Tuesday, 28 January 2014

How Time Flies

Diesen Monat habe ich weniger Arbeit als sonst und viiiel Zeit. Unter anderem schaue ich alte Fotoalben an und digitalisiere einige meiner Lieblingsbilder. Und, verdammt, wie schnell die Zeit vergangen ist...ich kann immer noch nicht fassen, dass wir schon 2014 schreiben...
In der „Kulturzeit“ neulich wurde Max Frisch zitiert, aus seinen Berliner Tagebüchern: „Gelegentlich wundere ich mich dass ich 62 werde…wie bei einem Blick auf die Uhr: ‚Oh, so spät ist es schon‘“. Ich hatte so einen Moment, als ich las, dass Francoise Hardy 70 wird. 
SIEBZIG! Dieses Mädchen das so zart gesungen hat „tous les garcons et les filles de mon age“…De mon age…und jetzt werden wir mit Lichtgeschwindigkeit älter. Ich weiß, dass viele meiner Gleichaltrigen das kalt lässt – zumindest tun sie so. Ich finde das nicht schön. Ich genieße es zwar, dass ich nicht mehr so blöd und leicht eingeschüchtert bin wie früher, als ich jung war. Und ich finde mich auch durchaus nicht alt und schiach, ein paar Kilo mehr, ein paar Falten, pah. 
Aber diese immer kürzer werdende Zeit! Das ist die große Gemeinheit, und das kann mir auch niemand schön reden.
Wir waren so jung....we were so young...
als man bei Männern noch die Rippen zählen konnte....when you could still count the ribs on men
 Als meine Mutter noch über Zäune kletterte....when Mum was still climbing over fences
Als "unsere Kinder"  noch Kinder waren...when "our kids" were still kids

 als die Lieblingsnichte noch ohne Führerschein Motorrad fuhr...when the one and only niece drove a motorbike without a licence

...als wir noch im Bett rauchten...when we still smoked in bed 
 Als wir Riesenbrillen, Dauerwelle und Vokuhila trugen....when we wore perms, mullet and big specs

  

und meine Schwester eine brotlose Filmerin war...and my sister was a penniless film maker. 

***

This month, I am having to work less than usual and find myself with time on my hands. So I started digitalising some favourites from my pile of photo-albums. Looking at them just makes me feel - damn, how quickly the years have gone. Mentally, I haven't quite caught up with the new millennium, meanwhile we are "celebrating" the centenary of WW1...
In a TV programme recently, I heard Max Frisch, a German-Swiss writer, quoted from his Berlin Diaries: “Sometimes I find myself surprised at turning 62…like looking at my watch and thinking “oh, is that the time?” I had a moment like that when I read that Francoise Hardy, the girly warbler of my youth, has turned 70. 
SEVENTY! That is really quite old…tous les garcons et les filles de mon age…we are all getting older at the speed of light. I know that many of my same age friends say they don’t mind being older – or they pretend. Dutch courage. Whistling in the dark. I hate the idea. I do enjoy not being young and stupidly biddable any more, I enjoy feeling 100% myself. And it’s not that I mind not being slim or having wrinkles…so what. 
It’s just that the remaining time is shrinking so fast! That's the bit that just doesn’t look pretty, no matter how you look at it.

19 comments:

  1. Wie digitalisierst du denn die Bilder?

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  2. Ich stimme dir vollkommen zu. Man kann es verdrängen, aber immer nur für eine kurze Zeit. Wenn mir aber die Zahl meiner Geburtstage wieder bewusst wird, denke ich ebenfalls... Oh, so spät ist es schon?
    Liebe Grüße
      Elsbeth

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  3. Ach ja - seufz! Wie waren wir doch rührend offen fürs Leben - und auch seine "Zumutungen"! Was mir am meisten fehlt, an mir und vielen Gleichaltrigen: der Übermut, die Leichtigkeit. Denke aber, wir "68-er" (geb. 1950) hatten auch ziemliches Glück mit dem allgemeinen Lebensgefühl dieser Aufbruchzeit...
    Grüße und einen swinging Dienstag!
    Heike aus 80333!

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  4. tja... die zeit vergeht...ich habe auch schon viele besen..in französisch 'balais'...

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  5. ja, so alt sind wir schon. so viel gelebt. mich stört nach wie vor am meisten die sehnsucht nach den dingen, die ich nimmer tun kann. und wenn ich mir auch gut zurede - ich kann mich nicht daran gewöhnen.
    liebgrüße
    ingrid

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  6. Aber welch schöne Erinnerungsbilder, auch wenn sicher beim Betrachten etwas Wehmut dabei ist ... Wie unfassbar jung und zart und eigenwillig-stolz man mal war. Hach.
    Liebe Grüße die Preißin

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  7. Questo fotoracconto è proprio bello!!Poi: "als man bei Männern noch die Rippen zählen konnte" è una descrizione abbagliante di un'intera epoca (credevo che la dicessimo solo noi qua a casa nostra!!)
    Valentina

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  8. Best of all, you are still making new friends, some of whom are much younger than you, but not too much! :)

    Those old photos have so much glamour.

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  9. zehn jahre später sind wir aber auch noch so rumgelaufen......oder liegt es daran, dass im osten die abgelegten sachen soo spät eintrafen?
    ach ja....nie war ich so frei wie zwischen 15 und 18, mein internatsleben.
    ich denke auch viel ans alter, aber habe zum glück die zeit, mich damit zu beschäftigen. verdrängen hilft nämlich nicht. eines morgens wirst du sonst wach und stellst fest, du bist tot. dann liegt da noch der zettel, die todo-liste auf dem tisch...
    in diesem sinne, immer schön ruhig, nur kein aktionismus.
    deine schwester macht es wohl so gut wie perfekt mit ihrem leben zwischen den welten.
    das wünsche ich mir auch.
    im sommer wilder osten, im winter wildes portugal.
    so sei es!
    m.

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  10. Valentina - che divertente! la idea della costolatura mi venne vedendo la foto...
    Ich will...Meine Schwester macht es so wie es für sie perfekt ist, wir alle machen es wie es für uns passt. Es gibt doch kein Lebensmuster, wir wurschteln uns alle irgendwie so gut wie möglich durch.

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  11. Ich finde, das schöne am älterwerden ist, das man immer mehr schöne Erinnerungen anhäuft, es schmerzt mich nicht, das einiges nimmer geht, denn ich habe es ja gehabt…das ist mir lieber als damals die ungewisse Zukunft.und gerade du und l.- ihr habt es doch vorbildlich an allem konsumwahnsinn vorbei gelebt und lebt so bewußt..
    nur weiter so -tr.

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  12. Ich mag das Älterwerden tatsächlich gerne. Zum Glück habe ich alles leben können worauf ich Lust hatte.
    Ein toller Beruf, viele Reisen und ja, auch gut konsumiert und nicht allen Dummheiten ausgewichen.
    Aber mir den richtigen Mann gepflückt, in dem ich mich nicht getäuscht habe.
    Daß der Radius nun kleiner ist und die verbleibenden Jahre nur so dahinschmelzen, darüber grüble ich nicht.
    Ziehe die Sportklamotten an und gehe eine Runde schwitzen :-)

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  13. Tja, as time goes bye...aber gut, das ist der Lauf der Dinge - ob wir es mögen oder nicht.
    Aber Deine Bilder sind grandios, insbesondere das "über Zäune kletternde Mütterli" -
    HG sendet Dir
    Birgit

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  14. Barbara dear, ich grüble nicht besonders, es war ein vorüberhuschender Gedanke. Und...Sport ist doch für mich keine Lösung!

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  15. Ich gucke sooo gerne alte Fotos. Danke für's Einstellen.

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  16. Es muss wohl der Winter sein, der uns an diese verdammte Endlichkeit aller Dinge denken laesst... Ich komme nicht darueber weg, dass ich meine Vergangenheit groesser ist als meine Zukunft....
    Deine Bilder sind toll! Wie digitalisierst Du sie? Ich hatte an einen Negativ Scanner gedacht, aber habe noch keinen Erfahrungsbericht gefunden. Alles Liebe Gudrun

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  17. Hallo Gudrun, ich hab früher die Bilder umständlichst gescannt, jetzt fotografiere ich sie mit der Makroeinstellung meiner Kamera, funktioniert ganz hervorragend.

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  18. Stimmt! Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug. Soll anders sein, wenn man im HIER & JETZT lebt. Ich übe gerade....Deine Bilder sind wieder toll. Ich mag auch gerne "Früher"-Fotos - noch dazu, wenn sie so schön sind wie Deine :)

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  19. der rückblick in die vergangenheit (hier fotoalben anschauen) verwirrt mich auch bezüglich "gefühlte zeit" -deshalb mache ich es nicht mehr. (genauso grübeln über zukunft).....irgendwie lande ich dann ganz profan im gefühlten "hier und jetzt" ...und das ist super. (war damals im jungen body so .. und wird sicher in alter formation auch so)
    gruß von der torfstecherin ;-)

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