Monday, 31 January 2011

Ach naja

Dieses Wochenende ging so manches daneben. Mein Quark-Guglhupf fiel böse zusammen und wurde speckig. Die selbst gemachten Nudeln schmeckten nach Leimkleber, das Wetter wurde nicht sonnig, die Lieblingsbauernwirtschaft unserer Familie überraschte uns erst mit ungenießbarem Schweinebraten - mein erster seit November - und dann mit der Nachricht, dass sie dicht machen. Und auf der Heimfahrt verlor ich irgendwie beim Abnehmen der Mütze einen meiner teuersten Perlenohrringe - KREISCH!! Als krönender Abschluss dann noch Schimanski statt Tatort, und der gruslige Schwedenkrimi: nicht mal die Entspannung vor der Glotze war mir vergönnt .
Eins nach dem andern: beim Guglhupf hatte ich das halbe Rezept gemacht für meine kleine Form und wohl etwas zu viel Topfen reingetan. Er sieht scheinheiligerweise perfekt aus, und ist ja auch ess-, aber nicht genießbar.
Den Nudelteig machte ich nach dieser Anleitung, ohne Eier. Super Video, schmeckte aber scheusslich. Ich hatte mich endlich an Margrets Nudelmaschine versucht, und es machte so viel Spaß, den Pastateig immer wieder durchlaufen zu lassen, dass ich ihn vielleicht zu dünn machte. Nächstes Mal dicker, und mit Eiern! Die Strozzapreti wurden also zu "malfatti", aber sie wurden gegessen, mit Ofengemüse. Das geht immer, und es war genauso schön wie es lecker war. Und das Wetter, das wurde zwar heute nicht sonnig , aber herrlich rauhreifkalt.  Eigentlich schon wunderschön, alles.
I had a weekend of annoying failures: my Guglhupf cake turned out all dense and yucky, the pasta I tried to make following this wild video came out tasting like paper glue, our family favourite country pub served us a not very good Sunday lunch today, possibly to cushion the impact of telling us that it  is closing down. The weather did not turn out sunny as promised, I lost one of my most expensive pearl earrings on the train when I took of my hat, and to top it all, the Stig Larssen film I had been looking forward to turned out to be nasty and unwatchable.
At least, I think I know what I did wrong to the cake, I simply didn't stick to the recipe. Ah well.
The pasta I made just with flour, salt, water and a bit of olive oil, and then drove it through my new toy, the pasta machine until it was paper thin and sort of dissolved when I cooked it. Next pasta attempt will be made with eggs.
At least I managed not to destroy the oven roasted vegetables which we ate with the so-called pasta.
And although the sun never showed, the frost did make the landscape quite unreally beautiful.
 sometimes I feel I am trying to do too much, maybe.

Saturday, 29 January 2011

Guilty pleasures

fish'n'chips. vom bösen discounter
wirklich eine todsünde
gegessen bei nacht und nebel
schmeckte nicht wirklich toll, aber
es war wie ein ausflug nach england
cheddar habe ich auch gekauft, gar nicht so schlecht. Ach, England.
fish'n'chips.
from the objectionable discounter
so against what we believe in
we couldn't resist
it tasted crap
but made us happy
like a quick seaside holiday
(bought the cheddar, too. oh, England)

Friday, 28 January 2011

Schnelle Nudeln

Als Vorspeise gibt's nochmal meinen  Lieblingslandler - diesmal mit Warnung für Kinderhasser: Kinderanteil ist end-cute!

Kühlschrankinhalt gestern: eine ältliche rote Rübe, ein Bund Frühlingszwiebeln und ein Stück Dolcelatte. Aber in meiner unerschütterlichen Kreativität, gegen die im Gegensatz zu  Nata anscheinend kein Kraut gewachsen ist,  fiel mir sofort das Bild ein, das ich fotografieren wollte. Die Rübe, geviertelt, kochte in ca. 15 Minuten al dente. Die Frühlingszwiebeln wurden geradelt und in Olivenöl angeschwitzt, und mit Dolcelatte zur Soße verzaubert. Geschmeckt hat es hervorragend. Abends kochte ich übrigens die Pappardelle im Rübenwasser und sie wurden überraschenderweise - "oraasch". 
 
 The contents of my fridge were desolate yesterday, a beetroot, a bunch of spring onions and a dollop of dolcelatte. Weather too horrid to venture out. Creativity was required and found, and so was pasta. I boiled the beetroot prettily on the stem and sprinkled it over a plate of tagliatelle (lunch) and pappardelle, cooked in the beetroot water which somewhat unexpectedly turned it orange (dinner). The sauce was sliced spring onions sautéed in olive oil and saucified with the dolcelatte. Highly recommended!

Wednesday, 26 January 2011

Libysch-bayrisch-schweizerisches



Jeden Morgen erstelle ich meine Umzugsaufgabenliste beim Frühstück neu - das Schlafsofa steht momentan ganz oben - der Transport ist etwas kompliziert, weil ich es gebraucht kaufe, es in FFB eingelagert ist und...wen interessiert denn das! Ich bin also ein bisserl durch den Wind, so dass ich nach dem Frühstück die Kerze ausschalten und den Radio (ja in Bayern ist er männlich, der Radio, genau wie der Butter) ausblasen wollte. Und dabei über den hosenträger-schnalzenden Seehofer kichern muss. Zum Glück ist meine Arbeit derzeit auf Sparflamme, und gesellig ist auch weniger los, da einige meiner Münchner Freundinnen anderen Ortes beschäftigt sind - zum Beispiel in Indien!! Da bleibt doch Zeit zum Kochen, und zum Bloggen, wie vielleicht schon aufgefallen ist. Hier ist also das Ergebnis meiner Inspiration durch den Blog von lamiacucina. Mein Mubattan Kusha - eine Art libyscher Sheperd's Pie - ist natürlich nicht ganz so bildperfekt gelungen - ich weiß nicht wie er das immer so hinkriegt - hat aber wunderbar geschmeckt. Das Rezept findet ihr hier. Ich habe ungefähr 550 g Kartoffeln genommen für uns zwei eifrige Esser, mich aber sonst sklavisch ans Rezept gehalten. Dill und Semmelbrösel hatte ich vergessen, aber der Teelöffel Ras-el-Hanout bewirkte wahre Wunder! 
I start every morning now by re-writing my to-do list. Currently the sofabed is topping the list - I bought it second hand - super bargain - and it is in storage somewhere quite far away...how to get it to the new house..but what do you care. Anyway, I am a bit distracted to the point where I finish breakfast and want to blow out the radio and switch off the candle. It is very lucky that my work is at a low ebb at the moment, plus my social life is reduced because some friends are away - for example in INDIA!! This leaves time for cooking, and for blogging, as you may have noticed. Here is the result of an inspiration by awesomely perfect Swiss blogger lamiacucina. My Mubattan kusha came out more like a sheperd's pie but, thanks to a spoonful of ras-el-hanout, acquired quite a respectably middle eastern taste. 
Slice about 500g potatoes and bake on baking paper for about 10-15 minutes, drizzled with olive oil.
Fry 250 g minced beef with a chopped onion, add some tomato puree and a dash of water, a handful of chopped parsley and a tea spoon of cinnamon (do it! it really makes a difference).
Beat 2 small eggs with a teaspoon of flour, add dill and parsley, salt and pepper to your taste.
Arrange one third of the potatoes in an oiled oven-dish, press the meat on top and cover with the remaining potatoes, the idea is fan-shaped. Cover with the eggy mix and put some bread crumbs with parsley on top (I forgot this part). Bake at 190° for about 25 minutes.

Tuesday, 25 January 2011

Gelber Dienstag

In einer der Sonntagszeitungen fand ich diesen Vorschlag für  würzige Millefeuille und habe es gestern abend (so ähnlich) als Begleitung zu einer Resterlsuppe  nachgemacht. Eine Platte Blätterteig in 8 Rechtecke schneiden, und die Teigstücke auf ein Blech mit geöltem Backpapier legen. Das Rezept sagt, oben drauf noch ein Papier legen und mit einem weiteren Blech o.ä. beschweren, damit der Teig nicht aufgeht. Ich finde, der Teig hätte ruhig ein bisschen aufgehen dürfen, also würde ich ihn nur mit etwas Leichterem beschweren (Hä?). Während der Blätterteig bäckt, habe ich eine Paprika,  in Scheiben geschnitten, mit Öl und Salz besteckt, in einer separaten Schale mit gebraten. Nach ca. 15 Minuten vier Blätter mit etwas gequirltem Ei bestreichen, nach 5 Minuten rausnehmen, abkühlen. Paprika braten bis sie weich ist, dann Haut abziehen. Zwischen jeweils zwei Blätter eine Creme aus Frischkäse und Gorgonzola (oder Feta, oder was immer du hast oder magst) streichen, die eierglänzende Scheibe oben, und die Paprika darauf verteilen.
So ein schönes gelbes Tableau heute früh unter meinem Fenster! Dabei fällt mir ein surrealisti-scher Dialog aus einem Kurzfilm von Luisa ein zwischen Herbert Achternbusch und Annamirl Bierbichler.
Annamirl: "Herbert, die Müllabfuhr ist da!"
Herbert: "Mia brauchan nix".

This pretty orange scene is what I saw from my window this mroning, and oh yes, I will miss my vantage point. The refuse collection reminds me of a surrealist conversation in one of my sisters short films:
Annamirl: "Herbert, the garbage van is outside!" Herbert: "We don't need anything".

And what's for dinner? The usual Monday night leftovers soup, with a savoury millefeuille. Cut a sheet of puff pastry in eight bits and bake them on a paper-lined tray. Put something  heavy on top of the pastry, on another sheet of paper, so they don't puff up too much. After about 15 minutes, pour some beaten egg on four of the pieces and bake until done. While they are baking, cook some sliced peppers, drizzled with salt and oil, in the oven until done, then skin them. When they have cooled a bit, spread cream cheese mixed with gorgonzola (or feta, or any tasty spreadable cheese) on four sheets and cover with the shiny eggy tops, arrange the peppers on top.

Monday, 24 January 2011

Schuld und Schokolade

Diese Schokoladendiskussion, die sich in den Kommentaren zu meinem letzten Eintrag entsponnen hat, ist schon hochinteressant. Zufällig passt sie auch zum Thema "charity shopping", über das ich derzeit schreibe. Fairtradeprodukte haben zwischen 1 und 2% Marktanteil in Deutschland, dabei sollten sich ja wohl inzwischen viel mehr Menschen Gedanken darüber machen, woher ihr Essen kommt. Aber bei "sollten" liegt genau der Hund begraben. Ich bin inzwischen überzeugt, wenn man nur an das "Gute im Menschen" und an unterschwellige Schuldgefühle appelliert, wird das nie eine faire Welt. Freiwillig gibt doch niemand seine Privilegien auf!  Aber wir können zumindest ein Bewusstsein davon haben, dass wir privilegiert sind. Es gibt ja immer mehr Lohas, die in Bioläden einkaufen und um Aldi und Lidl einen weiten Bogen machen. Natürlich ist es wunderbar, wenn man gutes Essen für sich zur Priorität macht und dabei auch noch bei den Produzenten einkauft! Nur Foodie-Snobismus ist mir ein Greuel: WAAS - die kochen mit TRÜFFELÖL!!! Die essen noch Tapas, wo doch dieses Jahr Sashimi dran ist! Haha - Cupcakes, Macarons! Sooo letztes Jahr!  Die Lobgesänge auf The Fat Duck, El Bullí etc. dieses Endlosschleife von Hypes - aha, Noma, bestes Restaurant der Welt, wow, die kochen mit Stroh! Und darf's vielleicht doch noch ein Schaumsüppchen sein?
Wie wäre es stattdessen mit Galette des Rois aus meinem Lieblings-Fastfoodstand am Münchner Hauptbahnhof? Günstig, süß und lecker. Die herrlichen Macarons (für nur €1,50) gibt's nämlich schon nicht mehr!
 

Here is what I buy in Munich Central Station when I go to my Mum's on Sunday: sadly, the delicious  macarons have already been replace with this delicious Galette des Rois.
My mention of using cheap chocolate for the Braunies has sparked of an interesting debate about correct consumption. My expererience is that goodness alone will not change the world, as our whole economic system is built on the assumption of rational self-interest. But there is no harm in being aware of our privileged situation and of a few food facts. I am very happy, for example, with Hugh Fearnley-Whittingstall and Jamie Oliver raising shoppers' consciousness  about over-fished types of fish. Anyone who promotes eating tuna and cod now should be ignored, or lightly biffed. And who knows, maybe all these anti-meat eating books will do some good in the end. But what I REALLY don't like is all that foodie faddy stuff - cupcakes are SOO last year, bring on the pies! What - you are still using TRUFFLE OIL? Tapas? SO last century - sashimi is where it's at in this new slim, electronic age. Foamed soup, anyone?
Remember: If you have food in the refrigerator, clothes on your back, a roof overhead and a place to sleep...you are richer than 75% of this world.
If you have money in the bank, in your wallet, and spare change in a dish someplace ... you are among the top 8% of the world's wealthy.
And if you are not, you can always try this.

Saturday, 22 January 2011

Braunies

Es ist Samstag, kalt, schneit ein bisschen, keine Pläne, keine Verpflichtungen. Pack-Hektik ruht. Umzug mit drei starken Männern für Mitte Februar organisiert. DVD schon geholt. Heute abend gibt es ein Gericht, das ich bei Lamiacucina gesehen habe und das mir leicht genug scheint, dass auch ich es hinkriegen könnte (davon später). Und es gibt köstliche Braunies, so wie in LaBraun, deren Rezept ich hier nachempfunden habe:
300 g Zartbitterschokolade mit 200 g Butter im Wasserbad schmelzen (und glaubt nicht, was ihr bei den Foodies lest - es muss nicht Valrhona sein). 150 g Zucker zugeben und gut verrühren. In der Zwischenzeit 5 Eier trennen. Eiweiss mit 2 Teel Vanillezucker und 1 Prise Salz steif schlagen. Die flüssige Schokolade aus dem Wasserbad nehmen und nach und nach die Eigelb unterrühren, dann 200 g Mehl (bei mir war es eine Mischung von Mehl und geriebenen Haselnüssen die ich von der Weihnachtsbäckerei noch übrig hatte). Dann den Eischnee unterheben. LaBraun rührt eine Handvoll Cranberries rein. Bei mir waren es Walnüsse.
Die Mischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen, 20 min bei 180 ° backen.

Ein Tipp: Sollte euch irgendjemand einreden, Eiweiß könne man mit dem Schneebesen schlagen ("geht genauso schnell!"): ES STIMMT NICHT! Eine halbe Stunde und eine Sehnenscheidenentzündung später hatte ich das Eiweiß endlich so weit, dass es stramm stand.

First of all: don't let any of those superfoodies tell you that it's easy to whisk egg white by hand. It is not, it hurts your wrists. Use your electric gadgets whenever possible. It's a brownie (or Braunie) sort of Saturday today, no tasks to complete, weather suggests indoor (in)activities, the removal van with three strong men booked for mid-February, and the "The Bourne Ultimatum" is waiting on DVD. I found this recipe for brownies in a German blog by the aptly named La Braun, and they are easy to make yet delicious.
So, melt 300g good chocolate (again, contrary to foodie lore, it does NOT have to be Valrhona) with 200g butter over hot water. Separate 5 eggs Whisk your egg whites with a pinch of salt, pour the yolks slowly into the melted stuff, then add 200g flour. I mixed the flour with ground hazelnuts left over from Christmas baking, and instead of the required handful of cranberries, I put some crushed walnuts in the mix.
Spread on baking paper on a tray and bake for 20 minutes at 180°C.

Wednesday, 19 January 2011

Meine Umzugswelt

Entrümpeln. Wertstoffhof. Umzugsliste. Umzugskiste!
Neuer Wohnort. Sprinter, Laster, Kleintransporter.
Schlafsofa. Kleiderschrank? neuer Teppich. Weg mit den Tellern. Was, alle? Liegen schon ewig herum, brauch ich für jedes Foto einen anderen Teller? Wintermäntel, seit 12 Jahren nicht getragen. Schaffell, Wolldecken, Kopfkissen. Zu viel.
Bring alles zur Diakonie. Das nehmen die nie!
Schlafmangel. Um 4 aufgewacht, Hunger. Will frühstücken. Zu früh. Kaffee um halb fünf? Was mach ich dann um halb neun?
Hilfe! Jetzt heißt es wieder an Wunder glauben.
So wie damals, vor etwa zehn Jahren, in London. 25 Jahre habe ich dort gelebt, 20 davon im gleichen Haus. Da ist einiges an Krempel angewachsen. Wie kriege ich das alles nach München? Mein schönes riesiges Bett von Myers in Crouch End? Meinen uralten Holztisch, die beiden Designerstühle von Heals, den Kelim, die Bilder, meine PLATTEN?? Die meisten Platten ließ ich dann dort, in realistischer Einschätzung meiner zukünftigen DJ-aktivitäten, und in der Hoffnung, sie irgendwann auszusortieren. 10 Jahre später warten sie immer noch.
Der Rest wurde von zwei freundlichen Brüdern erledigt, die in etwa aussahen wie Asterix und Obelix. Ich hatte die beiden, unbekannterweise in Grafing, vor ihrem Kleinlaster stehend, angequatscht und gefragt, ob sie Umzüge machen, eventuell auch von London. Sie sahen sich kurz an und sagten: "mia woitn scho oiwei zu Madame Tussaud". Eine Woche später übernachteten sie auf unseren Wohnzimmersofas in Archway, gingen morgens im strömenden Regen zu Mme Tussaud, packten nachmittags meine Besitztümer ein, fuhren los und lieferten alles mit Stumpf und Stiel im 3.Stock in Neuhausen ab. Das Ganze kostete mich 1.000 MARK!!! ein Wunder, eben.
Dazu gibt es Apfelpfannkuchen. Ihr wisst alle, wie man Pfannkuchen macht, aber hier nochmal: Zwei Eier mit einem Schuss Milch verquirlen, Mehl rein bis es ein dicker glatter Teig wird. Eine Weile ruhen lassen, dann in wenig Öl backen. Mit Zimtzucker essen.

My head is swirling with trying to get this move organised (not to mention other, unmentionable complications). All I see is heaps of books (to be taken to the local library), piles of magazines (I am NOT hanging on to these!), two tons of crockery ("You can't possibly need all these plates" - "yes I do, for the fotos"), coats, jumpers, jewellery, handbags - all to be taken to the charity shop ("they will never take all that junk" "Junk? what junk, this coat is as good as new"etc.) In a funny way, I feel like I would like to leave everything behind and make a fresh start, just me, my laptop and my collection of beautiful car boot sales china. And the new sofa bed, which I bought second-hand but it's actually brand new. I am moving to fresh air and sunshine, I want to leave everything old and dusty behind. It feels sinful, but I even look at my old books without any real love.  The big wooden bed from Myers in Crouch End is coming, of course. It already lived through the move from London, which was a miracle in itself. Two brothers I accidentally chatted up in the street with an eye on their lorry: did they by any chance want to do a removal from London to Munich? And they jolly well did ("always wanted to visit Madame Tussaud's"). Came to Archway, slept on our sofas, went to Mme Tussauds and then took all my things to Munich, third floor flat. For a paltry 1,000 Deutschmarks. Now I am waiting for a repeat miracle that will place me in the middle of that beautiful countryside.
Lunch today: apple pancake, with apple rings fried in butter and covered with pancake mix. You DO KNOW how to make a pancake batter by now? Whisk two eggs with a shot of milk and enough flour to make a thick batter, leave to rest for a little while, then bake in hot oil. Eat with cinnamon sugar.

Monday, 17 January 2011

Der Frühling kommt mit Salaten

Da wir am Wochenende eine kleine Hitzewelle erlebten, hier in Bayern, machte ich mal wieder Salat. Und zwar Caesar Salad - ohne Apostroph übrigens. Dieser harmlose Salat wirft oft heftige Streitfragen darüber auf, wie man ihn machen darf. Das Grundrezept ist  einfach und dem Gourmet heilig. Aber es gibt so viele Varianten wie es Köche gibt, und die Salatsoße mit rohem Ei zu machen, ist heutzutage nicht ohne Risiko!
Ich habe eine Salatsoße aus Yoghurt, Zitrone, etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer und meinem besten Currypulver zusammengerührt, die ungelogen super schmeckt. Dieselbige wird über einige ausgesucht frische Romana-Salatblätter (es geht auch mit anderen gekräuselten Salatsorten) gegossen, die mit gehobeltem Parmesan, ein paar Kapern und - nach Wunsch - ein paar Sardellen dekoriert sind. Dazu gibt's Croutons, in Olivenöl gebraten. Falls kein Käsehobel vorhanden (ich hätte übrigens einen übrig - wer mag?) darf der Parmesan auch ungehobelt sein. Ich habe mich zudem erdreistet, dazu gegrillte Hähnchengujons zu servieren. Das wird oft von Caesar-Puristen als unauthentisch abgelehnt, aber zwei erwachsene Menschen leben halt nicht vom Salat allein. Ich bin ja nicht Nathalie Portmann. Und heimlich gab's auch noch ein paar Bratkartöffelchen dazu.
We experienced a minor heat wave this last weekend in Bavaria, so I felt like making a Caesar salad (without any annoying apostrophes). There are a lot of gourmet puritans out there who feel that any diversion from the original recipe is a mortal sin. We don't believe that, of course, so we leave out the raw egg which these days could be risky. Instead I made a dressing of yoghurt, salt, pepper, some lemon juice and a teaspoon of my best curry powder, drizzled over some crunchy crinkly lettuce leaves, together with some capers and parmesan shavings. I left out the anchovies, not a family favourite, instead we had the grilled chicken pieces dreaded by the puritanical Caesar lovers, along with the croutons (allowed. And call it fried bread, if you like). And some fried potatoes. Yes.
one of these could be yours!

Saturday, 15 January 2011

Warten auf Schnee

Gestern habe ich mir gestern im Schlussverkauf diese wunderbaren Lederfäustlinge von Roeckl (made in München, auch noch) gekauft. Nein, ich fange nicht an zu boxen! Seit zwei Jahren beäuge ich sie, fand es aber moralisch unvertretbar, 70 Euro für ein Paar Handschuhe auszugeben. Gestern fand ich sie, ein Drittel billiger...und hatte die nötige Rechtfertigung: ich brauche doch feste warme Handschuhe für meine Radfahrten zum Bahnhof, in der neuen Heimat!
Yesterday I bought myself this nice pair of leather mittens, made in Munich. In the sales. I have been eyeing them up for two seasons now, but didn't feel justified to spend that much just on gloves. I am not taking up boxing, by the way. They are going to protect my tender hands when commuting by bicycle in my new country home. Hey presto - justified!

Friday, 14 January 2011

Cheap and cheerful

 Eines meiner Geschenke der letzten Zeit war ein rätselhaftes Gerät, das sich als Olivenentkerner entpuppte ("ich hab dir was gekauft, was du dir selbst nie gekauft hättest"). Also musste ich schnellstens ein Gericht (er)finden, für das ich Oliven entkernen muss. Es heißt: Pappardelle alla Napoletana, ist schnell, billig und vegetarisch. Pappardelle al dente kochen - was sehr schnell geht. Daneben in einer Pfanne eine geschnittene Zwiebel mit Oregano in Olivenöl anschwitzen, eine Dose "Pelati", geschälte Tomaten, rein, dazu eine Handvoll entsteinter und kleingeschnittene Oliven, ein paar Sardellen (kann man gerne weglassen) und Kapern reinrühren, etwa 10 Minuten köcheln lassen. Ich hatte noch Reste einer Ziegenkäserolle im Kühlschrank, die legte ich oben drauf und liess sie bei geschlossenem Deckel schmelzen - statt Parmesan. Sieht nicht so elegant aus, schmeckt aber sehr gut. Das einfache aber interessante Mahl wurde von frisch ausgepresstem Blutorangensaft begleitet.
One of my recent presents was a mysterious, slightly gynaecological-looking, implement that turned out to be an olive pitter ("You said you wanted something you wouldn't buy yourself"). So I quickly had to come up with a dish that requires pitted olives. I found it in pappardelle alla napoletana - a cheap, cheerful and thoroughly vegetarian dish. Whilst cooking the papps al dente, fry a chopped onion and oregano in a pan with good olive oil - do not let it get too hot. Add a small tin of tomatoes, a handful of !pitted olives! and a handful of capers, plus anchovies if you like them, and simmer for some ten minutes. I happened to have a roll of goat cheese in the fridge, so I put slices of it on top of the sauce and melted it with the lid on, instead of parmesan. As a vitamin injection, I accompanied my modest but interesting lunch with a glass of freshly squeezed blood orange.

Thursday, 13 January 2011

And the winner is....


Ich freu mich sehr, dass Jutta vom Blog Lorbeerkrone mir den "Liebster Blog Award" weitergegeben hat. Die Lorbeerkrone ist ein phantastisches Kompendium italienischer Kochrezepte und ganz nebenbei auch Lebensart, in das ich gerne hineinlese und aus dem ich auch schon ein oder zweimal etwas nachgekocht habe (wobei das meiste noch auf meiner "Muss ich unbedingt ausprobieren-Liste steht). Dass Jutta mich mit Almodóvar in einem Atemzug nennt, hat mich besonders gefreut! Die Entscheidung, an wen ich diesen Award weitergeben möchte, ist schwer. Es gibt so viele Lieblingsblogs mit wunderbaren Rezepten! Ich entscheide mich mal für Maxivida, die sich die Liebesmühe macht, jedes Rezept aus dem handgeschriebenen Rezeptbuch ihrer Großmutter nachzukochen. Der kosmopolitische Blog stammt aus Karlsruhe, ist auf serbisch und englisch geschrieben, und das Betrachten der Fotos allein ist ein Gefahr für die Linie. Ein weiterer Blog, der mir Freude macht, mich zum Lachen bringt und oft genial einfache Rezeptvorschläge hat, ist die junge Wilde aus Hamburg, bei der man auch von kollektiven Essenserlebnissen, leckeren Reisen und dem Leben im Schrebergarten erfährt.

Und jetzt gibt es zur Feier des Tages ein winterliches Risotto mit Radicchio für zwei:
Einen Schuss Olivenöl erhitzen, ma non troppo.
kleingeschnittene Schalotte anschwitzen, dann eine Tasse Risottoreis (Arborio und Carnaroli sind die Sorten die es meist gibt. Bei Armut geht auch Milchreis) mit anbraten,  rühren bis er gut mit Öl bedeckt ist. Dann mit einem halben Glas Weißwein ablöschen, den Rest trinken. Einen kleingeschnittenen Radicchio drungermischen. In einer Tasse habe ich ein Päckchen Safran (aus spanischen Lebensmittelläden, zum Beispiel in London's Portobello Road hihi) mit etwas warmem Wasser auflösen und in den Reis rühren. Dann immer wieder mit leichter Gemüsebrühe aufgießen, hin und wieder rühren. Wenn die Flüssigkeit ganz aufgesogen ist und der Reis glänzend und weich aber noch bissfest ist, ist er fertig. ein Stück Butter und geriebenen Parmesan druntermischen, essen.
Today, I was awarded a German food blog award by a German-Italian blogger, Lorbeerkrone , crown of laurel (also known as bay leaves, in the kitchen). Her project is 52 weeks of Italian home cooking, offering an insight into what happens in Italian kitchens. 
So, I am very chuffed today and intend not to rest on those laurels. I am passing the award on to two interesting food bloggers who allow us cultural insights into their lives. Karlsruhe-based Maxivida is reviving baking recipes from her Serb Granny's recipe book with mouth-watering results. Her fotos are particularly wonderful and inspiring to look at. Another German blogger whose approach to food is wild and refreshing is Hamburg-based Schnickschnackschnuck (try pronouncing that) who allows us insights into her wild-sounding dinner parties, her allotment and takes us on gourmet holidays.
To mark the occasion, I am posting a risotto with radicchio I made yesterday.
Heat up some olive oil (or butter, if you prefer), add a chopped shallot and fry for a few minutes.
stir in the rice in until it is well coated with oil. I use special fat risotto rice like arborio or carnaroli - when we are poor we can use pudding rice.
Pour a small glass of white wine in while you're drinking, then the chopped radicchio.
Dissolve a sachet of safran in some warm water - I bought mine in the Spanish supermarket in Portobello Road.
Add vegetable stock (prepared earlier) gradually, stir occasionally. The risotto is ready when the rice is plump and almost soft. Add some grated parmesan, butter if you like. Eat.

Nachtrag:

Die Regeln zum Verleihen dieses Awards:
“Dir wurde der Award verliehen und du möchtest ihn gerne weitergeben?
Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postest und die Anleitung reinkopierst (= der Text, den du gerade liest). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat und sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst und ihr den Link deines Award Posts da lassen.
Danach überlegst du dir 3 – 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst und die Besitzer jeweils per Kommentarfunktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.
Liebe Blogger: Das Ziel dieser Aktion ist, weniger bekannte, gute Blogs an’s Licht zu bringen. Deswegen bitte ich euch keine Blogs zu posten, die ohnehin schon täglich 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger und Leute, die zwar schon eine Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.”

Wednesday, 12 January 2011

Januar, keine Überraschung, aber:

leichter Regen             bedeckt,mäßiger Regen            leichter Regen                  
5 / 5°C                      5 / 5°C                                  6 / 5°C

  

 
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Tuesday, 11 January 2011

Marmorkuchen, wiederauferstanden aus der Kryogenik



Für alle, die mit angehaltenem Atem darauf warteten zu erfahren, was mit dem eingefrorenen Rührteig passiert ist: es funktioniert. Der Marmorkuchen, noch nicht marmoriert, wurde in seiner Zweitversion zum Zitronenkuchen: aufgetauten Teig backen, wenn leicht abgekühlt mit Holzstäbchen Löcher reinstecken, Zitronensaft drüberträufeln und mit Zitronen-Puderzuckerglasur bestreichen. Saftig und erfrischend. Fast noch besser als die Marmorvariante.
For all of you who were gasping to know what happened to the dough left over from the marble cake which I put in the freezer: it works. It was reincarnated as a lemon cake. After baking, I pierced it thoroughly all over, poured lemon juice over it and covered it with with a lemon-and-confectioners' sugar icing. Juicy and refreshing, I almost prefer it to the marble version.

Sunday, 9 January 2011

You're nothing but a Hot Dog

Ach du schöne Blogwelt!! Durch Arthurs Tochter bin ich auf Umwegen zu Elvis gekommen, der wäre nämlich heute 76 geworden. Auch so ein zum Übergewicht neigender Steinbock. Sogar ich bin zu jung, um von Elvis wirklich existentiell geformt worden zu sein (meine erste Liebe war Bob Dylan), aber man kommt ja nicht an ihm vorbei, ohne ihn gäbe es wohl keine Rolling Stones.... Angeblich hat er sich ja zu Tode gefressen, und bei Leibspeisen wie den seinigen verwundert es nicht. Zu meiner Erleichterung machen berüchtigte Elvis-Specials wie die im schwimmenden Fett herausgebackene Erdnussbutter-und-Bananensandwiches mich nicht im Geringsten an....Wer mehr über die Elvis-Diet lesen will, kommt bei Stevan Paul auf seine Kosten...
Through a few meanders through some legendary German food blogs such as Nutri-Culinary  I came across Elvis Presley , who would be 76 today had he not eaten himself to death...Another over-eating capricorn then. He was not the musical love of my life - even I am too young for Elvis. I woke up to the voice of Bob Dylan. Elvis lived to eat, as his one-time cook, Mary Jenkins Langston, was quoted: "He said that the only thing in life he got any enjoyment out of was eating". Luckily, his diet, such as the infamous Fried Peanut Butter and Banana Sandwich, has zero appeal for me. Maybe food blogging would have saved his life.

Friday, 7 January 2011

Ahh, Marmorkuchen

Marmorkuchen - ein besseres Mittel gegen den Winterblues, gegen innere Erdbeben, gegen dieses vage, völlig ungerechtfertig-te Hungergefühl gibt es wohl kaum. Denn Marmorkuchen ist der erste Kuchen, an den ich mich erinnern kann. Er wurde samstags in einer kupfernen Guglhupfform gebacken, leicht, locker und immer perfekt marmorn. Übertroffen wurde er nur von Tante Miggis Kuchen ("12 Eier!" heutzutage wahrscheinlich schon nicht mehr legal). Dazu gibt es unbedingt "Schlograhm"  (Schlagsahne), da Kuchen etwas trocken.
Sollte es tatsächlich hier jemand geben, die nie einen Kuchen gemacht hat: dies ist ein perfekter Anfängerkuchen.
250 g weiche Butter mit 200 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker mit Schneebesen verschlagen, 4 Eier dazu.  Langsam 400 g Mehl, 100g Stärkemehl und 1 Päckchen Backpulver reinrühren, zwischendurch Milch dazu, damit der Teig geschmeidig bleibt. Die Hälfte des Teiges in einer Schüssel mit 30g Kakaopulver verrühren. Die beiden Hälften in einer gefetteten und bemehlten Guglhupfform oder Springform mit Napfkucheneinsatz durcheinander ziehen. Ca. eine Stunde backen, rausnehmen bevor er verbrennt (der Messertest!). Abkühlen, umstürzen, Puderzucker draufschneien.
Ich machte den Kuchen in einer Mini-Form, die mir jemand geschenkt hat der verhindern will, dass wir zu zweit immer Familienportionen essen.  Den Rest des Teigs habe ich eingefroren - für morgen, oder übermorgen...

Marble cake is the cake that makes things all right. It is the perfect antidote against vague inner turmoil, the January blues, that vague undefined hunger. This cake was made throughout my childhood, by my Grandmother, in a copper cake tin. Its goodness and perfection was topped only by my aunt's sponge ("twelve eggs!" It would be illegal today.) It is also easy to make:
Beat 250 g softened butter with 200 g sugar and 1 packet good vanilla sugar (homemade, by putting a vanilla pod in a jar of sugar?), gradually add 4 eggs. Add 400 g self-raising flour and 100g cornflour, and milk to keep the dough supple. Mix half the dough with 30g good cocoa powder, then put the two dough halves into a buttered and floured guglhupf tin and mix with a fork. Bake for about an hour or when a knife comes out clean. When it's cooled, sprinkle with confectioners sugar.
I made the tiny version in a tiny Guglhupf tin I got for my birthday, From someone who wants to save our two-person household from eating family-size portions, which we do, regularly. So I put the remaining dough in the freezer.

Thursday, 6 January 2011

Die fade Zeit

Gerade habe ich den Eintrag von Frau B. gelesen, über die staade Zeit, und festgestellt dass es sich für mich weniger staad als fad anfühlt. Erst der Glanz, die Kerzen, die Plätzchen, die Freunde, die Gelage, und jetzt - nichts. Graue greisliche Tage, wir kriegen kein Ausflug auf die Reihe, das Leben ist eine Serie von kleinen albernen Problemen, die gelöst werden wollen. Als Gegengift habe ich gestern die besondere Köstlichkeit Kalbsgeschnetzeltes mit getrockneten Morcheln, vom Viktualienmarkt, gemacht und dann vor lauter Gier vergessen, es zu fotografieren. Deshalb hier ein Bild von Chuck auf flickr - so ähnlich sah es aus:

Für 2 Personen 10g getrocknete Morcheln etwa eine Stunde einweichen, 300 g Kalbsschnitzel oder Kalbskotelett in dünne Streifen schneiden, salzen, scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen und warmhalten.
2 kleine Schalotten klein würfeln und in Öl anbraten, die eingeweichten Morcheln dazu geben und andünsten. Ein kleines Gläschen Weisswein, oder einen Schuss Noilly Prat, sowie das Morcheleinweichwasser aufkochen und um 1/3 reduzieren, 1/2 Becher Sahne dazugeben und weiterköcheln. Fleisch in der Sauce wärmen und mit Spätzle servieren. Ich habe keine weiteren Gewürze genommen, um dem Geschmack von Schalotten und Morcheln freien Lauf zu lassen.  Ich hatte von Morcheln irgendwie einen ganz umwerfendes Geschmackserlebnis erwartet; es war fein, aber keine Sensation. Vielleicht probiere ich nächstes Jahr mal frische Morcheln. ("Was macht ihr im Urlaub? Wir gehen morcheln").
Predictably, I am finding myself in a bit of a grey zone after the recent social whirl and celebrations. Weather is grey, too, endless little tasks are cluttering up my days and don't leave me time to get out somewhere nice. I need some pampering...OK same old same old...As an antidote, I decided to cook something special yesterday: Veal goujons with morels in a cream sauce, with homemade southern German pasta blobs called Spätzle.
For two people, 10g of dried morels, soak in water for an hour or so; fry the salted goujons in hot oil for a few minutes, then save in a warm place. Fry in the same pan two finely chopped shallots until glassy, then add the softened morels, cook for a bit. Add a small glass of white wine (or the good old Noilly Prat if you wish) and the water the mushrooms were soaked in and reduce by one third. Add double cream to taste, as they say, and simmer some more. Put the meat back to warm in the sauce and serve with the pasta. No other condiments please, morels and shallots pack a lot of taste. I was just a little disappointed: although delicious, it wasn't the taste sensation I expected. Maybe fresh morels are it!

Tuesday, 4 January 2011

Auf gehts in 2011!

Eure vielen Geburtstagsgrüße haben mich umgehauen, und ich hab mich unglaublich gefreut. Melanie P. hat mir zum Geburtstag dieses reizende Gedicht geschenkt und das möchte ich euch allen weiterschenken:
manchmal steh ich neben mir
und sage leise “Du” zu mir,
ich sage “Du”, du bist ein exemplar
wie keines jemals vor dir war
du bist der sterne der sterne
ach...das tut gut
das hör ich gerne
Und jetzt wieder zurück zur Tagesordnung, mit einer Radltour durch die Stadt bei -5°C, um ein Sofa zu besichtigen, und einer Gemüsesuppe, die den Süßigkeitenberg abtragen soll. Zwei große Kartoffeln, drei Selleriestangen, eine große Karotte und ein Stück geschnittenen Ingwer mit Biosuppenwürfel kochen, grob pürieren, einen Löffel Yoghurt rein, essen. A gsunds neis Jahr dann! 
I was knocked out by all your birthday wishes - many many Thank Yous! Today it's back to business as usual, starting with a bike ride across town at -5°C to look at a sofa, and a hearty vegetable soup to counteract the mountains of sweet stuff
Cook 2 large potatoes, three celery sticks, a large carrot and a knob of ginger with some veg bouillon, blend just short of puree, add a dollop of yoghurt, eat. A happy and healthy New Year!

Monday, 3 January 2011

Happy 63

Heute hab ich Geburtstag, und heute bin ich 63. Und im Gegensatz zu vielen Todesmutigen, die älter werden super finden, ist mir diese Zahl schon ein bisschen fremd. 63, das ist richtig alt, díe lässt sich nicht mehr schönreden. Aber, hey, es ist nur eine Zahl. Irgendwie hat die mit mir auch nichts zu tun. Und ich werde auch jetzt nicht jeden Tag mit dem berüchtigten Zitat der alternden Dorothy Parker anfangen: "What fresh horror is this?", sondern mich darüber freuen, dass ich:
  • immer noch erkennbar ich selber bin
  • wahrscheinlich keine Pickel mehr kriege
  • nicht mehr darauf scharf bin, von irgendwelchen nachträglich sich als Vollidioten entpuppenden Männern mit Pilotensonnenbrille angemacht zu werden
  • irgendwann aufhörte, meinen Körper als Kriegsgebiet zu empfinden und ihn einfach sein ließ
  • keine Enkelkinder habe
  • in Bayern lebe, in England zu Hause bin, in Spanien eine kleine warme Zweigstelle habe und jetzt wohl auch öfter in Portugal sein werde
  • eine kleine Rente habe, die mich motiviert, am Arbeitsleben weiter - aber nur noch minimal - teilzunehmen
  • trotz meines sorglosen - manche würden sagen verantwortungslosen - Lebensstils im Alter nicht unter einer Brücke wohne
  • abends Kaffee trinken kann und trotzdem schlafe - und wenn nicht, ist es auch egal
  • ab März ein Kochlabor habe das ungefähr doppelt so groß ist als jetzt
  • und dass mein Körper geschmeidig genug ist, sich in Yogaübungen zu verwickeln.
Ich trinke ein Gläschen auf die Menschen, die mein Leben so wunderbar machen. Ihr wisst schon, wer ihr seid. Und bedanke mich bei meiner Mutter, die ab Silvester Wehen hatte und mich schließlich mit mehreren Gläsern Sekt raustrieb. Noch Fragen?

It's my birthday today. I am 63. A number that does not thrill me, but I am not scared of it either (and spare me the 60 is the new 40, because it isn't. 60 is the new 60). But somehow, it is just a number and does not define me in any way. I am not planning to stay forever young, but I can't avoid being part of the generation that substituted classical music with rock'n'roll. Neither will I greet every new day with the ageing Dorothy Parker's notorious exclamation: "What fresh horror is this?". I plan to enjoy the fact that I:
  • remain recognisably myself
  • am unlikely to ever get acne again
  • don't depend on some guy in aviator sunglasses nor the intense and interesting intellectual giving me his attention any more
  • stopped viewing my body as a war zone at some point and left it to do its thing
  • don't have grandchildren
  • live in lovely Bavaria, am completely at home in England, have a warm spot in my heart for Spain, and probably will spend a bit of time in Portugal
  • have a very small pension that will encourage me to keep active with my work - but not too much!
  • am, despite my not exactly forward-planning lifestyle, not living under a bridge
  • can drink coffee at any time of day and still sleep. And if not - who cares?
  • will double the size of my cooking lab starting in March
  • have a body that willingly contorts into yoga positions
Here's to all the people who have made my life wonderful. You know who you are.
And thanks to my Mother who was in labour from New Year's Eve and finally drove me out by drinking bubbly. Say no more.

Saturday, 1 January 2011

Gut gerutscht

Bei uns gab es zu Silvester den wunderbaren Fenchel-Orangensalat mit einem Orangensaft-Saure-Sahne-dressing, dazu Pappardelle mit Rindfleischsugo, danach Mousse au Chocolat, Wunderkerzen und einen kleinen Spaziergang durch die Tretminen und Böller zum Nymphenburger Kanal. Heute Ruhetag.




We celebrated the New Year's Eve with a fennel and orange salad, dressed in creme fraiche with orange juice, and pappardelle with a beef sauce. Chocolate mouse for dessert, served with sparklers. At midnight, a walk down the canal through the usual land mines and other dangerous and noisy shooting stuff.
Today, we rest.