Sunday, 8 February 2009

Reisen



Fünf Tage Reise durch Nord-Portugal . Wer kennt das nicht - zuhause vergehen fünf Tage oft einfach so läppisch- und mir scheint, als wäre ich Wochen weggewesen! Geflogen am Mittwoch mit Luisa, gleich ins Mietauto und ab in den Norden, Häuser angeschaut, Orangenbäume, Windmühlen, Baustellen...Dann erschöpft in einem riesigen Templerritter-Luxushotel (ausgerechnet) in Tomar für nur 71 Euro aufs bequemste abgestiegen. Von einem Wassergraben umgeben... Und das war der erste Tag. In den folgenden Tagen fuhren wir nach Nazaré an der Küste - zauberhaft die kleine Stadt oben auf dem Felsen, wo die Frauen ganz normal in so einer Art Tracht rumlaufen. Überall hingen die Teppiche und Kissen und die Wäsche vor den Häusern, ich glaube wir hatten den ersten sonnigen Tag erwischt. Wir assen Unmengen frischen Fisch und tranken den knackigen kalten Weißwein dazu. Vor dem Essen gibt es immer Oliven und einen einheimischen Ziegenkäse, der wunderbar schmeckt. Von Nazaré über eine kleine Stadt mit einem zauberhaften Markt, Caldas da Rainha, nach Obidos. Das war uns von einer Frau an der Tankstelle empfohlen worden, sie kritzelte "Ginja de Obidos" auf einen Zettel. In der Vermutung, es handle sich um einen schönen Platz, vielleicht am Meer, suchten wir es auf der Landkarte - kein Ginja. Als wir durch den (reizenden, historischen, römischen) Ort schlenderten, sahen wir es überall in den Läden: Ginja de O. ist ein Kirschlikör! Duh!
A five day trip through northern Portugal - who doesn't know that phenomenon: at home 5 days can just slink past while this seemed like weeks of holiday. Luisa and I flew on Wednesday to Lisbon, got straight into our rental car and off to the North, looking at houses, orange trees...Collapsed eventually in Tomar in a Knights of the Templar Hotel (of all places) in Tomar which was luxury, surrounded by a moat, marble bathroom etc. And that was just day one.
Bacalao, salt fish
During the following days, we drove to Nazaré on the coast - enchanting little town up on the rocks, where women are dressed in some sort of national costume. There were blankets and cushions hung outside all the houses to air, and washing everywhere. I think we must have hit the first sunny day there. We ate tons of fresh fish - grilled sardines, monkfish stew, dourada - tasty with a simple salad and the delicious local dry white wine. Before the food arrives, they give you olives and a local goat cheese which tastes wonderfully creamy and fresh.
Dourada with local greens
Onwards to a little town with a charming food market and a café in a park, Caldas da Rainha. Then to Obidos, a place a woman at the petrol station had recommended (historic Roman town with a wall and such). she had written"Ginja de Obidos" down for us, which we assumed to be a special place but could not find. Walking through Obidos, we realized it was the famous local cherry liqueur - DUH! That was day two, then, we slept in Nazaré in a charming "Pensao" overlooking the vast sandy beach.



2 comments:

  1. ja, das stimmt - 5 tage auf reisen haben eine ganz andere zeitqualität- und portugal ist ja so wunderbar.
    lg
    ingrid

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  2. Wunderbare Reise und Danke für die schönen Mitbringsel,Fotos Geschichten und Rezepte!
    Ich hab auf der Wetterkarte gesehen,dass ihr auch warmes Sonnenwetter hattet.
    Ich würde wahnsinnig gern mal nach Portugal oder
    überhaupt wieder mal in den Süden reisen.
    Deine Feststellung,dass auf Reiseisen eine andere Zeitqualität besteht, hab ich auch schon bemerkt.
    Jeder Ort hat scheinbar eine andere eigene Zeit-Qualität.
    Als ich mal nach Jahren wieder
    nach Spanien kam,
    hat dort sofort die Spanien-Zeit wieder angefangen.
    Liebe Grüsse von der völlig eingeschneiten Schwäbischen Alb.
    Stela

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