Saturday, 27 June 2015

Eine sehr süddeutsche Pasta

Eigentlich wollte ich Nudeln machen, genauer gesagt Trofie (ein anderes Mal...)
Da ich kein Hartweizenmehl hatte, hab ich eine Kaffeemühle voll Hartweizengrieß fein gemahlen und mischte ihn in einer Schüssel mit ungefähr genausoviel Weizendunst (Wiener Grießlermehl).
*Ich kaufe übrigens mein gesamtes Mehl jetzt beim Bäcker Daumoser in Grafing, bio und frisch von der Draxmühle in Rechtmehring. Sogar beim Herrmannsdorfer gibt es ganz günstiges Biomehl!*
Das Mehl vermischte ich mit eine einer Prise Salz und einer lässig geschätzten Menge warmem Wasser.
Der Teig war dünnflüssig.
Also gab ich noch eine Ladung Roggenmehl dazu. Und ein Ei, weil ich an diesem Punkt die Vorstellung von Trofie schon aufgegeben hatte.
Und siehe da, es wurde ein Spätzleteig!
Und was für einer!
Durch das Roggenmehl wurden die Spätzle ein bisschen fester, richtig wie kleine Nodini. Also doch noch Pasta.
Mit meinem Spätzlehobel hobelte ich den Teig ins kochende Wasser, und in Minutenschnelle schwammen bildschöne Teigknöpfchen an die Oberfläche. 
Während die Spätzle abkühlten, machte ich in meinem Minimixer ein schnelles Pesto aus viel Basilikum, grobem Meersalz, Pinienkernen und Olivenöl (ohne Parmesan, der kommt nacher drauf. So bleibt das Pesto länger frisch).

Die Spätzle werden kurz in Butterschmalz oder Olivenöl gebraten, dann mit Pesto und Parmigiano angerichtet.

Am nächsten Tag hab ich die restlichen Spätzle in einer Pfanne mit einer geraspelten gelben Zucchini und etwas Chili gebraten, zusammen mit dem Pesto ist es ein umami-Erlebnis der anderen Art!!

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The second lot of spätzle I fried with a grated yellow courgette - heaven!






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I started off this lunch by trying to make pasta, more precisely, trofie. They will have to wait.
By the time I had mixed the flour with the salt and the lukewarm water, the mixture was to runny to form anything solid, so I added an egg and some more rye flour and decided to make spätzle. They are something like a Southern German pasta, where the thick batter is worked through a kind of strainer with big holes an dropped into boiling water.
They rise when they are done, after a few minutes.
When I tried to make these in England, I found that plain flour is no good for making spätzle. If you want to try it, use stronger bread flour.
Similar to making fresh pasta, you use about one egg to 100g flour, but you add water to get a runny batter. Good luck!
I served them with a home-made pesto - oregano leaves, pine nuts, olive oil, my Portuguese flor de sal. No cheese, this way it keeps better. Just grate the cheese over the dish at the table.
Die Nachspeise gab's im Garten meiner Freundin B., einen köstliche Engadiner Walnusskuchen.
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I got my dessert in my friend B.'s garden - a delicious Swiss honey and walnut tarte.

6 comments:

  1. zu borrelien: Wolf Dieter storl 'die wilde karde' Liebe grüsse b.

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  2. Ich sehe jetzt keinen Zusammenhang zwischen Borrelien und meinen Spätzle?

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  3. Ich bin dem Link gefolgt. Ich hatte keine Ahnung, dass es so viele Nudelsorten / Formen gibt und natürlich wußte ich nichts von dieser Namensvielfalt.
    Nun bin ich auf die "eigentlichen" Nudeln gespannt, die dieses Mal verschoben wurden.
    Schönes Bild von einem Teil eurer Terrasse.
    Übrigens lese ich nun bei Dir auch den englischen Text. Eine wunderbare Übung für mich und dazu noch spannend. Das erweitert meinen Sprachsatz um wichtige Koch- und Lebensmittelwörter.
    Dir einen entspannten Start in die Woche
    Oona

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  4. Schee. Einfach schee. Oan guad'n.

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  5. Trofie ist meine Lieblingspasta, gefolgt von Spaghettini

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  6. Klingt lecker. Ich esse Spätze für mein Leben gern und mach sie selber.

    Sigrun

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