Monday, 7 July 2014

Say Aubergine!


Die Aubergine an sich ist ein Wunder an Eleganz, man wagt kaum, sie als Gemüse zu bezeichnen
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The aubergine is a wonder of elegance to begin with, one hardly dares call it a vegetable

  In vielen Rezepte wird verlangt, dass man sie einsalzt, um ihr die Flüssigkeit und dadurch das Bittere zu entziehen. Völliger Schmarrn, ich finde gerade das Bittere an ihr so verführerisch. Ich schneide sie in Scheiben und koche sie in viel Olivenöl weich, bis sie fast zerfallen.
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Many recipes suggest salting the sliced aubergine to drain it of liquid and its bitter taste. Bollocks, I say. It's the slight tartness that makes the aubergine so especially tasty. I slice them and cook them in olive oil until they are soft and fall apart.
 Es gibt viele mediterrane Versionen von Auberginenauflauf - z.B. Moussaka in Griechenland, İmam bayıldı in der Türkei, Shakshuka in Nordafrika und Israel, und Parmigiana in Italien. Inzwischen sind die lila Schönheiten dank fleißig kochender Immigranten auch bei uns überall zu haben.
Mein Gericht heißt übrigens Parmigiana nicht wegen dem Käse (des Käses?), den man zum Schluss drüberreibt, sondern der Name kommt angeblich vom sizilianischen Wort "parmiciana", eine Jalousie aus Holzlatten. Aber egal.
Los geht's mit einer Fleisch-Tomatensoße vom Typ Bolognese:
Zwiebel anbraten, 250g gutes Hackfleisch sowie etwas Chili und  Oregano (frisch oder getrocknet) und kleingehackten Knoblauch nach Wahl dazugeben. Ein paar schön tomatige Tomaten, im heißen Wasser gehäutet, (oder eine kleine Dose Pizzatomaten) und einen guten Schuss Tomatenmark, mit etwas Wasser verdünnt, zum Fleisch geben. Mindestens 20 Minuten leise köcheln. 
Dann die Soße abwechselnd mit den vorgebratenen Auberginen in eine Backform schichten, dazwischen Käse nach Wahl:  Caciotta di provola, Caciocavallo, alternativ die überall erhältliche Mozzarella. Mit Käse bedecken und etwas Parmesan drüber reiben, im Ofen bei 160° backen bis alles schön knusprig ausschaut. 
Hallo VegetarierInnen: geht auch ohne Fleischsoße, einfach mehr Auberginen und Käse.
Den Käsebombenfaktor müsst ihr selber entscheiden -  da geb ich keine Gewichte vor!

Aubergines are everywhere in the Mediterranean, for example Moussaka in Griechenland, İmam bayıldı in Turkey, Shakshuka in North Africa and Israel, and Parmigiana in Italy. Thanks to busy immigrant kitchens, the purple beauties have settled in our northern parts now.
This dish I made derives its name not from the cheese that is abundantly grated over its top, but apparently the Sicilian word "parmiciana" describes a type of wooden slatted blind.
So - we start by making a bolognese sauce.
Chop and sweat a nice onion in olive oil, add half a pound of best mince, season with oregano, chopped garlic to taste, and a bit of chili if you like - fresh or dried. Simmer for at least 20 minutes.
Now make layers starting with the meat sauce, the fried aubergines, a layer of cheese (recipes recommend Caciotta di provola or Caciocavallo, but mozzarella will do the  job nicely.
Grate parmesan on top and bake  at 160° until the top is crispy.
For vegetarians: you can layer just aubergines and cheese, also good!
You will have to decide how cheesy you want your dish, I don't have weights for you. 
Meine Parmigiana kann man übrigens auch hier sehen***Admire my parmigiana on this website, too!

12 comments:

  1. a) das neue Titelbild oben ist der Hammer!
    b) Auberginen sind wirklich wunderschöne Gemüse. So satt, glänzend und schlicht. Hast Du klasse aufgenommen, wenn ich das so schreiben darf.
    3) Danke für den Hinweis, dass eine sich das salzige Einlegen sparen kann, sofern sie bitter mag. Bis zu einem bestimmten Grad mag ich bitter... und auch sauer und süß und ... ach. Diese Vielfalt. Gerade habe ich eine Sucht nach Ziegenrolle und Rote Grütze.
    Eines meiner Lieblingsworte in der englischen Sprache ist übrigens
    Recipe.
    Grüßilie
    Oona

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  2. Oh chère Ilse, wenn du meine Nachbarin wärst, würde ich mich gleich zu Auberginen welcher Art auch immer bei dir einladen.
    Hackfleisch und Käse würde ich mitbringen!
    Unsere Auberginen blühen noch nicht einmal...
    bbbbb

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  3. Ah, heute ist anscheinend Auberginen-Tag! Bei uns gabs heute auch diese wunderschönen lila Früchte. Falls es Dich interessiert wie....einfach bei mir auf Aubergine klicken. Deine Zubereitungsarten gefallen mir aber auch sehr :)

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  4. Mit Auberginen hab ich im Garten wenig Glück Die lassen sich ganz schön bitten.

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  5. Ich lege sie auch nie ein und fand sie noch nie zu bitter.

    Traumhaftes Titelbild!

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  6. Jetzt muss ich mich doch nochmal melden....Ich lege meine Auberginenwürfel 15 Minuten in Salzwasser ein, tupfe sie dann im Handtuch trocken um sie anschliessend in Olivenöl zu braten. Durch das Einlegen würden man sehr wenig Öl brauchen. Und das kann ich nur bestätigen. So, und jetzt einfach ausprobieren :)

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  7. Herrlich, die Fotos, die Ideen!
    Heißen sie nicht auch Eierfrüchte?
    Gruß aus dem Spundekäsländchen

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  8. Ach so, verspätete Frage: hat es das Mütterlein gegessen. - Bin grad sehr interessiert an diesbezüglichen Erfahrungsaustausch;-)

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  9. schon schön, dass ich in meinen flickr pausen jeweils hier regelmässig bilder von dir sehen kann. das titelbild ist ganz zauberhaft und die eleganz der eierfrüchte kommt schön.
    danke für das rezept. das werde ich nächstens ausprobieren. ich kenne eine rumänische variante, ohne hackfleisch, mit feta und am schluss obendrauf in semmelbrösel gewendete fetawürfelchen, die auch noch mit flüssiger fast brauner butter übergossen werden. auch eine bombe und auch ganz lecker.

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  10. Ach, ich liebe Auberginen und was du aus ihnen gezaubert hast, sieht sooo lecker aus. Da bekomme ich glatt Hunger.
    Ich salze sie übrigens auch schon lange nicht mehr vor dem Weiterverarbeiten ein und so bitter finde ich sie gar nicht. Habe gerade Miniauberginen aus Italien zuhause. Mit denen habe ich neulich mein neuestes Lieblingsschnellgericht verändert: Salsicce oder eine andere frische Bratwurst aus ihrer Hülle lösen, das Wursthack anbraten, Zwiebeln, Knoblauch mitbraten, dann Tomaten und sonstiges Gemüse zugeben und etwas schmurgeln lassen. Kann auch mit diversen Käsesorten noch ergänzt werden (also ein richtiges Rumfordgericht) oder mit Wein, Sahne oder Brühe aufgegossen werden. Dazu Nudeln, Reis oder Kartoffeln - voila.

    Guck mal auf deine SMS oder Whatsapp ;-) Liebe Grüße, Constanze

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  11. Ich weiß, was ich heute essen werde :-) Ich habe mit dem Salzen und Nichtsalzen von Auberginen experimentiert: Gesalzen erscheinen sie mir vom Fruchtfleisch her zarter. Aber wenn sie in viel Öl weich gekocht werden, spielt das wohl keine Rolle mehr!
    Ende Juli wäre übrigens toll, Ilse!

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  12. Köstliches Gericht! Möglicherweise mache ich die nächsten Wochen ausschließlich Auberginengerichte, dieses kommt auf jeden Fall nochmal vor.

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