Sunday, 15 January 2012

Neuhausen in der Diaspora

Bis vor einem Jahr lebten wir noch beide in bequemer "gehma auf an Kafä?"- Entfernung im Herzen von Neuhausen, nämlich dem Barista. Jetzt hat es Margret im Zuge von Münchens galoppierender Gentrifikation nach Laim verschlagen - in eine reizende Genossenschaftswohnung mit altem Parkett, übrigens. Und ich bin ja bekanntlich ins östliche Voralpenland geflüchtet. Gestern abend fuhr ich nach der Galeriesitzung mit der Linie 19 nach Laim, die neue Wohnung anschauen. M. erwartete mich mit einer köstlichen Linsensuppe, die neben Kartoffeln und Karotten auch Maronen und ihre Lieblingszutat enthielt, getrocknete Zitronen aus dem afghanischen Laden in der Schulstraße. Schön scharf war sie auch.
Until a year ago, my friend Margret and I lived in the heart of Munich, in a comfortable shouting distance which allowed spontaneous outings to our favourite local coffee bar, Barista. She had to move out of her flat of 30 years, where her son grew up and she knew all her neighbours - one of the lamentable aspects of Munichs furious gentrification. Myself, I fled in the opposite direction towards the Alps. Last night I took the tram across town and visited Margret's new flat, a cute parquet-floored co-op flat in Munich's outer inner regions. She fed me a tasty and wonderfully hot lentil soup which contained potatoes and carrots and more surprisingly, chestnuts and dried lemons from our old Afghan corner shop.

6 comments:

  1. Mmm, lentils and lemons! I'll have to try out that one. I made a lentil soup myself the other day, and Una ate two full plates!

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  2. Ach, Linsensuppe ist einfach das Beste. Ich mag sie am liebsten so wie meine Mutter sie früher machte. Mit Kochwurst. Damals war ein Schuß Essig ein MUSS.

    Wahrscheinlich kann sich bald niemand mehr das Leben IN den größten Städten leisten. Falls es mich nach Hamburg ziehen sollte oder Regensburg (ich Norddeutsche Deern in Bayern... hahaha...) - dann werde ich gleich in den Randgebieten schauen.

    Sieht gemütlich aus der Eßtisch.

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  3. Ah, das freut mich, dass es dir bei meiner Schwester gut gefallen hat und dir ihre Suppe geschmeckt hat. Ja, Umzüge kommen vor in unserem Alter. Ich bin bis Landshut aus ähnlichen Gründen.
    Liebe Grüße! Ingrid

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  4. Das Barista! Heimweh...
    Aber es stimmt, die Donnersbergerstraße wird auch immer gentrifizierter.

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  5. toll... eine meiner absoluten lieblingsspeisen, die ich von meiner mutter gelernt habe ist eine rote linsensuppe mit kokosmilch und ingwer... ich habe sie inzwischen variiert und füge bei meinem rezept noch paprika und kartoffeln hinzu... Und dazu noch so feine Gesellschaft.
    grüße!
    Matthias

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  6. Matthias - das ist eine gute Idee, Kokosmilch! lecker bis zum Exzess!

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