Friday, 7 November 2014

Pro-crust-inating

Schon mal was von Hybridgebäck gehört? Noch nie ein Cronut - ein Bastardkind von Frau Croissant und Herrn Donut - gegessen? Brookie (Brownie+Cookie)? Duffin? (ihr dürft raten, gibt's bei St****ck's). In unserer neuheitenhungrigen Welt kanns garnicht genug Schwachsinn geben. 
Ich selber habe eigenhändig den "knuffin" erfunden: Semmelknödelteig in der Muffinform gebacken. Es wurde aber leider nicht der erwartete kommerzielle Durchbruch. Also heißt es weiter arbeiten und prokrastinieren.
 Have you heard of hybrid pastries? Apparently they are taking off in leaps and bounds, starting with the "cronut" last year (bastard child of a croissant and a donut). Now, apparently, we also have the townie, a blend of tartlet and brownie, the brookie, a brownie crossed with a cookie, and you can work out for yourselves where the muffle, the crookie and the Starbuck’s duffin have mated. 
Myself, I invented the knuffin - a dumpling (Knödl) baked in a muffin tin. 
Sadly, it failed to become the anticipated global commercial hit, so I continue to work. And procrastinate.
 
Wenn ich viel Arbeit habe, gerate ich nämlich, wie schon so oft, in die Prokrastinationszone.  
Und das führt bei mir gewöhnlich zu Kreativschüben, und was diesmal dabei herauskam, war die Erfindung eines ganz neuen Hybridgebäcks: Alles ist wie auch sonst bei einer Linzer Torte, aber ich belegte sie auch noch mit dünnen Apfelscheiben. Fertig ist die Linzer Apfeltarte.
Das Rezept:
150 Gramm Butter, 1 Ei, 100 Gramm geriebene Haselnüsse
250 Gramm Mehl, 1 TL Backpulver,150 Gramm Staubzucker mit
2EL Vanillezucker, Abrieb von 1 Zitrone, Zimt, Nelkenpulver 
Butter und den Zucker verrühren, dann die restlichen Zutaten dazukneten.
Teig kalt stellen. Drei Viertel des Teiges in eine Tarteform oder Kuchenform ausrollen oder mit den Fingern reindrücken. Mit Johannisbeer(im Original heißt sie Ribisl)marmelade (ich nahm aber meine selbstgemachte Zwetschgenmarmelade) bestreichen.
Den restlichen Teig zu Würsten rollen, flach drücken und um den Rand und als Gitter auf die Füllung legen.
40-45 Minuten (oder bis sie fertig aussieht) bei 180 Grad backen.
  Die Linzer Torte ist ja der italienischen Crostata nicht unähnlich, da habe ich übrigens hier ein besonders schönes Exemplar gefunden.
 

Today, as I entered another one of my procrastinating phases I get into when I have urgent work to do, I invented the Linzer apple tarte.  Linzer Torte is normally made just with raspberry and redcurrant jam and covered with a grid of pastry.
As simple as that, but fiendishly clever!
Here's the recipe:
Beat 150g unsalted butter with 150g icing sugar and 2tbsp vanilla sugar, grate the zest of one washed and dried organic lemon into the mix. Add one egg, 100g ground hazelnuts, 250g plain flour and 1tsp baking powder. Season the dough with a shake of cinnamon and one of ground cloves and knead into a firm dough. 
Put it in the fridge to chill for 15 minutes or more.
 Roll out two thirds of the dough and press it into a cake or flan tin, up to the edge, then spread enough jam on it to cover the base. I used my home made plum jam, and added finely sliced apples.
  Cut the rest of the dough into sausages, flatten them and lay them gridlike on top.
Bake the tarte for 40-45 minutes at 180°, or until it's browned and not burnt!
 Linzer Torte is a close relation of the Italian crostata, of which I found a marvellous example on this blog.
   
 Drinnen gibt's Kuchen, draußen schaut's aus als wäre der goldene November beendet - perfektes Wetter für Sofa und Kuchen essen.
***
It looks to be the end of the golden outdoor season. All the better for cosying up to a nice slice of cake.

7 comments:

  1. Maybe I've said this before, but your pictures have such a gorgeous sense of place! I'd want to visit Bavaria just to have a cup of tea with you.

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  2. a bisserl a kuchn geht immer.
    sieht alles köstlich aus, wenn es auch hybrid ist. ;-)
    alles liebe in deinen samstag
    ingrid

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  3. hihihi... ja, wenn die Kreativität in Fluß kommt. Da gibt es kein halten mehr und das ist wunderbar.

    Weniger bei neuen Wortschöpfungen und das hier in Deutschland immer mehr und mehr die englische Begriffe Raum einnehmen.
    Beim backen, schreiben, malen, arbeiten oder gestalten und und und ist der Kreativeflow genial.

    Grüße aus dem trüben Norden. Statt Sofa und so (hatte ich jetzt echt genug schon) fahre ich mit dem ZUG nach Oldenburg und gehe mit meiner B. shoppen.
    Ganz ohne Guido.

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  4. Und dazu heißen Tee, wenn es draußen zu stürmen und regnen beginnt.

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  5. Schönes Wortspiel – und ist es nicht erstaunlich, was beim Procrastinaten so entsteht? Deine Schöpfung sieht jedenfalls köstlich aus! Liebe Sonnengrüße aus München Petra

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  6. Ach das wäre das grösste BIENVENUgeschenk für meinen Bauern am Dienstag.... mal schauen, ob ich bis dann in die Back-Gänge komme.
    Du scheinst ja voll in Fahrt!
    bbbbbrigitte

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  7. So, die Zutaten für Deine Linzer Apfeltarte sind gerade eingekauft.....morgen wird sie gebacken! Mit Apfelkuchen - ob hybrid oder nicht - rennst Du bei mir immer offene Türen ein. Und gestern gab's auch schon Krebsfleisch - im 3Ecks-Toast mit Ziegenkäse & Tomaten und im Pastinaken-Kartoffel-Süppchen. Sehr fein :)

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