Saturday, 4 October 2014

Tourismus in Kopenhagen


Den letzten Teil der Reise muss ich jetzt noch schnell durchziehen, bevor schon alles wieder soo vorbei ist.
Anmerkung zu meinen Fotos: Ich habe wild in die Gegend geschossen, als eine Art Fototagebuch. Die meiste Zeit wusste ich nicht wo ich war, hab mir einfach alles angeschaut. Am Sonntag konnte ich ja nur noch mit dem nicht besonders hochqualifizierten Handy fotografieren...
***
I better get on with posting the final part of my little holiday, before it's past its sell-by date. Most of the time I had no idea where I was and just drifted around and looked.
A little note on my pictures: I shot everything that I saw, unedited, to have a kind of photo diary. By day three, I had to use my not very sophisticated mobile, as you know by now...
Mein reizendes Rye Hotel  *** My charming Rye Hotel
Eigentlich war Kopenhagen ja nur als Transitort zum Louisiana Museum gedacht. Aber nach Anfangsmissverständnissen verliebte ich mich in die Stadt. Eine Spielzeugversion von London und Berlin, so freundlich, so garnicht bedrohlich.
 Originally, I intended Copenhagen as the necessary place of transit to the Louisiana museum. However, after the first misunderstandings were cleared up, I fell in love with this city. It is so cute, a toy version of London and Berlin, it seemed so unthreatening.
Klar war, ich würde mich in den ersten Stunden wie ein Depp fühlen - ich kenne das vom Tourismus. Mir tun immer diese armen Leute Leid die in der Hauptbahnhofgegend rumirren mit ihren Rollkoffern und denken, "Ach so, das ist also München". Weil, das ist es natürlich nicht.

Predictably, I felt like a moron during the first hours of arriving in C. This is because I didn't do my homework. I always feel so sorry for these people who are pulling their trolley cases out of Munich Station, thinking "mhm, I see, this is Munich", because this is so not Munich.
Frühstück/breakfast in the Rye Hotel
  
 Essen war irgendwie kein zentrales Thema, aber ich fand beim Bahnhof Nørreport einen Super-Gourmetmarkt mit vielen Cafés und leckeren Essständen, wo ich glückliche Stunden verbrachte
Schon meine erste Mahlzeit war ein köstlicher Salat mit Süßkartoffeln, Humus und Erbsenpüree
***
My very first meal was a delicious salad with sweet potatoes, humous and pea paté
  
Die Pizza war auch sensationell***The pizza was sensational
I didn't go out to eat much, but I was very happy when I found this gourmet market near Nørreport station, where I spent happy hours eating delicious things and had some excellent coffee
Smørrebrød gab's auch hier und da *** I even found some Smørrebrød...
...Die pølser hab ich lieber nur fotografiert*** I didn't eat the pølser (Danish hotdogs), just took the foto
 
The coffee at Coffee Collective with water, self service from the tap
Die  Kanelsnegl waren außerirdisch lecker *** The Kanelsnegl were out of this world delicious
Sprachkenntnisse ersparen Zeitverlust. Als ich in Kopenhagen ankam, merkte ich, dass ich kein Wort verstand und keine Ahnung hatte, in welche Himmelsrichtung ich gehen müsste, um mein Hotel zu finden. Drei Tage später wusste ich, dass der erste Bus den ich besteigen wollte, der richtige gewesen wäre, nur der Fahrer hatte den Namen der Straße nicht verstanden, weil ich ihn falsch aussprach.
Having at least a glimmer of a clue of the language would have helped. Three days later I knew that the first bus I wanted to board would have taken me to my hotel, except the driver didn't understand my pronunciation of the street name. ho hum.
Es heißt, man kann überall zu Fuß hingehen. Stimmt, K. ist nicht London, aber es ist auch nicht Holzkirchen. Besser sofort ein Rad ausleihen und in der fröhlichen Masse der Radfahrer untergehen. K. ist angeblich die radfahrerfreundlichste Großstadt der Welt, und wenn ich die zweispurigen Fahrradautobahnen ansehe, glaube ich das sofort.
 
 
I was told you can walk everywhere. It's true that C. is not London, but neither is it Badger's Drift. Best to borrow or hire a bike and join the happy throng of cyclists. Copenhagen, more so than Amsterdam, is possibly the most bicycle-friendly city in the world, in case you didn't know. Cycle lanes are twice as wide as in Germany, far less lethal than in London. 
Auch mit dem Bus war es ganz einfach, als ich mir die Nummern 1a, 14 und meine Haltestelle, Triangel, gemerkt hatte.
 Buses were really easy once I had memorized my station, Triangel.
Die Bilder sind zum Teil sehr ungefähr, aus dem Bus ins Blaue geschossen...
***
the pictures are a bit haphazard, mostly shot in passing and from busses...
 
Die Leute, die ich in Kopenhagen sah, kamen mir freundlich, hilfsbereit und gut drauf vor. Ich habe noch nie so viele gut aussehende, stylische grauhaarige Frauen gesehen, so viele Hipsterbärte mit Kinderwägen und Mütter, die ihre Kinder in Lastenfahrrädern herumkutschierten und dabei absolut entspannt das Leben zu genießen schienen. Vielleicht hilft es, dass die Stadtbüchereien Sonntags offen sind?
Most of the people I saw in Copenhagen were friendly, helpful, and unpretentiously stylish. I saw so many good-looking, stylish grey-haired women, so many hipster beards pushing children in push-chairs and women carting children around in those brilliant cargo bikes, all seemed relaxed and enjoying themselves.
Hausaufgabe: Sofort zu einem VHS-Dänischkurs anmelden. Wie kann ich nach Dänemark auswandern?  Ich möchte bald wieder dorthin und meine Beziehung vertiefen.
Homework: Get on an AEI course in Danish and start immigration procedures. I want to go back there very soon and get to know it better.

16 comments:

  1. Na bitte, da hat sich deine Überwindung zur Reise für dich doch wirklich gelohnt! Gratuliere! Oslo könnte dir auch gut gefallen, schätze ich. Oder Barcelona. Ach, es gibt ja noch so viele Reiseziele.....!
    Sehr schöne Bilder, ich bekomme jetzt auch Lust, mal wieder hin zu fahren.......
    Alles Liebe von mir, Ulrike

    ReplyDelete
  2. das auswandern - kannst du dir das leisten??
    ich fand dänemark bei meinen miniabstechern immer sagenhaft teuer.
    lg
    ingrid

    ReplyDelete
  3. Triangel -das klingt ja schon so nett. Ich liebe ja die dänischen Serien, die schaue ich immer in OF mit englischen Untertiteln - eine Herausforderung - also weiß ich was ja, nein, hallo und Mama heißt. Das Wesentliche also :-) Ich glaub wirklich, ich muss da auch hin. Danke für deinen Bericht, und die vielen Bilder! Liebe Grüße von Bettina

    ReplyDelete
  4. Die Dänen sollen ja zu den glücklichsten Menschen in Europa gehören, wenn ich mir deine Reportage lese und mir die Fotos ansehe, glaube ich das sofort!
    Sehr schön das blaue Ensemble über'm Frühstücksbüfett (und deine farbig passende BU).

    ReplyDelete
  5. irgendwie LEGO, das ganze ;-)))

    liebe grüße, christa

    ReplyDelete
  6. Oh, das weckt so viele schöne Erinnerungen! Ich habe Kopenhagen ja beruflich kennengelernt, bin aber wegen Verliebtheitsverdacht auch mal ein verlängertes Wochenende hingeflogen.
    So viele schöne und interessant aussehende Frauen! In jedem Alter und auch in ganz Hellblond!

    Die Sprache ist hochgradig tückisch: Geschrieben für eine Deutsche nahezu verständlich, wird aber - wie du ja auch herausfinden musstest - ganz anders ausgesprochen. Bis zuletzt hatte ich meine (immer gleiche) Geschäftszieladresse auf einem Zettel aufgeschrieben dabei, den ich dem Taxifahrer am Flughafen unter die Nase halten konnte. Denn selbst nach eingehendem Training durch meine dänischen Kollegen sprach ich sie nicht so aus, das Einheimische mich verstanden.

    Laut diesen Kollegen sind Radldichte und Autoarmut kein Zufall: In Dänemark sind Autopreise höllisch hoch durch eine Steuer, die aktiv von der Anschaffung abschrecken soll. (!) (!!)
    Wir machen uns kurz Gedanken, ob das mit der Abwesenheit einer dänischen Automobilindustrie zu tun hat, zucken aber trotzdem mit den Schultern.

    ReplyDelete
  7. Ich habe mehrer Jahre Dänisch in der VHS gelernt. Dann ist leider meine Dänischlehrerin weggezogen...
    Doch trotz jahrelangem Unterricht bin ich zwar in der Lage mich im Geschäft verständig zu machen - aber wehe, ein Däne antwortet... Oder fragt gar etwas...
    Im Dänischen werden viele Buchstaben gar nicht mitgesprochen, was dazu führt, dass man weer verstanden wird, noch versteht, weil das gehörte nicht dem erwarteten entspricht...
    Nur als Beispiel: Das Wörtchen "nein" heißt "ikke", gesprochen wird meist nur ein verschlucktes "k", was man leicht überhören kann... Und ob man etwas nicht oder doch tun will, macht doch einen gewaltigen Unterschied...
    Leider ist es nur sehr schwer möglich, Dänischlehrer in der Provinz zu finden... Lustig ist es allemal, und Auswandern war auch mein Traum, leider nicht der meiner Familie....

    ReplyDelete
  8. Dänisch. Dann verschwindet der bayerische Zungenschlag und du klingst wie Vivi Bach selig?
    Fände ich charmant.
    Wenn ich die Bilder anschaue, will ich da sofort hin.
    Etwas geschreckt hat mich der Preis für die belegten Butterbrote, zehn Euro für eines, kann das denn sein?

    ReplyDelete
  9. Das glaube ich dir aufs Wort, dass es in Kopenhagen schön war, liebe Ilse - da muss ich auch mal wieder hin.
    Leider zieht es mich ja meistens in den Süd/Westen (von uns aus gesehen) :-)
    Und die Smörebroed sahen einfach nur lecker aus....!!
    HG sendet Dir
    Birgit

    ReplyDelete
  10. Liebe Ilse, richtig gut siehst Du aus! Und schön, dass Du Dich mal nach Skandinavien gewagt hast. Da ist Einiges jenseits der IKEA-Romantik, das sich lohnt, kennen zu lernen. Wenn Dir Dänemark gefällt, guck' mal nach Schweden ... der Norden ist überhaupt ... zum Verlieben! Gruß, die längst schwer Infizierte! ;)

    ReplyDelete
  11. Ulrike - ich war vor viiiielen Jahren in Barcelona und habe es auch geliebt!
    Ingrid - natürlich nicht! Aber man darf ja träumen.
    Bettina - wo wir alles hin müssten...
    Petra - der Frühstücksraum war einfach charmant.
    Christa - Lego ist mir dabei ja garnicht eingefallen.
    Auch du, Kaltmamsell! Verliebt!
    Birgit und Kvinna - mich zieht es ganz sicher mal wieder nach Norden!
    Ja und das Dänisch...ich habe brav und deutsch meine Ry-e-ga-de ausgesprochen - Reaktion: HÄH?
    Und Barbara - das Bayrisch ist wie ein Wasserzeichen, das bekam ich auch nach 25 Jahren England nicht aus der Zweitmuttersprache raus!
    Ja das leckere Smörrebrot kostet 10 Euro aber das war kein einfaches Brot - das war eine auf Brot gepackte Mahlzeit.




    ReplyDelete
  12. Vielen Dank für diesen Rundblick von Kopenhagen. Mit dem Zug bin ich da im Grunde fix hin. Kommt jetzt auch auf die Liste. Neben Wien :O)

    ReplyDelete
  13. Gorgeous photo essay of your trip!

    ReplyDelete
  14. Was für ein herrlicher Köbnhaun (so wirds laut meiner Tochter korrekt ausgesprochen)Bericht!
    Ich liebe Deine Art zu schreiben sehr! Und die schönen Frauen -- ja, das fand ich auch!
    Anja

    ReplyDelete
  15. Wunderbar! Smørrebrød hab ich zwar ausgelassen, aber sonst schon einiges ausprobiert. Meine Erfahrung mit Kopenhagen ähnelt deinen Geschichten und die Bilder sind sehr vertraut :-) Ich fands klasse, eine sympathische Stadt mit netten, entspannten Bewohnern. Ich musste lachen, denn dänisch ist echt eine Herausforderung. Einfach alles, was wir lasen und "deutsch" aussprachen war so entsetzlich falsch, dass wir unsere armen Gesprächspartner in Verlegenheit brachten, ohne das zunächst zu ahnen. Ein Kurs in richtiger Aussprache wäre echt nicht verkehrt. Ich war platt als ich hörte, wie die Dänen ihre Hauptstadt ausprechen und verstehe nicht, wie wir auf "Kopenhagen" kommen konnten. Das klingt soooo anders und das "ö" ist auch verloren gegangen... ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen, die Aussprache zu üben, bevor ich das nächste Mal nach Dänemark komme :-)
    Liebe Grüße
    Elsiabeth

    ReplyDelete
    Replies
    1. Ich weiß nicht ob du Krimis magst, aber schau dir die Serie "Die Brücke" im Original mit Untertiteln an, da kriegst du ein Supergefühl dafür, wie anders die Dänen alles aussprechen. Und unglaublich spannend ist es auch.

      Delete