Thursday, 25 May 2017

Das Leibgericht des Commissario Montalbano

Meine Erbsen heute - zehn Tage danach   ***  My peas today, after ten days
Pasta mit Brokkoli - das ist für den Fanclub von Commissario Montalbano nichts Neues, da es ja eines seiner Lieblingsgerichte ist. Aber schöner als Rachel Roddy, deren Blog ich seit langem mit großem Vergnügen lese, kann man dieses Rezept nicht beschreiben. Sie schreibt seit einiger Zeit auch im Guardian über ihre römische Küche; ihre Rezepte sind einfach und von der Liebe zu den Produkten ihrer zweiten Heimat durchdrungen.
Ich habe ihr Rezept für broccoli ripassati ("zweimal gekocht") für mich so angepasst:
Einen Kopf Brokkoli oder Romanesco zerteilen und in reichlich Salzwasser bissfest kochen,
In einer Pfanne gutes Olivenöl wärmen, eine große Knoblauchzehe zerdrücken und mit einer Prise Chiliflocken anschwitzen. Es könnten ein paar Sardellen daruntergezogen werden.
Die Brokkoliröschen mit einem Schaumlöffel in die Pfanne legen, da darf ruhig etwas Wasser mitgehen
Im Brokkoliwasser die Nudeln kochen, z.B. Penne, Casarecce, Fusilli oder orecchiette - ca. 70g pro Person (mehr für Vielesser)
Die Nudeln ebenfalls in die Pfanne löffeln, gern auch mit etwas Kochwasser
Alles gut durchmischen und erhitzen, Käse nach Wahl drübergeben, Rachel nimmt Ricotta (ich hatte Ziegenfrischkäse).
Dazu könnte man auch noch Salsicce, Spiegelei oder, wie bei uns, eingelegte Paprika essen.
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Fans of il commissario Montalbana have known about this for a long time. Rachel Roddy, whose column in the Guardian I like to follow for the detailed sense of place in her kitchen in Rome, posted this detailed recipe for pasta and broccoli ripassati (twice-cooked).
I served it with my usual marinated red pepper. It's fast food, and it's delicious.
Letztes Wochenende gab es übrignes im Magazin der Süddeutschen Zeitung eine wunderschöne Geschichte über einen syrischen Jugendlichen, Mohammad Quteish, der sich seine zerstörte Heimatstadt Aleppo mit Papier, Klebstoff und Farben wieder neu und besser erbaut hat. Nach solchen guten Visionen verzehrt man sich als Gegengift zu den täglichen Horrornachrichten. Ich wünsche dem Jungen, dass ihm jemand ein Architekturstudium ermöglicht und er so seine Visionen umsetzen kann. Aber vielleicht kommt es ja darauf gar nicht an. (Foto: SZ Magazin)
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German daily Süddeutsche Zeitung published this story about a young Syrian who rebuilt his destroyed home city of Aleppo with paper, scissors and glue. A true antidote to the usual media horror stories!

Saturday, 20 May 2017

Bunt ist es draußen, und bunt drinnen

 
Der Mai ist einfach zu schön, dieses psychedelische Grün ringsum, die vielen Blumen, der Himmel. Hier sind wir wieder einmal samstags auf dem Heimweg vom Bäcker
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May is simply too beautiful: all that psychedelic green, the myriad flowers, the sky. Here, once again, walking back from the baker's of a Saturday morning
Ein schlichtes Festessen:
 Grüner Spargel, mit wenig Wasser im eigenen Saft gegart
Pellkartoffeln, kurz mit Olivenöl im Ofen gebacken
Eine Paprika, die bei uns fast zur Grundausstattung gehört
Sie kommt in den heißen  Ofen, bis die Haut rundum schwarz angekokelt ist, dann wird sie kurz in eine Plastiktüte veschlossen. Danach kann man die Haut leicht abziehen.
Sie wird in Streifen geschnitten, gesalzen, gepfeffert und in Olivenöl, Granatapfelsirup und Zitronensaft mariniert.
 

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A simple feast:
Asparagus slow-cooked in their own juice with just a tiny bit of water
Boiled potatoes, briefly baked in the hot oven with some olive oil drizzled over them
A red pepper - staple food in our home.
Leave the pepper in the hot oven until almost black, then seal it in a plastic bag. After a couple of minutes it's quite easy to pull the skin off. Cut it into strips and marinate in lemon, pomegranate molasses and olive oil, salt and pepper. 








Und wie die Erbsen geschossen sind am sechsten Tag 
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And see how the peas have shot by day 6

Thursday, 18 May 2017

Erbsengaudi


Die wochenlange Leidenszeit scheint ihrem dem Ende zuzugehen (cross fingers! knock on wood! fast hätte ich knock on food geschrieben). Letzte Nacht erstmals ohne Schmerztabletten voll durchgeschlafen!
Als überzeugte Hypochonderin habe ich meine Versichertenkarte bis zum Maximum genutzt und bin jetzt von oben bis unten sowie seitlich und schräg durchgecheckt. Nicht viel zu finden. Vielleicht hat auch ein bisschen Magie aus Portugal geholfen...
Langsam lässt der Schmerz nach ("wegen guter Führung", wie Brizanne vorschlug) und das vor allem, wenn ich zu Fuß unterwegs bin.
Neulich war ich also in München, ein Spaziergang durch die Stadt. Die Sonne schien, meine Freundin Bine und ich saßen vor dem Stadtcafé, schauten über den Viktualienmarkt, am Gärtnerplatz kaufte ich vor lauter Euphorie aus Versehen fast eine Sonnenbrille für 300 Euro.
Bine half mir, diesen Wahnsinn zumindest nochmal zu überdenken. Lieber gingen wir noch ins Badercafé.





Wir besuchten auch das Eataly, und ich kann nur immer wiederholen, wie toll dieser Laden für Gemüse ist! Wenn in München, dann nix wie hin. Wo kriegt man sonst ein Dutzend Zucchiniblüten für 1.50?  Frische Erbsen, Agretti, fette Artischocken, 80c das Stück... Bine, die in Italien lebt, bestätigt dass der Laden eine echte kleine italienische Enklave in München ist.




Richtige Erbsen! die sind bei uns auf dem Land fast gänzlich dem Mais gewichen
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Real peas! Can't find them for love or money out here, it's all maize on the fields







Ich machte die eine vereinfachte Version der Fish Pie: Eine Stange Lauch in einer ofenfesten Pfanne mit gutem Öl anbräunen und weich dämpfen. Zwei oder frisch aufgetaute Fischfilets deiner Wahl drauflegen, und mit Kartoffelpüree (mit Baharat gewürzt) bedecken. Bergkäse/Gouda/Cheddar drüber reiben und ab in den Ofen für etwas eine halbe Stunde.

Dazu erfand ich blitzschnell dazu einen grünen Dip: eine Handvoll Erbsen mit einer Avocado, Salz, Zitronensaft und Olivenöl zu Mus mixen - fertig und superfein.


My painful weeks seem to be coming to an end, without ever finding out exactly where that pain came from exactly. But as a true hypchondriac I had everything checked by all means available, maxing out my health insurance card, and it turns out there is nothing much wrong with me.
Walking and yoga were the magical healers, sleeping was hell. But last night I slept for the first time in weeks for 8 hours, blissfully without the help of ibu/aspirin &co.

The other day I finally made it to Munich for a little stroll around town with my friend Bine, visiting from Italy (for those of you who know her: she got married!)

We sat around in cafés, visited several markets and a shoe shop and passed through Eataly, my favourite place for fresh and reasonably priced vegetables (courgette flowers, a dozen for €1.50, anyone?)
They also has fresh peas, not so easy to find around here.
I bought the peas, I made a fish pie and I mashed the remaining peas with an avocade, salt, lemon juice and olive oil into a sort of mushy pea-guacamole hybrid. Extremely delicious.
 Die Erbsen, die schon Sprossen hatten, pflanzte ich schnell in einen Topf. nach wenigen Tagen kamen die Erbsenpflänzchen an die Oberfläche!
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All the peas that had started sprouting I planted in a pot on the terrace - after a couple of days the shoots started appearing.

Thursday, 11 May 2017

Fade Nocken und Trümmer Knödel


Anmerkung: 20.157 Amerikaner und 1675 Russen haben heute scheinbar meinen Blog angeschaut. Sind die alle so scharf auf Knödel? Kann sein, denn als ich neulich mal den Hintertupfer Bene gegoogelt habe, bin ich auf einer russischen Seite fündig geworden.

Ja, der Polt, jetzt sogar der Große Polt! Da hat er sich mit seinen Konversationslexikon einen schönen Scherz geleistet. Unwiderstehlich ist er - was kann man an jemand nicht mögen, der "Versöderung" in seinem Lexikon aufnimmt? Er liebt ja, genau wie ich, die Wahlverwandtschaft zwischen der bayrischen und der englischen Sprache. Und er liebt Knödel. Aber noch mehr liebt er den "dumpling", weil der das Wesen des Knödels so genau beschreibt. Und die Krönung ist dann "a Mordstrumm dumpling". Nie mehr werde ich einen Kartoffelknödel anschauen, ohne ihn als Mords-Trumm (sehr großen) dumpling zu sehen.


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I am still suffering from this attack of lumbago sciatica slipped disc, ah, nobody knows what the hell got me. It's okay while you walk but the devil at nighttime.
But nothing will keep me out of the kitchen. One of the  dishes I made this week are these quark dumplings, accompanied by a simple tomato sauce:


Quarter an onion, put it in a saucepan with a good piece of butter (to taste, as they say), a tin of tomatoes or passata, a string of tomato puree and herbs-u-like - salt and pepper also to taste. No garlic!
Simmer for at least half an hour, more if you like.
I usually make a lot and preserve a couple of jam jars of it: wash lid and jar with very hot water, pour in the sauce and stand the jar on its head until cooled down. Keeps for about a week (tested), possibly longer.


Während dieser meiner Leidenszeit als Opfer von Hexenschuss  Ischias Bandscheibenvorfall alles Blödsinn, keiner weiß was - die leider immer noch nicht beendet ist - kann ich jetzt wieder ganz gut kochen, denn Stehen und Gehen, vor allem Spazierengehen, fällt mir leichter als Sitzen und ...oh Gott, Liegen... die Nächte... Schmerzenslager...
Tabletten scheinen auch nicht wirklich zu helfen. Aber Hunger habe ich ständig, wie pervers ist das eigentlich? Wenn ich mitten in der Nacht wachliege, denke ich an die nächste Mahlzeit, die ich kochen werde. Mei, wenn sonst nix geht?

Jedenfalls, dumplings. Mein Quarkkochbuch hat ein sehr schönes Rezept für überbackene Käsenocken, und das habe ich bildgetreu nachgekocht, so wie auch schon vor fünf Jahren, diesmal mit Bärlauch garniert und mit hauchdünn geschnittenen Zucchini serviert.
Dazu die genial einfache Tomatensoße von Marcella Hazan: eine große Zwiebel vierteln, dazu eine Dose Passata oder Pelati, Tomatenmark, Salz, und ein Stück Butter (ca. 50g für eine Dose).

Ich koche immer eine größere Menge, nehme also eine große Dose Tomaten. In heiß ausgespülte Marmeladengläser abgefüllt hält sie sich mindestens eine Woche - das habe ich getestet.

 Am Wochenend wagte ich mich ins Auto und wir fuhren nach Bad Feilnbach. Über der Sonnenbichlwiese erwischte ich im Wald noch den letzten Bärlauch, bevor jetzt alles zu Blühen anfängt. Ein knoblauchduftendes Paradies.
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Last weekend I dared myself to drive and we went to Mum's "resting place" which is overlooked by a large wood full of wild garlic. I just caught the last leaves in this garlic paradise, before everything now becomes swamped in flowers.

Friday, 5 May 2017

Aufwärts!

 
Es gibt auch Amüsantes im Unangenehmen - zum Beispiel die erstaunlichen Fakten, dass momentan 900 Venezolaner pro Woche meinen Blog lesen und dass ich viel Zeit hatte, mich mit meinem neuen iPhone zu befreunden. Ich ergötze mich an all meinen Lieblingsblogs, an Freudenschauern und Kleinen Freuden, am Salzkorn, Indian Flavours, chili und ciabatta sowie chocolate and zucchini, der Poesie von Quer - und allem dazwischen. Dazu Luisas wunderbares Portugal...
Die letzten Tage bin ich schon wieder in der Küche herumgewurschtelt, stehen geht irgendwie besser als sitzen. Kleine Spaziergänge Wird schon. Solange ich was kochen kann und mir sogar ein Hefeteig gelingt (nach der Physiotherapie, die mir zu Dehnübungen riet), ist nicht alles verloren.
Hier ist mein kleines Bilderbuch einer Genesung.
Gentle walks, hours spent getting to know my new iPhone, stretching exercises with yeasty dough in the kitchen: My getting well diary.
wo nicht viel Aufregendes passiert, dient alles zur Unterhaltung: Gleisreparatur in Grafing
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Where nothing much ever happens, everything becomes entertainment: rail tracks being repaired in my little town
Sturmwolken und Schneegebirge - Stormy weather, snowy mountains
Es wird wieder gebacken: Brioches *** Baking is occurring, with brioches
Trost im Essen #1: Sheperd's Pie mit Hackfleisch-Tomatensoße und Kartoffelbrei überbacken. Sie trägt übrigens auch den feinen französischen Namen Hachis Parmentier, einen deutschen gibt es es dafür wohl nicht.
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Days of comfort food, #1: Sheperd's pie
#2: Tartiflette mit Spargel/ with white asparagus

Als Nachspeise: ich hatte Windbeutel eingefroren, gefüllt mit Maronencreme-Schlagsahne. Heilt fast alles.
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I had choux pastries in the freezer, which we filled with a marrons glacés paste mixed with whipped cream. A cure for almost everything.

Tuesday, 2 May 2017

Pech, oder: tough shit...


Da wollte ich diese Woche sein.
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This is where I planned to be this week












Ich bin aber nicht dort.

Statt Lufthansl to London jetzt seit 9 Tagen auf dem Sofa, liegend. Diagnose Lumbago - das ist ein hundsordinärer Hexenschuss. Und der tut richtig weh.
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Well, it was not to be. Are you familiar with the expression: Going to hell in a handcart?
My ninth day on and around the sofa today.  They said it was lumbago. It hurts. And it's taking its time, on the sofa.

Saturday, 22 April 2017

Unterwegs

Aber es ist ja doch Frühling, in Elkofen, an den Spiegelweihern *** After all, spring is there in my village

 Ach - und hier noch Gedankenfutter für alle super-achtsamen EsserInnen: Achtung, Kollateralschäden!
Vielleicht doch besser einmal in der Woche heimisches Schweinefleisch für den Proteinhaushalt?

 
 
 Spargelgericht mit Schilchersekt. Ein Bild aus vergangenen Zeiten in unserer Müncher Wohnung
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A spring spread with asparagus and pink bubbly from those happy days in our Munich flat

Thursday, 20 April 2017

Ohne Titel oder: kr...&%$§?x

Zefix! meine kostbaren zwei Wochen Osterferien, und ich liege auf dem Sofa mit diesen komischen Rückenschmerzen und fluche auf die Kälte und das Aprilschneetreiben (übrigens völlig normal hierzulande).
Leide ich an kältebedingtem Ischias? oder sterbe ich an irgendetwas?
Da fällt mir immer der Witz ein: Krankenschwester zum Oberarzt: "Herr Doktor, der Hypochonder auf Zimmer 10 ist gestern nacht gestorben." Oberarzt: "Jetzt übertreibt er aber!"
Ich bin's nicht gewöhnt zu leiden, hatte mein Leben lange eine Konstitution wie ein Ochs. Jeder unangemeldete Schmerz führt unweigerlich zum Tod. Naja, hoffentlich nicht.

Aber dank Schmerz und Kälte fallen sämtliche Ausflüge, die ich mir so schön vorgestellt habe, ins Wasser und ich versuche, auf dem Sofa das Beste draus zu machen.
Nicht mal Lust auf Kochen habe ich, Alarmstufe Eins! Diese Woche vermurkste ich nur eine Ladung Spargeltörtchen.
Wenigstens kann ich in den WWW hinausmeckern. Danke!
Und bald fliege ich nach England, komme was wolle. Obwohl mir Portugal im Moment ein sicherer Ort zum Aufwärmen wäre. Mecker, mecker.

First world problems...

I am very much not amused as my precious Easter holidays are being ruined by  April snowfall (nothing unusual, by the way), plus the return of my mysterious back pain. Sofa was not what I had in mind for these holidays, and I don't even feel like cooking (apart from producing a batch of virtually inedible asparagus tartlets).
Red alert!
Having enjoyed a constitution like an ox all my life, every little unannounced pain is invariably The End. Which reminds me of my old joke: Nurse to doctor: "the hypochondriac in room Nr. 10 died last night". Doctor: "Now then, isn't that a little bit over the top?"
Try to be positive; at least I can whinge to the whole world.
Dear London, soon I will be there. But don't be offended when I say that I wish I had booked a ticket to Lisbon, a safer option for my chilled through self.
Wenn ich sage, keinen Hunger - ich meine damit, keinen großen Hunger. Also machte ich mir heute aus übriggebliebenem Kartoffelbrei zwei Kartoffelwaffeln. Einfach Püree mit einem Ei, geriebener Muskatnuss (oder Baharat) und Mehl mischen, bis ein streichfähiger Teig entsteht. Rein ins Waffeleisen deiner Wahl und schön bräunen.
Ein Seelentröster.
***
When I say I am not hungry, I mean - not very hungry. Always up for a bit of soulfood, I made these potato waffles with some leftover mash. Fold an egg and some flour into the mash to make a spreadable mix, season with nutmeg or baharat. Let the batter brown nicely in your nearest waffle iron.

Monday, 17 April 2017

Ostern auf dem Sofa


An diesem kühlen, verregneten verschneiten Osterfest kam die Lieblingsnichte auf eine dreitägige Sofakur zu uns. Keine Instagramtauglichen Gerichte wurden fotografiert, wir machten es uns zwischen schnellen therapeutischen Spaziergängen gemütlich mit Schoko- und anderen Eiern, Lammbratwürsten vom Biometzger mit Polenta und meiner Lieblingstomatensoße nach Marcella Hazan, einer Lasagne und dem Wohlfühlklassiker unserer Familie, Spinat mit Ei mit neuen Kartoffeln. Das Osterfrühstück mit geplanten Eggs Benedict fiel aus, weil wir alle zu lang geschlafen haben und uns hungrig an den Frühstückstisch stürzten. Dafür gab es selbstgemachte Scones die zwar genau wie Scones schmeckten, aber etwas unansehlich waren ("hab keinen Hunger" kommentierte die L.N.)

 


This cool, rainy snowy Easter my favourite niece came to stay and recover on our sofa for a few days. Between dutiful walks, we ate food that was delicious but not really instagramable. We had lamb sausages with polenta and my favourite tomato sauce. We had lasagne and the family's favourite comfort food, spinach, fried egg and new potatoes. My attempt at baking scones turned out thoroughly scone-like but not real beauties. Favourite niece said no thanks, she is used to better things from my kitchen. Easter breakfast was a rush job because we slept too long, but the quails' eggs went down a treat.




 Zur gleichen Zeit feierte Lola, meine liebste spanische Freundin, eine Hochzeit von zwei Freunden an einem sonnigen andalusischen Strand - dieses Foto ist einfach zu schön, wie aus einem Film von Fellini.
 Meanwhile, on a beach near Cabo de Gata in Andalusia, Lola celebrated a gay wedding that looks like a scene from a Fellini movie. Just had to share this picture.

Wednesday, 12 April 2017

Grün und Blau, mit Spinat

Fast ein Sommertag am Montag. Zum ersten Mal schwamm ich ein paar Züge im Steinsee, anstatt schreiend gleich wieder rauszustürzen. Der Wald und der See sind märchenhaft, Veilchen, Anemonen und sprießendes Blaubeerkraut, und mit dem Blau und dem leuchtend frischen Grün an den Bäumen möchte man dauernd nur jubilieren.

Auf dem Heimweg vom Steinsee bekam ich im Auto zufällig diese Sendung mit und war so gefesselt, dass ich mir daheim den Podcast anhörte. Faszinierend, mit welchem Willen und unglaublicher Motivation Verena Lugert (aus Augsburg) diese höllische Ausbildung in Gordon Ramsay's Sterneküche in London durchgezogen hat. Das Buch, das sie darüber geschrieben hat, "Die Irren mit dem Messer", werde ich mir sicher besorgen; vielleicht hilft es mir, den Wahnsinn Sternefresserei besser zu verstehen.
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Monday was almost like a summer's day, and I had my first almost swim in my beautiful local lake. Nature is all shimmering greens and blues, walking through the woods I saw violets and white anemones, trees in bloom and the water sparkling and blue. Managed a few strokes in the lake, almost a swim.
On the way home I listened to a radio programme about a woman (from Bavaria!) who managed to train in Gordon Ramsay's hell's kitchen and lived to write a book about it. Fascinating peek into the crazy world of Michelin starred cuisine. Jay Rayner very brilliantly stripped down one such establishment recently. Hilarious.
 Daheim machte ich einen Spinatstrudel aus meinem Lieblingsblätterteig, gefüllt mit Spinat, in etwas Butter geschüttelt und mit krümeligem Fetakäse gemischt, gewürzt mit Baharat und gedeckelt mit einer Schicht Teig. Blätter als Deko formen, oder gleich so essen... Dazu neue Kartoffeln vom Milliheisl um die Ecke, und geschmortes Zucchinigemüse.
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And back home I enjoyed my wonderful home cooking: spanakopita. My home-made staple quark pastry, filled with buttery spinach and crumbly feta cheese, seasoned with baharat. You can take or leave the  decorative leaves...
Served with new potatoes from the local farm and braised courgettes.

Saturday, 8 April 2017

Scheuklappen und Ohrenschützer

 Tulpen... Narzissen... Sonnenlicht... Spargelrisotto... Lammkoteletts... FRÜHLING!
Hier gibt es ein Risottorezept - aber das könnt ihr ja alle.. Die übrige Welt wird mal wieder AUSgeblendet.
Tulips.... daffodils... cute little flowers... lamb chops... sunshine... risotto with green asparagus... its SPRINGTIME
The rest of the world is lost to me.

Thursday, 6 April 2017

Khachapuri - Abenteuer mit Käsebrot

Als ich einmal in einer Kochsendung einer Frau zusah, die dieses Brot aus dem Ärmel schüttelte, dachte ich, hey, das sieht einfach und gut aus. Kann ich auch.
Liebe Georgier! Vielen Dank für dieses schöne Rezept, und entschuldigt bitte, dass das Ergebnis nicht so ganz eurem Original entspricht. Aber ich werde fleißig weiter üben, denn es ist trotz ästhetischer Unebenheiten sehr schmackhaft.
Liebe Blogleserschaft! hat von euch schon mal jemand erfolgreich Khachapuri gebacken? Tipps sind allzeit willkommen.
Ich habe diesen Hefeteig gemacht aus:
500g Mehl (1050), 20g frischer Hefe, einem Becher Milch, Prise Salz, TL Zucker und einem Ei.
Im gesiebten Mehl eine Mulde machen, darin die angewärmte Milch und die gebröselte Hefe anrühren und arbeiten lassen. Wenn dieser Vorteig aufgegangen ist, alles verkneten. In den Teig habe ich noch eine Handvoll Estragon verarbeitet; ich hatte irgendwo gelesen dass es das passende Kräutlein ist.

Hefeteig kneten ist eine lustvolle Angelegenheit, der Teig ist so seidig und geschmeidig, er lässt alles willig mit sich machen. Nach einigen Minuten meditativer Teigmassage lässt man die Teigkugel in einer zugedeckten Schüssel aufgehen.

Mein Teig übernachtete im Kühlschrank, weil ich  für die Weiterverarbeitung erst am nächsten Tag Zeit hatte. Er ging zwar auf, hatte aber eine etwas hart Kruste gebildet, die erst wieder weichgeknetet werden musste. Vielleicht war das der Grund, dass die gebackenen Khachapuri nicht weich, sondern eher krustig wurden.

Ich machte zwei Brote. Beim ersten - unten Mitte - war der Teig nicht dünn genug ausgerollt und die Käsefüllung kann sich nicht wirklich durchsetzen, es ist eben eher ein Brot geworden.
Das Zweite - unten rechts -  gelang mir etwas dünner und sieht dem Original ähnlicher.
Schmeckt alles gut und brotig, aber der Käseeffekt scheint mir etwas unterwältigend, obwohl ich dem Rezept folgte und eine Mischung von 1 Pckg.Feta und 1 Mozzarella nahm, gemischt mit ca. 30g Butter und wieder gehacktem Estragon.
Bei 180° habe ich das Brot ca. 40 Minuten gebacken.
Auf einem Rost noch warm mit Butter bestreichen und am besten lauwarm essen (kann auch im Toaster kurz wiederbelebt werden, wie georgische Poptarts).
 Dear People of Georgia! I tried my best to make khachapuri the way your grandmothers made it.
It didn't quite work out, but it's only my first try and I am determined to make it perfect next time!
Mine turned out very edible but a little too crunchy, and the cheese content wasn't enough of a feature. My homegrown tarragon came in useful, as it is the herb of choice for this recipe.
Meanwhile, I enjoyed working the yeasty dough and we will be eating it as our daily bread over the next few days.



Monday, 3 April 2017

Einfach schön!

Der Jodelfrühschoppen gestern in Taglaching war wunderbar, das Frühlingswetter hielt noch den einen Tag. Ein Traum von Sonne, Singen, Lachen und Biergarten. Vielen Dank an euch alle, die ihr gekommen seid und so schön gesungen habt!
P.S.: Das Wort Jodeldiplom fiel zum Glück nicht ein einziges Mal
Als erstes der Ohrwurm, der mich nächtelang verfolgte:






ach ja - zu Essen gab es natürlich auch. War ja schließlich Taglaching.