Monday, 27 April 2015

Die grüne Zeit beginnt

Spargel gehört einfach zum Frühling, er ist genau so grün, so zart und so saftig!
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Asparagus completely belongs to spring - both are so green and juicy and tender...
 In London war mir ein Stand in der food-Meile aufgefallen, der so eine Art Spargelburger fabrizierte. Neu und sensationell für mich, für echte 24-Karat Foodies wahrscheinlich ein alter Hut.
Auf ein halbes Bagel/Semmel/Muffin werden ein paar gedämpfte Spargelstangen arrangiert, ein pochiertes Ei drauf und darüber die - natürlich schnell selbergemachte - Hollandaise. 
Ich glaube, er hat's mit einem Spritzer Worcestersauce perfektioniert.
In the South Bank food mile, I noticed something that was new to me but probably old hat for real foodies: a kind of egg benedict with asparagus instead of ham. Classy! On a base of a muffin, he arranged the steamed asparagus, a poached egg and some nice freshly made Hollandaise sauce.
I think he added a splash of Worcester sauce.

 Daheim sofort nachgebaut, mein Spargel war ein bisschen weicher gekocht, ich stehe bauernmässig auf Gemüse, das nicht zu sehr al dente ist. 
Wie man ein Ei pochiert, weiß doch inzwischen jede, die hier mitliest! Wer's perfekt will, bricht das Ei erst in ein kleines Gefäß und lässt es in einen Metallring im kochenden Wasser gleiten.
Die Hollandaise traue ich mir inzwischen aus dem Handgelenk zu -
Ein Eigelb wird mit etwas Weißwein, einer Prise Salz und einem kleinen Schuss Essig, Zitronen-oder Limettensaft in einer Edelstahlschüssel aufgeschlagen, dann wird das Ganze auf ein leicht siedendes Wasserbad gestellt und man lässt ungefähr 70 Gramm flüssige Butter hineinfließen, während man mit dem Schneebesen weiter schlägt, bis die Masse cremig wird.

Back home, I felt inspired to copy this delicious snack. My asparagus was cooked a little - I am a peasant and don't like my veg too much al dente. 
Anyone who has followed this blog knows by now how to poach an egg. If you want it quite perfect, break the egg into a little bowl first, put a metal ring in the simmering water and slide the egg into it.
A Hollandaise sauce I make now more or less in my sleep:

In a metal mixing bowl, whisk an egg yolk with a small glass of white wine, a pinch of salt and some vinegar, lemon or lime juice. Place the bowl over simmering water and add slowly about 70g of liquified butter. Keep whisking until the mix goes creamy.
 
Und - ja, Luisa und ich waren heute richtig IM Steinsee und sind ein bisschen geschwommen. Das Sommerglück winkt.
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And, yes - my sister and I braved the waves of our lake today, we even swam a few strokes. Summer bliss beckons.

Sunday, 26 April 2015

Samstag

 Morgens pressiert es - Flohmarkt in Haidhausen

Flohmarkt macht müde, aber auch glücklich
Tischdecke: gekauft für die Terrasse. Buntstifte: dazu geschenkt gekriegt als der Engländer ein Zeichenbrett kaufte
 Das bezaubernde Café Fortuna, Pariser Straße
Das Angebot ist fast italienisch

Gerade kann man auch wieder draußen sitzen
Abends noch ein Spaziergang zur Eierfrau

Friday, 24 April 2015

Amaro, amaretti

Man muss ihn lieben, den Frühling. Aufwachen, Sonne, Vogelgezwitscher, Rasenmäher, blühende Bäume...

Und endlich habe ich wieder Zeit und Seelenruhe zum Backen! A bisserl g'schlampert waren sie, meine Amaretti, nicht ganz wie die Abbildungen in den diversen Rezepten, aber sehr köstlich. Ich werde mich weiter dran üben.
175 g Mandelpulver
150 g Zucker
2 Eiweiß
4 Tropfen Bittermandel-Extrakt (hatte ich nicht daheim, also rieb ich eine halbe Tonkabohne in den Teig)
 Puderzucker
Den Backofen auf 150°C vorheizen.
Puderzucker in einen tiefen Teller sieben.
Mandelpulver, Tonkabohne (oder Bittermandel) und Zucker gut mischen. Das Eiweiß* dazugeben und das Ganze vermischen, bis eine homogene Masse entstanden ist.
*in meinem Rezept war nicht angegeben, dass das Eiweiß steif geschlagen sein muss, also habe ich - gehorsam wie ich bin - es flüssig verarbeitet. Ich vermute, dass mit steif geschlagener Eischnee ein (noch) besseres Ergebnis rauskommt!
Mit zwei Teelöffeln Kugeln in Walnussgröße formen,im Puderzucker wälzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Ca. 20 Minuten backen. Die Amaretti sollen aussen knusprig und innen noch weich sein, abkühlen lassen und vom Backpapier wegdrehen.
 
You've got to love spring: waking up to sunshine, twittering birds, trees in bloom, the sound of lawn mowers...
And at last, I am baking again. I didn't exactly do a great job of my first amaretti, but they were very tasty and I will keep perfecting them.
Preheat your oven to 150°C.
Cover a deep plate with sieved icing sugar.
Mix 175g finely ground almonds with 150g sugar and a few drops of bitter almond oil (I used half a ground tonka bean) until you have a solid mass, then fold in two egg whites*
Form walnut sized balls with the help of two tea spoons and place them on baking paper on a baking tray
Bake for about 20 minutes until they are crisp outside and still soft inside.
Leave to cool and twist them off the paper.
 My recipe didn't specify that the egg white needed to be beaten so, because I am a very literal and biddable person, I folded it in in liquid form. I suspect that beaten egg white will make the amaretti even better.

Thursday, 23 April 2015

A friend of mine

Ein wunderschöner Frühlingstag in München. Einer von uns hat ihn nicht mehr erlebt: Zu den Klängen von "He was a friend of mine" wurde Jimi, ein Freund der zur Familie gehörte, und Münchens größter Bob Dylan-Fan, am Dienstag beerdigt - nicht ohne uns 20 Minuten lang am Friedhof zu einer ausgesucht langen Version von Neil Youngs "Cortez the Killer" strammstehen zu lassen. Er hat noch übers Grab hinaus seinen Spaß gehabt. 
The most beautiful spring day in Munich - one of us did not live to enjoy it. Jimi, friend, family member, Munich's greatest Dylanologist, was buried on Tuesday to the sound of "He was a friend of mine". Before that, in the cemetery, he had us listen to a special long version of Neil Young's "Cortez the killer" - so he had his fun beyond the grave.

Sunday, 19 April 2015

Natürlich, London!

Es war mal wieder Zeit für den mindestens alljährlichen Besuch in London, 9 Tage eintauchen in das andere Leben. Die Anreise war surreal: Fluglotsenstreik, Abflug München Mitternacht, Ankunft Luton Airport irgendwann nachts - aber es fuhr ein Zug, er hielt sogar in Kentish Town (also in meinem "Gäu") und ich wusste die Minicabnummber immer noch auswending: 72726666! Schlüssel unterm Blumentopf, im Bett um halb 4, Brunch mit Geraldine (ein Stockwerk tiefer) um 11 Uhr morgens. Alles gut.
Stressig? na klar! Spass gehabt? Und wie. Gut gegessen? Aber immer. Am Meer, bezw. "Meer", waren wir auch, der Engländer mit seiner Inselbewohnerfamilie, ich mit Debbie wie immer in Whitstable. Überall wuseln die Enkelkinder, die Stadt wird immer größenwahnsinniger (Luxuswohnungen im Archway Tower...), die Parks glänzten grün in der Sonne, und in den Gärten blühten die Blumen. Einen kleinen Einblick in die Food Truck-Szene bekam ich an der South Bank, wo sich hinter der Royal Festival Hall eine Fressszene angesiedelt hat, die Borough Market Konkurrenz macht. Angeblich ist die Brick Lane am Wochenende das Epizentrum für Foodies, dazu reichte uns aber die Zeit nicht. 
Ein Wiedersehen mit Mel und Danny mit denen ich vor 20 Jahren ein Café in London hatte.
Natürlich wurde auch zuhause gekocht - dieses Mal hatten wir die ganze Wohnung einer verreisten Freundin für uns alleine, und für einen Besuch im Lieblings-Gastropub war auch Zeit. 
Übrigens scheinen Cannoli hier jetzt in Mode zu sein und langsam die Macarons zu verdrängen, die ihrerseits die Cupcakes verdrängt haben...Öfter mal was Neues...
Jetzt gibt's erst mal ein paar Bilder.
 As you can see, I was in London. Meeting, greeting, eating.
Reunion with Mel and Danny from WKD.
Wonderful place to stay (thanks, dear E.)
Spring.
Home from home.
Friends and grandchildren.
Fabulous.
Hier meine altmodischen Macarons, die ich zuhause gebacken und nach London mitgebracht habe - fast unbeschädigt. Rezept usw. später
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Some of my old-fashioned macarons which I made at home and somehow managed to get, almost whole, to London.
Cannoli in the Café in Highgate Village....and in the Southbank Food Paradise
 Chris kitch in Muswell Hill - check the hipster drinking glasses!
 Zimmer mit Außenbad *** Rooms with outside bathroom on Hazelville Rd.N19
 The Magnolia tree in Kenwood - Hampstead Heath
 Es gibt ihn noch, den Milchmann *** The pint on the doorstep hasn't quite died out yet
Kaffeestand an der U-Bahn***Coffee stall outside Kentish Town station
 Waterlow Park
Ohne Fish'n'chips geht garnix***The traditional fish meal at the Lord Palmerston (soon to change landlord, who knows what it will be like...)
Blick vom Balkon "unserer" Wohnung***View from E.'s balcony
eines der vielen Enkelkinder***one of the grandchildren...
Free cash! Absolutely fabulous.
The Windy Café, Whitstable
 Roof Garden, South Bank
 
 Food impressions from the South Bank
Abenteuer mit Freunden***Adventures with friends

Monday, 6 April 2015

Was vom Frühstück übrig blieb

April, April!  *****  April foolery
Osterspaziergang **** Easter Walk
Dieses Ostern war weder Zeit für Lamm noch für bemalte Eier. Aber nach einer unerwartet verstörenden Woche  fanden wir uns dann doch noch zum schönen Osterfrühstück "con tutte", inklusive Quotenmann, zusammen.
Statt Osterfladen zu backen, machte ich am nächsten Tag einen der schönsten Rumfort-Kuchen den die englische Küche (und bitte Schluss mit den meist uninformierten Vorurteilen zu dieser) zu bieten hat: Bread and Butter Pudding. Hier kann man alles weißbrotartige, was vom Frühstück übrig geblieben ist und nicht mehr taufrisch ist, verwerten: ein Croissant, ein Stück Mandelzopf, eine Rosinensemmel, oder auch das Kastenweißbrot, das sonst die Hühner kriegen.
Der Pudding ist eigentlich ein Soufflée, denn er geht im Ofen wunderbar auf, und die Grundzutaten sind:
Butter, mit der (oder bei uns: dem) die Form sehr großzügig ausgestrichen, man könnte fast sagen ausgelegt, wird
Weißbrot, klein geschnitten, in die gebutterte Form schichten
Genug Eier-Milch-Sahnemischung anrühren, mit der der Brotberg gut bedeckt wird
Wer mag, kann zwischen die Brotschichten Rosinen, Cranberries, Blaubeeren streuen, was eben da ist. Ich hatte noch Berberitzen. Rein damit.
Dazu kann man etwas zum Versüßen drüberstreichen - ich habe meinen bewährten Orangensirup genommen, samt kandierten Schalen.
Im auf 180° erhitzten Backofen backen, bis der "Pudding" leicht braun wird und schön aufgegangen ist.
Muss man unbedingt lauwarm essen, wenn der Pudding noch schön fluffig ist. Übrigens fiel mir gerade ein, dass ich diesen himmlischen Kuchen (in England wird der ja auch mal als Nachspeise gereicht...) schon mal gemacht habe.

This Easter, no-one had any head space for painted easter eggs or to plan a roast lamb. But we did manage a family gathering over breakfast, including our token man, which was lovely and festive.
Since baking had been out of the question, too, I rustled up a delicious bread and butter pudding from the leftovers of our breakfast - one of the wonderful recycling classics the English cuisine has to offer (and no more sniggers about "English cuisine" being an oxymoron, please - I will defend English cooking to my last breath!).
What you need is:
Butter to line the dish - generously!
Left-over croissants/hot cross buns/ chollah bread/ scones etc. that have gone a bit stale, cut into slices.
Raisins, cranberries, candied peel - whatever you find in your cupboards - to sprinkle between the layers of bread
A milk-single cream -egg mixture that will cover the bread mountain, amply.
Bake at 180° in your oven, until it browns and fluffs up soufflée style
I find it too heavy to eat as a dessert, so we had it - still warm - with our afternoon tea.
Oh and I just remembered that I have made and posted this pudding before.

Und hier noch ein paar Fotos aus Pilsen *** Some more pictures from my trip to Pilsen here!

Saturday, 4 April 2015

Neues aus Bayern und Böhmen

 Womit soll ich anfangen? Mit dem Halt auf freier Strecke auf dem Heimweg nach Pilsen, durch den sich meine Heimreise von den normalen 3 1/2 Stunden auf 10 Stunden ausdehnte. Mit dem wunderbar altmodischen Hotel, in dem ich mit Freundin D. übernachtete? Der tollen Bar, wo wir böhmischen Sekt tranken und im angeschlossenen Festsaal Fred Wesley und die J.B.s sahen, und mit den Pilsenern mal wieder richtig beim Tanzen schwitzten? Mit den schönen Häusern, die wir wie besessen fotografierten? Den häuslichen Hiobsbotschaften, die meine Schwester mir ersparte, bis ich daheim angekommen war? Den Sturm haben ja alle reichlich selbst mitgekriegt, vor meinem Haus lagen zwei alte Bäume, die er umgeblasen hat. Gestern abend schien jedenfalls die Sonne...
 How do I start? with the train that was stopped by a fallen tree, and the subsequent storm drama that turned a  3 1/2hour train journey into an epic all-nighter? With the wonderfully olde worlde hotel we stayed at in Pilsen? the art nouveau bar where we drunk Bohemian bubbly and afterwards watched the JB's with Fred Wesley and danced the night early evening away with the locals? The gorgeous old houses, the famously impressive Synagogue, the famously delicious Pilsen beer...The assorted bad news that greeted me on my return? The trees that fell during Tuesday night on my road? It's all over now, and last night the sun shone.
 Wieder zuhause,  reichte es gerade mal dazu, zu Ostern schnelle Rogalach und Quarktäschlein zu backen. Gerade angekommen, knetete ich den bewährten Blätterteig aus gleichen Teilen Quark-Butter und Mehl zusammen. Über Nacht ruhte er im Kühlschrank. Gestern rollte ich den Teig aus, schnitt ihn roh in Quadrate und füllte diese mit einer (superköstlichen) Frischkäse-Orangensirupmischung. Nach kurzem Abkühlen die Teilchen mit einer Puderzucker-Zitronenglasur bepinseln. Und zum Osterfrühstück mit dem wieder auferstandenen Mütterlein mitbringen.
 Back home, I barely had time to throw together some Rogalach and little puff pastries. I quickly made a batch of the tried and tested puff pastry - equal parts quark (or ricotta), butter and plain flour - and left it in the refrigerator over night. Next day, roll out the dough, cut it into squares, spread some of my special cream cheese and marmalade mix on the squares and roll them up into any old shape - it all tastes divine. We had them with our Easter brunch at Mum's, who has just come out of hospital after her latest brush with death's door.
Vom Essen in Pilsen, übrigens, da gibt's nicht viel zu erzählen. Entweder hatten wir Pech, oder die böhmische Küche kocht heutzutage auch nur noch mit Wasser. Es genügt zu sagen, dass unser bestes Abendessen im türkischen Schnellimbiss "Kebabistan" stattfand, wo wir köstliche Böreks mit Halloumi, riesige Salate und Falafel bekamen. Hier ein paar von den hunderten Fotos, die ich in Pilsen gemacht habe, später vielleicht mehr..
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By the way, the food we found in Pilsen was nothing to write home about. Either we failed to find the proper Bohemian cuisine, or it's gone downhill. The best dinner me and my vegetarian friend had there was in a Turkish fastfood joint called "Kebabistan", with delicious halloumi-stuffed böreks, huge salads and falafels.
here are some of the zillion pictures I took. Might show more later.