Monday, 7 March 2011

Ho-ho-hosengummi? Ha-ha-handarbeit!

Während bei Paulina-Amalia sogar Nähversuche gut aussehen, war Handarbeit bei mir von jeher eine Katastrophe. Wäre "Handarbeit" ein Vorrückfach gewesen, ich säße immer noch in der 2.Klasse, im Turm der alten Turnhalle in Grafing, wo wir "Emfangelischen" nach dem bewährten Apartheid-Modell von Klasse 1 bis 4 zusammen lernten - so weit weg von den Katholischen wie's nur ging. Handarbeit ging mir nicht von der Hand, aber bis heute stopfe ich alles Wollige, von Socken bis zu den Pullovern des entsetzten Engländers. Dieses kleine Raster hat es mir einfach angetan, und obwohl nicht schön, es hält und tritt sich ein.
In meiner Nähschachtel befindet sich ausserdem seit Jahren eine Packung Goldzack ("Zack-Zack!") Hosengummi. Wann trugen wir zuletzt Unterhosen, die nach Gummi verlangten? Bei Agent Provocateur wird man sie nicht finden, einzig die Müttergeneration ist diesen Liebestötern treu geblieben und hin und wieder ziehe ich noch einen Hosengummi mit Sicherheitsnadel durch den vorgesehenen Kanal. Da überfällt mich jetzt schon die Nostalgie, wenn's diese Mütter, und diese weißen Ungetüme (die natürlich "ausgekocht" werden) einmal nicht mehr gibt.

While other blogs abound in the joy of handicraft, anything to do with dexterity has always been a no-no for me. If my academic career had depended on good marks in handicraft,  I'd be working in the sardine cannery. One thing I remember, though, and really enjoy doing, is darning - socks, tights and (my male companion humours me, I think) his jumpers. I darn that little up-and-under cross hatching, and I am nearly as good at it as at sudoku - not very good but full of good will. Let's say, it works.
An item I found in my sewing-tin that made me a bit prematurely nostalgic is knicker elastic. When did anyone last need knicker elastic? I only keep it for my Mum's Bridget Jones-style old school undies, and feel sad for the day when it is definitely not needed any more.
I hope my Mum never gets to see this - ich hoffe meine Mutter muss das nie sehen

19 comments:

  1. Wieso? Die Socke sieht doch nach was aus?! ;-)

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  2. die socken sind schon wieder kunst. schön stopfen das kann jede! aber zu deiner arbeit gehört mut und der sinn fürs abstrakte.

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  3. Gummitwist! Dafür brauchte man Hosengummis, für nichts sonst. Und der Goldzack hielt tatsächlich als die billigen No-Name-Dinger, mit denen die Mama zu sparen versuchte. (Auch Gummihupf genannt, natürlich.)

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  4. Eine kleine Überraschung für dich ;)

    http://zauberwesentagebuch.blogspot.com/2011/03/zauberwesen-blog-award.html

    Alles Liebe
    Anna

    P.S. Solche Strümpfe hätte ich auch gern liebe Ilse :)

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  5. Ohh, da werden Handarbeits-Erinnerungen wach, wenn ich das lese! Bis heute brauche ich einige Anläufe um einen Knopf anzunähen. Wie von selbst bilden sich Knoten, der Faden ist zu lang oder zu kurz.....irgendwas ist immer. Aber - man muß ja nicht alles können, oder!? :)

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  6. Pepe - genial!
    Und Hanne, gell, langes Fädchen...
    Kaltmamsell, für Gummihupf ist es bei mir vorbei fürchte ich.
    SSS und Ingrid - danke für die Kunst-appreciation!
    und AnnaF - ilen Dank für deinen Award! freu mich.

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  7. hihi, ich finde das Stopfen von Wollsocken irgendwie schön. Ich nehm grundsätzlich und zum Entsetzen meiner Mama andersfarbige, möglichst bunte Wolle, die dann die immergrauen oder immerdunklen oder immerweißen (naja, nichtganzsoweißen) Socken bunt aufwerten. Und dann in Sandalen unterwegs sein, was ja in Wollsocken bei Trockenheit bin in den Herbst hinein geht. Die Blicke sind das Stopfen wert. Ich liebe sowas.

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  8. Hahaha...wunderbar Ilse. Das entspnnat mich an diesem Tag. Diese Socke ist einfach hinreißend und stelle mir das entsetzte Gesicht von deinem Engländer vor.
    Ich wünschte ich könnte genial gut nähen und so. Kann ich nicht. Schwamm drüber :O)
    LG aus dem klaren, kalten und so sonnigen Norden!
    Oona

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  9. Kreativstopfen nenne ich das und finde es toll! Und glaub mir: lieber Lacher als Löcher!

    Schöne Grüsse,
    Brigitte

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  10. Oh ja, Handarbeiten war auch nicht mein Fach. :)

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  11. ach Du Schreck, da muss ich an Schwester gerlinde denken und den schrecklichen Unterricht in dieser noch schrecklicheren Nonnenschule!

    Schauder.

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  12. HA! Mein liebster Ehemann von allen hat mich auf der Dult mal gefragt, was der Unterschied zwischen Schlüpfern und Slips sei ... allen Ernstes. Habe natürlich auch allen Ernstes geantwortet. Daß allerdings auch der Gummi ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist, fiel mir damals grad nicht ein ....

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  13. Ich hab nie Stopfen gelernt, insofern sieht das für mich ziemlich perfekt aus. ;)

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  14. Das ist so lustig, Ilse! Wir mussten im Gymnasium Socken stopfen lernen, bei Fräulein Schinzel.Genau wie das Gummibandeinziehen eine verloren gehende Kulturtechnik ;-).
    Und dann hatte ich handarbeitsmaessig voellig Unbegabte ploetzlich eine Eins. Weil sie naemlich an dem alten Strumpf den wir mitbringen musste (inklusive Loch) eine perfekte Stopfstelle meiner Mutter benotet hat.Cool, was?

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  16. u-hackerl kenn ich nicht, war nie sehr sportlich. Und ich bedanke mich für eure superlustigen Beiträge - hat nicht jede Frau ihre Handarbeits-Assoziationen?

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  17. Damit kann man auf Blechdosen oder einander die Augen ausschießen. In der Schule stellt man die Hackerl aus Papier her und versucht, die Mitschüler oder gar den an der Tafel schreibenden Religionslehrer "ins G'nack" zu treffen. Evt. ist das auf Niederbayern beschränkt?

    (Könntest Du im vorherigen Kommentar meine Mailadresse löschen? Habe sie technisch geschickt ins falsche Feld eingetragen, aber so ganz offen im Internet möchte ich sie dann doch nicht stehen haben...)

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  18. ouch! bei uns in der Schule ging es nicht so gewalttätig zu...

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