Friday, 17 May 2013

Wie alt ist alt?

 Ein Jahr ist es jetzt her, dass ich aufhörte, meine Haare zu färben. Und ich bin mir immer noch nicht ganz im Klaren darüber, ob das jetzt eine gute Sache war. Denn es erfordert Mut, so alt auszusehen wie ich bin, zu schlucken, dass niemand mehr einen Ausweis verlangt um nachzuprüfen, ob ich wirklich über 60 bin...

Alt werden ist natürlich ein Privileg, keine Zumutung. Aber seit ich mein Haar grau werden ließ, verstehe ich erst wirklich, was es heißt, sich als Ü-60 zu outen, Ich bekenne mich damit zu der Altersgruppe, die in der Zeitung als „ Ilse T., Rentnerin“ beschrieben würde, sollte mich ein Auto überfahren. Es erfordert Mut, mich nicht mehr unter jung gefärbten Haaren zu verstecken, manchmal mehr als ich habe! 
About a year ago, I decided to go grey, and I am still debating with myself whether that was such a good move. After all, it was flattering to be asked to show some form of identification when I  claimed  my OAP reductions! Now, no-one asks any more.

Getting old is not for sissies, as the saying goes. And since I started to let my hair go its natural colour – and they are getting whiter with every haircut – I understand what that means. The freedom pass is a pleasant consolation prize, but to come out as an over-60, not hiding behind the make-believe of dyed hair, requires a lot of  moral fibre! 

40 comments:

  1. Nachdem ich schon mit 30 "Katzengrau" war, habe ich 12 Jahre lang meine Haare gefärbt. Dann hatte ich einfach keine Lust mehr und bin nun seit 2 Jahren "naturweiß" ;). Ich schlucke allerdings immer noch, wenn mich die Leute verwundert/fragend/ungläubig anschauen, wenn ich zB. als jüngere Schwester meiner (immernochverflixtbraunhaaringen2jahreälteren)Schwester vorgestellt werde!

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  2. Aber der Löwenzahnpuschel steht dir ganz ausgezeichnet!
    Und ansonsten ist das wieder so ein gesellschaftliches Dilemma: Wir wollen alle alt werden, aber nicht so aussehen. (Aber heute soll ja auch jede Gebärende direkt nach der Geburt des Kindes schon wieder eine Top-Bikinifigur haben, alle Frauen müssen in Hosen Größe 38 passen, die aber eigentlich 34 geschnitten sind usw.) Ich hoffe, ich kann zu meinen grauen Haaren, wenn sie dann da sind, so stehen wie du.

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  3. Ich finde, das Löwenzahnweiß steht Ihnen ausgezeichnet! ^^

    Übrigens und so ganz off topic einen herzlichen unbekannten Gruß an Ihre Schwester. In dem einen Raum bei meinen Physiotherapeuten hängt ein Druck von ihr mit einem beeindruckenden Frauenkopf, den ich gern anschaue bei den Behandlungen. Und als ich neulich genauer hinschaute, sah ich ihre Signatur und fühlte mich gleich noch wohler ...

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  4. Ilse, ich hatte mit 17 das erste graue Haar. Mit 20 war ich über den Ohren schon ziemlich grau und habe angefangen zu färben. Jahrelang rot. Mit 39 ist mir die Ansatzfärberei dermassen auf den Geist gegangen, dass ich beschlossen habe, mal die Farbe rauswachsen zu lassen. Glaub mir, ich bin erschrocken. Ich hätte nicht gedacht, dass ich dermassen grau... ähm weiss bin.
    Aber ich hatte mich schnell dran gewöhnt. Und mein Mut zu Weiss hatte meine damalige Arbeitskollegin, die damals 62 und gefärbt war, dazu gebracht, auch endlich zu ihrem Weiss zu stehen.

    Ich kann Dich verstehen, es braucht Überwindung, nicht mehr zu färben. Es ist wie ein Eingeständnis dafür, dass man vergänglich ist. Obwohl der Kopf das ja weiss, nur die Seele hinkt da manchmal ein bisschen hinterher.

    Cooles Foto übrigens :-D


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  5. Ich kann die Selbstzweifel verstehen, glücklicherweise habe/hatte ich die nicht.
    Was ist die Alternative? Dunkler dye job? Sah gestern eine Frau mit einer ziemlich großen weißen kahlen Stelle am Hinterkopf, der rest in dunkelbraune Tunke gegossen.
    Und der sehr alte Pflegefall auf der Bank sitzend mit leuchtend roten Haarschopf ist ein armseliger Anblick.

    Zur Aufmunterung empfehle ich mal einen Blick auf: www.silverhairedbeauties.com.

    Liebe Ilse X, der Löwenzahnlook ist cool!

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  6. Ich bin zwar erst Ü40, habe aber nach einem Versuch dem Färben gleich wieder abgeschworen und jetzt ergraue ich peu a peu und es stimmt, manchmal sehe ich in den Spiegel und denke, huch, so fühle ich mich noch gar nicht ;-) Aber insgesamt finde ich es gut, zu seinem, wie auch immer geartetem Körper zu stehen!

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  7. Liebe Ilse, wenn schon grau, dann unbedingt so Pusteblumen-Grau wie auf dem neuen Foto!! What a lovely lady you are!!
    Gruesse von Heike aus Muc-Mitte!

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  8. ich habe mir fest vorgenommen, gar nicht erst in diesen zwiespalt zu geraten. ich lass kommen was kommt und es kommt (mit 53) reichlich grau.
    steht dir ausgezeichnet die punk-puste-frisur, liebe ilse!
    grüße
    m.

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  9. Huch, wie schnell ist ein Jahr vergangen!
    Ich bin 44 und meine Haare werden seit einem Jahr erschrecken rasant grau und grauer. Genau genommen wird eine ja weiß. Aber ich lasse mich intensiv tönen. Sieht GANNZZZ natürlich aus. Im Ernst jetzt.

    Gerade gestern gab es auf frauTV beim WDR einen Selbstversuch von Christine Westermann (sicherlich noch nachzuschauen über Mediathek), welche sich Stück für Stück durch eine Friseurin / Maskenbildnerin von einer wunderschön -aber helmartig - gefärbten Frau zu einer fast weißhaarigen Frau verändern lies.
    Wie erstaunt Frau Westermann war, dass das grau/weiß ihr sehr gut gefiel.
    Nun läuft sie aber auch nicht seit einem Jahr so rum und hat keine Erfahrungen gemacht, wie sehr graue/weiße Haare oft (aber nicht immer) ins Alter gedrückt werden.
    Eine Freundin in meinem Alter ist seit Jahren grau/weiß. Vorher naturblond. Ich sehe das grau nicht. Aber auch sie wird locker um 8 - 10 Jahre!!! falsch eingeschätzt.
    Solange ich mir das leisten kann, werden meine Haare getönt. Später wohl gefärbt. Obwohl ich Ansatz gruselig finde. Kommt wohl noch aus meiner Zeit als Lehrling zur FrisÖrin :O)
    Hm... not-falls kannst Du ja zum Friseur gehen und in 1 1/2 Stunden ist alles wieder wie immer.
    Obwohl, die neue Farbe mit Bedacht zu wählen ist.

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  10. ja. so isses. ich habe inzwischen schwarze streifen im grau. finde es aber auch nicht betörend, wenn mich jemand "altes weib" schimpft. alter ist keine hochgeschätzte tugend in unserer zeit. ein kabarettist gestern im fernsehen: wenn jemand mit 95 stirbt, dann fragt man, ob er zu fett gegessen oder zu wenig sport getrieben hätte.
    liebgrüße
    ingrid

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  11. ch habe meine Haare so lange gefärbt, dass ich nicht mehr wusste, wie ich ohne Färbemittel aussah. Seit 2 Jahren gehe ich ohne. Es hat eine Weile gedauert meine grauen Strähnen zu akzeptieren. Jetzt finde ich mich schön und manchmal habe ich das Gefühl von einem Altersbonus zu profitieren. Man ist nachsichtig-nett zu mir, was mich immer amüsiert.

    Liebe Grüße
    Elsbeth

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  12. @Regenfrau: so eine braunhaarige jüngere Schwester habe ich auch, unser Leben lang wurde mal die eine, mal die andere für jünger gehalten!
    @Preißin: Wenn ich mir dieses Absurdistan genauer überlege, bin ich noch wilder entschlossen, bei den weißen Haaren zu bleiben!
    @Indica: hab's weitergeleitet. Das könnte das Sybille-Bild sein - ich liebe es auch,das auf dem roten Hintergrund? Gemalt auf einem unserer Urlaube in Cornwall.
    @Wilde Henne, Barbara (du hast mich ja damals so ermutigt!), Kochpoetin, Heike, Ich..will - wie schön von einer ganzen Bande mutiger toller Frauen bestätigt zu werden. Echt!
    @Oona - du bist ja noch JUNG!Färbe nur weiter - bis du eben nicht mehr magst.
    @Ingrid - an Streifen als Kompromiss habe ich auch schon gedacht!
    @Elsbeth: du bist ein besserer Mensch als ich! Bei nachsichtig-netter Behandlung werde ich pampig.

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  13. Nach 'lebenslangem' Färben war ich seit zwanzig Jahren mehr oder weniger grau. Dann schlug mein Friseur mir vor kurzem vor, ich sollte doch mal ein wenig Farbe und so ..... Ergebnis: ich hab mich sechs Wochen lang gefühlt wie eine Fremde. Jetzt kommen die Silberfäden wieder. Und Wunder oh Wunder: ich finde das viel interessanter! Ich denke, daß alles nur von der witzigen Frisur abhängt und vom "Gschau" und nicht von der Farbe! MUT! MUT!! MUT!!!

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  14. Liebe Ilse,
    Deine Löwenzahnmähne ist großartig.
    Ich habe das vor 3 Jahren auch ändern wollen - als Teile meines "graugesträhnten" Haares nicht mehr gesträhnt waren...:) - dann tönte ich sie mir mal wirklich ebenmäßig dunkelbraun.Aber: Ich fühlte mich so was von unwohl, wirklich, und es "fühlte sich nicht passend an" (beim Blick in den Spiegel) obwohl ich damals erst 49 Jahre alt war.
    Nee...mein Spruch (wenn ich darauf angesprochen werde) irgendwann darf man grau sein, silbrig oder dann auch mal weiß, wobei bei den Dunkelhaarigen ja eher der Silberton bleibt.
    HG sendet Dir
    Birgit

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  15. Ich fühle mich jede Minute mutiger, danke, ihr lieben Mit-Ergrauten!
    Hier habe ich übrigens noch eine witzige Alternative gefunden!

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  16. Also ich hoffe, dass deine Haare nicht so leicht auspustbar sind wie diese Blume.... aber es sieht echt pfiffig aus und steht dir formidabel!!Mich versilbert es seit zwei Jahren ein bisschen... aber das gefällt mir.... aber gell wenn frau erst mit grosszügig über 50 langsam und haarweise ersilbert, kann sie auch nicht wirklich mitreden!
    Schick dir ♥-liche Grüsse rauf... hier wäre eine Badekappe angesagt!!!
    bbbbbbrigitte
    Passwort: philosphical oducerni

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  17. also mut braucht das alter(n) doch sowieso oder ??

    denn das leben ist doch nix für feiglinge !!

    meine werden auch langsam grau, weiß und ich freue mich und hoffe, dass sie dann endlich kräftiger und störrischer werden (was angeblich passieren kann)

    schöne graue grüße

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  18. Hihi, schick schaust du aus :D

    Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist, älter zu werden, zumal man/frau sich gar nicht so fühlt. Ich bin schon jetzt mit vierzig manchmal verwirrt, wie wenig inneres Gefühl und Spiegelbild manchmal zusammenpassen...

    Ich finde, das Grau steht dir gut, aber das wichtigste ist ja, wie du dich damit fühlst...Ich wünsche dir, dass du eine Lösung findest, mit dem du dich gut fühlst.
    Liebe Grüsse aus den Bergen.
    bea

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  19. Seit ich mit dem Habib, dem wirklich, eindeutig und wesentlich älteren Habib zusammen bin, fängt es mich immer mehr an zu gruseln vor dem Altern.

    Und zwar weil die Reaktion der Frauen (50plus) fast durch die bankweg sehr bescheiden auf ein Paar mit Altersunterschied ist (wobei wir die gängigen Klischées, die ich jetzt nicht aufzählen will, noch nicht einmal erfüllen).

    Für Frauen scheint es sehr, sehr schwer zu sein, die Jugend hinter sich zu lassen. Und ich bin immer wieder erschrocken, wie sehr man sich wohl als Frau über sein Äüßeres identifiziert (und vielleicht auch wahrgenommen wird - ich weiß es nicht). Ich hoffe von ganzem Herzen, dass ich der Jugend ihre Jugend irgendwann nicht neide, sondern den Gang ins Altern hinbekomme, ohne dass es mich drückt.

    Weißt du, es gibt ja auch die Sorte Frauen, die so krampfhaft auf Evergreen machen und sich mit 60plus noch platinblond färben und sich in seltsame Outfits drücken. Das finde ich schlicht albern.

    Komm, was solls, Leben ist lebensgefährlich und noch nie was für Hasenfüße gewesen.

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  20. Also, diese Frisur ist einfach outstanding! Wirklich coole Ü-60-jährige, das sieht man doch.

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  21. Wenn mir nochmal jemand sagt dass Internetkontakte keine wirkliche Substanz haben, dann muss ich mir nur diese reizenden, interessanten, aufbauenden, lustigen und durch und durch liebevollen Kommentare anschauen und leise lächeln! Danke!

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  22. ja, dazu muss ich mich auch mal wieder melden:

    ich fand ja das ergrauen immer hochgradig attraktiv, auch bei meiner mutter, sodass ich mich immer drauf freute. ich fand vor allem auch junge frauen mit grauem bis weißem haar immer toll. allerdings gibt es ein alter, wo die dann plötzlich vorübergehend alt aussehen. dann bald wieder super, wenn sie die nerven behalten.

    also, bravo zum mut und ich verstehe auch gut deine ambivalenz. ich hab u.a. deshalb beschlossen, nicht zu färben, weil ich angst vor dem schock hatte und lieber langsam rübergleiten wollte. (außerdem, weil ich den aufwand für meine äußere erscheinung immer so gering wie möglich halte.) ich war aber auch blond, da ist der übergang eigentlich recht unauffällung und bei manchen sogar attraktiv. es gibt freundliche leute, die halten mich immer noch für blond ;)

    ich find, dass bei den meistn leuten die "natur" halt besser zur haut passt. für mich ist das immer das ausschlaggebende ästhetische kriterium. am besten sieht man das derzeit übrigens bei den männern, die ja mittlerweile von ihren frisören als ausbaufähige kundengruppe fürs tönen und färben erkannt wurden.
    am schlimmsten finde ich bei männern wie frauen dunkel gefärbtes schütteres haar.

    also, da du kurze haare hast und die dir ausgezeichnet stehen, soweit ich das auf deinen fotos mitkriege, kannst du ja nach lust und laune und hautton mal färben und dann wieder ratzeputz auf den nachwuchs zurückschneiden. machs mit soviel spaß wie dein kochen - moral und selbstkasteiung verderben den besten brei :)

    liebste grüß aus wien
    ursula

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  23. ...heißes thema: dieses grauhaarig älter (alt?). im bad steht eine neugekaufte packung haarfärbemittel (natürlich bio (schmunzel)) lass ich sie zu oder kommt sie doch darauf, wieder damit anfangen? jetzt wo schon alle gesehen haben, dass da mehr silberiges oder schlicht graues von meinem kopf statt farbe in die welt "strahlt"... ich kann mich nicht entscheiden stehe ich dazu oder versuch ichs nochmal die optik etwas verjüngend aufzupolieren. dieses Ü60 hat so seine tücken, einerseits wunderbar, frau muss nicht mehr auf die "rennbahn" und kann gelassen am zaun stehen, zuschauen und schmunzeln... andererseits die frage "schon rentnerin, dann gibt es ermäßigung..." brrr! das haut rein! oder man sitzt in einer veranstaltung "gesund und aktiv älter werden" wähnt sich beim hingehen noch als AKTEURIN und begreift mittendrin, dass man bereits zu den BETROFFENEN gezählt wird ... die akteure stehen vorn und sind mindestens U60-20, sie haben noch etwas zeit betroffen zu werden, wovon eigentlich? vom alter? vom betroffenwerden selbst? (betroffener: der leittragende, der benachteiligte).
    es gibt keine wirlichen konzepte alter zu leben (mögen sie noch so projekthaft wissenschaftlich aufbereitet sein) und wir sind neulinge auf diesem terrain, anfängerinnen ohne studium oder zertifikat. aber es gibt beispiele richtig saugute, von frauen, die vor uns den weg gegangen sind, schauen wir uns diese an, denn sie haben das alter praktisch gelebt und wenn eine ältere dame knallrote haare hat, sie stolz trägt und dieses rot lebt, dann bin ich immer wieder begeistert und das macht mir dann lust aufs älter werden, denn es darf auch ein bisschen verrückt zugehen (aber nicht übertreiben, sonst...)
    das hinterhältige am älterwerden ist: aussen wird's runzelig und drinnen schreit der frühling..., lassen wir ihn spießen!
    liebe ilse deine frisur ist spitze! ...und danke, dass du dieses thema angesprochen hast.
    herzliche grüße
    christine

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  24. Wunder Punkt, sehr sehr wunder Punkt. Und wenn mich nicht alles täuscht, hab ich letztes Jahr bei deinen "Übergangssträhnchen" noch getönt, wie großartig diese Idee sei und dass ich doch auch...
    Vielleicht, weil ich seit Mitte 20 sehr grau bin, schaff ich den Sprung immer noch nicht.
    Hach Ilse, wie lieb ich dich hab für die vielen Anrempler, die du mir gibst!

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  25. Wir kennen uns ja nur durch unsere Blogs, liebe Ilse. Bei Dir denke ich immer, dass Du wahrscheinlich viel dynamischer und wendiger bist, als es Dein Alter (hast Du ja gelegentlich schon erwähnt) vermuten lässt. Letztlich sind Haare auch bloß Haare. So lange sie nicht ausfallen, kann man sich mit ihnen schmücken. Ansonsten finde ich, dass da alles erlaubt ist. Im günstigsten Fall wachsen sie ja nach.

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  26. Ich hoffe, du behältst deinen Mut. Du siehst so gut aus. Das belegen viele Fotos vom gestrigen Flickrtreffen
    Schöne Pfingsttage mit Mutter, Schwester und dem Engländer :-)

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  27. Liebe Ilse, gerade habe ich ein Foto (geknipst von Schwester Luisa) gesehen und muss sagen: Du siehst wunderschön aus mit den grauen Haaren. Von alt keine Spur. Also, let´s grey on

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  28. http://www.bild.de/unterhaltung/leute/sylvester-stallone/der-schoenheitschirurg-bleibt-in-der-familie-30457602.bild.html

    Hätte hier noch eine Alternative...
    Schöne Pfingsten noch.

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  29. ach...ich bin zu spät dran und eigentlich ist eh schon fast alles gesagt, was ich auch sagen hätt wollen.

    nur noch soviel:
    ich hab auch eine zeit lang (ca. 13 Jahre lang) getönt - ein karottiges rot, das wie naturrot aussah (ich wurde zeitweilig ernsthaft für eine echte rothaarige gehalten...;-))als ich die haare abgeschnitten und damit aufgehört hab, war meine tochter 3 und wollte auf der stelle von daheim weg, weil "so a mama mog i net"...das hat mir zuerst zugesetzt, aber eigentlich war ich überglücklich, weil ich das gefühl hatte, wieder mehr "ich selbst" zu sein.
    dazukommt, dass ich auch eine blonde bin (ähnlich wie die ursula) und die vielen weißen haare da nicht besonders auffallen. ich denke, dass es für helle typen daher auch leichter ist, noch "heller" zu werden. bei den dunklen typen macht der unterschied mehr her und das umgewöhnen auf einen neuen typ fällt, glaub ich, schwerer.

    ich finde, dir passen die haare sehr gut so wie du sie jetzt trägst - sieht flott aus und sehr stimmig, also mir gefällst du ;-)

    und zu deinen titel ist mir ein spruch eingefallen, den ich einmal gehört hab: wie alt wären wir wohl, wenn wir NICHT wüßten, wie alt wir sind? ...

    herzliche grüß vom see
    karin

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  30. Ich bin jetzt 45 und habe mich für das Haare färben entschieden. Ich habe nämlich schon verflixt viele weiße Haare. In gedanken spiele ich aber damit, die Haare einfach weiß werden zu lassen.
    Mich geht das dauernde Ansatzfärben auf den Geist. Zumal ich damit eh immer viel zu lange warte. Da könnte ich mir doch die farbe glatt mal rauswachsen lassen. Ich weiß ja nicht wie ich dann aussehe. Vielleicht gefällt es mir?
    Du siehst jedenfalls entzückend mit deinen Pusteblumen aus.

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  31. Ohgott Barbara, diese gut gepflegten Leichen! So weit ist es zum Glück nicht. Gray and proud, ist glaube ich das Verdikt.
    Karin Schwemmholz, deine Tochter ist großartig!

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  32. Liebe Ilse ! Ich bin 43 Jahre und hab schon ziemlich viele graue Haare, und es fällt mir gar nicht ein zu färben. Wieder einer Erwartung nachzukommen , dass man ewig jung auszuschauen hat ?! Viel mehr Gedanken mach ich mir , wie es um meine Gesundheit steht , was nützen mir wunderbar gefärbte Haare , wenn ich nicht mehr zu Fuß in den 3 Stock komme ? So wandere ich fröhlich und ergraut durch die Gegend , und wems nicht gefällt soll wegschaun ! XD
    Ich finde dir passen die grauen Haare super !
    Einen schönen Pfingstmontag wünscht dir Ursula aus Tirol

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  33. Trag es mit Fassung, liebe Ilse - mir geht es zur Zeit "haargenau" so!
    Tja, wir werden mutig sein und "mit den Knochen wackeln" bis zum Schluss... :-)

    Herzliche Pfingstgrüsse,
    Brigitte

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  34. Ich bedanke mich nochmal ganz ♥lich für eure Anteilnahme und die spannenden Geschichten. Ich glaube, grau/nicht färben hat überwältigend gesiegt hier! Ich bleib dann erst mal dabei, und trainiere fleißig dass ich es auch nächstes Jahr noch zu Fuß in den 3. Stock schaffe.

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  35. Da bringst Du eine Saite in mir zum klingen!

    Meine Mutter färbt, solange ich mich zurück erinnern kann, ihre Haare "kastanienrot". Sie wird in diesem September 67 Jahre alt.

    Sie betoniert ihre Frisur mit Dauerwelle und Haarspray.

    Dass sie Falten hat, ist natürlich. Die wären sogar schön. Ließe sie das Haar, dass nun gar nicht mehr zu ihrem Teint passt, nicht obendrein blass und krank aussehen.

    Ich habe eine weiße Strähne in meinen dunkelblonden, völlig naturbelassenen Haaren, seit ich 13 Jahre alt bin. Meine Oma väterlicherseits hatte auch so eine Strähne an derselben Stelle wie ich. Dass das Piebaldismus heißt, weiß ich noch nicht lange.

    Jetzt bin ich 42 Jahre alt. Und seit fünf oder sechs Jahren sind da einzelne silberne Fäden an verschiedenen Stellen.

    Ich denke, mein Übergang wird ganz sanft und fließend sein. Und ich fühle mich sehr wohl damit.

    Allerdings, wäre da nicht die Geschichte meiner Mutter - die vor einem halben Jahrhundert den Beruf der Friseurin erlernt und seit sie verheiratet ist, nicht mehr ausgeübt hat, sich dafür aber früher immer auf meinem Kopf ausgetobt hat, wofür ich sie gehasst habe ;) - sähe ich das heute vielleicht alles ganz anders.

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  36. Oh ja, das ist ein Thema, das treibt mich derzeit auch wieder um.

    Sehr früh sehr grau geworden, habe ich lange Zeit toll gefunden, mich so zu akzeptieren. Ach, wie war ich doch so hipp, mit unter 50 und dem schlohweißen Haar.

    Dann rief das erste, mir völlig unbekannte Kind bei Aldi nach seiner Oma - bis ich bemerkte, dass es mich meinte.

    Ein paar Wochen später, in der Krankehausambulanz, wieder. Zwei Kinder, die mit der Oma - mir - spielen wollten.

    Na gut, ich könnte ja eine Oma sein, aber ich möchte nicht so aussehen, obwohl ich eigentlich so einen doofen Satz lieber gar nicht schreiben sollte. Aber wenn ich ganz, ganz ehrlich bin, dann ist das so.

    Den Rest gab mir die Arzthelferin beim neuen Arzt, die auf meine Karte schaute, mich mit großen Augen taxierte und erstaunt ausrief: "Huch, Sie sind ja noch gar nicht so alt!!!"

    Es dauerte keine zwei Wochen, da waren meine Haare gefärbt und ich sehe wirklich jünger aus. Mir gefällt, was ich im Spiegel sehe (wenn ich die Haare betrachte), aber ich frage mich auch gleichzeitig, wie bekloppt das eigentlich ist. Ich bin halt 53 Jahre alt und nicht 23.

    Immer wieder spiele ich mit dem Gedanken, das Grau auferstehen zu lassen und habe beim letzten Färbebesuch (ich kann Friseurbesuchen nicht ausstehen) mal wieder mit der Angestellten darüber geredet. Jetzt will ich im Herbst / Winter, wenn die Mützenzeit naht, das Gefärbte rauswachsen lassen.

    Diesen ganzen Chemiemist will ich doch gar nicht, vor allem nicht auf meinem Kopf. Naturnaher Bauerngarten hinterm Haus und dann so einen Mist auf der Kopfhaut, das passt für mich einfach nicht zusammen.

    Hoffentlich treffe ich danach keine kleinen Kinder mehr. Oder Arzthelferinnen.

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  37. OMG, jetzt erst erschließt sich mir der Zusammenhang zu ILSE X, sorry wenn es länger gedauert hat.

    Die Pusteblumenidee find ich lieb und grafisch schön umgesetzt. Von den Pfingstfotos die Brücke zu diesem Beitrag schlagend, kann ich dir nur sagen, bleib wie du bist und das ist gut so......

    ;-)

    herzlichst,
    egbert

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  38. Egbert, ja das ist ganz doof, seit ich den Blog auch über GoogleX laufen lasse, bin ich IlseX...
    Jutta - blöde und zu persönliche Bemerkungen können eine ja wirklich zum Grübeln bringen...Ich habe mir vorgenommen, wenn ich zum ersten Mal "Oma" höre, werde ich mir ein T-shirt machen lassen, auf dem steht "Ich bin nicht deine Oma".

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  39. Also ich kann das gut verstehen, dass die grauen Haare eine Herausforderung sind, insbesondere bei heterosexuellen Frauen, bei Lesben sind graue Haare durchaus ein Renner, ältere erfahrenen Frauen haben da eine anderes Standing, so erlebe ich das jedenfalls. Aber mich beneiden ja immer alle ums Graue und färben sich noch am selben Tag wenns geht wieder dunkel oder rot oder blond. Was hälst Du denn von Strähnen und einfach verschiedene Farbschattierungen...so dass grau AUCH Bestand hat...das macht schon was aus. Wie auch immer, ich finde, Du siehst dufte aus...

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  40. Sooo, viel zu spät, gebe ich auch noch ein wenig Senf ab.
    Ich habe ganz dunkelbraune Haare, und meine ersten grauen kamen tatsächlich, bevor ich 20 war. Und zwar vorne rechts oben - eine Mondsträhne - heisst es auf Avalon.
    Gefärbt habe ich trotzdem schon immer. Tue ich auch jetzt, ich bin 39 und mir sicher, mindestens halb grau, wenn ich es nicht täte.
    "Grau steht Dir gut" war auch nicht unbedingt das, was ich letzten Winter hören wollte, als ich mal 2 Monate nicht nachgefärbt hatte, es sollte aber ein Kompliment sein.
    Ich finde es soooo toll und mutig, es NICHT zu tun, und bin ganz gespannt drauf, wann ich es einmal schaffe, es "sein zu lassen" ;-)

    Weil ganz ehrlich, find ich graue Haare an Frauen echt schön! :-)


    Ganz herzliche Grüße,
    Beltane

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