Wednesday, 17 March 2010

Das weiße Rauschen

Das Rezept von Nigel Slater hatte ja zwei Teile: auf die bloße Herstellung des lemon curd folgt eine kleine Nachspeise, die ich gestern gemacht habe. Es ist eine Variante der Eton mess, also eine Schicht zerkrümeltes Baiser, eine Lage Erdbeeren (in diesem Fall eben Lemon Curd statt Beeren), eine Schicht Schlagsahne usw. Das Ganze ab ins Gefrierfach für ein paar Stunden, es wird dann leicht angefröstelt in Scheiben geschnitten. Ich habe es mit dem Eislöffel einfach in die Schale gelöffelt. Es schmeckt irre süß und macht total süchtig.
Die Suche nach Baisers war übrigens eine Odyssee! In meiner Jugend führte jede Bäckerei diese weißen Plombenzerstörer unter dem Namen "Merenken" - so nennt der Bayer eine "meringue". Ich musste etwa fünf Bäcker aufsuchen bis ich in der Wendl-Dietrich-Straße welche fand. Selber machen trau ich mir noch nicht zu. Kann das jemand?
The Nigel Slater recipe had two parts. Once the lemon curd is made, you complete the deed by using it for an Eton mess style pudding, which I did. I layered crumbled meringue, lemon curd and whipped cream, put it in the freezer for a few hours and then cut slices or spoon it into a bowl. Or eat it straight from the freezer, it's that addictive. I found it quite difficult to buy meringues, not a common item in today's bakeries. There is this wonderful Algerian bakery in Tottenham Lane in Crouch End that sells all kinds of meringues. clic on the picture to enter a parallel universe

10 comments:

barbara said...

Heee, komme gar nicht mehr nach.
Bin off topic: aber die Erbsensuppe war köstlich in beiden Varianten!
Liebe Ilse, die Sonne scheint endlich und es ist heute bacherlwarm.
Am Wochenende geht's in den Biergarten, oder?
Merenken habe ich noch nie gemacht, backen misslingt mir immer.

Karin said...

Baiser: Eischnee anschlagen, 1 Prise Salz und Zucker beifügen. Auf 4 Eiweiss nehme ich 250 g Zucker. Kann auch Vanillezucker mit bei sein. Alles sehr, sehr steif schlagen und mit dem Löffel Nocken abstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Bei 50° trocknen lassen. Der Trick ist hier, das die Ofenklappe nicht ganz zu sein soll. Ich klemme immer einen Holzlöffelstiel ein.
Die Backzeit, eigentlich die Trockenzeit, variiert nun je nach Grösse. Aber es dauert. Gekauft geht schneller. :-)
Alles Liebe Karin

Oona said...

Wenn ich - so hoffe ich - dieses Jahr durch München schlendere, dann steht der Bäcker auf der Liste. Die Auslage sieht ja super aus.

cohu said...

In Niederbayern heißen die "Baiser" (aber nicht "besé" ausgesprochen, sondern halt...Baiser!). Meine Oma hat sie so gemacht: Eischnee, (viel!) Puderzucker rein, auf Backpapier spritzen, backen (nicht zu heiß - 110 Grad vielleicht). Man sollte immer mal wieder nachsehen, dass sie nicht braun werden. Wenn man sie nicht "chewy" haben will, Backofentür angelehnt lassen bzw. Kochlöffel dazwischenklemmen. Es dauert ziemlich lange, bis sie fertig sind (2-3 Std?)

Stela said...

Hallo Ilse,also Baisers bei uns Schäumle genannt sind so einfach,dass ich sie als Kind bei der Oma öfters machte:
4Eiweiß schaumig schlagen und unter weiterem Schlagen 100g Puderzucker und 125g Zucker einrieseln lassen.Masse mit Spritzbeutel auf Backpapier drapieren und bei 100° 1-2Std trocknen lassen.
Kann nix schief gehen!Wir haben sie mit ganz wenig Johannisbeersaft rosa/marmoriert gemacht.
Das ist das erste mal in meinem Leben,dass ich ein Rezept weitergebe,fällt mir grad ein.
Wünsch dir einen sonnigen Tag!
Stela

Conny said...

Hallo, bei uns hießen die Dinger früher Schmätzchen, sind aber mittlerweile auch schwer zu bekommen. Da wir sowas für Vermicelle brauchten hab ich die "einfach" selber gemacht - nach dem Rezept aus diesem Backbuch.

Conny said...

Hallo, bei uns hießen die Dinger früher Schmätzchen, sind aber mittlerweile auch schwer zu bekommen. Da wir sowas für Vermicelle brauchten hab ich die "einfach" selber gemacht - nach dem Rezept aus diesem Backbuch.

Petra aka Cascabel said...

Ich hab hier auch schon vergeblich gesucht, bei uns hießen die früher "Schäumle". In der Schweiz gibt es sie noch verbreitet, da bring ich mir gerne welche mit. Oder ich mach sie selbst, eine ganz einfache Zubereitungsart ist diese hier:
http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2007/10/unmgliche-baise.html

365 Tage said...

Hey ich bin begeistert von euch Baiser-, Schäumle- & Schmätzchenköniginnen! Danke! hab mich über die niederbayrischen Baiser amüsiert und werde ALLE nachbacken, fotografieren und ausstellen.
Biergarten muss vielleicht dann noch ein paar Tage warten.

Constanze said...

Früher habe ich sehr häufig Baisers gemacht. So süße kleine mit dem Beutel gespritzt. Sehr lecker ist es auch, gehackte oder gestiftelte Mandeln mit unterzurühren. Diese Masse habe ich dann einfach nur glatt auf dem Backblech verstrichen und hinter zu Mandelbaiserbruch gemacht - boah, auch zum süchtig werden. Rezepte für die Schaummasse sind ja schon da :-)