Tuesday, 24 March 2015

Schneckenbäckerin am blauen Wasser

Am Wochenende verschlug es mich, dank des alljährlichen Treffens mit den Ex-Kolleginnen aus der Foodpresse, mal wieder jenseits der bayrischen Grenzen. Waaaahnsinnig weit weg, bis hinter Ulm, an ein wunderschönes türkisblaues Gewässer namens Blautopf in dem reizenden Städtchen Blaubeuren. Es ist berühmt auch für die darunter liegenden Höhlen, die sich angeblich von Schwaben bis zum Schwarzen Meer ausbreiten. 
Blaubeuren ist süß. Zu unserer Überraschung gab es dort einen winzigen italienischen Laden mit großartigen Kaffee und selbstgebackenem Birnen-Ricottakuchen. Was will man mehr, vor allem bei garnicht frühlingshaften Temperaturen, wenn es unendlich viel zu ratschen gibt?    

Last weekend I finally managed to get out of Bavaria again, to meet up with my ex-colleagues from the food magazine we all used to work for. This time we met in a charming old-fashioned little town called Blaubeuren, famous for its turquoise-blue millpond and the caves that stretch along beneath the river Danube. Luckily, as the weather was pretty parky and we had quite a lot to talk about, the town also has a very good Italian deli with excellent coffee and a home-made ricotta and pear tarte.           
Wieder zuhause, setzte ich meine erfolgreiche Hefeteigbackphase mit diesen äußerst gelungenen Schnecken fort.
  Den Hefeteig improvisierte ich aus verschiedenen Rezepten:
50g Butter in einem Topf zerlassen, 1/4l Milch und 20g frische Hefe, dazugeben, handwarm erwärmen

400g Mehl, eine Prise Salz und 60g Zucker in die warme Milch-Hefemischung rühren, mit einem Kochlöffel schlagen (oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine), bis der der Teig sich vom Schüsselrand löst. Den Klumpen Teig mit einem Küchentuch zudecken, 30 Minuten – 1Stunde gehen lassen
Ich habe eine Füllung aus gehackten Walnüssen, von denen ich immer noch einen guten Vorrat habe, Nutella und einem Hauch Zimt gemischt.

Den Teig zu einem großen Viereck ausrollen. Mit einem Spatel (oder Gummihund, ihr Österreicherinnen) die Füllung auf dem Teig verteilen und das Ganze zu einer dicken Wurst rollen. Davon Scheiben abschneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Im auf 180° vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen. Aufpassen! 

Im letzten Moment fiel mir ein, dass Schnecken ja gewöhnlich mit Zuckerguss verkauft werden. Dieser [Zitrone und Puderzucker] stellte sich als Tüpfelchen auf dem i heraus.
Sie schmeckten übrigens sogar dem Mütterlein!

Back home, I continued on my dizzyingly successful roll of baking with yeast. I made these very tasty buns, filled with nutella and walnuts. We call them "snails" in Germany - I wonder why you English people haven't seen the similarity?
I improvised the dough from different recipes, like this:
Melt 50g butter in in a large saucepan with 1/4l of milk and 20g fresh yeast (or 7g dried yeast - I learned this from Daniel Etheridge at ) and warm it to about body temperature.

Mix 400g flour with a pinch of salt and 60g sugar and stir it into the warm milk-yeast mix.
Beat the dough with a wooden spoon (or use your Kitchenaid if you must) until the dough starts leaving the sides of the pan
Cove the dough with a warm kitchen towel and leave to rise for 30 minutes to an hour, until it's about doubled its size.
Meanwhile, I preheated the oven to 180° and prepared a filling of chopped walnuts and nutella, with a hint of cinnamon.
Give the dough a good knead with your hands and roll it out into a large rectangle.
Spread the filling over the whole area and then roll it into a thick sausage. Cut about two inch pieces off and sit them on baking paper on a baking tray.

Bake for about 20 minutes - but watch your snails!
At the last minute, I remembered the final touch - a lemon and icing sugar icing. 
Even my Mummy liked them!
Die Wälder in der Schwäbischen Alb schienen mir voller wild wachsender, wunderbar grüner Helleboren zu sein
***** 
The woods appeared to be covered with wild hellebores

12 comments:

  1. Wow so ein blauer Muehlteich, schoener Ort, danke fuers Vorstellen. LG Gudrun

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  2. beim Titel dachte ich zuerst an tierische Schnecken (mit Häuschen) und nicht an süße ;-)
    sind dir toll gelungen! lg

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  3. Liebe Ilse,
    der Riccotta Kuchen sieht himmlisch aus. Wenn dann noch der luckulische Genuss auch paßt, ist so ein Ausflug gelungen.
    Schwäbische Alp, mh, mal auf der Karte nachsehen wo du da warst. Das alte Wehr,....

    Das Hefeschnecken so einfach zu machen sind, alsodie Rolle schneiden habe ich auch nicht gewußt, also sehr lecker.

    Ich wünsche dir noch eine schöne Woche
    Barbara

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  4. Mensch, das Wasser hat ja eine tolle Farbe - und der grüne Helleborus ist eine Wucht.

    Sigrun

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  5. Sagenhaft schön ist es dort um den Blautopf herum, wie ich sehe - und auch die Kochtöpfe und Backöfen scheinen Wunder zu vollbringen.

    Herzlichen Gruss,
    Brigitte

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  6. vielleicht sollte ich doch das backen wieder aufnehmen?
    mir läuft jedenfalls das wasser im munde zusammen bei dem schneckenanblick......sehr gelungen
    m.

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  7. Danke für die freundlichen Kommentare! Und M. - ja! unbedingt backen!

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  8. 2009 habe ich eine fantastische, sonnige Spätsommerwoche in Blaubeuren gewohnt und war hin und weg. Einen Tag habe ich auch in Ulm verbracht ... mein Herz tat einen Hüpfer, als ich sah: Du warst just dort! Die Menschen, die Landschaft - mir hat beides sehr gefallen!

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  9. Und schau' mal:
    http://gedankenwelt-kvinna.blogspot.de/2009_11_01_archive.html

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  10. Hello,

    Thanks for visiting my blog, and for taking the time to leave such a lovely message! I'm having trouble getting back in the swing of writing after having a little break to get the new blog started and your comment has filled me with enthusiasm again - thank you.

    And now I have found your blog! Which I am about to explore more fully.

    These look and sound absolutely scrumptious. I shall bookmark them for when my son is back home - he's a huge Nutella fan.

    Thanks
    Susie

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  11. Eigentlich hatte ich nur dieses eine Bild verlinken wollen, dass Du offenbar aus derselben Perspektive aufgenommen hast wie ich damals. Das mit der Bank vor dem Haus, wo die Ach durch Blaubeuren fließt. Aber anscheinend ist der Link, den ich Dir hier gepostet habe, ein ganz diffuser, sorry for that! Es hatte mich halt' so elektrisiert ...

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  12. Danke für den Anstoss!! Machte ich früher ganz oft und ist völlig aus den Backplan verschwunden. Deshalb schau ich so gern vorbei: immer wieder anregend!!
    Ich wünsche dir und deiner Familie frohe Ostern.
    Liebe Sonnengrüsse aus dem südlichen Frühling!!
    bea

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