Sunday, 26 October 2014

Morgens Nebel, abends Kürbis, dazwischen Apfelstrudel*

*aber davon brauche ich keine Rezepte mehr zu posten.

Zuerst mal eine Korrektur: zu meinem Pesto möchte ich noch erwähnen:
 1. dass ich eine Handvoll Feldsalat (Vogerl), kleingehackt, daruntergemischt habe.
 2. der österreichische Bergkäse käselt ein bisschen ab zweiten Tag, stattdessen doch 
     lieber Parmesan oder Pecorino reintun/Oder wie die Barbara den Käse erst kurz vorm
     Verspeisen dazutun!

Auf dem Weg zum Bäcker heute morgen umhüllte ein zauberhafter Nebel die Bäume, ich erwischte ihn gerade noch mit der Nikon (meiner Zweitkamera, die sich gut für draußen, aber leider zum Essen fotografieren nicht so gut eignet wie meine kürzlich verblichene Lumix).
Dank meiner fleißig ackernden Nachbarn habe ich massenhaft Kürbis zur Zeit. Als Kind kann ich mich absolut nicht erinnern, je Kürbis gegessen zu haben - den kannten wir nur aus dem Märchen, wo sich der Kürbis in eine Kutsche verwandelt: die liegt ja eher schwer im Magen.
Später, in England, wurde ich mit den Riesenkürbissen bekannt gemacht, die zu Beginne der dunklen Jahreszeit ausgehöhlt und von einer Kerze erleuchtet vor den Hauseingängen standen.Gegessen haben wir die aber auch damals nicht.

Inzwischen bin ich Kürbis-Lover. Am liebsten mag ich natürlich die Kürbisse, zu deren Zerkleinerung kein Hackebeilchen nötig ist: Hokkaido, Butternut, alle essbar mitsamt Schale.
 Ich mache Kürbis-Hummus, Kürbissuppen, heute gab es Orecchiette (Pasta) mit Paprika, Lauch und...ok, Kürbis (dieses Gericht habe ich irgendwo gesehen und nachgebaut).
Diese Woche habe ich außerdem ein Kürbiskernpesto erfunden.
Von meiner letzten Österreichreise brachte ich eine Packung gemahlene Kürbiskerne mit, und hab lang überlegt, was ich damit alles machen könnte.
Pesto, zum Beispiel!
Ich mischte ein paar Esslöffel des Kürbiskernmehls mit einer Mischung aus Kernöl und nativem Rapsöl, dazu Sechuanpfeffer, Meersalz und geriebenem österreichischen Bergkäse. Mmhm. Schmeckt. Aufs Brot, auf die Nudeln, auf dem Löffel...
Demnächst in diesem Theater plane ich, eine weitere Idee aus diesem superstylischen portugiesischen Blog auszuprobieren: Kürbiscarbonara: carbonara di abóbora. Vor genau einem Jahr habe ich mich in dieses Wort verliebt: abóbora. Und jetzt gibt es nur noch abóbora!
Back in my childhood, I don't remember ever eating pumpkin. Even more recently, when I lived in England, we didn't really eat those huge orange pumpkins. They were hollowed out in November and sat on doorsteps, lit up with a candle.
Now, of course, I am a pumpkin fan. They are everywhere, lots of different ones, smaller ones you don't need an axe to open, and the Hokkaido and butternut kinds you don't even have to peel.
 I made a very tasty dish of orecchiette with leeks, red pepper and butternut squash today, fried in olive oil together with some garlic and sage. I am also planning to make the pumpkin houmous again, which I discovered here last year. And finally - watch this space - I will make the pumpkin carbonara features in this same portuguese blog.
For now, I show you what I invented this week: pumpkin seed pesto. From my last trip to Austria, I brought back a bag of ground pumpkin seeds. What to do with this coarse, flour-like substance? Pesto, for one! 
I mixed the ground seeds with sea salt, a mixture of that dark, luxurious Austrian (Styrian) pumpkin seed oil and rapeseed oil, some grated pecorino cheese, a handful of lamb's lettuce chopped finely (parsley will do) and pepper. Tastes fab, on bread or on pasta, or as a relish with anything else!
Naturally, you can grind your own pumpkin seeds in a coffee grinder or your Kitchenaid!!

5 comments:

  1. Mmmmhhhh. Das Pesto sieht lecker aus. Ich bin mit meinen garteneigenen Kürbissen immer sehr unkreativ. Aber das kann sich heute noch ändern! :D

    ReplyDelete
  2. Kürbisse sind eben nicht nur dekorativ sondern auch sehr schmackhaft.
    Grüße aus dem total unnebeligen Bremen
    Oona

    ReplyDelete
  3. Echt? Butternut muß man nicht schälen? Das habe ich bisher immer gemacht - die Schale kommt mir auch so dick vor... hmmm...

    Und dein Licht-Schatten-Bild... je l'adore!

    ReplyDelete
  4. Kürbiskernpesto. Da muß ich wohl mal Kürbiskerne selber shreddern.
    Pasta&Fagioli mit Fazzoletti habe ich nachgekocht, schmeckte hervorragend.
    Den Pesto stelle ich mir auch fein zu Rachels Kartoffelsuppe vor.

    Ich mache die Pestos inzwischen gänzlich ohne Käse und füge den dann jeweils frisch gerieben zu.
    Dann käselt es gewiß nicht und kann auch nicht so leicht verderben.

    ReplyDelete
  5. Chère Grain de Sel wahrscheinlich hast du Recht - ich hab den Butternut immer im Ofen gebacken und dann aus der Schale gelöffelt. Das heißt wahrscheinlich, dass man die Schale nicht essen kann...
    Barbara, schreddere drauflos!
    Und Grüße an Oona im hohen Norden und Adora!

    ReplyDelete