Thursday, 5 May 2011

Q wie quer durch den Kräutergarten

Schon verblühen die letzten Löwenzähne, man kommt mit dem Pusteblumenpusten gar nicht mehr nach. Die Wiesen sind rot vor Sauerampfer, da musste ich gestern wieder die köstliche Sauerampfersuppe machen. Und zum ersten Mal wachsen auf meiner Terrasse alle möglichen Kräuter: der blühende Rosmarin, der den Umzug aus der Stadt mit Bravour bestanden hat. Der Salbei, der ausschlägt wie wild, das violette Thai-Basilikum und der Lavendel vom Weibermarkt haben die beiden Frostnächte auch gut überlebt. Im Schatten eines Rosenbusches habe ich sogar Minze gefunden, jetzt kann die Cocktailsaison losgehen. Heute kam ich infolge eines Besuchs bei Kochtopf, der Numero Uno unter den deutschsprachigen Foodblogs, auf die Idee, Pesto zu machen. Klaute schnell bei meiner Schwester ein Tässchen von ihrem besten portugiesischen Olivenöl und zermalmte eine Tasse Pistazienkerne die schon ewig rumstehen, eine Handvoll der schönen Basilikumblätter, ein paar Knoblauchzehen und ein Stück geriebenen Parmesankäse zu einem wunderbar grünlichen Pesto. Ich gebe hier keine Mengenangaben, weil ich alles nach Geschmack ausprobiere - das ist doch der halbe Kochspaß. Dazu Spaghetti und nochmal Käse - ein rundum nachhaltiges Mittagessen.  
Dandelions are going grey all over and turning into clocks, and everywhere sorrel is colouring the meadows red - I made another sorrel soup yesterday, it is so easy and so good. Today, inspired by a Swiss blog, I got into making pesto with some pistachios that have been around a while. My terrace and the garden are a complete treasure trove of herbs now - purple basil, chives, flowering rosemary, and I even found some mint under the rose bushes. After a winter on the sub-zero city balcony, the sage is shooting like crazy, and parsley has made friends with lavender and thyme which  it's sharing a pot with. For the pesto, I  pulped a cup of pistachios with a generous flow of best portuguese olive oil nicked from my sister, three cloves of garlic, a handful of basil leaves and another handful of grated parmigiano, turning it into a lovely spring green paste. Which was eaten in the sun, on the terrace. This is the life!

6 comments:

  1. sinnlich und genussvoll liest es sich bei dir!
    ländliche grüße
    ingrid

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  2. Oh, das war bestimmt lecker und dazu so gesund!
    Als Kind kauten wir oft Sauerampfer - solche frühen Genüsse prägen sich ein!

    Sei lieb gegrüsst quer durchs Bloggerland,
    Brigitte

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  3. Mein Basilikum ziert sich noch etwas, die kleine Primadonna. Aber Salbei und Minze wuchern, dass ich kaum noch weiß, ob die Balkonkästen dem Druck standhalten werden. Zum Glück ist aber alles in den vergangenen Nächten heil geblieben, was man von den umliegenden Weinbergen leider nicht behaupten kann.

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  4. Das klingt doch sehr inspiriert! Es lebe der Frühling!

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  5. ...ich will auch aufs Land und Sauerrampfer essen und Kräuter pflanzen, obwohl, mein Minibalkon kann durchaus mithalten.....
    Basilikum, rosmarin, Lavendel, Oregano, Schnittlauch und schon ein älterer Salbei, der sogar im Blumenkistl den Winter übertaucht !

    lg aus der Stadt (hazanian)

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