Wednesday, 23 December 2015

Grün und super!

Grünkohl ist laut Fresspresse ein "Superfood" - ein saudummer Begriff, denn alles frische Lebensmittel sind super.
Aber gut, wenn schon super, dann kann es so schlecht nicht sein. Es hat den Platz von Brokkoli eingenommen, das Supergemüse der 90er, als die englischen Fußballtrainer anfingen, ihre Buben mit Nudeln und Brokkoli zu füttern anstatt Steaks. Recht so!
Für 86 cent bekam ich beim Herrmannsdorfer - sonst nicht bekannt für Armenfutter - einen ganzen Armvoll Biokohl.
Wenn man auch noch gute Freunde in der Toskana hat, die ihr selbstgepflücktes Olivenöl mit einem teilen, ist das ein richtiges Arme-Leute-Superessen!
Und so geht das Grünkohlpesto:
Die Blätter im Spaghettiwasser kurz mitkochen lassen
In einem Mixer das Grünzeug mit Pinienkernen, Salz, Zitronensaft und Olivenöl blitzen - geht auch mühseliger mit dem Mörser, wenn das Gemüse vorher klein geschnitten ist.
Mengenangaben: nach Gefühl und Geschmack!
Ich habe keinen Parmesan reingetan, den gibt es auf die Spaghetti oben drauf.
Knoblauch steht zwar im Rezept, aber in Erinnerung ans hoakle Mütterlein: Mog i ned.
Kale is one of the latest "superfoods", having taken over from 90s superfood broccoli. Broccoli shot to the top when Arsene Wenger started feeding it to his lads in the Arsenal team along with pasta - the superfood revolution in football.  And now, you can't get away from Kale. Superfood is crap, anyway. All fresh food, fruit and vegetable has superfood potential!
The other day, I got an armful of surprisingly cheap super-kale from our local organic boutique, and remembered that I'd read about Kale pesto.
I boiled the kale with the spaghetti water for a few minutes - adding valuable super vitamins to the cooking water - and took it out, while the spaghetti got to al dente.
The kale leaves (without stalks) went into the mixer with pine nuts, a good dash of my best olive oil, some coarse salt and lemon juice. You have to find your own mix to taste. I didn't put parmesan in the pesto, I prefer it on top of the pasta.
So, as long as you have good friends in Tuscany who supply you with fresh olive oil, this is real poor people's food!


8 comments:

  1. ....und es soll suppppppper gut sein für das Wohl von uns Superweibern!
    Dieses GRÜN, das wir Federkohl nennen, hat dieses Jahr irgendwie die Wachstumskurve nicht erwischt.... aber das Pesto werde ich mir merken!
    Die Guetzli sind übrigens immer noch nicht geboren.... aber unsere Tschiggs wollen zu meiner Backunlustikeit einfach partout keine Eier spenden.... werd nun aber losziehn, nicht um das Fürchten zu lernen...nein! ...um mir ein Toürchen Boutique "E" zu schenken und danach eine Runde Eier shoppen!
    Lass es dir gut gehn mit all dem Grünzeug!
    bbbb

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    1. Und du dir, auch ganz ohne Plätzchen! Klingt als brauchtest du eher eine Pause..

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  2. Mensch, Grünkohl-Pesto – das ist mal eine super Idee :-)
    Winterliche Frühlingsgrüße Petra

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    1. Ich staune über die grüne Köstlichkeit, ehrlich.

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  3. Ich kenne so ein Pesto mit Schwarzkohl, dort wird der Knoblauch nicht roh hinzugegeben, sondern mit den Schwarzkohlblättern mitgekocht, das Knoblaucharoma ist dann viel dezenter.
    Ansonsten muss ich als Norddeutsche immer kichern über Grünkohl als Superfood. Ich kenne und liebe Grünkohl ja vor allem nordwestniedersächsisch, mit Bregenwürsten, Speck und frischem Schweinebauch totgekocht, dazu Bratkartoffeln, Pils und literweise Schnaps.

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  4. Neu ist ja oft gut. Doch ich bevorzuge den Grünkohl althergebracht. Am besten schmeckt der Grünkohl in Restaurant/Gasthöfen, wo er in großen Mengen zu Kohlfahrten-Zeit gekocht wird. Mit Kartoffeln - manche nehmen Bratkartoffeln - Kassler, Kochwurst, "Pinkel" und so. Meine Mutter kommt ja aus Eckernförde und dort aß man den Grühkohl früher mit einem Löffel Zucker drüber.
    Schon lange ist es her, dass ich richtig guten Grünkohl gegessen habe. Nun. Für den richtigen Geschmack muss über die Felder einmal ordentlich der Frost gegangen sein. Vielleicht kommt das ja noch im Januar oder Februar.

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  5. Ich bin mit einem Ostwestfalen zusammen.Da gehört Grünkohl im Winter einfach dazu,wie andere Gemüse.Glaube,er erlebt grade seine heiße Phase,weil man ihn jetzt z.B.für Chips entdeckt hat.Hab ich noch nicht probiert,aber Grünkohl mit Kassler und Mettenden an Kartoffeln ist wahres Soulfood in der kalten Jahreszeit :)

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