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Bring Sonne in die Küche! Wenn nicht, dann wenigstens Vollmond.

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Kaum scheint zwei Tage die Sonne, werde ich übermütig und kaufe Erdbeeren. Einheimische.
Aber denen merkt man leider sofort an, dass sie noch wenig Sonne auf dem Buckel haben.
Da hilft nur eins: viel Zucker.
Daher mache ich -  zum ersten Mal - eine Konditorcreme, crème pâtissière, nach einem französischen Rezept, wie ich herausfand, eine Art dicke Vanillesoße.
https://sz.de/1.2902022https://sz.de/1.2902022 Man bringe 250ml Vollmilch mit ausgekratzter Vanilleschote oder 1EL Vanillextrakt zum Kochen.
Wenn sie zu kochen anfängt, vom Herd nehmen.
3 Eigelb mit 50 g Zucker verschlagen, dann 10g Mehl und 10g Maiststärke darunter heben. Ein Drittel der warmen Milch über die Eiermischung gießen und glatt rühren. Dann das Ganze zu der heißen Milch geben und bei niedriger Temperatur rühren bis die Mischung dick und glatt wird.  Geduld! Kann dauern! Die Crème pâtissière in eine Schüssel gießen und mit zudecken, damit sich keine Haut bildet. Abkühlen lassen. Im Kühlschrank hält sie sich bis sie ge…

Ernähre mich redlich

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In den Bergen ist es auch bei schlechtem Wetter schön!   ***  Even in crap weather it's quite nice in the Alps

Obwohl ich schon wieder einen kleinen Trip ins Nachbarland anvisiere, bin ich jetzt erst mal daheim. Und erkältet. Geht's eigentlich noch, mit diesem Wetter? Das kann man ja nicht mal als Klima bezeichnen, was da draußen los ist.
Aber. Die Eisheiligen. Und es muss ja irgendwann regnen.

Also beruhigen wir uns, und stehen niesend und naseputzend in der Küche. Geradezu beseelt bin ich, so viel kann ich garnicht bloggen wie ich gerade koche und backe.
Heute zeige ich euch eine Premiere: ich habe zum ersten Mal Cantuccini gebacken.
Eigentlich sind das so Plätzchen, die ich im Ruffini zum Cappuccino kriege und eher liegen lasse, die harten Dinger - und keine Schokolade...
Jetzt in Italien hab ich sie aber anders kennengelernt, so wie sie eigentlich gedacht sind: man taucht sie in ein Gläschen Vinsanto und schlürft sie rein. Das geht übrigens mit jedem Süßwein, zum Beispiel…

Schlaflos? Ratlos? Sorglos!

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Gestern nacht, als ich mich ungewohnt schlaflos im Bett wälzte (zu viel Adrenalin im Anschluss an die Italienreise?) dachte ich über den Weltuntergang nach. Millionen Tier- und Pflanzenarten sterben aus, liest man, es kleben keine Insekten mehr an der Windschutzscheibe, der Klimawandel ist nicht mehr rückgängig zu machen, die dystopischen Bestseller füllen Bücherregale. Und wir tun nichts.

NICHTS?? Wer hat schon vor 30 Jahren gegen sauren Regen, Waldsterben, Atomkraft usw. angekämpft? Wer hat Müll getrennt und geht seit Jahrzehnten mit Leinensäckchen einkaufen? Wer teilt sich kleine Autos zu dritt und zu viert und dachte, mit Diesel fahren wir schadstoffarm? Wer ist in der Jugend per Anhalter und mit Railcard gereist anstatt mit stinkenden Flugzeugen? Wer hat mit langen Leitungen vom Haustelefon angerufen anstatt seltene Erden und giftige Metalle in der Tasche zu tragen? Das sind wir, die bösen Alten, die der Jugend ihre Zukunft stehlen.  Wir machten, was alle, die keine Mach…

Schon wieder Ferien!

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I was fully confident that I would write up my epic Italian trip today. Editing what feels like thousands of photos and life in general got in the way, and now I am cross-eyed with fatigue.
But before I go I would like to say that I'm proud of having travelled with only a shoulder bag full of clothes - luckily one of them was a warm sweater.
 ***
Eigentlich wollte ich heute meinen großen Italienbericht schreiben - ich weiß ja, die Welt wartet mit angehaltenem Atem darauf. Aber erst mal habe ich mich durch ungefähr tausend Fotos durchgearbeitet, und irgendwie kommt dann immer das Leben dazwischen. Jetzt bin ich jedenfalls so müde, dass mir die Fotos wie ein Kaleidoskop vor den Augen rumtanzen.
Aber ich kann schon mal vorausschicken, dass meine Schwester stolz gewesen wäre: ich bin mit einer leichten Reisetasche in den Zug nach Bologna gestiegen, mit Umstieg nach Terontola. 
 Mit diesem Blick bin ich morgens aufgewacht - wenn die Sonne schien.   ***  This is what I woke up to eve…

Leckere Nahostküche/ and an American staple

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Ja, es ist immer noch Frühling, wir haben Ausflüge in die wunderbar grüne Landschaft gemacht, die letzten Goldhasen sind noch nicht geschlachtet worden, und ja, ich bin zum ersten Mal richtig im Steinsee geschwommen, gestern, bevor der ersehnte Regen kam.

Aber heute gibt es mal wieder einen properen Foodblogeintrag. Ich bin wieder richtig im Schwung und habe viele neue Sachen ausprobiert. Zuerst mal was fürs Mittagessen.
Zu unserem pochierten Kabeljau (mit Erbsen und Salicornia) habe ich eine Romesco-Sauce gemacht. Sie ist köstlich und passt zu allem, als Beilage für eher weniger aufregende Gerichte, oder als Brotaufstrich.
30g Mandeln, egal in welcher Form30g  Haselnüsse1-2 Knoblauchzeheneine Scheibealtes Brot in kleine Stücke gerissen,3 oder vier geschälte Tomatenein paar gegrillte Paprika aus dem Glas1 Schuss Sherry- oder WeinessigOlivenöl1 Prise Salz (fleur de sel)1 Teelöffel Pimentón de la Vera/ geräucherter Paprika1 Prise Chiliflocken (Pul Biber von türkischen Geschäften).  Das …