Wednesday, 14 May 2014

Rhabarberdurcheinander

 "A mess" - eine Sauerei. So nennen die Engländer eine ihrer besten Nachspeisen. Na sowas!
Da ich derzeit Schokolade und Kuchen weiträumig vermeide, muss ich auf andere Süßspeisen ausweichen.
Essen ist immer noch der kürzeste Fluchtweg...
So fand ich im Observer online ein Rezept von Nigel Slater für Rhabarber Mess, eine Version der klassischen Eton Mess, das mich auf Anhieb ansprach. Meine Freundin Carin macht die Eton Mess übrigens seit Jahren unter dem Namen "Rote Lola". 
Hier gibt's die gelbgrüne Lola, die ich natürlich vereinfacht habe.
Der/die/das Baiser gelingt mir neuerdings anstandslos.  Ich schlage zwei Eiweiß steif, in die ich ca. 200g Zucker rieseln lasse. Mit dem Gummihund auf Backpapier streichen und bei 150°C so lang im Ofen backen, bis es außen knackig und innen gerade noch weich ist.
Dann lag es tagelang ins Backpapier gewickelt, herum, weil ich keine Zeit zur Fertigstellung hatte. Aber Baiser liegt ja ganz gern herum.
Ein paar Tage später kochte ich den Rhabarber, mit viel Wasser, weil ich die Flüssigkeit gerne als Schorle trinke.
Gestern hab ich für ein anderes wunderbares Projekt Schlagsahne mit Sahnesteif geschlagen, ja, Hanne, das kommt demnächst hier dran. Dann wird das Ganze zusammengebaut: Das Baiser (den Beiser, sagt man in Niederbayern, wie ich hörte) zerbröseln, den Rhabarber drauf und oben den Schlagrahm. Wenn man die Einzelteile parat hat ( man kann statt Rhabarber z.B. TK-Beeren nehmen und sie auf dem Baiser auftauen lassen), gibt's keine schnellere, feinere Belohnung.
You English people and your fabled understatement! Call this a mess?
Currently I'm avoiding chocolate and cakes, but since eating is still the quickest escape route from everything, I compromise with puddings...
So, inspired by dear old Nigel Slater, I adapted the classic Eton mess using rhubarb, slightly stewed with a spoonful of honey.
I am getting very good at making a simple meringue. For this one, beat two eggwhites until they form peaks, all the while dribbling about 200g sugar into the stiffening gunge. Then spoon it on a baking sheet lined with paper and bake at 150° for as long as it takes to get crisp on the outside and just slightly gooey inside.
I always use lots of water when I stew rhubarb, because I love drinking the syrup mixed with water.
To assemble "the mess", follow the visual instruction! If you have meringue, fruit (you can make it with frozen berries and eat it when the fruit has defrosted) and whipping or double cream, this has to be the easiest classy pudding, ever!

6 comments:

  1. Da könnte ich doch wirklich zum Messi werden ! Noch dazu wo das Baiser und ich Gemeinsamheiten haben - ich lieg auch gerne herum !
    Liebe Grüße , Ursula

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  2. köstlich. köstlich.
    ich glaube, ich müsste/sollte meinen kuchenkonsum auch runterschrauben. es ist wirklich so: alles was spaß macht, ist ungesund oder verboten.
    liebe grüße
    ingrid

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  3. Den nehm ich!
    Lecker!
    Grüße
    Oona

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  4. Yummy!
    Oh und dein zarter Erbsenschotenheader, so sieht der Frühling im Gemüsebeet aus, finde ich! Liebe Grüße Petra

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  5. Grauerle - das inspiriert mich gerade zu einem Blogevent: welche Nachspeise bist du?
    Ingrid - was schließen wir daraus?
    Oona, nichts ist einfacher!
    Preißndirndl - in Erbsenschoten bin ich geradezu verliebt.

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  6. Ilse, Rhabarberschorle!!! Das ist DAS Geschmackserlebnis des Frühlings. Super Tip, vielen Dank. Und das Beste: meine Mitbewohner haben das Gesicht verzogen, als ich's ihnen kredenzte. Zu sauer (ich mag's ohne Zucker). Ich liebe Rhabarber und weiß ab sofort, was ich mit dem Saft mache. Vielen Dank, J. aus Zh

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