Wednesday, 20 April 2011

Let the music play

Heute gibt's ausnahmsweise mal nichts zu essen, sondern Musik. Seit Wochen geistert James Blake durch die Medien, neulich mit einem Beitrag auf 2Sat Kültürzeit - eine wirklich gute Sendung.
ABER
Auch die kapieren nicht, dass man Musik HÖREN will, nicht irgendwelche gescheiten, analytischen Erklärungen dazu. Das macht mich übrigens bei vielen Musiksendungen kirre: Hier ist ein tolles Programm über diese Band, aber du kriegst die Band selbst nicht zu hören, weil gnadenlos geklugscheissert wird. Zwei Takte, und es wird irgendein alter Knacker mit Pferdeschwanz interviewt, der "damals" dabei war. Info ist gut, aber vor und nach der Musik. Wir können doch Musik einfach für sich selbst reden lassen. Danach wissen wir, wie wir sie finden. Oder? Danke, youtube.
http://www.youtube.com/watch?v=oOT2-OTebx0
hört euch doch dieses Stück einfach an. James Blake.
Zur Belohnung gibt es noch den ersten Spargel dieses Jahres, gestern frisch aus dem Löwengarten. Ich war nämlich in der Stadt und habe Freunde getroffen. Wir haben darüber geredet, wie missrepräsentiert unsere Generation ist.  Wenn man die zarten Schößlinge des Protests in Japan sieht, und sie vergleicht mit Deutschland, einem Staat der nach dem 3. Reich ähnlich autoritär strukturiert war, kann man sagen, dass wir hier schon eine andere Mitsprachekultur haben. Und wer hat's erzwungen?
James Blake is the man of the moment here in all available media at the moment. There was a snippet about him on a TV programme I really like, but it really wound me up. What they do is, they tell you about a musician or a band, and then proceed to talk over the music, so you can't hear it. The thing to do is of course to go to youtube, where you really find everything you ever wanted to hear, tracks you loved twenty years ago as well as shit-hot hypes. And then you listen.
If you liked the link to James Blake, you will love this plate of asparagus, the first of its kind for this season. Eaten in my former local in Munich, where I met some friends and talked about the old days, about how our generation has achieved a bit more than shouting hohohochminh and worn bellbottoms.

5 comments:

  1. ich wiederhole mich: wie wahr, wie wahr. dennoch bin ich um die sendung froh, ist ja fast die einzige, die nicht zu nachtschlafendster zeit gesendet wird.
    ich kann das noch toppen durch folgendes erlebnis: bei der jährlichen bff-tagung (fotografen) war einmal ein berühmter blinder pariser fotograf eingeladen. gab es von dem auch nur EIN EINZIGES bild zu sehen? nebbich. statt dessen schwafelten alle möglichen alten knacker, mit und ohne pferdeschwanz, genauso daher wie du es beschreibst.

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  2. ich kann das viele Geschwätz auch nimma aushalten...........heut hab ich einen Mann aus der Straßenbahn steigen gesehen, der ein T-shirt mit der Aufschrift
    STOP TALKING
    START DOING
    trug..........vielleicht hatte er sich in zu vielen Besprechungen schon seinen Popo wundgesessen......jedenfall fand ich den Spruch gut !

    lg aus Wien

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  3. Oh Spargel!!!! Ich muss morgen mal fahnden, wo ich hier weißen Spargel finde. Borough Market vielleicht? Lass ihn dir schmecken - und die Musik auch.

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  4. ...die Leut hören sich halt gern so viel gscheit reden, ich war früher ganz beeindruckt davon, WAS diese Menschen alles Kluges von sich sich gegeben haben, bis ich draufgekommen bin, dass sie nicht einmal einen Bruchteil von dieser Gscheitheit in ihrem eigenen Leben umsetzen.............seitdem mach ich einen weiten Bogen um diese Großmäuler und halt mich lieber an Menschen der (guten) Tat, in diesem Falle Kochkunst......ja Spargel gab es bei mir auch schon, diesmal als Risotto

    lg und wunderbares Osterwochenende

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  5. Vielen Dank für den Tip mit James Blake. Durch meine Ecke des Internets ist er nämlich noch nicht gegeistert und zum Anschauen von Sendungen mit alten Knackern mit Pferdeschwanz bin ich in letzter Zeit auch nicht gekommen. Ich konnte es mir soo gut vorstellen. Ihren Ärger und die alten Knacker!

    Übrigens sehr "wow", dieser James Blake, ich hätte bei der Stimme nicht so ein junges Kerlchen vermutet. Jetzt bin ich neugierig auf mehr Musik von ihm geworden.

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