Tuesday, 4 December 2012

Wuthering Föhn

Was für ein Tag ist das denn heute - ein Föhnsturm schiebt die Wolken mal über die Sonne, mal wieder weg und taucht alles in ein überirdisch strahlendes Licht. Mal fotografiere ich meine Backwerke in strahlendem Sonnenlicht, mal mache ich die Lampe an. Mei, der Winter halt....und wie der Engländer so witzig bemerkt "only four more months now".
Ich mag den Winter schon, ich liebe den Wechsel der Jahreszeiten. Aber man muss es nicht übertreiben. Und irgendwie merke ich, dass mir heuer die Energie für den Advent fehlt. Kein Bock auf Kranz, die Deko bleibt im Keller, nur im Hausflur der schöne Mistelzweig, den uns Luisa aus dem Wald mitgebracht hat.
Dafür freue ich mich auf das völlig hedonistische Londoner Kontrastprogramm: Glitzer, Kitsch, Menschenmassen, Weihnachtsbäume in jedem Fenster an dem man vorbeigeht, Geschenke werden gekauft, dass die Schwarten (Kreditkarten) krachen, es wird getrunken und gefeiert.
Die Erkältung habe ich mehr oder weniger hinter mir, und die ersten Regungen in Richtung Food&Foto rühren sich. Gestern habe ich mir sogar zur Belohnung Chocolate Brownies gebacken, weil kindisch einfach, kaum Arbeit und alle Zutaten im Haus. Ich habe nämlich, wie schon erwähnt, immer ganz viele Vorräte hier, falls wir hier draußen mal von der Welt abgeschnitten werden sollten.
190g Rohrohrzucker und drei Eigelb schaumig schlagen. 190g Butter mit 190g dunkler Schokolade im Wasserbad schmelzen, Ich reibe etwas hinein, nach d bin ich süchtig. Schoko-Butter in die Eiermasse rühren, dann 150g Mehl mit etwas Backpulver, 40g Kakao und 100g gemahlenen Mandeln oder anderen Nüssen mischen. Ich persönlich reibe eine halbe Tonkabohne rein, der Geruch allein macht mich süchtig. 
Steifgeschlagenes Eiweiß darunterziehen. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech oder eine Form gießen und etwa 30 Minuten bei 180° (Umluft 160°) backen. Ich würde die Brownies evtl. auskühlen lassen, bevor ich anfange zu essen...
 Strange day today, one of those wuthering kinds, clouds, sun, wind, light, darkness at 3p.m....winter. But as my English philosopher says, in his inimitably laconic way: "only four more months now".
I don't mind winter, I love the change of seasons, but here they are overdoing it a bit. I don't even feel christmassy yet, no desire for candlelights and green twigs...unheard of for me.
Now I am looking forward to the cheap thrills of a London Christmas: roll on noise, glitter, booze, gaudy trees, piles of presents....
My cold seems to be on the way out and I feel the first stirrings of food and photography again. Yesterday I baked chocolate brownies, because it's easy, quick to make and I had all the ingredients. You know, of course, that I always have quite a lot of stuff in store here, from Ryvita to trout caviar, just in case we're marooned or snowed in (chance would be a fine thing!).
Beat 190g brown sugar and three egg yolks until fluffy (that is the word Delia uses!)
Add 190g unsalted butter (in Germany, it is usually unsalted) and 190g dark chocolate,
melted together. (I also grind half a tonka bean in, I love it).

Stir in 150g plain flour with a teaspoon of baking powder, 100g ground almonds or hazelnuts and 40g cocoa. Fold  in the beaten eggwhites. Spread the batter on a tray laid out with baking paper, bake for about 30 minutes at 180° (fan assisterd 160°). Give it a chance to cool down before eating.

9 comments:

  1. Ach ja, für London würde ich auf die Weihnachtsnummer auch leichten Herzens verzichten können.
    Gibt es eigentlich noch Pork&Duck Läden? 1 Pfund 10 kostete das mal, eine riesige Kanne Tee gab es dazu.
    Ach ja, diese Stadt hält wunderbare Tröstungen bereit gegen das häßliche Wetter.

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  2. Hallo Barbara, von diesen Läden habe ich noch nie gehört! sind das cafés?

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  3. Oh LONDON im Weihnachtsglimmer...herrlich! Das würde mir auch seeeehr gefallen. Genieße es und trink' für mich bitte ein Gläschen mit. Und übrigens.....ich weiß, wo Deine Erkältung abgeblieben ist. Das nächste mal bitte woanders hinschicken! Aber Hauptsach' Dir gehts wieder gut :)

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  4. Nein, das waren ganz authentische kleine chinesische beiseln.englisch wurde nicht gesprochen, der kellner knallte die kanne mit dem tee auf den tisch, immer mal wieder wurde heißes wasser nachgegossen.
    der koch schnitt das bereits gebratene fleisch mit dem hackebeilchen in windeseile klein, dann kam es nochmal kurz in den wok,ein händchen gemüse dazu und wurde serviert.
    zwei dieser läden gab es z.b. in der macclesfield street, aber das ist ja längst historie.
    das war ein ganz köstliches fastes food, bürohengste und chinesische familien aßen da, knöchelchen wurden auf den tisch gespuckt und nach dem essen wurde die papierne tischdecke zusammengeknüllt und weg.
    so lange wie du da lebtest, kennst du das sicher.
    vielleicht findet sich solch gastronomie noch bei deinem besuch?

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  5. Vielleicht gab es die früher, aber ich habe mich eher in meinem Stadtviertel rumgetrieben als im West End damals. Hab ich was verpasst...

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  6. Barbara...thankyou for the visit to the potters house penketh!!a lovely surprise. love your posts and foodie blogs. Gerry

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  7. Strahlt die adventliche Unlust heuer von München ins Umland? Die Kaltmamsell mag nicht dekorieren, ich trage schwer an meinem Föhnkopf und habe auch keine Lust auf Glitter und jetzt noch Sie .... ts ts ts. Vielleicht ist das der Bazüllus, der eh umgeht und uns alle lahmlegt.

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  8. In der Weihnachtszeit nach London.
    Ein Traum!

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  9. Oona, ich gestehe dass bei dieser Kälte auch Gomera nicht ganz ohne Attraktion wäre.

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