Wednesday, 11 February 2015

Fette feiern wie sie fallen

Nach Jahrzehnten unsinnigen Diätwahnsinns gab es heute zur Abwechslung mal eine gute Nachricht: tierisches Fett ist gesund (stand am Dienstag auch in der Süddeutschen, auf der Wissen-Seite. Und wer hat's gewusst? Wer hat immer schon Butter und Schlagrahm gegessen anstatt der Transfette, die in Margarine und anderen abartigen Industrieprodukten versteckt sind? Eigentlich sagt einem doch die Vernunft, dass gesünder ist, je weniger Industrieverarbeitung drin steckt. Man muss sich nur das "French Paradox" anschauen, um zu wissen wie man's richtig macht: Franzosen essen tonnenweise Käse und Sahnesaucen (dafür werden Getränke mit hohem Zuckergehalt höher besteuert), und sind trotzdem das schlankste Volk in Europa.
Zur Feier des Tages gibt es heute Windbeutel mit einer Sahne-Mascarponefüllung!
Brandteig ist übrigens erstaunlich einfach und superschnell gemacht!

Die hier angegebene Menge reicht für etwa 12 große Windbeutel:
200ml Wasser
50g Butter
eine Prise Salz
Ein TL Zucker
100g Mehl
2 Eier, verschlagen
Wasser, Butter, Salz und Zucker zum Kochen bringen und simmern bis die Butter schmilzt.
Dann das Mehl auf ein Mal reinschütten und ganz fest mit einem hölzernen Kochlöffel glatt schlagen, bis sich der Teig von der Topfwand löst. 
Den Teig etwas abkühlen lassen, bevor die geschlagenen Eier langsam daruntergemischt werden - mit Hand oder Rührgerät.
Ofen auf 180°C/gas mark 6 vorheizen (160°C bei Umluft).
In den meisten Rezepte wird der Teig durch eine Spritzbeutel auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech gespritzt, aber ich habe aber den Teig einfach portionsweise mit einem Löffel auf dem Blech verteilt.
25 Minuten backen, dann mit einem Holzstäbchen Löcher in jedes Teil bohren, damit die Luft entweichen kann.
Nochmal ca. 10 Minuten backen bis sie hellbraun sind.
Für die  Cremefüllung schlug ich 100ml Schlagsahne mit 3 EL Puderzucker und vermischte sie mit 100g Mascarpone und dem Ausgekratzten einer Vanilleschote. Jetzt kommt die Spritztülle dran, mit deren Hilfe die Füllung in das Loch der Windbeutel gespritzt wird.

Für die Schokosauce werden 120g gute Schokolade und 30g Butter im Wasserbad geschmolzen, dann 120ml Schlagrahm erhitzen. Abkühlen lassen und großzügig über die fertigen Windbeutel gießen.
Among all the daily bad news, today the best news was that after all that dieting terrorism, it turns out that saturated fat is good for you! Luckily I have stuck to eating butter and cream all those years, instead of ingesting transfats through margarine and other bizarre industrial products. Isn't it plain common sense that the more food is processed is less good it is for you? Look at the "French Paradox": France has the lowest obesity rate in Europe despite everybody eating lots of cheese and creamy sauces. Instead, France very sensibly increased the tax on over-sugary soft drinks.

To celebrate all things fatty, I made profiteroles - there is animal fat in all three components!
Choux pastry is surprisingly easy to make, and very quick.
The amount of dough in this recipe made 12 large buns.  
200ml water
50g butter
A pinch of salt
One tsp sugar
100g plain flour
2 eggs, beaten
Heat the water, butter, salt and sugar until it just boils and the butter has melted. Chuck in the flour and beat the mixture vigorously with a wooden spoon until it is smooth and comes away from the sides. 
Let the dough cool down slightly, then slowly fold in the beaten eggs.
Preheat your oven to 180°C/gas mark 6 (160° if fan assisted)
The recipe says to put the dough into a piping bag to make little perfect heaps; I just spooned dollops onto the sheet lined with baking paper. Bake them for 25 minutes, then use a wooden skewer to poke a little hole into each of them, so the air can escape, and bake them for another 10 minutes, or until they are nice and browned.

For the cream filling, I beat half a carton of whipping cream (or double cream) with 3 tsp icing sugar, and fold it into 100g mascarpone with the scraped-out seeds of a vanilla pod. This I put into a piping bag and inject it into the hole in the bun.

For the chocolate ganache, melt 120g chocolate of your choice and 30g unsalted butter over a pot with simmering water, fold in 120ml single cream. Pour it generously over the filled choux buns.


Also in the Guardian today I saw that Jack Monroe, the queen of thrift, made her choux pastry with FOUR eggs! I only used two, so now I am the new Queen!

18 comments:

  1. Oh, ein Fettfest vom Feinsten. Das ist nicht zu toppen!
    Oder evtl. doch mit dieser Meldung aus der Hauszeitschrift eines Drogeriemarkts, Februarausgabe: Gehen ist genauso gesund wie exezessives Joggen. Nach einer Studie aus den USA kann man mit einfachem Spazierengehen die üblichen Gesundheitsrisiken, wie Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin und Diabetes, genauso senken wie mit anstrengenden Marathonläufen.
    Was folgern wir daraus: Am besten Sapzierengehen mit einem Windbeutel auf die Hand, ha!

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  2. Fett macht glücklich!
    Schon lang mein Motto. Und ich sabbere gerade meinen PC voll...na danke auch! ;)))
    Lg aus den Bergen,
    Doris

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  3. Mein reden schon immer. Ich hatte vor ewigen Zeiten auch mal eine "Lätta"-Phase - heute wird mir schon vom Geruch ganz anders.
    Schicke Windbeutel, gar nicht "windig" gefüllt. :-)

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  4. Freu mich über den Fett-Fanclub!
    Petra, das hab ich auch gelesen! mein Lifestyle ist plötzlich so in. Über die Vorstellung von Spazierngehen mit Windbeutel könnte ich mich wegschmeißen vor Lachen.

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  5. genau. du schreibst mir aus der seele. margerine ist nicht nur grauslich, sondern auch ungesund. da gab es doch eine werbung: butter kann durch nix ersetzt werden.
    liebe fette grüße
    ingrid

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  6. They look delicious! I always read that choux is easy to make, but have never got around to making it.

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  7. Ich schliess mich hiermit dem Fett-Fanclub an!

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  8. Dieser Fettfanclub sieht schon recht illuster aus!

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  9. Also, so sehr ich Ihnen zustimme, verehrte Frau 356, aber betreffs der Franzosen möchte ich doch zwei Dinge anmerken.
    1. Butter verwendet nur der Norden und
    2. soooo schlank sind sicher m a n c h e Franzosen (vor allem diese Damen, die immer nur eine tisane nehmen und "possierlich an Brostkrüstchen knabbern"*), aber ich sage Ihnen (aus jahrzehntelanger eigener Erfahrung) - es gibt SEHR SEHR dicke Menschen auch in Frankreich. Was ja gar nix heißen muß, nur mein Widerspruchsgeist hat einfach aufgeschrieen.
    * Dieser Ausdruck ist geklaut von Krimiautorin Elisabeth Herrmann, fand ich einfach umwerfend so als Charakterisierung für eine gewisse Art Damen ....

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  10. Ich stelle seit Anfang Februar meine Ernährung um. Weil ich meinen chronischen Schmerzen das Wasser abgraben möchte. Das ist der Plan.
    Deswegen esse ich u.a. mehr gesunde Fette. Olivenöl oder Leinöl. Jogurt mit Sahne und auch vieles anderes wird mit Butter und Sahne schmackhaft gemacht.
    Das Essen wird anders. Spannend und geschmackvoller.
    Die windigen Beutel sehen sehr ansprechend aus.
    Grüße
    Oona

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  11. Im Zuge dessen möchte ich noch einmal am Julia Child erinnern.
    "Butter, Butter, Butter..."
    *lächel*

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  12. Das sieht wirklich lecker aus! :) Manchmal muss sowas einfach sein, sonst wird man ja verrückt :P

    LG TraumTheater

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  13. endlich kann ich mich als "Butter-Fan" outen!

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  14. Sehr verehrte Madame Lihabiboun - dicke Menschen gibt es natürlich überall und auch immer mehr, ich habe mich als Marktanalystin hier einfach an Statistiken gehalten (ich weiß: "lies, damn lies and statistics").

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  15. Gehe ja selten einkaufen... Aber wenn mir die Butter ausgeht, bekomme ich Beine und schwinge mich ins Dorf.... bin zwar keine Süße... aber speziell im Winter geht beim Bauern die Sonne auf, wenn ein Küchlein auf dem Tisch steht.... Habe auch die kleinen Formen und finde die den Hit.....
    Ob ich vielleicht auch wieder einmal Winbeutelchen basteln sollte? Ob dein Post ein Wink ist?
    Wünsche dir einen vergnügten Tag
    bbbbrigitte

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  16. Mal aus der Tiermast geplaudert: Gemästet wird nicht mit Fett, sondern mit Kohlenhydraten :)

    LG von Beate

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