Friday, 24 September 2010

Über den einfachen Umgang mit dem Essen

Neulich besuchte mich  Margret mit einem Geschenk: sie machte mir einen Hefeteig mit Trockenhefe aus dem Packerl. Kein Vorteig, nur anrühren, auf dem Plastiktischtuch ein bisschen kneten, in der Sonne gehen lassen, fertig. Ich machte daraus diese kleine Focaccia, den Teig mit Rosmarin und Salz bestreut (nicht perfekt, jede italienische Hausfrau würde mich wahrscheinlich auslachen. Aber ist auch meine erste).
M. würde sich schön bedanken, wenn man sie als foodie bezeichnete, aber sie kann kochen und backen mit einer Nonchalance die mir fehlt. Angst vor Hefeteig?  Nudelteig kneten und beten? Apfelstrudel? Gnocchi? Rehragout? Kein Thema.
Sie ist Mutter eines nun erwachsenen Sohnes, da muss man halt kochen. Gut ist es eben, wenn mit Liebe gekocht wird.
Ich bin Hobbyköchin, habe es nie wirklich gelernt, da denkt man schon mal in abstrakt-perfektionistischen Kategorien. Nach vielen Jahren, in denen ich mich als interessierter Foodie bezeichnen würde, bin ich gerne bei einer einfachen, praktischen, nachhaltigen und gesunden Küche angekommen - mit einem stark ausgeprägten Rumfort-Faktor!

Pfannkuchen, vorher und nachher
Pfannkuchenteig mit etwas Trockenhefe, wie bei Blinis, etwas gehen lassen.  Mit kurz blanchiertem Spinat und Kräuterquark eine Rolle machen.
I added a pinch of dried yeast to my pancake batter, like a blini. Let it rest for a while before baking. I filled it with blanched spinach and soft cheese with herbs.
The other day, my friend Margret came round with a present: a packet of dried yeast which she proceeded to make into a dough. I turned it into my first focaccia, an Italian basic if ever there was one. Roll out thick, cover with rosemary and salt, bake. While M. is a mother who had to cook, she is neither a foodie nor afraid of food: Gnocchi? homemade yeast dough? pasta? cooking game? No problem.
I am a hobby cook operating on a trial and error strategy. I often follow recipes and still manage to fuck it up. But after years of foodie aspirations, I am gradually arriving at a simple, practical and sustainable way of cooking that seems to agree with me. If I want to eat something extraordinary, I just will have to go out and fork out.

2 comments:

  1. ja, rumfort ist sehr inspirierend!

    liebe grüß aus wien
    ursula

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  2. Rumfort, ist bei uns immer mit von der Partie. Ich mag das auch.
    Das Profimäßige kochen, habe ich ja einige Zeit gemacht, habe ich immer als Arbeit erfunden, und nicht so sehr als kreativen Vorgang. Es gab halt eine Karte, der/die GastIn erwartete das ein Gericht, das er/sie ein zweites mal bestellt gleichschmeckt. Also waren es auch, bis auf wenige Ausnahmen immer die gleichen Vorgänge.
    Für uns hier und Gäste kochen ist für mich Magie in Reinkultur, da wird verbunden und gerührt, aueinandergepflückt und neu arrangiert das es eine Pracht ist. Sicher mir kommt die Erfahrung des Profikochens sehr zu statten. Aber besser ist die freie Wildbahn.
    Alles Liebe Karin

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