Thursday, 17 June 2010

Regen! Kochen! Backen! Essen!

Das bisschen Kuchen! Die Kalorien brauche ich ja zum bloßen Überleben. Heute habe ich gekocht, gebacken, fotografiert, bin mit dem Rad im Regen nach Haidhausen gefahren (Yo-Yo effekt: Yoga und Yodeln), UND dann wieder zurückgeradelt. Gestern hatte ich versucht, Juttas Saltimbocca nachzukochen. Fleischgerichte sind nicht meine Stärke, aber ich glaube es war ganz essbar. Als Beilage machte ich Karotten-Kartoffelpürée - man braucht ja was Wärmendes für die langen kalten Sommerabende - mit gewürfelten Zucchini, in Olivenöl und Knoblauch dahingeköchelt. Eine Dose Canellinibohnen wärmte ich mit ein paar Zweigen Salbei, zwengs der Geschmackübereinstimmung. Und aus den Überbleibseln der Beilagen machte ich heute Restepuffer: alles zusammengerührt, dazu ein übriges Stück Halloumi, gewürfelt, ein Ei und etwas Mehl rein, braten. Schmeckte sehr gut, nach dem Yoga.
Ich konnte mich natürlich nicht beherrschen und backte auch noch schnell Schoko-Muffins für meine Etagère. Die waren wirklich einfach zu machen:
100 g ganz weiche Butter
50 g (brauner) Zucker
3 Eier
100 ml Buttermilch oder saure Sahne
alles gut verquirlen
****
50 Schokolade mit ca. 20g Butter in einer Porzellanschale über heißem Wasser schmelzen und dann zur obigen Masse rühren.
****
200 g Mehl, Esslöffel Stärkemehl
1/2 TL Backpulver
50g Pistazien (weil sie grad da waren, in der Kaffeemühle fein gemahlen)
Prise Salz
zu der Eiermischung dazugeben.
150g dunkle Schokolade in kleine Stücke schneiden und reinmischen.
Die Masse in Papierförmchen in Muffinblechen bei 180° ca. 20 Minuten backen (testen).
Und dann im miesen Tageslicht fotografieren. Gute Kalbsschnitzel und Prosciutto aus Grafing, mit selbstgemachten Salbeiblättern That bit of cake from this morning was just basic fuel for this very active day. What do you do when it rains and rains? You cook, bake, eat and then get on your bike and do some yoga. I cooked fritters with the leftovers of my splendid saltimbocca dinner from last night - and I devoured them when I came back soaked from cycling and hungry from yoga-ing. They contained cannelini beans, diced courgettes, carrot and potato mash and a bit of diced halloumi. For my new toy, the cakestand, I specially baked some good-looking chocolate muffins. (recipe tomorrow, too knackered now). Die Restepuffer - leftover fritters after-yoga
Isn't she beautiful?

14 comments:

  1. Ach Ilse, deine Schreibe ist einfach so wunderbar insprierend und lustig.Ich würde im Leben nicht darauf kommen Lebensmittel frei zu kombinieren und zu testen.
    Die Schoko-Muffin aber auch die Restpuffer sehen klasse und sehr appetitlich aus.
    Und ich finde es erfrischend Deine Bilder zu sehen statt die sehr stylische Food-Bilder.
    Obwohl mir die auch gefallen. Aber da werden normal sterbliche Frauen ohne Fotografinnen und Köchinnen-Ausbildung schwer hingelangen.
    HAst Du bereits die DVD von "Julie und Julia" gesehen?
    Grüße aus Bremen
    Oona

    ReplyDelete
  2. Wieso Regen? Wo regnets denn? Hier jedenfalls nicht :o)))

    ReplyDelete
  3. Nach dem Yoga muss man aber auch Appetit haben, schließlich sollte man einige Stunden vorher keine feste Nahrung zu sich nehmen, hatte man mir mal in einem neuseeländischen Ashram abverlangt. Ich hin da nicht wieder hin. ;-)

    ReplyDelete
  4. Die Muffins sind ja Deko und Deko hat doch bekanntermaßen keine Kalorien.

    Du sag mal, dieses hübsche Tablett mit den passenden Servietten, die sind doch mit der Etagere vom IKEA zu Dir gewandert ;)

    ReplyDelete
  5. Toni: erwischt! das Tablett und die Servietten kamen auch noch mit..und noch mehr...
    Schnickschnackschuck (weißt du eigentlich wie schwierig dieser Name zu tippen ist?): mehrere Stunden finde ich ein bisschen fanatisch, aber kurz vorher lieber nicht, das rächt sich bei den Umkehrübungen.
    Suse: don't rub it in!
    Oona: ja die DVD hab ich mir schon reingezogen, das Buch habe ich ja auch gelesen, mochte beide gerne. Meryl Streep ist eine Göttin.

    ReplyDelete
  6. Das Beste, was man an solchen Tagen machen kann.
    Schoki schüttet doch Endorphine aus, oder wie war das gleich?
    Somit fällt es unter Medizin.
    Auch mir gelingen Resterumfortessen fast immer besser als die vorgenommenen Rezepte. Und schmecken tut das immer supergut.
    Der viele Regen hat auch was gutes, man kommt sich ein bisschen wie in England vor, soooviel schönes Grün!
    Wenn nur die Schnecken nicht wären.

    ReplyDelete
  7. lange kalte sommerabende ... brüller!!!

    ReplyDelete
  8. Barbara: man kann auch zu viel grün haben...bin ja keine Schnecke!
    Ingrid: ich freu mich immer über deine Brüller-Kommentare, ich muss ja beim Schreiben auch immer ein bisschen kichern.

    ReplyDelete
  9. So eine Etagere kann ganz schön tückisch sein...... ich habe auch eine, aber im Moment weilt sie im Schrank. Schaut aber auch mal mit Obst ab und an ganz schön aus.

    Liebe Grüße
    Beltane

    ReplyDelete
  10. Hier ein Wort für deine Sammlung: "Möhren-Kartoffel-Pürree" heißt im Rheinischen "Möhren Durain", eine Verballhornung von "Möhren Durcheinander" ;)

    Und auf meiner Etagere liegt leider nur Profanes...

    ReplyDelete
  11. Heee, Ihr beiden seid nicht auf den Mund gefallen, die Luisa und Du.
    Langer kalter Sommerabend und "ja dann schickens halt an Kollegen" - das muß einem erstmal einfallen.
    Guddi.
    Besser Du bist keine Schnecke, sonst würdest Du mit der Schere mittendurch geschnitten. Jawoll.

    ReplyDelete
  12. Ahhhh,......hier krieg ich doch immer wieder Appetit. Herje, nein, ich eß´jetzt nix mehr.....lach...

    Bei uns ist es um die 20 Grad, Wolken und tlw. auch mal Sonne.
    Liebe Grüße
    Rosi

    ReplyDelete
  13. Da legt man so schoene Schokomuffins hin (was ich als schwierig empfinde!) und traut sich nicht so an die saltimbocca...so ein Naschen von hier und da (uebrigens Karottenpuree ist eine feine ANgelegenheit) ist ganz nach meinem Geschmack!

    ReplyDelete
  14. Gerade hab ich bei Flickr wieder von deiner Kocherei gelesen und mich erinnert, dass ich hier noch was schreiben wollte. Ich kann dich total gut verstehen. Wenn schon die Sonne die Seele nicht satt macht und wärmt, dann tut's das leckere Essen eben und die wunderbare Sinnlichkeit beim Kochen und Geniessen.

    ReplyDelete