Monday, 2 March 2015

Erleuchteter Sonntag

Gestern - ein grauer, feuchter Sonntag, eigentlich ein klassischer Daheimbleiber. Aber nein, ich hatte das dringende Bedürfnis, nach München zu fahren. In der Stadtzeitung IN München hatte ich gesehen, dass weit draußen am Auer Mühlbach, bei der Krämer'schen Kunstmühle, Lichtinstallationen des Münchener Künstlers Sigi Bußinger zu sehen waren. Seit ich beim Preißndirndl darüber gelesen habe, hat mich dieser Spaziergang in einen mir unbekannten Teil Münchens eh schon interessiert. Also, nix wie hin, ein schönes Muskeltraining für meine Beine, die sich nach zwei Wochen des Herumliegens wie gekochte Spargel anfühlen. Der Engländer war dabei. Im Abendzwielicht ine fast unwirkliche Gegend, eine Straße, die scheinbar ins Nichts führt, und plötzlich eine erstaunlich große Kirche, daneben die Kunstmühle. Das Café war leider schon zu, außerdem sagte meine Kamera "Ätsch, kein Saft mehr". Die beiden Skulpturenbilder machte ich also mit dem Handy, ein bisschen sieht man, wie unwirklich schön die da standen.
Yesterday was one of those Sundays that invite you to stay home and keep warm. Perversely, my sedulous companion and I ended up on an adventure trail along one of Munich's famed rivers, to find a light installation I had read about. 
I needed some training for my legs anyway -  two weeks of lying around have made them wobbly like boiled spaghetti. 
The weird LED sculptures lighting up in the twilight were quite lovely. Typically my camera had run out of juice just when I wanted it most. These pictures, taken with the smartphone, are a bit crappy, but still, the atmosphere is there.
Bevor wir losfuhren, backte ich aus den letzten Schrumpeläpfeln im Keller noch einen Apfelkuchen. 
Before we set off, I baked an apple tart from the last few wrinkly apples left in the cellar.
Mein Standardkuchen aus dem Südtiroler Kochbuch:
125g weiche Butter mit 125 Zucker und einem Packerl Vanillezucker (oder geriebener Tonkabohne) gut aufschlagen. Drei Eier dazu und weiter schlagen. 200g Mehl und eine EL Backpulver drunterheben, mit 2-3 EL Milch geschmeidig rühren. Dann in eine große Springform füllen.
Ca.6-7 Äpfel halbieren - geschält oder nicht. Einschneiden und auf den Teig legen - sie sinken beim Backen von selber ein. Ich habe die Äpfel mit Marillenmarmelade bestrichen. Bei 180° O/U ca. 45 Minuten backen. 
***
This is my easiest, almost instant, apple cake recipe:
You beat 125g softened butter with 125g caster sugar and a packet of vanilla sugar (or half a grated tonka bean). Add three eggs, keep whisking. Fold in 200g plain flour and a tbsp baking powder.
Spread into a buttered and floured tin.
Core and halve about 6-7 apples, cut grooves into them and lightly lay them on the dough, they sink in when it cooks. You could sprinkle some pine nuts over it, I spread it with apricot jam to make the apples toffee-like. Bake at 180°C without fan, for about 45 minutes.
Auf dem Heimweg sah ich vom Bus aus, dass das Deutsche Museum wunderbarst beleuchtet war. Da ja meine Kamera streikte, sah ich es mir einfach an und genoss es. Auf der Website von Osram fand ich heraus, dass diese Beleuchtung mit LED-Dioden ein Beitrag zum "Jahr des Lichts" war. Das Bild ist auch von dieser Website. 
Man muss die Wunder feiern, wo sie sich zeigen. 
On my way home I saw this amazing spectacle from the bus - I love surprises like these. Since my camera battery had given up its ghost, I just enjoyed looking at it. Back home, I found this picture on the Osram website, the company that had created this LED installation for the launch of the "Year of Light". 

6 comments:

  1. Oh, wie wunderbar, dieses bunte Leuchten allüberall. Und: Wenn die Beine wieder richtig mitspielen und du etwas früher nach München kommst, könnten wir ja mal von Thalkirchen aus zur Kunstmühle schlendern ... Liebe Grüße Petra (wieder im Wintermodus)

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  2. Ja - unbedingt! Wenn das Café geöffnet ist!

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  3. jaaa, unbedingt, die wunder feiern, wo sie sich zeigen. das hast du schön ausgedrückt.

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  4. Tolle Lichtspektakel! Da feiere ich jetzt tüchtig mit, zumindest mit den Augen, derweil mir beim Anblick des Apfelkuchens das Wasser im Munde zusammenläuft.

    Beste Wünsche und liebe Grüsse,
    Brigitte

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  5. Goldig, wie du deinen Stadtbesuch inhalierst und genießt... da freut man sich richtig mit!

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  6. Ich finde es schön, dass die Äpfel noch für einen Apfelkuchen gebraucht werden konnten.
    Das Farbspiel ist beeindruckend.

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