Wednesday, 18 January 2012

Die rote Granate

Wie wir alle wissen, einen Granatapfel zu Saft zu verarbeiten ist eine gigantische Sauerei. Man sollte es in der Badewanne machen, dazu möglichst ein altes T-shirt oder eine Schürze tragen. Neulich bin ich auf eine Methode gestoßen, die das Blutvergießen auf ein Mindestmaß reduziert, es funktioniert aber nur mit großen, sehr reifen Früchten: Man legt den Granatapfel auf den Tisch und rollt ihn mit beiden Händen so lang und so fest, bis es sich anfühlt als sei nichts Festes mehr drinnen. Dann schneidet man ein Loch in die Schale und presst den Saft raus. Ich fand, dass es ganz gut funktionierte. Und der Saft ist soo gesund. Manchmal mische ich ihn auch mit Blutorangen, um ihn noch grusliger zu machen.
Anyone who has ever tried to make pomegranate juice knows just what a massacre it can turn into - it needs to be done in the bathtub or at least wearing a plastic apron. Recently I came across a method for big ripe fruit that keeps splattering to a minimum: You put the fruit on the table, roll it and squeeze it with both your hands, lovingly, as hard as you can, until it feels pulped. Then you cut a hole in the skin and pour all the juice out. I worked well when I tried it. Such a heavenly juice, too, and soo good for you. Sometimes I mix it with blood orange juice, for extra gory-ness.

15 comments:

  1. Blutrünstig geht es zu bei dir. Aber ehrlich, auch wenn die Dinger eine Riesensauerei beim Essen und ausquetschen sind: Ich liebe sie.
    alles Liebe Karin

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  2. Hallo,

    ich habe heute das erste Mal auf deiner Blog-Seite gestöbert. Dein Stil ist schön, leicht und flüssig zu lesen und mit Bildern schön illustriert. Gefällt mir.

    Gruß Dieter

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  3. ...und ich denke nur Ravioli and watch your Blog :O)

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  4. Gibt es eigentlich evrschiedene Sorten Granatäpfel? Ich hab immer welche mit dunkelroten Kerne, aber auf Bildern sind ganz oft farblose helle Kerne zu sehen...

    Mein Tochter, wackelbezahnt, macht sich gerne einen Witz draus, einige Kerne zu zerdrücken und einen in die Eckzahnlücke zu stopfen und sich dann den theatralisch rauszumachen - beim ersten Mal hab ich mich derart erschreckt:)

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  5. Falls man die Kerne braucht, reduziert das die Sauerei:
    1. man stelle eine große Schüssel mit Wasser bereit.
    2. man schneide oben ein Loch in den Granatapfel.
    3. Man werfe den Granatapfel (spritzarm) in das Wasser.
    4. Man breche die Frucht auf und zerlege sie in ihre Einzelbestandteile. Die Kerne sinken nach unten, das sonstige schwammige und harte Zeug steigt auf.
    5. Man fische das schwammige und harte Zeug raus und gieße den Rest in ein Sieb.
    Granatapfelkerne ganz ohne Küchenrenovierung! Voilà!

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  6. ja, so gesund und so gut. trotzdem - kann man nur fertig kaufen.

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  7. Ich finde den Granatapfel immer wie ein kleines Kunstwerk, sowohl von außen wie von innen. Aber ich habe auch noch keinen Saft gemacht und werde Deine neue Methode bestimmt mal ausprobieren.
    Viele Grüße Synnöve

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  8. Synnove, ein Kunstwerk sind die für mich auch, irgedwie ganz was besonderes.
    Irka - vielleicht sind die hellen Kerne in nicht ganz reifen Früchten?
    Anonymous: ich sags ja - Badewanne!

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  9. Orangen, Mandarinen, Clementinen und wie sie alle heißen - essen kann ich die überhaupt nicht, brr. Säfte sind okay, auch mal mit Fruchtfleisch.

    Aber der Granatapfel!

    Der Granatapfel ist eine Offenbarung. Wenn ich eine halbe Stunde brauche, um ihn behutsam zu zerlegen, dann ist das eine meditative Tätigkeit (die gehört für mich zum Genuss dazu) mit mäßiger Sauerei.

    Ich finde die Beeren/Kerne köstlich, göttlich. Dem Saft kann ich nicht viel abgewinnen.

    Aber sooft ich mich an dieses rote Juwel heranmache, denke ich an Dich und Deine Schwester.

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  10. Also ich nehme immer die Saftpresse, die ich auf der Auer Dult erstanden habe. Der Granatapfel wird halbiert, auf die Presse gesetzt und mit einer Art Deckel heruntergedrückt und dabei gedreht – das geht ganz ohne Sauerei.

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  11. .....genau deshalb mach' ich das nicht....grins...
    Ich esse die Früchte wie sie kommen....(...das ist schon Sauerei genug......)
    Liebe Grüße
    Rosi

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  12. Es gibt auch Granatäpfel mit weißen Kernen. Sie schmeckten mir ein wenig milder und reifer.
    Das meditative Körndl pulen/fieseln geneiße ich auch sehr. Dazu sollte man aber Rentnerin sein oder sonstwie viel Zeit haben.
    Als ich im april 2010 in Istanbul war, haben wir frisch gepressten Saft an einem Stand getrunken. Heavy!
    liebe Grüße von Ingrid, Landshut
    wenn der Kommentar wieder nur anonym durchgeht.

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  13. http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2010/12/israelische-ingenieurskunst-oder-nahost-versohnung-in-meiner-kuche.htm

    hast du schon mal das probiert?
    liebe grüße
    nina aus bochum

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  14. hallo ilse,
    lese täglich deinen blog, gefällt mir sehr gut. habe auch schon viel nachgekocht. granatapfel-saft habe ich günstig beim türken gekauft, sogar ohne zucker.
    schönes wochenende
    rita

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  15. Super idee! vor allem wenn man eine ueberreife pomegranate hat, dann schmeckt das auch gar nicht so gut wenn man das fruchtfleisch ist. Saft is eine ausgezeichnete alternative!

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