Sunday, 10 April 2011

Es geht um die Wurscht, und ums Gemüse

Sonntag mittags gehen wir bekanntlich oft mit dem Mütterlein essen. Oft ist das Essen grundsolide und gut. OK, in etwa acht von zehn Wirtschaften hier auf dem Land gibts praktisch nur Fleisch, und für Vegetarier dann Kässpatzen. Oder Salat. Mit Putenstreifen. Danke! Und in etwa einem Drittel aller Gaststätten ist das Essen einfach (das Wort grottenschlecht verbietet mein Anwalt)...wirklich nicht gut.  Oft in den schönsten Plätzen, wo man eigentlich nach dem Essen sich umsehen und zufrieden seufzen sollte. So wie in der Schönen Aussicht in Großhöhenrain, oder in Ebersberg im Klosterhof, in Grafing beim Wildbräu am Marktplatz. Auch in der Gass am Egglburger See könnte noch einiges verbessert werden, und ein paar andere will ich erst gar nicht nennen.

Alles schwimmt in braunen Soßen
Brathering kommt aus der Dosen
Bratkartoffeln kalt
Salat uralt
Schnitzel ist zäh
Das Gemüse ist bäh.
Das Kraut is Not Bad
Der Reiberdatschi zu fett
Eine kleine Portion? Na, des geht ned.


Kein Wunder, langsam hat Mütterlein keine Lust mehr aufs Essen gehen. Erstens ist es immer zu viel. Und heute war es so weit:  "Naa, des mog i ned, da graust mir". Da bleibt nur noch eins:
HOME COOKING!


Daheim, da zaubere ich im Nu einen Teller Nudeln mit frischen Gemüse und getrockneten Tomaten. Richtig vegetarisch! Ist das denn so schwer, Leute? Ihr seid doch Profis!
This post is a lament. Lamenting the sad efforts of the many country inns we frequent during our Sunday outings with Mother. Admittedly, she is a picky eater. But so much of the stuff you find in a Bavarian Gasthaus should never have seen the light of day. For a start, it's all meat, and sausages, and meat hidden in potato dishes, in aspic. fried. boiled. roasted. with onions. on top of salad.
OK. Some of this meat is really good. But what if you want NO meat? There is gloopy pasta dripping with cheese and onion rings. There is of course vegetables with a fried egg. And the salad platter - OOPS! comes with grilled turkey strips.
Mum is beginning to tire of our lunch outings. And she doesn't like to see her plate piled high. At home, I make a quick pasta dish - bavette with a selection of spring greens and sundried tomatoes. Not so difficult, is it, folks?

11 comments:

  1. Das Phänomen toller Ausflugsort miese Küche, scheint Tradition zu haben. Die sind halt nicht drauf angewiesen, die Leute durch gutes Essen zu halten, kommen ja genug wegen der Aussicht.
    Hier an der Kieler Förde gibt es ein Lokal in dem meine Freundin ihre Hochzeit feierte. Warm kaltes Büffet. Risotto!!! Das verklumpte munter zu einem Batz. In der vegetarischen Pasta etwas Salami und der Fisch stank zum Himmel. Neee danke.
    Danke Gemüse Pasta sehen köstlich aus.
    Alles Liebe Karin

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  2. Na, da hat im "Dazulernen" aber offenbar die niederrheinische Gastronomie einen Riesenvorsprung vor der bajuwarischen, mein Beileid! "Gutbürgerlich" (Brrr!) ist hier höchstens noch eines von fünf Ausflugslokalen.

    Möglicherweise liegt das ja daran, dass viele Ausflügler wegen der Flachheit des Landes durchaus mit dem Fahrrad oder gar auf Inlinern anreisen....? Die mögen vielleicht erst recht nix, das schwer im Magen liegt.

    Aber das ist reine Spekulation von mir.

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  3. ...ja stimmt, ich frag mich auch manchmal, warum das Essen so einfallslos sein muss, letztens in Wien ausnahmsweise eine Ausnahme, gutes, wirklich kreatives Essen, auch fuer das Auge und noch dazu preiswert und jeder war satt.........fast ein Wunder !

    aber vielleicht lernen die Leut ja noch dazu

    lg aus Wien

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  4. Ich weiß genau was du meinst, letzter Woche war meine Mutter zu Besuch und wir wollten gut bürgerlich essen gehen. Wir waren in einem sehr bekannten lokalen Restaurant und das Essen war ungenießbar. Ich habe Zander Müllerin Art bestellt, weil ich gedacht habe - Müllerin Art, was kann da schon schief gehen, aber es war wirklich grausam. Schade eigentlich, ich finde sonst die Deutsche Cuisine gar nicht schlecht (wenn man gut kochen kann und will).

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  5. wie wahr, wie wahr, leider.
    am egglsee, den ich sehr mag, würde ich gerne nach der umrundung essen gehen. aber da fahren wir lieber heim und machen, ehem, pasta mit gemüse.
    essbar, wenn auch kein herzinfarkt, habe ich eigentlich nur einen in butter gebratenen chiemseefisch bei der fischerwirtin auf der fraueninsel gefunden (übrigens servieren die da tatsächlich auch den unsäglichen pangasius).
    jedoch immer etwas hofbräuhaus, die atmosphäre, muaß ma megn oder aushalten.

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  6. Das hab ich mir gedacht, dass da einiges an Erfahrungen einfließt
    :-)
    kvinna - ich beneide dich um den niederrheinischen Essstandard!
    Barbara - auf der Fraueninsel ist doch auch die wundervolle "Linde" - bei denen gibt's was G'scheids!

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  7. tja, davon kann ich hier im salzkammergut auch ein lied singen... wenn auch manche GH erträglich sind - einfallslos sind die meisten dennoch. es gibt bei mir in der nähe ein gasthaus, den "engelhof" - da kocht die wirtin persönlich und der name (nomen est omen...)ist absolut berechtigt!
    lg, karin

    PS: hab mir gerade deinen blog genauer durchgelesen...ich bin keine großartige köchin, aber bei deinen kreationen bekomme ich lust aufs nachmachen....
    und: gratulation zu deinem "landsitz", sieht nach "naturgenuss pur" aus...
    Danke für deine besuche bei mir!

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  8. Ja, es geht um die Wurscht. Die Gute Wurscht.
    Da schüttest Du gerade Öl ins Feuer. Ich war an der Küste. Okay, ich bin nicht ganz einfach mit meinen Essensunverträglichkeiten, aber an so einem Ort müßten sich doch gute Kuchen und Kaffeevariantionen nur so tummeln. Oder meinen die: eh Touris?
    Dazu recht teuer.
    Am Sonntagabend war ich fast down und versuchte einen letzten Versuch.
    HA! DA habe ich endlich das Cafe/Restaurant gefunden das mir zusagte.
    Leckere Kartoffeln mit frischer Petersilie und dazu einen gute Portion ... ähm... Schweinemedallions (in der Not... ) und dazu eine schmackhafte Soße mit frischen !!! Champions. SO lecker. Da merkte ich deutlicher als je zuvor:
    gutes Essen tut Seele und Körper gut.
    Essenstechnisch war es so okay, aber der Küstenort St. Peter-Ording war schön.

    Tja, es geht so einfach, wenn frau/man selbst kocht.

    Grüßilie
    Oona

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  9. sorry, ich meinte die linde.
    ja, da haben wir immer was guads bekommen, jedoch war es letzten sommer eher nicht mehr so.
    wir gehen aber nur dahin.
    ich nehme von der insel immer noch was geräuchertes mit, wann immer es sie gibt, die brachse! riesengräten, aber geschmacklich der kracher.

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  10. Leider ist es wahr, dass man die Restaurants, die noch etwas genießbares servieren suchen muss. Liegt wahrscheinlich daran, dass die meisten das alles so hinnehmen und wenn die Portionen groß der Preis billig ist zufrieden sind.

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