Thursday, 14 April 2011

Back to life

Endlich scheint alles zu funktionieren. Die Spiegel hängen, Drucker druckt, Kräuter stehen in frischer Erde, Teppiche liegen da wo sie hingehören. Im Keller stehen ordentliche Regale, auf der Terrasse die Stühle aus nachhaltigem Eukalyptusholz. Emails kommen und gehen, Internetzugang ist geregelt. Die Krankenkasse weiß, dass ich umgezogen bin, die PIN für die neue Bankkarte ist da. Ich habe beim Reinfahren in die Garage (hallo! wir haben eine Garage!) dem Auto die ersten Verletzungen zugefügt. Wir hatten Sonne, jetzt regnet und stürmt es. Ich habe verstanden, wie die Küche funktioniert.  Der Geschirrspüler darf vorläufig in den  Ruhestand gehen, bis die Besuchermassen kommen. Das Gefrierfach über dem Kühlschrank ist ausreichend und wir brauchen den Gefrierelefanten (noch) nicht. Ich habe schon einige Kochunfälle von der Ceranplatte gekratzt und im Keller ein Vorratsregal angelegt. Wir haben zu dritt vier Räder und ein klappriges aber williges Auto in der Garage. Wir sind eine moderne Hausgemeinschaft.
Das mit dem Kochen ist noch nicht wirklich im vollen Gang, weil einfach ständig was ist - zum Beispiel waren heute die Handwerker bei meiner Mutter, weil sie sich die Wohnung völlig neu beleuchten lässt. Ich find's ja toll, wie sie es krachen lässt. Aber mal so ein Tag wo einfach nichts geschieht, wäre total nett.

 Trotzdem habe ich mich heute  mal wieder an einen Kuchen gewagt, und zwar den Ricottakuchen von Jutta Lorbeerkrone. Ich musste das Rezept leicht variieren und streckte die 250g Ricotta mit Quark. Das ging sehr gut. Statt Schokotropfen rieb ich vier fette Esslöffel Schokolade. Das Gitter habe ich leider vergessen. Nächstes Mal dann, denn diesen Kuchen mache ich sicher wieder!
 
At last, everything seems to be in place around here. Lamps are hanged, mirrors are smiling back. Rugs are laid where they are needed underfoot, the terrace is kitted out with seating arrangements made of sustainable wood . My insurances have been informed of change of address, my PIN has arrived and is working, and I have managed to dent the car driving into the garage (yes - very grown-up, we have a garage). Between three people we have 5 bikes (thanks, Andrea) and several computers that seem to be in working order).

You'd think, there is nothing to keep me from being creative in the kitchen. But there is always something, usually to do with my Mum. Most recently, she decided she wants new lighting everywhere and someone has to be there to charm the electricians. German craftsmen don't accept cups of tea, by the way. Cups of tea is an unknown quantity here. But boy, they are efficient. So, anyway.
I found time to bake a cake I lifted from a Loorbeerkrone, a very talented blogger who seems to be posting every dish ever cooked in Italy.
It is beautifully simple, just knead a short crust pastry with
1 egg and one yolk, 100g sugar, juice of half a lemon, 120g softened butter and 300g flour.
refrigerate, keeping about one sixth aside for a lattice (I forgot, as you can see).
make a smooth ricotta filling by mixing 400g ricotta, 2 eggs, 100g sugar, the other half of the organic lemon, juice and zest, 4 table spoons chocolate drops and a tbsp of cornflour. 
Preheat the oven to 180°C. Roll the pastry between two sheets of baking paper - this is a life saver, as it goes into the tin on the bottom sheet - easy.
I would bake the pastry for ten minutes before adding the filling (don't forget the lattice!), bake for 1/2 hour.
My tart had a slightly undercooked base and was - ahem - too brown on top. Delicious, anyway.

6 comments:

  1. Der Kuchen sieht sehr lecker aus! So ein Umzug hat oft noch längere Nachwehen, kenne ich auch. Mein Fahrrad scheint ja nun nette Gesellschaft zu haben. :-)) Liebe Grüße aus London, wo's heute zur Abwechslung mal grau ist.

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  2. ....der Kuchen sieht wunderbar aus, wird mein nächster neuer, aber zuerst mal wieder den Rhababerkuchen mit Schmand (nachdem ich jetzt zu Glück weiß, was Schmand ist.....nämlich Rahm auf österreichisch)
    meine Tochter kann es kaum erwarten !
    ..so schön, dass das Kuchen backen wieder losgeht, viel Freude und Inspiration noch in der neuen Umgebung !!

    lg aus Wien

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  3. das liest sich schon recht angekommen. und die köstlichkeiten kommen wieder auf den tisch.
    lg aus dem eiskalten waldviertel

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  4. "So ein Tag, wo einfach mal nichts geschieht, wäre zur Abwechslung ganz nett"
    Ilse, dem kann ich mich aus meinem trubeligen Alltag heraus nur vollinhaltlich anschließen! Positiv ausdrücken ließe sich das so: "Es wird halt' nie langweilig!"; andererseits stoßseufze ich oft lieber niederrheinisch: "Irgendwatt is' immer!".

    Eine Kuchenplatte in diesem Stil habe ich auch. Schön heimelig, sie unter dem auch ohne Gitter lecker dreinschauenden Kuchen auf deinem Tisch zu sehen...

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  5. So "rödelt" sich alles an den rechten Fleck und zusammen und es passt.
    Oona

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  6. EINFACH ERFRISCHEND - Deine Erzählungen :) Schönes Wochenende!

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