine Löwenzahn-Lasagne mit Burrata fürs Osteressen kochen, einen Osterzopf backen ... alles über den Haufen geworfen...denn sie ist leider schon wieder im Krankenhaus. Jedes Mal denken wir, jetzt packt sie es nicht mehr, und dann geht's irgendwie doch wieder. Es ist so zermürbend, für uns alle.
Alles in allem fehlt mir gerade das Maß an Ruhe und Gleichförmigkeit, und die nötige Lange-Weile, die kostbare Monotonie, die ich brauche damit mir das Kochen einigermaßen gelingt und auch Spaß macht. Von Arbeiten ganz zu schweigen.
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My happy Easter plans have all gone belly-up. No painting easter eggs with Mum, and no making my planned Lasagne with dandelion and burrata...she is back in hospital, and each time we don't know whether it's serious this time or she'll bounce back again. It is incredibly wearing - for all of us.
As far as creative cooking goes, there just isn't enough of that meditative space and of the calm monotony that I crave and need in order to make something beautiful (let alone do work).
Ein "einfaches" Brot ist mir neulich grandios schwammig misslungen, der Spargel wird weich wie nasse Schnürl, und die Zitronentarte sieht eher aus wie ein Kürbiskuchen. Alles also irgendwie voll daneben.
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My "straightforward" recipe for bread came out like a bath sponge. My asparagus went all limp, and the lemon tart looks like a pumpkin pie. Everything is just slightly not quite right.
Obwohl sie überhaupt nicht wie in den Rezeptbüchern aussah - geschmeckt hat die Zitronentarte dann doch ganz gut. Den Boden habe ich aus dem Vanillekipferlteig (den ich aus 300g Mehl, 125g Zucker, 250g Butter und 125g Mandeln immer vorrätig habe) in ca. 12-15 Minuten vorgebacken.
  Die Zitronencreme wird zusammengerührt wie Pudding: Für die kleine Tarte den Saft und Zeste von zwei Zitronen mit 40g Zucker (ich nahm den feuchten Muscovadozucker, daher die dunkle Farbe) und einem Löffel Maizena verrühren. Mit 45g Butter auf kleiner Flamme erhitzen und unter ständigem Rühren eine Art Pudding kochen. Der wird auf den gebackenen Boden gespachtelt und nochmal etwa 20 Minuten gebacken.
But although it wasn't a supermodel, the tart was really quite tasty.
 For the base, I used some leftover dough from my almond biscuits, which I make in bulk with 300g flour, 125g sugar, 250g butter and 125g ground almonds. Fork-prick the base and bake it for 12-25 minutes. 
Meanwhile, for a small cake tine, heat the juice and zest of 2 organic lemons with 40g sugar (I used muscovado, that's why the filling came out so dark) and stir in a scant tablespoon of cornflour. Add 45g unsalted butter and keep stirring over low heat until it thickens in a custardy way. Spoon the custard on top of the base and bake for another 20 minutes or so.
Und morgen kommt ja die Sonne wieder! ***They say that tomorrow the sun will be back.

Tuesday, 15 April 2014

Banksy goes GCHQ







There is yet to be any official confirmation that Banksy is responsible for the work, but it has all the hallmarks of the famously secretive street artist.
Das musste einfach weitergegeben werden!
I just had to share this - thanks, Tony!

Sunday, 13 April 2014

Krätzede, gibt's das wirklich?

   
Mein Lieblingspferdchen auf unserer Weide, das mit dem schwarzen Irokesen
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My favourite horse on the paddock up the hill - the one with the Mohican.
 Kochen geht wieder! Ich fing an mit Spargelpfannkuchen, die meine badische Freundin S. als "Krätzede" bezeichnet - habe ich noch nie gehört.
Bei Pfannkuchen fange ich mit dem Ei an - eins für zwei Stück. Dazu viele gehackte Kräuter und Milch, damit es schön flüssig wird. Dann löffelweise das Mehl dazurühren, bis der Teig zähflüssig ist. Meiner war ein bisschen zu zähflüssig, deshalb die Pfannkuchen nicht elastisch genug für den "wrap" - also wurden sie mit Küchengarn zusammengebunden.
Gefüllt habe ich die Pfannkuchen mit dem al dente gekochten Spargel, diesmal weiß, und einer Käsecreme aus Ziegenfrischkäse und einem Rest Gorgonzola, mit viel Pfeffer.
Dazu passt hervorragend die Radieserlvinaigrette, gesehen bei Gottfried von 180° - super Idee.
 Kein Frühling ohne das Apfelblütenfoto***No spring without the apple blossom picture
 Neither is spring possible without asparagus, green or, here in Germany, the indigenous, ubiquitous, fat white ones. I cooked them al dente, keeping them warm in the saucepan. The pancakes are made with various herbs. I always start with an egg (for two pancakes), some milk, chopped herbs, pinch of salt, then I fold in spoonfuls of flour until I have a runny batter. My batter was a bit thick, so I had to bind the pancakes into submission with the kitchen string. I stuffed them with asparagus and a mix of soft goat cheese and gorgozola blue cheese, with lots of pepper. This goes very nicely with a tangy radish vinaigrette, just good olive oil and white wine vinegar. And lots of herbs.
Zum Thema Schnurrbart gibt es auch diese Karte, die mir meine Schwester mal aus Paris geschrieben hat und die zu den Dingen gehört, die ich bei einem Brand als erstes retten würde.
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Another thought on the topic of moustaches: a card my sister sent me long ago from Paris, which is one of the first items I would save if my house were on fire.

Friday, 11 April 2014

Passt scho'!

"Du wirst bald wieder sehen können wie ein jungs Dirndl, " hat die liebe Margarete alias Graugans kommentiert (die uns übrigens alle einlädt, am Dienstag den Vollmond anzujodeln. Um 20h, dazu muss ich mich dann allerdings aus dem Löwengarten schleichen).
Ja sakra, das stimmt! Aber leider sehe ich jetzt zu viel, u.a. dass ich nicht mehr ausschau wie ein junges Dirndl. Vorher habe ich einfach die Brille abgesetzt wenn ich nicht zu genau hinschauen wollte. Jetzt ist der ungemütlich volle Durchblick auf alles nicht mehr zu vermeiden - z.B. auch den bisher ignorierten Staub auf dem Nachtkastl, Fingerabdrücke aus verschiedenen Kochmaterialien....
Und deswegen habe ich mich  jetzt, zur vorgeschriebenen Sonnenbrille, mit dem Notfallschnurrbart getarnt. Besser grau (passend zur Handtasche)? oder schwarz (passend zu Grundeinstellung Bohème)?
One very sweet commenter said "Soon you'll be able to see like a young lass". Yeah, right. I can see too much, now that I can't take my glasses off any more to blur the outlines. In fact I can see that I am not a young lass any more at all. Every inch of skin (as well as the dust on the TV screen, the fingerprints on the cupboards...) in sharp, unforgiving focus
So I simply had to resort to the emergency moustache, as well as the prescribed sunglasses.
Better grey (to match the handbag)? or black (to match my default Bohème setting)?

Monday, 7 April 2014

Einen Augen-Blick Pause!

Die nächste(n) Woche(n) werden hier etwas mager ausfallen - ich habe den Bärlauch zwar gut überlebt, werde aber dieser Tage am rechten Auge operiert (das linke ist ja 2011 schon erfolgreich neu eingestellt worden),  ich werde also zwar nicht essensmäßig, aber visuell etwas eingeschränkt sein. Keine Sorge also, und genießt euren Urlaub von 356! In Biergärten unter Blüten! 
Zum Überbrücken gibt es heute noch ein Graupenrisotto - Orzotto für euch Italophile.
Ich hab's mit Hühnerbrühe gemacht, der Besuch ist Chicken-Vegetarian, also kein Fleisch außer Federvieh. Selbstverständlich ein Hähnchen. das nach erfülltem Leben mit Freuden in den Kochtopf gesprungen ist!
 Kleingehackte Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, für zwei Personen einen Kaffeebecher voll Graupen dazu, ebenfalls im Olivenöl mit schwitzen lassen. Mit Weißwein oder Noilly Prat* ablöschen, mit Hühnerbrühe (oder dem Kochwasser der Wirsingbeilage) immer wieder nachfüllen, dass das Risotto schön schlonzig bleibt. Viel Zitronenzeste reinreiben, gern auch etwas Saft. Wenn die Körner weich genug - mit Biss - sind, ein Stück Butter, frisch gemahlenen Pfeffer, Kräutlein nach Wahl und Parmesan reinmischen und wer's mag, ein paar Stückchen vom gekochten Hendl. Dazu gibt's den gedämpften Wirsing.

*(ja ich habe mir probeweise eine Flasche des klassischen Kochsherrys zugelegt und das meiste inzwischen selber getrunken - lecker mit Sekt, Holundersirup, Minze, ein schönes Zitronenzestlein,  und aufgegossen mit Mineralwasser)
Over the coming week or so I will be somewhat blog-disabled, having my right eye operated on and so to speak firing only on one cylinder - bad for visual activities. My left eye was done in 2011, and it was fine. So, Iam quite optimistic, but I might be a while. Enjoy your time off!
To tide you over, here is a "barleyotto" - a risotto made with barley instead of rice for my guest who eats only white meat from happy chickens. Very healthy and satisfying.
Sauté a chopped onion in olive oil until it's yellow - not burnt. Add a mugful of pearl barley (for two people), stir it in the oil until glistening. Deglaze with a shot of white wine or, if you have, Noilly Prat.* 
Gradually add chicken stock (or vegestable stock =cooking water) and lots of lemon zest, coriander or parsley and simmer for about 45 minutes, until the barley is tender but still firm to the bite. Stir it from time to time, adding water or stock occasionally,so there is enough liquid left in the pot to cook the barley. When it's done the barleyotto should be runny. Now stir in a knob of butter, freshly ground black pepper and grated parmesan. If you like, fold in pieces of cooked chicken, serve with chopped steamed savoy cabbage.
 
* I finally bought myself a bottle of the classy cooking sherry, which I proceeded to drink, mostly, in a home-made cocktail with bubbly, mint, elderflower syrup and mint. Delicious!)

Saturday, 5 April 2014

Frühling, Besuch und Schokokuchen

Diese Woche ist ein endloser Wirbel von Besuch, aus England, Italien, sowie dem wöchentlichen Essengehen mit Freundinnen. Zuerst kam die Lieblingsnichte aus dem hippen Osten, und da konnte ich mich endlich wieder beim Kuchenbacken austoben. Natürlich bei Schokokuchen. 
Weil sie trotz Ü-30-Status für mich doch immer "das Kind" ist. 
Genauso wie halt meine Mutter (91) unverdrossen weiter ihre Töchter (64 und 66) "Muckele" nennt.
This week is a whirl of visitors, from Italy, England and the one and only niece from the Bohemian East of Germany. She was first, providing me with a perfect excuse for baking a cake. A chocolate cake, to be precise. Because a child is a child is a child, even when they have passed the  thirty-year-mark.  But then, my Mum still calls us 60plus daughters by her old pet names.
Praktischerweise hatte ich mir aus London zwei Kuchenformen mitgebracht.
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Very handily, I finally got my sandwich cake tins for layer cakes in London.
Das Rezept ist wie immer ganz einfach, das Ergebnis ein Schokotraum.
 50g Kakao mit heißem Wasser und etwas vom Zucker in einer Rührschüssel zu einer Paste verrühren. Dann die restlichen Zutaten - 3 gute Eier,  einen Schuss Milch, 175gMehl,  2 Tl Backpulver, 100g weiche Butter und 300g Zucker dazugeben. Wer das mit der Küchenmaschine macht, nicht zu stark verrühren!
     Den Ofen auf 180°C vorheizen, die beiden 20cm Kuchenformen mit Butter und Mehl auskleiden (wenn die Formen größer sind, wird der Kuchen halt flacher).
  Den Teig auf die beiden Formen verteilen und ca. 25-30 Minuten backen (Holzstöckchentest)
Kuchen rausnehmen und abkühlen lassen, dann mit Aprikosen/Marillenmarmelade bestreichen. (Ich persönlich nehme dafür meine verunglückte, flüssig gebliebene Orangenmarmelade - köstlich). 
  Dann die eine Hälfte mit der Schokoganache bestreichen, die beiden Hälften zusammensetzen. Dann die restliche Ganache über den ganzen Kuchen streichen. Ich hatte noch weiße Schokolade übrig und habe mich damit und den Walnüssen noch künstlerisch betätigt.
Ach ja - die Ganache: Schmelze 200g Schokolade über einem Wasserbad, wenn sie abgekühlt aber noch weich ist , 200g Schlagsahne darunterrühren und warten, bis die Konsistenz wie feste Butter ist.
 
The recipe is easy to make and complete chocolate heaven.
50g/2oz cocoa powder, some boiling water, 3 free-range eggs, 4 tbsp milk,175g/6oz flour, 2 rounded tsp baking powder, 100g/4oz soft butter,  300g/10oz natural caster sugar
    Preheat the oven to 180C/Gas 4 and grease and flour two 20cm/8in sandwich tins  

    Mix the cocoa powder with the boiling water in a large bowl to make a paste. Add the remaining ingredients and beat again until combined. Take care not to over whisk. 
Divide the cake mixture between the prepared tins and bake for about 25-30 minutes, or until well risen and shrinking away from the sides of the tin (or do the wooden skewer test). 
Then take the cake out of the oven and allow to cool completely. Spread the tops of each cake with apricot jam (I used my delicious but runny marmalade from last winter). 
Spread half of the icing over bothe the cakes, and cover the assembled cake with the remainder.
I had some leftover white chocolate which I artistically sprinkled over the top, adding the halved walnuts.
For the chocolate icing melt 200g good chocolate in a bowl over simmering water, when it's cooled but still runny mix in 200ml double cream. Spread it on the cake when the consistency is like butter. Simple but effective!
 Ich glaube, es hat ihr geschmeckt....I think she enjoyed it
Die ersten Löwenzahnblüten haben sich über Nacht auf allen Wiesen ausgebreitet
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The first dandelions shot out over night
 

Monday, 31 March 2014

Waldspaziergang mit Bärlauch - oder waren das etwa Maiglöckchen?



 
Sonntag.Fabelhaftes Wetter. Ausflug nach Andechs, durch den Wald von Herrsching auffi, was könnte schöner sein.  Auf die Idee waren zwar mehrere Tausend weitere Biergartenfans gekommen. Wir bekamen trotzdem zügig unseren Leberkäs, Radi, Brezen und Obatzt'n sowie zwei Russ'n und ein Radler. Selten war Massenverpflegung so gemütlich.
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Sunday. Fabulous weather. An outing to arguably Bavaria's most famous Brewery-attached-to-a-monastery (or vice versa), what could be more perfect, we thought, along with several thousand other beer and hiking fans. But these people know what's what, and so we were sitting down with our beer garden fare on the table before we could say "where's the queue".
Der Weg durch den Wald, den wir gewählt hatten, war idyllisch und oft waren wir fast allein. Einer der Gründe war, dass wir uns ein bisschen verlaufen hatten. Na und schon. Leberblümchen und Anemonen (die bei uns Hemadstanzal heißen) überall, und am Heiligen Berg wucherte der Bärlauch. (Ich hoffe jedenfalls, dass es Bärlauch war, und nicht die giftigen Maiglöckchenblätter).
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The path through the wood was idyllic, away from the masses and bordering on lonesome - the reason being that we lost our way and added a climb to our walk. The woods were strewn with little flowers and the hills were alive with the smell of wild garlic. I picked loads, hoping that I haven't got it confused with the look-alike leaves of Lily-of-the-valley. In which case I would be poisoned by tomorrow.
 Heute verbrachte ich den Morgen mit Bärlauchverarbeitung:
ein Pesto mit Pinienkernen, grobem Salz und viel Olivenöl - und Bärlauch
eine Suppe aus Kartoffeln und Bärlauch
sowie ein Kartoffelgratin geschichtet mit - genau! Bärlauch und einem Kühlschrankrest Champignons (sah leider nicht so attraktiv aus wie ich es mir vorgestellt hatte). Das Ganze überbacken mit einem Guß aus Sahne, Milch, Eiern, Pfeffer und geriebenem Käse.
Jetzt sind meine Geschmacksknospen allerdings auf Tage hinaus bärlauchdominiert. Könnte wahrscheinlich nicht mal Kuchen essen jetzt, außer ich mache ihn mit Bärlauch.
I spent most of this morning processing the wild garlic. 
First, I made a little trial jar of pesto with pine nuts, olive oil and coarse seasalt.
Also, a soup with potatoes and the chopped wild garlic.
To finish, I created a bake with some left-over mushrooms with a mixture of milk, cream, eggs and grated cheese poured over layers of potatoes, mushrooms and - yes, you guessed it, chopped wild garlic. At the moment, my taste buds are thoroughly contaminated with garlic. I probably couldn't even taste cake now...

Friday, 28 March 2014

Run, Sandwich, run

Banner Blog Event: 2. Sandwich Run! (Einsendeschluss 1. Mai 2014)
Bei der unvergleichlichen Hamburger Kochchaotin Schnickschnackschnuck fand ich die Einladung, doch mal ein Sandwich zu bauen. Das passt nun zufällig genau in mein Konzept. Seit meiner Erfindung des Waffeleisensandwichs habe ich nämlich das Sandwich immer wieder im Visier, und habe mir neulich einen Doppeldecker gebaut aus dem herrlichen Toastbrot, das ich mir jeden Samstag bei unserem Dorfbäcker hole.
Zuerst wird mal rundum die Kruste abgeschnitten - soviel Luxus muss sein.
 A blog event is doing the rounds of German food blogs which I am finding irresistable. I love sandwiches and after single-handedly inventing the waffle sandwich, I was keen to extend my creative urges to the triple sandwich pile - and there is still a lot of potential to be exploited here .
I start by cutting the crust off the nice white bread I get from my village baker's.
Knoblauch schneiden für die Guacamole
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Chop some garlic for the guacamole
 
 Avocado zerquetsche ich mit der Gabel, Zitronensaft, dann Salz, Pfeffer, Paprika und Piment d'Espelette druntermischen
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I mash the avocado with a fork and mix it with lemon juice, salt, pepper, paprika and piment d'espelette (or chilli powder)
Passend zum Sandwichbrot schneide ich Schinken und Käse quadratisch aus
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For the sandwich, I cut the ham and cheese into a matching square
Dann bestreiche ich drei Scheiben Brot mit Dijon-Senf und türme sie mit dem Belag aufeinander.
Obendrauf kommt meine Lieblingszutat, das pochierte Ei
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 I spread the bread slices with Dijon (or English) mustard and pile them up with ham and cheese. Because I love them so much, I top it all with a poached egg.
Perfekt dazu ist ein Gläschen Cava, oder auch zwei.
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A nice glass, or two, of bubbly is the perfect companion

Wednesday, 26 March 2014

Marktlücke

In jeder Woman steckt eine potentielle Oma!
UND - ja es ist ein Witz.
Ich habe die Brigitte Woman photogeshoppt. Die Brigitte, die mich mein Leben lang begleitet oder vielmehr belästigt hat, mit ihren tollen Vor- und Ratschlägen und ihren obergescheiten, alleswissenden Geschichten. Wie eine nervtötende große Schwester war sie immer schon da, wo du hinwillst, und sieht immer besser aus als du. Sie füllt alle Lücken von Little Miss bis Woman,  behauptet scheinheilig, dass dein Körper OK ist, schlägt aber ständig Diäten vor. Sie hängt sich an jeden Trend und tut so als hätte sie ihn erfunden, sie hat still, heimlich und leise das Konzept, keine professionellen Models zu benutzen, wieder hingeschmissen - wir sind halt doch nicht schön genug.
Ihr habt es erraten - ich mag sie nicht besonders, die Brigitte.
Ich fand die Idee lustig, aber der Witz kommt wohl nicht rüber.....wahrscheinlich stehe ich mit meinem Brigitte-Bashing wie so oft alleine da.

Tuesday, 25 March 2014

Alltagstauglich/Everyday food

Ich habe in meinen Bloggerjahren viel gelernt, ausprobiert, gekocht, verbrannt, vermurkst, auch kleine Triumphe gefeiert (ich kann jetzt Pasta!). Und je mehr ich mich mit Essen beschäftige, desto mehr interessiert mich das alltagstaugliche Kochen. Der Glamour der tollen Kompositionen, des "Foodporn",  die Spinnereien der Sterneküche betören mich nicht (als Foodjournalistin von 2001 bis 2005 habe ich so manche bizarren Ideen erlebt). Das Beste lag immer im Einfachen: gute Zutaten, kein Schnickschnack. Selber kochen, sich an Omas Rezepte erinnern, aber auch Neues aus der globalen Küche ausprobieren - dazu bietet das Universum Foodblog endlose Anregung. Ich bestaune schon gerne mal waghalsige Kunstwerke, aber am meisten bewundere ich KöchInnen, die ausprobieren, das Einfache zelebrieren, die simple Gerichte schön servieren, ohne in Dekokitsch zu verfallen (die berüchtigten Schäumchen und Türmchen und Spritzerchen) und die nicht in irgendeinen Fundamentalismus verfallen.
Slow food und Nachhaltigkeit sind zum Glück nichts Revolutionäres mehr, sondern ein dominanter Foodtrend - wobei das "Einfache" oft auch schon wieder als eine Art Naturkitsch daherkommt (Baumrinde? Steine? Moos?) .
Die Hauptsache am Kochen ist letzten Endes die Nahrung.
Und was haben wir gelernt?
  1. Bio ist besser, auch wenn es beim Vitaminezählen 1:1 stehen mag. Bio ist besser für dich, für die Tiere, die du isst, für den Boden, auf dem dein Essen wächst. Für die Erde, ganz einfach.
  2. Egal was du isst, Essen macht nicht schlank. Aber auch nicht dick - außer, du isst zu viel.
  3. Es gibt keine Diät, die bleibend schlank macht. Die einzige Diät, mit der du deine Kleidergröße reduzieren kannst ist - weniger essen. Aber überleg dir: wozu?
  4. Zucker ist Zucker ist Zucker. Honig ist Zucker, Fruchtsaft ist Zucker, alles was süß schmeckt, enthält Zucker. Zucker ist einfach ein Nahrungsmittel. Süßstoff ist nicht nur bäh, er ist nicht gesund. Einfach ein bisschen weniger Zucker nehmen.
  5. Es gibt keine "Superfoods". Alles was frisch ist, ist super. So viel Kurkuma kannst du garnicht essen, dass es allein ein Wunder bewirkt. Vor zehn Jahren hat Aloe Vera,alles gekonnt, jetzt ist der Granatapfel dran, nächstes Jahr vielleicht Birkenrinde?
  6. Gewürze und Kräuter machen Spaß, man sollte ruhig alles mal ausprobieren
  7. Kochbücher sind meine Krimis, Foodblogs sind meine Freundinnen
  8. Mit Zitronen, einem nativen Öl, Butter, Käse, Eier, gutem Mehl, Kartoffeln, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Avocados im Haus kannst du jederzeit ein feines Essen richten.
  9. Schönes Geschirr, die besten Kochtöpfe, fantastische Backformen sind die halbe Miete beim Kochen und Backen.
  10. Kochen - für mich alleine? Geh, was ist das denn für eine Frage?
Conchiglie mit gedämpftem Mangold und Lachs mit Ziegenfrischkäse
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Pasta shells with wilted chard, goat cheese and poached salmon
 Feldsalat mit Karotten, Olivenöl und Zitronensaftdressing
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Lamb's lettuce with shredded carrots, dressed with olive oil and lemon juice
Suppe mit Wurzelgemüse *** Root vegetable soup
Rumfort-Tortilla mit Schweinebraten,Gurkerl und Kartoffeln
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Leftovers tortilla with meat  from the Sunday roast, gherkins and potatoes
Couscous mit Steckrüben, Tomaten und Mandeln
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Couscous with turnips, tomatoes and almonds
 Fenchelsalat mit Apfel, Walnüssen und Blutorange
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Salad of fennel, blood oranges, apples and walnuts
 Rumfortgröstel mit pochiertem Ei
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Fry-up of various leftovers with a poached egg

Over my past blogging years I have learnt a lot, I have tried and failed, burnt and wasted food, but I also notched up some real achievements (like making my own pasta!). And the more I focussed on food, the more interested I have become in everyday food, stuff that anyone can cook with simple ingredients. I have become bored with the glamour of those creative compositions (my personal low point was a dinner where one of the courses was served in a tin can which had to be opened with a can opener). I am not seduced by the glamour of top notch cuisine, it's just an unsustainable hobby for rich people. Simple is essential: good ingredients, no bells and whistles. Home cooking, Remembering the goodness of traditional dishes. In addition, the global food blog universe offers plentyof ideas from other cultures. I am in awe of cooks who are really good at what they are doing, but I also admire those who celebrate simple things and make them look good without resorting to tacky decoration. And I don't like foodie fundamentalism. With slow food and sustainability now right in the cooking mainstream, I think we are half-way there.
Ultimately, cooking is about feeding someone, feeding yourself.

Some thoughts about food in ten easy steps:
  1. Organic is best, even if the vitamin count is the same. It's best for you, for the animals you eat, for the soil in which your food is grown, for the earth.
  2. No matter what they tell you: you don't lose weight by eating certain things. Eating means you put food in your body. Which is good.
  3. There is no diet that will  keep you slim. Except eating less. But think hard: why?
  4. Sugar is sugar is sugar - no matter whether it's orange juice, honey, brown or white. It's just another foodstuff. Sweeteners are not just yuck, they are bad for you. Just eat less sugar.
  5. Superfoods are bollocks.  Just when you think you can enjoy your acai berries, suddenly you are required to eat tins of sardines. All fresh foods are super - eat a little of everything.
  6. Have fun with spices and herbs, try them all.
  7. Cookbooks are my thrillers, food blogs are my new friends
  8. If you have lemons, good oil, unsalted butter, eggs, cheese, good flour, potatoes, avocadoes, garlic and spring onions in your kitchen, you will never be short of a tip top meal.
  9. Nice crockery, the best cooking pots you can lay your hands on, imaginative baking tines - you're half way there
  10. Cook, just for myself? Come on, what kind of a question is that?!