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Neues bei 356

Schokoplätzchen mit neuer Geschmacksrichtung und Bayrisches Soulfood

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So viel wie ich kochen und backen möchte, kann ich beim besten Willen nicht essen.
Und weil ich so gern neues ausprobiere, gibt es bei uns ständig Experimente in der Küche, so dass die Lieblingsgerichte oft in Vergessenheit geraten.

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I love cooking and baking so much, and there is so much inspiration out there that I despair of being able to eat it all in my increasingly limited lifetime! I love experimenting, and sometimes forget about the tried and trusted dishes

Deshalb gab es am Wochenende mal wieder Rouladen mit Spätzle. Manchmal braucht man halt Fleisch, und wir können nicht ständig Schnitzel essen gehen. (erst wenn Luisa wieder da ist!)




Ich liebe Spätzle. Sie sind einfacher zu machen als man denkt, ein Ei auf 100g Teig und tropfenweise lauwarmes Wasser dazu bis der Teig sich von der Schüssel löst. Sie lassen sich sehr gut auf Vorrat einfrieren. Wenn man keinen Spatzenhobel hat, kann man den Teig tatsächlich auf ein Brett streichen und mit dem Messer wie Nudeln ins kochende …

Oranges and lemons...

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Stürmische Tage, aber kein wirklicher Winter. Langsam wäre ich froh über drei Tage Schneesturm, damit wir es hinter uns bringen. Irgendwie stimmt das hier alles nicht.

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Stormy days, but no real winter to speak of. I am beginning to hope for some snowstorms, to get it over with. It just doesn't feel right.
Wenn's draußen stürmt und man sich mit gutem Gewissen mit einem guten Buch (oder einem Schmöker) aufs Sofa zurückzieht, braucht man natürlich auch etwas zum Afternoon Tea.
Und im Winter backe ich am liebsten etwas mit Zitrusfrüchten. Zitronen hellen den Winter so was von auf.

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When the wind is howling outside, an engrossing book on the sofa and a nice cake for teatime are badly needed. At the moment I am addicted to anything citrussy.

Here's what I baked yesterday:


Auf Instagram fiel mir ein Rezept von Claudia Roden, eine Spezialistin für die Küche der Mittelmeerländer, auf. Ihr Orangen-Mandelkuchen der sephardischen Juden ist ein Klassiker. Er ist kinderleicht zu ma…

Fußkrank bei Sonnenuntergang

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Am Wochenende hatte ich das dringende Bedürfnis nach Sonnenuntergang am See. Zum Glück wohnt meine Freundin S. am Ammersee, also setzte ich mich in die S-Bahn und wir verbrachten den Nachmittag mit Spaziergängen am See, natürlich Tee und Kuchen, und Seepromenade im Abendrot. *** Last weekend, I had an overwhelming desire to see a sunset over a lake. So I descended on my friend S. who happens to live by one of the stunning Bavarian lakes, and we spent an afternoon walking by the lake, having tea and cakes, and walking to the station in full sunset mode.  Ich freue mich immer wieder, wenn meine Schwester in ihrem Tagebuch die Gesundheitslobby zurechtstutzt. Ich weiß aus Erfahrung, dass sie fast immer recht hat und vertraue inzwischen auf ihre Einschätzung eher als auf die der Medizinmänner und -Frauen. Sie haben uns ja in der Hand, können aber oft bei den einfachsten und lästigsten Beschwerden nicht helfen, von Schnupfen bis Überbein.
Der Hallux ist ein schmerzhaftes Ding, ich litt jah…

Tierfreie Tage

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Das Thema "vegan essen" beschäftigt mich, oft unfreiwillig, immer wieder. Ich weiß, dass ich meine Affinität zu Milchprodukten sicher nicht ganz ablegen kann - schließlich habe ich das Glück, alles zu vertragen... Und im Ernst, ich kann beim besten Willen nichts grausames daran sehen, ein Hühnerei von frei grasenden Hennen zu essen, diese "geschissene Gottesgabe".  Aber hin und wieder auf tierische Produkte zu verzichten, das schaffe ich. Locker.
Zum Beispiel machte ich gestern dieses Pastagericht, bekannt als Linsenbolognese, mit meiner Standard-Tomatensoße, die ich immer auf Vorrat koche. Eine kleine Dose Tomaten, ca. 10cm Tomatenmark, die Dose mit etwas Wasser ausspülen und dazugeben. Eine Zwiebel vierteln und reingeben, zwei EL Butter, etwas Salz, Oregano und Chili, wer mag. Köcheln lassen bis sich die Zwiebeln auflösen, mit dem Zauberstab mixen. Die Reste halten sich derzeit auf dem Balkon mehrere Tage.  Eine Tasse roter Linsen mit den Nudeln - hier Casarecc…

Silberglanz und Küchentanz

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Was für ein grauer Tag, stürmisch noch dazu. Da fiel mir ein - Silber putzen!  Meine Silberlöffel, die einzigen Erbstücke, wollte ich schon lang von  den Spuren der vielen Tassen Tee befreien. Und es ist so erfreulich einfach, ganz ohne Chemie. Einfach eine Schüssel mit Wasser füllen, ein paar Löffel Natron und Salz reinführen. Ein Blatt Alufolie reinlegen, mit der glänzenden Seite nach oben, und das Besteck drauflegen. Nach ca. einer Stunde kann man sie trocken reiben. Ich nehme dafür z.B. ausrangierte Bettwäsche.Und wie es glänzt! Mein Hausfrauenherz schlägt höher.

Baby - it's grim out there. A day for cleaning the silver. My silver spoon heirloom is mucky, stained by endless cups of tea. Seriously, that's what I felt like doing today, so easy and satisfying. Fill a bowl with water, a few tablespoons of bicarbonate of soda and salt, put a sheet of tinfoil in (sunny side up) and chuck your spoons in. No chemicals. After an hour or so, take them out and rub them d…

Nostalgie und Süßkram

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Als der Engländer und ich 2001 nach München zogen, hatten wir - schon damals raunten alle: München...Wohnung...schwierig - das unglaubliche Glück, eine Wohnung in der Nähe vom Rotkreuzplatz zu finden. Eine gut durchwachsene Gegend, viele alte Genossenschaftsbauten ohne Schickimicki, aber auch schon ein paar recht nette Cafés.  Gestern wanderte ich mal wieder durch mein altes Viertel, ich kaufe ja meinen Käse immer noch im besten Käseladen Münchens, in der Schulstraße. Den gibt es zum Glück noch. Es hat sich einiges geändert, viele alte Geschäfte konnten mit den Preisen nicht mehr mithalten. When I moved to Munich I was incredibly lucky to find a flat in a really lovely area - a mix of old popular cooperative flats, cheapish un-tarted-up buildings and a dash of gentrification, with nice shops, bakeries, butchers. Many shops are gone now, pushed out by rising rents.
Hier oben, zum Beispiel, gab es eine kleine Metzgerei, ein Vater-Tochterbetrieb, glaube ich, die jeden Morgen einen Schw…

Heute frischer Fisch 🐟

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Ich lese sehr gerne die Krimis des Schweden Åke Edwardson um den kultivierten (und an gutem Essen interessierten) Kommissar Erik Winter. In seinem sechsten Band, Segel aus Stein, eine etwas mühsame Geschichte die in Schottland ihren Höhepunkt findet, schreibt er über eine Fischsuppe namens Cullen Skink. Die beiden Hauptakteure befinden sich nämlich in dem Ort Cullen, aus dem diese Suppe kommt. Ursprünglich wurde Brühe für diese Suppe aus Beinfleisch gekocht, das in diesem armen Fischerort nicht gerade häufig vorhanden den war. Also ersetzten die findigen Köchinnen von Cullen das Fleisch durch geräucherten Fisch, und schufen so diese feine, beliebte Suppe.

Im Original kommt der regionale smoked haddock, ein geräucherter Schellfisch, in die Suppe. Ich habe meinen ersten Versuch mit der Räucherforelle von A**i gemacht, war auch sehr fein.
Und so einfach geht diese köstliche Suppe:
In einem Löffel Butter eine kleine, fein gehackte Zwiebel andünsten ("anschwitzen" traue ich mich …