Monday, 6 April 2015

Was vom Frühstück übrig blieb

April, April!  *****  April foolery
Osterspaziergang **** Easter Walk
Dieses Ostern war weder Zeit für Lamm noch für bemalte Eier. Aber nach einer unerwartet verstörenden Woche  fanden wir uns dann doch noch zum schönen Osterfrühstück "con tutte", inklusive Quotenmann, zusammen.
Statt Osterfladen zu backen, machte ich am nächsten Tag einen der schönsten Rumfort-Kuchen den die englische Küche (und bitte Schluss mit den meist uninformierten Vorurteilen zu dieser) zu bieten hat: Bread and Butter Pudding. Hier kann man alles weißbrotartige, was vom Frühstück übrig geblieben ist und nicht mehr taufrisch ist, verwerten: ein Croissant, ein Stück Mandelzopf, eine Rosinensemmel, oder auch das Kastenweißbrot, das sonst die Hühner kriegen.
Der Pudding ist eigentlich ein Soufflée, denn er geht im Ofen wunderbar auf, und die Grundzutaten sind:
Butter, mit der (oder bei uns: dem) die Form sehr großzügig ausgestrichen, man könnte fast sagen ausgelegt, wird
Weißbrot, klein geschnitten, in die gebutterte Form schichten
Genug Eier-Milch-Sahnemischung anrühren, mit der der Brotberg gut bedeckt wird
Wer mag, kann zwischen die Brotschichten Rosinen, Cranberries, Blaubeeren streuen, was eben da ist. Ich hatte noch Berberitzen. Rein damit.
Dazu kann man etwas zum Versüßen drüberstreichen - ich habe meinen bewährten Orangensirup genommen, samt kandierten Schalen.
Im auf 180° erhitzten Backofen backen, bis der "Pudding" leicht braun wird und schön aufgegangen ist.
Muss man unbedingt lauwarm essen, wenn der Pudding noch schön fluffig ist. Übrigens fiel mir gerade ein, dass ich diesen himmlischen Kuchen (in England wird der ja auch mal als Nachspeise gereicht...) schon mal gemacht habe.

This Easter, no-one had any head space for painted easter eggs or to plan a roast lamb. But we did manage a family gathering over breakfast, including our token man, which was lovely and festive.
Since baking had been out of the question, too, I rustled up a delicious bread and butter pudding from the leftovers of our breakfast - one of the wonderful recycling classics the English cuisine has to offer (and no more sniggers about "English cuisine" being an oxymoron, please - I will defend English cooking to my last breath!).
What you need is:
Butter to line the dish - generously!
Left-over croissants/hot cross buns/ chollah bread/ scones etc. that have gone a bit stale, cut into slices.
Raisins, cranberries, candied peel - whatever you find in your cupboards - to sprinkle between the layers of bread
A milk-single cream -egg mixture that will cover the bread mountain, amply.
Bake at 180° in your oven, until it browns and fluffs up soufflée style
I find it too heavy to eat as a dessert, so we had it - still warm - with our afternoon tea.
Oh and I just remembered that I have made and posted this pudding before.

Und hier noch ein paar Fotos aus Pilsen *** Some more pictures from my trip to Pilsen here!

4 comments:

  1. Was bei dir der "Pudding" ist, war bei meiner Oma der Scheiterhaufen. Von alten Semmerl bis zum Zopf-Resterl, hat sie alles mit Apfelspalten und "Weiberl" geschichtet und mit Sahne-Eier-Guss gebacken. Das war immer ein Hauptgericht am fleischfreien Freitag - a Fastenspeis eben. Oh, wie hab ich das geliebt und seit Kindertagen nicht mehr gegessen . . . Jessas, des war ja dann vor dem 30jährigen Krieg ;O)
    Gruß aus Niederbayern,
    Doris

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  2. Stimmt - Scheiterhaufen hab ich gehört, aber noch nie gegessen. Äpfel dazu ist eigentlich eine schöne Idee!

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  3. Die böhmischen Impressionen sind wunderschön.
    Immer schön was in den Ofen schieben, die Nervennahrung habt ihr euch verdient.
    Ihr beiden habt meine tiefste Bewunderung!

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  4. Wunderbare Idee die österlichen "Reste" zu verwerten.

    Diese Bauwerke in Böhmen finde ich sehr schön.

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