Tuesday, 7 October 2014

Merveilleux!

Das mit dem Dänischlernen hab ich mir inzwischen anders überlegt, nachdem ich alle Kommentare noch mal durchgeschaut hatte. Ich komme bestimmt auch nächstes Mal mit der bewährten Mischung von Englisch, Deutsch und "hilflose Touristin" durch. Und wer weiß, in welches Land ich mich als nächstes verlieben werde?
 On re-reading all the comments,I changed my mind about learning Danish. I'm sure next time I will manage with the tried and tested mix of German, English and "helpless old dear". And who knows, what country I will fall in love with next?
  Der Nebel und die Düsternis der letzten Tage hat mich in eine unbezähmbare Backlaune versetzt. Dabei schaut es heute so aus, als befänden wir uns wieder auf dem Weg ans Tageslicht. 
In einer deutschen Frauenzeitschrift fand ich dieses berückende und ganz neue Gebäck, dessen Name allein mich schon in Urlaubsstimmung versetzte: Merveilles du Périgord - eine Mischung zwischen Krapfen und Plätzchen. Ich hielt mich (fast) genau ans Rezept und fand später im Internet ein Rezept, das vier Eier statt hier drei angibt. Dadurch würden sie vielleicht lockerer. Sie schmecken aber auch so nach mehr!
Anmerkung: Diese Teigmenge MUSS man halbieren, den Rest einfrieren. Sie schmecken nämlich am besten frisch gebacken.
  75g Zucker mit einer Prise Salz und 3 oder 4 Eiern schaumig rühren, dann 50g zerlassene Butter, den Abrieb einer Biozitrone, 2 TL Cointreau, Rum oder Calvados - was halt im Getränekkabinett so rumsteht - und 1Tl Vanilleextract dazurühren (Ich rieb 1/3 Tonkabohne hinein). Jetzt 500g Mehl mit 7 oder 8g Trockenhefe vermischen und langsam in die Teigmasse rühren. Das Ganze zu einem geschmeidigen Teig verkneten, in der Schüssel oder auf das Backbrett kippen.
 Den Teig schön warm zudecken und eine bis zwei Stunden ruhen lassen - aufgehen muss er scheinbar nicht. Wenn er dann ausgeruht ist, den Teig ca. 1cm dick ausrollen und die authentische Rautenform ausschneiden. In viel heißem Öl (ich: Sonnenblumenöl) schön resch rausbacken - aufpassen, geht schnell!
All that fog and gloom has put me into a baking frenzy (admittedly, today looks like we might be returning to daylight).  In a German women's magazine I found a recipe whose mere name put me into a holiday mood: Merveilles du Périgord - a pastry half-way between doughnut and biscuit.
I kept to the recipe - (almost) to the letter - although later I saw a recipe in a blog that used four eggs instead of the three here, which might make them fluffier. But they taste quite more-ish as they are.
Note: you HAVE to either halve the ingredients or freeze half the dough - noone can eat all this in one sitting, and they taste best when freshly baked.


Whisk 75g sugar, a pinch of salt and 3 or 4 eggs until they go a pale yellow, then add  50g melted butter, the zest of an organic lemon, 2 tbsp Cointreau, rum or Calvados - whatever you find on your drinks trolley - and 1tsp vanilla extract (I grated one third of a tonka bean in). Now mix 500g plain flour with 7 or 8g dried yeast and stir it carefully into the egg mix. Finally, knead it all together into a supple dough - either in the bowl, or tip it onto a baking surface. Now, cover it and leave it for an hour or two. Apparently it doesn't have to rise, just rest.
When the dough has rested enough, roll it out to about 1cm thickness and cut it into the authentic diamond shapes. Deep-fry them in enough hot oil (I used sunflower oil) - careful, stand by - it doesn't take long!
Backen ist besonders toll, wenn's gleich ein paar Maisfelder weiter Freilandeier gibt!
***
Baking is fun when you have endless access to free-range eggs just down the road

8 comments:

  1. verlieb dich doch in Österreich :-))

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  2. Ist doch eh schon passiert, liebe Schabe!!

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  3. "ein paar Maisfelder weiter" :-D könnte glatt lustig sein, wenn's nicht so traurig wäre.
    Die Merveilleux klingen auf jeden Fall verlockend!

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  4. Ich glaube, dass wenn eine deutsch UND englisch kann, dann hat sie schon viel gewonnen.
    Selbstbedienung bei den Hühnereiern. Da muss ich lachen. Stellte mir spontan vor, wie da die Leute in den Stall gehen und den Hühnern unter den Po schauen und die Eier mitnehmen. Selbstbedienung halt.
    Heute endlich mal Regen. Endlich. Die Bauern und Gärtnerinnen stöhnen schon seit längerem, dass es so arg trocken ist.
    Ich warte noch auf die ersten Nebeltage in der Stadt.

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  5. Ach, wir Bloggerinnen. Wir verlieben uns in Länder, Städte, Namen, Stoffe,Farben, Worte, Rezepte, Menschen und vieles mehr! Meine Dresdner Cousine meinte neulich, einen Blog zu führen wäre nichts für sie. Sie hätte kein so Mitteilungsbedürfnis. Ich schon. Und Du zum Glück auch :)

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  6. Kochpoetin - freut mich dass du meine versteckte politische Antimaisfeldsatire entdeckt hast ;-)
    Oona - so ähnlich hatte ich es mir vorgestellt - aber diese Bauern leben im 21. Jhdt - Eierautomat! 6 oder 10 eier stehen zur Wahl.
    Hanne - ich liebe Bloggen!

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  7. ach, das ist doch das schöne an blogs: du kannst teilnehmen und mitteilen und wenn eine wie du eine reise macht, schaue ich dir doch noch so gerne zu, winke dir nach und freue mich mit dir. - verlieb dich doch mal in die schweiz. da kannst du leicht unter mehreren sprachen und dialekten auswählen und italienisch sprichst ja schon, deutsch verstehen sie hier und das chuchichäschtli sei dir geschenkt :-)

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  8. Verlieb dich doch zwischendurch auch ins Land dieser Guätzli. Ich wünsche dir weiterhin viel Beschwingtheit bei der Unterhaltung deiner Frau Mutter!
    Humor ist wenn frau trotzdem lacht....
    und übrigens unsere Tschiggen haben dieses Jahr den Scherpunkt in der Aufzucht... Selbstbedienung also unmöglich! 1-2 Eier springen jedoch täglich ;-) (12 Girls!!!)
    ♥lich brigitte

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